Beiträge von Uranus

    Hallo Wolfgang,

    wenn ich Deine Beschreibungen richtig verstehe, würdest Du, der Du sämtliche hier besprochenen AKG- und Beyer-Hörer kennengelernt hast, jemandem wie mir, der neben Klassik auch Rock, Jazz und Blues hört, dann wohl den DT 990 empfehlen, oder?

    Hörst Du´s nicht?

    Diese Musik, der eine über den reinen Unterhaltungseffekt hinausgehende, auf eine Aussage hin ausgerichtete kompositorische Intention zugrunde liegt?

    Insofern ist das "E-Musik", "klassische Musik" in dem kategorial weiter gefassten Begriff, wie ein modernes Musik-Forum wie "Tamino" ihn sich zur Grundlage nehmen muss.

    Das ist "klassischer Jazz", den Keith Jarrett hier vorlegt. Und dass er tatsächlich, was die kategoriale Einordnung von Musik anbelangt, nicht antiquiert engstirnig denkt, hat er damit gezeigt, dass er u.a. auch "klassische Musik" im herkömmlichen Sinn eingespielt hat: Das "Wohltemperierte Klavier" und die "Goldberg-Variationen" zum Beispiel.

    Ich sach' ma' so: Klassik ist für mich nicht das Gegenteil von Unterhaltung, aber Klassik ist ein anderes Musik-Genre als Jazz. Darüber, dass Jarrett ein überragender Jazz-Pianist (und wohl auch ein brauchbarer Klassik-Interpret, ich kenne seine Einspielungen nicht) ist, brauchen wir nicht zu streiten, da sind wir uns einig. Dass er Werke aus beiden Genres gespielt hat, sagt ja aber noch nicht, wie er sie zu-/einordnet, sondern nur, dass er klassische Musik auch schätzt.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich mir tatsächlich eine neue Anlage geleistet.


    Nach dem Motto "weniger ist mehr" besteht sie, abgesehen von den vorhandenen Kopfhörern und deren Verstärker, nur noch aus zwei Geräten:

    • CD-Player - Tuner - Kombi TEAC PD-301 DAB
    • Aktiv-Lautsprecher Nubert nuPro X4000

    Der TEAC ist in der Kombination der beiden Komponenten ohne Verstärkerteil ziemlich einsam auf dem Markt, aber genau das, was ich suchte. Die Nuberts sind Kompaktboxen, klingen aber unglaublich "groß". Ich bin noch in der Entdeckungsphase, aber bisher schon sehr zufrieden. :hail:

    ... und nehme den "Vorwurf" gleich wieder zurück, weil ich festgestellt habe, dass ich eine Aufnahme des Werkes besitze!!! Ist eine "Dreingabe" auf der Khatchaturian-CD, die ich zum Geburtstag bekommen habe - Ansermet mit dem Orchestre de la Suisse Romande, wahrscheinlich keine ganz schlechte Aufnahme... :)

    Ich fand die Threads zu den einzelnen Sinfonien auch ausgesprochen Anregend und habe den Sinfoniker Glasunov jetzt auf dem Schirm - vielen Dank dafür! Ich denke, ich werde mir auch die Fedosseyev-GA zulegen und dann genüsslich Thread für Thread beim Hören nachvollziehen.:)

    Vielen Dank an Alfred und Josef II. für die Mühe, die Ihr Euch mit der Vorstellung der Glasunov-Symphonien gemacht habt. Euren Beschreibungen nach müsste das musikalisch "meine Kragenweite" sein - unverständlich, dass hier ein weißer Fleck meiner Sammlung zu finden ist.

    Da mir Eure Beschreibungen "Appetit" gemacht haben, habe ich die Aufnahmen von Fedossejev und Anissimov flugs mal auf meine to-do-Liste gesetzt.

    Es gibt noch eine weitere GA auf BRILLIANT mit Valery Poliansky und dem "Russian State Symphony Orchestra", die in den wenigen Rezensionen bei Amazon gut wegkommt und den Reiz hat, neben den 8 Symphonien noch diverse weitere Werke, darunter das Violinkonzert, zu beinhalten. Mal sehen...

    Genau, ich hatte auch versucht, das Bild einzufügen, es ist auch da - nur leider winzig und kaum zu sehen. keine Ahnung, woran das liegt.

    Mein erstes bewusstes "Dirigenten-Erlebnis" fand im Fernsehen statt. Ich bin Baujahr 1964 - da ist es ja im Zusammenhang mit TV fast klar, dass es nur HvK gewesen sein kann, klischeehafter Weise auch noch mit Beethoven 5. Muss etwa Mitte der 70er gewesen sein.


    Mein erstes Live-Erlebnis im Konzert dürfte John Fiore mit den Düsseldorfer Symphonikern gewesen sein, Anfang der 2000er Jahre mit einer Oper - ich glaube, es war La Boheme.

    So sind die Geschmäcker verschieden - ich hatte den mit meiner Tochter auch erwartungsvoll eingeschaltet, weil das - ja wahre - Thema so faszinierend ist. Der Film war es leider nicht, fanden wir beide...

    Ich lese gerade das "Nürnberger Tagebuch" von Gustave M. Gilbert.


    1947 und somit zeitlich sehr nahe zum ersten Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess entstanden, bietet das Buch des als Gerichts-Psychologe während des Prozesses eingesetzten Autors bemerkenswerte Einsichten in die geistigen und charakterlichen Abgründe der Angeklagten.


    Seit 40 Jahren versuche ich nun, das Phänomen des National-Sozialismus, des zweiten Weltkriegs und der Konzentrations- und Vernichtungslager zu verstehen - ich glaube, es bleibt eine Lebensaufgabe.

    Lieber Uranus,


    CDs reinigt man nicht, man repariert sie: https://totaldiscrepair.com/machines/?lang=de !


    mfg Barere

    Lieber Barere,


    danke - das weiß ich doch! Meine Frage war mehr eine polemische im Sinne von: Wer konsequent auf CDs umgestellt hat, muss sich um exotische Gerätschaften wie Platten-Waschmaschinen keinen Kopf machen...


    Ich bin halt kein Vinyl-Fan und stehe dem derzeitigen Hype einigermaßen verständnislos gegenüber... ;) Dass jemand mit einer großen alten Sammlung von Vinyl-Scheiben diese weiter hören will, verstehe ich aber natürlich.

    Derzeit noch im Krankenstand höre ich heute:

    • Mussorgsky - Bilder... sowie Stravinsky - Le sacre… mit Levine und dem MET-Orchestra (habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass die seit viereinhalb Jahren in meiner Reihe der noch ungehörten steht...!)
    • Vivaldi - 4 Jahreszeiten mit I musici (ach schon seit über zwei Jahren...

    … reinster Mainstream also heute, nachdem ich gestern das Lauschen der Beethoven-GA von Bernstein mit den Wienern beendet habe.

    Bzgl. Garben / ABM sehe ich es aber wie Du: Wahrscheinlich musste Garben von der "Künstler-Persönlichkeit" ABM im Laufe der 17 Jahre einfach zuviel "politisch" schlucken, wie Holger es ausgedrückt hat. Und dieses eine Mal war nun das eine Mal zuviel, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat...

    Ich , lieber Christian, ich habe tatsächlich noch einen Festplatten-Recorder, den ich programmiere, wenn ich dran denke. Damit bin ich dann nicht davon abhängig, wie lange eine verpasste Sendung in der Mediathek vorgehalten wird. Außerdem kann ich damit Sendungen, die ich behalten will, gleich auf DVD oder Blueray brennen.


    Die Mediatheken nutze ich aber auch...

    Unter meinen viel zu vielen ungehörten CDs befinden sich zwei Gesamteinspielungen der Beethoven-Sinfonien - die von Bernstein mit den Wienern und die von Hogwood.

    Im Beethoven-Jahr 2020 habe ich mir vorgenommen, diese auf jeden Fall komplett zu hören.

    Vielen Dank für Eure schnellen Reaktionen!

    Zwei Empfehlungen fand ich dann auch noch in der gestrigen Rheinischen Post von Wolfram Goertz:

    • die 7. Schostakovitsch von 1988 mit dem Leningrad PO
    • die Bilder... von Mussorgsky von 2008 mit dem Concertgebouw

    Erstere ist schon bestellt... :)

    Der vielleicht symphatischste der "großen Alten" ist abgetreten - sehr schade. Ich habe zu wenig Aufnahmen von ihm in meiner Sammlung - das werde ich in Memoriam ändern.

    ...allein - ich find' nix! Soll heißen: Hier im Forum und auch sonst gibt es tatsächlich erstaunlich wenige eindeutige Empfehlungen.