Hallo Johannes,
zunächst zu der Reihenfolge 133 - 132 -131 - so sind die Quartette - wenn man den Quellen Glauben schenken darf - wohl chronologisch entstanden.
Die Thematik Krankheit - Genesung werde ich unter "Große Fuge op. 133" weiter erörtern - lass mir allerdings ein bißchen Zeit dazu.
Bis dann
Santoliquido
Beiträge von santoliquido
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Hallo Kammermusikfreunde,
für mich war und ist die Kammermusik immer zentraler Bestandteil meiner Beschäftigung mit Musik.Die Intialzündung hat mein ehemaliger Musiklehrer am Gymnasium gegeben - Hans Busch hieß er (ein Witz aus der Schülerzeitung: habe "Knapperts" verloren - abzugeben bei Hans Busch).Dieser gute Busch hat uns Pimpfen damals ein Schüler-Abonnement für "Kammermusik der Nationen" im Münchner Herkulessaal vermittelt - so kam es , daß ich von nicht mehr ganz Kindesbeinen an mit den Größen der Kammermusikszene in Berührung kam - die damals etablierten wie Amadeus Quartett und Koeckert-Quartett oder Beaux Arts Trio- die damals aufgehenden Sterne wie Guarneri Quartett , Melos-Quartett oder ABQ -sie alle waren hautnah zu erleben und prägten meine Zuneigung zu dieser Musikgattung , der ich bis heute treu geblieben bin.Unvergessen sind z.B. die Beethoven-Zyklen mit Amadeus - und Koeckert-Quartett.
Natürlich gab es Phasen mit unterschiedlicher Gewichtung - den leichtesten Zugang hatte ich zunächst zu Schubert , gefolgt von Mozart und Haydn - dann Beethoven frühe und mittlere Quartette ,langsames Herantasten an Schostakovitch (sofort zugänglich) und Bartok (schwerer Einstieg) , wieder zurück zu Haydn - hin zu "Außenseitern" wie Wolf,Bruckner,Rheinberger - Anfreunden mit Brahms und Schumann - über Höller und Haas schließlich zu Reger - zur Zeit suchthafte Beschäftigung mit dem späten Beethoven - insbesondere op. 133 - 132 - 131 (in dieser Reihenfolge).
Gerade in diesen genannten Beethovenwerken erschließen sich Welten - für mich sind sie eine einzige Auseinandersetzung mit der Thematik der Großen Fuge - Krankheit - Genesung - erneute Erkrankung - Aufbäumen bis hin zum trotzigen Schluß (ist es überhaupt ein Schluß ?) von op.131.
Ich rate Kammermusifreunden sich diese Werkfolge einmal am Stück anzuhören - aber Vorsicht !
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Thomas,
bei Murray Hill wurden offenbar mehrere Nachpressungen von Vox herausgegeben.Neben der Haydn-Ausgabe vom Fine Arts Quartet wurde auch die Wiederauflage von Mozarts Streichquartetten und -quintetten mit dem Barchet-Quartett bei diesem Label herausgebracht.Es sind "stereophonisierte"Überarbeitungen , die teilweise etwas dünn und schräg klingen - auf keinen Fall kommen sie an die originalen Monopressungen heran.Insgesamt wirkt auch das gesamte Drumrum etwas windig - dünne Vinylscheiben - sparsames Label sowie lapprige Pappkasette.
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen,
zum Thema noch ein Zitat von Fritz Kreisler aus dem Jahre 1910:
"Die Kammermusik ist ein Luxus,für den ich wenig Zeit habe.Ich freue mich deswegen immer schon auf den Sommer , wenn ich Ysaye ,Thibaud,Casals und Pugno in Paris treffe.Ysaye und ich spielen abwechselnd Viola.Die Schwierigkeut besteht nur darin, daß alle immer die zweite Violine spielen wollen."
Eine Anmerkung dazu: auch Casals spielte in privatem Rahmen gelegentlich zweite Violine - er benutze sie dann als "Kniegeige".
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen Alfred,
schön ,daß "Papa"Haydn wieder einmal zum Zug kommt.Für mich ist er nach wie vor einer der faszinierendsten Komponisten,auf den ich bei meinen Ausflügen bis in die Gegenwartsmusik immer wieder zurückkomme.Gerade bei den Streichquartetten liegt ein nahezu unerschöpflicher Fundus an Eingebungen vor,wobei man manchmal den Eindruck hat,daß Haydn schon vieles vorweggenommen hat (bis hin zu Anklängen an Bartok und minimal music).
Genial finde ich,wie Haydn nach den ihm gewidmeten Mozartquartetten (er war ja damals bereits immerhin in den Fünfzigern) noch einmal umgedacht hat und diese Musikgattung auf ein Niveau angehoben hat,an dem sich alle Nachfolger (einschließlich Beethoven) zu messen hatten.
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen,
gerne schließe ich mich den Geburtstagsgrüßen für diese großartige Sängerin an.
Ein kleines Beispiel für ihre Flexibilität:
1969 hats mich mal ins Münchner Nationaltheater zu der "Carmen" unter Böhm verschlagen.Tatjana Troyanos , die die Titelrolle singen sollte fiel aus,also sprang Hertha Töpper ein - und wurde zum Ereignis des Abends.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo,
der von mir sehr geschätzte Kurt Eichhorn wurde wohl lange zu Unrecht unterbewertet . Seine Orff-Aufnahmen haben sicherlich Referenzcharakter.Unter den Münchner Musikliebhabern war Eichhorn schon immer anerkannt.Ich erinnere mich noch an eine Diskussion nach der legendären "Jenufa"-Premiere am Nationaltheater unter Kubelik - da ging es um die Frage , wer zu der damaligen Zeit einspringen könnte ,wenn Kubelik ausfiele . Die Antwort kam ohne Zögern : Kurt Eichhorn.
Zu meiner Schande muß ich gestehen , daß ich keine einzige Aufnahme einer Bruckner-Symphonie unter Eichhorn kenne .
Dem kann ja jetzt Abhilfe geschaffen werden , da nun eine Gesamteinspielung vorliegt.
Als unwissender und misstrauischer Mensch stelle ich aber mal eine provokante Frage in den Raum : Ist denn überall Eichhorn drin ,wo Eichhorn draufsteht ?
Ohne irgendetwas unterstellen zu wollen fürchte ich , daß uns Produzenten aus Marketinggründen so einiges unterjubeln können. Und das hat durchaus Tradition ; es gibt ja wohl historische Plattenaufnahmen mit Richard Strauss als Dirigenten bei denen in Wirklichkeit sein damaliger Assistent George Szell am Pult stand (sicher keine schlechte - vielleicht sogar die bessere Alternative - aber eben eine Mogelpackung).
Eure Meinung zu diesem Thema - bei dem Kurt Eichhorn jetzt eher zufällig zum Aufhänger wurde - würde mich sehr interessieren.
Viele Grüsse
Santoliquido -
Hallo,
ich habe mal ganz tief gegraben und bin auf die 1938 aufgenommene Einspielung mit den Münchner Philharmonikern unter Siegmund von Hausegger gestoßen (7 Schellackplatten in erstaunlich gutem Erhaltungszustand - es gibt wohl bereits auch eine CD-Kopie).
Es handelt sich hierbei um die Erstaufnahme der Symphonie in Originalfassung.
Die Tempi sind eher zügig und liegen im Bereich Celibidache (RAI Turin) - Wand (Kölner Rundfunk-Symphonie-Orchester): 1.Satz 23'49 - 2.Satz 9'10 3.Satz 22'53 . Auf die Wiederholung im Scherzo wird verzichtet (auf dem Label wird ein erneutes Abspielen nach dem Trio empfohlen) - ein Manko,das aber bei dem in der Schellack-Ära bestehendem Platzmangel nachvollziehbar ist- es wäre eine weitere Platte erforderlich geworden.
Auch die zügigen Tempi sind sicherlich manchmal ein gewisser Tribut an die Vorgaben der damaligen Aufnahmetechnik - eine Plattenseite hatte eine Kapazität von ca. 4 Minuten , bei maximaler Raumausnutzung mit randvoller Bespielung höchstens 5 Minuten.
Hausegger und seine glänzend aufgelegten Münchner Philharmoniker meistern die Aufgabe in hervorragender Manier.
Ein Dokument der langjährigen Tradition von einem der führenden "Bruckner-Orchester".
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Thomas,
bin gerade zufällig auf Deine Ausführungen über Aldo Ciccolini gestossen- und muß Dir bei Deiner Auswahl völlig recht geben.Beim Klassikfestival 2008 in Menton bin ich zufällig zu einem meiner schönsten Konzerte gekommen,an das ich mich je erinnern kann.Wir besuchten zuvor ein Konzert mit Dimitri Papadopoulos (Waldsteinsonate und Liszt) und traten dann aus der Kathedrale heraus.
Da begann gerade die Generalprobe für das Schumann-Klavierkonzert eben mit Aldo Ciccolini - und ich habe es noch nie so abgeklärt und souverän gehört.Die Orchesterbegleitung mit dem Symphonieorchester Menton-Sr.Petersburg war eher Nebensache - aber was Ciccolini da aus seinem Flügel hervorzauberte war einfach hinreißend - es war , als würde er die gesamte Erfahrung seines langen Pianistenlebens ausbreiten und er wirkte dabei alterslos.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Joseph II,
habe mir die japanische Aufnahme von "Der Neunten" mit Keilberth und dem NHK Symphony Orchestra besorgt - damit wäre mein Keilberth-Zyklus sozusagen komplett.
Die Einspielung ist eher unter der Rubrik "Kuriosa" abzulegen - ich habe mir natürlich wegen der exotischen Besetzung erst einmal den Schlußsatz angehört - das Ergebnis (wie zu erwarten):
Chor (Tokyo Broadcast Chorus) und Solisten (Itoh Kyoko - Kurimoto Takako - Mori Toshitaka - Ohashi Kunikazu) sind sehr bemüht , wegen des Textes , der
offenbar (wie auch sonst) rein phonetisch erlernt wurde, stellt sich manchmal eine unfreiwillige Komik ein.
Es ist ein Keilberth-Dokument , das außerhalb Japans allenfalls einen kleinen Kreis interessieren dürfte.
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen,
die hier vorgestellte CD mit dem Rosamunde Quartett kann nächste Woche live gehört werden.
Das Rosamunde Quartett - Andreas Reiner,Diane Pascal,Helmut Nicolai,Anja Lechner - führt "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers" am Sonntag, 5.April 2009 um 19,00 Uhr in der Historischen Aula der Akademie der Bildenden Künste München - Akademiestraße 2 auf (nicht zu verwechseln mit der Akademie der Schönen Künste in der Residenz !).
Zwischen den Sätzen liest der Schauspieler Hans-Michael Rehberg Texte von Samuel Beckett.
Bereits am Samstag , 4.April 2009 15,00 Uhr , besteht die Möglichkeit an einer öffentlichen Probe an gleicher Stelle teilzunehmen.
Zum Gesamtkomplex gehört auch noch eine Filmaufführung im City-Kino in der Sonnenstraße - es wird Pasolinis "Das 1.Evangelium Matthäus" Sonntag. 5.April 2009 11,00 Uhr , gezeigt.
Dieses Veranstaltung ist die zweite einer Aufführungsreihe des Rosamunde Quartetts (die erste fand bereits im Januar mit Werken von Haydn , Mansurian und Boris Yoffe statt).
Weitere Aufführungen sind für den 22.Mai 2009 (Nono - Fragmente,Stille an Diotima und Hölderlin-Gedichte) und für den 16.Oktober 2009 (B.Yoffe - J.S. Bach - die Kunst der Fuge - Haydn op.1/3 und op.76/5 - und Avo Pärt Solfeggio für Streichquartett) geplant.
Das Neue und Bemerkenswerte an dieser Reihe ist die Möglichkeit an den Proben teilzunehmen sowie mit den ausführenden Künstlern im Anschluß an die Aufführung zu diskutieren.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Joseph II,
Eugen Jochum hat ja mindestens drei komplette Beethoven-Zyklen eingespielt: den hier vorgestellten mit dem Concertgebouw Orchester im Jahre 1969;vorher in den 50-iger/60-iger Jahren für die DGG mit den Berliner Philharmonikern und dem BR Symphonieorchester;später dann nochmal für EMI mit dem London Symphony Orchestra.Auch in der Schellack-Ära hat Jochum schon Beethovensymphonien für Telefunken mit den Berliner Philharmonikern und dem Staatsorchester Hamburg aufgenommen (ob ein kompletter Zyklus daraus wurde , weiß ich nicht) ; daneben würde es mich nicht wundern , wenn es noch Aufnahmen mit den Dresdnern und den Bambergern gäbe.
Ich habe schon lange keine Beethoven-Symphonien mit Jochum mehr angehört (es wäre wieder einmal an der Zeit) , aber so aus der Erinnerung heraus haben mich die Aufnahmen mit dem Concertgebouw am meisten angesprochen.Der runde und warme Klang des Orchesters vermittelt so eine innere Geschlossenheit und Ruhe , wie er selten bei anderen Orchestern rüberkommt (ich erinnere hier auch an die Beethoven-Klavierkonzerte mit Arrau und Haitink).
Daß das Concertgebouw Orchester eines der besten und stabilsten Orchester überhaupt ist, dürfte nicht erst seit dem letzten Ranking (was ich für relativ doof und überflüssig halte) klar sein.(Sollte das Ranking allerdings dazu führen, daß die BR-Symphoniker endlich mal einen eigenen Konzertsaal bekommen,werde ich meine Meinung ändern).
Der Concertgebouw-Zyklus liegt mir als LP-Kasette vor - Philips hat aber in seinem Niedrigpreisprogramm (unter anderem bei BELART) die meisten (alle?) Symphonien nochmals auf CD herausgebracht.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Robert,
das f-moll-Quartett op.95 konnte aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden und ich bin von der Interpretation durch das Quatuor Calvet genauso begeistert wie von opp.18/1;18/5;59/2 und 131.
Es wird natürlich sofort die Begierde nach mehr geweckt - doch ich fürchte , daß die Calvets keine weiteren Beethovenquartette mehr aufgenommen haben,zumal ja der geniale 2.Geiger Daniel Guilevitch alias Guilet gut daran tat , sein Leben vor dem unsäglichen NS-Verbrecherregime zu retten. Das vom Bratscher Leon Pascal weitergeführte Quatuor Pascal, das ja alle Beethovenquartette (zusätzlich die Streichquintette op.29 und 104 sowie die frühen Klavierquartette Hess 36) eingespielt hat , erreicht bei weitem nicht die Klasse der Calvets.
Die Schellackaufnahme von op.95 konnte ich vor kurzem aus dem Nachlass eines Lehrers aus Braunlage im Harz erwerben - man muß schon ganz schön bekloppt sein,deswegen (und einiger weiterer Schellack-Schätze) von München nach Niedersachsen zu fahren - aber es hat sich gelohnt.
Der alte Lehrer hat seine Platten offenbar wie seinen Augapfel gehütet und akribisch Buch geführt.Er hat die 1938 entstandene Aufnahme am 17.4.1940 erworben.Bis auf den unvermeidlichen Staub der fast 7 Jahrzehnte war an den Platten kein Makel.
Auch ist immer wieder erstaunlich , was in diesen alten Aufnahmen an Tonqualität drinsteckt - das Grundrauschen , das ja mehr ein Knistern (vergleichbar mit Kaminfeuer) ist , wird nach kurzer Zeit durch das Ohr eliminiert. Aufgrund der Aufnahmebedingungen - die Künstler mußten ja die
längeren Sätze in Takes von ca. 4 Minuten aufteilen,Korrekturen wie nachträgliches Einflicken von Passagen waren nicht möglich - bekommt das ganze fast Live-Charakter - gelegentlich hatte ich das Gefühl , das Quartett sitzt bei mir im Wohnzimmer - und es beschlich mich Ehrfurcht - vor dem Werk , vor den Interpreten und letztlich auch vor dem unbekannten Hüter des Schatzes, dem Lehrer aus Braunlage.
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen,
ergänzend möchte ich zwei Miniaturen für Streichquartett vorstellen.Das Borodin Quartett ( in seiner ich glaube vorletzten Formation mit Kopelman,Abramenkov,Shebalin und Berlinsky) hat bei Teldec eine liebenswerte CD mit dem Titel "Russian Miniatures" herausgebracht.Sie beinhaltet Mini-Stücke (teils Bearbeitungen) von Borodin,Tchaikovsky,Rachmaninov,Stravinsky und eben Shostakovich.Die Miniaturen hat das Borodin Quartett häufig als Zugaben gespielt.
Von Shostakovich sind das Elegy und Polka.
Die Polka ist eines der witzigsten Stücke in der gesamten Quartettliteratur (quasi "Ein musikalischer Spaß" Shostakovichs).Ich habe nie erlebt,daß bei dieser Zugabe das Publikum ernst bleiben konnte - spätestens wenn Shebalin mit seiner Bratsche "hineinrotzte",war es mit der Beherrschung gänzlich vorbei.
Eine herrlich entspannende Aufnahme - meine Empfehlung zum Frühstück
Santoliquido -
Hallo Robert,
hier treffen wir uns nach unserer kleinen "Kappelei" bei den Beethoven-Symphonien also wieder.
Deine hohe Meinung über das Quatuor Calvet teile ich voll und ganz.Seine Beethoven-Interpretationen gehören m.E.neben den Einspielungen des Koeckert-Quartetts zu den besten,die je auf Tonträger gebannt wurden.
Zu meiner großen Freude konnte ich vorige Woche einen kompletten Schellack-Satz des f-moll Quartetts op. 95 auftreiben.(Ich kann mir jetzt in etwa vorstellen,was Heinrich Schliemann bei der Entdeckung Troyas empfand)
Jetzt muß ich die Platten nur noch in einen abspielbaren Zustand bringen und werde danach wieder berichten.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo,
nochmal zurück zu Joseph Keilberth.Hier eine Liste der mir zur Verfügung stehenden Beethoven-Aufnahmen:
Symphonie Nr.1 Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Symphonie Nr.2 Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Symphonie Nr.3 Phil.Staatsorch.Hamburg CD TELDEC 3984-21335-2
Symphonie Nr.4 Phil.Staatsorch.Hamburg LP TEL 8024
Symphonie Nr.5 Phil.Staatsorch.Hamburg CD TELDEC 4509-93548-2
Symphonie Nr.6 Bamberger Symphoniker CD TELDEC 4509-93548-2
Symphonie Nr.7 Berliner Philharmoniker CD TELDEC 4509-93548-2
Symphonie Nr.7 SO Bayer.Rundfunk CD ORFEO C 268 921 B
Symphonie Nr.8 Phil.Staatsorch.Hamburg LP TEL 8004
Symphonie Nr.8 SO Bayer.Rundfunk CD ORFEO C 268 921 B
Ouvertüren:
Egmont Berliner Philharmoniker CD TELDEC 4509-93548-2
Leonoren 3 Berliner Philharmoniker CD TELDEC 4509-93548-2
Fidelio Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Ruinen v.Athen Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Marcia alla Turca Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Coriolan Bamberger Symphoniker CD TELDEC 3984-21335-2
Coriolan SO Bayer.Rundfunk CD ORFEO C 268 921 B
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Morgen Joseph II,
vielen Dank für den Tip - ich schätze Joseph Keilberth sehr .Er wird m.E. heute zu Unrecht als reiner Spezialist für Richard Strauss-Opern abgestempelt.
Allerdings hat er auf diesem Terrain Hervorragendes geleistet - meine frühere Strauss-Begeisterung hat sich jedoch im Laufe der Jahre etwas abgekühlt.
Seine Beethoven-Interpretationen, die übrigens auch eine ganze Reihe von Ouvertüren einschließen,überzeugen mich durch ihre Ehrlichkeit und den Versicht auf alle Mätzchen.
Allein von seiner Physiognomie war ja Keilberth wohl der "beethovenähnlichste" Dirigent - wenn es so etwas wie "Seelenverwandtschaft" gibt,dann hier.
Sein spektakulärer Tod während einer Tristanaufführung (dieses Schicksal teilt er mit Felix Mottl) ist mir noch heute präsent.
Man kann ja über Zusammenhänge viel spekulieren (ist ja auch schon zur Genüge geschehen) .Meine persönliche Meinung ist die , daß eine starke emotionale Beteiligung an einer Musik - und die war bei Keilberth so gut wie immer vorhanden - durchaus Auslöser für einen plötzlichen Herztod sein kann.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Robert,
über Golovanov weiß ich so gut wie nichts.Er hat wohl mit dem Bolschoi-Ensemble Boris Godunow eingespielt - mehr ist mir auch nicht bekannt,geschweige denn,daß er von Beethoven Aufnahmen herausgebracht hat.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo Robert,
mein nicht ganz ernst gemeinter Einwurf ist weder gegen den Beethovenzyklus von Schmidt-Isserstedt, den ich übrigens sehr verehre, noch gegen einen anderen bedeutenden Dirigenten gerichtet.Ich selbst habe mich sogar bemüht , für mich einen kompletten Zyklus mit Josef Keilberth zu ergattern,was sogar - mit verschiedenen Orchestern - von 1. - 8. gelungen ist.Es muß wohl auch für die Neunte eine Keilberth-Einspielung aus Japan (mit japanischen Solisten) existieren - ob dieses Kuriosum tatsächlich auch bedeutsam ist weiß ich nicht - Reinzuhören würde mich schon aus purer Neugier reizen.
Die Stoßrichtung meines "Pamphlets" ging woanders hin - es gibt in den diversen Schallplatten- und Rundfunkarchiven so viele Schätze , die leider meist der Vergessenheit anheimfallen ( siehe auch Schmidt-Isserstedt).
Hier wäre sicher ein großer Nachholbedarf ( wo sind z.B. die Zyklen mit Kubelik , Kempe , van Kempen , um nur einige zu nennen ,abgeblieben ?)
Eine allgemein gültige und jedem zusagende Gesamtaufnahme wird es - Gott sei Dank - wohl auch nie geben . Und mich spricht an manchen Tagen mal mehr Otto Klemperer,an anderen mehr z.B. Carlos Kleiber an - varietas delectat.
Noch mal zurück zu meinem "Pamphlet" : die "Opernsägerin" Nina Hagen war ein Freud`scher Verschreiber - offenbar sitzt in meinen Limbischen System mehr Satire als ich vermute.
Nach dem Ausflug in die große Welt der Symphonie werde ich mich jetzt wohl besser wieder zu meiner Kammermusik zurückziehen.
Nichts für ungut
Santoliquido -
Hallo,
jetzt muß ich mal etwas giftig werden - mein Appell an die Produzenten : es fehlen noch so bedeutende Einspielungen wie die mit James Last , Max Greger oder Hugo Strasser.Als Solistenquartett in der Neunten hätte ich gerne Nena,Nina Hagen (die ist sogar gelernte Opernsägerin),Karel Gott und Udo Lindenberg begleitet von den Fischer-Chören.Also bitte beeilt euch ein bißchen - der Rekordumsatz ist euch sicher.
Hinterfotzige Grüsse
Santoliquido -
Guten Morgen,
meine (prä-?)senile Bettflucht hat mich wieder im Forum landen lassen.
Es gibt übrigens noch eine Aufnahme des 2. Klaviertrios mit Schostakowitsch selbst am Klavier - und zwar mit Mitgliedern des Beethoven-Quartetts (D.M. Zyganow und P.Schirinsky - das Beethoven-Quartett hat einen Großteil der Schostakowitsch-Streichquartette uraufgeführt).
Bei dieser Aufnahme handelt es sich um 5 Schellack-Platten aus original russischer Zementpressung mit exzellenter Nadelkillerqualität - die erste Platte hat zudem einen Sprung und ist mit Leukoplast (!) geklebt und trotzdem noch abspielbar.
Trotz der grausamen Tonqualität ist es eine faszinierende und bedrückende Aufnahme - Schostakowitsch spielt scheinbar emotionslos wie ein Automat.
Das Allegretto wird dadurch zu einem Totentanz,der einem den Hals zuschnürt.
In geringfügig besserer Tonqualität konnte ich noch das Klavierquintett op.57 ebenfalls mit Schostakowitsch und dem Beethovenquartett - dazu noch fünf Preludes aus op. 34 - aus der Schellackkiste erwecken.
Von den beiden Aufnahmen des 2.Klaviertrios mit dem Beaux Arts Trio ziehe ich die ältere (mit Cohen;Greenhouse) der neueren (mit Hope,Meneses) vor-
sie ist irgendwie lebendiger und feuriger - ein absoluter Kontrast zu der russischen Einspielung (s.o.)
Live konnte ich mit dem Beaux Arts Trio (mit Hope,Meneses) den 2.Satz (Allegro con brio) als Zugabe erleben - hier legten sie sich dermaßen ins Zeug , daß Meneses sogar sein Cello "ruinierte".
Der trockene Kommentar von Pressler - während Meneses neue Saiten aufzog - :"Ein wildes Stück - aber muß es denn so wild sein ?"
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Abend Walter,
auf das Aria Quartett hast Du mich neugierig gemacht - ich kenne es bislang nicht.
Bezüglich des Berner Streichquartetts mit den Reger-Streichquartetten (inklusive Jugend-Quartett,dessen letzter Satz ja ein originelles Streichquintett mit Kontrabaß ist) kann ich nur beipflichten - es ist eine phantastische Einspielung.
Zu Reger fand ich allerdings erst sehr spät Zugang - witzigerweise auf Umwegen über seinen Schüler Josef Haas und seinen "Enkel" Karl Höller.
Umso enttäuschter bin ich , daß das Berner Streichquartett nicht mehr existiert - wie hätten die wohl Haas oder Höller interpretiert.
Schönen Abend noch und viele Grüße
Santoliquido (der kein heiliges Wässerchen trüben kann) -
Liebe Forianer,
heute möchte ich gerne ein Thema aufgreifen,um der in einem Streichquartett wohl am meisten unterschätzten Position vielleicht ein kleines Podest zu bauen , nämlich der zweiten Geige.
Vorab ein schlechter Witz : Woraus besteht ein Streichquartett ? ..... Aus einem guten Geiger,einem schlechten Geiger,einem gescheiterten Geiger und einem Geigenhasser ......Dass dies ein ausgemachter Blödsinn ist , brauche ich wohl nicht extra zu betonen - unterschwellig schwingt diese Meinung jedoch bei manchem Konzertbesucher mit.
Ich kann mich noch gut an ein Pausengespräch bei einem Konzert des Quatuor Mosaique erinnern , als eine Dame sinngemäß sagte :"Das ist doch typisch österreichisch - die Frauen müssen zweite Geige und Bratsche spielen."
Ich habe damals etwas ironisch geantwortet:"Gnädige Frau - die zweite Geige ist die wichtigste Position im Quartett , denn ohne sie wärs nur ein Streichtrio."
Sicherlich spielt die alltägliche Redewendung - er spielt "nur" die zweite Geige bei dieser Einstufung eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Und gerade in früheren Jahren war der Primarius ja die oft alles überstrahlende Person , die in der Regel ja auch dem Quartett seinen Namen gab. Eine spontane Aufzählung : Kolisch-,Rosé-,Calvet-,Schneiderhan-,Koeckert-Quartett u.s.w,u.s.w.Ganz ganz selten wurde ein Quartett auch einmal nach einem Bratscher (z.B. Pascal-Quartett) benannt.
Manchmal rückte der zweite Geiger beim Ausscheiden des Primarius nach , so etwa beim Budapest Quartet Josef Roismann für Emil Hauser oder beim Juilliard Quartet Joel Smirnoff für Robert Mann.
Bei manchen Quartetten war und ist es Usus , dass erste und zweite Violine alternieren - so beim Guarneri Quartet (hier allerdings erst in späteren Zeiten,als Arnold Steinhardt zeitweise Probleme mit dem Bogenarm hatte) , beim Emerson Quartett oder beim Artemis Quartett. Diese Lösung halte ich persönlich für etwas problematisch , da sie die Entwicklung des spezifischen Charakters eines Quartetts etwas beeinträchtigt.
Und was gab und gibt es nicht für Persönlichkeiten unter den "ewigen Zweiten" : Alexander Schneider (Budapest Quartet) - Isidore Cohen (Juilliard Quartet , später Geiger beim Beaux Arts Trio) oder Gerhard Schulz (ABQ).
Eine treffende Bemerkung machte einmal Andreas Reiner vom Rosamunde Quartett :" Ich könnte nie ein so guter zweiter Geiger wie Simon (Fordham) sein."
Auf Eure Reaktionen bin ich gespannt
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Abend ab,
vielen Dank für den Hinweis - die Brilliant-Box ist wohl mit der DGG-Ausgabe identisch - manchmal lohnt es sich zu warten
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo ab,
bezüglich des Amadeus-Quartetts teile ich die Meinung, daß die älteren Mono-Aufnahmen oft die ansprechenderen sind. Die Ausgabe bei Brilliant Classics ist mir (noch) nicht bekannt - kannst Du da nähere Angaben machen?
Mir liegen die beiden CD-Boxen der DGG aus der Reihe "Original Masters" vor, die die Einspielungen aus den Jahren 1951 - 57 enthalten. Eine Box ist ausschließlich Mozart gewidmet - mit den Streichquintetten KV 515,516,593 und 614 sowie den "großen" Streichquartetten (es fehlt lediglich KV 387,das allerdings auf einer uralten EMI-LP erschienen ist).Die andere Box enthält Haydn (mit dem jetzt Hofstetter zugeschriebenen op.3/5, op.51,op.54/1,2
op.64/3 , op.74/1,3 ; op.77/1 und op.103) außerdem Schubert,Mendelssohn und Brahms.Ob das Amadeus-Quartett jemals von den Haydn'schen "Sonnen-Quartetten" op. 20 etwas veröffentlicht hat , entzieht sich meiner derzeitigen Kenntnis.
Nochmals zurück zu meinem geliebten Koeckert-Quartett : hier sieht der CD-Markt sehr dürftig aus . Die Klasse-Aufnahme der Sonnenquartette ist wie bekannt nie auf CD herausgekommen. Es sind jedoch noch zwei aktuelle CD bei ORFEO zu bekommen. Eine mit der Ur-Besetzung (2.Violine Willi Buchner) mit Mendelssohn op.12 , Schumann op.41/2 und Smetana "Aus meinem Leben" , die andere (2.Violine Koeckert jun.) mit Haydn op.74/1 (eine mitreißende Aufnahme !), Schubert c-moll-Satz D 703 und Reger op.121.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Calig noch Aufnahmen mit dem Nachfolgequartett (Rudolf Joachim Koeckert-Quartett) herausgegeben hat mit Schumann op. 41/1 und 3, sowie Grieg und Saint-Saéns - ansprechende Einspielungen - der Ausnahmerang des alten Koeckert-Quartetts wird jedoch nicht erreicht.Soviel für heute - beste Grüße
Santoliquido -
Guten Abend,
meines Wissens die ersten,die alle drei Arriaga-Streichquartette einspielten waren 1995 die Guarneris auf Philips.
Das Guarneri Quartet hatte von Anfang an eine große Affinität zu Arriaga - dies ist in dem sehr empfehlenswerten Buch "Mein Leben zu viert" von Arnold Steinhardt (Primarius des Guarneri Quartets) nachzulesen.
Historisch interessant ist,daß das Es-Dur Quartett (Nr.3) bereits in den 50-iger Jahren auf LP bei MMS eingespielt wurde.Die Interpreten waren die Mitglieder des Quatuor Guilet ,dessen Primarius Daniel Guilet (Gründungsmitglied des Beaux Arts Trios) war.Daniel Guilet nannte sich von seiner Emigration in die USA Daniel Guillevitch und war 2.Geiger des Quatuor Calvet.Der Cellist des Quatuor Guilet war David Soyer,später Cellist beim Guarneri Quartet - hier schließt sich also der Kreis wieder.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo,
zum Thema Wien-Berlin eine kleine - sicher erfundene Anekdote:
Furtwänglers Einsätze sollen ja immer etwas "verschwommen" gewesen sein.So unterhielten sich eines Tages ein Berliner und ein Wiener Philharmoniker über ihre Methode, den richtigen Einsatz zu Beginn zu erwischen.
Der Berliner:"Wenn der Taktstock des Maestro mit der Horizontalen des Dirigentenpultes exakt einen Winkel von 45 Grad bildet,dann setzen wir ein".
Der Wiener:" Wanns uns z'bläd wird,fang ma o".
Viele Grüße
Santoliquido -
Guten Tag ,
eine interessante Ergänzung der Brahmseinspielung durch das Amadeusquartett mit Aronowitz und Pleeth sind die beiden Aufnahmen, die Mitglieder des Alban Berg Quartetts mit den nach dem Tode des Bratschers Peter Schidloff verbliebenen Mitgliedern des Amadeusquartetts durchgeführt haben.Es handelt sich dabei um Live-Mitschnitte (op.18 Wiener Konzerthaus 30.1.1990 ; op.36 Opera Comique , Paris.Als Zugaben jeweils der 2.Satz des anderen Sextetts).
Diese CD's(erschienen bei EMI) sind ja nun mittlerweile nicht nur als Vermächtnis des Amadeus- sondern auch des Alban Berg-Quartetts anzusehen.
Die Besetzung
1.Violine N.Brainin,2.Violine S.Nissel 1.Violoncello M.Lovett (alle Amadeus-Qu.)
1.Viola Th.Kakuska , 2.Viola G.Schulz (sonst 2.Violine),2.Violoncello V.Erben (alle ABQ).
G.Pichler, der Primarius des ABQ tritt nicht in Erscheinung.
Die beiden Sextette sind äußerst lebendig interpretiert und beim Anhören kommt immer wieder der Wusch auf , diese beiden großen Ensembles noch einmal im Konzertsaal erleben zu können.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo,
von den Kompletteinspielungen liegen mir als CD die Aufnahmen von Kodaly-,Tatrai-,Quatuor Mosaiques,Aeolian-,Salomon- und Hagen-Quartett - als LP die Aufnahmen von Juilliard-, Ulbrich- und Koeckert-Quartett vor.
Von den neueren Aufnahmen nimmt für mich eindeutig das Hagen-Quartett die Spitzenposition ein , bei der Gesamtbewertung komme ich jedoch immer wieder auf die alte Einspielung der Koeckerts zurück . Selbst auf die Gefahr hin , allmählich als nostalgischer "Das waren noch Zeiten"-Greis eingestuft zu werden, komme ich nicht umhin, wieder einmal ein Loblied auf dieses Ausnahmequartett anzustimmen.
Das Koeckert-Quartett tritt hier bereits in seiner zweiten Formation mit Rudolf Joachim Koeckert an der zweiten Violine auf. Koeckert junior übernahm diese Position von Willi Buchner,der Anfang der 60-iger Jahre ausschied.
In dieser Besetzung spielte das Quartett bis Anfang der 80-iger Jahre , um dann letztlich in das Rudolf-Joachim Koeckert-Quartett überzugehen.
Doch zurück zur Aufnahme:
es ist für mich immer wieder frappierend , mit welcher Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit diese Musiker - ja Musikanten im besten Sinne des Wortes - an die Stücke herangehen . Und so denke ich hat es Haydn gewollt.
Hier wirkt nichts augeklügelt und überinterpretiert , die Tempi sind durchwegs straff , aber nie gehetzt.
Die Einspielung wurde damals von der Zeitschrift "fono forum" als herausragend bezeichnet ; daran hat sich m.E. bis heute nichts geändert.
Fast quälend im direkten Vergleich wirkt dagegen die Interpretation der Sonnenquartette durch die Salomons , die die sogenannte "historische" Aufführungspraxis bevorzugen.
Leider ist es bei der DGG nach dieser Aufnahme um das Koeckert-Quartett,aus welchen Gründen auch immer, still geworden.
Ohne den "Nachfolgern" u.a. Amadeus-Quartett und Drolc-Quartett, die auch Hervorragendes geleistet haben (die Einspielung der Regerquartette inklusive Klarinettenquintett durch die Drolcs ist jetzt übrigens wieder aufgelegt worden)wäre die eine oder andere Koeckert-Einspielung noch fällig gewesen.
Sollte mir beschieden sein ,noch weitere Beiträge für das Forum zu liefern, wird der Name Koeckert wohl noch das ein oder andere Mal fallen.
Viele Grüße
Santoliquido -
Hallo audiamus,
bei dem Protestmarsch und beim Hungerstreik (kann mir z.Zt. nicht schaden) bin ich sofort dabei.
Die alten Aufnahmen mit dem Koeckert-Quartett sind durchwegs auf hohem bis höchstem Niveau und stellen trotz technikbedingter Einschränkung einen Großteil von Neueinspielungen in den Schatten.
Das Bruckner'sche Streichquartett interpretiert von den Koeckerts schlummert übrigens im BR-Archiv.
Viele Grüße
Santoliquido
