Beiträge von Manuel

    Hallo!
    Da Musik hören/machen für mich eine sehr emotionale und bewegende Tätigkeit ist, würde ich sogar fast sagen, dass wildes Gestikulieren und/oder Mitsingen absolut dazugehört.
    Ich halte es für sehr wichtig, dass Musiker nicht einfach wie ein Roboter ein Stück nach dem anderen runterspielen, auch wenn die Musik vielleicht gut klingt. Die Aussage, die Emotion der Musik kommt bei dieser Art des Musizierens leider kaum bzw. gar nicht rüber.


    Wer würde sich denn von euch (wenn überhaupt:D) ein Rock-Konzert anschauen wollen, mit einem Sänger, der nur auf einem Fleck steht und seinen Text runtersingt?
    Ich denke, dass man das auch auf klassische Musik beziehen kann. Ich bevorzuge Dirigenten, Pianisten etc. etc. die auch wirklich zeigen, was ihnen die Musik bedeutet und wieviel Leidenschaft sie in ihre Stücke stecken. Und so lange dabei nicht die spielerische Qualität der Musik leidet und die Emotionen, die man zeigt auch zum Stück passt, finde ich es absolut in Ordnung, wenn nicht sogar Pflicht, dass man die Musik "lebt".


    Das gilt natürlich auch für das Mitsingen, während man Musik hört. Wenn man dabei niemanden stört kann das doch viel Spaß machen.:D

    Guten Abend!
    Ich hoffe mal, dass es in diesem Forum nicht verboten ist ältere Themen wieder ans Tageslicht zu bringen.


    Mein Weg zur klassischen Musik ist wahrscheinlich noch unspektakulärer als deiner Lohengrin. Das erste Mal, wenn ich mich recht erinnere, bin ich richtig mit klassischer Musik vor, ich schätze mal, 3 Jahren in Berührung gekommen, als mich mein Vater mit in die "Zauberflöte" von Mozart nach Stuttgart nahm. Natürlich wusste ich schon damals, was klassische Musik ist, hatte jedoch auch kein großes Interesse daran. Eigentlich wollten meine Mutter und mein großer Bruder auch noch mit gehen, aber als wir von einer recht verlässlichen Quelle erfahren haben, dass die Aufführung anscheinend nicht so gut sei, haben wir dann versucht die doch recht teuren Karten zu verkaufen. Doch die Kinderkarte und eine Erwachsenenkarte blieben irgendwie unverkauft.


    Also sind wir hin gegangen und haben eine Vorstellung gesehen, die zwar von der Musik und von der Qualität der Sänger wirklich toll war, doch ich als Opernneuling, der keine Ahnung von der Handlung der Zauberflöte hatte, habe das Stück durch eine recht skurile Inszenierung kaum verstanden.
    Im Endeffekt zwar einer meiner ersten richtigen Berührungen mit der Klassik - doch nicht weiter wichtig eigentlich.


    Ich begann dann den typischen Ohrwurm von Beethoven zu hören. (5. Sinfonie)
    Nach kurzer Zeit kamen auch Stücke von Bach dazu, die ich mir sehr gerne angehört habe und dann gab es wohl den Knall in der klassischen Musik für mich: Ich lernte die Carmina Burana von Carl Orff kennen - ich weiß nicht, inwieweit, sie von euch geschätzt wird, aber für mich ist sie ein Meisterwerk der Musik.
    Ab da an gefiel mir immer mehr Klassik und auch wenn meine CD-Sammlung noch recht klein ist, würde ich mich auch als Neuling auf jeden Fall als interessierten Klassik-Fan bezeichnen.


    Im Endeffekt - unspektakulär.

    Zitat

    Original von Wulf


    Warum denn nicht? Die aktuelle Pop/Rock-Musik besteht doch nicht nur aus Tokyo Hotel oder Britney Spears ?(


    Es war allerdings auf diese "Sparte" der heutigen Pop-Musik bezogen. Natürlich kann man nicht sagen, dass die Leute, die momentan in den Charts keine Ahnung von Musik haben oder instrumental keine Profis sind, aber ich erkenne in den meisten Chartstürmern keine musikalischen Genies.
    Und damit meine ich die Leute, die ihre Musik nur auf kommerziellen Erfolg und Eingängikeit einstellen.


    Als Beispiel für eine sehr erfolgreiche Band, die es trotzdem musikalisch gesehen sehr drauf hat, möchte ich die Red Hot Chili Peppers nennen. Man kann nicht abstreiten, dass ihre Musik nicht mehr den schwierigen und unreifen Funk hat, wie vor 20 Jahren, aber instrumental sind es trotzdem Genies.


    Aber natürlich muss ich dir Recht geben, dass mein Ausdruck etwas eintönig war.

    Guten Mittag!
    Ich für meinen Teil muss zu gestehen, dass ich sehr viel andere Musik höre/gehört habe, bis ich jetzt die voll Klassik entdeckt habe.
    Doch heutzutage wird man vor allem schon als Kind bzw. Jugendlicher sehr extrem von seinem Umfeld beeinflusst, was den persönlichen Musikgeschmack angeht.
    Ich habe es wahrscheinlich meinem Vater aber auch meinem älteren Bruder zu verdanken, dass ich heute stolz auf meinen Musikgeschmack sein kann.


    Ob Klassik-Fans Pop-Musik hören dürfen/sollten?
    Ja, warum denn nicht? Vor allem muss man hier genauer definieren, was man als Pop-Musik ansieht oder nicht. In diesem Thread wurden ja schon einige andere Bands erwähnt, wie Queen, The Beatles oder ähnliche, die sicher zur Pop- bzw. Rock-Musik gezählt werden müssen.
    Doch diese Bands haben auch ein sehr hohes Niveau. Jedenfalls auf ihre Art und Weise und man kann nicht abstreiten, dass zumindest eine große Songs dieser Bands heutzutage auch als "Klassiker" gewertet werden.
    Auch wenn ich direkt diese Art von Pop-Musik nicht als "moderne Klassik" beschreiben will, denke ich, dass ein kleiner "Fremdgang" in diese Musik sicherlich nicht falsch ist. :D
    Über das musikalische Können und das Niveau von aktueller Pop-Musik (Tokio Hotel, Britney bla etc.) braucht man sich denke ich sowieso nicht unterhalten.


    Zum Thema Jazz:
    Ich denke, dass vor allem instrumental gesehen der Jazz heute doch noch am meisten an klassische Musik angelehnt ist und meiner Meinung nach sind es vor allem die Jazz-Musiker, die etwas von ihrem Instrument verstehen.