Beiträge von Austria

    Theophilus


    es soll wohl so sein ;-): höre eben auf Radio Stephansdom:


    Besetzung
    Hans Sachs Paul Schöffler
    Veit Pogner Gottlob Frick
    Kunz Vogelgesang Karl Terkal
    Konrad Nachtigall Eberhard Waechter
    Sixtus Beckmesser Erich Kunz
    Fritz Kothner Hans Braun
    Balthasar Zorn Erich Majkut
    Ulrich Esslinger Fritz Sperlbauer
    Augustin Moser William Wernigk
    Hermann Ortel Harald Pröglhöf
    Hans Schwarz Adolf Vogel
    Hans Foltz Ljubomir Pantscheff
    Walther von Stolzing Hans Beirer
    David Murray Dickie
    Eva Irmgard Seefried
    Magdalena Rossette Anday
    Ein Nachtwächter Frederick Guthrie
    Chor der Wiener Staatsoper, Orchester der Wiener Staatsoper
    Leitung: Fritz Reiner
    Diese Aufnahme entstand am 14. November 1955 in der Wiener Staatsoper.
    CD: Orfeo C 667 054 L


    LG
    Austria


    PS: OK - allein schon die Besetzung läßt mir Ehrfurchtsschauer über den Rücken laufen.

    mehr als die Huster gehen mir die Raschler, die Plauderer, die Taschen- und Opernglasplumpserer, etc. auf den Wecker. Und da ich meistens in der Oper in der Loge sitze und mich bemühe, so zu sitzen, daß auch der neben mir noch etwas sehen kann, gehen mir die breitschultrigen Armaufstützer auf den Wecker. Oder die Mitdirigierer, die vor meinen Augen herumfuchteln. Oder, im Parkett, die Kopf-mit-Schwinger. Oder die Mitsummer......


    ;-) Austria

    @Alfred


    statt eines Kommentars: unsere live gesehenen Opern der letzten Jahre - doppelte bis 7fache ;-) (meist Wagner) habe ich ausgelassen.


    Andrea Chenier
    Arabella
    Ariadne auf Naxos
    Ballo Mortale
    Billy Budd
    Boris Godunov
    Carmen
    Cavalleria rusticana / Pagliacci
    Cosi fan tutte
    Daphne
    Der fliegende Holländer
    Der Riese vom Steinfeld
    Die Frau ohne Schatten
    Die schweigsame Frau
    Don Carlo
    Don Giovanni
    Elektra
    Eugen Onegin
    Falstaff
    Fedora
    Fidelio
    Finta Giardiniera
    Fledermaus
    Freischütz
    Gesualdo
    Götterdämmerung
    Guillaume Tell
    Herodiade
    I Puritani
    I Vespri Siciliani
    Jakobsleiter / Gianni Schicchi
    Jenufa
    Jérusalem
    Jonny spielt auf
    La Boheme
    La Sonnambula
    Le Prophete
    Les Contes d'Hoffmann
    Linda di Chamounix
    L'Italiana in Algeri
    Lohengrin
    Lucia di Lammermoor
    Lucio Silla
    Lulu
    Macbeth
    Maria Stuarda
    Mefistofele
    Meistersinger von Nürnberg
    Moskau, Moskau
    Oedipe
    Otello
    Parsifal
    Peter Grimes
    Pique Dame
    Rheingold
    Rigoletto
    Rita
    Romeo et Juliette
    Romeo und Julia
    Rosenkavalier
    Salome
    Satyagraha
    Schwanensee
    Siegfried
    Stiffelio
    Tannhäuser
    Tosca
    Tristan und Isolde
    Turandot
    Walküre
    Wozzek
    Zauberflöte


    LG
    Austria

    Es widerstrebt mir ja, hier klein beigeben zu müssen :D - aber sein Herodes gestern Abend in Wien war gut - sowohl sängerisch als auch darstellerisch.


    Er soll halt nur die Finger vom Tannhäuser lassen.....


    Austria

    Hallo Sophia,


    Zitat

    Original von S.Kirch
    Egal ob Mozarts` "Giovanni", Adams` "Death of Klinghoffer", Wagners` "Ring" oder Bergs` "Wozzeck", um nur einige Beispiele rauszupicken, die liebte ich alle schon lange bevor ich eine Aufführung sah.
    Grüße
    Sophia


    Interessant - so geht es mir eigentlich nur bei Konzerten: wir hören sehr oft den Wiener Sender Radio Stephansdom - und Faun ist ein Meister im Aufstöbern von "Zuckerln", auch in den Wühlkästen ;-) bei Emi. Seiner Spürnase haben wir viele anschließende wunderbare Konzertbesuche zu verdanken.


    LG
    Austria

    Theophilus


    Zitat

    Original von Theophilus
    Oper ist ein komplexes Gebilde und ich persönlich z.B. würde es nie schaffen, beim ersten Besuch einer unbekannten Oper auch nur teilweise Schauspiel, Text und Musik aufnehmen zu können.

    ;)


    So geht es mir auch - aber es wäre für mich ein Anlaß die Oper 4x zu sehen: das erste Mal wegen des Gesamteindrucks, das zweite Mal wegen der Musik, das dritte Mal wegen der Sänger und das vierte Mal wegen der Inszenierung - dann hat man mehr davon :D Und wenn sie diesen Prüfungen standhält, dann kaufe ich mir eine CD (oder eine DVD).


    LG
    Austria

    Servus Giselher


    Zitat

    Original von GiselherHH
    Hallo Austria,


    ..... bereite ich mich bei einer mir bislang unbekannten Oper grundsätzlich immer per CDs vor (kann leider nicht Partitur lesen) und lese mich dann noch in Werk- und Wirkungsgeschichte ein.
    GiselherHH


    Ich mache es genau umgekehrt - ich lese mir nur kurz die Handlung durch, gehe in die Oper (kann auch keine Partituren lesen), lasse alles auf mich wirken - und wenn mir das Werk gefallen hat, beginne ich daran zu "arbeiten". Ich gehe also zuerst mehr von der Bauchseite an die Sache ran.


    LG
    Austria

    @Alfred


    Heutige Inszenierungen ertrage ich nicht - und auch nicht die Bühnenbilder


    Ich habe ja eine ziemlich lange live-Opern-Pause gemacht (kind- und karrierebedingt) und das war offensichtlich die Zeit der großen Umwälzungen bei Inszenierungen und Bühnenbildern. Und man hat ja Beängstigendes darüber gelesen ;-) Interessanterweise haben sie mich, als konservativen Menschen, dann weniger erschreckt, als ich befürchtete. Stimmt schon, manches ist gewöhnungsbedürftig. Aber dann sage ich mir: will ich Wagner immer noch so sehen, wie vor 100 Jahren? Eigentlich nein. Und nimm z.B. die Wiener Tosca, gerne würde ich sie wiedersehen, aber lieber in einem neuen "Kleid".


    LG
    Austria

    Guten Morgen Theophilus, guten Morgen allseits,


    Wenn man mit einer derartigen Erwartung in die Vorstellung geht, muss man zwangsläufig enttäuscht werden - siehe oben!


    Nur um meine Meinung zu den Meistersingern zu relativieren: ich schrieb, daß sie die am wenigsten von mir geliebte Wagner-Oper ist - also ein bissl Liebe - zur Musik - steckt da schon noch drin. Um es kurz zu sagen: mir geht einfach das teilweise Oberlehrerhafte der Handlung auf die Nerven :D Hans Sachs als verzichtender Liebender ist eine sehr berührende Figur, da gebe ich Dir recht.


    Leider stehen die Meistersinger in der heurigen Saison in Wien nicht am Programm - ich würde ihnen aufgrund Deiner vehementen Verteidigung doch glatt noch eine Chance geben ;-)


    Auf CD mag ich sie mir nicht anhören, Oper bevorzuge ich live - womit wir wieder beim Thema wären ;-)


    LG
    Austria

    Theophilus


    Mein Beileid. Dir entgeht eine der großartigsten Schöpfungen menschlichen Geistes auf musikalischem Gebiet.


    Nun - ich wollte es aus Höflichkeit nicht begründen. Aber ich kann mit dieser Art von Humor aus deutschen Landen nix anfangen. Ich habe die Meistersinger 3x an der Staatsoper in Wien gesehen. Mehr ist nicht drin ;-) Wagner ist eindeutig besser, wenn alle seine Protagonisten sterben, leiden, einander betrügen, einander umbringen, einander bis in den Tod (und darüber hinaus) lieben, usw. Aber das liegt sicher eher daran, daß ich komische Opern weniger und Operetten schon gar nicht mag.


    Wäre ja auch schlimm, wenn allen das Gleiche gefiele, oder?


    ;-)
    Austria


    PS: melde mich morgen wieder, muß schlafen gehen und die Salome wiederkäuen ;-)


    PS: nochmal ich: ich habe lieber feinsinnigen Humor, nicht die Holzhammermethode, damit's auch wirklich jeder versteht..... Hans Sachs selbst hätte ihn ja - aber was ist an Beckmesser lustig? an der Schlägerei? Und die Schlußszene ist ja sowieso ..., naja.

    Hallo,


    Der thread über die Meistersinger (abgesehen davon, daß sie die am wenigsten von mir geliebte Wagner-Oper ist, weil ich sie a) überhaupt nicht komisch finde und b) die Musik teilweise lähmend ;-) ist) veranlaßt mich zu folgender Frage:


    geht Ihr zuerst in die Oper und kauft Euch dann die CD? oder läuft das umgekehrt?


    Ich z.B. kann mir gar nicht vorstellen, eine Oper nur auf CD "lieben zu lernen". Schon gar nicht einen Wagner. Ich glaube, den muß man wenigstens einmal GESEHEN haben, bevor man sagen kann, ja, gefällt mir, oder nein, ist furchtbar. Oder?


    Aber es wird wohl auch daran liegen, daß nicht jeder ein Opernhaus ums Eck hat. Dann müssen und können DVDs einem das live Erlebnis durchaus nahebringen.


    LG
    Austria


    PS: und jetzt gehe ich in die Salome.

    @Sune


    Super, danke ! Ich werde mir das gleich heute noch anhören. Daß Bulgarien schöne Stimmen hervorgebracht hat, dürfte ja bekannt sein; mal sehen, was opernmäßig zu bieten haben ;-)


    Vielen Dank,
    Austria

    Servus Sune,


    Da Du Dich im slawischen Bereich gut auskennst: gibt es eigentlich auch bulgarische namhafte Komponisten bzw. Opern? Interessiert mich aus persönlichen - Ahnentafel ;-) - Gründen.


    LG
    Austria

    Ich schwelge in der Vergangenheit... Unvergessene Vorstellungen an der Wiener Staatsoper und - für mich - eine Jahrhundertstimme. Und gestern endlich die CD bekommen:


    Nicolai Ghiaurov, aus den Jahren März 1969 - Mai 1998
    - Simone Boccanegra
    - Don Carlo
    - Attila
    - Macbetto
    - Barbier
    - Eugen Onegin
    - Boris Godunow


    Dirigenten:
    - Krips
    - Stein
    - Sinopoli
    - Martinez
    - Ozawa
    - Satanowski


    Die Husterei des Publikums und das mittendrin Klatschen mit nachfolgendem Zischen ;-) tun meiner Freude keinen Abbruch.


    Austria

    Zitat

    Wie schon gesagt: Ich stecke nicht tief genug in der Materie, aber ich las z.B. über diese Geschichte zwischen Judith Gautier und Wagner. Diese Schriftstellerin (?) bezeichnete er zwar als seine „Muse“, aber immerhin gab es von seiner Seite einen recht leidenschaftlichen Briefwechsel und einige Treffen, die Cosima sehr viel an Toleranz abforderten.


    Aber irgendwie führen solche Spekulationen auch zu nichts…


    Wagner hatte Zeit seines Lebens "Musen", egal mit wem er gerade verheiratet war (z.B. Mathilde Wesendonck, die er in seiner Isolde verewigte), die ihn beflügelten, das mußte man als Ehefrau aushalten - oder eben nicht.


    Natürlich führen Spekulationen zu nichts - es war ja niemand dabei. Und es gibt Themen, die einen interessieren und solche, die einen nicht interessieren - zu letzteren poste ich einfach nicht.


    Gruß,
    Austria

    Zitat

    Original von Cosima
    Aufgefallen ist mir bei der heutigen Lektüre jedoch ein Ausspruch Nietzsches, der wieder zur Thematik passt. Er findet in den Wagner-Opern jeweils dasselbe Motiv wieder; er schreibt dazu: „Der Unstete, Verzweifelte findet durch die erbarmende Liebe eines Weibes, das lieber sterben als ihm untreu sein will, die Erlösung von seiner Qual.“
    Erlösung von ihrer Qual haben sie wohl alle gesucht, aber nur Wagner hat dieses „erbarmende Weib“ in der Person der Cosima gefunden.
    Gruß, Cosima


    Man muß hier noch hinzufügen, dass Cosima nicht nur das erbarmende Weib war: Cosima hat gelogen, betrogen, intrigiert, gekämpft, sich demütigen lassen, mit der ständigen Schuld gelebt, was sie von Bülow angetan hatte (der übrigens litt, aber dieses Leid hat seiner Bewunderung für Wagner keinen Abbruch getan). Aber sie blieb trotz all dem unbeugsam bei ihrer Entscheidung, Wagner ihr Leben zu weihen.


    Nach seinem Tod, als sie nach Monaten aus ihrer Starre erwachte, hat sie beinhart, eiskalt, kompromisslos die Leitung der Bayreuther Festspiele übernommen (obwohl Wagner bis zu seinem Tod gar nicht auf die Idee kam, SIE könnte als seine „Erbin“ sein und ihr gemeinsames Werk, das Festspielhaus, fortführen) und für die Bewahrung seines Werks (also Treue zur Aufführungspraxis) gesorgt. Unter ihrer und Siegfried Wagner’s Leitung gab es keinerlei Kompromisse. Erst nach dem 2. Weltkrieg, unter Wieland, gab es eine Öffnung in die Moderne. Was ja schon aus politischen Gründen notwendig war.


    Cosima’s Tagebücher sind ein absoluter Glücksfall, wir bekommen da Einblicke in ihren und Wagner’s Alltag, seine Gefühle, sie registriert und kommentiert jeden seiner Gedanken, Aussagen, seine Befindlichkeiten - sogar seine Blähungen sind erwähnt ;-)


    Wagner und Cosima’s Geschichte ist die Geschichte einer großen, kompromisslosen Liebe, die nur ein Ziel hat: Wagner’s Werk für die Nachwelt zu erhalten und zu sichern. Mich fasziniert das Widersprüchliche ihrer Person: einerseits die große Liebende, andererseits tun sich da Abgründe auf, die man mit „über Leichen gehen“ bezeichnen könnte. Ihre Ergebenheit war grenzenlos.


    Austria


    PS: um beim Thema zu bleiben ;-) - sie haben anscheinend gemeinsam auch sexuell Erfüllung gefunden, es war also nicht nur eine rein geistige Liebe.

    Zitat

    Original von Der Unzeitgemäße
    8o
    Mit einer liebenden Ehefrau an seiner Seite wäre er sicher nicht bis zur glorreichen 9. Symphonie gelangt. :yes:


    Boah... das klingt provokant... die Zeit, die er in Kneipen verbracht hat, hätte er auch am heimischen Herd verbringen können ;-)


    Aber es bringt mich auch zu der Frage: komponieren Musiker aus dem persönlichen Glück heraus oder aus der Entsagung? oder sprudelt das einfach so, unabhängig von ihren persönlichen Umständen.


    Und wie war das mit Wagner und Cosima? immerhin hat er noch knapp vor Schluß einen Parsifal hingelegt ;-) - und auch immer wieder betont, ohne sie "wäre er nichts".


    LG
    Austria

    Zitat

    Original von Der Unzeitgemäße
    Austria:



    Bin jetzt ich gemeint oder Bruckner?


    Guten Morgen,


    ich meinte, daß Bruckner vielleicht solche Wünsche gehabt hat und wegen Nichterfüllung in seiner Musik sublimiert hat.


    LG
    Austria

    Servus Cosima


    eher offen demonstrierter Frauenhass (oder wahrscheinlich eher: kompensierte Angst vor Frauen).


    .... ach, man muss das einfach mal gelesen haben, ganz köstlich – zudem in einem herrlichen Schreibstil geschrieben. Ich habe beide Bände mit großem Entzücken gelesen; so einen ollen Misanthropen muss man einfach lieben.


    Ich denke, ich werde mir Schopenhauer nun doch auch zu Gemüte führen ;-) Ja, das ist ganz lustig solche Leute/Männer zu analysieren. Zufällig habe ich gerade beruflich mit so einem Typen (Auftraggeber) zu tun und muß mich, so gut ich kann, verbiegen, um ja nicht besserwisserisch dazustehen - obwohl ich es tatsächlich besser weiß :D


    Danke für den Lesetiip,
    Austria

    Holger


    der Thread behält die Übersichtlichkeit, wenn Du die Beiträge zu einem Posting zusammenfasst. großes Grinsen


    ähm.... sorry - ich wollte bloß höflich sein...


    ;-)
    Austria



    Beiträge wurden von der Moderation zusammengefügt.
    Maik, Moderator

    Servus Holger,


    zumindest hätte er wohl bewusst nichts erotisches komponieren können (es passt einfach nicht zu der Tatsache, daß Bruckner nachts immer eine Gummihose getragen hat.


    Ich muß gestehen, das wußte ich nicht. Kannst Du mir eine umfassende Bruckner Biographie empfehlen?


    LG
    Austria

    Servus SMOB,


    Zitat

    Schopenhauer war der Auffassung, dass der Mensch beim Genuß von Musik
    den Willen aufgeben könne, und damit jedes individuelle Interesse an seinem Gegenstand verloren hat; er empfindet ein "interesseloses Wohlgefallen" und befindet sich in "einem Zustand der reinen Anschauung".


    Das geht also mehr in den metaphysischen Bereich hinein, der rein musikwissenschaftlich natürlich Humbug ist.


    Bei den Endorphinen kann ich Dir grad noch folgen - aber bei Schopenhauer ist Ende. Hab nur ein bissl Nietzsche gelesen...


    Trotzdem - danke für Dein posting.



    Servus Florian,


    Zitat

    Hierzu fällt mir Schostakowitschs Oper "Lady Macbeth von Mzensk" ein, und zwar die 3. Szene des 1. Akts, die Szene des offen vollzogenen Ehebruchs, als Katerina und Sergei höchst stürmischen Sex miteinander haben. Ich kenne
    keine andere Musik, die dermaßen direkt und offen sexuelles Verlangen ausdrückt - vielleicht vom Schluß des 1. Walküre-Akts abgesehen.


    Vielen Dank für den Tip - wir haben zwar Symphonien 5 und 9 von Schostakowitsch, aber soviel ich weiß. keine Opern. Ich kümmere mich drum ;-)



    Rienzi


    "viagra vivace"


    *LOL* - danke für dieses Bonmot ;-)



    @Giselher


    Zitat

    "Vorspiel" zu Straussens "Rosenkavalier" ein, welches ja - bei geschlossenem Vorhang - eine kaum verhüllte musikalische Beschreibung des Aufhupferls im Boudoir der Marschallin darstellt - mit allen Bewegungen und Aufwallungen bis zum finalen, hornumtosten Höhepunkt und dem geigenumschmeichelten Abschlaffen der so glücklich Beteiligten.


    Ja, völlig richtig. Bei Strauss fragt man sich aber auch, woher seine flimmernde Erotik kommt - entweder wars Paulina (was man aus der Biographie heraus nicht so richtig glauben kann ) oder wars ein Defizit. Oder wars ganz was anderes? *grübel*



    klingsor


    Hindemith??? Britten???


    Na gut, das muß ich mir erst anhören ;-) Die passen nicht in mein Konzept - wie gesagt bei Schönberg hört sich bei mir alles auf ;-) Aber ich bin ja lernfähig. Danke für die Tips.



    Servus Unzeitgemäßer,


    Zitat

    Hm,... na ja, Bruckner hat ja selbst gesagt, er habe im Adagio der Achten "einem Mädel zu tief in die Augen geblickt", - das bestätige ich mal zähneknirschend.


    Na, jetzt knirsch nicht. Dieser Satz hat mich ja überhaupt erst auf die Idee gebracht, Bruckner's Symphonien auch mal unter einem anderen Aspekt als dem der Göttlichkeit zu sehen. Bis dahin hielt ich ihn ja für heilig und geschlechtslos.


    Zitat

    Ich hingegen höre in jenem Adagio ein wehmütiges Flehen, Bitten, Weinen, den Herbst des Lebens (Coda), ich spüre etwas Paradiesisches -ganz fern der Welt, den messingfarbenen Übergang vom Tag zur Nacht.


    Wohl die Angst vor dem Tod? die Angst, etwas versäumt zu haben? den vergeblichen Wunsch nach Frau, Kindern, Unsterbichkeit? Also die Sublimierung dieser Wünsche?


    LG
    Austria



    Die Einzelpostings wurden zu einem gemeinsamen zusammengefügt.
    Zitate wurde als solche sichtbar gemacht sowie die Adressaten.
    Gruß, Maik
    Moderator

    Servus Helmut,


    Um bei Bruckner konkret zu werden: 8. Sinfonie, Adagio, Feierlich langsam doch nicht schleppend


    Danke, daß Du mich rausreißt ;-) - ich hatte ja befürchtet, daß gerade bei ihm der Konnex zur Erotik auf völlige Verständnislosigkeit stoßen würde.


    LG
    Austria

    CD Neuerwerbung:
    Giuseppe Verdi
    Messa da Requiem
    Wiener Philharmoniker, Nikolaus Harnoncourt
    Arnold Schönberg Chor
    Eva Mei
    Bernarda Fink
    Michael Schade
    Ildebrando D'Arcangelo


    Wie alles mit Harnoncourt: perfekt ;-)


    Aus meinem "Archiv" ausgegraben eine Schallplatte (Live Mitschnitt 1987)
    Orchestra e Coro del Teatro alla Scala di Milano
    Riccardo Muti
    Cheryl Studer
    Dolora Zajic
    Luciano Pavarotti
    Samuel Ramey


    Die muss ich mir aber erst wieder anhören, hab sie all die Jahre aus den Ohren verloren - falls unser Plattenspieler noch funktioniert....


    Austria

    @Alfred


    "Reich mir die Hand mein Leben"
    wurde als "Inbegriff der Erotik" gepriesen.
    Ich empfinde das nicht so.
    Höfisch elegant, eloquent, formvollendet-
    aber zugleich glatt und berechnend


    Hm..., weiß nicht - ich glaube, in diesem Moment meint er auch, was er sagt/singt. Und Zerlina macht es ihm leicht, indem sie mehr hinsinkt als sie gezogen wird ;-) In diesem Augenblick sind sie ebenbürtig, einfach nur Mann und Frau.


    Erotik - oft fälschlicherweise mit Sex gleichgesetzt -
    bedarf der STILLE
    EIN einziges Wort kann sie zerstören,
    lediglich glühende Augen sind als Kommunikationsmittel zulässig.


    Das hast Du sehr schön gesagt. Aber Musik wäre da kein Störfaktor, oder? Für mich jedenfalls nicht - nur Klassik muß es sein ;-).


    Austria