Beiträge von Uranus

    Ich halte es wie Fiesco in Beitrag Nr.2: Solange es CDs in ausreichender Auswahl und zu halbwegs annehmbaren Preisen gibt, werde ich ganz sicher kein Streaming-Kunde, weil mich diese Art von schnellem Musik-Konsum einfach nicht reizt. Ich brauche beim Musikhören auch das haptische Erlebnis.

    Ich bilde mir allerdings nicht ein, mit meinem Kaufverhalten den Lauf der Dinge (mit) aufzuhalten. Der schnelle Zugriff auf alles immer überall ist in unserer heutigen Welt so wichtig, dass die Entwicklung auch bei der Musik weitergehen und die CD weiter zurückdrängen wird. Sei's drum - man braucht ja nicht alles mitzumachen.

    Und wenn neue CDs irgendwann einmal für mich unerschwinglich werden sollten, gibt es ja noch den Second-hand-Markt, auf dem dann all die wunderbaren CDs derer landen, die Ihre Sammlung endgültig komplett auf's andere Format umgestellt haben - mir soll's recht sein!;)


    P.S.: In meinem zuletzt gekauften Skoda war ein CD-Fach nichtmal als Sonderwunsch zu haben - wäre fast ein Grund gewesen, ihn nicht zu kaufen...:)

    Ich höre diese 3. Gerade zum ersten Mal (Berglund, Bournemouth) und bin sehr angetan.Wie Joseph II. oben schon geschrieben hat, empfinde ich sie als sehr gut zugänglich und "einsteigerfreundlich". Die o.g. Aufnahme ist, wie alles, was ich bisher aus dieser GAgehört habe, mehr als gelungen. Eine echte Entdeckung.

    Das scheint mir eine typisch deutsche Diskussion zu sein, was die Eignung Rattles zum dt. Staatsbürger betrifft. Mir reicht sein Deutsch und seine vielen anderen guten Eigenschaften völlig aus, um ihn gerne als künftigen Landsmann zu begrüßen.

    (Bei Sängern,insbesondere bei Lied-Sängern, bin ich da auch ein bisschen kleinlicher...)

    Erstaunlicherweise decken sich meine TOP 4 nahezu mit Alfreds. Concerto Köln höre ich gerade - überwältigend die Spielfreude des Ensembles und des Solisten. Dazu kommt eine Klangqualität, die kaum zu übertreffen ist - sicher einer meiner best-klingenden Aufnahmen überhaupt.

    Lediglich Il giardino armonico würde ich ersetzen durch Viktoria Mullova, Abbado und das COE.

    Puh, bei einigen sitzt der fanatische Karajan-Hass aber wirklich tief...


    Ich finde, Alfred beschreibt das allgemeine Karajan-Bild eher nüchtern und sachlich - und zutreffend. Eine blinde "Gefolgschaft", die den Vorwurf der Reinwaschung rechtfertigen könnte, kann ich nicht erkennen und sie folglich auch nicht unterstellen.


    Bei mir ist es ähnlich - ich bin kein Fan, kann aber anerkennen, dass er ein essentiell wichtiger Dirigent für die Berliner Philharmoniker war und auch eine Reihe wirklich guter Aufnahmen mit ihnen hinterlassen hat. Und seine Haltung in der NS-Zeit kann mir auch unsympathisch sein, ohne dass ich ihn und alles, was er hinterlassen hat, gleich verachte und nieder mache.

    Ich würde die Kombination Petrenko / BPO auch endlich gerne kennenlernen, aber: Konzertbesuch geht von Mönchengladbach aus relativ schlecht, und ansonsten verhindert die bereits von anderen beschriebene Veröffentlichungs- und Verkaufs-Strategie des "Unternehmens BPO" das Kennenlernen, weil es eben kaum interessante Einzel-CDs zu attraktiven Preisen gibt.


    Dann eben nicht.

    Hallo Wolfgang,

    wenn ich Deine Beschreibungen richtig verstehe, würdest Du, der Du sämtliche hier besprochenen AKG- und Beyer-Hörer kennengelernt hast, jemandem wie mir, der neben Klassik auch Rock, Jazz und Blues hört, dann wohl den DT 990 empfehlen, oder?

    Hörst Du´s nicht?

    Diese Musik, der eine über den reinen Unterhaltungseffekt hinausgehende, auf eine Aussage hin ausgerichtete kompositorische Intention zugrunde liegt?

    Insofern ist das "E-Musik", "klassische Musik" in dem kategorial weiter gefassten Begriff, wie ein modernes Musik-Forum wie "Tamino" ihn sich zur Grundlage nehmen muss.

    Das ist "klassischer Jazz", den Keith Jarrett hier vorlegt. Und dass er tatsächlich, was die kategoriale Einordnung von Musik anbelangt, nicht antiquiert engstirnig denkt, hat er damit gezeigt, dass er u.a. auch "klassische Musik" im herkömmlichen Sinn eingespielt hat: Das "Wohltemperierte Klavier" und die "Goldberg-Variationen" zum Beispiel.

    Ich sach' ma' so: Klassik ist für mich nicht das Gegenteil von Unterhaltung, aber Klassik ist ein anderes Musik-Genre als Jazz. Darüber, dass Jarrett ein überragender Jazz-Pianist (und wohl auch ein brauchbarer Klassik-Interpret, ich kenne seine Einspielungen nicht) ist, brauchen wir nicht zu streiten, da sind wir uns einig. Dass er Werke aus beiden Genres gespielt hat, sagt ja aber noch nicht, wie er sie zu-/einordnet, sondern nur, dass er klassische Musik auch schätzt.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich mir tatsächlich eine neue Anlage geleistet.


    Nach dem Motto "weniger ist mehr" besteht sie, abgesehen von den vorhandenen Kopfhörern und deren Verstärker, nur noch aus zwei Geräten:

    • CD-Player - Tuner - Kombi TEAC PD-301 DAB
    • Aktiv-Lautsprecher Nubert nuPro X4000

    Der TEAC ist in der Kombination der beiden Komponenten ohne Verstärkerteil ziemlich einsam auf dem Markt, aber genau das, was ich suchte. Die Nuberts sind Kompaktboxen, klingen aber unglaublich "groß". Ich bin noch in der Entdeckungsphase, aber bisher schon sehr zufrieden. :hail:

    ... und nehme den "Vorwurf" gleich wieder zurück, weil ich festgestellt habe, dass ich eine Aufnahme des Werkes besitze!!! Ist eine "Dreingabe" auf der Khatchaturian-CD, die ich zum Geburtstag bekommen habe - Ansermet mit dem Orchestre de la Suisse Romande, wahrscheinlich keine ganz schlechte Aufnahme... :)

    Ich fand die Threads zu den einzelnen Sinfonien auch ausgesprochen Anregend und habe den Sinfoniker Glasunov jetzt auf dem Schirm - vielen Dank dafür! Ich denke, ich werde mir auch die Fedosseyev-GA zulegen und dann genüsslich Thread für Thread beim Hören nachvollziehen.:)

    Vielen Dank an Alfred und Josef II. für die Mühe, die Ihr Euch mit der Vorstellung der Glasunov-Symphonien gemacht habt. Euren Beschreibungen nach müsste das musikalisch "meine Kragenweite" sein - unverständlich, dass hier ein weißer Fleck meiner Sammlung zu finden ist.

    Da mir Eure Beschreibungen "Appetit" gemacht haben, habe ich die Aufnahmen von Fedossejev und Anissimov flugs mal auf meine to-do-Liste gesetzt.

    Es gibt noch eine weitere GA auf BRILLIANT mit Valery Poliansky und dem "Russian State Symphony Orchestra", die in den wenigen Rezensionen bei Amazon gut wegkommt und den Reiz hat, neben den 8 Symphonien noch diverse weitere Werke, darunter das Violinkonzert, zu beinhalten. Mal sehen...

    Genau, ich hatte auch versucht, das Bild einzufügen, es ist auch da - nur leider winzig und kaum zu sehen. keine Ahnung, woran das liegt.

    Mein erstes bewusstes "Dirigenten-Erlebnis" fand im Fernsehen statt. Ich bin Baujahr 1964 - da ist es ja im Zusammenhang mit TV fast klar, dass es nur HvK gewesen sein kann, klischeehafter Weise auch noch mit Beethoven 5. Muss etwa Mitte der 70er gewesen sein.


    Mein erstes Live-Erlebnis im Konzert dürfte John Fiore mit den Düsseldorfer Symphonikern gewesen sein, Anfang der 2000er Jahre mit einer Oper - ich glaube, es war La Boheme.

    So sind die Geschmäcker verschieden - ich hatte den mit meiner Tochter auch erwartungsvoll eingeschaltet, weil das - ja wahre - Thema so faszinierend ist. Der Film war es leider nicht, fanden wir beide...