Beiträge von s.bummer

    Zitat

    Es ist aus intellektueller Distanz durchaus unterhaltsam, was gewisse amerikanische Präsidentschaftskanditaten in Sachen religiös gefärbter Weltanschaaung von sich geben, doch die Perspektive, dass solchgeartete Individuuen dereinst mit umfassenden weltlichen Machtbefugnissen ausgestattet sein könnten, lässt einen bange werden.


    Und dass die Jugend, denn ich gehöre zu den Endmoränen der 68iger, nicht dagegen Sturm läuft, sondern nur so "popelige Piraten" zustande bringt, irritiert mich.
    Wenn Du wüßtest, wie viele Passagen ich aus Selbstzensur in meinem Beitrag entsorgt habe....
    Gruß aus Kiel

    Da sondert der alte Günther Grass ein Gedicht ab, welches an den vielen Fakten vorbei schreibend, Israel als Bedrohung der Welt bezichtigt, ein Gedicht, welches zurecht belegt, dass ihm die Tinte im Füller eintrocknen sollte, denn er ist leer geschrieben. Das betrifft inhaltliche Korrektheit und Stil. Aber der Inhalt ist eh nicht so korrekt zu nehmen, es geht um Ahnungen. Das er zudem eitel ist, ist verzeihlich, eher lustig! Fast schon extrem witzig. So aus der Welt gefallen. Das kann man nicht mehr ernst nehmen.
    Doch kommen, wie auf Knopfdruck, die üblichen Verdächtigen mit Ihren Schmähungen aus der Ecke: Antisemit, NPD Gedankengut etc. Dann bemüht man sich (WELT) haarklein auseinander zu setzen, weshalb GG unrecht hat, es wird Freud bemüht (Spiegel) etc. Und es wird ihm unterstellt, dass er Ursache und Wirkung verwechselt: Allen voran die Herren Broder (wie der sich einbringt: Das hat schon Margot Honnecker Niveau) und Joffe, Frau Knobloch und andere. Hey?? Wo bleibt Friedmann? Ist der im Urlaub? Nachtrag: Ich lese gerade, auch er ist dabei! Prima!


    Eine Ursache von vielen ist doch wohl, dass Israel seit 1967 Gebiete unrechtmäßig besetzt hält, dass sie die Palästinenser zunehmend unterdrücken, quasi in einem Apartheit-Regime halten.
    Dies geht einher in der Intensität mit der Bevölkerungszunahme Israels, um 1967 noch ca. 2.2 Million, nun 7.2 Million. Israel hat übrigens ein ähnliches Zuwanderungs- und Integrationsproblem wie Deutschland mit ungebildeten bzw. kulturfremden Zuwanderern, die eine Nebenkultur pflegen und dort auch noch von orthodoxen Predigern abgefangen werden.
    Vor 1967 gab es die militanten Orthodoxen noch nicht, diese wurden vor allem durch die vielen Einwanderer aus der ehemaligen Sowietunion befördert.


    Ich bin der festen Ansicht, dass die unelastische Politik Israels seit dem 6-Tage Krieg von 1967 erheblich zu Verhärtung des ganzen Konfliktes und zur Radikalisierung der Muslims beigetragen hat. Im Gegenzug hat die Reaktion radikaler Muslims dazu beigetragen, dass die Orthodoxen Juden inzwischen so viel Einfluss in Israel haben, dass eine weitgehend friedliche Lösung immer wieder torpediert wird.
    Insofern kann man die Ursache für das Übel im Nahen Osten durchaus in der Politik aller Seiten seit 1967 sehen und die Bedrohung durch den Iran als eine Folge dieser Politik.
    Denn es ist ein sich gegenseitig aufschaukelnder Prozess. Der Iran will eine Vormachtstellung im Nahen Osten, Verbündete versucht er auf einfachste Weise zu bekommen; im Kampf gegen Israel, das sich so herrlich als Objekt des Hasses anbietet. Und Israel tut ihnen den Gefallen, denn aufgrund der vielen Einwanderer wird immer noch eine hemmungslose Siedlungspolitik betrieben unter dem lauten Beifall der israelischen Rechten.


    Dabei waren seit Beginn der Wiederansiedlung jüdischer Bewohner in Palästina bis in die 40iger Jahre hinein das Verhältnis der Palästinenser zu den neuen Mitbürgern nicht schlecht. Man lese Koestler.
    Der Hass aufeinander kam erst viel später.


    Vielleicht gibt es auf beiden Seiten endlich historisch informierte Politiker, die sich daran erinnern, dass es mal ein Zusammenleben gab, wenn auch in deutlich dünnerer Besiedlung und unter deutlich weniger Einfluss von Rabbis und Mullahs, die mir das eigentliche Problem darstellen.


    So, das waren meine Gedanken zum Gedicht.
    Gruß aus Kiel

    Ad 1. Das mit dem zu langsamen 2 Satz nehme ich zurück. Er passt wunderbar und ist auch keineswegs zu langsam. Ich hatte Spielzeiten um weniger als 17 Minuten in Erinnerung, doch das war ne Verwechslung mit der 5.


    dt 2. Die Aufnahme findet man hier Haitink in Dresden Sie dürfte aus 2004 stammen.


    Und wenn man dann weiter blättert wundert man sich!


    Gruß aus Kiel

    Ich höre gerade, angeregt durch Haitink und Bruckner,- das er bei Mahler inzwischen als Instanz angekommen sein dürfte, selbst in diesem Forum, setze ich mal voraus,
    auch die 7. Bruckners: Dies Mal mit der Staatskapelle Dresden.
    Live und in Argentinien konserviert.
    Wunderbares Orchesterspiel und vor allem: Bei Haitink erlebe ich Bruckner ohne Fiesematenten bei bestem Orchesterspiel, auch wenn er einen Hang hat, langsame Sätze extra langsam zu spielen.
    Was für eine Freude! Trotz der paar Huster.


    Gruß aus Kiel

    dass der Hall der Kirche ganz klar durchkommt.
    Der Beginn des letzten Satzes: man vergleiche den Klang und Nachhall der Pauken. Man hört quasi den riesigen Raum!
    Und am Ende ist es nicht zuende. Mind. 5 Sekunden hallt es nach.
    Wunderbar. Daher wirkt der Klang ganz anders als im Konzertsaal.
    Das Scherzo der 9. ist zu schnell für eine Kirche dieser Größe, hier in der 8. geht es.
    Mich wundert, dass der Anfang des Finales, der ja auch arg flott ist, einwandfrei rüber kommt.
    Gruß aus Kiel


    PS: Ich hoffe, dass ihr nun ne Vorstellung davon habt, wie die 5. unter Wand im Dom geklungen hat und bitte um entsprechenden Neid :thumbsup:


    Ach, wie ich gerade lese: Happily, Arkivmusic.com has made it available once again through its on-demand service. For Bruckner lovers it’s a must

    Arno Schmidt: "Sitara und der Weg dorthin."
    Vermutlich der erste, heute extrem schräg wirkende Versuch, May einer Analyse zu unterziehen.
    Und dann eben die kritische Ausgabe seiner Werke unter der Federführung von zunächst Hans Wollschläger.


    Gruß aus Kiel


    Klemperer gilt heute nicht mehr als Referenz für Mahler 4.
    Dafür war seine Aufnahme mit der EMI zu schwach oder soll man sagen, zu nüchtern. (Frau Schwarzkopf war ne Doppelnull, die versaute den letzten Satz komplett mit ihrem affektierten Gesinge!)
    Doch heute haben wir ca. 4 Aufnahmen aus den 50igern vorliegen (Köln, Berlin, Wien (2*?), München), in denen dokumentiert wird, das seine Lesart eines gradlinigen Mahlers mehr Dimensionen der Musik eröffnet, als die allzu betulich oft genaueren Interpretationen der letzten 30 Jahre.
    Ich habe mir heute "Ruhevoll" diverse Male angehört und komme um Klemp in Köln nicht rum. Ich habe nur 2 Aufnahmen, die da einigermaßen mitkommen.
    Der frühe Haitink und Szell, der aber ein Klangfest daraus macht. Aber eben was für eines!
    Bernstein in Amsterdam ist seltsam unstet im Tempo, wie es auch Gielen und Levine sind. Walter ist mir zu weich! Und Stenz ist bei aller Genauigkeit mir zu unbeteiligt.
    Schrecklich sind geradezu der berühmte Mengelberg und auch Horenstein, der eine mit zu vielen Schwankungen im Tempo, der andere völlig steif.


    Sehr angenehm ist mir dagegen Haitink immer vorgekommen, seine Entwicklung seit den 60igern ist allerdings nicht so toll. Die Neuaufnahme mit Frau Schäfer (2006) ist nicht besser als die alte. Immerhin singt sie manierlich!


    Aber wenn Elfriede Trötschel (Harald, Du müßtest sie kennen!!) zu singen anfängt, dann kannste sowieso alle anderen Aufnahmen vergessen!
    Dann können alle anderen einpacken! Ich wundere mich, das sie so wenig gebucht wurde. Artikulation wunderbar, Textverständnis 1A. Und sie legt die notwendige Naivität in die Stimme. Grandios!


    Gruß aus Kiel

    Donald Ray Pollock. Das Handwerk des Teufels.

    Zitat

    Arwin wußte nicht, was schlimmer war, das Trinken oder das Beten

    So beginnt ein Alptraum und ein flammender Appell an die Humanität, die eben nicht Religion bedeutet.
    Ich sage nur Lesen! Dieser Roman hat mich schwer beeindruckt, auch wenn die Zusammenführung am Ende arg VolksHochSchul mäßig ist.
    Dennoch: neben all dem gehypten Schund der letzten Jahre (Adler Olson, Larson und anderen) mit Autoren, die nicht schreiben konnten und kruden Sche... verbreiteten, hier ist wieder:
    Die harte an der Realität geschulte Literatur! Wunderbar, obwohl schrecklich.
    In einem Kapitel Pollocks steckt mehr Dramatik und Ausweglosigkeit als im Gesamtwerk von Stig Larson oder Adler Olson zusammen.


    Gruß aus Kiel

    Ich habe lange nachdedacht., warum ich von der 4. nur so wenige Versionen habe, weniger als von der 5, 7. 8 oder 9.
    Ich mag sie nämlich sehr gern.


    Die Antwort: Meine 1. CD mit der 4. war die Andreae Aufnahme von 1953. Die toppte alles: Die LPs mit Walter, Klemp (2* 1951 und 196x) und Jochum (Berlin), auch wenn die Klangqualtität unter "so lala" einzuordnen wäre und das Orchester auch nicht 1. Wahl ist.
    Später habe ich noch Tintner (unerträglich langweilig im Vergleich zu Andreae) und Celi 1988 (was für ein affektierter Kram!) und andere gehört und eine gute Alternative gefunden: Klemp 1966 in Bayern. Flott unterwegs wie immer, wenn er Live zugange war (ca. 61 Minuten) und vor allem mit dem notwendigen Druck.
    Man vergleiche mal die Aufnahme Klemps mit Knappertsbusch (1944) im letzten Satz. Kna nimmt Anlauf um Anlauf, bremst und beschleunigt, betont, wo es nix zu betonen gibt, es scheppert (Becken im letzten Satz), es drängt und so macht er quasi ne Travestie aus der Sinfonie (Sorry Joseph!).


    Und dann kommt Klemp! Klarer Aufbau, klare Tempi, straight und auf einmal ist alles deutlich und unmissverständlich da.
    Was für ein Unterschied: Hier irrationales Bedeutungsgepumpe und dort klare Ansage und viel besserer Effekt.
    Vor allem: Mit etwas Übung eiert das Orchester auch nicht so rum, auch wenn die Bayern bei Klemp nicht super sind.


    So geht es mir auch bei Andreae! Anderes lasse ich seit dem kaum gelten. Neuere Aufnahmen schätze ich auch: Dohnanyi.


    Gruß aus Kiel


    So hier noch die zwei Photos


    Norbert,
    die habe ich auch als CDs. War Ehrensache/Pflicht.
    Und bei der 8. und 9. hat es mich überhaupt (s.u.) nicht gestört, dass es so hallig war. Günter Wand hat ja entsprechend gegen gesteuert, z.B. durch langsamere Tempi.
    Im Scherzo der 9. ging es eben nicht! Zu viele Noten in zu kurzer Zeit.
    Ansonsten: Es fiel eben immer am Satzende, besonders dem Ende der 5., auf. Da dröhnte die Kirche eben noch sekundenlang nach!
    Toller Effekt!!
    Aber als 1994 die MuK (Musik und Kongresshalle) eingeweiht wurde, war es aus mit dem Dom!
    Man ging in die Muk. Ein Sch....bau! übrigens, aber akkustisch weniger problematisch.
    Wand hat ja auch Schuberts Unvollendete im Dom aufgeführt. Das war akkustisch schon arg grenzwertig.


    Gruß aus Kiel (in inniger Rivalität zu Lübeck verbunden)

    Hallo,
    in den Anfangsjahren des SH-Musik Festivals hatte Lübeck keinen Konzertsaal, der groß genug gewesen wäre, einem Orchester, wie Brucknersinfonien es verlangen, Raum zu bieten.
    (Als Barshai die 4. von DS in Lübeck im Colosseum(?) aufführte, hatte man den Eindruck, das ganze Gebäude würde wegfliegen, so ein Lärm wurde da veranstaltet)


    Deshalb wurden etliche Konzerte im Lübecker Dom gegeben und ich meine, dort Wand mit Bruckner 4, 5, 7, 8 und 9 gesehen und gehört zu haben.
    Die Akkustik war in der Tat problematisch. Als die 5. verklungen war, gab es sekundenlangen Nachhall; da merkte man erst, wie die Kirche den Klang veränderte.
    Insofern würde ich bei Wand immer zu den Konzertsaalaufnahmen greifen und wundere mich nicht, dass die anderen Lübecker Aufnahmen,- sie wurden alle im NDR gesendet- , nicht greifbar sind.


    Gruß aus Kiel


    Eigentlich wollte ich über John Marshall schreiben.
    Er gehört zu den britischen Jazzschlagzeugern, die auch im Fusionbereich tätig waren.
    Nach Phil Seamon, dem Pioneer, nach Ginger Baker, der heute immer noch mit seiner Cream Zeit indentifiziert wird, dabei ist er deutlich vielseitiger, nach Jon Hisemann, dem wohl technisch versiertesten Schlagzeuger der letzten 40 Jahre, kam John Marshall immer zu kurz.


    Daher habe ich mir ein frühes Album von Ian Carr's Nucleus gegriffen. Was Marshall hier am Schlagzeug abliefert ist schlicht sensationell.
    Bereits im Eingangsstück "Song for the bearded Lady" wird klar, wer den Rhythmus eisern zusammenhält.
    Überhaupt diese Gruppe Nucleus! Die ersten drei-vier LPs, das waren Höhenpunkte, an die selbst Soft Machine kaum rankamen.
    Kongenial fortgesetzt in Deutschland im "United Jazz and Rock Ensemble". Nur, da war Hisemann am Schlagzeug, das lebende Metronom.


    Wer John Marshall aus seiner Anfangzeit erleben will, ist bestens mit Nucleus, Soft Machine und vor allem John Surman bedient. Ach, und natürlich trommelt er auch auf "Songs for a Tailor" und natürlich "Harmony Row."


    Gruß aus Kiel

    Das 5. Klavierkonzert dudelte fast jeden Sonntag, alternierend mit der 6. unter Hvk (1962).
    Da war es klar, dass ich mir jede Menge Kempff und Beethoven angeschafft habe. Inzwischen höre ich sehr differenziert, aber meist gerne.
    Ich mecker also über einen Künstler auf hohem Niveau.


    Er ist immer "nobel" und silbrig im Klang, das 1. KK mit Kempen erstarrt gerade vor Ehrfurcht. Aber Kempff rettet vieles durch sein wunderbar klares Spiel.
    Doch das Rondo ver"geigt" er humorlos.
    Auch das Rondo des 3. ist ein Beispiel völlig humorfreien Klavierspiels, wie es sonst nur Brendel hingekriegt haben mag.
    Einfach nicht zu ertragen dies "staatstragende" Spiel.


    Die Klaviersonaten finde ich so "lala",- ich gebe aber zu, ich kenne nicht alle mit ihm. Da sind mir Schnabel, Backhaus und vor allem Gilels viel viel lieber.
    Gerade die letzten drei Sonaten, aber auch Waldstein und les Adieux kenne ich viel pointierter. Auch sein Sturm findet mehr im Wasserglas statt.


    Nebenbei. Mit Brendel kann ich gar nichts, aber auch gar nichts anfangen. Insofern bin ich, streng genommen, nicht so richtig diskussionsfähig, denn Brendel soll ja was ganz besonderes sein.


    Dann aber: Cellosonaten mit Pierre Forunier. Hier geht das Kalkül auf.
    Wunderbar ausgehört und viel besser als die "Rampensäue" Rostropowitsch/Richter, die Beethoven quasi ersäufen.


    Auch die Klaviertrios mit zusätzlich Henryck Szeryng sind Beispiele mustergültigen Spiels. Da drängt sich keiner vor und Kempff gefällt mir hier besonders.
    Da bietet sich ein Vergleich mit Rubinstein an, der ja auch mit Szeryng und Fournier im Trio gespielt hat.


    Am allerbesten ist er aber bei Schubert: Auch wenn es nicht en vogue ist, diesen Schubert zu mögen,- ich war auch jahrzehntelang Anhänger des psychopathischen Gespreiz eines Richters oder Affanasiev-, heute weiß ich, Schubert muss singbar bleiben.
    Das muss gelingen, ohne dabei trivial zu werden. Das ist der Vorteil bei Kempff, das bekommt er hin. Wie auch zum Beispiel Serkin.


    Gruß aus Kiel

    .


    Man könnte das Cover so interpretieren, doch es ist die traurige Geschchte von August Engelhardt, der allen Ernstes der Ansicht war, dass der Mensch durch den ausschließlichen Genuss der Kokosnuss quasi zu einem höheren Wesen aufsteigen könnte.
    Nun waren um die letzte Jahrhunderwende in Kaiser Willems Reich etliche seltsame Schrate unterwegs; der Dichter Stephan George, endlich fast vergessen, doch Rudi Steiner gelangte zu einer bis heute währenden Popularität mit seiner kruden Esoterik.
    Engelhardt, der übrigens an den Mangelerscheinungen seiner einseitigen Ernährung einging, ist ein besonderes Beispiel für Heilsbringergesinnung. Dazu spielte es sich größtenteils in exotischer Umgebung ab, nämlich in Neupommern, heute Neuguinea.
    40 Jahre später ging Deutschland an dem "kleinen Vegetarier mit der der absurden schwarzen Zahnbürste unter der Nase" (Kracht) zugrunde.


    Kracht bricht die Geschichte immer ironisch am Zeitgeschehen, es ist eine Mini-Mahlersinfonie über das Fin de Siecle, denn auch Engelhardts Welt geht zugrunde, der Protagonist verendet genauso wie das Kaiserreich und er merkt es erst, als alles zu spät ist.


    Der Roman wird aktuell heftig in den Zeitungen diskutiert, ein Spiegelredakteur hat von rassistischem Gedankengut geschwafelt und die auch die linke FR ist mal wieder ratlos. Anders die liberale SZ und vor allem FAZ. Die preisen das Buch. Ich finde es richtig unterhaltsam und beim 2. und 3. Lesen amüsant.


    Kracht weiß zu schreiben!
    Allerdings: Manchmal geht mir sein Bildungsbürgergeschwurbel schon auf den Nerv: So, als er unbedingt Engelhardt, als dieser in Ostpreussen weilt, von Thomas Mann wegen Nacktbaderei angezeigen lässt, um damit demonstrieren zu wollen, dass Mann es nur deswegen tat, weil der seinen Drang nach Männern unterdrücken musste.,
    Das ist schon fast so peinlich, wie seinerzeit Günther Grass in Lübeck, als er ausgerechnet aus dem "weiten Feld" die Szene vorlesen musste, wo er, Grass, nebst Frau sich in den Roman montiert hat..
    Hey, geht es auch ne Nummer kleiner?


    Gruß aus Kiel

    Wenn Du bereits im 2. Schulz stecken geblieben bist, dann wirst Du den von mir erwähnten nicht gelesen haben.
    Oder irre ich mich da?
    Der 2., Morbus fonticulli, ist in der Tat kompliziert und erfordert viel Geduld. Aber man wird reich belohnt.
    Das Ouzo Orakel ist dagegen viel schwächer.
    Und doch sehr genau beobachtet. man muss sich nur auf seine Schreibe einlassen.
    Harry Rowohlt hat es da einfacher. Der muss nur vorlesen.
    Gruß aus Kiel


    Tja, mit Hamburrchhh ist das sonne Sachä:
    (genug des Missingsch)
    In den 70iger zottelten auf dem Hamburger Kiez = St. Pauli die verwegensten Typen herum, einmalig beschrieben von Hubert Fichte in dem immer wieder wunderbaren Buch Wolli Indienfahrer.
    Dann gab es auch noch Heino Jaeger, der wohnte in einem kleinen Atelier gegenüber vom Michel. Auf ihn berufen sich heute alle möglichen „Commedians“ , aber auch der Autor dieses Romans, Frank Schulz.
    In seinem Roman taucht die aktuelle Kiezszene auf und wird wunderbar beschrieben. Sie ist frei von Romantik, nur noch kalt und grau!
    Immerhin biegt man nach dem gemeinsamen Tisch-Tennis Spiel in der Turnhalle des „Günther-Jauch Gymnasiums“ in Eppendorf in den „Heino-Jaeger Weg“ ein.


    Worum geht es in der Geschichte?
    Um Freundschaft, Verrat und Vertrauen und um den Missbrauch von Vertrauen in einer zunehmend kommerzialisierten Welt, die keine Werte mehr kennt, wenn der Preis entsprechend ist. Das Ganze ist gepackt in eine surreale Kiezgeschichte mit Protagonisten, in denen unschwer manch heutige Prominente zu erkennen sind.
    Es beginnt mit der 1. von 4 Szenen, die mich irgendwie neben Splatter, Tarantino und Co. auch an Jack Arnolds „der Schrecken vom Amazonas erinnern. Diese Szenen einer Zeugin, die das Ganze in YouTube gestellt hat, bilden quasi den Rahmen der Handlung.
    Darin wird Onno, 53 Jahre, Tischtennisspieler, Nichtschwitzer und Harz IV Empfänger zum Detektiv, weil er ja sonst nix kann.
    Sein Kumpel schanzt ihm dann einen Auftrag zu und das Unheil beginnt.
    Am Ende gibt es viele Verlierer!
    Leider ist es schwer, zunächst in den Roman reinzukommen, denn Schulz beginnt wie auch schon im Ouzo Orakel breit und lang introduzierend, mit teilweise um Witze bemühter Sprache. Ca. ab Seite 70 hat er sich frei geschrieben und dann geht es los. Die letzten 250 Seiten habe ich in einem Zug gelesen und streckenweise die Lektüre wiederholt, denn manchmal wurde es arg kompliziert mit den vielen Querverweisen.
    Allerdings ist der Roman nichts für sprachliche Feingeister, die Thomas Mann für den Gipfel der Sprachkunst halten.
    Beispiel: „Auf dem Herd stand fürs Abendessen ein Bottich Kartoffelsalat parat und im Kühlschrank eine Flasche 98er Sorgenkärner Schmutzfuß von ALMOS (wie der schöne Raimund zu sagen pflegte, “ne schöne Pulle Essig) und damit waren die Bedingungen für einen gemütlichen Fernsehabend GFA erfüllt……“
    Viel Dialekt und sehr übertrieben dargestellte Personen; wer "The Big Lebowski " und "Fargo" kennt, wird etliche Typen wieder entdecken. (Gaear Grimsrud)


    350 Seiten Spaß am Lesen, wenn auch eben eine zu lange Ouvertüre und ein zu ausgewalzter Schluss trüben das Bild ein bisschen. 4 von 5 Punkten.
    Gruß aus Kiel

    Hallo,
    dass Goldschmidt der Starkomponist der späten 20iger und frühen 30iger Jahre war, war mir klar. Dann "flog er aus Deutschland, wenn auch nicht mit dem Flugzeug", um mal Klemp zu zitieren.
    Ich wollte anmerken, dass er um 1959 vergessen war. Man hat ihn dann Ende der 80iger quasi wieder "ausgebuddelt".
    Dass Legge ihm geholfen haben mag, erscheint mir plausibel.
    Vielen Dank. Ich revanchiere mich mit einem kleinen Artikel.
    Leberecht über Goldschmidt
    Gruß aus Kiel

    a) angeblich soll Karajan nach einem Szell Konzert mit dem Cleveland Orchester wie wild geprobt haben, um sich zu überzeugen, dass die Berliner doch genauso gut sind.
    b) Es gibt nen Probenmitschnitt von 1966(?) mit Klemp und den Berliner, wo er ihnen zur Pastorale den "Karajan Sound" ausgetrieben hat. Sehr mühevoll. Aber das Konzert war dann eben etwas ganz anderes. Testament hat es dokumentiert.


    Nichts desto weniger. Ich fände es angemessen, diesen 1962-er Zyklus als die Geburt der Beethoven Stellung innerhalb der DGG zumindest in der BRD zu akzeptieren. Trotz Kempff und Jochum! Alles frühere war irgendwie alt (da hat Alfred völlig recht) oder EMI. (Und das waren die Tommies!)
    Dann begann so langsam ein frischer Wind durch das vermuffte (wiederholung) Adenauer Reich zu wehen.
    Man beachte auch die seit Ende 50iger Änderungen in der Architektur oder Literatur. (Walser (Ehen in Philipsburg) Grass (Blechtrommel), Johnson (Mutmassungen), Frisch (Stiller), ich kenne mich da nur bei Literatur gut aus, aber auch Arno Schmidt (Das steinerne Herz)
    Und Hvk und seine Berliner pusteten den Furtwängler Staub von den Büsten!
    Furtwängler war lange tot und wir 8-9-jährigen Kinder kannten Hitler erst mal nur von den Briefmarken. Unsere Eltern erzählten ja nix!
    (Das mag für heute 30-jährige befremdlich wirken, es war aber so und mag auch eine Erklärung für die 68iger sein, die das Schweigen nicht mehr aushielten)


    Ok, das mag den damaligen Ruhm erklären.
    Heute sind historische Aufnahmen deutlich günstiger als neuere. Und Hvk kennt heute noch jeder Klassikliebhaber. Zum Glück!
    Daher vielleicht?.......... das heute.


    Ich meine, über die künstlerische Qualität mag man heute von mir aus streiten (aber bitte nicht mit mir). Es war ein Zyklus, der für die DGG so wichtig war wie für andere der Sieg in Bern für den Fußball. So nun habe ich mal mich weit aus dem Fenster gelehnt.
    Gruß aus Kiel

    Jetzt beim dritten Hören,- ich bin krank geschrieben, schwere Bronchitis, daher kann ich zu Hause rumsitzen-, gefällt mir die Aufnahme immer besser.
    Ich wiederhole erst mal:

    GUSTAV MAHLER
    Symphony No. 3 in D minor
    Helen Watts, contralto
    BBC Women's Chorus
    Highgate School Boys' Choir
    Philharmonia Orchestra
    BERTHOLD GOLDSCHMIDT, Conductor
    Recorded 26-28 January 1959


    Den 1. Satz legt er sehr klug an! Er steigert nämlich das Tempo von gaaanz gemächlich immer mehr und das Orchester, noch nicht erschöpft, spielt super!
    Allerdings ein paar Sonderbarkeiten (Keine Partitur zur Hand) Figurative Momente der Flöten werden ganz knapp gehalten. Sehr oft schlägt er fast schon übertriebene Marchsequenzen an, die ich so noch nie gehört habe.
    Große Posaune! 35.21
    2. Satz. Sehr polyphon: Wunderbar 10:42 Dennoch eigenartige Betonungen, die ungewohnt aber schlüssig sind.
    3. Satz. Seltsam schnell wirkt er, ist er aber nicht 15:21 (ok, 2-3 Minuten weniger als die üblichen Verdächtigen) Hier spielt er wirklich mit dem Tempo und den daraus resultierenden Eindrücken. Von ganz heiter bis hin zu todtraurig ist alles dabei. Das Posthorn leistet sich ein paar Patzer, einmal ist das Orchester kurz "in schwerer See".
    Aber der Satz ist an sich der Hammer!
    4. Satz gaaanz langsam: 12:04 Und Helen Watts singt betörend. Schlimme Kiekser im "Posthorn." Die Oboe mauzt wie ne Katze! Toller Effekt!
    Der REst ist fast Routine. Den letzten Satz zu vermasseln, das wäre schon ein Kunststück für sich selbst.


    Rhythmisch ist er immer äußerst flexibel, was dem späten Horenstein bekanntlich abging, er hat aber einen Hang zu zackig ausgeführten Märschen. (Ob das immer so in der Partitur steht??)


    Eine prima Aufnahme: Sie ist etwas für unseren Kollegen Thomas Pape, der sie dann mit denen Horensteins vergleichen kann.
    Nach dem Motto der Klaus Havenstein Sendung "Sport-Spiel Spannung, Zwei aus einer Klasse." (Falls sich noch einer erinnert!)
    Immerhin waren Goldschmidt und Horenstein in den frühen 30igern in Berlin in derselben Komponistenklasse Schrekers.


    Und zu dieser Aufnahme gibt ein Telex von Horenstein.

    Zitat

    Horenstein also heard the broadcast and sent the following telegram to Goldschmidt immediately afterwards: 'Profoundly impressed by truly Mahlerian interpretation and performance. Am sending you my warmest congratulations and cordial greetings.'"


    Gruß aus Kiel


    PS: Ich wüßte zu zu gerne, wie der völlig unbekannte Goldschmidt es geschafft hat, das er für dieses Riesenwerk, welches Unsummen für damalige Zeiten an Aufführungskosten gekostet haben muss, das Philharmonia Orchestra des bekanntlich oberknickrigen Walter Legge gekriegt hat. Klemp mußte noch 2 Jahre warten, bis er Mahler 2 machen durfte. Das war vorher Legge zu teuer!


    Nachtrag: ich habe nochmals den 6. Satz nachgehört. Einfach nur zaubrisch, vor allem, wenn er in den Streicherpassagen das Tempo so anzieht, das das Ganze sehr liedhaft wirkt.

    Goldschmidt, siehe oben ist doch erheblich besser, als ich beim ersten mal Hören einräumen wollte.
    Das Orchester ist zwar nicht besser geworden, denn es war schon super, aber ein paar Kiekser sind zuviel in den Bläsern. Die habe ich überbewertet.
    Der 4 Satz ist ausgezeichnet und fast 13!!! Minuten lang. Da muss man sich dran gewöhnen.
    Helen Watts singt prima.
    Also: Empfehlung.


    Gruß aus Kiel

    GUSTAV MAHLER
    Symphony No. 3 in D minor
    Helen Watts, contralto
    BBC Women's Chorus
    Highgate School Boys' Choir
    Philharmonia Orchestra
    BERTHOLD GOLDSCHMIDT, Conductor
    Recorded 26-28 January 1959


    Berthold who?
    ich will hier keine Biografie ausbreiten, empfehle dazu Goldschmidt
    Diese Interpretation von Mahler 3 gilt als Meilenstein, weil er im Satz "Oh, Mensch" als angeblich erster überhaupt die Bezeichung "Hinaufziehen" als Glissandi hat ausführen lassen. Heute ist das Allgemeingut. Rattle, will diesen Effekt bei Goldschmidt abgehört haben.
    Ansonsten nur was für Sammler. Nicht besonders tolles Orchesterspiel, Tonqualität Schulnote 4 und oft zu bedächtigt.
    Aber interessant.


    Gruß aus Kiel

    DMITRI SHOSTAKOVICH
    Symphony No. 4 in C minor, Op. 43
    The Philadelphia Orchestra
    Eugene Ormandy
    Recorded 15 February 1963


    Die Erstaufführung des Werkes in den USA. Zu der Zeit gab es noch kein Überfülle an Vergleichsaufnahmen, Eugene Ormandy mußte sich quasi in die Partitur ohne Hilfestellung einarbeiten.
    Aber ein Meister wie er schaffte das spielend!
    Es klingt völlig anders, als wir es von Kondrashin gewohnt sind. Bessere Streicher, völlig andere Temporelationen, der Walzertzeil im 3. Satz kommt leichtfüßig wie von Strauss daher.
    Sehr interessant. Diese Aufnahme verdrängt zwar nicht meine Lieblingsaufnahmen von Nelsons (live) und Previn, hat aber einen Ehrenplatz, so wie Erinnerung an Barschai in Lübeck. Zum Schluss: Jede Menge "Bravos!" Völlig berechtigt.
    Gruß aus Kiel

    Und das ist auch was!
    DMITRI SHOSTAKOVICH
    Symphony No. 8 in C minor, Op. 65
    Berlin Philharmonic
    PAAVO BERGLUND, conductor
    Recorded May, 2001

    Der kann (konnte) "Düster", man glaubt es nicht.
    Und die Berliner waren in Höchstform! Ich sage nur Albrecht Mayer! Was der da abliefert!
    So ne Klasse hatte Mra nicht zur Verfügung! Aber welches Orchester hat das schon?


    Gruß aus Kiel.e

    ANTONIN DVORAK
    Piano Concerto in G minor, Op. 33
    Rudolf Firkusny, piano
    ANTON BRUCKNER
    Symphony No. 6 in A major
    The Boston Symphony Orchestra
    WILLIAM STEINBERG, conductor
    Recorded in Symphony Hall, Boston MA
    16 January 1970

    Eine sehr schöne Aufnahme aus der Zeit, als Bruckner noch etwas für Spezialisten war. Und Steinberg kannte man in Europa nur noch vom Hörensagen.
    Gruß aus Kiel

    Alfred,
    es war nicht meine Absicht, Dich zu beleidigen!
    Sollte das passiert sein, bitte ich um Entschuildigung.
    Dass die Bemerkung frech formuliert wurde, gebe ich gerne zu, denn es passierte just zum zweiten Mal in diesem Forum, dass ich Dich in dieser Sache korrigieren musste.
    Daher der schärfere sarkastische Ton.


    Ich persönlich bin froh, wenn ich im Forum dazu lerne und sei es, alte Urteile zu revidieren (Plüschklang der 5. von 1982 siehe Glockenton).
    Gruß aus Kiel


    PS: Anekdote um Klemp und Mendelsohn: Beide im Plattenladen in Wien, 1951. Klemp sucht eine Platte mit seiner Beethoveneinspielung (VOX 5. oder 6.), vergeblich.
    Er fragt einen Verkäufer, der bietet ihm alles mögliche andere an. Klemp: "Verstehen Sie nicht, ich bin der Dirigent Klemperer." Darauf der Verkäufer. "Dann ist ihr Begleiter wohl Herr Beethoven." "Nein, das ist Mendelsohn"
    (Aus: Sagen Sie doch einfach Otto.)


    Noch was.

    Zitat

    Legge bemängelte das für einen Tanz doch entschieden zu langsame Tempo, was aber bei Klemp nur die beschriebene Reaktion hervorrief.


    Klemp bestand darauf, dass es ein Bauerntanz sei. Der sei so langsam, täppisch und derb. Siehe auch Mahler 9 Im Tempo eines gemächlichen Ländlers...
    Alle Pastoralen aus der Hand von Klemp sind an dieser Stelle so.

    Zitat

    Was immer er in der Öffentlichkeiut darüber gesagt haben mag - oder hatte: Er war eher deprimiert.


    Tja, manche wissen eben etwas alles genauer. Das nennt man dann wohl Schmäh!


    Im Ernst.
    1) Legge hat Klemp das erste Mal nach langer Zeit Anfang 1954 gesehen. Da war dieser depressiv, konnte kaum Laufen (Hüftop) und nur im Sitzen dirigieren. Das muss schockiert haben.
    Bis zum Frühjahr 1957 hatte sich Klemps Zustand soweit stabilisiert, dass er bester Gesundheit war, im Stehen dirigieren konnte und auch wieder gut zu Fuß war.
    Der 2. Unfall Ende 1958 war noch nicht abzusehen, der 3. 1967 fiel nicht mehr in Legges Amtzeit (haha).


    2) Mendelsohn war bereits 1952 "seines Amtes" enthoben worden, als er eigenmächtig die Aufnahme der 3. Mendelsohns (ein anderer hahaha, der Felix eben), die Klemp in Wien (Sinfoniker 1951) ohne 4. Satz zurück gelassen hatte, vollenden und publizieren ließ. In der Folge dieses Streits unterzeichnete Klemp übrigens erst den Vertrag mit der EMI.
    Dannach hatte man keinen Kontakt mehr. Klemp lies sich fortan von seiner Tochter Lotte verteten, die als erste Maßnahme vernünftige Gagen durchsetzen konnte.
    Diese Anekdote wird allerdings richtig, wenn man bedenkt, dass Herr George Mendelsohn Chef des Plattenlabels VOX war und Klemp sich dauert über die schlechten Verkaufszahlen seiner Aufnahmen bei VOX beklagte. Er hatte nämlich Schulden bei Mendelsohn und der Abtrag über Tantiemen dauerte ihm zu lang.


    Tut mit leid Alfred, aber ich würde mich freuen, wenn Du diese Fakten in Dein Wissen aufnehmen würdest und nicht immer dieselben Heurigengeschichten verbreiten würdest. Sie werden nämlich auch durch permantes Wiederholen leider nicht richtigt!
    Die Quellen findet jeder bei Peter Heyworth: Klemperer His Life and Times Vol 2, Walter Legge: In and Off the Record, Suwi Ray Grubb: Kann der denn Partitur lesen.
    Und bei Osborne: Karajan Leben und Musik.
    Es gibt auch nen Anekdotenband: "Sagen Sie doch einfach Otto", bei Piper erschienen von Charles Osborne und Kenneth Thomson mit einem Vorwort von Nicolai Gedda!


    Allerdings und darauf kam es mir an: im Vergleich zum Jungspund HVK konnte Old Klemp eben nicht punkten.


    Gruß aus dem hohen Norden.