Beiträge von wega

    Der Spieltenor Willi Brokmeier ist im Alter von 94 Jahren verstorben. Ich kenne ihn gut aus den alten Emi-Aufnahmen von verschiedenen Operetten (Zigeunerbaron, Gasparone, Boccaccio, Gräfin Mariza, Csardasfürstin, Graf von Luxemburg) und aus der Sawallisch-Zauberflöte, in der er den Monostatos sang.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    kurz nach der Uraufführung wurde das Werk in der Musikhochschule Hannover aufgeführt, als die klassische Winteroper, die dort jedes Jahr gespielt wird. Es sangen natürlich StudentInnen und als Mumie Martha Mödl, ohne die es einfach nicht ging und die mit ihrem frischen Temperament für sehr viel Spaß und eine sehr gelöste Probenatmosphäre gesorgt haben soll.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    eine wirklich traurige Entscheidung, vielleicht kann die riesige Vorarbeit ja an einem anderen Haus würdig fortgesetzt werden.

    Schade

    wega

    Hallo,

    vor drei Tagen habe ich in Essen die deutsche Erstaufführung von Louise Bertins "Fausto" gesehen, eine echte Rarität, die mich sehr beeindruckt hat. Das Libretto ist nicht schlecht, die Musik, die stellenweise an Auber erinnert, durchaus eingängig und interessant. Die Dame hat mehrere Opern geschrieben, wenn die auch so gelungen sind, ist sie der Wiederentdeckung unbedingt wert.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    das Stück gibt es jetzt auch in der Leipziger Musikalischen Kömödie zu sehen. Ich war am Samstag in der Premiere, die das Stück denn auch in . etwas angereicherter Form wiedergibt. Das Wacht-auf-Gedicht wird rezitiert und ein Stück Wagner hat man auch hineingeschmuggelt, aber insgesamt ein unterhaltsamer Abend. Nicht Lortzings bestes Stück, aber die beiden Arien des Titelhelden sollte man sich ruhig mal anhören. Wer nach Leipzig kommt, es lohnt sich.

    Schöne Grüße

    wega

    Gerd Feldhoff, langjähriger Hausbariton der Deutschen Oper Berlin, ist gestorben. Ich kenne ihn vor allem aus der großartigen Tiefland-Verfilmung mit Rudolf Schock aus den frühen 60ern.


    Auch Peter Sodann ist 87jährig gegangen. Als Tatort-Kommissar, Karl-May-Hörbuchsprecher und als bekannter Schauspieler in der DDR hat er einen großen Eindruck gemacht. Seine Kandidatur als Bundespräsident war allerdings nicht gerade ein Ruhmesblatt.


    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    der Igor ist wirklich eine gute Aufnahme, nicht nur dank Wolfgang Anheisser. Mit der Wiener Aufnahme mit Eberhard Wächter kann sie nicht ganz mithalten (da singt ein Gottlob Frick den Kontschak). Falls man an die DDR-Archive nicht rankommt, die Aufnahme ist bei Operavault erhältlich, dauert nur sehr lange mit der Lieferung.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    gestern fand in Hildesheim eine szenische Aufführung von Engelbert Humperdincks "Dornröschen " statt, und ich habe es im letzten Moment noch geschafft, Karten zu bekommen. Meine Erwartungen waren nicht überragend hoch, also war es nicht allzu schwer , sie zu übertreffen. Das gelang allerdings gut. Die Musik, die ein wenig mehr an "Königskinder" als an Hänsel und Gretel erinnert, ist durchaus hörenswert, es gibt einige sehr schöne Stellen, die mich ernstlich fragen lassen, warum das Stück auch auf Tonaufnahme nur ein einziges Mal erschienen ist. Ein Problem sind die langen gesprochenen Dialoge, die nicht gerade Gipfelpunkte der Dichtung darstellen, außerdem wurden sie nicht auf der Bühne gesprochen, sondern kamen vom Band, was das Innenleben der Figuren verdeutlichen sollte, naja, wenn das denn sein muß. Gerade dieser Tatsache waren wohl auch die paar Buhrufe geschuldet.

    Die Handlung hält sich eng an das Grimmsche Märchen, was natürlich eine große Personenzahl (allein die 13 Feen) erfordert. Abendfüllend ist das nicht, und deshalb lassen Humperdinck und seine Librettistinnen den Prinzen in den Himmel aufsteigen und Sonne, Mond und Sterne nach dem Dornröschenschloß befragen. Das ist hübsch anzusehen, auch hübsch musiziert, zieht sich aber ein wenig und wirkt aufgesetzt. Das sehr junge Hildesheimer Ensemble ist mit großer Spielfreude und gesanglicher Präsenz dabei, das Orchester läßt die Schönheiten der Partitur durchaus transparent durchklingen. Dem Publikum hat es insgesamt gefallen, und auch ich bereue diesen Ausflug in die vergessene Oper nicht. Vielleicht erlebt die Oper ein Revival, zumindest als Kinderoper, wofür sie sich sicher eignet. Doch nicht nur dafür.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    ich habe Johanna von Koczian einmal live erlebt, in einer Inszenierung als Solostück von Eric Emmanuel Schmitts "Oscar und die Dame in Rosa". Eine denkwürdige Aufführung, die Leistung von Frau von Koczian war sehr souverän auch wenn das auf Komödie eingestellte Publikum ziemlich geschockt war, weil es etwas völlig anderes erwartet hatte.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    Hallo Dolly war das erste Musical, das ich auf der Bühne gesehen habe, damals mit Anny Schlemm in der Titelrolle und die war großartig. Ich habe mir sofort eine Platte gekauft, leider nicht Tatjana Iwanow, sondern Marika Rökk, wie die auf der Bühne wirkte, weiß ich nicht, als Sängerin ist sie hoffnungslos fehlbesetzt und den Anforderungen der Rolle nicht mal ansatzweise gewachsen. Später habe ich den Film gesehen und fand Barbra Streisand viel zu jung. Zu der Zeit soll Angela Lansbury die Rolle draufgehabt haben, die wäre um Längen besser gewesen.

    Zu Tatjana Iwanow und auch zu Gisela May kam ich später, die Iwanow war die eindeutig bessere.

    Schöne Grüße

    wega

    Ich habe neulich wieder die Verfilmung gesehen (gedreht tw. in Venetien / nördliches Italien) und fand sie musikalisch wie filmisch dem Sujet nach sehr angemessen und überzeugend. Lorin Maazel mit dem Orchester der Pariser Oper am Werk. Verschiedene Ausgaben erhältlich, von Gaumont als Doppel-Bluray mit viel Bonus.


    Diese Aufnahme ist allein wegen Kiri Te Kanawa ein Muß für Mozartfans. Die anderen sind sehr gut, aber man hat einige Rollen schon besser gehört und gesehen.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    aus Wien gibt es auch einen Mitschnitt der Jenufa auf operaonvideo. Das Stück ist wirklich hervorragend, der 2. Akt ist grandios. Ich kann mich noch sehr gut an Sue Patchell und Anny Schlemm in diesen Rollen in Hannover erinnern.

    Dort inszenierte später noch mal eine Regisseurin das Stück die es als "böhmische Folklore" bezeichnete. Muß man das weiter kommentieren? Das Ergebnis war .......

    Die Dame kam nicht wieder.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo

    ich hatte vor vielen Jahren ein Live-Erlebnis mit Cristina Deutekom. Sie sang eine technisch perfekte Lucia von Lammermoor, aber sie wirkte bemerkenswert gesund in dieser Rolle. Das hörte sich wunderschön an, überzeugte als Darstellung der Wahnsinnigen leider überhaupt nicht.

    Schöne Grüße

    wega

    HALLO,

    mich hat es extra für diese Aufführung nach Berlin verschlagen. Ich muss sagen, dass es sich sehr gelohnt hat. Eine hervorragend besetzte Aufführung in einer schlichten - wenig störenden - Inszenierung mit großen Gesangsleistungen. Schade, dass es so viele italienische und andere Opernperlen gibt, die heute nicht mehr auf unsere Bühnen gelangen.

    Aufführungen wie diese verdienen einen regen Publikumszuspruch.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    ich war am Sonntag auch in der Vorstellung. Vogt hat mich überzeugt, auch wenn ich seinen Lohengrin besser finde. Frau Röschmann als Elisabeth fiel ab, auch was ihre sehr unsaubere Intonierung in der Hallenarie anging. Volle als Wolfram war großartig, und die Inszenierung war unauffällig und nicht störend, im Gegensatz zu dem wirklich unnötigen Geschirrgeklapper im 2. Akt.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    ich habe die Aufführung ebenfalls gesehen und kann den gesanglichen Bewertungen voll zustimmen. Natürlich liegen Welten zwischen Saint-Saens und Wagner, aber das stört nicht, wenn man dafür eine gelungene Aufführung dieser viel zu selten gespielten Oper sieht. Die hollywoodeske Inszenierung fand ich ok, keineswegs störend. Ein "Berserker des Regietheaters" hätte vielleicht auch vieles kaputt gemacht.

    Schöne Grüße

    wega

    Hallo,

    der Höhepunkt kam am Schluß des Jahres : Tschaikowskijs Tcharodejka in der Frankfurter Oper. Aber auf Vespri Siciliani und Parsifal in der DOB waren großartig, nicht zu vergessen Fanciulla del West und Lucrezia Borgia in München und in meinem Stammhaus in Hannover ein herausragender Mefistofele

    Frohes, gesundes und friedliches Neues Jahr

    wega

    Hallo,

    wenn ich es richtig sehe, wird Gisela Litz heute 100 Jahre alt. Ich habe nichts von ihrem Ableben gehört. Falls dieses Jubiläum stimmt, wünsche ich ihr alles Gute.

    Schöne Grüße

    wega


    Ich habe noch einmal recherchiert. Gisela Litz ist 2017 verstorben. Aber trotzdem soll heute kurz an sie erinnert werden. Ihre Adelaide aus dem Vogelhändler neben Dallapozza, Berry, Rothenberger, Holm, Unger u.a. wird heute abend mal wieder auf dem Plattenteller landen

    Hallo,

    da Undine die erste Oper war, die ich vor vielen Jahren komplett gehört habe (natürlich die Emi-Aufnahme mit Rothenberger, Gedda, Prey und den vielen anderen Größen), habe ich mir die weite Fahrt geleistet, um das Stück an einem großen Haus einmal zu sehen (vor vielen Jahren ging das schon mal in Lüneburg). Ich teile im wesentlichen Mishas Meinung: eine gute musikalische und gesangliche Leistung, aber szenisch blieben viele Wünsche offen. Die Kostümwahl, in der sich Menschen und Wassergeister auch kaum unterscheiden, war teilweise albern bis zur Peinlichkeit, vor allem Undines Eltern wirkten da wie Witzfiguren (das gilt nicht für den Gesang). Die Dialoge waren lang und vor allem brachten sie teilweise wenig, weil die wichtigen Handlungsstränge (Undines Auftauchen bei den Eltern) während der Ouverture dargestellt wurden und damit also klar waren.

    Musikalisch überrascht haben mich Bertaldas Arie und das Duett Kühleborn-Undine, beide fehlen in der Gesamtaufnahme der Emi. Ansonsten sind die Duette Veit-Hans und die Lieder des Veit sicher dem biedermeierlichen Zeitgeschmack geschuldet und halten den geraden Verlauf der Handlung eher auf, trotzdem sind sie schön, und eine geradlinige Handlung ist in der Oper ja nicht allzu oft gegeben - ein weites Feld.

    Insgesamt bereue ich die lange Fahrt nicht, es ist in jedem Fall begrüßenswert, dass die Undine und überhaupt Lortzing mehr Platz auf den deutschen Bühnen finden (in Leipzig läuft soweit ich weiß auch immer noch der Casanova).

    Als Freund selten gespielter Werke hat mir diese Undine gefallen. Die Regie hätte mehr leisten können, aber ehrlich gesagt, wenn das Regietheater da in die Vollen gehauen hätte - ich male das hier mal nicht aus - wäre es schlimmer gewesen.

    Wer also die insgesamt hörenswerte Musik mal live erleben möchte, sollte sich die Inszenierung gönnen.

    Schöne Grüße

    wega