Beiträge von Dr. Pingel

    3. Lieferung: Kultstätten und Gesetze (Ex, Lev, Num, Dtn)

    Vorwort


    Ich habe wegen der besseren Übersicht und Lesbarkeit die eigentliche Handlung des Auszugs aus Ägypten und der Wüstenwanderung (die Landnahme erfolgt im Buch Josua) von den Gesetzen und Kultstätten getrennt. Diese werden nun nachgeholt.

    Man muss sich die Wüste Sinai nicht wie die Sahara vorstellen, also als Sandwüste. Sie ist eine gebirgige Steinwüste praktisch ohne Vegetation und Wasser. Wenn das Wasser kommt, dann in gewaltigen Fluten, die den ersäufen, der sich gerade im Wadi befindet. Außerdem kann man sich leicht verlaufen. Deshalb ist es bis heute so, dass niemand alleine oder ohne Kompass dort umherzieht.

    Auch die Gesetze sind eine solche Flut, die geradezu auf einen einprasselt. Daher habe ich die Gesetze nach SDachgruppen gegliedert. Die gute Botschaft am Anfang ist, dass man das nur lesen muss, wenn man sich dafür interessiert. Dazu muss man bedenken, dass vor allem die Opfergesetze im Judentum mit dem Fall Jerusalems (70post) obsolet wurden, da es keine Kultstätte mehr gab.

    Einige wichtige, interessante oder skurrile Gesetze werde ich aber zitieren.


    Die Kultstätte in der Wüste


    Hier handelt es sich um die Stiftshütte (am Anfang eher ein Zelt), darin waren die Opferaltäre und die Bundeslade. Diese enthielt die Steintafeln mit den 10 Geboten, dazu die Cherube und den Leuchter. In Lev. 24 ist alles beschrieben. Die Kleidung der Priester finden wir in Num.4.

    Im Internet findet man eine Reihe von bildlichen Rekonstruktionen von allem, das kann ich hier aus rechtlichen Gründen nicht vorstellen. Die Vorschriften im Text sind aber so genau, dass die Rekonstruktionen nicht schwer waren.

    Die Bundeslade ist verschollen, wir wissen nicht, ob es sie gab oder wo sie jetzt ist. Man vermutet sie unter der Tempelmauer, die ja noch existiert,aber niemand wird je eine Lizenz zum Ausgraben dort bekommen, nicht mal Indiana Jones.


    Man fragt sich natürlich, wie eine solche Völkergruppe auf der Flucht vor Verfolgung und vor dem Verhungern in einer lebensfeindlichen Umgebung sich den Luxus einer solchen Kultstätte leisten konnte. Zwar hatte man den Ägyptern ja viel Schmuck und Gold geraubt und wohl auch das Goldene Kalb wieder eingeschmolzen, aber das waren Güter, die in der Wüste ohne Wert waren.

    Noch fragwürdiger wird die Sache, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Menge von Tieren dort jeden Tag geschlachtet und geopfert wurden. Für Rinder gab es in dieser Wüste keine vegetation, die sie fressen konnten; Schweine waren unrein.

    Bei diesen Geschichten handelt es sich wohl um ein "vaticinium ex eventu", wie es die Forscher nennen, eine Prophezeiung, die nach dem Ereignis liegt, ein Euphemismus der besonderen Art.

    Nachtrag zu Exodus 12,36: das Wort, das die Zürcher Bibel mit "berauben" übersetzt, heißt im Hebräischen "nazal" und hat verschiedene Facetten. Grundsätzlich: etwas sichern, etwas wegnehmen, aber auch (wie an dieser Stelle hier): berauben, plündern.


    2. Lieferung: Die Bücher Mose 3-5 (Leviticus, Numeri, Deuteronium)


    Hier geht es nur um den Fortgang der Erzählung, alle Gesetze und Kultvorschriften werden zunächst übersprungen. Das bedeutet, dass wir das Buch Leviticus ganz überspringen können und mit Numeri weitermachen.

    (Im Fettdruck die Kapitel)


    Numeri (4.Buch Mose)


    1-4 Das Wort "Numeri" bedeutet Zahlen, und damit geht es sofort los. Zunächst werden nur die wehrfähigen Männer über 20 erfasst, das sind ca. 600.000. Die Leviten sind keine Kämpfer, sondern sie versehen den Kult und sind gleichzeitig Polizeitruppe (ca.7.500 Männer). Zu allem kommen dann Frauen und Kinder, sodass wir mit einer Menschenmenge von 1,6 - 2 Millionen zu rechnen haben.

    5-9 Gesetze (überspringen)

    9, ab Vers 15: Wolkensäule und Feuersäule dienen nach wie vor als Wegweiser.

    10, nur Verse 1-10: Die Trompeten. Wenn sie blasen, versammeln sich die Menschen vor der Stiftshütte. Wie soll man sich das vorstellen? Wie kann eine solch riesige Menge von Menschen ein paar Trompeten hören? Die Trompeten sind übrigens Widderhörner, nicht mal Bachtrompeten!

    11 Beschwerden über das ständige Manna (Ölkuchen), Sehnsucht nach den "Fleischtöpfen Ägyptens". "Geliefert" werden Wachteln.

    12 Mirjam und Aaron lehnen sich gegen Moses auf, sie wollen eine Troika als Führung des Volkes. Dazu missfällt es ihnen, dass Moses eine Ägypterin geheiratet hat. Zur Strafe wird Mirjam für 7 Tage zu einer Aussätzigen.

    13 Die Kundschafter in die zu erobernden Gebiete kehren zurück. Sie bringen Trauben mit (das Logo des israelischen Touristikverbandes zeigt zwei Männer, die eine riesige Traube tragen). Dazu erzählen sie, dass sie erkundet haben, dass die betreffenden Völker sehr kampfkräftig seien.

    14 Die Kundschafter werden getötet, dabei waren sie nur die Boten. (Erstaunlich, wie alt dieser Topos ist!) Verse 14-20: Außer Josua und Kaleb wird keiner das verheißene Land betreten.

    15 Gesetze (überspringen)

    16 Aufstand der "Rotte Korach" (wohl eine Sängergilde). Die Erde verschlingt sie samt ihrer Kinder und 15.000 Sympathisanten.

    17-19 Gesetze, überspringen

    20 Auf der Wanderung zum Berg Hor zaubert Aarons Stab Wasser herbei. Am Berg stirbt Aaron. Die Edomiter erlauben den Durchzug nicht, daher muss ein Umweg gemacht werden.

    21 Das ungehorsame Volk wird mit Schlangenbissen gequält, nur wer auf die eherne Schlange von Moses blickt, kommt davon. Drei Völker, die die Durchreise verbieten wollen, werden niedergemacht.

    22-24 Kampf gegen die Moabiter.

    Die Novelle von Bileams Eselin (22, 1-35; 24, 1-9), später eingefügt.

    24-26 nicht lesen; es geht um die Verurteilung von Götzendienst, die Aufstockung der Levitentruppe auf 23.000.

    27 nicht lesen; Moses wird das neue Land nicht sehen, Josua wird sein Nachfolger.

    28-30 Gesetze; überspringen

    31 Kein Kapitel für Fundamentalisten und Erwachsene mit schwachen Nerven. Dieses Kapitel ist wohlweislich eines der unbekanntesten in der Bibel, weil es eines der grausamsten ist, was auch für Moses und Jahwe selbst gilt.

    Es geht um Völkermord, und zwar um einen Holocaust, d.h. ein Ganzopfer, in dem neben den Männern auch die Frauen und Kinder nicht verschont werden. Dazu werden die Städte niedergebrannt und alle Tiere sowie Hab und Gut geraubt. Am Leben bleiben nur 32.000 Jungfrauen, die dann jeweils zur Hälfte unter die Kämpfer als Ehefrauen und zur anderen Hälfte als Sklavinnen aufgeteilt werden. Bei den Israeliten gab es übrigens keinen einzigen Verlust.

    32-34 Das Ost-Jordan-Land wird an die Stämme verteilt, Jahwe gebietet ausdrücklich die Vertreibung der dort ansässigen Völker.

    35-36 Gesetze; überspringen


    Die meisten Menschen sind beunruhigt über die Stellen in der Bibel, die sie nicht verstehen, Ich bin beunruhigt über die Stellen, die ich sehr gut verstehe (Mark Twain).


    Einleitung


    Zu Goethe fallen mir spontan drei Dinge ein, von denen wir zum Glück nur eines betrachten müssen.

    1. Der Film

    Ich habe keinen seiner drei Teile gesehen, was sich nicht aus hochnäsig kulturellen Argumenten begründet, denn gute Unterhaltung ist auch wichtig.

    2. Der Dampfer

    Der Dampfer "Goethe" der Köln-Düsseldorfer ist restauriert und fährt heute mit Öl; die Räder hat er immer noch. Er verkehrt auf dem Rhein, meist zwischen Koblenz und Rüdesheim. Das Schwesterschiff existiert noch und befährt einen Schweizer See und heißt natürlich - Schiller! Der Dampfer Goethe bekam für mich im Laufe des Jahres an einem bestimmten Tag Bedeutung, nämlich an meinem Geburtstag, wobei ich meinen Eltern dankbar bin, dass dieser Tag im Sommer liegt. Meine Geburtstagsfahrt sah immer so aus: Zug bis Boppard (in Koblenz ist der Anleger 2 km vom Bahnhof entfernt, in Boppard 200m). Dann Besorgung des Tickets. Am Geburtstag galt bei der KD die Regel, dass man den ganzen Tag umsonst auf allen Schiffen und Linien fahren konnte. Heute gibt es immerhin noch Rabatt. Die Kalkulation ist gut gedacht: was das Geburtstagskind an der Fahrkarte spart, gibt es für Essen und Trinken aus. Oder es bringt gleich einen ganzen Pulk von Leuten mit. In Rüdesheim ging es dann hoch zum Niederwalddenkmal, dann den "Brahms- Wanderweg" zurück (Wandern und Saufen, dazu Zigarren; auch außerhalb seiner Musik ist er mein Vorbild).

    Dann noch weiter per Schiff nach Mainz und dann mit dem ICE zurück. Einziger Nachteil: was man an den Fahrkarten fürs Schiff gespart hat, muss man jetzt der Bahn in den Rachen werfen.

    3. Der Dichter

    Dank einer Gesamtausgabe in der Bibliothek meines Vaters bin ich schon früh mit Goethe vertraut geworden, dabei habe ich für einige Sachen sehr lange gebraucht, was ja auch nicht verwunderlich ist. In der Schule kam dann viel Goethe dran, Götz etwa und Werther. Als Schüler schon habe ich eine tiefe Abneigung gegen Versepen entwickelt. Ob Nibelungenlied, Rolandslied, Parsifal, Reineke Fuchs, Hermann und Dorothea, Ilias, Odyssee und Aeneis sowieso. Nie habe ich eingesehen, warum man eine spannende Handlung in Reimen (und manchmal schlecht gereimt) dem Hörer hinwerfen muss, wobei 20.000 Verse gerade mal der Anfang sind. Auch für Goethes theoretische Schriften und auch seine west-östliche Literatur bin ich bis heute nicht zu haben. Es gab aber natürlich noch mehr. Der zweite große Schub kam nach meiner Pensionierung. Da nahm ich mir vor, die wichtigsten Werke der deutschen Klassik noch einmal zu lesen. Da gab es dann einige, die so schlecht waren, dass sie hier zum dritten Mal nicht auftauchen werden. Ich nehme mal ein Beispiel vorweg. Das Stück von Kleist "Die Familie Schroffenstein" war mir dem Namen nach bekannt, jetzt war es dran mit Lesen. Selten habe ich einen Klassiker mit Tränen (vor Lachen) und fassungslosem Staunen (vor einem schriftstellerischen Offenbarungseid) gelesen wie diesen. Kleist schrieb dazu an seine Familie: "Es ist eine schreckliche Karteke, lest sie bitte nicht!" Es wird berichtet, dass Kleist und ein paar Freunde dieses Machwerk mit verteilten Rollen gelesen haben und es viele Pausen brauchte, weil die Freunde regelmäßig vor Lachen vom Stuhl fielen. Aber tolle Stücke gibt es natürlich auch; und die werden hier nach und nach erscheinen. Der Sinn ist schon, dass die Tamino-Literaten sich das noch mal vornehmen. Eine Bitte: solche Lektüre nicht in Reklamheftchen und, wenn es geht, in Fraktur, die leider schwer zu bekommen ist. Ich bin fein raus, ich kriege demnächst eine Goetheausgabe in Fraktur wegen Haushaltsaufgabe durch Umzug.

    Bei mir ist das Timbre so gut wie immer mit einer bestimmten Arie oder, genauer, Rolle verbunden.

    Hier meine vorläufige Liste:

    Nicolai Ghiaurov: Boris, Don Giovanni, Gorjantschikow (Totenhaus)

    Helen Donath: Kind (L´enfant et les sortilèges), Ighino (Palestrina), Gänsemagd (Königskinder)

    Fischer-Dieskau: Der Abschied (Lied von der Erde)

    Wunderlich: Mazal (Die Ausflüge des Herrn Broucek)

    Helena Tattermuschowa: Füchslein

    Colette Lorand: Emilia Marty (Makropulos), nur live

    Christoph Prégardien: Evangelist (Bach)

    Ursula Koszut: Regina (Mathis der Maler)

    Nuria Rial: La Calisto

    Maria Bayo: La Calisto

    Cesare Siepi: Figaro

    Gundula Janowitz: alles


    Insgesamt bin ich ein Liebhaber leichter Stimmen, aber nicht nur, bei Bässen möchte ich richtige Tiefe haben.

    Genau das wollte ich auch vorschlagen. Ich kenne viel von Bach, die Kantaten aber nicht besonders. Dabei ist in jeder Kantate mindestens eine musikalische Perle. Dieses Thema hier ist dafür definitiv der falsche Ort. Ich bin selten hier, weil ich meistens die Musik nicht mag, die hier vorgestellt wird. Das ist keine Kritik, aber mein Geschmack liegt woanders.

    Warum eröffnest du nicht einen eigenen thread, der im Laufe der Jahre fast alle Bachkantaten umfasst? Du bist dann sozusagen der Archivar. Ein Archiv braucht keine Diskussionen, höchstens Ergänzungen.

    Ein weiterer Punkt, den ich auch immer bei Helmut Hofmann anbringen muss: der Erfolg misst sich an den Zugriffen, nicht an den Antworten.

    Ich habe die Einteilung für mich aus praktischen Überlegungen gemacht, die sich auf klare Ordnungsprinzipien gründen und die auch vor allem durch meine Chorerfahrungen bedingt sind. Diese Ordnungsprinzipien erlauben mir, eine Musik, die ich gekauft oder aus dem Radio aufgenommen habe, sofort in eine richtige, wiederauffindbare Kategorie zu platzieren. Es sind ausdrücklich keine wissenschaftlichen Kriterien, denn in der Wissenschaft wird viel mehr differenziert. Eine Differenzierung aber hat für mich keinen Zusatzwert. Hier tritt ein altes Ordnungsprinzip ein, das auch für die Literatur gilt. Ich habe seit meiner Kindheit sehr viel gelesen, aber nie hätte ich Germanistik studiert. Das Prinzip: ich verschwende meine Zeit nicht mit Sekundärliteratur, die hält mich davon ab, mehr Primärliteratur zu lesen. Das heißt nicht, dass es nicht tolle Sekundärliteratur gibt. Ich habe z.B. in Tübingen regelmäßig Walter Jens und Ernst Bloch gehört und auch manche Folgen des "Literarischen Quartetts". Im Moment schaue ich regelmäßig Denis Schecks "Druckfrisch".

    Die hochinteressante Tabelle von Fiesco deckt sich mit meinen Kriterien. Der Schnittpunkt ist Monteverdi. Die Marienvesper ist vom Stil völlig anders als seine beiden anderen Messen. Die von 1653 ist sozusagen ein Rückblick auf die prima prattica. Wir haben in meinem Ensemble diese Messe gesungen und ein paar Teile aus der Marienvesper (z.B. "Ave maris stella"). Der Unterschied ist gewaltig! Und Monteverdi konnte beides!

    A-cappella-Singen ist nicht automatisch Polyphonie, dieser Irrtum ist schon länger ausgeräumt. So können bei einzelnen Stücken der Vokalpolyphonie Instrumente "colla parte" mitspielen, es gibt aber keine extra komponierten Noten für sie. Dies haben spätere Komponisten dann getan. Als Beispiel nehme ich von Heinrich Schütz "Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret". Da sind 2 Singstimmen komponiert und dazu (ich glaube 4) Instrumentenstimmen. Diese sind allerdings nicht festgelegt, man kann sie mit Holzbläsern oder (besonders eindrucksvoll) mit Blechbläsern spielen. Das ist definitiv keine Vokalpolyphonie.

    Lieber Michael, du weißt, das das hier jetzt keine Kritik ist. Ich empfinde Palestrina, auch das Stück hier, nicht als Renaissance, sondern als Vokalpolyphonie. Renaissance heißt doch Florenz 1600, Bardi, Caccini, Monteverdi, auch noch Cavalli, also das, was Monteverdi "seconda prattica" nennt. Dies hier ist "prima prattica" - und natürlich ein großartiges Stück, meisterhaft gesunden sowieso.

    Das Buch Exodus (Kap. 1-40)


    1 Die Vermehrung des Volkes, Zwangsarbeit unter einem neuen Pharao, alle Söhne der Hebräer werden getötet.

    2 Moses wird geboren und auf dem Nil ausgesetzt. Eine Pharaonentochter findet ihn, und er wächst als Prinz am ägyptischen Königshof auf. Als Erwachsener tötet er im Streit einen Ägypter, flieht in die Wüste nach Midian. Dort heiratet er Zippora (sein Schwiegervater heißt Jithro/Reguel).

    3 Jahwe erscheint im brennenden Dornbusch und sendet ihn zum Pharaoh.

    4 Auseinandersetzung mit Jahwe am Horeb, Aaron geht mit ihm als Sprecher zum Pharaoh. Moses nimmt Weib und Kind mit. Sonderbar Vers 24: Gott will Moses töten, Zippora verteidigt ihn; die Beschneidung wird eingeführt.

    5 Die Zwangsarbeit der Hebräer wird verschärft.

    6 Bitte an den Pharaoh: "Let my people go!" (ab Vers 14 überspringen)

    7-10 Wunder vor Pharaoh (Stab und Schlange).

    Die Plagen: Wasser zu Blut, die Frösche, die Stechmücken, die Fliegen, Viehpest, Blattern, Hagel, Heuschrecken, Finsternis.

    11 Androhung der Tötung der Erstgeburt bei Mensch und Vieh.

    12 Einsetzung des Pessachfestes, Tötung der Erstgeburt, der Exodus.

    Interessant ist hier Vers 36: mit Billigung des Herrn "berauben" (das steht so wörtlich da) die Israeliten die Ägypter an immensen Werten von Schmuck und Gold (wobei ich mir nicht erklären kann, wie sinnvoll das ist für eine ausgedehnte Wüstenwanderung).

    Das Heer der Exilanten beträgt 600.000, die Kinder nicht gerechnet. Wie soll man sich das vorstellen?

    Essen, Trinken, Hygiene, Zusammenleben, Aggressionen; all das in einer Wüste, also einer besonders lebensfeindlichen Umgebung.

    13 Feuersäule und Wolkensäule, sie wandern Tag und Nacht.

    14 Durchzug durch das Schilfmeer, die Verfolgung durch die Ägypter, deren Untergang (die Stelle muss schmal gewesen sein, da man vom anderen Ufer die Leichen der Verfolger sehen konnte, V.30).

    15 Der Lobgesang des Moses und der von Miriam (Aarons Schwester) mit Paukenbegleitung.

    16 Wachteln und Manna, Sehnsucht nach den Fleischtöpfen Ägyptens (Vers 31). Wer möchte 40 Jahre Semmeln mit Honig essen?

    17 Wasser aus Steinen, Ankündigung der Vernichtung der Amalekiter.

    18 Jithro kommt mit Moses´Frau und den beiden Söhnen

    19 Wüste und Berg Sinai (Tabuzone außer für Mose).

    20 Die Zehn Gebote (Witz: Moses - Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: ich konnte ihn auf 10 herunterhandeln. Die schlechte: Ehebruch ist auch dabei). Vers 20: Du sollst nicht begehren das Eigentum deines Nächsten. Allerdings ist das Begehren nach ganzen Ländern und Völkern nicht nur nicht verboten, sondern das Ziel des Exodus.

    21-23 Altargesetze (überspringen)

    24 Der Bundesschluss. Die Ältesten besteigen den Sinai und sehen (V.9) Gott. Wie soll man sich das vorstellen?

    Jahwe erscheint dem Mose in Wolke und Feuer.

    25 Die Schaubrote (überspringen)

    26 Stiftshütte und Bundeslade (nur für Interessierte, die wissen wollen, worum es bei den "Jägern des verlorenen Schatzes" eigentlich geht).

    27-31 diverse Gesetze (überspringen). Vers 18: die beiden Steintafeln sind beschrieben vom Finger Gottes.

    32 Das goldene Kalb. Vermutlich ist es ein goldener Stier gewesen; in vielen Religionen galt der Stier als Fruchtbarkeitssymbol. Hier konnte man endlich den vielen Schmuck, den man den Ägyptern geraubt und bis hierher mitgeschleppt hatte, sinnvoll einsetzen. Die Tafeln der Gebote werden zerbrochen; die Polizeitruppe, nämlich die Leviten, brachten 3000 Menschen um. Der Schöpfer des goldenen Stieres, Aaron, bleibt verschont.

    33 Moses und Jahwe, Moses darf, anders als die 70 Ältesten, Jahwe nicht schauen.

    34 Neuer Bund, neue Tafeln. Hinweis für später: die Israeliten dürfen sich nicht mit den Kanaanäern vermischen.

    35-40 (überspringen) Hier wird beschrieben, wie die heiligen Gerätschaften hergestellt werden, was vorher angeordnet war.

    Erste Lieferung: Exodus

    Vorwort


    Ich versuche hier etwas Neues, um die Lesefähigkeit der Bibel (AT) zu verbessern. Ich trenne in diesen Lieferungen die eigentliche Geschichte des Volkes Israel vom Exodus (der Auszug aus Ägypten) bis zur Landnahme oder Einwanderung nach Kanaan (das ist der Euphemismus für die Besitzergreifung fremden Landes). Der andere Teil ist die summarische Darstellung der Gesetze und Geschlechtsregister, was keine besonders spannende Lektüre ist, aber doch eine Reihe von Überraschungen birgt. So kann jeder die Geschichte flüssig durchlesen; wer sich darüber hinaus für Gesetze und Riten interessiert, findet schnell das Gesuchte.

    Ich benenne die biblischen Bücher mit ihren lateinischen Namen (in Klammern die gängigen Abkürzungen).

    2. Buch Mose= Exodus (Ex) - der Auszug aus Ägypten

    3. Buch Mose= Leviticus (Lev) - alle Gesetze, besonders über die Leviten (die Priesterkaste)

    4. Buch Mose= Numeri (Num) - Numeri - die "Zahlen", also die Listen

    5. Buch Mose= Deuteronomium (Dtn)- alle Gesetze nochmal

    Zahlen am Anfang in "fett" sind die Kapitel der jeweiligen Bücher.

    Der berühmteste Film über den Exodus und Moses ist der von Cecil B. deMille mit Charlton Heston als Moses. Unser Kollege MDM mit seiner Tendenz zum Gewaltigen (MDM ist Mario del Monaco, der aber nie den Moses gesungen hat) hat Charlton Heston als Moses zu seinem Avatar erwählt.

    Nicht nur für Kinder gibt es einen wunderbaren Zeichentrickfilm, der "Prinz von Ägypten."


    Bibelfilme wurden normalerweise in meinem Unterricht als furchtbare Pein für unbotmäßige Schulklassen eingesetzt: endlose Dauer, grausamer Kitsch und unfassbare Langeweile waren hier die Disziplinierungsmittel.

    Dieser Film aber gefiel allen.

    Grundsätzlich stimmt das, aber nur grundsätzlich. Ich denke mal, Michael und ich schätzen uns als paarweise Trüffelschweine in der Chormusik; da empfindet Michael jedes Grunzen meinerseits nur als Zustimmung und ich umgekehrt genauso.

    Gestern hatte ich die Kühnheit, mir mal den hier hochbesungenen älteren Bach zu Gemüte zu führen. Eingangschor "Matthäuspassion", Dirigent: Furtwängler. Mit glasigen Augen durchgestanden. Dann dasselbe Stück, Dirigent: Klemperer. Nachdem man mich wiederbelebt hatte, trank ich erstmal ein großes Bier. Um das alles auszugleichen, habe ich hierhin geklickt. "Solange war der Pingel krank, nun lebt er wieder, Gott sei Dank!" Es lebe die Trüffelwiese und das dazugehörende Borstentier.

    Jacquet de Mantua: Dum vastos Adriae (Tombeau für Josquin)


    Es gibt einen Epitaph (siehe auch mein Thema "Tombeau") von Josquin auf Ockeghem ("Nymphes des bois"). Dass es mehrere solche Stücke auf den Tod von Josquin gibt, wusste ich nicht, bis ich eine CD in die Hand bekam, die die King´s Singers eingespielt hatten, auf der einige Tombeaus auf Josquin versammelt waren, z.B. etwa von Richafort. Eine Motette hatte es mir besonders angetan: "Dum vasto Adriae fluctus" von Jachet de Mantua (1483-1559). Mir völlig unbekannt, trotzdem eine grandiose Komposition, meisterhaft aufgeführt von den King´s Singers (Sammel-CD unter dem Namen Richafort).


    Alonso Lobo: Versa est in luctum


    Das Wunderbare an der Polyphonie ist, dass man ständig neue Meisterwerke entdeckt, und das auch von Komponisten, deren Namen man noch nie gehört hat. Nun bin ich der Meinung, dass die Polyphonie zum Komponieren so schwierig ist, dass sich daran keine Stümper versuchen. Das gleiche gilt für die ausführenden Musiker.

    Heute möchte ich zwei meiner neuen Favoriten vorstellen.

    Alonso Lobo lebte von 1555 bis 1617, sein Werk ist kaum bekannt, obwohl der nachfolgende Ausschnitt zeigt, dass er sich hinter Victoria nicht verstecken muss (meinen Wikipedia und auch Dr. Pingel). Sein Stück (Hiob 30,31): "Versa est in luctum cithara mea et organum meum in vocem flentium. Parce mihi, Dominum, nihil enim sunt dies mei".



    In dieser Aufnahme singt das Ensemble "Tenebrae" unter Nigel Short, der auch mitsingt. Ich kann nur sagen (und Michael Müller wird mir absolut zustimmen): Komposition und Ausführung kann man nicht besser machen.

    8. Debussy im offensiven Mittelfeld


    Der in 4 erwähnte kleine Junge (10) spielt Cello und Fußball, Fußball natürlich viel lieber. Eines Tages fragt er seinen Vater: "Du, Papa, findest du nicht auch, dass Yunus Malli (damals in der Bundesligamannschaft von Mainz 05) aussieht wie Debussy?"


    9. Dick und Doof


    Die bereits erwähnten Kinder gucken sehr gerne "Laurel und Hardy", besonders die "Tortenschlacht, Tit for Tat (die beiden Geschäfte), die Sache mit dem Klavier und die Geschichte mit dem Weihnachtsbaum". Beim ersten Mal haben sie sich buchstäblich vom Sofa "abgerollt". Jetzt weiß ich, was dieser Ausdruck bedeutet. Beim ersten Mal sagte eines der Mädchen (damals 4): "Du, ich glaube, der Dicke ist auch doof!"


    10. Hebräisch zum Mitsingen


    In meinem ersten Semester in Münster gab es einen Professor für Altes Testament, der wegen seiner liebevollen und studentenfreundlichen Art bei uns allen sehr beliebt war, obwohl er schon recht alt und emeritiert war. Er hieß Fritz Rudolph und war weltweit der Experte Nr.1 für den Propheten Jeremia.

    In einer Seminarsitzung beschwerte er sich: man hatte in der evangelischen Unikirche die festen Anzeigetafeln für die Lieder entfernt und zeigte jetzt per Dia die Lieder kurz vor dem Singen an. Er meinte, dass er ja öfter relativ früh im Unigottesdienst sitze; da könne er die Lieder nachschlagen und sie schon mal für sich ins Hebräische übersetzen.


    11. Matheatheisten


    Ich helfe ein wenig als"Mädchen für alles" in einer Grundschule aus (im Moment allerdings wegen Corona nicht). Eines Tages komme ich verspätet in die Klasse, die Lehrerin stellt mündliche Matheaufgaben. Alles ist still, als sie fragt: "Wie viele cm hat ein Meter?" Bevor jemand was sagen kann, sage ich in die Stille: "99!" Große Begeisterung.


    12. Drei Chinesen mit dem Kontrabass


    Eins von den oben schon erwähnten Mädchen (damals 6) fing mit Kontrabass an und ist noch dabei. Wir haben ein regelmäßiges Ritual, wenn wir uns treffen, denn ich erkundige mich immer nach dem Zustand der anderen zwei Chinesen. Dabei stellt sich heraus, dass die gerade immer essen, trinken, schlafen und Blödsinn machen, aber nie Kontrabass spielen.


    13. ...dass es knackt


    Mit dem Kontrabass-Kind gibt es noch ein Ritual. Wir singen zusammen das dritte Rätsel aus der "Klugen" von Carl Orff: "Es floss ein Mühlenstein auf dem Wasser...". Der König singt da von ein einem Blinden, einem Lahmen und einem Nackten. Dieses Stück, der Nackte, wird gesprochen; und in unserem Ritual ist es der Text des Kindes: "So nackt, dass es knackt!" Da ich dieses Kind jetzt nicht mehr so oft sehe, geht der Ritus jetzt auf eine Kusine über (6 Jahre).


    Ich unterstütze die Nennung von Britten, meine dabei alle seine Quartette und auch die Simple Symphony (op.1) in der Form für Streichquartett. Es liegt eine kongeniale Aufnahme mit dem Britten-Quartett vor.

    Die Mutter aller Streichquartette ist für mich natürlich die beiden Streichquartette von Janacek, erstaunlich, dass die nicht bisher auftauchten, auch wenn sie natürlich zur klassischen Moderne zählen.


    5. Nachwort


    Trotz aller Gewalt und allen Unrechts ist doch die Genesis eine farbige und erzählerisch gekonnte Geschichte, besonders natürlich hier in der Pingel-Version:pfeif:.

    Für normale Leser hat dieses Buch durchaus einen großen Reiz, trotz der großen Schwächen, ja Verbrechen der legendären Erzväter. Ich frage mich immer, wie unsere fundamentalistischen Freunde, die so auf der Irrtumslosigkeit der Bibel bestehen, mit der Tatsache zurecht kommen, dass ihre Idole z.T. schwere Straftaten begangen haben, die man nicht gerade als vorbildlich bezeichnen kann.

    Noch nie ist ein Theologe auf die Idee gekommen, analog zu Ernst von Piddes "Richard Wagners Der Ring des Nibelungen im Licht des deutschen Strafrechts" ein ähnliches Werk zu verfassen.


    1. Adam und Eva lügen und übertreten ein zentrales Verbot (trespassing).

    2. Kain bringt seinen Bruder um.

    3. Noah betrinkt sich.

    4. Seine Töchter betreiben Blutschande.

    5. Abraham bereitet einen Mord vor. Außerdem verstößt er Ismael, seinen Sohn, und Hagar, Ismaels Mutter und die Magd von Sara.

    6. Jakob ist ein notorischer Betrüger (an Laban und an seinem Vater).

    7. Jakob lässt seine Söhne in Sichem ein Blutbad anrichten.

    8. Josefs Brüder machen sich erst des Mordversuchs, dann des Menschenhandels schuldig.

    9. Juda bricht einen Ehevertrag und begeht Ehebruch mit seiner eigenen Schwiegertochter.


    Eine große Frage bleibt noch: warum heißen die Juden nach Judas?

    Vor der Zeitenwende hießen sie noch Israeliten, das geht auf den Beinamen Jakobs (=Israel) zurück.

    Warum heißen sie nicht Abrahamiten, Jakobiten, Josefiten?

    Es gibt darüber eine Untersuchung des jüdischen Historikers Michael Wolffsohn, die ich aber noch finden muss.

    4. Exkurs: Juda und Tamar (Gn 34)


    Dies ist eines der Kapitel, von dem man weder von liberalen Theologen je was hört ("peinlich, moralisch verwerflich") noch von unseren Frommen (Erzvater Juda als Gesetzesbrecher). Es ist übrigens leicht zu sehen, dass diese Geschichte später in den Josefsroman eingefügt wurde.

    Juda hat drei Söhne; der erste ist verheiratet mit einer fremden Frau, Tamar. Dieser Sohn stirbt. Nach den Gesetzen damals ist nun der zweite Sohn, Onan, verpflichtet, Tamar zu heiraten und vor allem ihr Kinder zu verschaffen. Das ist der zentrale Punkt: das Konzept unserer Liebesheirat ist erstens sehr jung und auch nicht so erfolgreich (nach 7 Jahren Scheidungsquote bei 50%).

    Es ist nicht so, dass die Tamar dem Onan nicht gefällt, darüber wird gar nicht nachgedacht. Kurz, er weigert sich sie zu heiraten, vor allem aber weigert er sich, ihr Kinder zu machen. Er praktiziert das, indem er kurz vor dem Höhepunkt seinen Samen auf den Boden fallen lässt. Daraus hat man den Begriff Onan-ie abgeleitet, was natürlich unsinnig ist, es handelt sich um einen Coitus interruptus. Das aber ist eine schwere Sünde und Onan muss nach Gottes Willen sterben.

    Nun bleibt noch Judas dritter Sohn, der ist aber noch sehr klein. Tamar ist bereit, zu warten, denn Kinder muss sie unbedingt haben. Als der dritte Sohn erwachsen ist, gibt ihn Juda der Tamar trotzdem nicht zum Mann.

    Da sieht sie, dass sie sich auf die Männer der Familie nicht verlassen kann, weil keiner ihr verschafft, worauf sie als jüdische Frau Anrecht hat: Kinder, am besten Söhne.

    Sie verhüllt sich, markiert eine Hure und verführt am Stadtrand - Juda, ihren Schwiegervater. Klugerweise lässt sie sich zum späteren Beweis ein paar persönliche Besitztümer von Juda geben. Nach drei Monaten wird die Schwangerschaft Tamars bemerkt. Juda, von dem das Kind ist, sagt, dass die Mutter verbrannt werden müsse. Da zeigt sie die Beweisstücke vor...

    In diesem Kapitel lernt man viel über die Strukturen von Sexualität und Familie im Alten Orient. Wenn wir für Familie "Clan" einsetzen und deren Verhalten bei uns betrachten, wird man gewahr, wie uralt diese Strukturen sind. (Ich breche hier ab, denn eine Diskussion würde jetzt tatsächlich gegen die Forumsregeln verstoßen).


    Es ist mir immer ein Rätsel gewesen, wieso fromme Menschen die Erzväter so verehren. Hier etwa bricht Juda den Ehevertrag seines dritten Sohnes mit Tamar, später dann begeht er Ehebruch, indem er eine Prostituierte aufsucht. Dafür hätte er gesteinigt werden müssen.


    Nachbemerkung. Aus den hier verhandelten Strukturen heraus wird auch verständlich, warum sich das Judentum so strikt gegen Homosexualität wandte: Homosexualität ist unfruchtbar. Darauf stand die Todesstrafe.

    7. Putzen


    Religionsunterricht der 80er, Klasse 5 (meist 10 Jahre). Thema: "Jesus und seine Zeit". Dazu gibt es ein schönes Buch mit tollen Illustrationen. Ich erkläre die Funktion der verschiedenen Vorhöfe. Je weiter man nach innen kam, umso exklusiver wurde das Personal. Der Tempel selbst war leer und durfte nur 1x im Jahr vom Hohepriester betreten werden. Ein kleines Mädchen meldet sich: "...und wer hat da geputzt?"

    Nachtrag zu 4: Yellow Pages: Turning into the Yellow Mode


    Manche Themen beginnen harmlos und als Musikthema, bis ein Tamino die Kritik ausweitet auf einen oder mehrere andere Taminos. Dort bleibt das Thema, aus dem Musikthema wird ein Tamino-Thema. Beispiele sind: meine Besprechung des "Boris Godunow" in Krefeld und die "Mehrwertsteuerdebatte." Damals hatte ich vorgeschlagen, das Thema einfach zu schließen, was Reinhard prompt tat.8-) Auch die Mehrwertsteuerdebatte erlitt dieses Schicksal.

    Zeus Alfred und seine Untergötter achten jetzt viel mehr auf diese Methode, sodass die Stimmung im Forum deutlich besser geworden ist.


    Nachtrag zu 2: The Untouchables


    Der Titel wurde zuerst in den 30er-Jahren an Elliott Ness und sein Team in der Zeit der Prohibition verwendet. Er brachte Al Capone zur Strecke, der wurde verurteilt wegen - Steuerhinterziehung. Elliott Ness´ Leben endete tragisch: er starb früh und an Alkohlsucht.

    Es gibt eine neue Hysterie, die man für die klassische Musik nutzbar machen könnte: Überall weiße Männer und Rassisten. Welche Komponisten-Denkmäler könnte man köpfen, welche Noten verbrennen, Konzertsäle ver..... ach nein, lieber nicht. Aber möglich ist ja alles.

    Halt! Eins habe ich vergessen: Alte weiße Dirigenten mindestens entlassen...

    ("Ist es Wahnsinn, hat es doch Methode" - Hamlet)

    In meinem Schreibtisch ("Vademecum") gibt es eine neue Tamino-Vokabel, die erklärt, was gerade passiert: Turning Into the Yellow Mode.

    Das ist die entscheidende Wende eines Themas, das mit einem aktuellen Thema beginnt, was sowohl "Alltagspolitik" wie klassische Musik verbindet, hier Beitrag #1. Ab einem bestimmten Beitrag verwandelt sich das Thema in den "Yellow Mode", auch "Boulevard Mode" oder simpel: Streitlust. D.h., nicht mehr gesellschaftliche Probleme, nicht mehr Musik, sondern der andere Tamino wird zum Hauptgegenstand; hier schon sehr früh (#3). Damit ist das Schlachtfeld eröffnet. Bald ist auch unwichtig, wer Recht hat oder nicht, die "Tortenschlacht" nimmt Fahrt auf.

    Ein Nachwort zum Thema "Stammtisch": wovon der Stammtisch nwirklich was versteht, ist Lokalpolitik und - Bier!

    Es gibt nur ein probates Mittel, die Auswüchse zu beschneiden. Das ist nicht "Löschen", sondern den Faden schließen (hat mir Moderator Reinhard erklärt).

    2. Inhalt


    37 (die Zahlen in dieser Schreibweise bezeichnen die Kapitel): Josef ist 17, er ist Hirte. Der bunte Rock. Der Traum von den Garben, der Tram von den Gestirnen. Josef wird zu seinen Brüdern geschickt. Ruben verhindert seinen Tod. Er wird in die Grube geworfen. Er wird an eine Karawane verkauft. Ein Bock wird geschlachtet, das Blut an Josefs Rock als das eines Löwen ausgegeben. Jakobs Trauer. Josef wird an den obersten Offizier der Leibgarde des Pharaoh, Potiphar, verlauft.

    38 Juda und Thamar (erstmal überspringen, siehe Anhang)

    39 Josef wird Verwalter in Potiphars Haus. Die Sache mit Potiphars Frau. Josef im Gefängnis.

    40 Der Traum des Mundschenks; der Traum des Bäckers. Der mundschenk vergisst Josef.

    41 Die Träume des Pharaoh (die Kühe; die Ähren). Josef deutet die Träume. Er wird Ministerpräsident (mit 30) und verwaltet die angelegten Vorräte.

    Der Pharaoh verheiratet ihn mit Asenath, der Tochter des Sonnenpriesters zu Heiliopolis. Seine Söhne Efraim und Manasse.

    Speicher werden gebaut.

    42 43 44 Die Reisen der Brüder; die Verhaftung Benjamins.

    46 Jakob geht nach Ägypten (V.8-27 überspringen)

    47 Jakob vor dem Pharaoh (13-26 überspringen). Jakob will nicht in Ägypten begraben werden.

    48 (überspringen)

    49 1-28 überspringen. Segen und Tod Jakobs

    50 Totenklage und Bestattung Jakobs in der Höhle Machpela.

    Josef stirbt un d wird in Ägypten begraben.