Beiträge von s.bummer

    Kostet nicht viel, klingt super, wird bei Amazon.com abgefeiert, wie auch bei Classicstoday und bei mir zuhause hat sie längst von allen 15 Einspielungen, die ich ca. habe, den 1. Rang eingenommen.
    Noch vor Mrawinski 1982, Kondrashin, Haitink und Barshai und und und..


    Gruß aus Kiel


    PS. Wie ich gerne immer wieder betone: Vasily Petrenko und Andris Nelsons sind meines Erachtens die beiden Dirigenten unter 40, die einen ganz hervorragenden Schostakowitsch präsentieren.
    Nelsons Liveaufnahme der 4. ist bei mir ganz ganz vorne!

    Zitat

    nachdem ich mich heute bei WIKIPEDIA über E-, U- und F-Musik informiert habe, detailliert, brauche ich diesen Thread nicht mehr.


    Was ist denn daran genau??
    Das ist doch derselbe Kram, nur anders aufbereitet, über den hier gerungen wird. Und ne Lösung bietet dieses Pedia auch nicht an.
    Nee, Bernward, damit wirste den Disputanten hier nicht gerecht!
    So hat mein Opa immer versucht, Diskussionen abzuwürgen!


    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Wenn ich aber im Kulturausschuss der Stadt Kiel säße und Geld zu bewilligen hätte, dann, ja dann müßte ich die Kohle in diverse Schubladen stecken, in denen vorher Kulturschaffende Platz genommen haben. Dann wird es unangenehm


    Denn dort, wie überall in der Kulturpolitik hat man anscheinend ne feste Vorstellung davon was Klassik ist oder nicht.
    Wolfram: Wir haben was zu tun! :thumbsup: Aber nicht mehr heute!
    Gruß aus Kiel

    Lieber Helmut: Mit "Tschuldigung" meine ich doch nur: Tut mir leid, aber ich muss Dir widersprechen. Mehr nicht.
    Eine persönlichen Angriff kann ich selbst beim besten Missverstehen (hahaha) nicht entdecken.
    Es war eher höflich von mir gemeint. (Und das von mir!)


    Ich fürchte allerdings:

    Zitat

    Ich würde aus diesem Grund für die Verwendung des Begriffs-Kürzels "E-Musik" im Sinne von "künstlerisch relevante Musik" plädieren.

    das damit das Problem nur verlagert wird. Denn ist das Requiem von McCartney relevant? Für alle, oder nur für seine Fans?
    Da sollte man schon Herrn Professor Schlotterdeich dazu holen, oder?


    Gruß aus Kiel

    Helmut!
    Meinen weiteren Zeilen hättest Du entnehmen sollen, dass ich es für quasi unmöglich halte, trennscharf zu definieren, was klassische Musik von anderer unterscheidet, so wie es für Definitionen üblich ist. Wir sind eben nicht in der Mathematik bei Peano oder (um mal anzugeben, ja ich bin Mathematiker und Physiker!) bei der Definition eines "Banach Raumes".


    Wenn Du für dich eine Bestapproximation hinbekommen hast, Glückwunsch! Doch hält sie über längere Zeit und zunehmendem Wissen stand?
    Daher auch meine Bemerkungen zu Grenzbereichen bei McCartney und Schostakowitsch.


    Allerdings vielleicht gibt es so etwas wie "Common Sense", was klassische Musik sein soll. Nur, was nützt das und wer sind die "Common?"


    Ich erinnere daher an Franz Kafka:

    Zitat

    »Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: »Von mir willst du den Weg erfahren?« »Ja«, sagte ich, »da ich ihn selbst nicht finden kann.« »Gibs auf, gibs auf«, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen.


    Gruß aus Kiel

    Also:
    Ich habe eigentlich meist keine Schwierigkeit die Genre Klassik, Jazz, Rock, Pop, Folk und Schlager und und und voneinander hinreichend zu trennen.
    Das trifft auf mehr als 80% aller Fälle zu.
    Meist mache ich es an der Instrumentierung fest und daran, dass es gesetzte Noten sind, wenn es Klassisch sein, soll, es sei denn es sind Arrangements für Jazz etc.
    Für die anderen Musikarten gibt es ähnliche Kriterien, aber eben auch Ausnahmen.
    Dann aber wird es komplizierter. Wie soll man die Filmmusiken von Schostakowitsch oder Korngold einordnen, wie die Versuche von Paul McCartney mit seinem Requiem, wie Andrew Lloyd Webbers (His Masters Thief) Versuche, die Musicals, vormals Operetten, hinter sich zu lassen.


    Oder die Crossoverversuche von John Lord oder William Russo oder gar Rick Wakemann u.s.w.?
    Was eine "natürliche Zahl" ist kann man den "Peano Axiomen" entnehmen. Grenzwerte etc. sind klar definiert.


    Der Begriff Klassik und daher das Fremdgehen von der Klassik hängt viel von dem ab, was einer selbst unter dem Begriff versteht, etwas Ahnung vorausgesetzt.
    Insofern gehe ich damit eben auch sehr locker um. Es betrifft ja nicht etwas Existenzielles.
    Wenn ich aber im Kulturausschuss der Stadt Kiel säße und Geld zu bewilligen hätte, dann, ja dann müßte ich die Kohle in diverse Schubladen stecken, in denen vorher Kulturschaffende Platz genommen haben. Dann wird es unangenehm.


    Gruß aus Kiel

    In Abwandlung von Woody Allens Spruch "Ist Sex unanständig? Wenn man es richtig macht, schon!"
    habe ich gestern in abseitigen CDs gestöbert. :D
    Zunächst diese hier:

    Red Krayola: Parable of Arable Land.
    Die soll 1967 entstanden sein. Das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es gehört hat. Was für eine sympathisch chaotische Musik.
    Da nimmt jemand Pere Ubu und all die Gespenster der 80iger voraus. Wunderbar. Captain Beefheart wird es gefallen haben.


    Dann Slapp Happy: Acnalbasac Noon.

    Tja, und da beginnen die Dinge kompliziert zu werden. Die Musik ist ok, doch Dagmar Krause singt wie Marianne Rosenberg auf Speed. Das halte ich nur ein, zwei Lieder aus, dann geht es einfach nicht mehr. FÜRCHTERLICH. Wie Andrea Berg, aber nur fast.
    Jetzt weiß ich auch, weshalb ich "Henry Cow" so gerne mag, auch wenn Frau Krause dabei war: Es wurde gaaaanz wenig gesungen.


    Der Abend klang aus mit einem Meisterwerk, auch um das Gemüt wieder an die normale Musik heran zu führen.
    "Shipbuilding" von Elvis Costello, mit dem unvergessenen Chet Baker in einem seiner letzten veröffentlichten Soli.
    Auf dieser CD ist es zu haben:

    Das ist fast schon klassische Musik, aber aus diesem Thema halte ich mich lieber raus. Da kann man nur verlieren.
    Gruß aus Kiel

    GUSTAV MAHLER
    Symphony No. 10
    Performing Version by Deryck Cooke
    Berlin Radio Symphony Orchestra
    BERTHOLD GOLDSCHMIDT
    Recorded 1968


    Wenn man lange gräbt, dann wird man fündig.
    Wieder eine Aufnahme mit Berthold Goldschmidt. dieses mal die Cooke Version von Mahlers 10.
    Und es drängt sich der Eindruck auf, dass der alte Herr Goldschmidt ein ganz ausgezeichneter Mahlerdrigent war.



    Gruß aus Kiel

    Ich höre mir gerade seine letzte Arbeit, genauer Zusammenarbeit an, die LP "Mingus" von Joni Mitchell.
    Er selbst hat die Fertigstellung und Veröffentlichung der LP nicht mehr erlebt und das Stück "God must be a boogie man" nicht mehr hören können. Aufgrund seiner Krankheit war er quasi auch nur noch musikalischer Berater.


    Der große Charlie Mingus starb an den Folgen der amyotrophen Lateralsklerose, derselben Krankheit an der auch Jörg Immendorf "einging."
    "Einging", so muss man wohl sagen, denn es ist eine der schrecklichsten Arten, dem Tod zu begegnen.


    Gruß aus Kiel

    Was aufs innigste zu wünschen wäre.
    Ich fürchte nur, ich werde es nicht mehr erleben. Und wenn ich hundert Jahre werde.
    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Selbst wenn ich angestrengt nachdenke, ich glaube, mir fällt nicht ein einziger Titel von denen mehr ein.


    Zu den Pretty Things.
    chrissy, ich fürchte, Du kennst nicht einmal die wesentlichen Titel und LPs der Gruppe, schon gar nicht S.F. Sorrow.
    Schließe bitte diese Lücke, das wäre hilfreich, insbesondere, da du ja die 60iger auch gerne magst.


    Teleton: Mein lieberWolfgang. Lindenberg als Schlagzeuger und vielleicht noch bei seinen ersten beiden LPs ("Lindenberg", und "Daumen im Wind") war nicht der hart auf Effekte kalkulierende "Hund", der er später war. Keine Frage!
    Ich war nach "Daumen im Wind" weg.
    Aber. Ich habe immer geglaubt, er wäre Schlagzeuger bei "Missus Beastly" gewesen. War er nicht. Sonn Pech.
    Dabei war es sonne Gruppe!
    Heute. Völlig vergessen, oder??


    Das ist ja das eigentliche Problem? Die mangelnde Kenntnis über die Nichtklassik der letzten 50 Jahre hier im Forum gebiert hier seltsame Erscheinungen, vor allem Schwierigkeiten in der Einordnung.
    (z.B. "Du hast mich tausend-mal belogen"...ist KEIN Lied von ABBA!! Nur zur Info!)
    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Gleich ein paar? Also dann ein paar Jahre später: Gentle Giant !!!


    Obwohl ich in meinem Leben wohl summa summarum mehr Stunden Gentle Giant als den Beatles zuhörend verbacht habe, siehe meine Einlassungen hier, so halte ich einen Vergleich mit den Beatles für nicht angebracht: Völlig andere Musik, völlig andere.
    Auch wenn sehr wahrscheinlich Gentle Giant ohne die Beatles nicht denkar wären.
    Die Brücke geht so: Die Beatles mit ihrem (imho besten) Album "Revolver" befruchten "Simon Dupree and the Big Sound", die die Beatles nachmachen und sich später in Gentle Giant umbenennen inkl. Personalwechsel, aber immer die "Shulman Brüder"!
    Auf jeden Fall waren Gentle Giant eine Sensation: Ich habe sie das erste Mal in HH Klein Flottbek am 20.6.1970 live gesehen. Umwerfend!
    Und manche Songs können es locker mit klassischen Themen aufnehmen: "Funny Ways", oder "The moon is down", "Black Cat" und natürlich: "Think of me with kindness".
    Da kann man nur schwach werden: Ganz großes Kino!


    Das mal so als Einschub.
    Gruß aus Kiel

    Leider verschollene Musik. Busch war Textdichter zu 3 Opern


    Es sind nur die Libretti zu den drei Opern erhalten:
    "Der Vetter auf Besuch", komische Oper in einem Aufzug ,
    "Hansel und Gretel." Besetzung: Hansel, Gretel, Der Menschenfresser (dicker Gourmand), Urschel (eine alte Hexe) seine Frau, ein Bär(verwunschener Prinz von Zuckerkand), Chor der Polizeisoldaten.
    Musik: Georg Kremplsetzer, Text: Wilhelm Busch.
    "Liebestreu und Grausamkeit", Romantische Oper in 3 Akten, aufgeführt am 8.2.1860 in München
    Musik von Motzhoven (vermutlich auch Kremplsetzer), Text von Wilhelm Busch


    Er hat zudem den Text zu "Schuster und Schneider in der Herberge" geschrieben. Musik von Kremplsetzer


    Im Bertelsmann Lesering gab es Ende der 50iger eine Gesamtausgabe in 2 Bänden. Sie war ganz hervorragend editert von Rolf Hochhuth.
    "Und die Moral von der Geschicht", "Was beliebt ist auch erlaubt". Kann man übrigens billig ersteigern.


    Gruß aus Kiel

    Ähh,
    ich rede nicht von den Puhdys, deren Musik halte ich für kompletten Mist. Und zwar für Kubikmist, eine DDR Besonderheit und nur so zu verstehen, wie bei uns im Westen der Mist, den ein gewisser Udo Lindenberg verzapft hat. Würg!!
    Ich rede von DEKAdance, also von richtig guter Musik, die den "Dreck der Puhdys" so richtig transparent gemacht haben und zwar mit der CD, die da heißt, "Meine erste CD..." Diw Puhdys waren politisch wirksam. das ist anzuerkennen. Das bleibt.
    Sorry für das Missverständnis und leider muss ich wohl die Punkte zurückgeben.


    Nebenbei: Die Kinks waren "größer" als die Stones! Sie waren fast größer als Beatles, aber nur fast.
    Das Seltsame: Sie werden immer mehr ins Zentrum gerückt, je mehr man sich mit den 60iger befasst. Sie waren kongeniale Zeitzeugen und - protokollanten.
    Das erfasst man heute mehr denn je. Ebenso erfahren endlich die "Pretty Things" ihre lang ausstehende Würdigung.
    Doch wer kam damals an die Eindringlichkeit von z.B. "Dead End Street " oder "Sunny Afternoon"ran? Wer?? Oder??
    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Brahms hatte ich den Eindruck, dass Herr Petrenko reichlich überflüssig war


    Definitiv nicht!
    Auch wenn der Kerl gerade Mitte 30 ist. Aus der Perspektive von uns Älteren wirkt er manchmal "lümmelhaft". Aber er kontrolliert das Ganze.
    Glaub es mir! Von den "Jungen" ist er neben Andris Nelsons das größte Talent.
    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Mehr kommt nicht? Als diese Haarspaltereien? Eigentlich hast Du mich schon verstanden und mir ist auch klar, was Du meintest.


    Sieh es mal so,
    Ich wollte/will mich nicht (richtig) streiten! Dazu ist das Thema zu gering, aber dennoch finde ich die Meinung vieler im Forum zu anmaßend. Also:haun wir mal drauf! Denn der Klassikliebhaber ist nämlich per se nicht der bessere Musikkenner!


    Ich bin in der Tat der Meinung: Wer in seinem Kulturkreis in seiner Zeit (also für mich dt, anglo amerikanisch, europäisch, seit ca. 1965) nicht über die generellen Strömungen auch der aktuellen (zumindest im Mainstream) Musik Bescheid weiß, sollte eigentlich nicht mitreden.
    Das ist dann wie bei meinem Schiwegervater, der weiß alles über Preussen vor 1800, aber er kennt nicht Kurt Beck (vielleicht auch ein Segen?!)


    Und zu Chrissy: Es gibt gute Oldies und es gibt grottenschlechten Mist, der sich als Oldie verkauft und genau das habe ich gemeint. Insofern widerspreche ich mir nicht, Du interpretierst nur was falsch. Oder anders gesprochen: Wie kann man allen Ernstes "Dave Dee", "Kinks" und "Spencer Davies" in ein Nest werfen? Das ist mind. ein Kuckucksei dabei. Aber dazu wird gejohlt.


    Nebenbei: Mit DEKAdance gibt es sehr gute Musik aus Dresden. Man soll sich wundern. :jubel:
    "Achtung, die Fette kommt" ist ein Meisterwerk, ebenso "Meine erste CP von den Phudys". Einfach wunderbar.


    Gruß aus Kiel

    Nur wer richtig lesen kann, kann auch wahrnehmen!
    Diese elementare Kulturtechnik sollte man schon beherrschen können.
    Ich hatte geschrieben:

    Zitat

    den gesamten Musikkosmos seiner aktuellen Kultur

    und eben nicht.

    Zitat

    den gesamten Musikkosmos


    Das wäre nämlich auch nicht zu schaffen.


    Gruß aus Kiel

    Wenn Rudi Schock einst behauptet haben soll, es gäbe nur gute und schlechte Musik und gute wäre nur Klassik, dann hat er mächtig angegeben.
    Hey, der hat am Ende bei Anneliese Rothenbaumchausse Operettendreck im ZDF zum Besten gegeben. Hermann Prey übrigens auch. Alles so ein weichgespülter Mist!
    So war das. Wenn kein Geld mehr aufm Konto ist, dann macht man eben alles! Auch aus guter Musik schlechte!


    Im Ernst: Jemand, der nicht den gesamten Musikkosmos seiner aktuellen Kultur zumindest mit Interesse betrachtet, kann als Musikliebhaber nicht ernst genommen werden. Der verhält sich zu einem Gourmet wie jemand, der nur immer "Wiener Schnitzel" haben will.
    Zur Musikbildung gehören eben auch ausführliche Ausflüge in andere Musikbereiche.
    Ich persönlich höre immer noch mehr Jazz, Chansons, Folk, Pop und Rock als Klassik, weil ich mit dieser Musik groß geworden bin und dort auch mehr Wurzeln habe.
    Insofern ist "fremdgehen" auch kein Terminus, den ich akzeptieren würde. Es ist völlig normaler Umgang mit Musik.


    Allerdings: Wenn hier über Rieux oder Mrontz oder oder geredet wird, dann darf man nicht vergessen, dass deren Musik rüberkommt wie kalkulierter Kitsch.
    Bei Rieux ist es auch die gesamte Aufmachung. Wer das toll finden soll, ich weiß nicht,..... das hat für mich schon fast das unterirdische Niveau des "Song of Joy".
    (Watt für ne Wohltat dagegen war Eumir Deodato.)


    Ich finde bei Klassikmusikliebhabern meist, hier im Forum übrigens auch, leider ein oft völlig verkümmertes Qualitätsbewußtsein für aktuelle Musik im Bereich Pop oder Rock vor. Das reicht meist nicht über Stones und Beatles hinaus, die waren gut, aber das ist lange her!! Oldies zum Mitsingen sind zwar schön aber qualitativ oft wertlos.


    Ich empfehle daher mal zum Angewöhnen an aktuellere Künstler Tom Waits, Winwood, The Vaccines und jedem, der an Songs interessiert ist, sei das Werk von Robert Wyatt ans Herz gelegt. Es gibt unendlich viel zu entdecken. Auch eine genauere Beschäftigung mit der Musik von Elvis Costello ist unbedingt lohnend. Damit erwähne ich nur den akzeptierten Mainstream.


    Für mich ist dann die Beschäftigung mit "Hüsker Dü" und deren Spaltprodukten (Sugar, Nova Mob) und Einfluss (Nirvana, Pixies, Sonic Youth) wichtiger als das Gesamtwerk von, sagen wir mal Henze, Riem und Konsorten sowieso genau und allemal. Zumal deren Musik auch VIEEL besser war. :thumbsup:
    Dies mal so als Anregung.
    Gruß aus Kiel

    durch die Stadt, 2 Minuten vor 19:00, im Schaufenster gesehen. 19:00 = Ladenschluss.

    Gekauft und gleich danach gehört.
    Die Aufnahme von 1950 klingt erstaunlich gut, man hört die Details sehr genau und davon hat Busch in seiner Interpretation jede Menge zu bieten. Das Ganze spielt sich bei sehr flotter Gangart ab. (14:33, 10:49, 13:59, 23:56) Es ist übrigens die einzige 9., die mit Busch erhalten ist.
    So schnell war damals in etwa Toscanini, doch Busch ist erheblich flexibler, denn das war Arturo um 1950 im hohen Alter nicht mehr.


    Im ersten Satz ertappte ich mich des Öfteren dabei, wie ich ob des unglaublichen Drives der Aufnahme laut meiner Freude Ausdruck gab, oder einfach gesprochen, "Yeah" grölte. Ein unglaublicher Sog durchzieht die Aufnahme. Ich muss mal meine anderen 9. zum Vergleich durchhören, denn so etwas singulär Gutes habe ich lange nicht mehr gehört. Das kann aber an langer Enthaltsamkeit bzgl. der 9. liegen.


    Gruß aus Kiel

    Zitat

    Die Bruckner-Dirigenten (Celi, Wand, Jochum, Skrowaczewski ...) werden alt.


    Tja, ich sollte mit dem Dirigieren mal langsam anfangen. Und dann zu Bruckner wechseln. :thumbsup:


    Übrigens Wand war schlank. Gielen wirkt auf mich leicht untersetzt, aber wirklich nur leicht.


    Gruß aus Kiel


    Ich weiß nicht, ob es hier hin gehört, der Schnabel Schüler Leon Fleisher hat 2-mal D960 eingespielt. 1956(?) noch voll jugendlichem Feuer und dann 2004 auf der CD "Two Hands." (Jaaa!, der Leon Fleisher, der mit Szell alle Klavierkonzerte abräumte.)
    Gerade die letzte Aufnahme gefällt mir besonders, sie ist uneitel und gesanglich.


    Ganz anders der von mir sehr verehrte Rudi Serkin: Mit ihm am Piano habe ich zwar nur D959 und D960, die Impromptus und kleinere Stücke, aber so wie er Schubert spielt mag ich es : Nicht so vergrübelt oder langsam wie Richter, sondern markant und dennoch sinnlich.



    Gruß aus Kiel

    Als "Little Stevie Winwood" (sozusagen der Gegenpool zu Little Stevie Wonder) fing er bei der Spencer Davies Group an. Da war er übrigens 15!
    Er schrieb nahezu alle Hits der Gruppe in der Zeit, anschließend war mit denen nicht mehr viel los, trotz Eddie Hardin.


    Dann gründete er 1967 Traffic und mit dieser Gruppe hatte sogleich mit "Paper Sun" einen Riesenhit in England.
    Traffic verlies er kurz wegen Blind Faith, aus der Zeit resultiert seine Freundschaft zu Eric Clapton, er trieb sich bei Ginger Bakers Airforce herum und es kam wieder eine Phase mit Traffic, beginnend mit "John Barleycorn must die," die allerdings musikalisch immer experimenteller wurde.


    Parallel dazu begann er Soloplatten zu machen, so solo, das er auf "Arc of a Diver", so glaube ich, alle Instrumente selbst spielte.
    In den 90iger wurde es dann ruhiger um ihn, er hatte aber mit der CD "Nine Lives" im Jahr 2008 ein Comeback, aktuell spielt er mit wechselnden Musiker zusammen mit Clapton jede Menge Konzerte.


    Davon kann man einige bei You Tube bewundern, Ich empfehle die mit Steve Gadd am Schlagzeug, da kommt noch einmal ein Extraportion Qualität ins Spiel.
    Er spielt auch wieder "Dear Mr. Fantasy." Und wenn er heute den "Vodoo Chile Blues" also das Jimi Hendrix Stück spielt, dann muss man wissen, dass er bereits auf "Electric Ladyland" als Aushilfsmusiker in die Tasten drückte


    Gruß aus Kiel

    Er gehört zu meinen "Hausgöttern" seit Mitte der 60iger.
    Und ich behaupte, dass er der beste Rock-Singer-Songwriter ist, den UK je zustande gebracht hat.
    An ihn können höchstens Costello oder Ray Davies ran kommen. Aber das ist fast ne andere Branche.


    Wer ist es? Na klar: Steve Winwood, wer sonst.


    Und so lass ich mir heute bei You Tube statt über CDs eine Auswahl seiner besten Werke zu Gehör bringen.
    Sehr schön dabei das Crossroads Guitar Festival 2010.
    Hay und die haben Steve Gadd am Schlagzeug!!


    Gruß aus Kiel

    ich habe aber keine Ahnung, welches Stück es war. 5 DM Chorempore, oder waren es 10??
    Tennstedt in Kiel, er war damals Chef, kurz bevor seine Karriere zündete.


    Dann Walter Gillessen, den ich besser als Tennstedt fand und dann kam eines Tages Maxim Schostakowitsch nach Kiel. Mit Vatis 5.
    (Wohl Ende der 70iger, ich habe die damaligen Zeiten nach Frauen eingeteilt, es war Helgas Zeit, also nach Dagmar und vor R....)


    Gruß aus Kiel