Beiträge von gruppetto
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Ich verstehe nicht, warum man heute noch CD-Rohlinge zur Archivierung verwendet. Wenn man einen einigermaßen sicheren Wechseldatenträger will, sollte man auf DVD-RAMs zurückgreifen.
Ich selbst bin gerade dabei, meine gesamte CD-Sammlung auf Festplatte zu übertragen (Plextor-Laufwerk + EAC). Mit der Archivierung habe ich begonnen, nachdem ich feststellen mußte, dass einige meiner ältesten CDs nicht mehr ohne weiteres lesbar sind. Ich speichere die Daten im verlustfrei komprimierten FLAC-Format und berechne unmittelbar nach dem Rippen den MD5(Message-Digest Algorithm 5)-Hash-Wert über die Audiodaten. Metadaten (einschließlich des Hash-Wertes) können danach immer noch hinzugefügt oder verändert werden, ohne den MD5 Wert zu beeinflussen. Die dafür nötige Software habe ich mir unter Verwendung der hervorragenden audiogenie.dll von Stefan Töngi selbst geschrieben.
Meine FLAC-Dateien werden nach dem Rippen und Taggen auf mehrere Festplatten kopiert und nach jeder Kopie der MD5 Hash überprüft. Dadurch ist gewährleistet, dass die Kopie mit dem Original übereinstimmt. Die Festplatten, auf denen sich die Archivkopien befinden, werden nie gleichzeitig an den Rechner/ans Stromnetz gehängt. Dadurch sichere ich mich gegen Crashs und Verluste durch Blitzschlag oder Überspannung. Gegenwärtig sind meine Dateien parallel auf 6 Festplatten verteilt, von denen eine an meinem Arbeitsplatz im Schrank steht und eine bei einem Freund. Angesichts der aktuellen Festplattenpreise ist der finanzielle Aufwand in Relation zu den Anschaffungskosten der CDs eine Quantité négligeable. Ich lege inzwischen auch keine CD mehr in den Player, sondern übertrage die Daten direkt von einem NAS über einen Sonos Zoneplayer via Lichtleiter in den DA-Wandler meiner Anlage.Grüsse, Gruppetto
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Die "Soirée chez les Jacquin" muss ich auch wieder einmal auflegen. Danke für die Erinnerung an dieses zauberhafte Album.
Bei mir läuft gerade diese Einspielung von Rameau, die Barock-Puristen und denen, die Rameau nicht kennen, keinesfalls empfohlen werden soll. Barto nimmt sich da alle Freiheiten für eine in jeder Hinsicht unidiomatische Interpretation der Stücke auf dem modernen Flügel, die der Eine verdammen mag, der Andere feiert.

Grüsse, Gruppetto
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Eine perfekte Opernaufnahme gibt es für mich schon deshalb nicht, weil ein perfektes Opernerlebnis wohl nur im Opernhaus möglich ist. Kleibers Rosenkavalieraufnahme als DVD ist wunderbar, aber sie wird mir nie das Original ersetzen, das ich als Student in München erleben durfte. Die Überreichung der Silbernen Rose hat mir damals Schauer den Rücken hinunter gejagt. Vielleicht habe ich seither so viele Opernaufnahmen gesammelt, weil ich die Empfindungen evozieren wollte, die ich damals hatte. Die einzige, der dies annähernd gelang, ist ein technisch miserables Bootleg der Londoner Traviata mit Alfredo Kraus und Maria Callas, deren nicht unbedingt schön, aber wahr gesungenes kreatürliches Leid mich, auf andere Weise, ähnlich anrührte.
Grüsse, Gruppetto
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Ich habe leider nur ein Cover zu bieten, aber erstens haben wir ja ein Händel-Jahr und zweitens ist die Einspielung von Curtis durchaus interessant.
Deshalb also hier der Lotario,
der die naheliegende Symbolik der Schachfiguren nutzt, um auf sich aufmerksam zu machen
Grüsse, Gruppetto
P.S. Eine Recherche bei Google brachte mich auf den großen französischen Schachmeister Philidor, der - wie ich zu meiner Überraschung lernte - gleichzeitig ein erfolgreicher Komponist gewesen sein muß und u. a. 23 Opern geschrieben hat. Als Schachmeister war er mir schon lange ein Begriff, als Komponisten habe ich ihn erst heute kennengelernt.
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Zitat
Original von Gurnemanz
... Daß die lieferbaren Aufnahmen nicht im niederpreisigen Bereich liegen, habe ich auch schon bemerkt, darum lasse ich mir mit der Kaufentscheidung noch etwas Zeit.Niederpreisig ist ein relativer Begriff. Bei der französischen Niederlassung des Urwaldflusses habe ich folgende Aufnahmen gefunden:
Vierne: Messe Solennelle; Rutter: Requiem par Orchestra Pro Cantores, Rodney Wynkoop, John Rutter, et Louis Vierne par Arsis (CD audio - 2004) 8,27 € + Versand (gebraucht von Caiman-degrif), für etwa einen Euro + Versand mehr auch neu von Moviemars.
außerdem:
Vierne: Messe solennelle; Widor: Messe à deux choeurs et deux orgues; Dupré: Quatre motets für 12.23 € + Versand von Caiman AmerikaMan kann sich bei den verschiedenen nationalen Portalen des Anbieters übrigens mit der heimischen Identität anmelden und da die Oberfläche der Webshops identisch ist, kommt man wohl auch ohne Sprachkenntnisse zurecht. Wenn ein Shop-Anbieter nicht ins Ausland liefert, wird die Bestellung sofort zurückgewiesen. Das Porto kann höher sein als bei einer Bestellung aus Deutschland. Heute habe ich über Amazon.fr bei einem französischen und einem US-Anbieter bestellt. Das Porto beträgt in beiden Fällen 3.40 €. Bei Bestellungen außerhalb der EU können Zollgebühren anfallen, aber nicht bei einer einzelnen CD.
Weiterhin gibt es für rund 10 € vier Einspielungen der Messe, darunter die hyperion-Aufnahme, im Apple-Store zum Download-Kauf als mp3-Dateien.
Grüsse, PW
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Eine charmante "Chinoiserie" die beim einen Partner nur mehr über Drittanbieter verramscht wird. Im regulären Katalog und beim anderen Partner ist sie leider nicht mehr aufgeführt. Die Aufnahme ist 1990 entstanden, als Frau von Otter noch gut bei Stimme war.
Grüsse, PW
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A sentimental journey - zurück in die Jugend. Mit Rita Streich verbinden sich Erinnerungen an einen Grundig Musikschrank mit Zehn-Platten-Wechsler in Stereo und HiFi! Wer kennt heute noch die Faszination, die bei abgedunkeltem Hörraum von einem "Magischen Auge" ausging oder einer Skala voller Mittel- und Langwellensender mit exotisch klingenden Namen wie "Monastir" oder "Hilversum"?

Meine Eltern hörten gerne Operettenquerschnitte auf 45er Schallplatten. So ist mir Rita Streichs Stimme immer noch vertraut und angenehm, auch wenn dieses Repertoire in Teilen nicht meinem Geschmack entspricht.
Grüsse, PW
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Auf der Bühne war es letzten Dezember Anja Silja, die mit ihren 68 Jahren die Hexe in Hänsel und Gretel sang. Wir sind allerdings weniger wegen ihr in die Oper gegangen als wegen Diana Damrau und Angelika Kirchschlager. Frau Silja musste mit Rollator und unbekleideter Plastikbrust auftreten. Sie war altersentsprechend bei Stimme, wobei sie teilweise noch ziemlich Furcht erregende Töne von sich gab. Das Londoner Publikum war anscheinend "not amused" und es gab deutliche Missfallensäußerungen, als sie vor den Vorhang trat. Angesichts des Alters der Sängerin war das, wie ich fand, nicht die feine englische Art.
Gruss, PW
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Persephone von Stravinsky, Ballett mit Tenor und Chören spielt teilweise im Hades, in
Ercole amante von Cavalli treten zumindest ein paar veritable "Schatten" auf.Gruss, PW
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Aus gegebenem Anlass (Kopfhörerthread):

Der weiße d'Andrade wirkt auf dem Reissue etwas mickrig.
Glücklicherweise habe ich das Album noch in Vinyl.Gruss, PW
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Seit ich mir - schon vor vielen Jahren - ein Paar Dynaudio Confidence 5 Boxen geleistet habe, die vor nicht ganz so langer Zeit durch einen Audio Physic Midas Subwoofer ergänzt wurden, verstaubt mein AKG K 1000 im Schrank.
An Kopfhörern stört mich vor allem, dass der Klang gewissermaßen in meinem Kopf zu entstehen scheint und dessen Bewegungen mitmacht, so als säßen musizierende Zwerge in dem Hohlraum zwischen meinen Ohren. Auch wenn ich dort altersbedingt mit zunehmender Geräumigkeit rechne, bleibt dies eine beunruhigende Vorstellung. Die Tiefenstaffelung, die gute Aufnahmen auszeichnet, geht beim Abhören mit dem Kopfhörer verloren. Wer dies nachvollziehen möchte, höre sich in der Giulini-Aufnahme des Don Giovanni die Stelle an, wo Don und Diener auf das Trio der Maskierten treffen ("Venite pur avanti, vezzose mascherette!"). Im Vordergrund die drei Verschworenen, weit hinten im Raum Giovanni und Leporello. Auf einer guten Anlage ist diese Tiefenstaffelung gut hörbar und macht den schönsten Effekt, weil glaubhaft wird, dass Don Giovanni nicht hört, was die Drei sich zuflüstern, auf einer schlechten und leider auch im Kopfhörer klingt das, als wären die beiden Bässe zu schwach ausgesteuert. Dass ein Kopfhörer im Frequenzbereich unter 45 Hz nicht mehr wirklich mit einem großen Bass-Chassis mithalten kann, dürfte auch klar sein. Wenn man nur ein einziges Mal das Volumen eines Cellos über eine gute Lautsprecheranlage gehört hat, wird man Kopfhörerklang nie mehr als wirklich adäquat empfinden. Den Orgelton, über dem Strauss' "Also sprach Zarathustra" beginnt, kennt ein Kopfhörerhörer bestenfalls aus der Partitur.
Kopfhörer haben ihren Wert, wenn man auf Mitbewohner Rücksicht nehmen muss, und um sehr gute Kopfhörer klanglich zu übertreffen, wollen schmerzhaft hohe Summen in die Lautsprecher und die Endstufe(n) investiert sein. Ein kleiner, aber feiner Röhrenverstärker in Kombination mit einem guten Kopfhörer ist eine unschlagbar preiswerte Lösung für ambitionierte Musikhörer - ich schreibe bewusst nicht "billig". Die Röhre kompensiert dabei die Neigung, auch guter Kopfhörer, zu einer gewissen Schärfe in den Höhen, ist aber etwas aufwendig in der Pflege. Alternativ bietet sich ein Class-A-Transistorverstärker an. Ehe man sich für Kopfhörer oder Boxen entscheidet, sollte man sich überlegen, was man bevorzugt hören möchte. Opern und große Ensembles schrumpfen doch im Kopfhörer schnell auf Guckkastengröße, Orgeln klingen - na ja. Bei Kammermusik und Lied sieht das aber ganz anders aus.
Tröstlich ist, dass es für den Musikgenuss kaum auf die Qualität der Anlage und schon gar nicht auf ihren Preis ankommt. Man denke an das Glücksgefühl, das Thomas Mann an der bekannten Stelle im Zauberberg seinen Protagonisten angesichts der Geräusche empfinden läßt, die ein mechanisches Trichtergrammophon von sich gibt. Man wird vielleicht mit einer schlechten Anlage manche anspruchsvollen Aufnahmen nicht angemessen schätzen und der einen oder anderen Sopranistin Unrecht tun, aber man wird Freude an der Musik haben. Musikalisch wertvolle Aufnahmen, die technisch um Welten hinter modernen Standards zurückbleiben, setzen sich ungeachtet dieser Schwäche souverän gegen die technisch auch noch so perfekte Mode durch.Gruss, PW
PS: "Audiophiles are younger than 24 or older than 40 years. In the meantime they are married" (The Absolute Sound)
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Läuft gerad im Internetradio auf Avro Klassiek Baroque...

...und ist auch schon bestellt.
Gruss, PW
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Hummel und Beethoven:

Es regnet! Was für ein wunderbarer Tag, um an der Software für mein Festplatten-CD-Archiv herumzuprogrammieren.
Gruss, PW
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Wer mit einer Barockoper "verzopft" und "langweilig" assoziiert, kann sich von dieser DVD eines Besseren belehren lassen. William Christie und seine Arts florissants stehen für künstlerische Qualität. Die Inszenierung ist zwar nicht historisch, aber trotz einer deutlichen erotischen Komponente - Frau de Niese ist als Cleopatra eine überzeugende Verführerin - wohl auch für empfindlichere Gemüter tragbar. De Niese singt übrigens gut, besser als auf ihrem ersten Solo-Recital.
Gulio Cesare - Sarah Connolly
Cleopatra - Danielle de Niese
Cornelia - Patricia Bardon
Sesto - Angelika Kirchschlager
Tolomeo - Christophe Dumaux
Achilla - Christopher Maltman
Nireno - Rachid Ben Abdeslam
Curio - Alexander AshworthEines der bekannteren Duette aus Giulio Cesare, "Son nata a lagrimar", weist übrigens äußerst große Ähnlichkeit mit der Arie "É barbaro quel cor" aus der drei Jahre früher erstaufgeführten Oper " La Silvia", RV 734 von Antonio Vivaldi auf. Ob da wohl jemand abgekupfert hat?
Einfach mal bei Amazon nach dieser Aufnahme suchen und vergleichen:
Arie d'Opera Dal Fondo Foa 28
Vielleicht entdeckt diese oder jener bei der Gelegenheit gleich die Liebe zu Vivaldi-Opern. Von der opus-111-typischen, sinnfreien Covergestaltung sollte man sich dabei nicht irritieren lassen.
Gruss, PW
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Perahia und Lupu mit der Schubert-Fantasie

Gruss, PW
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Nein, die Anlage ist NICHT kaputt, der Flügel ist präpariert!
PW
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In diesen Thread gehört unbedingt Karl Kraus:
Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit.
PW
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Liebe Taminos,
eine ebenso preis- wie preisenswerte Aufnahme aus der Provinz, Bad Wildbad im Schwarzwald, ist für mich diese Einspielung der "Donna del Lago" von Rossini:
(Mein allererstes Posting hier im Forum und gleich ein verlinktes Bild - hoffentlich geht das nicht schief.)Zedda hat ja übrigens für Naxos auch einen sehr schönen Tancredi mit Ewa Podles und Sumi Jo aufgenommen.
PW
