Beiträge von Sven Godenrath

    Wie Ralf Reck hier treffend festgestellt hat:
    z.B. über den Konwitzny Freischütz eine im großen Sinne klassische Inszenierung, konnte ich leider sofern überhaupt nur einmal lachen.
    Beim Lohengrin verging mir das Lachen leider schon nach den ersten 10 Minuten, ich glaube das Vorspiel dauerte an diesem Abend ca. 9 Minuten 55 Sekunden, während ich manche Szenen in der aktuellen Ariadne immer wieder aufs neue amüsant finde.
    Einmal abgesehen von den Palmen in der Hamburger Lucia di Lammermoor , ich muß mir hier leider jeden Abend, wenn ich in dieser Inszenierung sitze vorstellen wie Luciano Pavarotti in der Palme sitzt und diese nach links schwingt.
    Bei manchen Sängern schwingt sie dann nach rechts wieder zurück.
    Nein, das war jetzt bösartig, aber manchmal überkommt es mich einfach auch mal, bei weniger intelligenten Regieideen.
    Dennoch ist die Inszenierung im großen und ganzen relativ schlüssig.

    Lieber Norbert.


    Harnoncourt und hip!?!
    Nur weil sein Orchester teilweise lauter ist andere (Aida)!?!
    Wenn schon hip, dann denke ich hier eher an Dudamel (Latein-amerikanisches) oder Tilson-Thomas (dirigiert auch Uraufführungen), das ist für mich schon eher hip, als ständig der alte Brei neu aufgewärmt.
    Das ist nicht hip, sondern engenommen nur langweilig.

    Ich bin hier geteilter Meinung und kann dieses leider auch begründen.
    Wenige werden sicherlich wie ich das Glück zu einem direkten Vergleich gehabt haben.
    Alcina in Hamburg und Alcina in Wien.
    In Hamburg sah das ganze ein wenig nach Sparflamme aus, dafür wurden aber die Charaktere der Figuren einigermaßen getroffen und das ganze auch noch recht spannend umgesetzt..
    In Wien hingegen ein wunderschönes Bühnenbild, Kostüme zum niederknien und dann noch Anja Harteros eine wirklich tolle Sängerin und leider alles so sterbenslangweilig Inszeniert ich wäre beinahe eingeschlafen.
    Gut zugegeben ich bin morgens um 5 Uhr aufgestanden um nach Wien zu fliegen und um 19.00 Uhr begann die Oper und gegen 23 Uhr kniete ich in der Loge um nach meiner Brille zu suchen, die meinen Händen entglitten war.
    An der spannenden Inszenierung lag das mit Sicherheit nicht.

    Das übliche, alle fühlen sich eingebunden etwas mehr oder weniger qulifiziertes zu sagen oder zu schreiben. Ich erinnere hier an Edeltrauts Leserbrief im Hamburger Abendblatt.
    ...Hier gibt es nur noch Wagner und Strauss...


    So oder so ähnlich wird die Umfrage dort höchstwahrscheinlich auch ausfallen.
    Es wird sein wie bei einer Betriebsversammlung, es wird viel gelacht und gescherzt auf wessen Kosten auch immer.
    Jeder darf sich einmal ordentlich auskotzen.
    Aber machen wir uns doch nichts vor, es werden letztendlich immer Gründe gefunden werden warum es so weiter geht wie bisher und sich doch nichts ändern wird.
    Das hat nichts damit zu tun, das ich vielleicht desillusioniert bin, das werden einfach die Fakten bleiben.
    Es würde mich sehr überraschen wenn sich wirklich etwas nennenswertes ändern würde.
    Ein wenig Kosmetik hier und da vielleicht und jeder wird in dem Glauben gelassen etwas bewirkt zu haben.

    Zitat von Alfred:
    von denen es zahlreiche Aufnahmen gibt (oder hätte geben können)
    die mit irgend einem Skandal im Privatleben aufwarten können
    die andauern von der PR eines Labels gepusht werden


    Die von Alfred hier aufgeführten Gründe sind für mich Gründe die dagegen sprechen, es sei denn ich bespreche eine besuchte Aufführung oder einen besuchten Soloabend / Liederabend, über diese Personen zu schreiben.
    Warum etwas schreiben über zum Beispiel Maria Callas, Renata Tebaldi, Mario del Monaco, Franco Corelli, Yvonne Minton oder ähnliche.
    Über die haben bereits Personen geschrieben die einen ähnlichen Erfahrungsschatz haben wie ich ( Jürgen Kesting, u. a. ) und über deren Produktionen wurde bereits alles gesagt.
    Sie wurden in den Himmel gelobt oder verissen, oder irgendetwas dazwischen.
    Es gibt nicht wirklich etwas neues zu berichten, im Grunde genommen ist alles gesagt und geschrieben worden.
    O.K. ich gebe zu glückwünsche zum aktuellen Geburtstag tauchen dort natürlich nicht auf.
    Hier wäre es nur noch von interesse etwas zu schreiben wenn diese Person leider das zeitliche gesegnet hat, so zu sagen eine angemessene rückblickende Würdigung auf ein hoffentlicht erfülltes künstlerisches Leben.
    Ansonsten für ich und aus meinem Blickwinkel uninteressant hier noch etwas zu sagen, wo es nichts neues zu sagen gibt.
    Irgentwie erinnert das Teilweise ein wenig an die Chartshow auf Sat 1.
    Ein Hit einer prominenten Person wird kurz angespielt und sieben Personen für die sich eigentlich keiner wirklich interessiert geben ihren unqualifizierten Senf dazu ( z. B. ja bei diesem Titel haben mein aktuelle oder weniger aktuelle es zum ersten Mal in unserem alten Käfer.....hahaha...... mein Gott hat das geschunkelt und geschaukelt )

    2010 nahm Juan Diego Florez seine CD Santo auf, auf welcher er uns neben einer wunderbaren Fassung von Cantique de Noel noch das Allelula von Fux, das Domine Deus aus Rossinis Petite Messe solennelle, das Qui tollis vom gleichen Komponisten aus seiner Messa di Gloria, die Kyrie aus Ramirez Misa Creolla, Schuberts Ave Maria und das Adeste fedeles deliziös zubereitet serviert.
    Auch Jussi Björling hat eine kaum zu überbietende Fassung des Cantique de Noel für die Nachwelt aufgenommen.
    Alfie Boe hat bis heute immerhin einen Weihnachtschlager aufgenommen, nämlich Have yourself a merry little Christmas, zu finden auf seiner Alfie CD.
    Für einen Film nahm Rolando Villazon die Weihnachsklassiker Adeste fedeles und Stille Nacht auf, zu finden auch auf seiner Doppel CD Viva Villazon, es klingt ganz nett, aber man muß sie nicht unbedingt gehört haben.
    1977 nahm Elly Ameling ihre CD Kerst met Elly Ameling auf.
    Ihre Stimme klingt perlend und frisch und auch wenn sich eine gewisse weihnachtliche Atmophäre hier beim hören nicht so ganz einstellen will, so gehört diese CD dennoch zu den Aufnahmen die man gehört haben sollte, da sie ein Programm beinhaltet das nicht auf jeder CD zu hören ist.
    Hier ein paar kurze Beispiele: Sweet was the song, Ecce nova gauduía, L'appel des bergers, Noel pour l'ampour de Marie.
    Am Klavier wird sie von Dalton Baldwin begleitet, des weiteren hören wir Toyohiko Satoh luit, George Szende altviool, Albert de Klerk orgel und Met Strijkkwinkel twee hoorns.
    2005 nahm die Sopranistin Eva Urbanova ihrer CD Vánocni Sen auf, ein Programm wo sie das Cantique de Noel leider schlecht fokussiert singt, die Stimme klingt wenig charmant und vor allem unstet, etwas sich durch die gesamte CD zieht.
    Begleitet wird sie vom Moravska Filharmonie Olomouc unter der Leitung von Frantisek Preisler.
    2001 startet Dawn Upshaw unter dem Titel Christmas with chanticleer featuring special Guest Dawn Upshaw.
    Sie singt auf dieser CD: This is the truth sent from above, Es ist ein Ros entsprungen, Spanish Carol und Stille Nacht.
    Die Stimme von Dawn Upshaw ist bekanntermaßen ein wenig speziell, durch ihre kluge Auswahl jedoch ist diese CD durchgehend hörenswert, zumal hier auch wieder Lieder auf dem Programm stehen wie Today the Virgin, Noel nouvlet, Huron Carol und Mary and the Baby ( ein Medley ), welche nicht auf jeder CD zu hören sind.
    Aus der Reihe Concerte di Natale ( Weihnachtskonzerte aus dem Vatikan ) liegen mir drei Aufnahmen vor.
    Die Beste, eine doppel CD wird bereits nicht mehr produziert, hier hören wir zum Beispiel Maggie Reilly, Des'ree, Montserrat Caballe, Angelo Branduardi, Randy Crawford, José Feliciano, Ami Steward, Mercedes Sosa, Alfredo Kraus und Andrea Bocelli.
    Eine Stimmungsvolle doppel CD, die ich uneingeschränkt empfehlen kann.
    Auf einer zweiten hören wir Dionne Warwick im Duett mit Felicia Weathers, Miriam Makeba, Dee Dee Bridgewater, Bryan Adams, Sasha und Alejandro Sanz.
    Trotz der großen Namen will sich hier aber bei mir ein weihnachtliches Gefühl nicht so recht einstellen, verglichen mit der voran gegegangenen Doppel CD wirkt diese leider etwas blaß.
    Die dritte trägt den Titel Paddy Moloney Silent Night, A Christmas in Rom.
    Hier hören wir Montserrat Caballe, Sissel, The Chieftains , Zucchero und The Harlem Gospel Choir und auch diese CD ließ mich leider etwas kalt..
    Für Historienfreunde von großen Interesse dürfte eine CD aus dem Verlag The Radio Years sein, Christmas 1944, the Complete Broadcast of the Commond Performance Christmas Show, mit Bob Hope, Xavier Cugat, Jimmy Durante, Danny Kaye, Judy Garland, Dianah Shore, Spencer Tracy, Dorothy Lamour und einigen mehr.
    Eín absolutes muß in jeder Sammlung, auch wenn man sie vielleicht selten hört, sie stellt in meinen Augen ein wertvolles historisches Dokument dar.
    Auf Alexander O'Neil Weihnachtsausgabe My Gift to you finden wir u. a. Sleigh Ride, Our first Christmas, Little drummer boy, The Christmas song.
    Sie ist gesamt betrachtet eine stimmungsvolle WEihanchtslieder Darbietung, man sollte allerdings die total versemmelt Fassung des Klassikers Little drummerboy überspringenden.
    Wer Weihnachten auf plattdeutsch genießen möchte, dem kann ich die Godewind CD Wiehnacht achterm diek ans Herz legen, hier werden tradionelle und moderne Weihnachtslieder aufs angenehmste vermischt.
    Wer es lieber weihnachtlich in alter amerikanischer Tradition mag, dem empfehle ich die Weihnachtsplatte Christmas greetings from Percy Como oder aber Bing Crosby mit Christmas in Killarney, , Faith of our Fathers, It's beginning to look like Christmas, I'll be home for Christmas, White Christmas, seinen Duetten mit Rosemary Clooney Silvers Bells und It came upon a midnight String, oder Rudolph.., O come.., God rest.. und Christmas Feeling im Duet mit Frank Sinatra.
    Nicht zu vergessen Merry Christmas und Jingle Bells im Duett mit den Andrew Sisters.
    Auch Louis Armstrong ist immer ein plus für einen gelungenen Weihnachtsabend, besonders seine Christmast in New Orleans, White Christmas und Zat you Santa Claus bieten einem hier die richtige Stimmungsgrundlage.
    Ebenfalls ein Gewinn stellt Frank Sinatra mit seinen Weihnachtsklassikern dar, sei es jetzt White Christmas, die vorab erwähnten Duette mit Bing Crosby, Senta Claus is coming to town, Adeste fideles, Have yourself a merry little Christmas, It came upon a midnight clear oder seinem Christmas dreaming.

    Nachdem es in der Hamburgischen Staatsoper in den letzten Jahren die Opern Death in Venice, Midsummernight Dream, Billy Bubb und Gloriana zu sehen und zu hören gab, konnte man an diesem Abend nun endlich auch die Oper Peter Grimes von Benjamin Britten anläßlich seines 100 Geburtstages erleben.
    Simone Youngs gab dem Werk einen musikalisch ungemein dramatischen Charakter und das nicht nur in den Sturmszenen des ersten Aktes, die einen sofort gepackt hatten, sondern hielt diese Spannung bis zum Schluß bravorös durch ,was ihr nicht erst zum Ende sondern schon zu Beginn der zweiten Hälfte große Ovationen einbrachte.
    Offensichtlich scheinen mittlerweile doch einige mehr begriffen zu haben, was sie an dieser Dirigentin haben, die nicht umsonst zu den besten ihres Faches zählt.
    Mit Brittensmusik jedenfalls scheint sie, ähnlich wie schon zuvor bei Wagner ( alle gängigen Opern ) und Verdi ( Verdi im Visier, drei frühere Werke ) voll in ihrem Element zu sein.
    Bei diesem Werk von Britten meinte mal stellenweise was die musikalische Sprache anbelangt leichte musikalische Ähnlichkeiten mit Janaceks Katja Kabanova entdecken zu können.
    Auch wenn Michael Schades heller mit wenig Farbnuancen angereicherte Tenor, nicht über die charakteristsche Stimme eines Peter Pears oder den erlebten Schmerz eines Jon Vickers in der Stimmegfarbe verfügt, so gelang ihm an diesem Abend dennoch ein glaubwürdiges, packendes und auch emotional berührendes Porträt der Titelfigur, die durch einen Freispruch zweiter Klasse letztlich nachher ins Absetis der Geselschaft gedrängt wir.
    Dieses erreichte dann über das zu Tode kommen eines weiteren Jungen mit dem Freitod der Titelfigur ihren letzten tragischen Höhepunkt.
    Inga Kalnas Ellen Oxford, die für diese Rolle eine dunkelere warme klangfarbe wählte, gelang ebenfalls ein überzeugendes Rollenporträt.
    Renata Springler schon immer ein Garant für erstklassige Interpetationen sang an diesem Abend die Auntie.
    Ebenfalls herausragend Robert Bork als Balstrode, was auch für den Swallow von Tigran Martirossian gilt.
    Ein weiterer Höhepunkt an diesem Abend war Anne- Marie Owens als Mrs. Sadley und darstellerisch so wie auch gesanglich verstand es Jürgen Sachers als Reverend Adams zu überwältigen.
    Die für Hayoung Lee eingesprungene Larissa Wäspy als erste und Gabriele Rossmanith als zweite Nichte blieben hier leider gesanglich etwas hinter ihren Möglichkeiten, sie war schlichtweg farblos und blaß.
    Peter Gaillard sang den Bob Boles, Vicotr Rud ließ sich als Ned Keene als Indispuniert ankündigen, was aber gar nicht weiter auffiel. Florian Spiess sang den Hobson und Volker Bruns Dr. Crabbe.
    Der Junge wurde sehr überzeugend von Max von Schultz dargestellt.
    Der Orchesterklang an diesem Abend war herausragend und der Chor agierte und sang ebenfalls hervorragend.
    Ein wahrhaft würdiger und überaus beglückender Abend, ärgerlich wahrscheinlich nur das dieses Britten Werk den weg wie allen vorangegangenen gehen wird.
    Eine maximal zwei Spielzeiten, sofern überhaupt und man sieht und hört nie wieder etwas von ihnen.
    Ärgerlich weil die Musik sofern man sich daruf einlassen will, packt und begeistert, sofern diese so vermittelt wird, wie es an diesem Abend geschah.
    Das Bühnenbild bestand hauptsächlich aus Treppen.
    Der " Gerichtssaal ", die Menge saß oder stand auf einer Treppe, welche die halbe Bühne einnahm.
    Hinunter in die Kneipe führte eine kleine schmale Treppe über welche immer mehr Menschen hineingespült wurden.
    Die Kirche wurde durch eine Treppe symbolisiert, über welche die Menge hineinströmen konnte und der Chor der Entrüstiung fand auf größeren treppenatrtigen Abstufungen statt.
    Zu dem Haus von Peter Grimes führte unsichtbar für den Zuschauer eine kleine schmale Treppe über welche wohl Maximal zwei Personen nebneineiander das symbolisch angedeutete Haus, eine schräge größere Fläche mit zwei Stühlen betreten konnte und von welcher dann der junge in den Tod stürzte.

    Katerina Tretyakova gehört seit der Spielzeit 2010 /2011 zum festen Ensemble der Hamburgischen Staatsoper, nachdem sie bereits Mitglied des Hamburger Opernstudios gewesen war.
    In den letzten Jahren trat sie hier vor allem als Ighigno (Pfitzner, Palestrina), Antuanette (Strasnoy, Le Bal) und Lucy (Dean, Bliss), Cunibert in Georg Philipp Telemanns Flavius Bertaridus, König der Langobarde und in Ariadne auf Naxos als Najade in Erscheinung
    Am Abend dem 01.12.2013 hat sie sich und den Besuchern der Hamburgischen Staatsoper dann ein besonderes Adventsgeschenk bereitet.
    Mit ihrer Interpretation der Lucia di Lammermoor hat sie sich mal ebenso so ganz nebenbei in die erste Liga für dieses Gesangsfach katapultiert.
    Schade für Herrn Brug und Co, das sie dieses Haus so gerne meiden hier wurde eine "neue Entdeckung " verpaßt.
    Das Katerina Tretyakova gut singen kann, das war mir selbstverständlich schon seit längerem bewußt gewesen, meine Rezensionen weisen hier eindeutig darauf hin.
    Während andere sogenannten Kritikern sie ja schon immer gern in ihren Rezensionen, sofern diese Überhaupt so bezeichen kann, übergingen.
    Das sie die Rolle aber so brilliant meistern würde, damit hatte ich nicht gerechnet, als ich mir die Karte organisierte.
    Ihre Höhe ist brilliante, Koleraturen werden gestochen scharf ausgeführt, sie sang zudem mit an jenem Abend mit einem berückende Piani und sie besaß eine wärme für diese Rolle in der Stimme die sofort einnimmt und berührt.
    Um jetzt nur drei aktuelle Namen herauszugreifen die allen hier in diesem Forum in der Rolle der Lucia ein Begriff sein sollten:
    Diana Damrau ( kenne ich live als Zerbinetta, Lucia nur von CD ), Elena Mosuc und Nino Machaidze ( beide hörte ich live in dieser Rolle ) singen die Lucia sicherlich anders, aber bei weitem nicht besser .
    Von der umjubelten Starsorpanstin aus Liberec einmal ganz zu schweigen.
    Zudem wurden für die Hamburger Lucia di Lammermoor Striche in der Partitur geöffnet, wohingegen andere Häuser immer noch die "amputierte Fassung " der fünfziger und sechsziger Jahre bzw. der Jahre davor geben.
    Ich bin mir ärgerlicherweise nur immer noch nicht 100 prozentig sicher welche Musik man hier noch nicht gehört hat.
    Massimiliano Pisapia gab an diesem Abend eine differenzierten ebenfalls hervorragend interpertierten Edgardo, ärgerlich nur, das ihm leider beim Schlußton nach der letzten großen Arie ein wenig die Kräfte, verließen.
    Der Ton wurde zwar fokussiert war aber leider etwas zu verhalten, so das er sich fast nicht mehr gegen das Orchester durchsetzte.
    Den Arturo, Jun-Sang Han, eh eine wenig dankbare Rolle hätte ich übrigens auch dahingemeuchelt, während der großen Hochzeitsszene fiel er gesanglich leider weniger angenehm auf.
    Hervorragend an diesem Abend war auch Massimo Cavalletti auch wenn die Stiomme stellenweise etwas konstanter hätte klingen können.
    Alexander Tsymbalyuk hingegen in der Rolle des Raimondo sang durchgehend hevorragend.
    Schade das Ida Aldrian in der Rolle der Alisa etwas zu wenig aus ihrer Rolle machte, vielleicht lag es auch an dem fürchterlichen Kostüm das sie nicht positiver herausstach.
    Dennoch meine ich, hier hätte sie gesanglich noch etwas mehr aus dieser Rolle heraus holen können.
    Für meine Begriffe sang sie hier etwas zu beiläufig.
    Die Philharmoniker Hamburg klangen an diesem Abend gut bis sehr gut.
    Unter der Leitung von Nicholas Carter wurde schon nach den ersten Sekunden ein wunderbarer Donizetti Klangteppich ausgebreitet.
    Ebenfalls in bester Form wie fast jeden Abend der Chor der Staatsoper Hamburg.

    Wenn man erleben will, wie ein Tristan nicht gesungen werden sollte, klar, dann natürlich die Kleiber Produktion mit Rene Kollo.
    Herr Kleiber hatte schon seine Gründe warum er sie nach der Fertigstellung dann doch nicht freigeben wollte.
    Glücklicherweise wurde er überstimmt, sonst wäre uns dieses Tondokument, wie man es eben besser nicht macht, nie zu Ohren gekommen, ich weiß es gibt auch noch etliche Livemitschnitte, die alle wie ein Sinfoniekonzert klingen, bei denen gelegentlich auch einmal die Stimmen der Sänger zu hören sind.
    Für Tristan und Isolde gibt es complett nur zwei Sänger.
    Isolde: Kirsten Flagstad
    Tristan Lauritz Melchoir
    Bei der große Zahl von Mitschnitten kann man sich dann den mit den wenigsten Hintergrundgeräuschen aussuchen, es findet sich bestimmt einer.
    Ansonsten:
    Knappertsbusch im Parsifal, wenn denn sonst, naja vielleicht sollte man hier noch Reginald Goodal in Erwägung ziehen, wegen des Dirigates nicht umbedingt wegen der Titelpartie.
    Beim Holländer käme mir neben Klemperer noch Keilberth in den Sinn und beim Ring wäre meine erste Wahl Wilhelm Furtwängler, egal welche von beiden.
    Bei den Meistersinger könnte man vielleicht noch die Hermann Abendroth Aufnahme in Erwägung ziehen und beim Lohengrin die russische mit Ivan Koslovsky ein absolutes muß.
    Beim Tannhäuser natürlich Stiedry mit Melchoir und Traubel, dagegen hört sich Hand Hopf richtig alt an.

    Wenn ich immer nur meine Leblingsinterpreten (es sind leider zuviele) hören würde, wär das doch auf Dauer etwas einseitig und würde zu dem den eigenen Horizont extrem einengen.
    Ich ertrappe mich heute eher dabei, da ich fast alle Referenzaufnahmen und solche die es werden wollen oder könnten gehört habe, dass ich immer mehr dazu neige, mich "gewissen Trash Aufnahmen" oder Sendungen zuzuwenden, um zu erleben (ich muß es natürlich nicht hören um es zu wissen) wie man es besser nicht machen sollte.
    Das empfinde ich stellenweise als doch recht unterhaltsam um es einmal dezent auszudrücken.

    Lieber Alfred, was heißt hier kniend davor.
    Ich hatte hier eher das Bild vor Augen, du mit beiden Händen die Büste festumklammert und dann gen Himmel erhoben, während deine Augen sehnsüchtig wie nach dem heiligen Gral schielend, in kniender Haltung versteht sich, nach oben eben zu jener Büste gerichtet anbetungswürdig hinauf sehen.

    Herr Kesting hält regelmäßig Vorträge in Hamburg, meist im Zusammenhang mit dort stattfindenden Auführungen.
    Ich hatte ihn einmal in einer Pause aus der ferne erlebt.
    Es war interessant, alle schienen zu reden, der einzige der nichts sagte sondern interessiert zuhörte war Herr Kesting.


    Ich habe von Ohrenzeugen schon von ganz anderen Auftritten anderer Musikkritiker erfahren müßen, die waren da um es vorsichtig zu formulieren verbal weniger dezent.

    Und mal wieder steht Weihnachten vor der Tür und die große Frage, welche von meinen CDs möchte ich mir denn zu diesem Fest gern zu gemüte führen.
    Die letzten drei Jahre fiel meine Antwort hier sehr eindeutig aus, bitte keine.
    Da ich beruflich mit immer dem gleichen Gedudel im Geschäft gequält worden bin und nach etlichen Juhuu Rufe von irgendeiner amerikanischen Eldertraut während einer Schlittenfahrt, gab mir das dann für die Weihnachtsstimmung endgültig den Rest.
    Sechs Tage die Woche dreimal pro Tag der gleiche nervige Song, das grenzt schon an Folter.
    Nach meinem ersten lieblichen "Süsser die Glocken nie klingen" hier der zweiter Teil, diesesmal allerdings mit einem größeren Anteil an populären Sängern, die ich für erwähnenswert halte.


    Fangen wir hier gleich mit einem Castinggewinner an, auf den ich schon einmal verwiesen habe, meine ich zumindest.
    Es handelt sich hierbei um David Archuleta, der während einer American Idol Staffel abend für abend immer wieder durch eine erstaunlich musikalische Sensibilität auffiel.
    Damit war dann allerdings nach seinem Sieg und dem erscheinen seines ersten Albums schluß und es wurde mit fortlaufenden Veröffentlichungen auch nicht besser, kurz um leider alles Aufnahmen für die Halde.
    2009 dann sein Album Christmas from the heart, und hier läuft er endlich wieder zu seiner ursprünglichen Form auf.
    Modern aufbereitet, spannend serviert und er entwickelt hier wiederum ein Gefühl für Text und Musik, was ihn ursprünglich einmal ausgezeichnet hat, ich fürchte allerdings das dieses ein einmaliger Ausrutscher bleiben wird.
    Ein anderer junger Mann gewann in Englang erst X- Faktor und zwei Jahre später Popstars to Operastars, auch er zeichnete sich im Verlauf dieser Staffel als Künstler mit guten interpretatorischen Qualitäten aus, seine erste CD ( bekannter Titel The Klimb ) war dann auch gelungen, nach dem zweiten Sieg allerdings schien er das vertrauen in seine natürliche stimmliche Begabung verloren zu haben und es wurde mehr gehaucht als gesungen, auf seiner dritten CD kehrte allerdings das vertrauen offenbar doch wieder zurück, denn diese gelang deutlich besser.
    Die Rede ist von Joe McElderry der 2011 dann Classic Christmas vorlegte u. a. mit einem Duet mit Rolando Villazon, seinem Mentor während der Staffel P. to O.
    Die Stimme selber klingt ein wenig Androgyn.
    Sehr gefühlvoll, nicht zu verwechseln mit schmalzig, leider aber nicht ganz so " aufregend " wie die von David Archuleta, auch hier wir einem eine schöne Stunde mit weihnachtlichen Klängen bereitet.
    Eine zweitplazierte legt dieses Jahr jetzt bereits ihre 2 Weihnachts CD vor, ihre erste hieß the Gift und stammt aus dem Jahr 2010.
    Bei ihrem ersten Auftritt waren ihr noch die Lachsalven aus dem Publikum sicher als sie mit einer unmöglichen, wohl typisch englischen, verunglückten Dauerwellenfrisur und einem weniger apart anmutendem Aufzug die Bühne betrat und im nicht mehr ganz junglichem Erscheinungsbildes verkündete ihr großen Vorbild sei Elaine Paige ( Weihnachts LP leider verunglückt auf Grund ihrer zu Hart klingenden Stimme ) und so würde sie auch gern singen.
    Nachdem sie dann aber I've Dream a dream sang lachte keiner mehr.
    Auf ihren zweiten CD klingt sie kuriosenrweise dann auch deutlich jünger ( geschäzte 25 Jahre alt ) als noch auf ihrer ersten.
    Gemeint ist Susan Boyle die ihr schönes Programm, Perfect Day, Hallellujah ( Leonard Cohen ), Don't dream its over, The first Noel, O holy night, Away in the Manger ansprechend serviert.
    Ebenfalls ein wahrer Hörgenuß ist die Weihnachts CD mit Eileen Farrel, die auch hier mehr als deutlich macht, das man als Opernsängerin Weihnachtlieder nicht mit aufgeblähten Brustkorb, als stünde Isolde oder Turandot auf dem Programm, singen muß.
    Leider nicht neu sondern lediglich neu zusammengestellt aus den Alben A Christmas Album von 1967 und Christmas Memories von 2001, das Album The Classical Christmas Album mit Barbra Streisand.
    Eine schöne Zusammenstellung wo Titel wie I'll be Home..., The Christmas Song, I wonder As I Wonder, O little Town... und White Christmas selbstverständlich nicht fehlen.
    Es folgt ein Weihnachtssambler mit dem Titel Frohe Weihnachten, hier hören wir Anna Prohaska mit O du fröhliche (mit Adoro), Leise rieselt der Schnee, O holy Night, Maria durch ein Dornwald ging und Stille nacht, dazwischen erfreut uns dann Adoro noch mit O Tannenbaum, die Ausburger Domspatzen, Daniel Hope (Wohl mir das ich Jesum habe; Bach: Largo ma non tanto mit Albrecht Meyer) und dem Deutsches Kammerorchester Berlin, kingt doch leider eher nach gutgemeint, eine schöne CD für den Adventskaffee oder wei Herr Bohlen sagen würde, stört die Mutti nicht beim bügeln.
    1999 legte Yvonne Kenny mit dem Adelaide Smphony Orchestra die CD A Christmas Gift vor mit 5 Australien Christmas Charols, When A Child is born, Little drummerboy, First Noel, Cantique de Noel und The Coventry and Sussex Carols.
    Eine wunderschöne Produktion die hier wohl leider gänzlich unbekannt sein dürfte, erschienen bei ABC, ein muß.
    Bei der Produktion von A Swingy Christmas von Christian Elser, muß leider gesagt werden, man muß nicht immer auf jeder Hochzeit tanzen, und auf dieser bitte schon gar nicht.
    Zu den gelungeneren Weihnachtsergüssen darf auch die CD Carols & Christmas Songs mit Bryn Terfel gezählt werden, dieser erfreut uns hier mit White Christmas, El Nacimiento (Duett Rolando Villazon), O holy Night und zwei Duette mit Catrin Finch zum einen Silent Night und zum anderen What Child is this.
    Das Programm gibt er interessanterweise als Doppel CD zum besten, wo er das gesamte Programm auf CD Nr. 2 in walisisch singt, dieses Programm ist dann überschrieben mit dem Titel Welsh Bonus Disc, allein deswegen lohnt sich die Anschaffung dieser Aufnahme.
    Die Weihnachts CD mit Celine Dion kann nur Fans der Sängerin empfohlen werden, für solche die es werden wollen, werden es nach diesem Hörgenuß mit Sicherheit nicht, hier empfielt sich eher die CD Deux, gleiches gilt auch für die Weihnachts CD mit Micheal Crawford, sterenslangweilig.
    Harry Connick jr. hat im Laufe seiner ich glaube es müßten jetzt schon an die dreizig Jahre sein 3 Weihnachtsalben vorlegt (Harry for the Hollidays, When my Heart finds Christmas und What A night).
    Um es einmal ganz unvoreingenommen zu sagen, empfehle ich kurzer Hand alle drei, weil dieser Mann als Interpret einfach zu den besten aktuellen Jazzmusikern gehört, die es momentan gibt.
    Als wahrer Hörgenuß entpuppte sich übrigens eine Weihnachts CD von Finlandia mit dem Titel Joululauluja auf der Kim Borg, Jorma Hynninen, Martti Talvela u. a. Weihnachtslieder auf finnish zum besten geben, eine schöne CD die Aufnahmen stammen aus den Jahren von 1950 - 1983.
    Eine interessante Weihnachts CD der Camerata London mit dem Titel Christmas Album vereinigt die Stimen von Pavol Breslik, Dmitri Korchak, Sylvia Valayre, Dante Alcala, Rodney Clarke, Mihoko Fujjimura, Wookyung Kim aus dem Jahr 2007 hier werden das Cantique de Noel, The Snow Maiden, What Child is this, Pechka, Plegaria dios te salvew Maria, The three kings, Stille Nacht und Mille cherubini in coro ansprechend dargeboten.
    Ebenfalls sehr schön zwei Weihnachtsprogramme aus der Dresdner Frauenkirche von 2007 mit Christine Schäfer ud Simon Keenleyside und von 2010 mit Magdalena Kozena, Thomas Hampson und Sol Gabetta.
    Positive überrascht hat mich Kathrine Jenkins mit ihrem 2012 weihnachtsalbum This is Christmas Come what may ( duett mit Placido Domingo ), Hark..., Angels from..., Deck the Halls, in dulci jubilo, Away i the Manger und Oh Come o come Emmanuel ( es handelt sich hierbei mit nichten um eine Hymde auf Herrn Brug ).
    Hier entwickelt ihr doch recht dünner Sopran eine Weichheit und Überzeugungskraft die den Titeln eine wundersame tiefe verleihen, auch hier macht es wirklich freude diesem Album zu lauschen.
    Von einem anonym bleibenden Orchester ansprechend begleitet, kein nullachtfünfzehn Gedudel.
    Aled Jones welcher mittlerweile sein zweites Weihnachtsalbum vorgelegt hat, veröffentlichte 2004 The Christmas Album, auch hier wurde der weihnachtliche Charakter der einzelnen Stücke, Candlelight Carol, The Angel Gabriel, The little Road to Behtlehem und Silent Night ( duett mit Harley Westenra ) wunderbar herausgearbeitet.
    Eine CD die man wundervoll an einem Kaminfeuer genießen.
    Die dezente orchestrale Begleitung runden dieses gut interpretierte Programm wunderbar ab.
    Auf einer vierer Cd Box wurde jetzt auch das Weihnachtsalbum von Connie Francis neu aufgelegt.
    Sie singt hier zum Beispiel White Christmas, Winterwonderland, I'll be home.., Have Yourself.., Adeste Fideles und The Lords Prayer.
    Eine CD Box ( Connie Francis Eight classic Albums; es gibt auch bereits einen zweiten Teil, bei Real Gone Music ) welche unter anderem noch die Alben, The Exiting Connie, sings italien Favorites, sings spanish and latin American Favorites.

    Es gibt leider auch heute immer noch Anbieter die davon ausgehen das alle ihre Kunden entweder Rentner oder aber Harz IV Empfänger sein müßen und dann sehr überrascht tun das man Arbeiten muß und nicht zu Hause ist.
    Manche stellen nämlich prinzipiel nicht auf Packetstationen zu, heißt im Klartext sie wollen ihr Ware nicht mit DHL verschicken, auch aus dem Ausland.
    Auch hier habe ich mich erdreistet nach drei Wochen zu reklamieren, von sich aus kam dort natürlich nicht auf die Idee eine E-Mai zu schicken, jedenfalls nach drei Wochen brauchte ich die Leer DVDs nicht mehr,da ich sie mir dann bereits anderwertig besorgen mußte,
    Bei einer Johannes Passion gibt es Anbieter die sehr überrascht sind, das Hermann Scherchen für die complette Aufnahme bei Vox zwei CDs benötigte,
    Ich habe diese CDs dreimal aus den USA bei unterschiedlichen Anbietern bestellt, zweimal bekam ich nur die erste CD und anschließend mein Geld wieder, beim drittenmal, ich fragte nach ob beide CDs vorrätig seien, man sagte mir zu beide CDs seien vorräte, bekam ich die Aufnahme unter Jochum complett zugesandt und kurz darauf mein Geld wieder.
    So gesehen kann ich nicht beschweren, ein anderes mal gab es statt der Scherchen Box, ein CD mit religiösen Kinderliedern, auch hier gab es innerhalb kürzester Zeit das Geld wieder zurück.
    Zumal ich jedesmal im höflichen Tonfall anfragte ob auch noch die zweite CD vorrätig sei; was hier wohl schiefgelaufen sein könnte; ob man bitte prüfen möge wo sich meine Bestellung gerade aufhalten könnte; lag vielleicht ein Zahlendreher vor.
    Ich bitte nie um eine Geldrückgabe sondern ausschließlich immer um eine Ersatzlieferung und bekomme die auch wenn bei manchen Anbietern die CD zweimal vorhanden ist.
    Manche CDs kamen leider auch gar nicht an, passiert, ich bin da nicht böse.
    Ich bin zu 99 % zufrieden, Fehler passieren überall wo Menschen mit oder auch ohne Computer arbeiten.

    Lir Amadeus 45. warum diese Angst bestimmte Aufnahmen als das zubezeichnen was sie sind nämlich Schrott, weil hier die LP bzw. CD verlage erklatant versagt haben.
    Ring der Nibelungen utner Haiting, sterbenslangsweilig
    Don Carlos unter Haitunk nichts als pure Pflichterfüllung des Dirigenten.
    La Traviata mit Domingo unter C. Kleiber , ( Stretta gekürzt, das C zum Ende , irgenteine beschleunigte Note wurde diletantisch hintenran geklascht.
    Il Trovatore, Domingo, Millo unter Levine ( Stretta, wie sich die Bilder gleichen
    Rigoletto, Pavarotti, Studer, in Abständen von mehreren Jahren aufgenommen, wie die Stimmen doch innerhalb weniger Jahre rapide Altern können erlebt man hier.
    Letzter Studio Otello mit Domingo nicht mehr als ein müder Abklatsch.
    Meistersinger unter Varviso Livemitschnitt bei Phillips, eine einzige Unverschämtheit.
    Boulez Ring mit Hofmann bei Phillips unglaublich das so etwas überhaupt veröffentlicht werden durfte.


    Das sind jetzt nur ein paar Aufnahmen wo , sofern verhanden, man nur mit dem Kopf schütteln kann.
    Viele werden übrigens noch heute als das Nonplusultra gelobt, wahrscheinlch habe es diese Menschen versäumt hier einmal genauer hineinzuhören.
    Zuhören scheint ja nicht nur in der heutigen Zeit manche Menschen vor schier kaum zu überwätigende Hindernisse zu stellen.

    Erstaunlich, welche Meinung über die Fledermaus muß ich denn haben bzw. öffentlich vertreten um in der rechten Ecke zu landen.
    Erschließt sich mir irgentwie nicht so ganz.
    Hat Johann Strauss rechtspopulistische Lieder verfaßt und sie dann in seine Fledermaus eingefügt?
    Ist mir bis heute noch nicht so aufgefallen, aber vielleicht kenne ich ja auch nur die "verkehrten" Fassungen.

    Du meinst wahrscheinlich Natalie Choquette, die fand ich bei ihren Auftritten im Fernsehen immer ganz unterhaltsam, aber irgentwie scheint sie der Erdboden verschluckt zu haben.
    Keine CD oder DVD Produktionen mehr, wenn ich richtig informiert bin.
    Ist sie vielleicht in ein Quotenloch gefallen?
    Bei Wikipedia sind immerhin diese Aufnahmen verzeichnet:
    Aeterna Celesta CD (2006)
    La Diva & Le Maestro CD (2002)
    Aeterna CD (2004)
    Natalie Choquette: La Diva DVD (2006)
    Terra Bella CD (2009)
    Terra Mia CD (2008)
    Romantica CD (2007)
    Le Noël De La Diva CD (2002)
    Lux Aeterna: La Trilogie CD (2008)
    Aterna - Romantica CD (2007)
    La Diva CD (1995)
    Diva II CD (1997)
    Diva Luna CD (1998)
    La Diva Malbouffa (2011)

    Da gäbe es ab einem gewissen Umfang sicherlich nur die Möglichkeit diese, sofern das möglich wäre komplett zu verschenken.
    Bei mir müßte dieser jemand entweder eine 5 Zimmerwohnung haben oder aber zumindest eine Einfamilienhaus besitzen, da meine Sammlung schon jetzt auf vier Räume verteilt ist.
    Symphonik, Klavier, Violine u. ä., Oratorium ( auf LP ) und die Sprachplatten im Keller.
    Opernaufnahmen auf LPs, Cds ( Sinfoniekonzerte, Klavier, Violine u. ä & Oratorien ), DVDs sind über mein Wohn- und Schlafzimmer verteilt und meine Bibliothek ( Bücher über Musik residieren auf dem Dachboden )
    Das ganze als Hörmuseum anzubieten wär noch eine zweite Alternative, aber wohl doch eher unwahrscheinlich, aber wer weiß, die Zeiten ändern sich ja ständig.

    Lieber La Roche!


    Das Problem war nicht , das Olga Peretyatko keine wunderbare Zerbinetta war, im Gegenteil sie war gesanglich hervorragend.
    Das "Problem" war "Katja Pieweck", die mit ihrer unwahrscheinlichen Bühnenpräsenz schlicht und ergreifend einfach im Mittelpunkt stand auch wenn sie fast gar nichts machte.
    Am einfachsten läßt sich das vielleicht vergleichen wenn man an Maria Becker denkt , spärliche Gesten, zurückhaltende Mimik und dennoch beherrrschte sie damit einfach die gesamte Bühne ( ich hatte das Glück Maria Becker zweimal im Ernst Deutsch Theater, in Ipsens Gespenster und in Regina Madre, erleben zu dürfen )
    So etwas kann man glaube ich nicht erlernen.


    Eine Insel in der Beziehung gibt es nicht, es gibt eine leere Bühne auf der Bühne einzig gefüllt durch das Personal der beiden Stücke die auf und Abtreten.
    Allerdings gibt es nachher ein Schiff das hereingezogen wird und auf welchem sich Bacchus und Ariadne dann näher kommen.
    Der Haushofmeister trägt einen Headset und scheint wohl eher für die Sicherheit zuständig zu sein-.
    Also modern aber dennoch amüsant und kurzweilig.
    Die alte Hamburger Inszenierung war hier vielleicht Gegenständlicher, diese hier ist dafür in vielerleih Hinsicht amüsanter, ohne das es klamaukig oder plakativ witzig ist, nach der Holzhammermethode, Achtung bitte alle lachen in dreizig Sekunden kommt der nächste Witz.
    Ich entscheide immer noch gern selber, wann ich lachen möchte und wann nicht und ich besitze sehr viel Sinn für Humor, solange er nicht Vordergründig oder primitive ist.
    Insofern kommt diese Inszenierung meinem Verständnis für Humor sehr entgegen.

    Vorweg muß erwähnt werden, das das Haus noch nicht einmal zur Hälfte ausgelastet war, was angesichts dieser hochkarätigen Besetzung schade bis ärgerlich war.
    Die Phihlarmoniker Hamburg klangen unter dem Dirigat von Axel Kober stellenweise etwas schwammig und leider wenig differenzier, zu dem war auch das Tempo stellenweise etwas zu rasch.
    Marina Markina geriet in der Rollen aus Komponist stellenweise leider hörbar an ihre Grenzen, auch vermochte sie es leider nicht diese Rolle emotional in die Zuschauerränge glaubhaft hinüber zu tranzportieren, was sehr schade war, da sie trotz allem hervorragend gesungen hat.
    Jürgen Sacher als Tanzmeister hingegen hatte hier seine Chance wahrgenommen und seine Rolle hervorragend gestalltet.
    Über Franz Grundheber muß gesagt werden, dieser Mann ist schlicht und ergreifend ein Phänomen, wie er angesichts seines doch schon leicht fortgeschrittenen Alters immer noch eine so hervorragend gesangliche Leistung abrufen kann, unangestrengt, einfach nur toll.
    Levante Páll als Haushofmeister mit seiner nonchalanten arroganten Art, man muß es einfach sagen, es ist immer wieder eine Freude ihn in dieser Rolle erleben zu dürfen.
    In jeder Ariadne die ich bisher mit ihm erleben durfte, ein Highlight im ersten Akt.
    Olga Peretyatko als quirlige Zerbinetta hatte leider an diesem Abend keinen sehr leichten Stand gehabt, gesanglich hervorragend und auch darstellerisch einfach wunderbar.
    Katja Pieweck, man muß es einfach so formulieren, sie kam, sang und siegte nach Punkten in beiden Akten.
    Die Bühnenpräsenz dieser Frau ist einfach unglaublich, mit wenigen Handbewegungen und zurückgenommener Mimik beherschte sie die gesamte Szene und spielte so mit das gesamte Ensemble an die Wand, hier erlebte man was es heißen kann wenn die Ariadne im ersten Akt sagt:" Welten hoffe ich."
    Peter Seifferts Bachuss litt stellenweise unter einer leichten Angestrengtheit, ich weiß die Rolle ist extrem undankbar und zum Ende, nachdem er in einer gesangpause auf der Bühnen einen kleinen Plausch mit Katja Pieweck abhielt, mußte er noch einmal ordentlich nachdrücken um zu verhindern das ihm ein Ton entgleitet.
    Hierzu muß angemerkt werden , man kann in Hamburg sofern man auserkoren worden ist, im zweiten Akt quasi als Laienstatist, Publikum auf der Bühnen spielen und gewinnt somit einen kleinen Eindruck wie es hinter den Kulissen so zugeht.
    Sie Sofleusse sitz hier auf der Bühne macht ihre permanenten Einwürfe allerdings in einer Lautstärke, das man sich als Bühnenzuschauer nicht gestört fühlte.
    Im großen und ganzen ein gelungener Abend ud wie schon bemerkt, schde das nur wenige die Chance ergriffen haben dieses miterleben zu können.

    Lieber Manfred ich ersehe aus deinem Kommetar, das José Cura den Otello eigentlich noch müssen singen können, das du dich offensichtlich weniger mit der Stimme von Jose Cura beschäftigt hast.
    Von konzentriertem singen konnte bei diesem Sänger noch nie die Rede sein, seine CDs sprechen hier eine ganz eindeutige Sprache.
    Die Begeisterung für diesen Sänger kann eigentlich nur der Nachvollziehen, der diesen Mann einmal live auf einer Bühne erlebt hat.
    Hier überzeugt José Cura als Gesamtpacket, Ausstrahlung und Bühnenpräsenz.
    Er wirkt hier völlig anders, und auch um einiges Überzeugender als auf seinen CDs.
    Zumindest erging es mir so, als ich ihn einmal auf einer Bühne gesehen hatte.
    Vorweg war es mir übrigens noch vergönnt gewesen ihn in Natura zu erleben, als ich zu einem Kollegen sagte, wenn der Herr dahinten etwas schlanker wäre, könnte es sich im José Cura handeln, glücklicherweise hatte ich leise gesprochen, denn er war es.

    Man muß es hier wirklich einmal unumwunden schreiben, was die GMD der Hamburgischen Staatsoper anpackt wird mit Sinn und Verstand durchgeplant und ausgeführt.
    Wenn ich mich noch rückblickend an ihre wohl historisch einmalige Tat in der Musikgeschichte erinnere nahezu alle Opernwerke von Richard Wagner innerhal kürzester Zeit auf die Beine zu stellen und auch zu selber zu dirigieren und dabei für nahezu jedes Werk hochkarätige Sänger zu bekommen, ist schon eine Leisutng von der sich andere Häuser durchaus eine Scheibe abschneiden können.
    Das es vielleicht den einen oder anderen Ausrutscher, Franco Farina als Tannhäuser gab, geschenkt, kann passieren.
    Für Verdi hatte sie sich dann ebenfalls etwas besonderes einfallen lassen, das sie hier nicht die üblichen bekannten Gassenhauer, Rigoletto, ll Trovatore, Don Carlos, Othello, La Traviata u a. wieder und wieder REvuepassieren ließ ( bis auf das zweite Werk, sind alle im festen Repertoire und werden alljährlich regelmäßig gegeben) sondern auch hier wieder einmal den Hang zum Besonderen pflegte, kann ihr gar nicht hochgenug angerechnet werden
    Die Verditage sollte und bekamen, wie schon bei Wagner einen Festspielcharakter einen würdigen Bühnenrahmen ( alle drei WErke wurde im gleichen Handlungrahmen gegeben, nur das mobilier wechselte ).
    Und da Frau Young hier offensichtlich keine Kompromisse eingehen wollte und ebenfalls keine Zugeständisse, was das hohe Niveau anbelangt machen wollte, entschloß sie sich kurzer Hand nicht nur das Zepter, pardon, den Dirigentenstab selbst in die Hand zu nehmen, sondern auch noch eigens nach Mailand zu reisen um im Ricordiarchive die einzelnen Phrasierungen nachzuschlagen, wie sie es auch schon zuvor in Bayreuth getan hatten um bei den Richard Wagner Festwochen bestens vorbeitet zu sein.
    Und das muß man Frau Young wirklich zugute halten, sie scheint bei allem was sie anpackt musikalisch immer bestens vorbereit zu sein.
    Mägen manche vielleicht anfangs noch bezweifelt haben, das sie nach Wagner auch für diese drei Frühwerke, die an Patriotimus stellenweise kaum zu überbieten sind, den richtigen Ton finden wird, ohne das es peinlich oder aufgesetzt wirken könnte, der wurde schon nach den ersten Takten jeder einzelner Oper davon überzeugt, das sie es kann , das sie den richtige Tonfall in der Musiksprache Giuseppe Verdi findet um wirklich alles wie ein Festtagsmenue wirken zu lassen.
    Auch bei den Sängern machte sie keine Kompromisse.
    Sie setzte hier neben den bewährten Kräften des Hauses, als da wären Dovlet Nurgeldiyev, Marina Markina, Rebecca JoLoeb, Tigran Martirossian, Wilhelm Schwinghammer, Cristina Damian und Solen Mainguene, auch auf nahmhafte Gaststars wie Alexia Voulgaridou, Yonghoon Lee, Giorgio Caoduro, Amarilli Nizza, Giuseppe Filianotti, Andrzrj Dobber, Massimiliano Pisapia, John Relyea und Elza van den Heever, die beinahe durchgehend all ihren Rollen gewachsen waren.
    Somit läßt sich als abschließendes Resümee nur feststellen, nachden geglückten Wagner Festwochen, wurde hier Giuseppe Verdi in einem ihm würdigen Rahmen gedacht.
    Mit diesen Festwochen trat Simone Young den Beweis an, das die Frühwerke von Giuseppe Verdi zumindest aus musikalischer Sicht zu unrecht seltener Gespielt werden, die Libretti hingegen zugegeben sind vom Handlungsablauf her ein wenig gewöhnungsbedürftig.
    Aber jeder der sich ein wenig mit dem Komponisten beschäftigt hat, wußte schließlich im voraus worauf er sich hier einließ und dieses sich einlaßen auf diese Werke von Verdi hat sich doppelt und dreifach bezahlt gemacht, denn von einem so herausragenden Ensemble bekommt man diese Musik selten bis gar nicht geboten, noch nicht einmal auf Tonträgern, selbst hier muß man schon intensive suchen um eine Produktion zu finden die von Interpretatorischen Niveau mit dem hier gebotenen mithalten kann.
    Alle die diese Verditage erlebt haben werden mir hier sicherlich beipflichten müßen ( die üblichen " Verdächtigen " natürlich mal wieder außen vorgenommen, denn irgentwie muß man das Haus ja schlecht reden bzw. schreiben, ob nun dieses nun ernsthaft begründet ist oder nicht, scheint hier für einige keinen Rolle mehr zu spielen ).

    Was sich das Hamburger Abendblatt und die Welt dabei gedachten, ausgerecht eine Praktikantin in die Hamburgische Staatsoper zu schicken, um etwas über die dort stattfindende Verdi Tratrlaogie zu Veröffentlichen wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.
    Zum Teil auch deswegen, weil sie offenbar auf den Wege zur Hamburgischen Staatsoper falsch abbog und an irgendeiner Provinsbühne gelandet sein muß.


    In diesem Zusammenhang von der Genügsamkeit des Publikums zu sprechen ist schon ein starkes Stück, zu mal hier hervorragend musiziert und auch gesungen worden ist, dieses dort ezeigte gesangliche und auch vom orchesterklang her vorgelgte Niveau wird von einem anderen Haus weltweit wohl nicht so leicht zu toppen sein und da ich viel gereist bin, weiß ich hier worüber ich schreibe.
    Meine Genügsamheit allerdings was intollerantes und schwachsinniges Geschwaffel anbelangt, ist hier leider bereits von allen beteiligen beider Blätter übergebühr strapaziert worden.
    Nein meine liebe Monika ich bin hier nicht länger Genügsam.
    Ihr Einwurf das man es hier vielleicht mit einer Parodie zutungekommen könnte ist gänzlich unbegründet, ersten sind wir hier nicht bei Attila im Theater an der Wien und auch möchte ich sie herzlichst bitten die Produktionen der Hamburgischen Staatsoper nicht mit einer Show von Cindy aus Marzan zuverwechseln, das ich gänzlichst unpassend.
    Auch sollte sie sich einmal die Mühe machen nach der Premierenveranstalltung noch einmal eine zweite Aufführung zu besuchen, da es hinlänglich bekannt ist, das es bei einer Premiere alle etwas Nervöser sind und es daher zu patzern kommen kann.
    Bester Beispiel hierfür die ein paar Tage stattgefundene I due Foscari wo alle Sänger vom Anfang bis zum Ende gesanglich herausragend gesungen haben ( ein Bekannter besuchte diese spätere Aufführung )
    Zudem sollte auch ihnen von Anfang an klargewesen sein worauf sie sich hier einließen, bei den Frühwerken von Verdi lag nun einmal die Schwäche bei den Libretti während sie musikalisch in keinsterweise hinter seinem späteren Schaffen zurückstehen müßen.
    Auch verlangen diese Werke den Sängern meißt ungeheuer viel ab.
    Und um ihren Kommentar zum Thema Werkstatt aufzugreifen, wir sind hier mit nichten in Bayreuth,wir sind in Hamburg, hier kommt im Gegensatz zu Bayreuth nur etwas auf die Bühne, was auch ausreichend geprobt worden ist.


    Wobei ich Ihnen in einem Punkt in der Lombarden Inszenierung zustimmen muß, als die Araber mit ihren kleinen Hackebeilchen hantierten hatte man wirklich das Gefühl gleich ging es einem Braten an den Kragen.
    Oder wie es Reinhard May so nett formulierte, bei der heißen Schlacht ums kalte Buffett, da gilt der Mann noch als Mann...

    Gestern Abend dirigierte Simone Young in der Hamburgischen Staatsoper den letzten Teil ihrer Verdi Tetralogie, die Oper I Lombardi.
    Musikalisch und Sängerisch ein fulminanter Erfolg.
    Schon nach den ersten Takten machte Simone Young deutlich das sie exellent vorbereitet und das Orchester gut disponiert war.
    Ebefenfalls gut disponiert war in dieser chorlastigen Oper der Chor der Hamburgischen Staatsoper.
    Warum die Sopranistin Elza van der Heever einen exellente Ruf genießt machte sie an diesem Abend mehr als deutlich.
    Ihre Stimme überstrahlte in den Forteszene alles und ich gebe Brief und Siegel, wenn sie in dieser stimmlichen Vefassung Sonntags auf der Kanzel der Michaeliskirche mit der Bibel in der Hand eine ebensolche flammende Rede halten würde, wie sie es zum Ende de zweiten Aktes in den Lombarden getan hatte, müßte sich die Kirche über mangelnden zulauf nicht länger beklagen.
    Das der Start von Massimiliano Pisapia vor einigen Jahren ähnlich wie der von Slavtore Licitra etwas holperig war, eklatante Höhenprobleme, davon kann heute keine Rede mehr sein, die Stimme klingt schlank, gut fokussiert und in der Höhe nicht mehr gequetscht.
    Die Arie aus dem zweiten Akt klang vielleicht von der Phrasierung her noch ein wenig zu sehr nach Carlo Bergonzi als nach Massimiliano Pisapia, aber daran kann man noch arbeiten.
    Im dritten Akt schlug dann die große Stunde für den zweiten Tenor des Abends, für Dimitri Pittas, das Duett zwischen Oronte und Griselda klang hervorrgend und dann das drauf folgende Quartett zwischen Konradin Seitzer ( Violine, er spielte phantastisch ), Elza van der Heever, Dimitri Pitta und John Relyea findet man auf einem ähnlich hohem Niveau nur bei Rosa Ponselle oder im Livemitschnitt mit Bergonzi, Millo und Plishka.
    Cristina Damian, die leider zum Schlußapplaus nicht mehr antrat war als Viclinda ebenfalls hervorragend.
    In weiteren Rollen glänzten Dovlet Nurgeldyev als Un priore, Wilhelm Schwinghammer als Acciano und Solen Mainguene als Sofia.
    Szymon Kobylinsky Stimme fiel leider, sie klang etwas wobbelig, in der Rolle des Pirro deutlich ab.
    Ein beglückender Abend, so macht Verdi hören wirklich Spaß.

    Wenn ich manche Rezensionen speziell jetzt über die Hamburgische Staatsoper lesen habe ich manchmal schon das Gefühl, das hier mehr persönliche Belange, als das musikalische Endergebnis im Vordergrund standen.
    Bestes Beispiel hierfür die Betrachtung von Edeltraut in der Welt und dem Hamburger Abendblatt über den Verdi dreier Zyklus in Hamburg, worauf ich allerdings erst Sonntagabend bzw. Montagmorgen näher eingehen werde, nachdem ich mir vom letzten Teil selber ein Bild machen konnte.
    Hier drängt sich einem nach objektiver Durchsicht des Geschmieres doch der Verdacht auf, das Frau Young der Dame wohl die "Aftershowschnittchen" nicht gegönnt haben könnte.
    Oder gab es aus Kostengründen nur noch ein Glas Champagner und die Dame kommt erst nach dem dritten Glas in Wallung.

    Warum immer auf bestendes zurückgreifen.
    Wer hindert einen denn daran, vorraus gesetzt man legt auf so etwas Wert selber einen Opernkreis über z. B. über eine Annonce in der Zeitung ins Leben zu rufen:
    Opernliebhaber sucht gleichgesinnte zwecks gemeinsamer treffen, und das hören von Musik bzw. zur Diskussion über bestimmt Themenschwerpunkte und gemeinsame Ausflüge in die Oper oder so ähnlich und dann trifft man sich einmal die Woche oder alle 14 Tage mal bei den einen und mal bei dem anderen zu Hause und bereitet Schwerpunktmäßig etwas vor, worüber dann Diskutiert werden kann.


    Mein letzter " Opernkreis ", da war ich noch für einen privaten Radiosender tätig, bestand aus ca. 5 Personen ( glaube ich zumindest ), in erster Linie Mathematikstudenten und wer einmal mit Studenten was mit klassischer Musik auf die Beine stellen wollte, weiß glaube ich wovon ich Rede.
    Ein absoluter Alptraum, Ahnungslosigkeit und Unwissenheit soweit das Auge reichte.
    Keine Ahnung davon, das es auch vor dem Digitalenzeitalter maßstabgebende Interpretationen gab.
    Ich habe mich daraufhin nach kurzer Zeit diskret zurückgezogen.

    Gestern Nachmittag mußte ich zu meiner Überraschung feststellen, das ich endlich mal wieder eine aktuelle CD gefunden habe, auf der man mit Fug und Recht mal wieder von einem Dirigat sprechen kann.
    Sogar das Orchester ist neben seinem brillianten Rossiniklang auch interpretatorisch präsent.
    Ich hatte ja bereits an anderer Stelle mit bedauern feststellen müßen, das viele aktuell nicht unbekannte Sänger mehr oder weniger auf CDs von sogenannter Fahrstuhlmusik begleitet werden.
    Auch die Sängerin deutet hier nicht nur an und überläßt die Dynamik dem Herrn am Tonregler, sondern singt hier die Noten richtig aus.
    Selbst der Chor tritt hervorragend dispuniert in Erschinung,
    Eine wundervolle CD mit einer wundervollen Sängerin und wo hat diese Dame ihren letzten Schliff bekommen?
    In einem " zweitklassigen Haus " wie der Hamburgischen Staatsoper selbstverständlich, obwohl die Dame in Breslau geboren wurde und laut Booklet bereits als Rosina dort positive in Erscheinung trat.
    Und nun kommen wir zur Auflösung des Rätzels, obwohl ich glaube das viele bereits erraten konnte wen ich meine.
    Wenn nicht noch ein kleiner Hinweis, 2012 sang sie in San Francisco die Gilda und ich hatte das Glück diesen wundervollen Abend miterleben zu dürfen.


    Auflösung:
    Aleksandra Kurzak: Bel raggio
    Sinfonia Varsovia
    Warsaw Chamber Choir
    Pier Giorgio Morandi