Hallo,
wer das Werk mal hören (oder sehen) möchte, wird auf den Bühnen kaum Erfolg haben. Bei der HAfG gibt es eine alte und durchaus hörenswerte Gesamtaufnahme. Man kann in den USA auch eine seriöse Verfilmung erwerben.
Schöne Grüße
wega
seit 200422 Jahre Klassikgespräch
Tamino Klassikforum · seit 2004 · DAS Internetforum für klassische Musik
Hallo,
wer das Werk mal hören (oder sehen) möchte, wird auf den Bühnen kaum Erfolg haben. Bei der HAfG gibt es eine alte und durchaus hörenswerte Gesamtaufnahme. Man kann in den USA auch eine seriöse Verfilmung erwerben.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
die Salzburger Zauberflöte gibt es als DVD. Schöne Grüße wega

Hallo,
wie traurig, aber was für ein hohes Alter hat sie erreicht! Und sie mußte es erleben, dass ihr Sohn vor einigen Jahren an Corona starb.
Ich kenne sie aus mehreren Aufführungen in Hannover (Hallo Dolly, Elektra, Salome. Küsterin), Hamburg (Kabanicha) und Berlin (Gräfin in Pique Dame), habe aber auch viele Aufnahmen von ihr, darunter einen sehr schönen Querschnitt von Mignon und eine sehr gute Aufnahme der Fledermaus, nicht zu vergessen der Blaubart-Film der Felsenstein-Inszenierung. Wie lange hat sie eigentlich gesungen, es müssen doch mehr als 50 Jahre gewesen sein.
Schöne Grüße
wega
Eine traurige Nachricht: Gestern ist in Wien im Alter von 87 Jahren die große Ileana Cotrubas gestorben. Ihre Leistungen als Gilda, Traviata, Mimi, Ilia, Pamina, Elisabetta ach und so viele andere bleiben unvergesslich.
Sehr gern höre ich sie auch als Serpetta in Mozarts "Finta giardiniera", eine deutschsprachige Aufnahme. Gesehen habe ich sich live nur einmal: Eine wunderbare Mimi an der Seite von Luis Lima in einem Gastspiel in Hannover.
Traurige Grüße
wega
Hallo,
kennt jemand diesen Ableger? Ist er im wesentlichen identisch mit opera on video?
Schöne Grüße
wega
Hallo,
ein grandioses Werk. Vor ca. 20 Jahren wurde es bei uns in Hannover aufgeführt und wurde lautstark umjubelt.
Schöne Grüße
wega
Alles anzeigenFür alle Freunde der deutschsprachigen Aufnahmen von Verdi-Opern:
Endlich gibt es die "Kölner"-Rundfunkaufnahme der "Forza" - in einem meiner früheren Postings bereits erwähnt - auch offiziell zu kaufen:
Scheyrer, Gröschel, Cordes, Thomas,
WDR SO, Mario Rossi
Das soll ein Tipp sein für Sammler wie Waldi, Herbert Henn (der noch mit seinem Modem kämpft) und andere Freunde von Rundfunkaufnahmen.
Sammler wie ich hatten die ja längst schon als Privatmitschnitt.
LG
Hallo,
in seiner Autobiographie erwähnt Jess Thomas eine Verfilmung der Oper in dieser Besetzung. Weiß jemand etwas darüber?
schöne Grüße
wega
Hallo,
ein wirklich feines Stück, und wohl nur deshalb so selten gespielt, weil es zu kurz ist. Ich habe es einmal in deutscher Sprache zusammen mit dem Bajazzo in Hildesheim gesehen, und es hat mir sehr gefallen. Da muß sich doch mal ein "Zwilling" finden, der für mehr Aufführungen sorgt.
Schöne Grüße
wega
Alles anzeigenIch habe mich in den vergangenen Wochen, soweit es meine Zeit zuließ, ganz intensiv mit den mir vorliegenden GA von Verdis DON CARLOS beschäftigt. Über die bekannten Aufnahmen von Santini (EMI, Rom 1954 und DGG, Mailand 1961), Solti (Decca, London 1965), Giulini (EMI, London 1970) und Karajan (EMI, Berlin 1978) wurde hier in diesem Thread schon vielfach geschrieben; auch ich habe mich dazu mehrfach gemeldet.
Eine historisch in mehrerlei Hinsicht nennenswerte Aufnahme wurde allerdings noch nie mit einem Wort erwähnt, und das möchte ich hiermit nachholen. Es handelt sich um einen Mitschnitt aus der Städtischen Oper (heute: Deutsche Oper) Berlin vom 18. November 1948. Man muß sich vorstellen, daß zu dieser Zeit die Blockade West-Berlins stattfand, was bedeutete, daß sämtliche Zugangswege per Land abgeschnitten waren. Zudem lag die Stadt noch weitgehend infolge des 2. Weltkriegs in Trümmern. Es handelte sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Herkules-Arbeit, unter diesen Umständen ein solch ehrgeiziges Projekt auf die Bühne zu bringen. Die Heimstätte der Städtischen Oper, das Opernhaus in Charlottenburg, war im Herbst 1943 den Bomben zum Opfer gefallen und damit auch fast sämtliche Ausstattungen, wie Bühnenbilder, Garderoben etc., so daß die Nachkriegsaufführungen (bis 1961) im provisorisch hergerichteten Theater des Westens stattfinden mußten. Dort wurde auch die hier besprochene Aufführung mitgeschnitten.
Wie schon gesagt, es war eine mehrfache Premiere: 1) die erste Aufführung des 5-aktigen DON CARLOS nach dem Krieg in Berlin, 2) das Debüt des jungen Ungarn Ferenc Fricsay als GMD des Hauses sowie das Operndebüt des damals 23jährigen Dietrich Fischer-Dieskau, der die Rolle des Posa (Rodrigo) übernommen hatte. Die Oper wurde übrigens, wie damals allgemein üblich, in deutscher Sprache gesungen. Man mag über diese Praxis denken wie man will, das ganze Ensemble sang sehr sprachdeutlich, so daß auch nicht regelmäßige Opernbesucher der Handlung mühelos folgen konnten. Das deutsche Libretto wurde von Julius Kapp und Kurt Soldan in enger Anlehnung an den französischen (nicht italienischen!) Originaltext neu gefaßt und Verdis Gesangslinie möglichst notengetreu angelehnt.
Hier zunächst die Besetzung der Hauptrollen:
Boris Greverus (Carlos), Irma Demuth (Elisabeth), Johanna Blatter (Eboli), Dietrich Fischer-Dieskau (Posa), Josef Greindl (Philipp II.), Josef Herrmann (Großinquisitor), Hans Hofmann (Mönch), Elfriede Hingst (Stimme vom Himmel) etc.
Chor und Orchester der Städtischen Oper Berlin
Dirigent: Ferenc Fricsay.
Ich hatte von der Existenz dieses Mitschnitts erstmals in den 1970er Jahren gehört, konnte mich aber nie zum Kauf entschließen, weil ich fürchtete, die technische Beschaffenheit der Aufnahme sei aufgrund der Zeitumstände mangelhaft. Nun entdeckte ich vor kurzem die folgende Ausgabe, die lt. Textbeilage im 24 BIT/96 KHZ-Verfahren remastered wurde:
Natürlich ist aus dem Remastering kein High-End-Produkt geworden, aber ich war erstaunt, wie klar die Stimmen und selbst der Chor und das Orchester abgebildet sind. Es gibt kaum Rauschen und nur ganz wenige Nebengeräusche. Allerdings gab es noch kein Stereo, und viel Transparenz kann man auch nicht erwarten. Doch klingt die Aufnahme besser als mancher andere Live-Mitschnitt aus der ersten Nachkriegszeit. Soviel zum technischen Zustand der Ausgabe.
Künstlerisch ragen aus der Sängerschar klar Dietrich Fischer-Dieskau, Josef Greindl und Josef Herrmann hervor, die ihre Partien nicht nur tadellos singen, sondern auch darstellerisch überzeugen. Besonders eindrucksvoll ist die zentrale Auseinandersetzung Philipp/Großinquisitor im 4. Akt gelungen. Beide Bässe liefern sich ein geradezu furchterregendes Duell. Enttäuscht war ich vom Titelhelden Boris Greverus, der zwar über eine kraftvolle Tenorstimme verfügt, die er aber recht grob und eindimensional einsetzt, während die Damen Irma Demuth (Elisabeth) und Johanna Blatter (Eboli) zwar nach internationalen Maßstäben keine optimale Besetzung darstellen, ihre Rollen aber recht überzeugend und mit großem Engagement singen und spielen. Besonders Johanna Blatter legt mit der Arie "Verhängnisvoll war das Geschenk" (O don fatale) eine tolle Leistung hin, die vom Publikum durch frenetischen Beifall gewürdigt wird.
Insgesamt wurde hier ein großer Opernabend festgehalten, dessen Zustandekommen heute noch jeder Bewunderung wert ist, wenn man die damals herrschenden Begleitumstände berücksichtigt. Berlin war weitgehend ein Trümmerhaufen, die Verkehrsbetriebe funktionierten nicht optimal, die Stadt war in vier Sektoren geteilt, und die Blockade, die vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949 den westlichen Teil der Hauptstadt von der übrigen Welt praktisch abschnitt, befand sich zum Zeitpunkt der Opernaufführung auf dem Höhepunkt. Nur durch restlosen Einsatz von US-amerikanischen und britischen Flugzeugen (von den Berlinern "Rosinenbomber" genannt) konnte das Leben in der Stadt mehr schlecht als recht aufrecht erhalten werden. Wie sehr im geteilten Berlin trotz aller Widrigkeiten die Kultur gefördert und gepflegt wurde, ist dem Buch "Das war der Frühling von Berlin" von Hans Borgelt (Schneekluth-Verlag München, 1980) zu entnehmen.
So erscheint diese denkwürdige Opernaufführung im Rückblick noch heute wie ein kleines Wunder in dunkler Zeit. Sie erhebt nicht den Anspruch, zu den großen und bedeutenden Aufnahmen des DON CARLOS zu zählen, aber sie ist ein interessantes und eindrucksvolles Dokument einer geschichtlichen Epoche und eines zaghaften, aber mutigen Neubeginns.
LG Nemorino
hallo,
ergänzend kann man zu dieser Aufnahme sagen, dass sie den Fontainebleau-Akt enthält, wohl die einzige deutschsprachige Aufnahme davon überhaupt.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
wer diese Operette einmal live erleben will, noch läuft sie in Hildesheim. Wenn sie dort abgesetzt wird, ist sie sicher für lange Zeit von den Spielplänen verschwunden.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
ein ganz Großer ist gegangen: Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren in Paris gestorben. Auch wenn ich ihn als "Santer" gehaßt habe - wer tat das nicht? - er war in vielen Filmen unvergesslich.
Möge er in Frieden ruhen.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
auch die Staatsoper Hannover plant eine Neuproduktion im April.
Schöne Grüße
wega
Hallo ,
Leipzig hat im 225. Lortzing-Jahr 4 Opern auf dem Programm: Undine, Zar und Zimmermann, Regina und Der Waffenschmied.
Bei Weber wären mal Euryanthe und Oberon dran, Freischütz ist ja sicher gesetzt, aber auch ein "Abu Hassan" wäre mal schön.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
im nächsten Jahr ist Webers 200. Todestag, mal sehen, ob und was sich die Theatermacher:innen dazu einfallen lassen.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
gerade habe ich gelesen, dass die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen heute in München gestorben sind. Es war wohl ein begleiteter Suizid.
Ich habe die beiden Anfang der 90er in Berlin im Theater des Westens in dem Musical Follies gesehen.
Man muß ihre Entscheidung wohl akzeptieren. Mögen sie in Frieden ruhen.
wega
Hallo,
gerade habe ich es gelesen: Donald McIntyre, der Wotan des Jahrhundertrings ist 91jährig in München verstorben. Ich habe ihn leider nie live erlebt. Ein großer Verlust.
wega
Hallo,
im Alter von 100 Jahren ist June Lockhart verstorben. Wer kennt diese Schauspielerin noch? Sie spielte in den 50er und 60er Jahren die Ruth Martin, also die Mutter, in der Fernsehserie Lassie.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
kennt jemand in Hamburg und Berlin noch gute Klassikplattenläden. In Hamburg kenne ich nur die Plattenrille und den Nachfolger von Ingos Plattenkiste.
In Berlin gibt es Dussmann, Fidelio Classics, Horenstein und das Antiquariat Hartwig, wo ich immer fündig werde. Aber müßte da nicht noch mehr sein?
Schöne Grüße
wega
Hallo,
kennt jemand in Hamburg und Berlin noch gute Klassikplattenläden. In Hamburg kenne ich nur die Plattenrille und den Nachfolger von Ingos Plattenkiste.
In Berlin gibt es Dussmann, Fidelio Classics, Horenstein und das Antiquariat Hartmann, wo ich immer fündig werde. Aber müßte da nicht noch mehr sein?
Schöne Grüße
wega
Hallo,
gerade habe ich gehört, dass Claudia Cardinale im Alter von 87 Jahren friedlich eingeschlafen ist. Das ist sehr traurig. Ich erinnere mich an tolle Filme wie Fitzcarraldo, Spiel mir das Lied vom Tod und die Tragikomödie Cartouche, der Bandit mit Jean-Paul Belmondo.
Möge sie in Frieden ruhen.
wega
Hallo,
im Alter von 93 Jahren ist auch Harald Serafin gestorben. Ich mochte seine Auftritte in Mörbisch sehr.
Schöne Grüße
wega
Ich hatte gerade letzte Woche eine Aufnahme von Rudi Stephans "Die ersten Menschen" mit ihm gehört. Auch als Kunrad in Strauss' "Feuersnot" und als Pizarro gefällt er mir sehr.
SChöne Grüße
wega
Hallo,
im Alter von 85 Jahren ist der Bassist Siegmund Nimsgern gestorben.
Das trifft mich sehr.
wega
Hallo,
die Aufnahme mit Doris Soffel ist trotz technischer Einschränkungen sehr empfehlenswert. Leider hat sie wohl den Weg auf CD nie gefunden.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
die Koetsier-Aufnahme hat mit Rita Streich und Partner:innen eine Glanzbesetzung, hier sind auch die gesprochenen Dialoge aufgenommen. Der technische Zustand der Aufnahme ist einwandfrei.
M.E. die wirkliche Referenzaufnahme des Werkes
Schöne Grüße
wega
Hallo,
im alten Defa-Film der "Lustigen Weiber von Windsor" singt sie die Frau Reich, zusammen mit Rita Streich. Beide Rollen werden allerdings von Schauspielerinnen dargestellt. In den 70er Jahren war sie in Operetten-Filmen wie Gasparone und Zigeunerbaron zu sehen, auch in Boris Blachers "20.000 Taler", das es auf DVD gibt. Ihre wohl letzte DVD ist die Gräfin aus Pique Dame aus der Wiener Staatsoper, eine ihrer Glanzrollen. Im Fernsehen wurde Pique Dame aus Köln auch übertragen, das hat aber wohl nie den Weg in offizielle Medien geschafft.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
bei vocal-classics gibt es sogar zwei hörenswerte Gesamtaufnahmen der Operette. Beide sind zwar unterschiedlich, aber wirklich gelungen.
Schöne Grüße
wega
Hallo,
ich war am Wochenende in München und habe mir dort den "Waldmeister" von Johann Strauß angetan. Dass dieses Stück so selten gespielt wird, ist mir völlig unverständlich. Zugegeben, das Libretto ist schwach, aber die "Fledermaus" ist auch kein tiefschürfendes literarisches Meisterwerk. Gesanglich war alles top, flott gespielt, mit feiner Ironie und im 3. Akt auch mit viel nackter Haut, aber die Unterhosen blieben an. Ein vergnüglicher Abend
Schöne Grüße
wega
Hallo,
ich bin vorgestern auch in Oldenburg gewesen und kann Dir in allem nur zustimmen. Eine tolle Inszenierung, überzeugend gesungen und glänzend gespielt. In Braunschweig lief das Stück auch, die Kritiken waren deutlich schlechter. Ich habe es mir wegen Stroboskop nicht angetan. Schade, dass die Oldenburger Inszenierung jetzt durch ist und nicht übernommen wird.
Schöne Grüße
wega
Danke für die Info, ich habe die Dokumentation vor zwei Jahren aufgezeichnet, als sie zusammen mit dem Semperopern-Freischütz von 1984 auf MDR wiederholt wurde und war sehr überrascht, dass es diesen Film gibt. Zwei Jahre nachher: Jaja, ich habe viel zu wenig Zeit zum Gucken.
Schöne Grüße
wega