Beiträge von Uranus

    Angesichts des Thread-Titels wird hier aber relativ wenig über englische Chöre gepostet, umso mehr dafür über Alternativen aus anderen Ländern...:/


    Ich bin kein Chormusik-Spezialist, aber mich würde schon interessieren, ob es eine übereinstimmende Meinung der "Fachleute" gibt, welches denn die besten (5?) englischen/britischen Chöre sind.

    Höre gerade die hier ja auch viel besprochene Böhm-Aufnahme mit den Wienern von 1972 und kann die positiven Beurteilungen gut nachvollziehen. Bisher war diese Sinfonie nicht so sehr meine und ich kann mich nicht erinnern, sie schonmal mit größerem Vergnügen gehört zu haben. Für mich die richtige Mischung aus Wucht, Feuer, Eleganz und Esprit - toll! Ab jetzt meine Lieblingsaufnahme, ich kenne allerdings nicht allzu viele.

    Mir ging es genauso wie Dir, Accuphan, ich wurde durch den - m.E. phantastischen - Film an die Musik erinnert. Allerdings hatte ich bereits alle CDs bis einschl. "Jazz" (zuvor natürlich als LPs) - was danach kam, war mir damals dann zu poppig. "Innuendo" und "Made in heaven" habe ich mir dann viel später zugelegt.


    Eine phantastische, unglaublich vielseitige Band, in der jedes Mitglied auch noch ein begnadeter Songwriter war (kurioserweise war das Songwriting ja ausschließlich Solo-Arbeit, Teamwork gab es da nicht) mit einem überragenden Frontmann, der zu Recht zur Legende wurde.

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen - meine Entscheidung wird fallen zwischen Solti und Böhm. Giulini und Bernstein/Wien scheinen mir nach den Beschreibungen in diesem Thread dann doch wiederum zu anders im Vergleich zu Szell zu sein.


    Bald hab' ich's...:/

    Ich traue mich kaum, es zu schreiben, aber ich habe mich immer noch nicht entscheiden können - ich weiß nicht, wie oft ich inzwischen diesen Thread komplett durchgeschaut habe und die Rezensionen bei Amazon DE und UK ebenfalls.

    Ich bin ja auf der Suche nach einer Alternative zu meiner Szell-GA. Die "Neue" sollte möglichst einen anderen interpretatorischen Ansatz haben - also weniger straff und "straight", vielleicht mehr "romatisierend" sein.

    Es gibt so viele Empfehlungen hier, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann:

    • Karajan DDD - s.o., aber eigentlich bin ich nicht so der HvK-Fan...
    • Böhm - scheint mir von der Beschreibung hier vielleicht der naheliegendste, wird hier aber relativ wenig empfohlen
    • v. Dohnanyi/Cleveland - hier stimmt bei mir fast alles (Sympathie, Klangqualität), aber er wird hier mehrfach als der Szell-GA relativ ähnlich beschrieben
    • Klemperer - geht bei mir eigentlich immer, aber vielleicht zu extrem anders?
    • Solti - ist vielleicht die goldene Mitte, aber verschieden genug zu Szell?
    • Wand/NDR live - klingt von der Beschreibung her sehr gut; seine Studio-GA von Anfang der 80er hatte ich aber mal und habe sie verkauft, weil ich keinen Zugang fand
    • Sanderling/Dresden - könnte von der Beschreibung her passen und ich habe bisher sehr wenig von Sanderling, aber: Klang? und: schwer/teuer zu bekommen

    Bliebe nur die Anschaffung mehrerer, aber das wollte ich eigentlich nicht, weil mein Regalplatz langsam eh knapp wird... hach!:rolleyes:

    Ich kann mich, was meine musik-theoretischen Kenntnisse allgemein und die des Klavierspiels im Besonderen angeht, nicht mal ansatzweise mit Cracks wie Willi oder Holger oder den anderen Sachkundigen hier messen. Darum beruhigt es mich, wenn Ihr mein "Gefühl", mit dem ich Musik meistens nur beurteilen kann, dann gelegentlich doch nachhaltig bestätigt...


    Ushida's (Fast-) GA der Schubert-Klavierwerke war glaube ich eine der ersten GA überhaupt, die ich mir gekauft habe. Und ihr Schubert-Spiel berührt mich - bei fast allen Werken dieses Komponisten - immer besonders, es ist einfach "schön" und richtig. Dank Euch kann ich dann theoretisch nachvollziehen, weshalb das so ist.:thumbup::)


    Vielen Dank für die Mühe, die Ihr Euch immer gebt - Laien wie ich profitieren sehr davon.

    8)Beyerdynamic DT880 und DT990

    Da bin ich nicht verwundert, dass der Beyerdynamic DT770 Pro Dir für Klassik besser gefällt, als der Sennheiser Momentum OnEar ! Denn den DT 770 sehe ich in der Grössenklasse für zu Hause an der heimischen Anlage --- so einen "geschlossenen Prügel"^^ würde ich nicht mit nach draussen nehmen.

    Du kennst meinen "Charakterkopf" nicht, sonst wüsstest Du, dass das zumindest optisch kaum einen Unterschied macht...;)


    Wir haben ja schon öfter erstaunliche Parallelen in unserem Geschmack festgestellt - hier eine weitere: Mein erster "richtig guter" KH war ebenfalls ein DT 880, gekauft ungefähr 1987 bei SCHAULANDT in Düsseldorf (gibt es auch längst nicht mehr, aber die älteren Ortskundigen werden sich erinnern. Da habe ich ca. 1985 auch meinen ersten CD-Player gekauft - einen Senkrecht-Player von Rotel... :))


    Meinen alten DT 880 gibt es auch immer noch - er ziert aber nur noch einen Stofftier-Elchkopf in der Studentenbude meiner Tochter - findet sie cool...8)

    Hundert analoge Stereoeinspielungen mit Ewigkeitswert - ich verstehe den Thread-Titel so, dass es nicht um meinen persönlichen Geschmack allein gehen soll, sondern auch um eine gewisse "objektive" (ich weiß - problematisch) Referenz-Qualität.


    Dann kann ich diese schonmal nicht nennen, weil ihr der Referenz-Charakter meines Wissens noch nie zugesprochen wurde:

    Gleichwohl ist es die erste Aufnahme, die mir Brahms' Klaviermusik nahegebracht hat.


    Ich nominiere dann mal:


    - obwohl mir die 81er Aufnahme persönlich viel besser gefällt, aber die ist ja schon digital. Trotzdem ist die 55er m.E. eine Ikone und daher hier zu nennen.


    - hier bin ich mit meiner Meinung, dass das großartige und herausragende Aufnahmen der beiden Sonaten, insbesondere der 960, sind, sicher nicht allein. Wie auch sicher ist, dass sie nicht allen gefallen.

    … ich hätte noch eine Frage an teleton:


    Du besitzt ja sowohl den Beyerdynamics DT 880 als auch den DT 990. Ich weiß, der eine ist "halboffen" und der andere "offen", aber wie wirkt sich das aus. Ist einer besser für Klassik und der andere der bessere Allrounder? Kannst Du kurz die Unterschiede beschreiben?

    Hallo allerseits,

    früher in diesem thread haben wir uns auch über Klassik-Kopfhörer "für unterwegs", also geschlossene Kopfhörer ausgetauscht.


    Ich hatte damals eine Empfehlung für den Sennheiser Momentum On Ear gegeben, den ich seinerzeit nach ausführlichem Vergleichshören anderer KH gekauft hatte.


    Ich habe mich jetzt wieder mit dem Thema befasst, weil der Momentum meinen Ansprüchen insbes. bei klassischer Musik doch nicht 100%ig entsprach, weil er hier wenig räumlich und irgendwie "komprimiert" klingt.

    Nachdem ich den Audio-Technica MSR7 ausprobiert, aber als keinen wesentlichen Fortschritt empfunden hatte, bin ich beim Beyerdynamics DT770 PRO gelandet. Wie bei jedem KH habe ich auch diesen zunächst einige Tage eingespielt. Und der DT 770 ist tatsächlich eine aus meiner Sicht deutliche Verbesserung gegenüber dem Momentum, und das nicht nur, aber insbes. auch bei klassischer Musik. Der DT 770 öffnet einen viel größeren akustischen Raum, klingt luftiger und ist in allen Frequenzbereichen sehr ausgewogen - bei mancher Musik kam er tatsächlich erstaunlich nahe an meinen "stationären" KH, Sennheiser HD 600, heran.


    Kann ich wirklich sehr empfehlen, zumal er mit ca. 115.- EUR sogar günstiger als der Momentum ist.


    Erwähnenswert sind allerdings noch zwei Dinge:

    1. Der KH ist nicht zusammenklappbar, insofern also weniger "reisetauglich" als der Momentum. Auch wird nur ein einfacher Beutel mitgeliefert, kein richtiges Case (gibt es aber als Zubehör von anderen Herstellern, die sind allerdings zwangsläufig relativ groß). Seine akustischen Qualitäten lassen mich das aber locker in Kauf nehmen.
    2. Ich hatte zunächst die 80-Ohm-Variante ausprobiert. Sie war mir aber bei klassischer Musik am Smartphone und am tragbaren CD-Player deutlich zu leise. Daraufhin habe ich letztlich die 32-Ohm-Variante gekauft, die deutlich lauter spielt und mir soeben reicht (bei anderer Musik reicht sie natürlich dicke!). Es gab wohl auch mal eine 16-Ohm-Variante - die habe ich aber nicht mehr gefunden.

    Vielen Dank für Deine schnelle Reaktion.


    Jetzt habe ich noch eine weitere Frage:


    Von Dohnanyi hat den Zyklus ja zweimal aufgenommen. Hier abgebildet ist immer die Aufnahme mit "seinem" Cleveland-Orchestra. Kennt jemand die spätere Aufnahme mit dem Philharmonia und kann die beiden GA vergleichen?


    Ich weiß - Fragen über Fragen...

    Vielen Dank für Eure Antworten. Da es mir wirklich um eine GA geht und nicht um die Zusammenstellung unterschiedlicher Aufnahmen einzelner Sinfonien, läuft es für mich auf die Digital-Aufnahme hinaus.


    Lieber Norbert,


    hiermit


    Unter den vier genannten Alternativen wäre Karajan nicht meine erste Wahl, aber in den 80ern klingt vieles bei ihm nicht mehr so "gleißend" wie stellenweise in den beiden Jahrzehnten zuvor.


    hast Du mich jetzt aber natürlich neugierig gemacht - welche der 4 wäre Dein Favorit?

    Tatsächlich ist seit meinem Posting vom Januar 2017 noch nichts passiert, d.h. ich habe noch keine neue GA erstanden. Der Grund dafür ist in erster Linie, dass ich in letzter Zeit leider weit weniger Zeit zum Musik hören habe als ich gerne hätte und noch ein dicker Stapel ungehörter CDs auf mich wartet.
    Trotzdem ist mir jetzt nach Brahms und ich habe den kompletten Thread zum wiederholten Mal durchgelesen. Dabei kommt einem der Eindruck, dass es gerade von Brahms besonders viele empfehlenswerte GA gibt - ich schwanke jetzt zwischen Karajan, Dohnanyi, Mackerras und Klemperer. Wahrscheinlich werden es später mal alle 4 sein, weil es ja durchaus sehr unterschiedliche Lesarten zu geben scheint, die mich aber alle interessieren könnten.


    Ich denke, meine erste Neuanschaffung wird HvK werden. In den Postings werden recht unterschiedliche Beurteilungen darüber geäußert, ob denn nun der 70er besser ist oder der 80er oder beide gleich sind oder beide gleich gut, aber doch unterschiedlich.


    Das letzte Posting von Teleton hierzu verstehe ich so, dass er den 80er nach anfänglicher Skepsis sogar leicht besser beurteilt als den 70er. Ist das so? Und wie sehen das die anderen, die beide GA kennen und beurteilen können?

    Die CD ist noch lange nicht tot ... lassen wir uns in 30Jahren noch einmal darüber unterhalten, wenn ich dann genüsslich eine meiner "Hammer-CD´s " auflege !!!


    Ich bin jetzt 54 - 30 Jahre könnte knapp werden, aber ich sage mal: Reicht! :jubel:

    Lieber Joseph II.,


    das klingt vielversprechend. Da ich schon lange keine Mahler 2 mehr erworben habe (die letzte war, glaube ich, Tennstedt), habe ich Levine mal auf meine to-do-Liste gesetzt. Bin eh noch auf der Suche nach der must-have-Aufnahme dieses Dirigenten.

    Ich denke, dass der Anteil der CD am Gesamtumsatz noch auf sehr lange Zeit weitaus höher bleiben wird als es der von Vinyl jemals wieder werden wird.
    Und ich werde zu beidem weiterhin kräftig beitragen, indem ich CDs weiter sammle und mich dem Vinyl-Hype weiterhin entziehe. Dem Streaming und Download übrigens ebenfalls - nicht, weil ich so sehr konservativ und Fortschritt-feindlich bin, sondern weil mich diese Form des Musik-Konsums einfach überhaupt nicht interessiert und reizt.

    Lieber Willi,
    wie immer verfolge Deine Rezensionen mit Spannung und bin begeistert von Deiner Akribie. Dank Deiner Empfehlung ist die Berman-Einspielung umgehend auf meine To-do-Liste gewandert - die D960 ist eine meiner Lieblings-Sonaten.
    Erstaunt bin ich aber - da ich ja weiß, dass Du den Interpreten sehr schätzt - dass Du Dir die Sokolov-Aufnahme noch nicht vorgenommen hast. Aber ich bin sicher, die kommt noch, oder?

    Lieber Willi,
    Du widmest Dich mit großer Akribie und Begeisterung ja auch dieser von mir hoch geschätzten Sonate - einem meiner Lieblings-Klavierwerke. Bei Deinen Rezensionen kommen viele der gehörten Aufnahmen sehr gut weg - sicher zu Recht.


    Was mich interessieren würde: Wenn Du auf die vielzitierte einsame Insel nur eine einzige Aufnahme mitnehmen dürftest - welche wäre das? Begründung brauche ich keine - die kann ich ja in Deiner Rezension nachlesen.

    Gibt es eigentlich einen Thread, in dem klanglich herausragende Mono-Aufnahmen vorgestellt werden - nach den Beiträgen hier soll es solche ja durchaus geben? Wenn ich mit dem Stichwort "Mono" suche, habe ich zwar zahlreiche Treffer, einen solchen Thread finde ich aber nicht. Ggf. würde ich sonst gerne einen solchen eröffnen.

    So wie ja z.B. auch Teleton bin ich ein strikter Stereo-Verfechter - nicht aus dogmatischen Gründen, sondern weil es mir einfach viel mehr Vergnügen bereitet, Stereo-Aufnahmen zu hören.


    Beim Reinhören in verschiedene Aufnahmen z.B. von Furtwängler habe ich eigentlich immer gedacht:
    1. Ist das gut!
    2. Wenn das in Stereo wäre...!


    Ich glaube, dass ich das "Thema Klassische Musik" - mangels musikalischer Bildung - stärker als andere hier vom akustischen (Klang-) Erlebnis angehe, und da wird Stereo dann eben wichtiger als bei anderen, die sich vom rein künstlerischen, musikalischen Reiz leiten lassen.