Beiträge von Draugur

    Da sehe ich eigentlich keinen Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Reinhard Mey hat seine Stücke mit Sicherheit zumindest z.T. in der Absicht geschrieben, dass sich die Zuhörer konzentriert damit auseinandersetzen, und das ist dann m.E. keine Unterhaltungsmusik.


    Natürlich kann man einerseits von der Seite des Musikschaffenden aus fragen, ob seine Intention über den reinen Hintergrund-Konsum hinausgeht, man kann aber auch als Rezipient entscheiden, ob man sich auf die Musik konzentrieren oder sich "berieseln" lassen will. Das macht den Begriff der "Unterhaltungsmusik" wie alle ästhetikbezogene Einteilungen zu einer zweischneidigen Angelegenheit. Ich kann auch eine bestimmte Musik mal konzentriert und zu einem anderen Anlass wieder als reines "Hintergrundgeräusch" hören. Worum handelt es sich dann? Daher bin ich grundsätzlich gegen eine Einteilung in U- und E-Musik.

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    Original von Renua


    vor allem puncto Qualität ist die Klassik haushoch überlegen.


    Dazu eine kleine Geschichte.
    Einmal fragte ich einfach aus Interesse meinen Bruder, was für Musik er gerne hört. Er antwortete "Rammstein". Das kann nicht sein, sagte ich, so eine blöde Musik kann doch mit Klassik nicht mithalten. Ich muss dabei immer fürchterlich lachen.
    Er sagte aber: Ja, stimmt. Die Musik ist nicht wirklich gut. aber das soll sie ja auch nicht sein. Wenn ich U-Musik höre, dann soll sie mich unterhalten. (heißt ja auch U-Musik)
    Wenn ich niveauvolle Musik hören will, dann hör ich mir eine Beethoven-Symphonie an, sagte er.


    Tut mir leid, aber das klingt furchtbar oberflächlich. "Qualität"... "Niveau"... "Unterhaltung"... Woran will man diese Begriffe eigentlich festmachen? Kann man das irgendwie messen? Das sind m.E. eher Phantome, die nur dazu dienen, eine bildungsbürgerliche Selbstzufriedenheit zu zementieren. Sicher ist die Musik von Rammstein nach den Kriterien der traditionellen Kompositionslehre einfacher gestrickt als eine Beethoven-Sinfonie - jedoch wird ein Rammstein-Fan eben die Qualitätsmerkmale dieser Musik (mit deren Benennung ich mich mal zurückhalten will, dafür wird hier sowieso so gut wie niemand zugänglich sein) an Beethovens X-ter vermissen.


    Unterhaltungsmusik kann man meiner Ansicht nach höchstens Musik nennen, die bewusst komponiert worden ist, um lediglich "im Hintergrund" zu anderen Tätigkeiten gehört zu werden.

    "Veraltet" ist ein Begriff, den ich grundsätzlich nicht benutze, die beiden Filme treffen meine Vorliebe aber nicht. Ich empfinde sie als süßlich-sentimental. "Vom Winde verweht" habe ich aber ehrlich gesagt noch nie im ganzen gesehen, kenne nur Ausschnitte, die meine Vorstellung geprägt haben. "Dr. Schiwago" musste ich sogar im Geschichtsunterricht sehen.


    Übrigens wundert es mich, dass du von Peter Jackson ausgerechnet "King Kong" nennst... m.E. einen Film, der nur einen Spezialeffekt an den anderen reiht, während in seiner Herr-der-Ringe-Trilogie die Spezialeffekte immer sinnvoll in die Inszenierung eingebunden sind.

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    SMOB sucht folgendes:


    Englischer Film, es geht um ein Bestattungsunternehmen,
    eine Frau fährt einen Monstertruck, es gibt eine Szene am Strand,
    in einer Szene Oral... von Mann zu Frau - an mehr erinner ich
    mich leider nicht :-(


    "Englischer Film" und "Bestattungsunternehmen": Vielleicht "Grabgeflüster - Liebe versetzt Särge"?


    Die weiteren genannten Punkte konnte ich da per Internetrecherche aber nicht ausfindig machen - muss aber nicht viel heißen.

    Der Pianist Jörg Ewald Dähler spielt einen historischen Hammerflügel, auf dem Schuberts Klavierwerk einen sehr zurückhaltenden und intimen Klang gewinnt. Das Instrument hat auch Besonderheiten wie eine Seidenpapierrolle, die über die Saiten gelegt werden kann, was einen interessanten Verfremdungseffekt erzeugt.




    Es gibt noch ein "Tänze"-Album von ihm, das finde ich aber gerade nicht. Ansonsten hat er auch als Liedbegleiter mit Ernst Haefliger Schubert-Lieder aufgenommen.

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    Original von Louis
    An alle Wagner-Fans unter uns: Wer erklärt mir, warum die WALKÜRE so eine super tolle Oper sein soll ? Ich weiß, viele halten sie für die beste Oper des Rings, viele halten sie sogar für die beste Wagner-Oper, aber was bitte ist an einer Oper so interessant, in der 2/3 des Werkes nur statisch diskutiert wird ?? Entweder, meine ewigen Bemühungen inklusive Live-Besuch, hören mit Opernführern, DVDs etc. haben mich nicht wirklich ins Werk blicken lassen oder ich bin einfach zu blöd für die WALKÜRE... Der erste Akt ist noch ok, aber der II. und III. Akt zieht sich wie nie endend wollender Kaugummi.
    Die WALKÜRE könnte auch in einer Stunde zu Ende sein, warum muß diese ewige Diskutiererei sein, wer nun wen zu schützen hat und wen nicht: Macht hinne mensch,schlagt Siegmund, Brünnhilde wird bespraft, Feuer drum und BASTA !!! Rasch weiter zum Sigi und zur Götterdämmerung :stumm: :baeh01:


    Allerdings sind Gegenargumente zum Positiven dieser Oper gerne bei mir willkommen, vielleicht habe ich echt was entscheidendes noch nicht mitbekommen :no:


    Vielleicht erstellt ja mal jemand die Action-Fassung des "Rings"; gesamte Handlung ohne Diskussion, abgehandelt an einem Abend ;)


    Wagners (spätere) Opern enthalten nun mal eben nicht wenig philosophische Elemente und die Figuren vertreten immer auch bestimmte Weltbilder bzw. Aspekte eines Weltbildes: Macht, Gesetz, Liebe... Ist das nicht u.U. gerade das spannende daran und das, was den Figuren Gewicht verleiht? Das Weglassen philosophischer Erwägungen würde einen (vordergründig) abwechslungsreicheren Ring schaffen, der aber auch viel schneller schal und abgenutzt wäre. Das Geschehen ohne die gedanklichen Hintergründe darzustellen, würde sie möglicherweise banalisieren. Die Spannung liegt insbesondere im dritten Aufzug auf psychologischer Ebene; das komplexe Verhältnis Wotan-Brünnhilde ist faszinierend zu beobachten, wenn man sich inhaltlich ein bisschen näher damit beschäftigt.

    Bei "Frenzy" geht es mir wohl andersherum als dir. Gerade die Eleganz, die du vermisst, macht die älteren Hitchcocks in meinen Augen etwas steril und die etwas übertrieben adretten, gutaussehenden Schauspieler geben ihnen in meinen Augen was "Unechtes". Das ändert nichts an der Hochklassigkeit der Filme, aber es entspricht nicht so recht meinem Geschmack. Bei Frenzy hingegen wirkt alles viel rauher und authentischer, ohne dass es weniger virtuos gefilmt wäre. Ich mag auch die kantigen britischen Darsteller und die kernigen zwielichtigen Figuren in dem Film sehr. Schade, dass Hitchcock nicht noch einige Zeit in der Art weitergedreht hat...

    Stimmt, es gibt eine stark gekürzte Fassung aus den 30er Jahren, die mit Wagner unterlegt ist und einen Sprechtext enthält, der von Theodor Loos (dem Darsteller des Gunther) eingelesen wurde.


    Dabei handelt es sich natürlich um eine Entstellung des Films, würde ich aber trotzdem mal gern sehen ;)


    Oder meintest du noch eine andere Fassung?


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    Des weiteren, was sagst du als Hitchcock-Freund denn zu "Frenzy"?


    Der oben erwähnte Clint-Eastwood-Film heißt übrigens "Gran Torino" ;)

    Wer die bekanntesten Klavierstücke von Satie mal in einem ganz anderen Klanggewand hören möchte, dem empfehle ich diese CD:



    Steve Hackett, u.a. als ehemaliges Mitglied der damaligen Progressive-Rock-Band Genesis bekannt und inzwischen mit einer beachtlichen Solokarriere versehen, hat mit seinem Bruder, dem Flötisten John Hackett, eine Fassung für Gitarre und Querflöte erarbeitet, die mehr als hörenswert ist. Gerade bei den Stücken, die auf Melodiestimme und akkordische Begleitung hin gearbeitet sind (Gymnopédies, Gnossiennes), bietet sich eine solche Bearbeitung natürlich an.

    Sehr traurig. Werde mich nun um so mehr seinen Aufnahmen der sinfonischen Werke von Bantock und Vaughan Williams widmen sowie meinen Handley-Bestand bei Möglichkeit erweitern. Sein Einsatz für ein m. E. unterschätztes musikalisches Repertoire wird hoffentlich auch künftig nachwirken.

    Ich habe mal versucht, mich diesbezüglich schlau zu machen; die entsprechende Änderung an dem Laufwerk bringt wohl das Risiko mit sich, dass man durch Fehler bei dem Änderungsvorgang das Laufwerk funktionsunfähig machen kann. Wie wahrscheinlich das ist, weiß ich nicht, ich gehe aber eher ungern solche Risiken ein und wegen der Legalität bin ich mir auch nicht so sicher.

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    Original von georgius1988


    Grundsätzlich möchte ich mich aber auch für Synchronisationen starkmachen. Natürlich sind immer Unterschiede zur Originalfassung zu bemängeln, sei es im Ausdruck oder in der Übersetzung. Nichtsdestoweniger gibt es im deutschsprachigen Raum eine der besten Synchron-Industrien weltweit. Die Sorgfalt die so manchem Projekt gewidmet wird, ist in anderen Ländern wie Italien oder Frankreich undenkbar. Als positive Beispiele fällt mir die "Herr der Ringe" Trilogie [...] ein


    Für mich eher ein Negativbeispiel, aber nur in geringem Maße. Bei dieser Synchronisation merkt man m. E. des öfteren, dass die pathetische Sprache der Vorlage den Übersetzern Schwierigkeiten gemacht hat. Im Deutschen ist man so etwas wohl nicht mehr so recht gewohnt...


    Grundsätzlich gehöre ich auch eher zur O-Ton-Fraktion, allerdings gibt es deutsche Synchronisationen, die glänzend gelungen sind und die Charakteristik der Figuren besser herausarbeiten als der O-Ton. Es gibt allerdings auch geradezu skandalöse Synchros wie die von "Starship Troopers", bei der zwar sehr gute Spracher (z. B. Joachim Kerzel) am Werk sind, bei der aber versucht wird, alle Aussagen über das politische System (eine Militärdiktatur), in dem die Filmhandlung angesiedelt ist, zu beseitigen. Die in den späten 60er und 70er Jahren oft zu findenden "Schnodder-Synchros" mit ihren seltsamen Kalauern (z. B. "Die Zwei") haben ihre Fangemeinde, ich kann damit allerdings nicht so viel anfangen, vor allem dann nicht, wenn sie bei eher ernst gemeinten Filmen Anwendung finden.


    Filme im englischen O-Ton zu sehen, finde ich vor allem bei aktuellen Filmen, wenn mit starkem Akzent gesprochen wird, manchmal schwierig. Zumindest hätte ich dann gerne englische Untertitel. Bei Filmen in anderen Sprachen (ich sehe oft Filme aus Japan, Italien und Hongkong) brauche ich auf jeden Fall Untertitel.


    Das RC-Problem ist für mich leider nach wie vor stark relevant, da Filmegucken bei mir grundsätzlich über den PC läuft und Computerlaufwerke sich nicht mal eben so codefrei schalten lassen wie DVD-Spieler. Dabei kann man bei manchen Filmen, die mich interessieren, schon froh sein, wenn es überhaupt irgendwo auf der Welt eine DVD gibt.

    Ein Saturn mit einer Abteilung "Deutscher Film"? Nicht schlecht :D Kenne den Film leider nicht, wobei mir die Besetzung der Hauptrollen natürlich was sagt. Ist aber thematisch nicht ganz meine Richtung.


    Ich schaue mit momentaner Unterbrechung "Exiled" von Johnnie To. Ich werde mit diesem zweifellos begabten Hongkonger Regisseur nicht ganz warm, man merkt, dass er dem Actiongenre ein menschliches Gesicht und höheren künstlerischen Anspruch zu geben versucht, was mich in dieser Form trotz prominenter Besetzung (Anthony Wong, Simon Yam) aber recht kalt lässt - ebenso wie in seinem Film "Running out of time". Kein Vergleich bspw. zur unglaublichen Wirkung der Filme von Park Chan-Wook ("Joint Security Area", "Oldboy" u. a.)

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    Original von Amfortas08


    5.) Hindemith und Orff (aber auch Egk) sind für mich Prototypen von angepasster + konventieller Musik. Mainstream der 50ziger jahre. wunderbatr angepasst und kommunikativ. Ein Grund warum auch deren Werke zum größten Teil mißlungen sind. Das hat nichts damit zu tun, dass sie nicht serriell waren. Schönbergs 5 Orchesterstücke, seine Erwartung sind auch nicht seriell , aber dennoch avaciert-modern.


    Wem haben sich Orff und Hindemith mit ihren unverkennbaren Personalstilen denn bitte angepasst? Ich habe den Eindruck, dass du die Werke nach Elementen von Dur-Moll-Tonalität durchhörst und sie bei hohem Aufkommen an solchen als "Mainstream" oder gar "misslungen" einordnest. Es ist nichts weiter als Unterstellung, dass eine unter dem Aspekt von Tonalität/Atonalität (unter anderen Aspekten dagegen nicht) "gemäßigte" Moderne aus Gründen der Anpassung (an wen auch immer) stattgefunden haben soll. Dieses Werten nach "Kompromisslosigkeit" finde ich einen ziemlich unzureichenden Maßstab zur Beurteilung von Kunst.

    Hallo Michael,


    darauf lasse ich mich natürlich gerne ein. Interessante Schreibweise übrigens ;) Ich finde bei der besagten Filmmusik zu den Nibelungen z. B. sehr interessant, dass über die Motivik auch eine Aussageebene dazukommt, über die Verbindungen z. B. zwischen dem Drachen und Hagen hergestellt werden sowie zwischen Alberich und den Gegenständen, die den Fluch, den er über Siegfried ausgesprochen hat, weitertransportieren.

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    Original von Michael Schlechtriem


    Zum Beispiel war die erste Filmmusik, die die Technik der Leitmotivik verwendete, die Musik zu "King Kong" von Max Steiner.


    Die Musik zu Fritz Langs "Nibelungen" von Gottfried Huppertz habe ich auch als leitmotivisch (zumindest gibt es eine ganze Reihe von Personal - und "Sach"motiven, weniger eine Überlagerung wie bei Wagner) empfunden, die dürfte ca. 10 Jahre vorher entstanden sein.

    Danke für deinen Hinweis, ich habe zum Glück die spanische 2-DVD-Ausgabe unter dem Titel "Los Nibelungos" :D auf der dieselbe Fassung sein dürfte. Leider hat Transitfilm es geschafft, dass der erste Akkord der Vorspannmusik fast vollständig fehlt ;( Ich hoffe, dass zumindest das auf der tausendmal angekündigten neuen Fassung anders sein wird... Zudem musst du mal auf den Schluss achten, der ist leider falsch rekonstruiert worden (ein Dialogtext wird fälschlicherweise Kriemhild statt Hildebrand zugeordnet).

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass ich diese Einspielung gehört habe. Übermäßig viele wird es ja auch nicht geben. Übrigens ist es interessant, wie viele Vertonungen des Textes bzw. davon inspirierte Kompositionen es gibt: u. a. die genannte von Max Bruch, aber auch modernere von Vincent d'Indy (naja, die ist nur wenig später entstanden) und Hugo Distler (mit melodramatischen Elementen). Ich kenne aber leider keine davon.

    Ich kenne nur sein "Lied von der Glocke". Ich finde diese Vertonung blass. M. E. schöpft sie die geradezu extremen dramatischen Möglichkeiten der Textvorlage überhaupt nicht aus. Die apokalyptisch angelegten Revolutions-Szenarien werden dort in einem brav wirkenden forte abgehandelt, ich hatte den Eindruck, als habe sich Romberg gegen die Stimmung dieser Textstellen gesträubt.

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    Original von Jacques Rideamus


    Dann schreibt mal was in diesem Thread dazu. Ich habe den Eindruck, dass Alfred in dem noch auf weitere Zustimmung wartet und den hier gar nicht liest.


    :hello: Jacques Rideamus


    Tut mir leid, ich stehe gerade auf dem Schlauch und weiß nicht, welchen Thread du meinst.

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    Original von Guercoeur
    Lieber Draugur,


    unser Filmgeschmack hat, vor allem was die Stummfilme betrifft, große Ähnlichkeiten. 'Nosferatu' als auch die drei Fritz Lang-Filme gehören zu meinen absoluten Favoriten. 'Der müde Tod' habe ich 1996 sogar schon einmal in der Alten Oper Ffm. gesehen mit Live-Orchester-Begleitung (Musik: Karl Ernst Sasse), was ein wirklich unvergeßliches Erlebnis war. :]


    Das kann ich mir vorstellen!! Ich kenne bis jetzt nur eine Fernsehfassung, bei der unter anderem auf die "Sentimental Sarabande" aus der "Simple Symphony" von Britten zurückgegriffen wurde. Da ich die "Simple Symphony" damals noch nicht kannte, sind der Film und diese Musik für mich eine untrennbare Verbindung eingegangen. Ich kriege jetzt schon wieder eine Gänsehaut, wenn ich an den unglaublich traurigen Schluss des Films denke. Ich weiß nicht, ob Britten mit den seltsam alliterierenden Titeln der Einzelsätze eine ironische Distanz zu den Stücken (bei denen es sich ja m. W. um später überarbeitete Jugendwerke handelt) ausdrücken wollte, bei mir ist die Musik jedenfalls als ungebrochen bitter-süß angekommen. Leider gibt es den Müden Tod wie viele wichtige deutsche Stummfilme noch nicht hierzulande auf DVD. Transitfilm bzw. die Murnau-Stiftung wollen eben immer das Beste bei einer Veröffentlichung aus dem Filmmaterial rausholen, leider dauert das dann immer entsprechend lange. Ich warte ja auch immer noch sehnlich auf die neue Fassung der "Nibelungen", für die die großartige Filmmusik von Gottfried Huppertz eigens neu eingespielt werden soll bzw. worden ist, aber die wurde nun schon sehr oft angekündigt und dann doch nicht veröffentlicht.


    Danke für den Tipp mit dem Dorf der Verdammten, habe den Film vor Urzeiten gesehen und kaum mehr Erinnerungen daran - wird Zeit, das aufzufrischen...



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    Original von lohengrins


    Ich finde es ehrlich gesagt schade, dass dieses mir sehr interessant scheinende Thema "nur" im von Alfred ohnehin ungeliebten Tritsch-Tratsch auftauchen kann. Schade auch deshalb, weil es einige Querverbindungen zum eigentlichen Forums-Inhalt, der Musik, gibt - was ja auch schon in anderen Threads zu lesen war/ist.


    Das finde ich auch!


    Hallo Johannes, danke für den schönen Tipp, den Film werde ich mir sicher demnächst mal besorgen! Die DVD kostet ja nicht so viel und der Synchro-Hinweis ist auch gut, dann werde ich ihn OmU gucken - diese Möglichkeit wird ja auch geboten. Der Tipp zu "Schloss des Schreckens" von Frank1970 klingt auch sehr interessant.


    Wer Filme dieser Richtung mag, dem empfehle ich "The Haunting" (dt. "Bis das Blut gefriert") von Robert Wise, "Eye of the Devil" (dt. "Die schwarze Dreizehn") von J. Lee Thompson und "The Legend of Hell House" (dt. "Tanz der Totenköpfe") von John Hough, ausgezeichnete Beispiele für subtileren Horror.

    Hallo,


    ich leiste hier auch mal einen kleinen Beitrag. Hier ist definitiv nicht alles dabei, aber ein paar repräsentative Beispiele. Eine bestimmte Tendenz in Richtung Horror/Thriller dürfte ersichtlich sein.


    Nosferatu (F. W. Murnau)
    Der müde Tod (F. Lang)
    Die Nibelungen (F. Lang)
    Das Testament des Dr. Mabuse (F. Lang)
    Lohn der Angst (H.-G. Clouzot)
    Das siebente Siegel (I. Bergman)
    Es geschah am hellichten Tag (L. Vajda)
    Leichen pflastern seinen Weg (S. Corbucci)
    Una sull' altra (L. Fulci)
    Blutige Seide (M. Bava)
    Der Killer von Wien (S. Martino)
    Sasori - Scorpion (S. Ito)
    Frenzy (A. Hitchcock)
    Images (R. Altman)
    Lady Snowblood (T. Fujita)
    Profondo Rosso (D. Argento)
    Das Omen (R. Donner)
    Jabberwocky (T. Gilliam)
    Barry Lyndon (S. Kubrick)
    Tenebre (D. Argento)
    Buio Omega (J. D'Amato)
    Robocop (P. Verhoeven)
    The Killer (J. Woo)
    Starship Troopers (P. Verhoeven)
    Battle Royale (K. Fukasaku)
    Sympathy for Mr. Vengeance (P. Chan-Wook)
    Der Herr der Ringe - Die zwei Türme (P. Jackson)

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    Original von Michael Schlechtriem


    Wenn Interesse besteht, mache ich gerne einen legalen Download der 5.Sinfonie von Beethoven, des Violinkonzertes von Wolf-Ferrari mit Ulf Hoelscher und eines Werkes von N. Hakim unter unserem letzten GMD Rainer Mühlbach aus der Philharmonie Essen möglich.


    Das wäre toll!!


    Ich habe die 5. damals als sehr spannungsgeladen und energiereich empfunden. Kam auch im oben genannten Pappkarton hervorragend herüber. In Essen klang es bestimmt noch um einiges besser.

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    Original von yago


    das bühnenbild war "billig".
    ganz schrecklich die beiden "elefanten.(so ´ne art "gitterbett" mit stroh umwickelt,einfach nur lächerlich)


    Im zweiten Akt geht es um die Aufführungsgeschichte. Die Requisiten waren wegen des deutsch-französischen Kriegs in Paris und standen bei den Proben nicht zur Verfügung. Darauf soll mit den Strohelefanten hingewiesen werden. Ob das ein so schlauer Einfall ist, darüber will ich mich jetzt nicht auslassen, aber mit "billig" hat das insofern nichts zu tun.


    Des weiteren hat Michael zu Recht darauf hingewiesen, dass man die Bedingungen in einem kaputtgesparten Theater wie Münster nicht mit Essen oder gar Wien vergleichen kann.


    Ich war zweimal in der Münsterschen Aida in A- bzw. Semi-A-Besetzung und fand nicht, dass da etwas "verhundst" (um deiner Orthographie zu folgen) wurde.

    Zitat

    Original von Manuel García


    Genau! aber Vorsicht mit dem Urteil zu letzterer Arie: weil Midas sie bevorzugt bekommt er Eselsohren aufgesetzt!


    Zumindest ausgehend von der wunderbaren Interpretation mit Theo Adam (Pan) und Siegfried Lorenz (Phöbus) unter der Leitung von Peter Schreier hätte ich den Streit unentschieden ausgehen lassen. :jubel: