Beiträge von Frullato

    Ich lasse mir gerade wieder mal die 5. von Mahler erläutern:



    Ich finde alle Mahler CDs von Benjamin Zander hörenswert und seinen Vortrag mit Musikbeispielen (nicht nur von Mahler) dazu höchst interessant. Besonders die Aufnahme der 9., in der eine Seite der Partitur beigelegt ist, mitsamt der typischen Einzeichnungen des Dirigenten. Anhand dieser Seite beschreibt Zander die Aufgabe des Dirigenten und worauf dieser zu achten hat.

    Lieber spät als nie ...


    Dazu kann ich dieses Buch empfehlen:



    Es wurde in dem Forum bereits empfohlen. Besonders interessant fand ich den chronologischen Aufbau. Außerdem ist es recht eingängig geschrieben. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Was ich aber während der Lektüre oft aus der Hand geben musste, war mein Geld. Die Beschäftigung mit dem Thema sorgte für EINIGE CD-Käufe. Nur als kleine Warnung vorab. :D

    Da kann ich nur zustimmen. Die Aufnahme des Violinkonzerts durch Janine Jansen und Paavo Järvi ist einfach umwerfend. Nach dem Hören habe ich erst einmal alles, was ich von Britten hab,e zusammensortiert und die ein oder andere Aufnahme noch bestellt. Nun muss ich erst einmal alles "abarbeiten".
    Doch diese Art von Arbeit macht das Leben süß ...


    Wenn ich durch bin, kann ich mich an dieser Stelle noch einmal äußern.

    Höre ich zwar nicht jetzt (bei der Arbeit), sondern gestern Nacht um 1.00 Uhr.



    und



    Vor allem letztere Aufnahme ist sehr empfehlenswert, da sie "alt" und "modern" gegenüberstellt.
    Ich hatte am ganzen Körper eine Gänsehaut, was für mich ein gutes Zeichen ist.

    Gerade hangele ich mich von einer Thomas Quasthoff-Aufnahme zur anderen - auf Youtube.


    Ich habe den "Fehler" begangen, mir am Wochenende seine Biographie zu kaufen ... Das wird in naher Zukunft sicher in ein paar weitere CD-Käufe münden. Irgendwelche Empfehlungen außer der Winterreise, die ich schon länger habe?

    Daraus zunächst das Harpsichord Concerto von Górecki.



    Habe ich vor etwa einem Jahr in Hamburg live das erste Mal gehört. Allerdings mit Piano anstelle des Cembalos. Nach meiner anfänglichen Enttäuschung darüber, dass es die Version nicht auf CD gibt, finde ich diese auf ihre besondere Art noch besser. Geradezu angenehm gruselig.


    Und weil es so schön war, gleich den Rest der CD hinterher.

    Nachdem ich mich heute Morgen klarinettespielenderweise schon an Mozarts Kegelstatt-Trio versucht und vergangen habe, hier eine kleine Wiedergutmachung - ein kleiner Interpretationsvergleich des Klarinettenkonzerts:





    Letztere CD lohnt schon alleine wegen der Aufnahmen der Werke für Klarinette von Debussy und Takemitsu.

    Zitat

    Original von BigBerlinBear


    Wenn Leonhardt die richtigen Drogen nimmt vergisst er alle Gravität und es geht echt "die Post ab" ! Deshalb meine Tanz-Empfehlung für den KSM diese Scheibe hier:
    :hello:



    Dazu die Presse:


    FonoForum 03 / 06: "Erhaben und mit noblem Gestus lässt Leonhardt die schöne Musik dahinfließen. Frei von jeder Effekthascherei und Eile, schein [sic] überlegener und organischer die Musik kaum strömen zu können."

    Unter Blechbläsern gibt es ein paar hässliche Witze über das Instrument Klarinette. Die sollten mal diese CD hören:



    Das Trio gastierte letztes Jahr zum "Jahr der Klarinette" in Schleswig-Holstein auf Sylt - ohne den Pianisten.
    Ein ganz hervorragendes Konzert - mal zu dritt, mal zu zweien, mal solo. Von Mozart bis Moderne. Und mit launigen und informativen Einfürhungen zu den einzelnen Werken seitens Herrn Meyer.

    Zitat

    Original von sagitt
    Sagitt meint:


    Ich fand es gut. Das Können des Johann Sebastian Bach widersetzte sich einem schnellen Konsum. Man kann nicht einmal eben Noten heranholen und dann eine Bach-Kantate singen.


    Das gefällt mir. Als Sänger wird man in seinem Bemühen gefordert. Bach will erorbert sein.
    Als Sänger im Bremer Domchor habe ich nur einen Wunsch: Johann Sebastian Bach. Erfreulich ist unsere nächste Motette im wieder gewidmet.
    ....


    Das kann ich gut nachvollziehen. Seit knapp 2 Jahren lerne ich Kirchenorgel. Da kommt man um Bach nicht herum. Ich schätzte schon vorher seine Musik, aber durch das aktive Erarbeiten seiner Werke lernt man die Musik noch einmal ganz anders - weil intensiver - kennen.


    Interessant daran ist: Seine Musik begleitet einen Organisten von Anfang an. Selbst für absolute Orgelananfänger wie mich mit etwas Klaviererfahrung gibt es von ihm spielbare und gleichwohl anspruchsvolle Stücke - mit einigen kleinen Fallen und Herausforderungen allerdings. Das heißt: Wenn man nicht genau aufpasst, fliegt man aus der Kurve. Mein Orgellehrer sagte, dass sich das durch alle Orgelstücke von Bach durchzieht. Und das ist ganz unabhängig davon, auf welchem spielerischen Niveau sich der Organist befindet.


    Bach macht es niemandem einfach. Man wächst daran, ob als Laie oder Profi. Somit ist aber der Lohn, wenn man mal ein Stück endlich in den Fingern und Füßen hat, ist um so größer und süßer.

    Na das ist ja interessant.


    Für mich sind das auch zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Ich bin mir sicher, der Veranstalter oder die Leute dahinter sehen das auch so. Aber was tut man nicht alles, um das Potential an Besuchern zu erhöhen? (ist nicht böse gemeint)


    Als ich vor drei Jahren noch bei München wohnte, war ich in Regensburg. Ich wollte aber nur in die Instrumenten- und Notenausstellung. Abgesehen davon hatte ich mich sehr kurzfristig entschieden und mich nicht im Vorfeld um Karten für Konzerte gekümmert.
    Damals waren die Instrumente zur Besichtigung und die CDs zum Verkauf aber - nach meiner Erinnerung - ausschließlich dem Bereich "Alte Musik" zuzuordnen.


    Eben drum!


    Letztens hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem international bekannten Dirigenten (spezialisiert vor allem auf Haydn, Mendelssohn-Bartholdy und Mozart). Er meinte, dass jemand, der bei einem Konzert, in dem gerade eine Rossini Ouvertüre geboten wird, den Kopf mit ernster Miene in die Hände legt und andächtig mit weihevollem Blick lauscht, ein "A...loch" ist (die Punkte in dem Zitat sind von mir).


    Was er damit sagen wollte: Es gibt klassiche Musik, die unterhalten will und dafür geschrieben ist. Er verwehrt sich auf der anderen Seite aber (zurecht), eine "Kuschelklassik-CD" aufzunehmen, auch wenn ihm das Angebot schon das ein oder andere Mal gemacht wurde.


    Er konnte sich auch nicht erklären, wie man für ein solches Projekt ausgerechnet auf ihn käme. Wer ihn schon einmal in einem Konzert gesehen hätte, wüsste, dass bei ihm die Fetzen fliegen und nichts seiner Darbietungen auch nur im geringsten etwas mit Kuschelklassik gemein hätte.
    Da haben scheinbar unvergleichlich musikverständige "Produktmanager" der Plattenfirmen wohl wieder mal ganz genau den Markt beobachtet ... :no:


    Das mit dem Unterhaltungsanspruch unterschreibe ich jederzeit. Ich gehe ja auch nicht nur ins Programmkino oder schaue ausschließlich ARTHAUS DVDs. Popcorn-Kino ist zwischendurch auch was Feines. Und ich höre auch andere Musik als nur klassische.


    Aber die klassische Musik hat durchaus auch das Zeug zum Unterhalten - eben auf hohem Niveau. Und wieso sollte man sich nicht einfach von Musik unterhalten lassen wie damals Kaiser und Könige (dank CD und Platte muss man nicht ein ganzes Orchester finanzieren)?


    Die volle Breite einer Sinfonie von Mahler, Bruckner oder Schostakowitsch kann ich auch nicht permanent über mich ergehen lassen, mal ganz abgesehen vom zeitlichen Investment. Das hängt auch von der Stimmung ab. Und es ist auch nicht jedermanns Geschmack wie auch eine Sache der Gewöhnung.
    Doch ich bin sicher, dass in dieser wundervollen Musik, die wir in diesem Forum so schätzen, durchaus für jeden etwas dabei sein kann, was gefällt und unterhält. Man muss nur ein wenig Geduld, offene Ohren und ein offenes Herz haben. Und vielleicht auch jemanden, der einen da ein wenig heranführt.


    hörer
    Danke für die Erfolgswünsche.


    Gruß


    Frullato

    Nach einem interessanten Interview mit Simon Rattle in der heutigen Ausgabe der ZEIT, muss ich jetzt unbedingt die 90. und 92. Sinfonie dieser Gesamtaufnahme anhören.




    Rattle sagte in dem Interview:
    "Was muss er [Haydn] für gute Musiker gehabt haben! In Bezug auf die Symphonie Nr. 90 schreibt er: Ich würde sehr dazu raten, das Stück vor dem Konzert einmal durchzuspielen, weil es so immense Schwierigkeiten enthält. Er schlägt also vor, ausnahmesweise mal eine Probe abzuhalten! Was bedeutet: Normalerweise haben die Musiker die Symphonien einfach so gespielt - ohne Probe. Das muss man sich mal vorstellen."


    Weiter:
    "Ich bin überzeugt, die haben die Sachen so locker und frei gespielt wie ein Jazzkonzert. Und sie hatten garantiert Spaß."


    In diesem Sinne ...


    Der Beitrag könnte fast wörtlich von mir sein ...


    In meinem Umfeld habe ich zwar viele Musiker (ich bin aktives Mitglied in einem Blasorchester, das durchaus auch anspruchsvolles Repertoire spielt), aber keiner interessiert sich so richtig für klassische Musik. Also so, dass man sich darüber ein wenig tiefer austauschen könnte.
    Im Rahmen eines Berlinausfluges unseres Vereins habe ich organisiert, dass wir eine Probe eines Orchesters in der Berliner Phliharmonie besuchen konnten. Die meisten haben schon nach 1 Stunde aufgesteckt und sind gegangen. Von 45 Leuten blieb ein harter Kern von 5 Personen bis zum Ende.


    Selbst meine Familie verdreht ein wenig die Augen ob meiner Musikver(be-)sessenheit. Manchmal fragt mich meine Frau, wann "er denn tot ist", wenn die Musik wenig dramatischer anschwillt.
    Bei meiner Tochter (12 Jahre) versuchte ich von Anfang an langsam und behutsam das Interesse auf klassische Musik zu lenken. Noch ohne Erfolg, aber ich bin geduldig. Wenigstens hat meine Famile sich mit mir zusammen "Porgy und Bess" in Hamburg angeschaut und meine Tochter hat 3 Stunden in o.g. Probe ausgehalten (wo hätte sie auch sonst hin gehen sollen?). Aber ansonsten gehe ich alleine in Konzerte und höre auch meine CDs in der Abgeschiedenheit meines "Spielzimmers".


    Ich plane nun, die Dinge in Bezug auf Vermittlung von Liebe zur klassischen Musik selbst ein wenig in die Hand zu nehmen: Auf unserem Eiland will ich in Zukunft Kurse zum Thema klassische Musik anzubieten. Themen habe ich schon. Mir fehlen nur noch Termine und die Orte, wo das statt finden soll. Und beim Preis dafür bin ich mir noch sehr unsicher. Ich habe keinerlei Gefühl dafür, was es den Leuten wert wäre. Mal sehen, wie es sich entwickelt.



    Das Englisch Horn - wie schön!


    Ich könnte mich durchaus mit dem Gedanken anfreunden, dass "... sich der Name aus „Engels-Horn“ entwickelte (Engel spielen auf sakralen Bildern Hörner, die an das Englischhorn erinnern.)" Wikipedia


    Leider ist das Englisch Horn fast noch abseitiger als die Oboe, was deren Einsatz für Freizeitmusiker angeht, besonders wenn man regional bedingt nicht die Möglichkeit hat, in einem Freizeit-Sinfonieorchester oder anderer (klassischer) Besetzung zu spielen.


    Aber: Ich setze die Oboe nun wenigstens als Drittinstrument in unserem Blasorchester ein. In unserem gesamten Repertoire hat das Englisch Horn nur ca. 8 Takte zu spielen - ich habe die Stelle daher für Oboe umgeschrieben. Der Kauf eines Englisch Horns lohnt dafür eher nicht.:no:
    Und in welchem Stück spielt wohl das Englisch Horn? In "Moments for Morricone", einem Medley aus Melodien zweier Western, die Morricone vertont hat ... ;)


    Vielleicht im nächsten Leben - oder dann doch die Bassposaune?


    Ach ja, ich vertrage es - gleich bei welchem Instrument - kaum, wenn man mir beim Musikhören reinquatscht. Ich bin doch nicht im Aufzug, im Kaufhaus oder beim Zahnarzt auf dem Stuhl.

    Zitat

    Original von Klangbild
    Von diesem Cellisten muss ich unbedingt mehr hören, öfter hören, genauer hören! Zumal er offenbar auch alle Bach-Cellosonaten eingespielt hat. Weiss jemand mehr dazu?


    Liebe Grüsse aus Basel!
    :hello:




    Über die von Isserlis eingespielten Cello-Suiten von Bach kann ich nicht viel sagen, d.h. nichts außer dass sie bei Amazon von einer Person sehr gut besprochen sind.


    Was ich aber sagen kann: Es gibt ein hervorragendes Buch über Cellisten (Harald Eggebracht - Große Cellisten) aus dem Jahre 2007, in dem auch ein paar Seiten dem genannten Künstler gewidmet sind.
    In diesem Buch steht auch, dass Isserlis´ größte Zuneigung nach eigenem Bekunden Schumann gilt.

    Das erfrischt und tut gut, obwohl hier oben auf der Insel der Wind heute schon genug bläst:




    Seitdem ich Herrn Fey persönlich kennen lernen durfte, kann ich den Aufnahmen der Heidelberger Sinfoniker noch mehr abgewinnen. Er ermöglichte mir auch einen Sneak-Preview in die neueste Aufnahme der 5. Sinfonie von Mendelssohn-Bartholdy und erläuterte mir ein paar "insights" in seine Art aufzunehmen.


    Danach höre ich dann:




    Ein Konzert mit Martin Stadtfeld und den Heidelberger Sinfonikern habe ich vor knapp 3 Wochen besucht. Dort wurde unter anderem auch das Bach Piano Concerto No. 1 in D minor, BWV 1052 gegeben. Es hat mir sehr gut gefallen.

    Das mit dem Ausprobieren kann ich auch nur empfehlen! Schließlich hört und fühlt ein jeder anders.


    Als ich damals unbedingt den AKG 701 kaufen wollte - zusammen mit einem Verstärker, bat mich der Verkäufer, doch einmal einen Sennheiser dagegen auszuprobieen. Gesagt getan ...
    Er fragte mich dann nach dem Unterschied und ich musste zugeben, dass ich den AKG nicht im geringsten gespürt habe. Beim Sennheiser fühlte ich mich eingeklemmt. Der Verkäufer sagte, dass er mit der Antwort gerechnet habe, er wollte mich aber nicht beeinflussen und vorher etwas zum Tagekomfort sagen.
    Auch klanglich hat mich der KH natürlich überzeugt.


    So passiert er mir nun häufiger, dass ich den - auch optisch von der Norm abweichenden - Kophhörer aufsetze, die Musik starte und dann einen Hörer erst einmal lüpfen muss, weil ich mir unsicher bin, ob die Musik nun über den LS oder den KH kommt. Mit anderen Worten: Man hat den Eindruck bzgl. Klang und Komfort, dass man keinen KH auf hat. Der Klang ist sehr räumlich und natürlich. Und das ist es, was mich auch im Nachhinein immer wieder aufs Neue von dem Gerät überzeugt.

    Da ich erst seit kurzer Zeit Mitglied des Foums bin, kann ich erst jetzt etwas zu dem Thema von mir geben ...


    Sehr empfehlen kann ich ein Buch mit CD vom Alban Berg Quartett. Das gibt es bei Amazon zwar nicht mehr neu, aber von Anbietern wie neu. Der Preis ist ein geringer und man kriegt noch interessante Informationen und Einblicke zum Thema Streichquartett und den auf der CD befindlichen Werken (Schubert: Streichquartette Nr. 10 und 14 - "Der Tod und das Mädchen" - sowie einen Auszug aus dem Streichquartett Nr. 12).
    --> DIE ZEIT Klassik-Edition, Bücher und Audio-CDs, Bd.16 : Alban Berg Quartett lesen und hören, Buch u. Audio-CD (Gebundene Ausgabe) - ab 5,95 €


    Wenn man einen sehr umfassenden Einblick erhalten will und auch ein wenig Geld investieren mag, gibt es seit Jahren und 2007 neu aufgelegt den Harenberg Kulturführer Kammermusik: Werkbeschreibungen von über 780 Werken der Kammermusik, Biografien von 118 Komponisten (Gebundene Ausgabe) - neu ab 50 € und gebraucht ab knapp 35 €. Die Bandbreite geht von alt bis modern und Besetzungen von Solo bis Nonett.


    Passend dazu ein Paket von 12 CDs (Harenberg Kammermusikführer [Box-Set]) - neu ab 145 € und gebraucht ab 27,-- €.


    Als ich angefangen habe, mich mit klassischer Musik zu beschäftigen, habe ich alle drei Bände gekauft (Konzertführer, Kammermusikführer und Klaviermusikführer) - allesamt KlassikmusiVERführer.


    Wenn man in Betracht zieht, dass es auch schwarzen Humor gibt, dann könnte man noch gut Schostakowitsch ins Feld führen. Da klopft man sich vor lachen eher nicht auf die Schenkel, sondern grinst eher grimmig vor sich hin. In seiner Situation blieb ihm oft nichts anderes übrig, als mit Entsetzen Scherz zu treiben.


    Das zeigt sich nicht nur in Einzelheiten, sondern auch im Großen. Wie käme man sonst auf die Idee, eine Sinfonie im klassischen Stile Haydns zu komponieren statt einer Ode an Stalin im heroischen Stil Beethovens Neunter - mit Chor und allem, was dazu gehört? Eine solche erwartete Stalin nämlich als er Schostakowitsch mit dem Werk beauftragte.


    Hier könnte man nun trefflich streiten: Ist das nun Humor oder einfach nur eine besondere Form der Todesverachtung?


    Was sagte Woody Allen einmal? Wenn er einen Abend in Todesangst verbringen wollte, dann würde er seinen Versicherungsmakler einladen. Ich selbst höre lieber Schostakowitsch, wenn ich mir Schauer über den Rücken laufen lassen will - und bin dabei glücklich darüber, dass ich nicht in einem solchen politischen System leben muss wie dieser Künstler damals.