Beiträge von Siegfried

    Und gerade beim Ottavio scheiden sich die Geister. Das hängt ausschliesslich vom Sänger dieser Rolle ab, ob er als Gegenpart Don Giovannis oder als Schlappschwanz wahrgenommen wird.

    Zu ersteren gehören zweifellos Rüdiger Wohlers oder Fritz Wunderlich.
    Schlappschwänze nenne ich keine,sonst wäre der nächste Shitstorm vorprogrammiert.

    Dein Gedächtnis scheint nicht mehr so richtig zu funktionieren, Gerhard. Sonst würdest du mir nicht wortreich unterstellen, als Blinder über Farben zu referieren.

    Ich darf dich an meinen Bericht über die „Adriana Lecouvreur“ - Übertragung aus der MET erinnern. Ist noch nicht zu lange her und hier nachzulesen.

    Lieber WoKa, du sprichst mir aus dem Herzen. Dein gewähltes Beispiel zeigt die ganze Perversion, der das Forum ausgesetzt ist.

    Ich habe diese Produktion vor 5 Jahren live gesehen. In der MET und nicht in einem von Biertrinkern und Popcornfressern besetzten überlauten Kinosaal.

    Die damaligen Protagonisten waren Anna Netrebko und Piotr Beczala. Ihr Gesang und ihre Darstellung war so fesselnd, dass es völlig belanglos war, ob ihre Klamotten aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammten. Für das Bühnenbild galt das gleiche.

    Deshalb verstehe ich den ganzen Popanz nicht, den Einzelne hier in immer kürzeren Abständen um die Inszenierung veranstalten. Haben diese Leute ständig Langeweile, dass sie anderen damit zusehends auf die Nerven gehen müssen? Oder handelt es sich dabei um eine noch nicht erforschte Krankheit?

    Beides vermiest mir zunehmend die Freude hier.

    Auf YouTube gibt es einen Behle-Clip mit dem Titel:“Das Publikum muss sich ändern“. Da doziert der Sänger sehr despektierlich über die „ältere Generation“ und vergisst dabei völlig, dass er überwiegend von dieser Generation lebt.

    Ich habe mir meine Meinung dazu gebildet und fände es interessant, wie andere Taminos darüber denken.

    Es ist mir ohnehin unverständlich, wie man diesen Sänger mit Attributen wie „Ein neuer Wunderlich“ etc. schmücken kann. Das ist er nun wirklich nicht.

    Vielen Dank lieber Greghauser für diesen Hinweis.

    Ich hatte schon immer ein Faible für diese kraftvolle Stimme. So leidenschaftlich gesungen habe ich noch keinen André Chénier vernommen. Das wäre die Rolle seines Lebens gewesen :hail:

    Eine überragende und zu Herzen gehende Aufnahme!

    Vielen Dank, lieber Caruso, für die würdigende Erwähnung der Marie-Arie. Für mich als bekennender Lortzing-Freund ist sie eine Bereicherung meines Tages. :hail:

    Lieber Caruso,

    zu einer persönlichen Begegnung kam es bisher noch nicht, da ich den Sänger erst vor kurzem im Programm des Meininger Staatstheaters entdeckt habe. Ich plane in der neuen Saison die „Entführung“ mit ihm als Belmonte zu besuchen. Dann kann ich mich auch gleich auf ein Wiedersehen mit der Sopranistin Elif Aytekin freuen, von deren Gesangskunst und Bühnenpräsenz ich geradezu begeistert bin.

    Remy Burnens, Tenor

    Der junge lyrische Tenor Remy Burnens ist in den Sparten Oper, Konzert und Lied in der Schweiz und Europa tätig. Aus Bern stammend, studierte er Sologesang bei Professor Peter Brechbühler an der Hochschule Luzern. Studien bei Malcolm Walker in Paris sowie Meisterkurse bei Roger Vignoles (Liedgestaltung), Barthold Kuijken (Historische Aufführungspraxis) u. a. ergänzten seine Ausbildung.


    2015 schloss er sein Bachelorstudium mit der Höchstnote ab. Er ist Studienpreisträger des Migros Kulturprozent 2017 und Gewinner des Edwin Fischer-Gedenkpreises 2017. Ausserdem war er Stipendiat der Friedl Wald Stiftung Basel (2015) und Preisträger der Stiftung für junge Musiktalente Meggen 16/17.


    2017/2018 gastierte er als Tonio in Donizettis "La fille du Régiment" am Musiktheater Will und als Weißer Minister in Ligetis "Le grand macabre" am Luzerner Theater. Zuvor konnte er bereits während seines Studiums an verschiedenen Opernproduktionen teilnehmen. So sang er u.a. Nemorino in Donizettis "L'Elisir d'amore", Beppe in Donizettis "Rita" sowie Anton in Glucks "Der bekehrte Trunkenbold".


    In der Spielzeit 2018/2019 trat er als Ferrando in Mozarts "Così fan tutte" (Neues Theater Dornach) auf. In dieser Spielzeit war er außerdem Ensemblemitglied am Meininger Staatstheater, wo er als Belmonte in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail", als Volksredner in Othmar Schoecks "Das Schloss Dürande", als Walther von der Vogelweide in Wagners "Tannhäuser" sowie als Tenorsolist in Liszts "Faust-Symphonie" zu erleben war.

    Als gefragter Konzertsänger tritt er in der ganzen Schweiz als Solist auf. Regelmäßige Auftritte im KKL Luzern, der Tonhalle Maag sowie in den Konzertkirchen der Schweiz geben ihm die Möglichkeit, an einem breit gefächerten Repertoire zu arbeiten: Neben den großen Tenorpartien in Händels Oratorien wirkt er als Evangelist in Bachs Passionen oder als Tenor in Mendelssohns Paulus mit. Er ist außerdem oft als Solist in Messen oder Bachkantaten zu hören. Als Stammsolist der Luzerner Bachakademie, sowie der Accademia Barocca Lucernensis arbeitet er mit zwei historisch orientierten Ensembles, welche unbekannte Werke aus dem Barock neu erarbeiten.


    Er widmet sich zudem intensiv dem Liedgesang und gestaltet regelmäßig Liederabende. Als begeisterter Interpret von Schubert führte er den Zyklus Die Schöne Müllerin in mehreren Schweizer Städten auf. Außerdem widmet er sich nebst weiteren Schwerpunkten im deutschen und französischen Liedschaffen dem wenig bekannten englischen Liedgut der Romantik. Er musiziert gemeinsam mit der Schweizer Pianistin Clémence Hirt im Liedduo.

    Er war Finalist beim 9. Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti. Zudem war er Studienpreisträger des Migros Kulturprozent 2017, Gewinner des Edwin Fischer-Gedenkpreises 2017, Stipendiat der Friedl Wald Stiftung Basel (2015) und Preisträger der Stiftung für junge Musiktalente Meggen 2016/2017.


    In der Spielzeit 2019/20 gastiert Remy Burnens am Meininger Staatstheater als Steuermann in "Der fliegende Holländer" und weiterhin als Belmonte in Mozarts "Entführung".


    Hier noch einige Gesangsbeispiele:



    Weitere Aufnahmen gibt es auf der Website des Künstlers http://remyburnens.com/

    und auf YouTube.

    Die nicht gänzlich unbekannte Sopranistin Olga Peretyatko äußerte sich vergangene Woche über Domingo wie folgt:


    When I have been working with Placido Domingo the encounters were always professional and friendly. To me Plácido was wonderful colleague.

    And I will always remember that day in Hamburg in 2007, when he has nicely accepted to listen 3 arias (30min of his precious time between the rehearsals) from the unknown girl from operastudio, and they were so nice and encouraging to me with his friend and assistent, Mr.Hofstötter, that day he invited me to participate in Operalia, where I won the 2.Prize.

    He was always an example for me!

    Nicht nachvollziehbar für mich ist der Einsatz eines französischen Camions in dieser Produktion. Viel passender wäre doch ein Wartburg aus „heimischer Fertigung“ gewesen. Die unvermeidliche Zweitaktfahne hätte dann den Umweltschützern reichlich Gesprächsstoff geboten.