Beiträge von Siegfried

    Mein Eindruck ist, dass Behle es immer ein wenig anders machen möchte. Er versieht zum Beispiel die Mozart-Arien, die ich zuletzt hörte, mit Zutaten, die da nicht hingehören.

    Diesen Eindruck gewann ich auch und es wirkt immer verstörend auf mich, wenn jemand Mozarts geniale Musik durch Hinzufügen von eigenem Firlefanz noch toppen will.

    Ich mag das nicht!

    Vielleicht wird die CD deshalb gerade bei jpc für 6,99 verramscht.

    Bezüglich Mirella Freni gebe ich Chrissi völlig recht, bei ihr kämpfe ich regelmäßig mit den Tränen, wenn ich sie singen höre. Sie geht in jeder ihrer Rollen total auf und wird eins mit ihnen.
    Das Playback der vorigen Aufnahme ist schlecht synchronisiert, besonders bei Bonisolli ist das zu hören. Ihn höre ich nicht gerne, er ist mir zu sehr ein Rauhbein. Seine Cabaletta ist außerdem gekürzt worden. Doch das ist meine persönliche Ansicht und gute bis hervorragende Alfredos gibt es zum Glück einige. :hello:

    Unter der Überschrift „Die Eiszeit fällt in den Sommer“ wird in der gestrigen Stuttgarter Zeitung eine „zeitgemäße“ Winterreise-Aufnahme rezensiert, bei der Schauspieler die Texte sprechen und Schuberts Musik am Klavier erklingt. Gesungen wird nicht.

    Wer hat sich diese Hörspiel-Aufnahme schon angehört und wie wirkt sie?


    Eben nachgeschaut, fand ich noch die Einspielung mit Leonard Hokanson am Klavier. Das war meine erste Prey-Winterreise und sie hat einen unheimlichen Tiefgang für mich.

    Dem kann ich mich nur vollinhaltlich anschließen!

    Herzlichen Dank an Operus, dass er den hohen Stellenwert von Carusos „Neuen Stimmen“- Thread bei Tamino so treffend beschrieben hat.

    Dir, lieber Caruso, besonderen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz hier :hail:

    Asche auf mein Haupt! Natürlich muss es Gustav III heißen, und der schwedische Königsmord diente dem Librettisten Eugène Scribe als Vorlage für den Stoff.

    Richard bzw. Riccardo war die Folge einer zeitweisen Anordnung, dass Monarchen nicht Gegenstand einer Opernhandlung sein durften. Inzwischen sind beide Versionen gebräuchlich.

    Lieber Herbert,

    wenn du Richard warst im Maskenball, dann war dein Titel „Gouverneur von Boston“.

    Als König dagegen wärst du Gustav II gewesen.

    Nur als Randbemerkung, ich hoffe nicht gleich als Klugscheißer von dir abgestempelt zu werden. :hello:

    Lieber Caruso,

    auch ich möchte dir sehr herzlich danken für die Hörerlebnisse, die du uns vermittelt hast.

    Mir war der Sänger bisher unbekannt, jedoch nicht seine Geburtsstadt Ploješti, wo ich noch unter dem Ceausescu-Regime geschäftlich zu tun hatte.

    Auch ich wurde bei den Mozart-Arien des Ottavio und Tamino zunächst an Anton Dermota erinnert, diese aristokratische Art des Singens ist beiden Künstlerpersönlichkeiten eigen. Die beiden Konzertarien hätte ich mir gerne etwas lebhafter gewünscht, doch bin ich mir nicht sicher, ob Mozart gerade diese Tempi für angemessen hielt.

    Der Auftritt des italienischen Sängers lässt ein wenig vom darstellerischen Können erahnen, dass es sich um eine Playback-Aufnahme handelt, scheint mir hier zweitrangig.

    Nochmals danke für diesen Hörgenuss! :jubel:

    Lieber Herbert, danke für die Veröffentlichung all der Beispiele, bei denen man sich an deiner prachtvollen Tenorstimme berauschen kann. :jubel:

    Sämtliche Lagen klingen ausgezeichnet und die Höhe ist phänomenal!


    Was zählen dagegen die Anwürfe einiger kleingeistiger Korinthenkacker, die genüsslich einzelne Worte aus dem Kontext herausnehmen und daran hrumzuzzeln, dass es einem schlecht beim Lesen wird! Armselig ist das!


    Lass dich deswegen nicht beirren und dir ermunternd zurufen: Wir „Greise“ halten zusammen, egal, ob’s die Andern verdammen!

    :hello:

    Lieber Herbert,

    zu Falk Struckmann darf ich ergänzen, dass er u.a. Schüler bei Frau Prof. Sylvia Geszty war. Sie hatte nach Beendigung ihrer sehr erfolgreichen Gesangskarriere einen Lehrstuhl an der Stuttgarter Musikhochschule angenommen und veranstaltete regelmäßig Lieder-und Arienabende für ihre Studierenden.

    Diese fanden im Saal der damaligen Landesgirokasse in Stuttgart statt und waren sehr gut besucht. Auch ich war eifriger Besucher dieser Konzerte, ich konnte sowohl mit den Studierenden als auch mit der Frau Professor angeregte Gespräche führen. Auch mit Falk Struckmann, dessen Karriere wirklich durch die Decke ging.:hello:

    Ihnen auch sehr herzlichen Dank für Ihre tollen Worte. Ich habe an Chrissi auch eine kleine Danksagung geschrieben. Wenn Sie das anklicken können Sie das auch alles noch von meinen Aufnahmen finden, und ich muß es nicht alles neu schreiben. Ich gehe auf die 79 Jahre zu ( im Januar ). Im Moment singe ich dauernd bei Tell mit. Es kommen noch alle Töne, und ich glaube wenn ich 2 Stunden übe und singe, singe ich wie immer. Ohne dieses Tremolo wie die " späte " Callas. Ich will aber keinesfalls die wahnsinnige Leistung dieser Frau in Frage stellen. Oder wie man auch in Sängerkreisen etwas bösartig sagt " Quintenschaukel ". Habe auch eine Aufnahme Gesamt von Magdeburg als Aeneas in den Trojanern von Hector Berlioz. Ich habe immer versucht schlank zu singen. Wenn man als Tenor zu dick singt, so wie Peter Hofmann dann ist die Höhe schnell flöten und kaputt. Er sah natürlich blendend aus, daß muß man ohne Neid sagen: hätte sich so ausgesehen, hätte ich sicher an anderen Häusern gesungen ! In diesem Leben aber nicht mehr. Siegfried habe ich in Magdeburg schon 2 Akte gesungen. Auch 2 Akte Götterdämmerung. " 2. Akt Walküre /Todverkündung. Hier habe ich auch tolle CD's. Mein Chef wollte seinerzeit den Ring dort aufführen. Dann gab es aber Unstimmigkeiten mit dem Indendanten, und so was das Projekt gestorben. Habe auch eine tolle " Tosca " von Regensburg Gesamt Aufnahme. Danke nochmals für Ihr Lob. Es ist immer schön, wenn man auf Menschen trifft, die Stimmen richtig beurteilen können. Wenn man zu baritonal singt, dann kann man ja gleich Bariton Lage singen. Tristan ist auch etwas eingestellt ( habe ich auch komplett auf CD ) vom 1. Akt mit Frau Lachmann !:):jubel:

    Auch von mir ein herzliches Willkommen und auf Schwäbisch "Grüß Gott", lieber Herbert Schaefer! Ich musste mir erst all die interessanten Berichte durchlesen, bevor ich auch ein Grußwort erwidere. Altersmäßig befinden wir uns in der gleichen Liga, mein erster Opernbesuch datiert ins Jahr 1956 zurück, wo ich im Opernhaus der Stuttgarter Staatstheater den jungen Fritz Wunderlich als Tamino erleben durfte. Seither bin ich ein Opernliebhaber und sehne jetzt die Zeit herbei, wo ich wieder live Opernluft atmen und den Tönen lauschen darf. Das Reflux-Thema kenne ich auch zur Genüge, Breischluck-Röntgenfilm inklusive. Da hilft wirklich nur eins: nach 17 Uhr keine Mahlzeit mehr! Was zugegeben nicht immer gelingt, dennoch darf man dieses Handicap nicht auf die leichte Schulter nehmen.

    Aus Ihrer langjährigen Erfahrung auf und neben den Brettern der Opernbühnen erfahre ich gerne noch mehr.

    Vielleicht können wir gelegentlich auch zum hier üblichen "Du" übergehen, was jedoch kein Muss ist. Ich freue mich jedenfalls sehr, einen erzählfreudigen und "richtigen" Tenor in unserer Mitte zu wissen. :hello::jubel:

    Ok. Wenn das die Grundlage ist, auf der in diesem Thread diskutiert wird, bin ich hier leider raus. Dazu ist mir die Zeit dann doch zu schade. Frohes Schaffen weiterhin!

    Nicht so dünnhäutig, Melomane! Auf die Mehrheit berufen sich meist die, denen eigene Argumente fehlen. Also: Weiterhin Ring frei!

    Gladys Kuchta hatte Anfang der 60er Jahre auch einen Gastspielvertrag mit der Stuttgarter Staatsoper und wirkte erfolgreich in mehreren "Ring"-Produktionen mit.

    Ich hatte das Glück, sie als Leonore in der damals noch deutsch gesungenen "Macht des Schicksals" zu erleben. Ihre Gesangspartner waren Eugene Tobin (Alvaro) und Raymond Wolansky (Carlos). Es war meine erste Verdi-Oper überhaupt, bereits bei der Ouvertüre entbrannte meine Liebe für diesen Komponisten.