Beiträge von Rienzi

    Ullis Überzeugungskraft habe ich zu danken, daß ich die Zyklen mit Brüggen und Immerseel gehört habe (kennen wäre etwas überheblich).


    Als 60+ habe ich natürlich die "konventionellen" Zyklen wie Bernstein, Böhm, Klemperer, Konwitschny, Sawallisch, Toscanini und den mit Zinman.


    Meine Empfehlung:
    Hört Euch Brüggen und Immerseel an. Letzterer war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, Ulli hat so treffend "Feuersturm" verwendet (gilt nicht nur für die Eroica).
    Brüggen ist für mich so die Goldene Mitte "auf dem Weg zu Immerseel".

    Danke für Deine Antwort.
    Bezüglich des Kopierens von Covers sind wir einer Meinung.


    Ich versuche jetzt eine ehrliche Begründung für meine Auswahl zu treffen. Die Dürftigkeit der Begründung ist mir durchaus bewußt.


    Bruckner: Symphonie Nr. 8 - Diese habe ich mit ihm und den Wr. Philharmonikern bei einem Konzert iim Brucknerhaus Linz gehört und hat mich, ob der Fülle des Orchesterklangs beeindruckt. Dabei wurde das nie so bombastisch, wie man es bei Bruckner befürchten muß. Noch schlanker scheint mir seine Aufnahme mit den Berlinern.


    Wagner: Ring ohne Worte - Hier fasziniert mich die Zusammenfassung des Werks auf rund 70 Minuten ohne daß nur Leitmotive aneinandergereiht werden.
    Ich liebe Wagner, aber: will ich mir 16 Stunden immer antun?


    Ravel: Ich gestehe, diese Aufnahme nur einmal gehört zu haben und daß sie mir sehr gut gefiel. In meinem Hinterkopf ist gespeichert, daß mir Maazels Interpretationen der französischen Komponisten sehr gut gefallen (Ausnahme: Carmen).
    Deshalb dürfte ich, auch beeinflußt durch die Vornennungen, dieses Werk genannt haben.

    Falstaff: Giuseppe Taddei, 5 (Giuseppe mag man eben)
    Ford: Alan Titus, 4
    Alice: Sharon Sweet, 4
    Mistress Page: Susan Quittmeyer, 4
    Mistress Quickly: Marilyn Horne, 4
    Nanetta: Julia Kaufmann, 4
    Fenton: Frank Lopardo, 4


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks/Colin Davis, 4
    Aufnahmedatum: 1991


    Wertung: 33/8 = 4,13


    Tonqualität: 5
    Label: RCA Red Seal

    Falstaff: Giuseppe Taddei, 5
    Ford: Rolando Panerai, 5
    Alice: Raina Kabaiwanska, 4
    Mistress Page: Trudeliese Schmidt, 5
    Mistress Quickly: Christa Ludwig, 5+++
    Nanetta: Janet Perry, 5
    Fenton: Francesco Araiza, 5


    Wiener Philharmoniker/Herbert von Karajan. 5
    Aufnahmedatum: 1982


    Wertung: 39/8 = nahezu 5


    Tonqualität: 5

    Bezüglich ins "Netzstellen von CD-Covers" sind wir einer Meinung.
    Was schlägst Du vor, welche Mindestanforderungen sollten von den Rezensenten erfüllt werden?
    Wenn Du uns ein Beispiel gibst, wäre das auch sehr hilfreich.


    Es sollte allerdings nicht in pseudointellektuelles Geschwafel (beim 138. Takt...) ausarten. Diese Typen hatten wir im Tamino schon zur Genüge.


    Meine Favoriten:
    Ravel: L'heure Espanol
    Bruckner: Symphonie No. 8
    Wagner: Ring ohne Worte

    Das klingt hochinteressant. So eindrucksvoll für mich die maßstabbildende Zeffirelli-Inszenierung (Wien, Mailand) ist, Deine Schilderung wekt den Wunsch nach Abwechslung.
    Bin gespannt auf Euren Bericht, da ich vorübergehend weder Arte noch SF empfangen kann.
    Eine Frage drängt sich auf. 155 Minuten für die Bohème? Gibt es da eine Nachspielzeit mit darauffolgendem Elferschießen? Oder ist es die Berner Bedächtigkeit?

    Denn: wenn das Angebot nicht marktkonform ist:
    Es gibt nichts Frustrierenderes als kaum gefüllte Auftragsbücher, auch wenn Dir das eingesetzte Kapital egal wäre.


    Ein persönlicher Ansatz, der natürlich zuvor durchgerechnet und rechtlich abgesichert werden müßte:
    Aufnahmen von Live-Konzerten, Live-Opernerlebnissen
    These:
    Man behält gute Musikerlebnisse gerne in Erinnerung und will sie vielleicht im Freundeskreis nicht nur erzählen, sondern auch vorführen.


    Angebot:
    Die CD des Events mit Preisstaffelung (Kauf bereits beim Kartenverkauf = Möglichkeit zur Hochrechnung, Kauf nach dem Konzert)


    Mengengerüst:
    Anzahl Besucher, erwartete Response und die kalkulierbaren Kosten führen zur Schubladierung oder Durchführung der Idee

    Lieber Matthias,


    Das Land würde ich auf keinen Fall verlassen. Mich drängt es nicht nach fernen Welten.
    Wenn ich aber zu schnöden Mammon käme, versuchte ich, es nicht zu verlieren.


    Schönen Abend,


    Gerwald

    Lieber Matthias,


    Stünde mir die Summe x zur Verfügung und brächte ich es übers Herz, damit nicht meinen Fußballverein zu sponsern, machte ich mich kundig:


    a) Konkurrenzbeobachtung und Analyse (ich bin blöderweise nicht der einzige auf dem Markt)
    b) Verkäuflichkeit der Komponisten und Interpreten (was nutzt mir ein vom Feuileton hochgelobter Interpret, den nur der Redakteur als Ansichtsexemplar gratis will),
    c) Kosten einer Aufnahme mit teurer, mittlerer und billiger Besetzung nach Genres (Oper, Symphonie etc.) aus den Erkenntnissen Marktbeobachtung und möglicher Absatzchancen


    Bei der augenblicklichen Musik-Marktsituation entschiede ich mich wahrscheinlich dafür, das Geld lieber zu versaufen.


    Aber mein Lieblingsprojekt würde ich mir schon leisten:
    Die Verfilmung der Winterreise mit Tobias Moretti

    klingt schon beim Lesen faszinierend, wie schön müßte erst das Hören sein.


    Bei mir nach des Tages Mühen eines Rentners:


    "Viennese Violin" - The romantic music of Lehár, Kreisler and Strauss
    Robert McDuffie fieldelt, Erich Kunzel und das Cincinnati Pops Orchestra begleiten.


    Label: Telarc 80402
    Aufnahmedatum: 1995

    Krieg und Frieden ist das Werk, das ich gerne in Arztpraxen mitnehmen.
    1. Das wirft auf mich das Licht des Gebildeten.
    2. Dann versuche ich dem Arzt die überlange Wartezeit dadurch zu beweisen, daß ich vor dem Aufruf bereits auf Seite 569 angelangt bin.


    Hören muß ich es nicht auch noch. Wenn, dann einen gewissen Prokofiev.

    Orchestre & Choeurs Radio de la Suisse Romande, Richard Bonynge – 3,5
    Hoffmann – Placido Domingo – 5+++
    Lindorf /Coppélius/Dr. Miracle – Gabriel Bacquier – 3
    Olympia/Giulietta/Antonia/Stella – Joan Sutherland - 4
    "Rest" - 5


    Wertung: 34,5 : 9 = 3,83
    Tonqualität: 5


    Label: DECCA


    Aufnahmedatum: 1972

    Als „Gegenpart“ zur Bewertung von Operus 337 (gleiche Punkteanzahl, aber anders verteilt)


    Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin, Dir.: Horst Stein - 3
    Carmen - Christa Ludwig – 4
    Don José - Rudolf Schock – 5
    Escamillo - Hermann Prey – 4
    Micaela - Melitta Muszely - 5
    Rest - 4


    Wertung: 25/6 = 4,17


    TQ: 5

    ein hochinteressantes Ergebnis, das wahrscheinlich durchaus repräsentativ ist.
    Ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger in anderen Regionen wird das Kraut nicht mehr fett machen, wenn Klassik und Romantik satte 90% auf sich vereinigen.
    Eine Interessensfrage: Wie wurde Romantik definiert (die alte Geschichte Klassik-Romantik).

    Wiener Philharmoniker, Karl Böhm - 5


    Elektra – Birgit Nilsson - 5
    Klytämnestra – Regina Resnik- 5
    Chrysothemis – Leonie Rysanek - 5
    Aegisth – Wolfgang Windgassen - 5
    Orest – Eberhard Wächter - 5


    Restensemble - 5 (Janowitz, Unger, Lilowa, etc.)


    Wertung: 35 / 7 = 5


    TQ hat Potential nach oben (3)
    Live-Aufführung der Wiener Staatsoper vom 16.12.1965
    Label: Standing Room Only SRO 833-2

    Aus einer Erbschaft flossen mir etliche CDs mit Kunzel zu. Die Komponistenbandbreite reicht von Albéniz, über Bizet, Liszt, Mussorgsky, Rossini, den Wiener Sträußen bis Jaromir Weinberger.
    Mehrheitlich sind’s „Kurzstückshämmer“ (1812, Capriccio Italien, Ouvertüren) und Arrangements (Puccini, Verdi etc. without words z.B.)
    Interessant wäre seine Interpretation von mehrsätzigen Werken wie Symphonien gewesen.
    Leider sind mir diese nicht bekannt. Kennt diese jemand von Euch?