Beiträge von Siegfried

    Gerd Feldhoff, langjähriger Hausbariton der Deutschen Oper Berlin, ist gestorben. Ich kenne ihn vor allem aus der großartigen Tiefland-Verfilmung mit Rudolf Schock aus den frühen 60ern.

    Schöne Grüße

    wega

    Auf gerade diese Rolle als Tiefland-Bösewicht hatte ich Gerd Feldhoff mal anlässlich des Künstlertreffens der Gottlob-Frick-Gesellschaft vor einigen Jahren angesprochen. Er wusste von der Verfilmung noch einige interessante Details zu berichten. Besonders hob er die sehr gute Zusammenarbeit mit Rudolf Schock hervor.

    Möge er in Frieden ruhen!

    Sein Roméo in der Oper Zürich mit Julie Fuchs vergangenes Jahr war eine Offenbarung! Wenn beide Protagonisten Muttersprachler sind, bedeutet das für die Aufführung einen enormen Gewinn. Und stimmlich wie szenisch haben die beiden so hervorragend harmoniert, dass ich immer noch davon schwärme. Das war Gesangskunst in Vollendung!

    Wie die Stimme im riesigen MET- Raum zur Wirkung kommt, bleibt abzuwarten.

    Eine schöne kleine Szene findet sich in der Mitte dieser Oper: J. Massenet - Manon, 3. Akt, "Je marche sur tous les chemin"

    Szene begreife ich hier mal wieder eher als Sinneinheit, in der sich verschiedene Formen verbinden. Zunächst natürlich Manons gleichnamige Arie, in der sie glänzen kann. Und zwar glänzt hier vor allem die Person (die jeweilige Sängerin natürlich auch): Schön und von allen bewundert, selbstbewusst und auf der Höhe ihrer Jugend. Die Arie geht fließend in eine Gavotte über, in der sie gemeinsam mit dem Chor ihrer Bewunderer einen Lobegesang auf die Liebe und die Jugend anstimmt. Ein szenischer und musikalischer Höhepunkt dieser schönen Oper.


    Diese Produktion der MET sah ich vor 10 Jahren mit Anna Netrebko und Piotr Beczala in den Hauptrollen besetzt. Es war ein in jeder Hinsicht bereichernder Opernabend.

    Dieser Leserbrief aus heimatlichen Gefilden freut mich außerordentlich. Auch wenn ich aus familiären Gründen mehr und mehr vom schreibenden zum lesenden Tamino geworden bin, so ist es doch die große Vielfalt der Themen, die mich während meiner nahezu 20-jährigen Teilnahme immer wieder fasziniert hat.

    Es ist eben ein großer Unterschied, ob irgendwo seitenlang nur Geburts- und Todestage aufgelistet werden oder ob die Musik, ihre Schöpfer und ihre Verbreiter das Zentrum der Beiträge beinhaltet.

    Wie recht du hast! 👍

    Sie sang 2020 in Salzburg die Fiordiligi. Man kann die ganze Aufführung hier sehen:



    In diesem Herbst singt sie an der Berliner Staatsoper.

    Lieber Hans,

    danke für die Einstellung der Salzburger Così. Bei dieser Fernsehübertragung fiel mir die Ausnahmekünstlerin Elsa Dreisig erstmals auf. Ihre glockenreine Sopranstimme und ihr anmutiges Agieren auf der Bühne faszinierte mich auf Anhieb. Erfreulicherweise ist sie in den sozialen Medien auch sehr präsent und so hat sich ein schöner Austausch auf Instagram mit ihr ergeben. Lob und Kritik nimmt sie gleichermaßen gerne an und das zeichnet sie als eine Künstlerpersönlichkeit aus, der neben der Gegenwart auch die Zukunft gehört. Ihre Manon in Zürich war sehr überzeugend. Auf ihre Genfer Tudor-Rollen bin ich schon heute gespannt. Eine echte Bereicherung der Opernszene. Akustisch und optisch...

    Liebe Tamino-Opernfreunde,

    wenn ich in meinen Besetzungsplänen der Staatsoper Stuttgart nachschaue, finde ich Peter Meven als Fürst Gremin, Sarastro, Gurnemanz und König Marke. Er war stets ein zuverlässiger Sängerdarsteller und seine Gastauftritte waren gerne und gut besucht.

    Da scheint es einige Jerusalem-Enthusiasten zu geben. Deren Wein will ich nicht verwässern. Dennoch möchte ich der guten Ordnung halber erwähnen, dass ich bei mindestens 2 Stuttgarter Lohengrins erleben musste, wie ER die Gralserzählung total in den Sand gesetzt hatte. Darauf befragt machte er die zahlreichen „offenen Vokale“ verantwortlich, die er davor zu singen hatte.
    Und sein Bayreuther Tristan war stets purer Kampf ums Überleben. Da musste Waltraud Meier oftmals die Vorstellung retten.

    Ist durch Rezensionen alles belegt.

    In meiner Jugend brachten wir unsere Mutter zur Verzweiflung, weil wir die Sanella-Bilder sammelten, die über Geographie und Sitten der Völker gingen. Diese Bilder gab es nur mit dem Kauf von Sanella-Margarine.

    Das Afrika-Album konnte ich bis in die Gegenwart retten. Einige der jeweils 100 Bilder waren Mangelware. Da ging auch mit Tausch nichts.

    Da ist zweifellos einiges dran. Die Glanzzeit Hofmanns ging mit Chéreaus Bayreuther Jahrhundertring einher, bei dem er einen großartigen Siegmund abgeliefert hat. Da bekomme ich heute noch jedesmal eine Gänsehaut, wenn ich den Mitschnitt sehe.

    Live konnte ich den Sänger in seiner Paraderolle im Ponnelle-Ring 1981 in Stuttgart sehen. Mit Jeannine Altmeyer als Sieglinde war es das Traumpaar schlechthin.

    Über Jerusalem und Vogt hänge ich den Mantel des Schweigens. Letzterem würde ich den Pedrillo zugestehen, mehr nicht.

    Um dieses Erlebnis beneide ich dich ehrlich, Chrissy ;-()

    Dass die Band so lange am Leben bleibt, hätte ich nie erwartet. Schon während meiner Bundeswehrzeit 1967/68 wurden die von Scotland Yard wegen ihrer Drogen-Exzesse gejagt. Und sie haben alle überlebt, die BEATLES, QUEEN, ABBA und viele andere...

    Meine Prognose: Der Mick singt mit 100 noch :hail:

    Ich erinnere mich noch an eine Stuttgarter Tristan-Aufführung Anfang der 80er, bei der Berit Lindholm eine beeindruckende Isolde sang. R.I.P.


    Die Besetzung:

    Isolde: Berit Lindholm
    Tristan: Manfred Jung
    Brangäne: Hanna Schwarz
    Kurwenal: Raymond Wolansky
    Marke: Peter Meven
    Melot: Jörn Wilsing
    Seeman: Martin Finke
    Hirt: Gerhard Unger
    Steuermann: Karl-Friedrich Dürr

    Musikalische Leitung: Dennis Russell Davies

    Das kann ich zur Gänze unterschreiben, Dirk!

    Wegen dem Kaufmann'schen Knödelgesang würde ich mir die Aufnahme gewiss nicht kaufen.

    Der einzige Lichtblick für mich ist Emonela Jaho als Liù, die ihre Rolle äußerst beseelt singt.

    Viele Leute verwechseln laut mit schön, daher kann ich auch der Titelheldin nichts abgewinnen.