Beiträge von Christian Biskup

    Liebe Taminos,


    eigentlich schrecke ich vor außerdeutschen Tourneevorstellungen in meinem Wolfsburger Theater zurück - zu oft war die Qualität zum Fürchten. Aufgrund Chrissy's euphorischen Beschreibungen der Vorstellungen aus Liberec, bin ich aber nun doch zur Vorstellung der Rusalka gegangen. Die Oper Liberec, zusammen mit der Tschechischen Oper Prag brachten Rusalka - eine Oper die ich schon vor Jahren mal gehört habe, aber nun erst für mich entdeckt habe. Was für ein herrliches Werk!
    Um es vorweg zu nehmen - es war ein größtenteils äußerst beglückender Opernabend. Doch von vorne. Die Szenerische Umsetzung war ganz hervorragend. Nachdem das Vorspiel bei geschlossenem Vorhang erklang, zeigt die Szene des ersten Akts eine grüne Wiese im Wald samt Teich, Röhricht und Steg, grüne Elfen tanzen, der Mond scheint - es war wirklich toll anzusehen. Die Personenführung war durchweg spannend, auf der Bühne passierte immer etwas, seien es Lichteffekte, Nebel, etc.. Es war ein harmonisches Ganzes.
    Der zweite Akt spielt vor er Waldszenerie, allerdings nun mit einem großen Saal vorweg - prächtige Treppenläufe und Kronleuchter stellen zwar quantitativ dezent, aber durchaus treffend den Schlossakt dar. Besonders eindrucksvoll gelang der Tanz der Festgemeinde zur Ballmusik. Die letzte Szene spielt wieder beim Wald im Teich.
    Rein optisch war das Werk ein Genuss, aber auch die Personenführung war wie geschrieben hervorragend. Toll, dass Martin Otava entlang der Musik inszenierte und manchen musikalischen Effekt auf das Spiel der Sänger übertrug. Einzig störend war der Scheinwerfer, der immer den handelnden Personen folge...das kann man heute besser lösen und wäre größtenteils auch nicht nötig gewesen, wirkte fast ein wenig lächerlich.


    Auf musikalischer Seite kann ich auch nicht groß klagen. Überrascht war ich vor Orchester unter Leitung von Martin Doubravsky, welches doch durchaus anders klingt (besonders das Holz), als ein deutsches Orchester. Die Qualität und Spielfreude der Musiker war viel besser als erwartet. Obgleich die Geigen manchmal etwas schwächelten, so war das Blech geradezu wunderbar im Klang. Doubravsky hielt Orchester und Sänger perfekt zusammen. Da klapperte nichts. Und obgleich er prachtvoll, auskostend aufspielen ließ, hatten die Sänger im sonst eher problematischen Wolfsburger Haus keine Probleme dagegen anzukommen.
    Der Wassermann von Pavel Vancura war das Highlight. Ein wahrer Sängerdarsteller - toll gespielt, prachtvoll ausgesungen, großes Volumen, aber auch ganz leise und zart wenn es darauf ankommt. Er erhielt den meisten Applaus am Schluss. Tomas Cerny als Prinz sang mit einem wohlklingenden lyrischen Tenor, der jedoch recht klein war. In den Höhen schwächelte er deutlich und im Spiel war er etwas zurückhaltender. Die Rusalka von Vera Polachova war genauso hervorragend gespielt wie der Wassermann. Absolut glaubhaft nahm man an ihrem Schicksal teil. Obgleich ich ihren starken Sopran zuerst etwas scharf empfand, so fand ich stets mehr Gefallen an ihr. Das Lied an den Mond wurde zu einer reinen Gänsehautpartie für mich. Spitzentöne, sanfte Klänge und die Trauer - das war großer Gesang! Von Petra Vondrova als Hexe kann man nichts anderes sagen. Auch das restliche Ensemble, die Elfen, die Fürstin, Küchenjunge und Jäger waren großartig besetzt - es war ein Fest. Einziger Wermutstropfen - die Musik hinter der Bühne wurde über Mikros übertragen...in fast unerträglicher Lautstärke.


    Insgesamt - eine vollauf beglückende Vorstellung! Das Publikum dankte mit standing ovations (das heißt in Wolfsburg nicht viel...aber auch ich stand...das heißt was :D). Mal eine Regie ohne aufgedrägte Metaebene, ein wirklich herrliches Bühnenbild, toller Gesang und Orchester. Vielleicht muss ich auch einmal nach Liberec fahren. Ich kann Chrissy jetzt verstehen! Auch wenn ich der Meinung bin, dass man auch Modern mit Zeitverschiebung toll inszenieren kann - solch einen Genuss hatte ich bisher selten!


    LG
    Christian

    Liebe Taminos,


    schwierige Frage...mit meinen 24 Jahren habe ich natürlich noch nicht soviel gehört wie die alten Hasen... aber mehr als 50x habe ich bestimmt Ludolf Nielsens 2. Sinfonie, Bizets Carmen sowie Strawinsky's Sacre gehört. Gerade letztgenanntes hat, als ich 17/18 war, eine solch ungeheure Faszination auf mich ausgeübt, dass ich es teilsweise zweimal täglich gehört habe.


    LG
    Christian

    Lieber Joseph II.,


    verzeih die späte Antwort, aber ich schaffe es nur noch sehr selten im Forum zu schreiben. Bzgl. deiner Aussage, dass "Iris" ein Niveau besitzt, das Mascagni nicht durchgängig aufzuweisen hat. (Zitat Ende), habe ich mal gelesen, dass es wohl daran läge, dass Mascagni seinen ersten Gedanken immer als seinen Besten angesehen hätte und somit sehr unkritisch mit seinen Werken gewesen sei. Leider weiß ich gerade nicht mehr, wo ich es gefunden habe.
    Die Qualität schwankt tatsächlich sehr, Parisina und Piccolo Marat empfand ich als ziemlich einfallslos. Den Ratcliff finde ich jedoch interessanter, da Mascagni hier total auf Wagners-Spuren wandelt, Amica ließ mich auch ziemlich kalt.
    Die Rusticana ist natürlich ein Geniewurf. Dieser vehement dramatische Ausdruck der Musik, diese Leidenschaften und letztendlich auch wirklich hervorragende Melodien - das ist schon wirklich toll, und qualitativ sicher höher als der Bajazzo anzusetzen. Im Grunde hat sich Mascagni jedoch von seinem Erstling wegentwickelt und auch an Qualität gewonnen, was besonders in der Isabeau und Iris zu hören ist, die auch von der Instrumentation ausgereifter erscheint und nicht mehr so plakativ wirken möchte. Jedoch hat sein Publikum dies nicht erwartet...das wurde ihm wohl auch ein wenig zum Verhängnis.


    LG
    Christian

    Liebe Taminos,


    nachdem ich das erste mal Mascagnis Cavalleria gehört hatte, brach bei mir ein wahres Mascagni-Fieber aus, das darin mündete, dass ich von allen seiner Opern Aufnahmen im Regal stehen habe. Doch die Ernüchterung war groß - wirklich hörenswert empfand ich nur Isabeau, L'amico fritz, Nerone (!) und am meisten Mascagnis Iris, die es jedoch alle verdient hätten, aufgeführt zu werden. Live habe ich bisher jedoch nur Isabeau und die Cavalleria erlebt...Iris wäre wirklich verlockend. Von der Oper habe ich sowohl die Aufnahme von Magda Olivero als auch die mit Domingo, wobei ich der letzteren den Vorzug geben würde. Für eine genauere Begründung, müsste ich aber beide nochmal probehören.
    Die Oper - die von einigen Musikfreunden höher als die Butterfly gewertet wird, so auch ich - besticht vor allem durch ihren grandiosen Eingangs- und Schlusschor Inno al sole. Diese grandiose Klimax, die Mascagni hier aufbaut, gehört zu den schwierigsten Chorstellen im Opernbereich überhaupt, habe ich mir sagen lassen. Insgesamt besticht die Oper natürlich durch ihre farbenprächtige Instrumentierung und schönen melodischen Einfallen. Zu den Highlights gehören die Tenor Arie Apri la tua finestra und Iris Arie Un dì ero piccina. Das Intermezzo ist nicht weniger hörenswert und besticht durch ihr asiatisches Kolorit, kann aber mit den Intermezzi seiner anderen Opern nicht ganz mithalten. Insgesamt ist es ein hochdramatisch mitreißende Musik, die wirklich eine breitere Zuhörerschaft verdient!


    LG
    Christian

    Zitat

    Zitat Caruso: Langeweile kommt nicht auf in den dreieinhalb Stunden.

    Liebe Caruso,


    bitte berichte mehr über die Aufführung. So selten wie dänische Musik aufgeführt wird, darf auch hier denke ich gerne stärker darüber berichtet werden. Ein Freund von mir war auch in der Premiere...und er beklagte sich, dass das Stück so stark gekürzt wurde. Wenn die gekürzte Version schon so lange dauert, wie lange dauert dann die Originalfassung? Weißt Du das was?


    LG
    Christian

    Ich habe die Sinfonie 2014 mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Neeme Järvi gehört und obgleich ich sowohl die beiden berühmten Nachfolger von Konzert und CD bereits kannte, war ich von der Frische der Komposition mehr begeistert als von den späteren Werken - ja, ich gehe sogar soweit und sage, dass sie meine liebste Mendelssohn-Sinfonie ist. Der stürmische Charakter, aber besonders die mitreißende Fuge zum Schluss machen das Werk schon sehr reizvoll. Die vierte z.B. empfand ich immer als ziemlich glatt...
    Ich habe mehrere Aufnahmen der 1. Sinfonie. Die Abbado-Box besitze ich, ebenso die Aufnahme mit Norrington - den Vorzug gebe ich aber immer öfter auch youtube, wo Paavo Järvi m.E. eine fabelhafte Interpretation abliefert.



    LG
    Christian

    Liebe Taminos,

    ich kenne sie auch aus Braunschweig, wo ich sie 2008 als Ortrud erlebt habe. Ich erinnere mich noch gut, es war meine erstes live Wagner-Opererlebnis - und ich war nach einigen Sekunden des Vorspiels schon in einer anderen Welt. Frau Peckova war großartig, für mich der Star des Abends, glaube aber, dass sie die Rolle eher expressiv und hochdramatisch anlegte als wirklich ausgesungen. Aber es machte großen Eindruck! Noch besser erinnere ich mich an ihre Darstellung der Waldtaube in den Gurreliedern vor einigen Jahren in Braunschweig! Das war ganz großes Kino - was doch für Töne aus dieser kleinen Sängerin herauskommen! Man saß gebannt auf den Plätzen bis zum dramatischen Ausbruch des Liedes...und man verstand jedes Wort. Es war sowieso eine großartiger Sängerauflauf, mit dem wohl besten Waldemar den ich bisher hörte, Erik Nelson Werner.

    LG
    Christian

    Liebe Taminos,

    Zitat

    Zitat Caruso: Das ist ja auch ein Vielversprechender! Ich kenne auch ihn aus Braunschweig und habe einen ausgezeichneten Cavaradossi von ihm gehört!

    Zitat

    Zitat Caruso: Wir haben ja schon im Februar nach die Butterfly in Duisburg überlegt, ob sie nicht mal im Thread NEUE STIMMEN vorgestellt werden könnte! Christian Biskup wollte das ja eventuell machen.

    Den hervorragenden Cavaradossi von Eduardo Aladrén aus Braunschweig möchte ich an dieser Stelle auch bestätigen! Das war schon toll, wenngleich mir manchmal ein wenig die Espressivität fehlte. Aber insgesamt war's eine wunderbare Leistung.


    Zu Liana (nicht Lina) Aleksanyan konnte ich hingegen nie eine Sympathie aufbauen. Der Sopran ist wohlklingend und hat auch Volumen, aber dass Du Rodolfo sie als einen Sopran ohne Vibrato in den Höhen beschreibst, kann ich kaum glauben. Ich empfand sie immer als Extrembeispiel des Vibratogesang - ich glaube ich habe niemals ein Wort vom dem Gesungenen verstanden. Zugegeben - ich habe sie nach ihrer Zeit in Braunschweig nie mehr gehört...aber auch nie das Bedürfnis gehabt. Deshalb bin ich vielleicht doch nicht der ideale Kandidat für eine solche Vorstellung.


    LG
    Christian

    Wenn Du wüsstest wie Carl Nielsen mit Langgaard umgesprungen ist, würdest Du anders denken...nach meinen unfassenden Nachforschungen im Bereich der Dänischen Musik, kann man nicht anders sagen, dass Nielsen ein ziemlich egoistisches Ar... gewesen war. Seine Musik ist genial, die von Langgaard teils jedoch auch. Du verpasst was!

    Zu Beginn war ich auch häufig von historischen Aufnahmen abgeschreckt, die ich in meiner Jugend (die zwar noch anhält...) für wenig Geld häufig erstanden habe. Mittlerweile bleibe ich jedoch immer häufiger bei diesen hängen, erst vor kurzem habe ich zum ersten Mal Gobbi als Scarpia gehört... seitdem höre ich keine andere Aufnahme mehr. Aus historischem Interesse kommen jedoch auch öfters historische Orchesteraufnahmen in den Player. 1928 wurde Rimsky-Korsakovs Capriccio Espagnole unter der irischen Dirigentenlegende Hamilton Harty aufgenommen - ein youtube-Ausschnitt soll die fantastische Tonqualität der Zeit verdeutlichen. Nicht nur das Dirigat ist fantastisch und unglaublich mitreißend, auch der Orchesterklang ist bereits ziemlich gut eingefangen, auch das Schlagwerk, dass sonst doch häufig untergeht. Viel Vergnügen!


    Liebe Taminos,


    diesen Sommer verbrachte ich mal wieder in Schweden - eine kleine Rundreise führte mich von Malmö, nach Göteborg, von dort nach Stockholm und in letzter Etappe wieder in den Süden nach Ystad. Auf jener Etappe machte ich einen kleinen Stop im Örtchen Gryt, direkt an der schwedischen Ostküste. Hier reiht sich Schäreninsel an Schäreninsel - und eine dieser zahlreichen Insel bekam der Komponist Ture Rangström vom schwedischen Staat geschenkt. Rangström, der als "Sturm- und Drangström" als einer der großen Spätromantiker seines Landes in die Musikgeschichte einging, liebt das Meer, die Inseln und das Segeln. Wohl deshalb hat man ihn nach seinem langen Krebsleiden in Gryt bestattet, von wo er immer seine Überfahrt auf die Inseln began. Das Meer spielte auch in seinem Schaffen eine große Rolle. So schrieb er beispielsweise die sinfonische Dichtung "Havet sjungar" (Das Meer singt) oder seinen großen Gesangszyklus "Havets sommar" (Sommer am Meer). Heute ist es jedoch in ersten Linie in Deutschland aufgrund seiner hoch expressiven Sinfonien bekannt, während sein Heimatland ihn als Liedkomponist schätzt. Seine erfolgreiche Oper "Kronbruden" wurde erst dieses Jahr aufgeführt und zeichnet ihn erneut als großen Tonkünstler aus.
    Rangströms Grab ist schlicht, es befindet sich ganz am äußersten Rand des alten Friedhofs, hinter der Kapelle im Schatten von Bäumen.







    LG Christian

    Liebe Taminos,


    zwar nicht heute im Radio, aber dennoch zeitig nachzuhören. Der September wird beim schwedischen Radio zu einem Raritäten-Monat. Ivar Hallströms "Vikingarna", Ture Rangströms "Kronbruden", Gösta Nystroems "Herr Arnes penningar" und schließlich Ausschnitte aus Peterson-Bergers "Adils och Elisiv", können diesen Monat über die Seite des schwedischen Radios gehört werden. Bisher sind die Wikinger und die Kronbraut online anhörbar. Die Kronbraut möchte ich sehr ans Herz legen - Klangzauber auf höchstem Niveau.

    Um zu den Audiofiles zu gelangen, muss man auf Låtlistor gehen und die gewünschte Oper auswählen. Viel Vergnügen!


    LG
    Christian

    Zitat

    Zitat Bertario: "Europeras 1 & 2" von John Cage müsste man eigentlich unter dem Aspekt "Innovativität", mindestens aber unter "Berücksichtigung der
    verschiedenen Ausprägungen, Schulen und nationalen Traditionen der Oper" aufnehmen. "Eigentlich" deswegen, weil es meines Wissens keine Aufnahme dieses Werks gibt. Immerhin gibt es Aufführungen, in der kommenden Saison in Braunschweig (Premiere im November).

    Lieber Bertario,
    allerdings muss man dabei bitte beachten, dass kein Ton der Oper von Cage stammt! Für mich ist das ganze mehr ein Arragement aber kein wirklich selbstständiges Werk, selbst wenn es als solches gehandelt wird.


    LG
    Christian

    Lieber Caruso,


    es liegt mir fern neue Opern zu nominieren - ich habe mich ja bewusst hier heraus gehalten, ich wollte nur zu bedenken geben, dass ich Deine vorgeschlagene Oper als ungeeignet befinde den Bereich skandinavische Oper alleine zu repräsentieren. Das ist nur meine Einstellung, schließlich ist das ja mein Expertengebiet.


    LG
    Christian

    Skandinavische Oper...wenn, dann würde ich am ehesten Carl Nielsens Masquerade, Peterson-Bergers Arnljot oder Rangströms Kronbruden nominieren. Kokkonens Oper kenne ich nicht und ich bezweifel, dass sie als Musterbeispiel skandinavischer Oper gelten darf. Falls Sie so bedeutend ist, wie Caruso formuliert - das will ich keineswegs in Frage stellen - ,dann nehmt sie gerne auf, aber als stellvertretend für die nordische Oper würde ich sie nicht nennen...da sind die oben genannten bedeutungsvoller.


    LG
    Christian

    Auch wenn ich mich aus schlichter Unkenntnis im Kammermusikbereich nicht wirklich beteildigen möchte, gehören für mich als ausübenden Musiker doch umbedingt Debussy's Syrinx für Flöte solo (1913) sowie auch Francis Poulenc's Sonate für Klarinette und Klavier (1962), wenn nicht sogar hinzukommend die Sonate für Flöte und Klavier (1957) von ihm ebenfalls in den Kanon.
    Sehr gerne höre ich auch die Cellosonate von Edvard Grieg (1883), allerdings halte ich die oberen Werke für bedeutender. Für den nordischen/skandinavischen Raum fällt mir ac hoc auch nichts wirklich bedeutendes für diese Abteilung des Kanons ein...


    LG
    Christian

    Zitat

    Zitat kurzstueckmeister: Das Autodidaktische kann man eigentlich ganz gut hören ...

    Zitat

    Zitat kurzstueckmeister: Ich meine eher nicht Regeln der Satztechnik sondern das Blockhafte in der Form und seine Vorstellung von Verarbeitung des Materials. Man könnte das vielleicht auch als naiv bezeichnen.

    Liebe Taminos,


    mit solchen Statements werde ich ja geradezu aufgerufen, wieder hier mitzumischen...nun denn. Das Rangström weitgehend Autodidakt war, kann man m.E. nicht hören und es ist umstrittig, dass wir mit ihm einen der bedeutendsten schwedischen Komponisten vor uns haben. Er studierte ungemein viel, aber eben privat. In seiner Notensammlung befanden sich Unmengen durchgearbeiteter Werke - von Bach bis Schönberg. Und wie letzterer gehört er eben doch auch schon ein wenig zu den Modernen. Deshalb kann man - denke ich - auch nicht erwarten, dass hier alles durchkomponiert und klassisch durchgeführt ist. Vielmehr lösen sich bei ihm - mehr als bei allen anderen Schweden seiner Zeit - die sinfonischen Eigenschaften auf. Die Themen bzw. eher Mottos sind sinfonisch, keine Frage - aber da sie eben oft so kleingliedrig sind (so z.B. in der ersten Sinfonie) sind sie schlichtweg nicht zur Verarbeitung geeignet und auch nicht intendiert! Es ist schon alles eher rhapsodisch angelegt und der Expressionismus meldet sich auch schon zu Wort. Atterberg ist da schon noch mehr in der Romantik verwurzelt. Satztechnisch ist Rangström stets hervorragend, Kontrapunkt beherrscht er auch einwandfrei (zeigt er besonders in seiner 4.) aber er verstößt auch ungemein viel gegen die Regeln (was aber auch grundsätzlich der skandinavischen Musik aufgrund ihrer traditionellen Quintbegleitung eigen ist). Gerade seine vierte ist ein Beispiel, dass er durchaus durchführen und sehr polyphon arbeiten konnte. Doch die Gebirge, die er in seiner Sturm-und Drangzeit (Sinf.1) von einem Moment zum nächsten weiter auftürmen wollte, passten halt in keine Form. In Bezug zu seinem Erstling halte ich Deine Kritik auch noch am ehesten für angebracht, aber danach wird doch alles dichter und geschlossener. Was genau Rangströms Intention hinter diesen "Formschwächen" sind, müsste ich nochmal nachlesen. Soweit erstmal wieder mein Plädoyer ;)


    LG
    Christian

    Zitat

    Zitat Gerhard: Lieber Christian Biskup, wir haben früher mit osteuropäischen Ensembles (hier gibt es nur Tourneevorstellungen) nie schlechte Erfahrungen gemacht. Erst als in den letzten Jahren fast nur noch deutsche Tourneetheater mit ihren modisch verfälschten Inszenierungen kamen, habe ich die Besuche aufgegeben.

    Lieber Gerhard,

    was die Inszenierungen betrifft, war es stets sehr schön und gelungen. Meistens war es nur musikalisch so schlecht, dass ich in der Pause gegangen bin. Der Höhepunkt war eine Turandot mit der Streicherbesetzung 4-3-3-2-1 und bei denen die Gongs durch irgendwelche Blecheimer ersetzt wurden, auf denen man dann rumgekloppt hat. Es war furchtbar.
    Aber nachdem was Chrissy immer so schreibt, dürfte mir das ja nicht passieren - ich werde gewiss auch berichten. Aber genug davon, dass ist hier nicht Thema. Auf der Homepage habe ich gesehen, dass in Liberec sogar die lustigen Weiber laufen...eine meiner Lieblingsopern...warst Du da schon drin, lieber Chrissy? Die Kostüme und Co sehen fantastisch aus, da würde mich eine Reise auch sehr reizen :)


    LG
    Christian

    Für alle die Mal das Ensemble und eine Inszenierung aus Liberec in Deutschland erleben wollen, sei die Rusalka in Wolfsburg, nächstes Jahr im April ans Herz gelegt. Auch wenn ich schon furchtbare Erlebnisse mit Operntourneen aus dem Osten hatte, so werde ich mir diese auf jeden Fall anhören und ansehen.
    Hier gibt es Szenenbilder aus Liberec ---> Klick
    Und hier alles zur Aufführung in Wolfsburg ---> Klick


    LG
    Christian

    Auch wenn das arg Off-topic ist: Ich liebe Historismus und ganz besonders Schloss Drachenburg! Sie ist ein so mannigfältig interessantes Zeitzeugnis - sie offenbart den Kunstgeschmack um die Jahrhundertwende in all seinen Elementen, ist aber auch ein Zeugnis geistiger Inhalte, so die große Wagner-Begeisterung (die Nibelungen lassen grüßen) und die Rückbesinnung auf die Romantik (Rheinromantik pur). Natürlich ist alles ein Stilgemisch, englische und französische Neogotik, Ritterburg und mehr, aber warum nicht? Dem ganzen sein Dasein absprechen zu wollen, wie Joachim, halte ich für hanebüchen - offenbart es doch mehr über die Zeit als manch anderes Gebäude.
    Und nebenbei - den Historismus des 20. Jhd. wie am Beispiel des Braunschweiger Schlosses lehne ich ab.
    Und weil ich das Gebäude so toll finde, hier noch ein Bild der Drachenburg ;)

    LG
    Christian


    Zitat

    Zitat Rodolfo: Ihr Cavaradossi Eduardo Aladren war ebenfalls höhensicher und spielte seine Rolle glaubhaft.

    Lieber Rodolfo,


    Aladren war auch die letzten Male als Ersatz-Cavaradossi in Braunschweig, wo ich ihn dreimal erlebt habe. Ich fand ihn stehts sehr gut - eine wirklich schöne Stimme, starke Höhen und auch ein gelungenes Schauspiel. Mein einziger Kritikpunkt war seine teils unexpressive Art...irgendwie sehr puristisch. Der Notentext ist gut gesungen, aber so ein bisschen mehr theatralisches Spiel mit der Stimme hätte ich mir manchmal schon gewünscht, gerade in der Folter-Szene...
    Wie hast Du das empfunden?


    LG
    Christian

    Liebe Taminos,


    gestern schaffte ich es nun endlich Kurt Atterbergs Oper Aladin am Staatstheater Braunschweig zu sehen und zu hören. Für mich als großer Fan skandinavischer Musik war es ein Abend, auf den ich mich lange gefreut habe und der insgesamt auch beglückend war. Die Story von Aladin (Opernführer), seiner Wunderlampe und der liebe zu einer schönen Sultanstochter kennt wohl jeder - spätestens seit Disney. Atterberg schuf dazu eine ungemein farbenprächtige Partitur, die mit dauerhaft süßen Orientalismen in harmonischer Hinsicht jedoch ungemein schwedisch und typisch atterbergisch in der Tonsprache ist. Feurige Tänze (wie zu Beginn des 3. Aktes), exotische Stimmungsbilder, verführerische Arien - die Partitur hat eigentlich alles, was ein Hit benötigt. Manches wirkt jedoch etwas banal, eine wirkliche Dramatik kommt auch nicht auf (was leider auch szenisch nicht erreicht wurde), und spätestens im dritten Akt kennt man Atterbergs exotische Spielereien auch (zu Genüge will ich fast sagen), die durchaus auch leitmotivisch eingesetzt werden. Trotz all dem ist es ein gutes Stück, welches besonders für die Sänger dankbare Partien bereithält.
    Michael Ha gefiel mir mit seinem jugendlichen, hellen Tenor in der Rolle des träumerischen Aladin sehr gut. Hier und da kommt seine Stimme doch an die Grenzen und er muss arg stemmen, aber sein auf Schönklang ausgerichteter Tenor passt ideal zur Partie. Seine geliebte Laila wurde von der bildschönen Französin Solen Mainguené gesungen, die darstellerisch als auch gesanglich mit ihrem samtigen Sopran punkten konnte. Ihre große Arie im ersten Akt gehörte zu den Höhepunkten der Aufführung. Der scheidende Bass Selcuk Hakan Tirasoglu war in der Rolle des blinden Bettlers/des Dschinns Dschababirah zu hören. Mit strahlend tönendem Bass, stimmgewaltig, voluminös und seiner Bühnenpräsenz erhielt er zurecht mit Dirigent Alber den meisten Applaus des Abends. Oleksandr Pushniak als Muluk und Frank Blees als Sultan rundeten das auch in den kleinen Rollen gut besetzte Ensemble solide ab.
    Ein kleiner Wehmutstropfen stellt der arg zusammengeschrumpfe Chor dar, das zwar wie üblich mit großer Spielfreude agierte, jedoch klanglich schlichtweg der Partitur einiges schuldig blieb. Mein persönliches Highlight war das Dirigat vom ehemaligen GMD Jonas Alber. Alber stellte sich als sensibler Begleiter heraus, der das große Orchester reicht leise hielt, diesem trotzdem alle Farben entlocken konnte und den Sängern so eine solide Klangbasis schuf. Lobenswert auch sein nüchterner Zugang zur Partitur, die leicht zu einer Kitschorgie werden kann. Bei den Tänzen ließ er gekonnt temperamentvoll ausspielen - ein rundum gelungenes musikalisches Ergebnis!


    Musikalisch top, hatte die Inszenierung jedoch ihre Höhen und Tiefen - zugegebenermaßen mehr Tiefen als Höhen. Laut Regiesseur Andrej Woron sind Märchen in jeder Zeit Zuhause, weshalb das ganze Stück zwischen Orient, Berlin-Neukölln, China und Türkei angesiedelt ist. So mutierte der Sultan im Stück zu Erdogan, der von Merkel und Trump flankiert seinen Hofstaat um sich hat. Hätte es nicht umbedingt gebraucht - aber das ist noch okay.
    Als Grundlage der Bühne gibts einen großen Kubus - die Basarszene zu Beginn (musikalisch sehr stark, jedoch durch Modernisierung der Sprache mit Fremdschämfaktor) gibt es quasi nicht, und die großen Chancen der Massenszenen werden nicht genutzt. Da ein Teil der Akteure auf der Bühne, ein anderer Teil jedoch auf drei Stockwerke im Kubus verteilt agieren, findet auch nahezu keine Personenführung in der ersten Szene statt - da wurde ungemein viel verschenkt.
    Die Wunderhöhlenszene mit großen Felsenwänden, zahlreichen Bankfächern und einem herumschwirrenden Geisterchor hingegen gelang ungemein eindrucksvoll. Woron lässt Aladin sich den Weg durch die Geister erkämpfen, und muss die Wand der Bankfächer erklimmen um zur Wunderlampe zu gelangen. Mit der Lichtregie und der sich verschließenden Höhle war dies der szenische Höhepunkt der Aufführung. Für die Akte im Palast und in Muluks Feierstube ist das gleiche wie zur ersten Szene zu sagen. Die Distanzen sind aufgrund des Kubus viel zu weit, als das eine wahre Personenführung stattfinden kann. Schade!


    Weitere Infos wie Aufführungen und Fotos unter http://staatstheater-braunschw…roduktion/details/aladin/


    Caruso - Du wolltest auch eine Aufführung besuchen - wie hast Du das ganze empfunden?


    Beste Grüße
    Christian

    Zitat von Knusperhexe

    Lieber Caruso, mich spricht das Werk sehr an. Und ich fand es toll endlich einmal den Orchesterklang dazu zu hören. Irgendwas muss das Stück haben, da es damals ja ein großer Erfolg war. Ich würde mich auch für eine konzertante Aufführung einsetzen wollen. Hast du Kontakte?


    Lieber Knusperhexe,


    ich habe mir den Ausschnitt des Stückes heute mehrfach angehört und möchte Caruso doch wiedersprechen. Gerade harmonisch scheint mir dieses Zwischenspiel (?) doch sehr interessant - einfach aber durchaus effektvoll und gut gemacht. Die Klimax wirkt sogar ein wenig mahlerisch, Puccini hört man etwas heraus, er wagnert aber auch sehr - reizvoll finde ich es alle mal. Es scheint eine Produktion des MDR aus dem Jahr 1948 gegeben zu haben - vielleicht hast Du, Knusperhexe ja Kontakte dorthin?
    Ich habe bei einer Theaterarchivsauflösung zufällig auch den Klavierauszug des Oper mitgenommen und werde ihn in den kommenden Tagen mal durchspielen. Ich bin gespannt - danke jedenfalls für den interessanten Ausschnitt!


    LG
    Christian

    Kurt Atterberg (1887-1874):
    Aladin


    Märchenoper in drei Akten
    Libretto von Bruno Wardt-Harden und Ignaz Michael Welleminsky nach dem Märchen aus Tausendundeiner Nacht


    Uraufführung am 18. März 1941 in Stockholm, Königliche Oper


    DIE PERSONEN DER HANDLUNG
    Nazzredin, der Sultan von Samarkand - Bass
    Prinzessin Laila, seine Tochter - Sopran
    Muluk, der Großwesir - Bariton
    Balab und Derim, seine Freunde - Tenor/Bariton
    Aladin - lyrischer Tenor
    Der blinde Bettler/Dschabirah - Bass


    Die Handlung spielt in Land Samarkand.


    INHALTSANGABE


    Erster Akt - Bild 1

    Auf dem Straßenbasar tümmeln sich allerlei Leute herum, Verkäufer, tanzende Sklavinnen und Müßiggänger, die die Waren - Haschisch, Perlen, Teppiche - in den Verkäufszelten bewundern. Am Rande des Haaram am Marktplatz hat sich ein blinder Bettler niedergelassen, den das Volk voll Abstoß beschipft und verschmäht. Als sich der unbedarfte Träumer Aladin unter die Menschen mischt, ist er der einzige der dem Bettler eine Gabe zukommen lässt. Aladin gibt sein letztes Goldstück. Ein Schlangenbeschwörer tritt auf den Marktplatz und spielt eine Tanzweise. Es ist der verkleidete Großwesir Muluk, dem die Menschen das Geld nur so zukommen lassen. Sanfte Frauengesänge nähern sich - Prinzessin Laila und ihre Sklavinnen möchten zum Bad. Aladin hat von ihr geträumt, sie im Traum geküsst und möchte sie sehen, worauf jedoch der Tod steht. Es geht zur Seite. Nur der blinde Bettler bleibt sitzen, seine müden Knochen und das erlischte Augenlicht machen es ihm schwer, doch Muluk will ihn mit Gewalt wegdrängen. Aladin geht dazwischen und schleudert Muluk zu Boden, der Rache schwört. Der blinde Bettler hingegen segnet ihn und verspricht, Aladin eines Tages zu einem Sohn des Lichts zu machen. Lailas Zug ist nah, sie sehnt sich nach einem Liebsten. Als sie den Marktplatz erreicht und vor dem blinden Bettler hält, stürzt Aladin aus seinem Versteck hervor und wirft sich zu ihren Füßen nieder. Sie rät ihm schnell zu fliehen, doch Muluk ist bereits dort und lässt ihn fesseln. Da schreitet der Bettler ein - er kennt den innigsten Wunsch des Wesirs, Laila und mit ihr den Thron von Samarkand zu besitzen. Wenn Muluk Aladin freiließe, so würde er seinen Traum verwirklichen. Muluk willigt ein und so berichtet der Bettler von der großen Schätzhöhle, dessen Wunderlampe den Furchtlosen, Wundergläubigen und Reinen den Weg zur Liebe eröffnet. Nur Aladin ist jedoch so rein, dass er die Lampe erringen kann - Muluk lässt ihn frei und schickt ihn die Schätzhöhle hinab.


    Erster Akt - Bild 2
    Aladin und Muluk steigen in die Wundergrotte hinab, unsichtbare Stimmen warnen vor der Lampe, doch Muluk wähnt sich schon als Herrscher des Landes. Aladin gelingt es tatsächlich die Lampe zu ergreifen doch Muluk fordert sie sofort von ihm ein. Aladin weigert sich jedoch fest. Als Muluk nun auf in losstürzt beginnt die Lampe zu leuchten und blendet ihn. Er flieht schnell aus der Höhle. Aladin folgt ihm, doch der Eingang bricht zusammen - er ist in der Höhle gefangen. Resigniert spielt er fasziniert mit der Lampe rum und lässt sie dreimal aufleuchten. Da er scheint Dschababirah, der Geist der Lampe, der Aladins Wünsche erfüllen kann. Freiheit, so ist Aladins Wunsch. Die Höhlenwand bricht auf und er ist frei.


    Zweiter Akt- Bild 3
    In großer Sehnsucht zu Laila sitzt Aladin in seiner ärmlichen Stube. Er bittet die Lampe seine Liebste erscheinen zu lassen. Sinnberauschend erscheint ihr Bild auf der Zimmerrückwand, das Bild gesteht ihm Liebe. Als er Sie in inniger Erregung umarmen will, verschwindet die Vision. Dschbabirah muss helfen und er spricht eine Beschwörung.

    Zweiter Akt- Bild 4

    Man befindet sich im Prunksaal des Sultanspalastes. Der Sultan Nazzredin hat Muluk auserkoren, der zukünftige Mann seiner Tochter zu werden. Er macht ihr jedoch keine Vorschriften, und so lehnt sie Muluk als Mann ab. Sie berichtet von einem Jüngling, der ihr auf dem Weg zum Bade begegnet ist - er ist es, den sie liebt. Plötzlich geht die Wand auf, Sklavinnen und Knaben mit Schalen voll von Edelsteinen tanzen vorm Thron. Aladin erscheint und wirbt um Laila. Muluk kann dies nicht ansehen und bezichtigt Aladin ein Diener Dschehennas zu sein. Doch Aladin offenbart, dass Muluk nach des Sultans Thron und Leben trachtet. Allerdings ist Aladins Verbindung mit dem Geist nicht abzusprechen, und so lässt er das Wunderlicht versiegen. In diesem Moment entreißt Muluk Aladins Wunderlampe und flieht mit Laila. Voller Gram verlassen alle den Saal - nur Aladin und der Geist bleiben zurück, der ihm trotz allem Mut für das Kommende ausspricht.


    Dritter Akt - Bild 5
    Ein bacchantischer Punksaal - ein Orgie ist im Gang. Muluk ist unglücklich - er hat zwar Laila aber nicht ihre Liebe. Muluk schafft es nicht die Lampe zum Leuchten zu bringen. Er ruft Laila zu sich, will sie küssen. Sie wehrt sich und spricht von Aladin, der der Mann ihrer Träume ist. Da durchfährt es Muluk - auch sie ist furchtlos, wundergläubig und rein - sie kann die Lampe zum Leuchten bringen. Er muss sie austricksen: Muluk verspricht Laila die Freiheit, wenn Sie den Lampentanz für ihn tanzt. Sie tanzt, und wie im Traum kommt Aladins Stimme immer näher. Sie ergreift die Lampe, die sofort zu glühen beginnt. Muluk stürmt heran und will die Lampe greifen doch Aladin erscheint und ist schneller. Überirdischer Glanz erfüllt den Raum, Muluk ist geblendet - das Licht tötet ihn, er stirbt. Alle preisen die junge Paar, der Sultan segnet sie. In einem großen Chor feiern alle den Sieg der Liebe.



    Quelle: Klavierauszug, deutsche Übersetzung vom Kurt und Magareta Atterberg, Privatdruck vom Komponisten

    Dann will ich mal auch...alles ohne Wertung


    1. Herbert von Karajan
    2. Leonard Bernstein
    3. Esa-Pekka Salonen
    4. Claudia Abbado
    5. Christian Thielemann
    6. Karl Böhm
    7. Wilhelm Furtwängler
    8. Herbert Blomstedt
    9. Sir Charles Mackerras
    10. Georg Solti
    11. Arturo Toscanini
    12. Pierre Boulez
    13. Carlos Kleiber
    14. Herbert Kegel
    15. Paavo Järvi
    16. Sergiu Celibidache
    17. Günter Wand
    18. Richard Bonynge
    19. Mariss Jansons
    20. Riccardo Chailly
    21. Jewgeni Mravinsky
    22. Otto Klemperer
    23. Bruno Walter
    24. Semyon Bychkov
    25. Nikolaus Harnoncourt
    26. Hans Knappertsbusch
    27. Jewgeni Swetlanow
    28. Hamilton Harty
    29. Ernest Ansermet
    30. Zubin Mehta
    31. Lorin Maazel
    32. Simon Rattle
    33. Rafael Kubelik
    34. Wolfgang Sawallisch
    35. Roger Norrington
    36. Valerie Gergiew
    37. Hartmut Hänchen
    38. Joseph Keilberth
    39. Riccardo Muti
    40. Kurt Masur
    41. Michael Tilson-Thomas
    42. Helmuth Rilling
    43. James Levine
    44. Neeme Järvi
    45. Otmar Suitner
    46. Michael Gielen
    47. Carlo Maria Giulini,
    48. Lothar Zagrosek
    49. Georges Pretre
    50. Jukka-Pekka Saraste


    LG
    Christian

    Lieber Rheingold, lieber Caruso,


    erst einmal vielen Dank für Eure lieben Worte und verzeiht die späte Antwort, viel zu tun momentan! Es freut mich, dass ihr Euch für Atterberg ein wenig begeistern konnte. Da ich die Aufnahme noch nicht gehört habe, kann ich zur Übertragungsqualität nichts sagen. Allerdings ist es schon so, dass die Sänger über ein großes spätromantisches Orchester singen müssen. Gut möglich, dass dabei nicht immer der Text genau herüberkommt.
    @caruso: schreibe mir doch gerne einmal an christianbiskup(at)gmx.de. Schade, dass ein Teil der Aufzeichnung fehlt, vielleicht spukt auch irgendwann etwas im Netz herum, mal schauen. Am 5. Mai bin ich leider nicht in Vorstellung, erst am 6. Mai...


    LG
    Christian

    Lieber Caruso,


    welch erfreuliche Nachricht! Ich selber arbeite am Theater in BS in den Semesterferien seit einigen Jahren als Bibliothekar. Da ich wohl die einzige Person am Haus bin, die schwedisch kann und ich mich eben auch gut mit Atterberg seit meinem Schwedenjahr auskenne, wurde ich bei der Martinee, beim Programmheft und auch der Gestaltung der Radiosendung mit eingebunden und durfte Atterberg für die Radiosendung vorstellen.
    Ich war in einigen Proben drin, und auch ein Mitschnitt für CPO ist geplant - was aber nicht heißt, dass er wirklich herauskommt. Die Musik klingt vielversprechend, den Sängern liegen die Partien jeweils sehr gut. Viel mehr darf ich aber wohl auch nicht sagen ;) Ich glaube, dass es ein Überraschungserfolg werden könnte.


    Über einen Mitschnitt tät ich mich jedenfalls sehr freuen. Ich möchte hier ungern meine Adresse bekanntgeben, wenn Du aber meinen Namen sowie meinen Wohnort googelst findest Du mich schnell. Falls Du Dir das Stück in BS ansehen möchtest, können wir uns auch gerne auf einen Kaffee treffen! Die letzten 4 Aufführungen werde ich wohl besuchen.


    Beste Grüße aus Bokensdorf
    Christian