Beiträge von Jolanthe

    Am kommenden Samstag ( 23. 5. ) überträgt das ZDF anlässlich des 60jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland live die 9. Sinfonie von Beethoven live vom Brandenburger Tor in Berlin.


    Interpreten:
    Anne Schwanewilms (Sopran )
    Waltraud Meier (Mezzosopran )
    Jonas Kaufmann (Tenor )
    Rene Pape (Bass )

    Leitung: Daniel Barenboim


    Staatskapelle Berlin und Staatsopernchor der Staatsoper Unter den Linden


    Liebe Grüße


    :hello:


    Jolanthe

    Gestern hatte ich die große Freude Jonas Kaufmann als Cavaradossi zu erleben und ich liebe seine baritonal gefärbte Stimme, die sicher nicht jedem zusagt.
    Er bot eine tadellose Leistung. Bereits nach seinem "recondita armonia" brach großer Jubel aus. Es gab keine Probleme ihn zu hören, ich saß allerdings auch in der 4. Reihe Parkett. Auch schauspielerisch wirkte er sehr überzeugend.
    Nadja Michael war zumindest besser als ich befürchtet hatte, wirkte aber in den Höhen etwas scharf.
    Ruggero Raimondi hat natürlich seine Glanzzeiten lange überschritten, bot aber trotzdem in anbetracht seines Alter immer noch eine bemerkenswerte Leistung, die auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde.
    Bei seinem Solovorhang zuckte der Dirigent Morandi richtiggehend zusammen, da doch sehr viele Buh-Rufe ertönten. Beim Duett Cavaradossi/Tosca im letzten Akt waren beide nicht mehr zu hören, obwohl N.M. wirklich eine kraftvolle Stimme besitzt.


    Ansonsten am Ende viel Applaus auch für Nadja Michael.


    Liebe Grüße :angel:



    :hello: :hello:


    Jolanthe

    Zitat

    Original von Zwischenrufer2
    Da kann man schon ein wenig neidisch auf die Wiener werden!


    Genau dieser Gedanke kam mir auch, als ich die Beiträge der Wiener Taminos gelesen habe. Für uns hier in der Provinz sind solche "Sternstunden" wirklich nicht so dicht gesät.


    Viele Grüße
    :hello:
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Siegfried
    Während seines Stuttgarter Engagements habe ich Jonas Kaufmann mehrere Male live gesehen/gehört. Damals sang er noch Rollen wie Cosi-Ferrando, Traviata-Alfredo und den Barbiere-Conte, wobei seine Stimme geschmeidig, höhensicher und sehr schön klang.


    Beim Verlassen dieser Belcanto-Partien, spätestens seit dem Züricher Florestan hat sich dieser Stimmwandel vollzogen. Nun klingt alles kehlig und baritonal eingefärbt, was bei einem Freischütz-Max noch akzeptabel sein mag, italienische und französische Rollen sowie die Mozartpartien klingen nicht mehr frisch und klar wie einst. Tribut an den Kommerz?


    Nun steht Lohengrin an. Heuer in München, nächstes Jahr in Bayreuth. Von Tristan wird auch schon geträumt...



    Den Alfredo singt er übrigens immer noch, z.B. in dieser Saison in München.
    Seine frühen CD-Aufnahmen sind mir auch bekannt ( Vampyr, Drei Wünsche etc. ). Damals klang seine Stimme wirklich noch heller.
    Trotzdem ziehe ich den heutigen Jonas Kaufmann vor.
    Er selbst erzählte in einem Interview, dass er erst jetzt mit seiner "natürlichen" Stimme singe. Früher hätte er erheblich mehr Stimmprobleme gehabt.
    Letztes Jahr als Rudolfo in Berlin hat er mir ausgesprochen gut gefallen. Sein "Che gelida manina" war erheblich besser als auf seiner CD.


    Ich denke, er hat eine Stimme, die sicher nicht jeden anspricht. Allerdings fällt mir das hauptsächlich im deutschsprachigen Raum auf. Das Pariser und das Londoner Publikum haben ihn weit mehr in ihr Herz geschlossen.


    LG


    Jolanthe

    Liebe Opernfans,


    mich würde mal interessieren, welches Euer schönstes Erlebnis in einem Opernhaus war. Man erlebt sicher so manches "highlight", aber es geht mir wirklich um Euer herausragendstes Erlebnis, d.h. man geht aus der Aufführung und schwebt wirklich auf Wolke sieben.


    Mir ging es 1994 so in Berlin. Eigentlich hatte ich Karten für den nächsten Abend und mein Ankunftsabend war eben noch zur freien Vefügung.
    Spontan kaufte ich mir eine Karte für den "Fliegenden Holländer", obwohl ich damals für Wagner verhältnismäßig wenig übrig hatte.


    Simon Estes sang den Holländer und Peter Seiffert den Erik.
    An dem Abend stimmte einfach alles, Inszenierung, Sänger usw.


    Bis heute ist diese Aufführung mein schönstes Opernerlebnis.
    :jubel: :jubel: :jubel:


    Liebe Grüße
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Honoria Lucasta
    .... zur Raserei wird er uns wohl leider nicht bringen...


    Liebe Honoria Lucasta.


    das trifft für mich sicher nicht zu. Er ist seit mehreren Jahren mein Lieblingstenor und auch ich habe ihn schon live gehört, z.B. in der "Verkauften Braut" und in "La Boheme". Jedes Mal war ich wirklich hingerissen von ihm, einmal auch von seiner darstellerischen Präsenz und eben auch von seinem wirklich kultivierten Singen. Außerdem muss man natürlich dunkeltimbierte Tenöre mögen, was bei mir der Fall ist.


    Für mich klingt auch beileibe nicht alles gleich. Genau das schätze ich an ihm.


    Es gibt übrigens sehr gute Radiomitschnitte mit ihm, z.B. "Meistersinger" aus Edinburgh, "Manon" aus Chicago und vieles mehr.


    Außerdem kann ich den "Oberon" und die "Königskinder" als Gesamtaufnahmen empfehlen um ihn besser kennen zu lernen.
    Als Cavaradossi werd ich ihn dann am 16. 5. in Berlin erleben, leider mit dem gleichen Dirigenten wie bei den Wiener Toscas.


    Zu Nufan


    Er ist eben kein Schreihals, sondern er liebt eben, da wo es passt, den Pianogesang. Bei ungünstigeren Plätzen kann ich mir durchaus vorstellen, dass er dann vielleicht nicht mehr so gut zu hören ist, wenn er durch den Dirigenten nicht unterstützt wird.


    Liebe Grüße
    :hello:
    Jolanthe

    In erster Linie sammle ich natürlich Gesamtaufnahmen von Opern. Das hält mich allerdings nicht davon ab auch Opernsänger-Cds zu kaufen.


    Die Gründe dafür können unterschiedlich sein.


    Einmal, um überhaupt einen Sänger(in), der mich interessiert, besser kennenzulernen.


    Wenn ich einen Sänger besonders schätze, warte ich schon immer mit großer Spannung auf die nächste CD und genieße es, mal eine Stunde ausschließlich diese Stimme zu hören.


    LG
    Jolanthe

    Ich erwecke mal wieder diesen Thread zum Leben und nenne die Opern, die momentan meine Favoriten sind, allerdings ohne festgelegte Reihenfolge.




    - Die Königskinder


    - Maskenball


    - Lucia di Lammermoor


    - Faust


    - Liebestrank


    - I Puritani


    - La Sonambula


    - Oberon


    - Attila


    - Verkaufte Braut



    LG
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Rienzi
    a) Die Preise nähern sich zunehmends dem Unverschämtheitsgrad


    c) Im Konzertsaal und in der Oper wird es nicht so gerne gesehen, wenn ich mir ein Bier aufmache.


    Zu a) Bei mir kommen dann immer noch die Bahnfahrt und die Übernachtung dazu.


    Zu c) Den Rotwein trinke ich dann hinterher.



    VG
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Operngernhörer
    Liebe Taminos !


    Die vorhergehenden Postings sagen schon fast alles aus, aber -


    ich kann mittels CD und LP und DVD MEIN Programm machen, MEINE Lieblinge auftreten lassen und auch wieder abschalten.


    Gott sei Dank haben wir diese Möglichkeit. Trotzdem ist für mich die Liveatmosphäre durch nichts zu ersetzen.
    Das läßt sich auch gut mit einem Fußballspiel vergleichen.


    Von einer Opernvorstellung, die ich besucht habe, besitze ich auch die entsprechende DVD, die wirklich hervorragend ist. Trotzdem ist das Liveerlebnis damit nicht zu vergleichen.


    Allerdings ist es mir auch schon passiert, dass mir eine Inszenierung derartig wenig zusagte, dass mir der Abend förmlich kaputt gemacht wurde.


    .....und meine Lieblinge möchte ich dann doch auch einmal live erleben. Da kommt eben keine CD oder DVD heran.



    Liebe Grüße
    :hello:
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Melisma
    Ich denke, dass der Durchschnittsmensch sehr wohl der Klassischen Musik aufgeschlossen ist.


    Daran glaube ich nicht, wenn ich so an die Reaktionen meiner Bekannten denke.


    Ich selbst bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem bis auf Operetten keine klassische Musik gehört wurde.
    Durch meinen Klavierunterricht (den ich mir mühsam erkämpft hatte ), bin ich verhältnismäßg früh mit klassischer Musik in Berührung gekommen. Üben durfte ich nur, wenn mein Vater nicht zu Hause war.
    Eine Freundin von mir besaß einige Werke von Beethoven und Tschaikowsky, die wir uns regelmäßig anhörten, da war ich dann ungefähr 18.


    Zum Glück mag mein Mann auch klassische Musik und mein 25jähriger Sohn ist eigentlich mit Opern aufgewachsen und würde niemals etwas dagegen sagen, wenn ich Musik höre. Erstaunlicherweise hört er selbst überhaupt keine klassische Musik, d.h. auch unser Vorbild hat da nichts geholfen.


    Liebe Grüße
    :hello:
    Jolanthe

    Thomas Hampson gehört zu den Sängern, die ich besonders liebe.
    Vor ca. 8 Jahren habe ich ihn in Zürich als Macbeth erlebt. Das war leider mein einziges Liveerlebnis mit ihm. Es war die Vorstellung, die auch auf DVD aufgezeichnet wurde. Besonders mag ich ihn als Interpret von Mahler-Liedern.





    Dass es nun mit seiner Karriere langsam bergab geht, ist ja nun ein normaler Vorgang.


    LG :hello:


    Jolanthe

    Vor einigen Jahren besuchte ich in Duisburg eine Vorstellung Cavalleria Rusticana/Bajazzo.


    In der Oper Bajazzo sang ein mir bis dahin unbekannter Sänger den Silvio. Es gelang ihm, dass durch seine Stimme und durch seine Bühnenpräsenz total der Funke übersprang. Leider musste ich dann feststellen, dass er dann zur Semperoper Dresden überwechselte. Eine weitere Begegnung mit ihm hatte ich dann bei einer Eröffnung des Dresdener Opernballs vor vielleicht drei Jahren im TV und wieder war ich begeistert. Wer von Euch kennt ihn oder hat ihn schon einmal gehört?


    Liebe Grüße
    Jolanthe

    Klaus Florian Voigt hat kürzlich den Lohengrin an der Berliner Staatsoper gesungen.
    Das niederländische Fernsehen brachte kürzlich eine konzertante Aufführung mit ihm als Interpret. Er gefiel mir recht gut, aber sein Timbre ist mir zu hell. Das ist allerdings Geschmackssache.



    Viele Grüße
    Jolanthe

    Es gab Jahre, da konnte ich an keinem Plattengeschäft vorbeigehen. Meistens habe ich es ziemlich vollbepackt verlassen, nachdem ich manchmal zwei Stunden gestöbert hatte.
    Heute bin ich meistens schon vorab informiert über Neuerscheinungen und bestelle meine CDs (DVDs) schon vor, weil ich sie dann sofort haben möchte. Dabei spielt der Preis für mich keine Rolle, d.h. ich vergleiche nicht bei verschiedenen Anbietern.
    Ausschlaggebend für meine Wahl sind in erster Linie die Interpreten ( Sänger).


    Viele Grüße
    Jolanthe

    Etwas befremdlich fand ich die Schlußsätze einer Kritik aus dem Roth-Hilpoltsteiner Volkskurier zu dem Nürnberger Dom Sebastien von Jens Voskamp:


    " Im Fall des Dom Sebastien muss aber leider konstatiert werden: Donizettis 71. und letzte Oper braucht niemand. Noch schlimmer: Es hat sie auch keiner vermisst. Die Musikgeschichte fällt eben auch manchmal gerechte Urteile....."


    Viele Grüße
    Jolanthe

    Zitat

    Original von Brangäne
    1. Tatsache ist, dass es für mich Sänger gibt, die aufgrund ihrer Stimme, aufgrund spezieller Nuancen in ihrem Timbre, ihrer Diktion, Ihrer Art zu Singen sich ganz tief in mein Herz einprägen, deren Gesang mich in spezieller Weise tief berührt.


    2. Dann gibt es die, die toll singen, die ich aber nur mit dem Verstand begreifen kann.


    3. Und es gibt die, die auch gut singen, deren Gesang mir aber dennoch Unbehagen bereitet.


    Bei Kategorie 1 ist bei mir der Verstand wohl ausgeschaltet. Da springt einfach der Funke über. Bei mir sind das Jonas Kaufmann, Placido Domingo, Joseph Schmidt, Thomas Hampson, Kurt Moll, Renato Bruson, Montserrat Caballe, Fritz Wunderlich, Aragall, Simon Keenlyside, Peter Seiffert


    Kategorie 2: Luciano Pavarotti, Angela Gheorghiu, Roberto Alagna (in jungen Jahren), Anna Netrebko, Elina Garanca, J.D. Florez


    Kategorie 3: Alfredo Kraus, Sergej Larin, Francisco Araiza, Peter Schreier, Edita Gruberova, Niccolai Gedda


    LG
    Jolanthe

    Für heute abend habe ich eine meiner Lieblings-DVDs vorgesehen.



    Moise Ildar Abdrazakov
    Pharaon Erwin Schrott
    Amenophis Giuseppe Filianoti
    Eliezer Tomislav Muzek
    Osiride Giorgio Giuseppini
    Aufide Antonello Ceron
    Sinaide Sonia Ganassi
    Anai Barbara Frittoli
    Marie Nino Surguladze
    Une voix mysterieuse Maurizio Muraro


    :jubel: :jubel: :jubel:

    Inzwischen habe ich mir auch die youtube-clips angehört und war sehr positiv überrascht über das schöne volle Timbre und auch über die Technik dieses jungen Tenors. Man kann sicher einiges von ihm erwarten und ich werde ihn im Auge behalten.


    Viele Grüße
    Jolanthe