Beiträge von Siegfried

    Vielen Dank, lieber Alfred, für diese köstliche Empfehlung!

    Trotz meiner derzeit karg bemessenen Freizeit habe ich die zweieinviertel Stunden in mir aufgesogen und war hell begeistert.

    Eine äußerst sehenswerte Aufführung der Warschauer Kammeroper mit unverbrauchten Stimmen und einer tollen Musikalität aller Beteiligten.

    In den 50er Jahren fanden in der Stuttgarter Liederhalle alljährlich die Beethoven-Tage statt. Dabei prägte sich bei mir der Name des Dirigenten Willem van Hoogstraten ein. Er war der Ehemann von Elly Ney, der begnadeten Pianistin.

    Ihnen habe ich mehrere musikalische Sternstunden zu verdanken. Und meine Liebe zu Beethovens unsterblicher Musik.

    Was ich bemerkenswert finde: Im Adventskonzert aus Dresden fand ich Bernheim eigentlich enttäuschend. Die Stimme klang dünn. Das kann verschiedene Ursachen haben: Die Platzierung der Mikrofone, Tagesverfassung, eventuell auch ein Fremdeln mit dem gesungenen Programm ...

    Mir erging es genauso. Vielleicht lag es daran, dass die Sopranistin Elsa Dreisig in der Frauenkirche einen dominanten Auftritt hatte.

    Im Herbst 2014 konnte ich beim Künstlertreffen der Gottlob Frick-Gesellschaft dem Göttervater höchstpersönlich erzählen, dass ich einen Mitschnitt des Chéreau-Rings als ständigen Begleiter bei meinen zahlrechen Auslandsreisen mit mir führte. Bei unserem kurzen Gespräch habe ich ihn als einen sehr angenehmen Menschen kennenlernen dürfen.

    Ruhe in Frieden, Sir !

    Freitag Abend übertrug das ZDF Ausschnitte aus den diesjährigen Neuschwanstein-Konzerten.

    Klaus Florian Vogt sang Taminos Bildnisarie und die Arie des Max aus Webers Freischütz.

    Was mich erschreckte, war die extreme Kurzatmigkeit des Sängers, was bei Mozart besonders störend auffiel. Die Stimme war hell und intakt wie üblich, doch das unangebracht häufige Luft holen gibt Anlass zur Sorge.

    Ich habe den Film auf SWR3 auch gesehen und er stimmte mich nachdenklich und auch etwas traurig. Einige Entscheidungsträger "da oben" müssen ihm ja sehr übel mitgespielt haben - von mangelnder bis nicht vorhandener Wertschätzung des Sängerberufs war die Rede - dass dieser Wunsch in ihm reifte, den geliebten Traumberuf an den Nagel zu hängen. Eine sehr bedauerliche Entwicklung!

    Zu Francesca Pia Vitale # 2471 # 2474

    Die junge Künstlerin hat auch einen Instagram-Account mit derzeit 537 Beiträgen.

    Beim Betrachten und Zuhören wird man nochmal jung...

    Ich freue mich auf den Parsifal in Ulm.

    In einer Stunde geht es los.

    Lieber Hans,


    das wäre auch für mich ein interessanter Anlass gewesen, nach Ulm zu pilgern, doch persönliche Umstände ließen das derzeit nicht zu.

    Musikalisch wurde die Produktion sehr gelobt.

    Eine Bekannte von mir sang dort im Extra-Chor mit.

    Dürften wir etwas über deine Eindrücke erfahren?

    Gerd Feldhoff, langjähriger Hausbariton der Deutschen Oper Berlin, ist gestorben. Ich kenne ihn vor allem aus der großartigen Tiefland-Verfilmung mit Rudolf Schock aus den frühen 60ern.

    Schöne Grüße

    wega

    Auf gerade diese Rolle als Tiefland-Bösewicht hatte ich Gerd Feldhoff mal anlässlich des Künstlertreffens der Gottlob-Frick-Gesellschaft vor einigen Jahren angesprochen. Er wusste von der Verfilmung noch einige interessante Details zu berichten. Besonders hob er die sehr gute Zusammenarbeit mit Rudolf Schock hervor.

    Möge er in Frieden ruhen!

    Sein Roméo in der Oper Zürich mit Julie Fuchs vergangenes Jahr war eine Offenbarung! Wenn beide Protagonisten Muttersprachler sind, bedeutet das für die Aufführung einen enormen Gewinn. Und stimmlich wie szenisch haben die beiden so hervorragend harmoniert, dass ich immer noch davon schwärme. Das war Gesangskunst in Vollendung!

    Wie die Stimme im riesigen MET- Raum zur Wirkung kommt, bleibt abzuwarten.

    Eine schöne kleine Szene findet sich in der Mitte dieser Oper: J. Massenet - Manon, 3. Akt, "Je marche sur tous les chemin"

    Szene begreife ich hier mal wieder eher als Sinneinheit, in der sich verschiedene Formen verbinden. Zunächst natürlich Manons gleichnamige Arie, in der sie glänzen kann. Und zwar glänzt hier vor allem die Person (die jeweilige Sängerin natürlich auch): Schön und von allen bewundert, selbstbewusst und auf der Höhe ihrer Jugend. Die Arie geht fließend in eine Gavotte über, in der sie gemeinsam mit dem Chor ihrer Bewunderer einen Lobegesang auf die Liebe und die Jugend anstimmt. Ein szenischer und musikalischer Höhepunkt dieser schönen Oper.


    Diese Produktion der MET sah ich vor 10 Jahren mit Anna Netrebko und Piotr Beczala in den Hauptrollen besetzt. Es war ein in jeder Hinsicht bereichernder Opernabend.

    Dieser Leserbrief aus heimatlichen Gefilden freut mich außerordentlich. Auch wenn ich aus familiären Gründen mehr und mehr vom schreibenden zum lesenden Tamino geworden bin, so ist es doch die große Vielfalt der Themen, die mich während meiner nahezu 20-jährigen Teilnahme immer wieder fasziniert hat.

    Es ist eben ein großer Unterschied, ob irgendwo seitenlang nur Geburts- und Todestage aufgelistet werden oder ob die Musik, ihre Schöpfer und ihre Verbreiter das Zentrum der Beiträge beinhaltet.

    Wie recht du hast! 👍

    Sie sang 2020 in Salzburg die Fiordiligi. Man kann die ganze Aufführung hier sehen:



    In diesem Herbst singt sie an der Berliner Staatsoper.

    Lieber Hans,

    danke für die Einstellung der Salzburger Così. Bei dieser Fernsehübertragung fiel mir die Ausnahmekünstlerin Elsa Dreisig erstmals auf. Ihre glockenreine Sopranstimme und ihr anmutiges Agieren auf der Bühne faszinierte mich auf Anhieb. Erfreulicherweise ist sie in den sozialen Medien auch sehr präsent und so hat sich ein schöner Austausch auf Instagram mit ihr ergeben. Lob und Kritik nimmt sie gleichermaßen gerne an und das zeichnet sie als eine Künstlerpersönlichkeit aus, der neben der Gegenwart auch die Zukunft gehört. Ihre Manon in Zürich war sehr überzeugend. Auf ihre Genfer Tudor-Rollen bin ich schon heute gespannt. Eine echte Bereicherung der Opernszene. Akustisch und optisch...

    Liebe Tamino-Opernfreunde,

    wenn ich in meinen Besetzungsplänen der Staatsoper Stuttgart nachschaue, finde ich Peter Meven als Fürst Gremin, Sarastro, Gurnemanz und König Marke. Er war stets ein zuverlässiger Sängerdarsteller und seine Gastauftritte waren gerne und gut besucht.