Beiträge von CRC

    Angesichts der Fülle von Fachwissen, das ich nach meinen wenigen Tagen in diesem Forum schon bewundern konnte, scheue ich mich beinahe, mein Avatar zu erklären. Fast alle werden es ohnehin kennen:


    Die Gaststätte mit dem Namen "Roter Igel" war für den älteren Brahms ein beliebter Zufluchtsort.


    Allerdings ist mein roter Igel ein wenig grell und groß geraten.
    Wenn es stören sollte, versuche ich es erneut und mache ihn ein wenig dezenter.

    Die Perlman/Ashkenzy-Aufnahme ist noch immer mein Favorit. Dies nicht nur wegen der herausragenden künstlerischen Leistung, sondern auch wegen der erstklassigen Aufnahmequalität, was für mich als Hifi-Fan ebenfalls sehr wichtig ist.


    Aus dem Gesamtpaket mit allen Beethoven-Sonaten gefällt mir auch die c-moll-Sonate ausnehmend gut.
    Wenn ich mir vorstelle, dass Brahms den Klavierpart einst in Celle aus dem Stand einen halben Ton höher gespielt hat, nur weil Reményi in seinem Stolz seine Geige nicht auf das abgesackte Klavier hinunterstimmen wollte.....

    Hi!
    Auch ich habe mich gewundert über die weiter oben geäußerten Vorbehalte gegen die Ashkenazy-Aufnahme.
    Freue mich, dass dies nun ein wenig revidiert wurde.
    Ich halte diese Decca-Produktion für nahezu optimal. Der Klang ist ungemein satt und farbig, die Tiefbässe (große Trommel) haben Wucht und Kontur (ich höre mit Subwoofern).
    Askenazy interpretiert die Tänze spannungsreich und schlüssig.
    Habe mir dennoch soeben die Naxos-Aufnahme bestellt. Ich bin gespannt, wie der Vergleich ausfallen wird.

    Bei ihrer ersten Einspielung der Sonate war Hélène Grimaud gerade einmal 16 Jahre alt. Es war ihre erste Platte, die ihr den internationalen Durchbruch bescherte.
    Mich hat dieser Geniestreich einer erstaunlich früh gereiften Pianistin neugierig gemacht auf ihre weiteren Einspielungen.
    Leider hat mich aber bis heute KEINE ihrer späteren CDs so sehr beeindruckt wie jene erste mit der Rachmaninov-Sonate.

    Hallo C.Huth!


    Nicht ganz!
    Und jetzt plaudere ich Interna aus, die hoffentlich niemandem aufstoßen:


    Obwohl es auf der CD so vermerkt ist, hat weder mein Freund CC als Tonmeister fungiert, noch ist die Produktion in der Alten Oper aufgenommen (es war der Sendesaal).
    Nichtdestotrotz stammt sie aus derselben Zeit. Der Mitschnitt, den ich habe, datiert vom Beginn der damaligen Spielzeit. Danach ist das Orchester mit dem Stück auf Tournee gegangen und hat anschließend die von dir genannte CD eingespielt. Isofern dürfte die Interpretation auf der CD ähnlich, aber noch ausgereifter sein.
    In der Tat ist bei meinem Mitschnitt manches noch sehr robust, und die Blechbläser knallen ein wenig heraus. Aber als Momentaufnahme einfach grandios! Besonders der Drive im 3. und 4. Satz ist unglaublich!
    Gruß!
    CRC

    Verflixt, ich finde sie gerade nicht.
    War vor ca 3 Jahren eine Aufführung unter Hugh Wolff; erst live gehört,
    CC hat mitgeschnitten (vielleicht weißt du ja, wen ich meine).
    Danach haben wir in seinem kleinen Privatstudio ein wenig daran herumspielen dürfen, um die Technik kennenzulernen.
    Ist natürlich nicht die Fassung für die Öffentlichkeit gewesen.
    Die Aufführung war klasse: straff, flott, dynamisch, knackig. So muss die 5. klingen!

    Eine meiner schönsten Orgel-CDs ist eine Aufnahme mit Simon Preston an der Orgel von Westminster Abbey (DG).


    Er spielt darauf das "Carillon de Westminster" von Louis Vierne, das das berühmte Glockengeläut zum Thema nimmt, sowie die bekannte 5. Orgelsinfonie von Widor.
    Fulminanter und weiträumiger Orgelklang mit außergewöhnlich kräftigem Tiefbass.

    Für mich waren Musik und Wiedergabetechnik immer zwei Seiten derselben Medaille.
    Beides hat bei mir auch gleichzeitig vor etwa 35 Jahren angefangen.
    Für mich ist die Wiedergabequalität ebenso wichtig wie Werk und Interpretation. Ich kann mich an einer ergreifenden Komposition ebenso erfreuen wie an ihrer perfekten Wiedergabe.
    So muss es bei Bruckner oder Mahler richtig krachen, und bei der h-Moll-Sonate muss der Flügel von Krystian Zimerman in voller Größe greifbar im Raum stehen.
    Je besser meine Anlage wurde, desto lieber wurden mir Live-Aufnahmen, auf denen es atmosphärisch so viel zu entdecken gibt.
    Seltsamerweise gibt es gerade unter klassischen Musikern und Klassikhörern recht viele, denen die Qualität ihrer Musikanlage nicht so wichtig ist.
    Die kriegen dann manchmal einen Schrecken, wenn sie meine recht monströsen Geräte sehen. Doch wenn sie sie dann hören, wollen sie gar nicht mehr damit aufhören.
    Mein heißer Tipp an alle, die mehr aus ihrer Musikanlage herausholen wollen: Unbedingt den Raum bedämpfen! Der Raum ist die wichtigste Komponente einer guten Stereo-Anlage.

    Ja, die Fünfte....
    Mit ihr begann alles.
    Es war im Musikunterricht der Mittelstufe. Der höchst bewanderte und engagierte Lehrer versuchte, einer wilder Jungensklasse Beethoven näherzubringen: mit der 5. Sinfonie und dem 5. Klavierkonzert. Schließlich trug die Schule ja auch den Namen des berühmten Komponisten. Damals hörte man (schon) die Stones, Tom Jones oder Manfred Mann oder was es sonst für Pop-Musik gab. Nach den Beethoven-Stunden machten alle in der Klasse damit weiter - bis auf zwei Schüler. Einer davon war ich.
    Ich erinnere mich noch, dass ich irgendwann später noch ein Referat über die Eroica gehalten habe. Es muss ziemlicher Unsinn gewesen sein...
    Seltsamerweise habe ich mir später die Fünfte sattgehört und dann jahrzehntelang nicht mehr auf den Plattenteller gelegt.
    Erst vor wenigen Jahren holte ich sie wieder hervor.
    Meine Lieblings-Aufnahme ist die von C. Kleiber - dicht gefolgt von einem Konzertmitschnitt aus der Alten Oper in Frankfurt mit dem Frankfurter Orchester, an der ich im Studio eines befreundeten Tonmeisters selber ein wenig herum"fummeln" durfte.


    Es gibt Werke, mit denen man ganz besondere Erinnerungen verbindet. Für mich ist die Fünfte von Beethoven so ein Stück.

    Hi!
    Meine Erfahrungen mit SACD sind recht durchwachsen. Da ich meine Anlage über die Jahrzehnte hinweg ausgebaut und optimiert habe, sind auch feine Klangunterschiede der sehr gut hörbar.
    Fazit nach rund zwei Jahren Vergleich (nur stereo):


    1) Die CD ist besser als ihr Ruf.
    Das wurde aber auch erst richtig deutlich, als die CD-Player nach mittlerweile einem Viertljahrhundert das Klangpotential der CD endlich ausschöpfen konnten. Zahlreiche ältere Produktionen aus der Frühzeit des Digitalzeitalters sind trotz veralteter Wandlertechnik für die Aufnahme sehr viel sorgfältiger und klangschöner produziert als viele neue Aufnahmen.
    2) Die Streuung der Klangqualität bei SACDs ist gewaltig. Unter meinen rund 60 SACDs finden sich vielleicht 5 oder 6, die im Klang über eine gute CD hinauswachsen. Die meisten bleiben - z.T. sogar deutlich - darunter.
    3) Nach anfänglicher Neugier und (eingebildeter) Euphorie wandern bei mir wieder fast nur noch CDs in den Player.
    Auf jeder (!) entdecke ich über meine heutige Anlage sehr viel mehr Feinheiten als früher.


    Ich glaube nicht, dass sich die Formate SACD und DVD-Audio durchsetzen werden, zumal mit blueray u.Ä. schon die nächste Technik in den Startlöchern hockt.

    Hallo allerseits!
    Bin neu hier und grüße euch alle herzlich!


    Was Klaviermusik von Brahms betrifft - auch die Paganini-Variationen - kann ich nur wärmstens den leider viel zu wenig bekannten Dresdner Pianisten Peter Rösel empfehlen!
    Seine Gesamtaufnahme des Brahms`schen Solo-Klavierwerks auf 5 CDs bei Berlin Classics gehört klangtechnisch (Aufnahmen aus der Dresdner Lukaskirche aus den 70er Jahren) und interpretatorisch ganz weit nach oben.
    Seit ich Rösel (auch live mit dem 2. Brahms-Konzert) gehört habe, bleibt Oppitz bei mir im Regal stehen.


    Gruß!
    CRC