Beiträge von Siegfried

    Hallo zusammen,


    ich darf die Professorenriege um einen Weltklassetenor erweitern:
    Herr Francisco Araiza hat seit geraumer Zeit einen Lehrstuhl für Gesang an der Staatl.Musikhochschule Stuttgart.Er erfreut sich dort außerordentlicher Beliebtheit und er lehrt zusätzlich zu seinem gut gefüllten Terminkalender.


    Uwe Heilmann war ja auch in Stuttgart engagiert und hat hier auf der Bühne seine japanische Lebenspartnerin gefunden,mit der er noch einige Zeit gemeinsam auftrat und dann den Ortswechsel nach Japan vollzog.Schade,daß wir ihn nicht mehr hören können.Als Lyr.Tenor hat er vor allem mit Mozart-Partien auf sich aufmerksam gemacht.Zuletzt wurde ihm der Freischütz-Max angeboten,den er als Grenzerfahrung in seiner noch jungen Karriere hier erfahren hat.

    Hallo zusammen,


    ich hab mir ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk bei 2001 gekauft und zwar die Bach-Edition für 99,99.
    Die ersten Hörbeispiele waren von sehr guter Aufnahmequalität.Es gibt aber nun viel zu tun: Immerhin 160 CDs gilt es zu lauschen.Und dazu bedarf es auch der Ruhe und entsprechender Stimmung und Aufnahmebereitschaft.


    Wenn es euch interessiert,gebe ich gerne von Zeit zu Zeit Detailinformationen bekannt.

    Hallo zusammen,


    ich bin erstaunt,wie vielschichtig dieses Thema bereits angegangen wurde.Das reizt mich zu Versuch,meinen bescheidenen Beitrag hierzu auch zu leisten.
    Meine persönliche Erfahrung war folgende:
    Erster Opernbesuch mit 12 Jahren in Stuttgart:Mozarts Zauberflöte mit dem jungen Fritz Wunderlich als Tamino.Wunderschöne Musik,wunderschön gesungen,wunderschönes Bühnenbild(damals gabs das noch!)
    Das war d i e Initialzündung für mein weiteres Leben.Ich beschloß,Klassikfreund zu werden. Sofortiger Zugang zu Mozarts Musik war unter dieser Voraussetzung selbstverständlich.
    Erster Konzertbesuch mit 14 Jahren:Beethoventage in der Stuttgarter Liederhalle.LeonoreIII,Klavierkonzert Nr.5 mit Frau Prof.Elly Ney,einer begnadeten Pianistin und zum Schluß die Fünfte Symphonie.
    Damit war mir fortan Beethovens Musik zugänglich.
    Zwei Beispiele,die sich nicht aufs reine Gefallen von Musik beschränken,sondern die als Erlebnisse so tiefe Eindrücke hinterlassen haben,daß ein musikalischer Zugang nahezu zwangsläufig entstand.
    Sehr viel später erschlossen sich mir die Geistl.Musik,insbes.Bach,
    noch später die Musikdramen Wagners etwa mit 30J. und wiederum später das Kunstlied,welches ich heute mein intimstes Kleinod unter allen Musikgattungen bezeichne.
    Das alles geht mit der menschlichen Reifung einher und ich möchte es auf den einfachen Nenner bringen:Für alles brauchts die rechte Zeit.
    Für so manches wird die rechte Zeit niemals kommen.Das ist sicher mal ein anderes Thema.

    Hallo zusammen,


    bei mehrsätzigen Konzertstücken,Symphonien usw.wird erst nach Beendigung des letzten Satzes applaudiert.Das gehört zur Allgemeinbildung und sollte von allen Konzertbesuchern respektiert werden.Zwischen den Sätzen zu klatschen ist dumm und rücksichtslos.Trotzdem ist diesem Banausentum leider nicht Einhalt zu bieten.
    Im Opernhaus gelten weniger strenge Regeln.Wirklich sakrosankt ist nur,nach dem 1.Akt des Parsifal auf Beifall zu verzichten und ruhig die Musik nachwirken zu lassen,wie von Richard Wagner gewünscht.Und diese Stille hat etwas besonderes.In Bayreuth und in Stuttgart selbst schon erlebt,"klingt"diese Stille unheimlich lange nach.
    Ansonsten kommt es sehr auf die Art der Oper an,deutsches oder italienisches Fach,heitere (Kinder-)Oper oder Musikdrama erfordern unterschiedliche Beifallszenarien.Da gehört eben ein gewisses Fingerspitzengefühl dazu.Grundsätzlich darf jedoch die Musik n i e durch Applaus abgewürgt werden.

    Hallo Alfred,


    eine sehr interessante Frage hast du da gestellt,die gar nicht so einfach zu beantworten ist.Also Wissen und Erfahrung ändert sich jedesmal,wenn ich mich beim Schmökern wieder ertappt habe Als Neuling forste ich erst mal die Felder durch und bin baff über die Themenvielfalt.So etwas habe ich schon lange gesucht.Und ich werde ganz grün vor Neid,wenn ich sehe,wie fleißig manche members ans Werk gehen.Da kann ich berufsbedingt sicher nicht mithalten.
    Mei Musikgeschmack wird sich vermutlich nicht mehr ändern,da ich auf einige Schwerpunkte mich konzentriert habe und diese noch vertiefen will.Davon zu gegebener Zeit mehr.
    Da ich als Frischling nicht durch neunmalkluge statements auf mich aufmerksam machen will,laß ich es eher sachte anlaufen.
    Mein Kompliment gilt zunächst dem geistigen Vater dieser Plattform sowie den fleißigen Kommentatoren,die dem Vorhaben Leben einhauchen.


    Freundliche Grüße


    Siegfried

    Hallo zusammen,hallo Martin,


    das Großereignis Patané-Stratas-Wunderlich-Prey unterstreiche ich ganz dick.Nicht akzeptieren will ich allerdings,daß Wunderlich und Prey als Garnierung der Stratas bezeichnet werden.Das ist so wie Petersilie und Radieschen.Ich glaube,die Behauptung ist nicht vermessen,die Krone dieser legendären Aufführung gebührt dem unvergessenen Fritz Wunderlich.Er war der einzige Tenor deutscher Zunge,der den Alfredo italienisch singen,nein leben konnte.Natürlich war die Ensembleleistung grandios.


    Der deutsche Querschnitt als Studioaufnahme fällt dagegen stark ab.Zum einen wird Alfred seiner Arie im 2.Akt beraubt,zum andern singt die Güden mit messerscharfer Stimme,wirklich kein Genuß.Und Fischer-Dieskau gibt den Vater Germont zu intellektuell.
    Ich habe den Querschnitt auf CD,weiß jedoch nicht,ob noch im Handel erhältlich.
    Die Votto-Einspielung aus Mailand ist eine wirklich sehr gute Aufnahme.Sie war meine erste Gesamtaufnahme der Traviata.Leider auch ohne die Cabaletta im 2.Akt.Deshalb,und wirklich nur wegen dieser einen Gesangsnummer habe ich die Kleiber-Domingo-Cotrubas-Milnes-Aufnahme gekauft.
    Viele Grüße
    Siegfried