Beiträge von rodolfo39

    Lieber Hans, den gleichen Eindruck hatte ich bei Herrn Kober im Düsseldorfer Rosenkavalier letztes Jahr auch. Im ersten Akt hatte man sogar Mühe den Ochs zu verstehen. Aber im zweiten und dritten Akt wurde es wesentlich besser. Wie ist es denn um die Stimme von Frau Damrau bestellt ? Ich hab sie letztes Jahr in gehört und war entsetzt. Die hohen Töne waren gar nicht vorhanden und es klang alles reichlich unsauber.

    An der Rheinoper gab es vor Kurzem eine moderne, aber spannende und keine Sekunde langweilige Premiere von Nabucco. Am Ende gab es einen tosenden Jubel und Bravoorkan nicht nur für die Sänger und Dirigenten, sondern auch für das Regieteam. Die Inszenierung ist modern, ohne verstörend zu sein. Selbst beim Gefangenen Chor steht der Chor nicht nur rum, sondern die beiden Kriegsparteien singen zusammen und verbünden sich. Alles ist nachvollziehbar, die Regisseurin hat sich an die Regieanweisungen gehalten und man kann mit den Sängern mit fühlen und leiden. WO ich nur die Bilder gesehen hab, hab ich gedacht nicht schon wieder so eine krampfhaft moderne Inszenierung. Aber beim Livebesuch lasst sich alles logisch erklären .

    ich bin erst zwei mal in der Pause gegangen, weil die Inszenierung unerträglich war und die Sänger nicht ihren besten Abend hatten. Und das hat nichts mit nicht Versteher zu tun. Ich hab mich zum Beispiel sehr Offenbachs Orpheus in der Unterwelt in der Inszenierung von Herrn Kosky gefreut und bin voller Vorfreude dort hingegangen. Aber vielleicht bin ich doch ein Kulturbanause denn die Inszenierung war überhaupt nicht lustig, der erste Teil ging fast zwei Stunden und zog sich wie Kaugummi. Die anderen Zuschauer waren alle begeistert und haben viel geklatscht. Aber vielleicht war das auch nicht mein Humor. Und mir ging auf die Nerven das ein Schauspieler Max Hoppe, der das gut gemacht hat, alle Rollen selbst gesprochen hat und die Sänger haben nur gesungen. Und es war sehr viel Gekreische mit dabei. Bei der Premiere vom Barbiere di Siviglia hab ich mir notiert , nie wieder hingehen auch wenn die Besetzung gut ist. Hab dem ganzen dann doch noch eine zweit Chance gegeben, bin dann aber in der Pause geflüchtet.

    Ich hab gestern und heute meine Karten für die Deutsche Oper am Rhein , und Aalto Theater bekommen. Das MIR in Gelsenkirchen hat noch Sommerpause. An der DOR werde ich natürlich zum Haniel Open Air in Duisburg gehen und einen Tag später werde ich in Düsseldorf den Barbiere di Siviglia sehen. Bei Premieren mache ich mir ja immer Notizen und da hab ich aufgeschrieben, nicht mehr hingehen wegen Inszenierung, sondern nur wenn die Sänger gut sind. In diesem Fall ist die Besetzung sehr gut. Konu Kim wird u.a. den Graf Almaviwa singen und Bogdan Talos den Musiklehrer . Dann werde ich mir die Premiere von Nabucco ansehen und Lucia di Lammermoor , mit der großartigen Stacy Alleaume, die schon bei der Nachtwandlerin begeistert hat. Im Aaalto Theater werde ich mir La forza del Destino ansehen, eine Oper die ich tatsächlich noch nie live gesehen hab, Parsifal und den Rosenkavalier. Im MIR sieht es diese Spielezeit eher mau aus. An manchen Monaten wird dort überhaupt keine Oper aufgeführt. So werde ich mir nur drei Männer im Schnee und la Boheme ansehen. Lieber Dt. Pingel , vielleicht musst du mehr spenden. ^^

    Lieber Hans bei ich hab auch schon zumindestens bis Ende des Jahres meine Karten. Das ist bei mir etwas schwierig , weil ich auch alle zwei Wochenenden arbeiten muss, Und nach der Arbeit direkt in die Oper mit den Öffis und am nächsten morgen um 6 Uhr aufstehen, ist nicht grade das idealste.

    hab es leider heute geschafft, mich anzumelden, da Alfred mir keine Mail, trotz mehrere Mails von mir , geschickt hat. um mich wieder anzumelden Letzte Woche gab es auf Bartok Radio eine hervorragende Ring Übertragung mit Adam Fischer als Dirigent. Eventuell kann man sie noch in der Bartok Radio Mediathek nachhören .

    Nachdem ich im Februar schon mal die Cenerentola gesehen habe , hab ich gestern noch mal eine Aufführung gesehen, diesmal mit anderer Besetzung. Das Publikum bestand hauptsächlich aus jungem und mittelalter Publikum im fast ausverkauftem Duisburger Haus. Grade bei so einer Inszenierung hab ich gedacht das die ältere Generation häufiger vertreten ist. Die bildhübsche und bezaubernde Valerie Eickhoff sang in dieser Vorstellung die Cenerentola und hat im Gegensatz zu Maria Kaataeva im Februar einen deutlich helleren Mezzo. Aber sie verfügt über eine enorme Bühnenpräsenz und ihre Stimme sitzt perfekt und sie hat auch mit dem Finale keinerlei Probleme. Ihr Prinz war Patrick Kabongo, der laut einer Musikzeitschrift die Tenorentdeckung im Belcanto Fach ist. Im Gegensatz zum Don Ramiro von Alasdair Kent im Februar, ist seine Stimme kräftiger und auch etwas sicherer. Es gab schon nach dem ersten Teil seiner Arie lautstarke Bravos, die sich dann zum Ende hin steigerten. Er hielt den hohen Ton am Ende bis fast zum Schlusstakt an. Wie im Februar wurde der Dandini von Jake Muffett gesungen, der das Zeug hat zum Publikums Liebling zu werden. Er ist zwar noch sehr jung, aber schon ein Erz Komödiant und verfügt über einen raumfüllenden warmen Bariton. Mit den nächsten beiden Bässen war das meine mehr als erfreulich Erstbegegnung . Pablo Ruiz war ein schmieriger Bilderbuch Don Magnifico und gab dem Affen richtig Zucker , vor allem im zweiten Akt im Duett mit Dandini . Er verfügt über einen etwas raueren dunklen Bass und eine perfekte Stimmführung. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger im Februar sang er die hohen Noten am Ende seiner Arien aus und bekam jedes mal lautstarke Bravos. Die Entdeckung für mich war der kurzfristig eingesprungene Bass Chao Deng , der nächste Spielzeit zum Hamburger Ensemble gehören wird. Auch er hat einen raumfüllenden warmen Bass und darf seine Arie vor dem Vorhang singen. Auch bei ihm gab es schon lautstarken Applaus nach dem ersten Teil und am Ende sogar einige Bravissimos . Ebenfalls kurzfristig eingesprungen ist der Dirigent Marco Alibrando. Er hatte alles im Griff und dirigierte eine flotte Cenerentola und er dirigierte auch sehr sängerfreundlich. Eine feste Bank wie immer der Herrenchor der Rheinoper. Am Ende gab es sehr lange stehende Ovationen und lautstarke Bravos und Bravis für alle und selbst als das Licht noch an war, wurde weitergeklatscht.

    Lieber Hans, danke für deinen Bericht. Ich hatte am Osterwochenende die Qual der Wahl an der Rheinoper. Ich hätte Karfreitag in den Parsifal gegen können, hab mich aber für die Cavallaria Rusticana und den Bajazzo am Samstag uns die Neuproduktion von Eugen Onegin am Ostermontag entschieden.

    Hab grad Karten bekommen für die Vorstellungen Cav. Rusticana und Bajazzo am 21.4. und la Traviata am 13.4. mit Adela Zaharia als Violetta sowie eine Karte für den 23 März la Cenerentola mit einer anderen Besetzung .Am 1. April sehe ich dann noch die Neuproduktion von Eugen Onegin. Kennt jemand die Operette Märchen im Grandhotel von Paul Abraham ? Bin jetzt nicht der Operettenexpexperte , lohnt sich ein Besuch der Aufführung?

    Lieber Hans, ich hab die Übertragung im fast vollen Kino auch gesehen und kann dir nur zustimmen. Eine fast perfekte Besetzung bis auf Escamillo dessen Stimme leider keine Durchschlagskraft hatte. Was ich das Dirigat von Herrn Rustioni hat mir sehr gut gefallen. Mit der Inszenierung kann man sich auch anfreunden.