Beiträge von Hammel


    Ich bin absolut der Ansicht von Frank, der meint, ein Orchester ist noch nie besser dadurch geworden, nur weil es Frauen aufnahm.
    Das ist ja durchaus korrekt.


    Aber eine Frau? Bei weiß Gott wie viel Männern?


    Ich bin mir sicher, dass es genug Frauen gibt, die die Qualität einiger Männer in den W.P. erreichen würden.
    Frauen sind prinzipiell ganz einfach abgelehnt geworden.
    Wie Alfred ja schreibt, wurde ja sogar behauptet, lieber das Orchester zu schließen, als Frauen aufzunehmen (!).
    Es ist ja überhaupt erst seid 1997 möglich als Frau dort zu spielen!
    Das ist bei Gott nicht dem Zeitgeist entsprechend.


    Ich finde nicht, dass man Frauen in das Orchester tun sollte, nur damit "Gleichberechtigungskämpfer" zufrieden sind, sondern wegen ihrer Qualität.
    Und eine Frau bei zig Männern ist einfach - schlicht gesagt - zu wenig.
    Wie gesagt, ich bin mir sicher, dass es sehr wohl Frauen mit der Qualität einiger Männer gibt.


    Insofern war ich ja hocherfreut, dass einige Frauen beim Neujahrskonzert spielten.
    Ein Schritt in die richtige Richtung!
    Und noch dazu habe ich nicht das Gefühl gehabt, dass sie deshalb schlechter gewesen wären. Das Neujahrskonzert (mit höherer Frauenquote) war durchaus gelungen...


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Johannes Roehl


    Die Analogie mit dem Rembrandt ist bei allem Respekt schlicht Unsinn. Denn es gibt keinen Don Giovanni, der wie das Bild von Rembrandt fertig im Museum hängt, daher kann auch nichts übermalt werden. Es ist nichts zum Übermalen da. Was soll das heißen: "Das Werk so gespielt und gezeigt, wie es ist" Was wird gezeigt und wie ist es? Das Bild kannst Du mir zeigen, den Don Giovanni kannst Du mir erst dann zeigen, wenn Musik erklingt und sich Leute auf einer Bühne bewegen.
    Der Don Giovanni entsteht erst, wenn er inszeniert und aufgeführt wird, vorher gibt es nur einen Stoß Papier mit Kringeln drauf... Dass ein fundamentaler Unterschied zwischen einem Bild und einer Oper besteht, ist das so schwer verständlich?
    (Was ihr meint, ist wohl "Das Werk so gespielt und gezeigt, wie ich es mir vorstelle (oder wie ich mir vorstelle, dass der Autor es sich vorgestellt haben könnte". Unbenommen. Aber woher die Arroganz (die ich langsam beginne, unerträglich zu finden), dass diese eigene Vorstellung richtig und für jemand anders verbindlich sein sollte?)


    Es geht auch nicht um Sensatiönchen und keiner bestreitet, dass es mißlungene Inszenierungen gibt. Die können aber völlig unabhängig von ihrer Modernität mißlingen.


    Da hat JR absolut Recht!
    Er hat es hier eigentlich auf den "." gebracht und dem wäre nichts zuzufügen (mach ich aber doch :baeh01:)


    Es hat seine Richtigkeit, dass eine Oper, die im 17. Jahrhundert komponiert wurde, auch zeitgemäße Kleider aufweist. Damals (also im "Original") wurden diese Kleider des 17. Jhdts. angezogen.
    Aber eine Oper mit einem Bild, das übermalt wird, zu vergleichen, halte ich prinzipiell für einfach lächerlich.
    Eine Oper besteht nicht nur aus Noten und ("zeitgerechten") Kostümen, eine Oper erzählt eine Geschichte, eine Botschaft!
    Diese Botschaft, die enthalten ist, kann aber von vielen anders gesehen werden, oder überhaupt falsch verstanden werden.
    Es darf sich niemand anmaßen zu behaupten, er habe die "richtige" Botschaft, die "richtige" Interpretation gefunden.


    Und letztlich machen eine Oper nicht die Kostüme aus, die (zeitgerecht oder nicht) oft den Blick auf das Wichtige verstellen, sondern ganz klar die "Botschaft", das was die Musik uns sagen will!
    Musik ist Kunst und Kunst ist nur dann Kunst, wenn sie eine Sprache hat.
    Wenn man eine Oper nach dem äußeren Erscheinungsbild beurteilt, hat man schon verloren!
    Es kommt (wie sooft im Leben) auf das Innere an!
    Auf die Botschaft der Oper und nicht auf die Kostüme.


    Moderne Inszenierungen können schiefgehen, und das tun auch sehr viele. Das muss gesagt werden.
    Aber grundsätzlich gegen moderne Inszenierungen zu sein, nur weil sie die angeblich "falschen" Kostüme verwenden, ist lächerlich!
    Wenn sie ihre Deutung, ihre Botschaft, die sie verstanden haben, erzählen, ist das okay. Man muss ja nicht damit einverstanden sein.
    Aber solange moderne Inszenierung eine Botschaft übermittelt, ist gegen sie nichts zu sagen!


    PS: übrigens großartige Argumentation JR :beatnik: 8) 8)


    Gruß :hello:


    Ich tu mich nachwievor schwer, was das "Größte Sinfonie" zu bedeuten hat...


    Meint man damit


    a) die Besetzung (ist groß)?


    b) Der Einfluss auf die Musikgeschichte (ist groß)


    c)Die Großartigkeit des Werkes? (für dich persönlich)


    Man kann doch nicht sagen: "Listet die größten Sinfonien auf", wenn man das nicht genau definiert!
    Nehmen wir mal an, jemand entscheidet sich für c) und wählt also diese Sinfonien, weil er sie persönlich am besten findet...
    Jemand anderer geht nach b) vor, also nach dem Einfluss auf die Musikgeschichte und wählt so seine Sinfonien aus...
    Wer hat jetzt die richtige, wer die falsche Liste?


    Könnte man das bitte definieren!!! :pfeif:


    Gruß :hello:


    Ja genau "Gleichberechtigung"! "Eine" Frau ist fix drinnen? Das ist ein Witz.
    Abgesehen davon, dass dies erst seit 1997 (!) möglich ist! Offenbar hatte man sich damals nach vielen Jahren Ablehnung dem Zeitgeist endlich beugen müssen
    Die Frauen erlangten in Österreich das Wahlrecht am Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Möglichkeit bei den Wr. Ph. zu spielen erst am Ende...


    Wenigstens haben beim diesjährigen Neujahrskonzert wenigstens einige Frauen gespielt. Man sah auch einige junge Menschen. Das war ja schon ein positives Signal.
    Zumal ich nicht glaube, dass Frauen schlechter spielen als Männer ;)
    Also hoffentlich schaffen es künftig mehr Frauen ins Orchester.


    PS: man muss der Fairness halber aber sagen, dass die Musik letzlich Musik bleibt, egal ob sie von Frauen oder Männern gespielt wird... 8)


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von teleton
    :stumm: Übrigens gehen die Meinungen über die Qualität des Pretre - Neujahrskonzertes diesmal Forenübergreifend stark auseinander.
    Während hier bei TAMINO einhelliges Lob (aber wenig Teilnahme (Warum wohl ?)) herrscht, wird an anderen Stellen recht negative Kritik geübt, der ich mich allerdings in einigen überzogenen Punkten nicht anschließen möchte.


    :D Hier ein wenig "Spionage" über das, was Andere so denken:


    Also mir hat das Konzert durchaus gefallen.
    Beeindruckt hat mich die Auswahl der Werke, bzw. die Vielzahl der Komponisten, die jetzt nicht immer "typisch" für ein Neujahrskonzert sind, das ja schließlich das "Wienerischte aller Konzerte" sein soll.
    Da waren ganz tolle Werke dabei. Beispielsweise Offenbach oder Lumbye...


    Allerdings war ich von Prêtre als "Walzerspezialist", der in vielen Zeitschriften als "Walzerkönig" hingestellt wurde, bei den Walzern eher enttäuscht.
    Vor allem Donauwalzer und die "Morgenblätter waren, wie oben gesagt "ein Fluss ohne Ufer".
    Da habe ich mir vom "Walzerkönig" mehr erwartet.


    Allerdings muss Prêtres (französischer) Charme auch gewürdigt werden. Oft entlockte mir dieser ein genüssliches Lächeln. Beispielsweise bei der "Jagd" (erste Zugabe), bei der Prêtre aus einem Gewehr Blumen schoss.
    Das macht die Musik zwar nicht besser, aber immerhin wird das Konzert in 70 Länder gesendet und da kann man den "Unterhaltungsfaktor" einfach nicht vergessen.
    Immerhin sind ja Walzer und Polka "Tanzmusik", also auch Unterhaltung...oder zumindest zum Teil ;)


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Wie geht es Euch in dieser HInsicht ?
    Strebt ihr an, alle "wichtigen Werke" sofort auf Anhieb zu erkennen, ioder hört ihr sie lieber selten, damit kein "Gewöhnungseffekt" eintritt und sich die Werke nach mehrfachem Hören immer wieder strahlend frisch präsentierenund ihr "Geheimnis" nur in kleinen Dosen preisgeben...


    Alfred


    Also ich glaube nicht, dass es wichtig ist, bzw. notwendig für das "wahre" Musikhören, dass man alle Werke auf Anhieb erkennt.
    Es gibt natürlich Aufnahmen, Werke, auch ganze Komponisten oder Werkgattungen, deren Werke man sich sofort einprägt.
    Das liegt natürlich
    1. am Einprägungsvermögen des Hörers
    2. am Stellenwert des Komponisten (für den Hörer)
    3. an der aktuellen Verfassung des Hörers (bin ich eher müde, oder hellwach?...)
    4. am Werk selbst. Ist es ein Ohrwurm, wird man sichs eher einprägen...
    ...


    Das Einprägen von Werken ist aber nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass das Werk gut ist, sondern weil es einfach ein Ohrwurm ist, oder weils man oft hört, oder weil man gerade in der Stimmung ist, genau dieses Werk im Kopf zu haben.
    Beispielsweise bei Begräbnissen: da habe ich immer das Requiem Mozarts im Gedanken, auch wenn ich es nicht gerade oft höre.
    Es passt einfach zur Situation.
    Klassische Musik birgt immer ein immenses Gefühl in sich. Und wenn man gerade dasselbt Gefühl in sich hat, (klick) kommt die Connection mit einem Werk...


    Das ist eher eine Kurzschlussreaktion ;)
    Es sagt IMO auch nicht aus, ob ich das Werk gut finde oder nicht.
    Beispielsweise pfeife ich bei gegebenen Anlass "Freude schöner Götterfunken", auch wenn ich den Satz überhaupt nicht ausstehen kann (gell, JR :D)


    Aber eine schöne Frage, Alfred...
    Freue mich auf weitere Impulse...


    Gruß :hello:

    Hallo liebe Taminos!


    Hier eine kurze Anekdote aus meinem Leben:


    Zuletzt sang der Chor bei dem ich Mitglied bin in einer Kirche die "Misa Criolla" von Ariel Ramírez.
    Der Kaplan kündigte die Messe beim Einzug mit folgenden Worten an:
    "Und heute erschallen wieder ganz andere Töne in unserer Kirche. Denn heute wird die "Misa Criolla" gebracht! Endlich wieder Klassik in unserer Kirche"


    Diese Ansage brachte mich zum Nachdenken.
    Wo zieht man die Grenze zwischen Klassik und Moderne?
    Ist die Messe Klassisch? Wenn ja, warum?
    Ist die Messe Modern? Wenn ja, warum?
    Wenn Klassisch, dann vielleicht nur wegen dem Ordinarium Messe? (Denn irgendwie wird jede "Missa" mit Klassik in Verbindung gebracht)
    Oder: vielleicht gibt es hier gar keine Grenze?


    Viele Fragen, hoffentlich auch viele Antworten 8)


    Gruß :hello:


    Ok. die Sinfonien-Liste ist ok., ich würde allerdings 100 reintun. (IMO)


    Bei den Messen ist es IMO grundsätzlich schwer eine zu nennen, gerade ich würde nicht diese 2 nehmen, aber im Prinzip passt das schon...


    Was ich nicht verstehe ist die "Quartett-Fassung" der 7 letzten Worte.
    Das gehört echt zum "Hauptwerk"??
    ?(
    IMO nicht.


    Oper würde ich eine andere nehmen...
    "Orfeo ed Euridice" zum Beispiel...oder Die Welt auf dem Mond...
    Die sind nicht nur besser (find ich halt) sondern auch bekannter.


    Dann würde ich noch ein Klavierkonzert nehmen..
    Die werden immer noch unterschätzt und sind große Werke der Klavierliteratur..


    Quartette sind ok..


    Bei Haydn ist es IMO sowieso schwer, eine Liste zu erstellen, da so viele großartige Werke vorhanden sind...
    JR müsste das eh wissen :evil:
    Es ist echt schwer...


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von miguel54


    ... der auch als Krimi geschrieben wurde!


    [jpc]342666352X[/jpc]


    Es wäre ja auch ein grauenvoller Gedanke,
    wenn es nach einer solchen 9ten noch eine 10te geben würde :D :D:baeh01:


    Gruß :hello:

    Interessant wäre die genaue Definition von "Große Sinfonie"


    Meinst du damit:


    Die Besetzung (ist groß)


    Der Einfluss/die Bedeutung auf die Musikgeschichte?


    Oder die Großartigkeit des Werkes?


    Oder "all together"


    Dann wäre so eine Liste IMO leichter zu erstellen... :pfeif:


    Gruß :hello:


    Also ich halte die Beschränkung auf 15 Sinfonien für unmöglich!
    Da könnte man höchstens sagen: "Die fünfzehn größten Sinfonien auf die wir uns geeinigt haben, es fehlen aber noch viele".


    Das geht IMO sehr schlecht...


    Um auf deine Liste zu kommen:
    Bei Haydn nur 104 zu nennen ist unmöglich, da müssen entweder mehr her, oder man nimmt die bekannteste. Warum gerade 104? Weils die letzte ist? ?(


    Mozart deto. Da muss mehr rein...muss nicht 40 sein, vl 38, 39, oder 31, als seine erste große? 41 passt aber sehr gut... :]


    Bei Beethoven muss 3 rein, welche du raustust weiß ich nicht, aber 3 darf IMO nicht fehlen... :yes:


    Ist Schuberts "Große" echt wichtiger oder besser als die "Unvollendete"?


    Mahler ist sehr schwierig. Man sieht du kannst dich auch nicht entscheiden...6 ist mir irgendwie ein Dorn im Auge, da find ich 7 wichtiger... :stumm:
    Vielleicht auf 9 und 2 oder 3 beschränken?


    Brahms würd ich nur 4 sagen...


    Bei Mendelssohn würd ich statt 3, 4 nehmen :yes:


    Bruckner ist sehr schwierig...aber drei sind IMO zu viel


    Schumann 4 tät ich auch dazu...


    Shostakovich 10? Echt? Würd stattdessen 4 nehmen...


    Dvorák 9 ist absolut ok...
    8? Ich weiß nicht...


    Hartmann 6 find ich gut...


    Eventuell wäre eine von Carl Philipp Emanuel Bach ganz gut...hat ja auch bedeutende geschrieben...


    Aber wie du siehst ist eine Beschränkung auf 15 praktisch unmöglich... ;( ;( ;(


    Aber that's the problem about Listenthreads :D :D


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Ulli
    Hm, zwei Stühle, zwei Meinungen...


    :pfeif:


    Nun da hast du absolut Recht! :yes:
    Ich will dir ja nicht einreden, dass du Harnoncourt mögen musst!!


    Es gibt bei Gott einen ganzen Haufen Werke (von Mozart und von anderen), bei denen ich Harnoncourts Sichtweise nicht ausstehen kann...


    Aber dann kommt wieder eine Aufnahme, da denk ich mir: Ja, DAS IST ES!!



    Ein Hoch auf die verschiedenen Meinungen! PROST!!


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Ulli


    ...und Alfred hat Dich so als Mitglied zugelassen?


    8o


    :hahahaha:


    Tja muss er wohl, sonst müsst er alle bis auf ulli rauswerfen!! :faint: :faint:


    Melisma:
    Es ist die Litaniae Lauretanae...
    (Wollt auch mal damit prahlen, dass ich eine KV-Zahl auswendig kann... :beatnik:)


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Ulli
    Nur leider nicht bei Harnoncourt...


    :hello:


    Okay ich glaube Glockenton hat das oben sehr gut ausgeführt und IMO absolut richtig gesagt, dass bei Harnoncourt nicht die persönliche Entfaltung im Vordergrund steht. Das empfinde ich, wie schon gesagt, genauso.


    Wie Glockenton bereits sagte, empfindet Harnoncourt das Werk, das er gerade interpretiert, als größte Komposition der Welt, er ist absolut überzeugt vom Werk. Eine IMO großartige Einstellung zur Musik.


    Und Harnoncourt (dem man durchaus viel vorwerfen kann) zu beschuldigen, er stelle sich persönlich in den Vordergrund und nicht die Musik, empfinde ich als wahrlich grotesk.


    Hat man ihn einmal live gesehen, (oder auch nur auf youtube), dann kann man nicht sagen, dass er sich in den Vordergrund stellt...grotesk..


    Da gibts ja gaaaanz andere (Karajan zum Beispiel :pfeif:)..


    Gruß :hello:

    Also ich empfinde Allerheiligen weder als trist, noch spüre ich "negative Wellen" oder dergleichen.


    Ich will jetzt ja nicht zu theologisch werden, aber das Fest "Allerseelen" ist ein Fest der Freude, dass unsere Verstorbenen bei Gott sind.
    Für mich ist Allerseelen oder Allerheiligen nie trist... :no:


    Allerdings gibts schon immer kirchliche Werke zu hören, habe heute schon KV 195 gehört und jetzt gerade Händels "Messias"...


    Einfach schön...


    Gruß :hello:


    Das ist ja ein großartiges Requiem!


    Erstaunlich was man immer so findet, wenn man wieder mal nach Jahren im Regal wühlt.... :O


    Provenzale ist mir bis zum jetzigen Augenblick überhaupt kein Begriff gewesen (wenn man von einer ungeöffneten CD im "Verstaubt-Regal" mal absieht)...


    Spannend, was man immer wieder für großartige Werke entdeckt, wenn man in einem Forum ist mit lauter Spezialisten.... :angel:


    Gruß :hello:

    Äh...entweder habe ich es überlesen, oder es gibt noch keinen Beitrag über
    Tomaso Albinoni?


    Könnte mir hier jemand etwas empfehlen?
    Bin nämlich gerade auf "Barock-Suche" und will unbedingt einen Albinoni.


    Gibt es Werke, die euch beeindrucken? Wenn ja welche?
    Gibt es Präferenzaufnahmen?


    Ich muss ehrlich sagen: Auf diesem Gebiet brauch' ich Hilfe...
    Immer diese Italiener...keiner kennt sie :pfeif:
    :D


    Gruß :hello:

    Gut, dann mache ich mal den Anfang...


    Das erste Werk, das hier aufgelistet ist, konnte tatsächlich wegen des Todes des Komponisten (oder dem Tod vorgegangene Krankheit) nicht vollendet werden.
    Und es stimmt mich unendlich traurig, dass dieses Werk nicht vollendet wurde.


    Die Rede ist von:
    Gustav Mahler
    Sinfonie No. 10


    Mahler begann dieses Werk im Juli 1910 kurz nach der Vollendung der 9. Sinfonie.


    Die Sinfonie hätte fünfsätzig werden sollen, die Satzbezeichnungen hätten so ausgesehen:


    Adagio
    Scherzo. Schnelle Viertel
    Purgatorio. Allegretto moderato
    (Scherzo) Allegro pesante
    Finale. Langsam, schwer


    So hätte die 10. von Mahler aussehen sollen.
    Allerdings stellte Mahler bereits im September gleichen Jahres die Arbeit wieder ein und konnte sie wegen seiner Gesundheitszustandes und der Arbeitsbelastung bis zu seinem Tod (1911) nicht mehr fortsetzen.
    Das traurige Ende einer großartigen Sinfonie...


    Mahler konnte nur den 1. Satz (Adagio) ins Stadium des Partiturentwurfs bringen, alle anderen sind nur in Particell vorhanden.


    Am 12. Oktober 1924 wurden in der Staatsoper der 1. und der 3. Satz (der von Ernst Krenek "aufführungsreif" gemacht wurde :wacky:) präsentiert.


    1964 stellte Deryck Cooke eine vervollständigte Fassung der Sinfonie vor, die allerdings (und IMO zu Recht) von vielen Interpreten abgelehnt wurden.


    Fazit:
    Der erste Satz der Sinfonie (der vollendete) gehört für mich zu den größten und besten Sätzen, die die Sinfonik je hervorgebracht hat.
    Es ist ein so unglaublicher Satz, dass der innigste Wunsch besteht, Mahler hätte diese Sinfonie noch vollenden können...
    Mahler ist sicherlich in seiner Blüte verstorben (IMO zumindest :P), oder vielleicht sogar vorher....


    Gruß :hello:

    Oh das mit dem bereits vorhandenen Thread wusste ich nicht...


    Aber ist ja eigentlich egal - ich denke man kann diese bereits diskutierten Werke ja trotzdem hier auflisten - das soll so eine Art Sammlung sein...


    PS: ich habe ja oben geschrieben, dass man nicht nur Werke auflisten kann, bei denen der Komponist verstorben ist, sondern auch andere. Ist sogar wünschenswert...


    Gruß :hello:

    Hallo liebe Taminos!


    Dieser Thread soll dazu da sein, dass jeder Werke von Komponisten auflistet, die nicht vollendet wurden und zwar vom Komponisten!!


    Es ist durchaus wüschenswert, wenn man über das eine oder das andere diskutiert, etwa ob das Werk trotzdem vollendet ist, oder klingt usw.


    Ich wünsche mir hier eine schöne Beschreibung und Auflistung von Werken, die nicht vollendet werden konnten, da ihr Komponist starb, oder anderwertiges zu tun hatte...


    Ein hoch auf die unvollendeten Werke!!!


    Ich liebe auf jeden Fall einige von ihnen


    Gruß :hello:

    von Glockenton

    Zitat

    Aber den Missbrauch von Kunstwerken zur Pflege eigener Eitelkeiten wäre nun wirklich das Letzte, was man ausgerechnet ihm vorwerfen kann, ohne grob ungerecht zu werden.


    Da hast du absolut Recht.
    Die Musik steht im Mittelpunkt, nicht die persönliche Entfaltung...


    :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:

    Also mir ist noch nie (!) aufgefallen, dass das Menuett mich langweilen würde!
    Im Gegenteil bin ich doch bei den meisten Menuetten eher belustigt, als gelangweilt.
    Das Menuett ist für mich wie ein Tanz, der mich unterhält. Trotzdem kann ein Menuett sehr viel Botschaft übermitteln. Ein sehr wichtiger Teil für mich, das Menuett!!


    Unglaublich tolle Menuette gibt es bei Haydns Sinfonien, oder Mozarts Sinfonien (nicht nur bei den letzten ;)), oder Mozarts Streichquintette, -quartette oder dem großartigen Streichtrio KV 563.


    Das Menuett ist für mich ein wichtiger und unumgänglicher Teil in jedem Musikstück, bei dems eins gibt!!!


    Gruß :hello:


    PS: dass JR die Haydn'schen Menuette besser findet als die von Mozart war ja klar :baeh01:


    Dieser Artikel überzeugt mich nicht wirklich.
    Ich muss Paul teilweise Recht geben.


    Oben wurde immer diskutiert, dass Mozart kein Wunderkind sei, nur weil er so früh bereits so gut sein(e) Istrument(e) spielen konnte.
    Das ist durchaus richtig. Deshalb ist man kein Wunderkind.
    Das sind nämlich solche Kinder, wie heute jene aus Japan, die halt, wie ein Affe sein Kunststück erlernt, durch hartes, oftmaliges Üben das Instrument erlernen.


    Aber abgesehen davon (Paul hat es schon angedeutet) konnte Mozart bereits in jüngsten Jahren erstaunliche Kompositionen schreiben, zwar, nicht immer alleine, aber doch öfters. Wenn ich mir ein Werk wie die 1. Sinfonie anschaue (KV 16, da war er ca. 8 Jahre), da zeigt er Reife, die manche Komponisten erst sehr, sehr viel später erreichten, oft gar nie...
    Das zeugt schon von einem gewissen Wunder...
    Das ist nämlich das, was die heutigen so genannte "Wunderkinder" nicht können.
    Das sind jene, die wirklich nur ein Kunststück konnten. Mozart konnte mehr, er konnte wirklich komponieren.


    Außerdem, wenn Mozart kein musikalisches Wunderkind war, wer soll es dann sein?
    Gibt es dann überhaupt keine Wunderkinder?


    Gruß :hello:

    Habe hier einige Te Deum, die mir sehr gefallen...


    Bruckner
    Einfach ein Klassiker, den muss man mögen...


    Händel Dettinger
    Deto


    Lully
    Einfach wunderbar...kann man kaum besser machen


    Berlioz
    Um einmal ein gigantisch aufwändiges Te Deum zu nennen... ;)


    Mozart KV 141
    Das genaue Gegenteil, ich steh einfach drauf...es hat so viel jugendliche Frische...einfach herrlich...(auch wenns verdammt kurz ist)...


    von Ulli:

    Zitat

    Vertreter der Mozartfraktion


    Hi, das find ich witzig...
    Das könnte man doch einführen, oder?
    So Fraktionen wären schon witzig... 8)


    Vorschlag an Ulli:
    So eine NH-Fraktion wär doch was für dich, oder?? :D :D


    Gruß :hello:

    Hallo!


    Also ich habe noch nicht alle Sinfonien Haydn gehört, aber die die ich hörte liebte ich auf Anhieb!
    Haydn wird als Sinfoniker noch immer unteschätzt, viele Leute (auch im klassischen Bereich!) kennen allerhöchstens Londoner und vl noch Pariser...wenns gut geht... 8o


    Aber wenn ich eine neue Haydn höre, dann kann ich ganz sicher sein, dass sie gaaaaaanz anders ist, wie alle anderen vorher, das muss ich nicht mal mehr erwarten.
    Dieses ewige, "Immer-was-Neues" bei Haydn ist großartig!
    Und dann kommt noch viel Mut und gaaaaaanz viel Humor dazu...
    Perfect!...


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Gruß :hello:

    Hallo allerseits!


    Ich habe hier in meinem Liebste-Mozartdirigenten-Repatoir zwei (schon oft genannte) Herren:


    1. Karl Böhm
    Großartig, bei den meisten Aufnahmen, wunderschöner Klang, oft trifft er Mozart, genau so, wie ich mir Mozart vorstelle!!! Jedes weitere Komentar erübrigt sich, glaube ich :D
    :jubel: :jubel: :jubel:


    2. Nikolaus Harnoncourt
    Ja genau! NH!
    Ich finde den Menschen einfach genial, weil er mir sehr oft Botschaften in der Musik Mozarts zeigt, dich ich vorher überhaupt noch nicht so wahrgenommen habe. Klar gibt es Aufnahmen, bei denen ich andere vorziehe, aber NH empfinde ich als Genie, der großartiges mit der Musik Mozarts zeigt!!!
    :jubel: :jubel: :jubel:


    Auch sehr gut finde ich Hogwood, allerdings ist er mir oft zu oberflächlich, aber das ist glaube ich sehr subjektiv...


    Ähnlich gehts mir bei Jacobs...
    Durchaus gute Aufnahmen, aber z.B. die "Jupiter" (wie Alfred schon andeutete) > :kotz:


    Gruß :hello:

    Zitat

    Original von Theophilus


    Entschuldige, aber das ist völliger Unsinn! Als die Nazis an die Macht kamen, war Strauss fast 70! Sie haben ihn praktisch ungefragt zur Galionsfigur der deutschen Musikszene gemacht, WEIL er mit Abstand der berühmteste deutsche Komponist dieser Zeit war. Die Nazis wussten leider allzugut, wen sie propagandistisch wirkungsvoll einzusetzen hatten.


    :hello:


    Ok, das war wieder mal ein Fettnäpfchen... :faint: :faint:
    Da habt ihr natürlich Recht, dass Strauss schon vorher sehr zentral dagestanden hat.
    Trotzdem hat er, als die Nazis kamen, einige Gelegenheiten, die sich durch sie geboten haben, beim Schopf gegriffen, (Beispiel: Präsident der Reichsmusikkammer o.ä) obwohl sie moralisch fragwürdig waren...


    Das meinte ich...


    Gruß :hello: