Beiträge von rodolfo39

    Der Freischütz lief in einer sehr schönen Inszenierung an der Rheinoper, steht aber dort schon lange nicht mehr auf dem Spielplan. Die lustigen Weiber von Windsor standen auch nicht lange auf dem Spielplan. Zar und Zimmermann hab ich mehrmals gesehen, aber fehlt auch schon lange auf dem Spielplan. Ebenso wie Palästrina .Die Oper hab ich auch mehrmals an der Rheinoper gesehen. Aber ich glaube das Hauptproblem ist das der Abo Besucher nur die Opern besucht die er kennt. Die Jugend von heute wir man mit Freischütz oder Zar und Zimmermann kaum ins Opernhaus locken. Auch selten gespielte Wagner Opern wie die Feen oder das Liebesverbot, dürfte es beim Otto Normal Opernbesucher schwer haben.

    Ich glaube Ortrud benutzt Telramund nur um Einfluß zu gewinnen. Lohengrin war mir nie sympathisch. Warum spielt er nicht gleich mit offenen Karten und sagt wer er ist und woher er kommt. Wäre ich Elsa würde ich auch gerne den Namen meines Retters und zukünftigen Ehemannes wissen. Und wenn Elsa dann fragt, zieht er sich zurück anstatt ihr zu verzeihen . So groß kann die Liebe dann nicht gewesen sein. Da find ich Tannhäuser sympathischer.



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    Hab gestern bei den Chinesen eine sehr schöne Fledermaus aus dem Jahr 1997 aus Sydney gefunden. Kann den link nur leider nicht kopieren, vielleicht kann Orfeo da weiterhelfen. Die Inszenierung spielt wohl in Hollywood und ist anders als gewohnt ,aber sehr unterhaltsam und vorzüglich gemacht. Die Sänger spielen ihre Rollen sehr gut und glaubhaft und das Zusehen hat mir zu mindestens Spaß gemacht. Beim Abspann erfahren wir, was aus den Personen geworden ist. Bei Orlowsky steht, das er nie mehr nach Russland zurückgekehrt ist, da er in erster Linie auch kein Russe war :).

    Ich bin nun kein regelmäßiger Besucher von Operetten. Aber beim Orlowsky frage ich mich immer, wenn er ein jugendlicher Prinz sein soll, warum ist er so so gelangweilt ? Das würde mir , von einen älteren Tenor gesungen, die Rolle glaubhafter machen. Obwohl dieses Jahr fand ich Okka von der Damerau als Orlowsky in Wien hervorragend und überhaupt nicht nervig

    Wenn ich in dieser Zeit Künstler beurteile, denke ich immer daran, das. wir zur Zeit keinen Normalzustand haben. Und grade Sänger sind keine Maschinen, die jeden Abend hervorragende Leistungen bringen können.

    Gestern Abend hab ich mir meinen Lieblings Whisky und was zu knabbern bereit gestellt und mir den Livestream der Fledermaus angesehen. Den Umständen geschuldet gab es keine Zuschauer, ich hab aber , das ansonsten immer gelangweilte Silvester Publikum, nicht vermisst. Einen Überraschungsgast gab es dies mal nicht, der hätte Asmik Gregorian sein sollen. Das fand ich auch nicht sonderlich schlimm. da manche dieser Auftritte doch eher peinlich wirken. Über die Otto Schenk Inszenierung muß ich ja nichts schreiben. Die Sänger waren alle vorzüglich und auch neu an der Staatsoper in den Rollen. Alle waren hervorragende Darsteller und so wurde es zu einer sehr kurzeiligen Aufführung. Camilla Nylund war eine rollendeckende Luxusbesetzung für die Rosalinde und parodierte sich selbst beim Csardas . den Sie ohne Probleme gesungen ha. Georg Nigl war ein grandioser Eisenstein mit kraftvoller Stimme und einer schauspielerischen Leichtigkeit. Ein weiterer Lichtblick war die Adele gesungen von Regula Mühlemann. Für die Rolle war auch sie die perfekte Besetzung. Okka von der Damerau hat es geschafft das ich den Orlowsky zum ersten Mal nicht nervig fand. Bei ihr sieht man eindeutig das der Prinz eine Frau ist. Warum wird der Orlowski eigentlich immer von Frauen gesungen ? Der Dirigent Cornelius Meister dirigierte eine schwungvolle Fledermaus und war den Sängern ein sicherer Begleiter. Einen langweiligeren Frosch als den von Peter Simonischek hab ich noch nicht erlebt. Gibt es in Österreich keine anderen Kabaretisten oder Burgtheater Schauspieler der diese Rolle spielen kann ? Seit Jahren kalauert er sich durch die immer gleichen Witze und es gab keine aktuelle Tages politische Pointe . Ich hoffe das der Frosch bald in seinen Ruheststand geschickt wird. Ich weiß nicht ob der Beitrag hier richtig aufgehoben ist ansonsten wäre es nett , wenn ein Moderator diesen Beitrag in die richtige Rubrik verschieben könnte.

    Zu Michele Angelini


    hier ein Link zu einer Aufführung des Barbiere aus Paris aus dem Jahr 2017



    Seine Stimme klingt etwas kräftiger als die von Florez und die Koleraturen singt er mit einer schönen Leichtigkeit

    Lieber Uwe, Herr Rieu bittet Häppchen Konsum und dazu noch schlecht gemacht. Ich glaube nicht das Besucher eines Rieu Konzert Operetten Aufführungen besuchen würden. Sie müssten 2 Stunden ruhig sitzen , sich nicht unterhalten und vor allem nicht tanzen. Und ich Zweifel, ob die meisten, außer der Fledermaus noch andere Operetten kennen.

    Manche Gags bei der Fledermaus kennt man schon auswendig. Vor zwei Jahren hab ich mir die Silvester Aufführung der Fledermaus an der Rheinoper angetan. Mit 48 war ich der jüngste Besucher und das restliche Publikum wirkte eher gelangweilt und unterhielt sich laut während der Vorstellung. Zwischenbeifall gab es fast keinen und am Ende wollten alle nur schnell nach Hause. Die Rolle des Frosch könnte von mir aus auch gestrichen werden. Der Frosch an der Staatsoper macht seit Jahren die gleichen Witze. Gibt es dieses Jahr einen Überraschungsgast bei der Silvester Fledermaus ?