Beiträge von dr.pingel

    Ich habe Harald nie persönlich kennengelernt, aber er ist mir bis heute ein Begriff, vor allem auch deswegen, weil er alles über die Deutsche Oper am Rhein wusste; vor allem die Dinge, die ich vergessen hatte. Bei ihm bin ich froh, dass er ein Bild von sich als Avatar hatte und dass er so auch lebendig bleibt.

    Ich hatte von diesem Organisten noch nie gehört, bis gestern Abend, als er in der Philharmonie Essen spielte. Ich bin ein Orgel-Genießer, aber kein Kenner, sodass man diesen Beitrag mit Milde betrachten sollte.

    Vorsprüche:

    -Beim Orgelkonzert gibt es keine schlechten Plätze, wenn man von dem auf der Orgelbank absieht.

    -Fußballprofis und Organisten haben gemeinsam, dass sie in der Fußarbeit stark sein müssen. Dabei spielt der Organist auch mit den Hacken.

    Für mich gibt es einige Präferenzen, was den Besuch eines Orgelkonzertes angeht: möglichst eine große Kirche oder Kathedrale, normale Anzahl von Zuhörern, die es mir erlaubt, einen Platz ganz alleine in einer Ecke einzunehmen (neulich im Essener Dom war die Kirche gerappelt voll, da bin ich wieder rausgegangen). Die Essener Philharmonie gilt als weltlicher Dom.

    Latry spielte ein auf Bach bezogenes Programm, wobei ich erstaunt war, wie viele der französischen Komponisten, deren Orgelkompositionen ich nicht so schätze, hier doch sehr gute Stücke geschrieben haben. Zu Liszt habe ich gar keinen Draht, aber seine Bearbeitung der Fantasie und Fuge g-Moll, BW 542 war richtig schön, was er dann mit einer furchtbaren Eigenkomposition, Präludium und Fuge über B-A-C-H (S 260) wieder wettmachte.

    Den Schluss bildete die "Passacaglia". Danach bin ich gegangen, ohne die Zugabe abzuwarten, denn nach einem so gewaltigen Werk kann für mich nichts mehr kommen. Normalerweise höre ich Orgelmusik nur live, aber hier möchte ich die Kenner bitten, mir eine gute CD-Aufnahme der Passacaglia zu empfehlen. Vielleicht habt ihr weitere Tipps, wo Orgelkonzerte stattfinden!

    Jetzt kommt noch der Clou: fast 2 Stunden der oft schwierigsten Musiken (3 Manuale und Pedal), und der Organist spielte alles auswendig!

    Mein Beitrag ist 24 Stunden alt - und bisher der letzte. Sollte ich den wider Willen versenkt haben, was ja mein neues Hobby ist? Halt - es gibt Nachschub: E-Roller statt Esel. Da bin ich als Theologe natürlich prädestiniert, die unsinnigsten Dinge zu erfinden.

    Die Entscheidung des Leipziger Gerichtes zeugt nicht von Intelligenz, denn wenn das Mädchen vorsingen darf, ist der Hauptdamm gebrochen. Es gibt in unserer Welt jede Menge Berufe und Vereinigungen, deren Mitglieder von vorneherein Anforderungen erfüllen müssen. Wer keine Noten lesen kann, wird nicht Sänger, auch wenn er vorsingen möchte. Ein Parteimitglied der Grünen wird sich nicht in die Phalanx der Bewerber um den SPD-Vorsitz einreihen können. Auch habe ich noch nie von einem Höhenretter mit Höhenangst gelesen. Meine Standardgeschichte: wann entscheidet ein Gericht, dass es auch blinde Lokführerinnen geben darf (mit Probefahrt, an der nur die Richter teilnehmen dürfen)?

    Man kann dir nichts beweisen, das stimmt. Das hast du gemein mit Placido Domingo.

    Der Satz hat mich gefreut. Er zeigt, dass du hier die Verleumdungs- und Beleidigungskultur schon ziemlich gut drauf hast. Damit kann man es hier weit bringen. Übrigens kann man wohl sagen, dass Placido besser singt als ich. Dafür bin ich sicher, dass ich besser singe als du. Dann darf man hier auch alles, z.B. Themen versenken. Da dies mein neues Hobby ist, muss Schütz noch warten.

    Auch wenn die Aufforderung, den Thread zu schließen, als Kompliment an Holger gemeint war, war sie daneben.

    Die Bewertung des Benehmens hat nichts damit zu tun, ob jemand Gast ist. Es gibt langjährige Mitglieder des Forums, die sich ständig daneben benehmen, die lange Mitgliedschaft macht es nicht besser.

    Der erste Satz ist eine von den Wertungen, die selbst Bertarido nicht zustehen. Wie wäre es mit dieser Formulierung:"... auch wenn...…, würde ich diese Meinung nicht teilen" (statt daneben).

    In meiner Sozialisation spielt "Gast" noch eine große Rolle. Hier im Forum etwa habe ich auch klein angefangen. Dass hier auch langjährige Mitglieder sich daneben benehmen, ist auch kein Argument, sondern eine Meinung und erlaubt einem Gast nicht, sich auf diese Schiene zu begeben.

    Natürlich ist auch das nur eine (meine) Meinung.

    Ansonsten ist natürlich die Absicht, hier weiter zu machen, durchaus in Ordnung. Ich selbst werde aber in einem Land sein, in welchem der Pfeffer wächst und das von Komponisten wie Heinrich Schütz und Francesco Cavalli bewohnt wird. Da werde ich wohl dieser meisten Akteure dieser Art von Themen wie hier wohl nicht antreffen.

    Du hast die Einleitung und den Schluss meines Beitrages zitiert. In den Punkten 1-3 habe ich Fakten zitiert. Du hast nicht eines dieser Argumente widerlegt, wie Ascanio auch nicht, weil ihr natürlich hier lieber rumstänkert.

    Dann die entscheidende Frage: ich habe gesagt, dass ich empfehlen würde, nach den 3 Beiträgen von Holger das Thema zu schließen. Das ist ja nun wirklich nicht die Aufforderung, das Thema zu versenken, sondern ein großes Kompliment an Holger. Dass ihr das überhaupt nicht verstanden habt, lässt nichts Gutes vermuten. Wenn in einem Konzert das letzte Stück von Bach war, gehe ich, weil ich der Meinung bin, dass nach Bach (außer Bach selbst) nichts mehr kommen kann.

    Wenn ihr anderen hier nach 500 Beiträgen einräumt "ich weiß es auch nicht", ist das ja eine Offenbarung und eine Bitte von euch, das Thema zu beenden.

    Melomane: 1. das Merkmal eines guten Taminos ist, dass er ständig interessante Themen vorschlägt. Von dir lese ich nur solchen Mist wie den oben. Nenne doch bitte mal die Themen, die von dir sind. 2. Nach dieser Geschichte werde ich mich wieder der modernen Oper und der Alten Musik zuwenden. Da schreiben in der Regel vernünftige Leute mit Ahnung, also werde ich dir dort nicht begegnen.


    Ich finde, dass dieses Thema in dieser Form nicht enden sollte, und bitte den Moderator, aus Respekt vor den guten Kaletha-Beiträgen, alles ab 543 zu löschen (auch meine eigenen natürlich).

    Nach 12 Beiträgen hier so eine arrogante Haltung einzunehmen, ist schon toll. Damit rückst du in die Kategorie der Untouchables auf.

    Außerdem merkt man, dass du die Themen nur sehr oberflächlich durchblättert hast. Aber wenn man keine Ahnung hat, beleidigt man am besten.

    1. In Casta Diva wurde ich ohne Beweise als homophob bezeichnet. Außerdem hatte ich eingesehen, dass meine Beiträge zu diesem Thema nicht passten. Eigene Beiträge zu löschen, sehe ich immer noch als einen Akt der Souveränität, nicht der Schwäche. Das Thema hätte auch ohne meine Beiträge fortgeführt werden können, versenkt hat es der Moderator. Aus "manche threads zu versenken" bleibt nichts. Kümmerlich, nicht wahr, und nur von Ressentiments gespeist. Damit reihst du dich ein in die Phalanx derer hier, die nicht glücklich sind, wenn sie andere nicht heruntermachen können.

    2. Wo habe ich Moderatoren zum Löschen oder Sperren fremder Beiträge aufgefordert? Ich erinnere mich nur an eines: "stimmenliebhaber" hat mich als "Harmonie-Hure" bezeichnet. Das hat Alfred sofort gelöscht, stimmenliebhaber aber hat es mit einem Selbstzitat wieder eingeführt, ich hatte es dann nicht mehr moniert, weil man stimmenliebhaber auf seinem Stern sowieso nicht erreicht.

    3. Die Sache hier war als Kompliment für Holger Kaletha gedacht; das als Aufforderung zu verstehen, das Thema zu versenken, zeugt von einer geradezu phänomenalen Ignoranz. Mit der wirst du es hier noch weit bringen.

    4. So einen hämischen Beitrag nach den Kaletha-Beiträgen hier zu posten, an denen sachlich nichts stimmt, ist nicht nur etwas unverschämt, sondern ziemlich unverschämt. So benimmt man sich nicht als Gast. Ich empfehle dir, nach Alba zu flüchten oder dahin, wo der Pfeffer wächst.

    Wenn man das alles hier liest, bzw. überfliegt, dann glaubt man nicht, in einem Forum für klassische Musik zu sein. Es läuft immer nur auf Vermutungen hinaus und das Fazit von den meisten: "ich weiß es nicht" lässt doch Fragen: braucht man dafür 538 Beiträge? Betätigt euch doch jetzt mal als Un-Untouchables und lasst die meisten eurer Beiträge löschen. Es gibt allerdings 2 Beiträge, die sich substantiell unterscheiden und die fast alle anderen zu Makulatur machen: das sind 524 und 533 von Holger Kaletha. So ist die Lage und keiner von uns weiß mehr!

    Der von Alfred gelöschte Ausdruck (HH), Querulant, Dickschädel, Untouchables:

    Solche Ausdrücke von jemand ( naja, wir wissen alle, um wen es sich da handelt), betrachte ich als Lob. Das habe ich von Gerhard gelernt. Jetzt hast du ja 2 neue Ziele, auf die du und deine Fans sich einschießen können. Nur zu! UNTOUCHABLES forever!

    Tatsache ist, dass zwei Taminofreunde aus meinem Beitrag Schlussfolgerungen gezogen haben, die ich so nicht meinte. Diese Mehrdeutigkeit wollte ich klären und ausräumen. Was ich allerdings schade finde ist, dass man im Tamino-Forum das Wort auf die Goldwaage legen muss, wenn man Angriffen aus dem Weg gehen will.

    herzlichst

    Operus (Hans)

    Du bist nicht der einzige, der diese Erfahrungen macht. Ich denke mal, dass wir beide Leute sind, die eher die Harmonie lieben, die auch Kritik vertragen können (was bei mir oft dazu geführt, eigene Beiträge zu löschen). Eine ganze Reihe von anderen denkt gar nicht daran, ihre Worte auf die Goldwaage zu legen und haut bei jeder Gelegenheit drauf. Sie wollen gerade keinem Angriff aus dem Weg gehen. "Unsinn", "das ist falsch", "lies doch mal genauer" sind noch harmlose Epitheta. Die schlimmsten Urteile hat immer noch Gerhard zu verkraften, da gibt es welche, die der Moderator sofort gelöscht hat. Aus manchen der threads haben wir uns schon verabschiedet, was unsere "Untouchables" dazu bringt, jetzt auf einander loszugehen.

    Hallo, Michael, ich beziehe mich auf deinen Beitrag #18.Ich fand es sehr in Ordnung, dass du auf meinen doch etwas scharfen Beitrag sehr sachlich reagiert hast, sodass ich mir die ganze Sache noch mal sehr überlegt habe. Dein Hinweis auf den Unterschied zwischen der feinen und der gebildeten Gesellschaft ist ja doch sehr treffend! Grundsätzlich ist mir jetzt klar, was mich an der ganzen Sache stört. Ich habe es formuliert und du siehst es genauso: ich finde es unbefriedigend, dass bei umstrittenen Themen nach den ersten Beiträgen die Sache ins Persönliche gerät und sich daraus nicht mehr befreit. Wer das nicht will, sollte sich nicht beteiligen.

    Es gibt übrigens in der Welt der social media bei Diskussionen ein Gesetz (ich glaube sogar, dass du es hier zuerst erwähnt hast), wonach in jeder kontroversen Diskussion nach einer gewissen Zeit die Hitler-Keule hervorgeholt wird. Hier ist es die RT-Keule (der Ausdruck trifft nicht ganz das Richtige, aber gemeint ist, dass die Debatte auf eine rechthaberische Schiene ausweicht, bei der nicht das Thema, sondern die Taminos die Hauptgegenstände sind).


    Noch zum Thema: mir ist es egal, ob Mädchen in Knabenchören singen, weil ich mir keine deutschen Knabenchöre anhöre. Keiner, auch keiner der prominenten, deutschen Chöre kann es mit englischen Knabenchören aufnehmen.

    Nicht schlecht, aber passt zum Gesamtbild: Hier einfach jedem jede unreflektierte Meinung oder besser Behauptung für die Füße zu kotzen, aber sobald einem der Gegenwind ins Gesicht bläßt, gibt es sofort "Pipi in die Augen",und es wird von Beleidigung, ungehobeltem Benehmen, der Weisheit und Erfahrung des Alters gefaselt und nach der Moderation gerufen. Das ändert aber nichts daran, dass der fragliche Beitrag in meinen Augen ein großer Stuss bleibt, der mit dem Thema hier zudem nix zu tun hat und konsequenterweise dann auch gelöscht werden müsste.

    Ich wollte mich auch raushalten, werde das aber für einmal brechen. Alle schönen großen Themen wie Rigoletto, Tannhäuser, Lohengrin, Casta Diva, Placido und jetzt auch dieser haben sich nach wenigen Beiträgen von Sachthemen zu Tortenschlachten verwandelt. Und hier feiert der rüde Ton der Untouchables (witzigerweise immer dieselben) fröhliche Urständ, wovon obiges Zitat eindrucksvoll Zeugnis ablegt. Alfred hat das ja auf den Punkt gebracht: ein gebildeter vernünftiger Mensch macht sowas einfach nicht, und im wirklichen Leben meidet man diese Menschen. (Blass wurde ich, als ich las, dass der Autor "bläßt" schreibt. Auch heißt es wohl, vor die Füße zu kotzen..).

    Leute, es geht hier nicht um Goethe oder Galilei, es geht hier um Knigge. Jemand, der von einem so netten und toleranten Moderator wie Reinhard gerügt wird, der muss das Problem bei sich suchen und nicht bei den anderen.

    Danke ebenso!

    Fiesco


    Ps:Das ich immer hier gerügt werde wegen irgendwelchem S....., das verstehe wer will, ich nicht. :thumbdown:

    Das ist die witzigste Aussage hier seit langem. Ich habe ja meinen "Untouchable-thread" aufgegeben, aber das Phänomen gibt es noch. Immer Recht haben, besser austeilen können als einstecken. Ich erinnere mich auch sehr gut, wie du im Casta-Diva-Thema mich ohne irgendwelche Beweise als homophob bezeichnet hast. Das, was du hier oben einwendest, ist der klassische Topos, sich vom Täter zum Opfer zu stilisieren.

    Der obige Satz erinnert mich an einen alten Witz: Ein Autofahrer hört im Autoradio: "Achtung, Geisterfahrer auf der A 3." Da sagt er: "Waaas? Hunderte!" Und so werde ich in Zukunft dieses Phänomen benennen, das als fester Begriff neben Untouchable und Tortenschlacht verwendet werden kann: Geisterfahrer.

    1. Ich habe in Beitrag 22 gefragt, worin der Missbrauch des eigenen Löschens eigentlich besteht. Das können sich viele hier wohl nicht vorstellen, dass ihre sakrosanten Texte auch noch von ihnen selbst gelöscht werden sollen. Eine Antwort zu geben hat sich hier niemand bemüßigt gefühlt, dafür kamen wieder pejorative Formulierungen("Kindergarten").

    2. Eine solche (Un)Tat ist auch die Aussage von Bertarido, dass Gerhard weiterhin das Privileg zum Löschen hat. Das ist nun schlicht gehässig, weil Gerhard nur im Opernführer ändert, was MDM und ich mit Korrekturen unterstützen. Lexikalische Änderungen wie etwa im Opernführer sind wohl auch in Zukunft erlaubt.

    3. Gerhard, Rheingold und ich sind wohl hier das schwarze Dreigestirn, wobei für mich auch gilt, was Rheingold gesagt hat (Beitrag 24): ich fühlte mich von einem Forumsmitglied (Souffleur) beleidigt, was Bertarido in seiner bekannten Art als "albern" abtat und Fiesco meinte, ich sei tatsächlich homophob.

    4. Außer uns dreien hat auch Souffleur alles gelöscht, der kommt hier gar nicht vor.

    5. Fazit: Selbstlöschung ist verboten, die Herabwürdigung von anderen Taminos nach wie vor nicht. Gut zu wissen.

    Ich fasse zusammen: Drei Mitglieder haben die Editierfunktion missbraucht, daraufhin wird ca. hundert Mitgliedern der Gebrauch dieser Funktion verboten. Eines der Mitglieder, das die Funktion missbraucht hat, arbeitet an einem Opernführer und darf auch zukünftig Beiträge editieren. Alle anderen, die die Funktion nicht missbraucht haben, dürfen in Zukunft keine Beiträge mehr editieren. Ich muss gestehen, dass sich mir diese Logik nicht erschließt.

    Ich als Betroffener frage mich: worin liegt denn die missbräuchliche Benutzung? Für mich war es die praktische Regelung, Beiträge, die überhaupt nicht ins Thema passten, daraus wieder zu entfernen (Casta Diva). Auch war es eine praktische Lösung, mich selber aus der Schusslinie zu ziehen. Dass nun diese Selbstlöschung wegfällt, ist für mich deshalb kein Problem, weil ich jetzt für die Löschung nur den Moderator brauche, wie ich das früher auch bei verunglückten Beiträgen gemacht habe. Und die Moderation hat noch jede Bitte in dieser Richtung erfüllt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Editierversion wieder eingerichtet werden muss, zeitlich begrenzt. Die Selbstlöschung kann wegfallen.

    Die Sache mit Gerhards Opernführer ist eine ganz andere. Da schreibt Gerhard den Text, MDM korrigiert und ich sehe Text und Korrekturen noch mal durch. Und wir korrigieren da alles, Ausdruck, Rechtschreibung und Zeichensetzung. Für lexikalische Artikel ist das ein Muss.

    Der Tannhäuser ist nicht gerade meine Lieblingsoper (ihr wisst, dass das LUCIA und die REGIMENTSTOCHTER sind). Trotzdem muss ich attestieren, dass die Querelen hier nicht so heftig waren, aber dafür die vielen Beiträge eine sehr konkrete und lebendige Beschreibung der Inszenierung gegeben haben. Als Fall einer kontroversen Opernbesprechung ist das hier ein Highlight im Forum; das ist jetzt keine Ironie, denn der Sinn einer Opernbesprechung ist es ja, dem Hörer ein genaues Bild aus eigener Sicht zu geben! Das kann natürlich dazu führen, dass Leser wie ich umso stärker geneigt sind, sich das nicht anzusehen, aber ich weiß genau, warum.

    Der Hauptgrund, wie ich ihn aus euren Kritiken entnehme, ist der, dass die Musik erst an dritter oder 4. Stelle kommt. Gute Sängerleistungen werden vom Dirigat zunichte gemacht, die Inszenierung wird vom optischen Overkill erdrosselt (Schlingensief war darin ein Meister). Besonders die Sache mit den Clowns und dem Zirkus ist doch recht abgegriffen. Daher werde ich mir heute Abend statt des Tannhäuser Louis Malles "Zazie dans le métro" in den DVD-Schacht schieben ("Schäbiger Schurke, was schiebst du schnell die scheußliche Scheibe in den schaurig schönen Schacht?").

    Die beste Einspielung ist doch sicher meine. Das Publikum sitzt im Saal, wo auch der Flügel steht. Ich aber sitze zu Hause und rufe an, wenn die 4,33 vorüber sind. Das Publikum wird gebeten, sitzen zu bleiben, bis ich wieder da bin und die Huldigungen entgegennehmen kann.

    Übrigens ist die ultimative Einspielung damals versäumt worden: Neil Armstrong auf dem Mond.

    Ich habe hier im Forum Janácek noch nie richtig geschrieben, weil ich das mit den Zeichen nicht kann. Ich werde mal versuchen, die genannte Aufnahme zu hören. Auch Ian Bostridge kenne ich noch nicht. Wenn ich alles zusammen habe, werde ich auch noch die anderen beiden Kantaten zitieren, die hier im Forum etwas stiefmütterlich behandelt werden. Aber das kann man ändern. Es wird noch etwas dauern, die Handwerker zwingen mich immer nach draußen. Geht aber auch vorbei.

    Ich muss sagen, dass Helmut Hofmanns Beitrag (91) - wie so oft - ein wohltuender Klassiker ist. Ich würde mir wünschen, dass er in diesen Debatten öfter zu Wort käme, habe aber volles Verständnis dafür, dass er es nicht tut, weil er sich hier nicht wohlfühlt. Mir geht es genau so, und manchmal, wenn ich nicht aufpasse, werde ich hier auch verhauen. Das übrigens oft zu Recht, nicht inhaltlich, aber weil ich mich als Esel aufs Eis begeben habe.

    Da bin aber glatt zu spät gekommen. Die aufgeführte Arie ist eine der schönsten ihrer Art, von allen Stars vernachlässigt. Im Bild, das auf dem Monde spielt, gibt es neben dem Rosenkavalier die schönsten Walzer.

    Aber ein As habe ich noch im Ärmel: Joseph Haydn, Il mondo della Luna. Da würde ich einigen kundigen Kollegen bitten, da mal ein paar Aufnahmen herauszusuchen, bei mir wird renoviert, da finde ich nix. (Kleine pingelige Anmerkung: Morgenschein statt Morgen schon. Ist ja auch poetischer:untertauch:)

    Mir fiel natürlich beim "Trovatore" (engl. "Troubledur") Leo Slezak ein, der in seinem sehr witzigen Opernführer gesagt hat: "Bei dieser Oper habe selbst ich keine Ahnung, was da vorgeht!" (So habe ich das Zitat im Kopf). Schade, dass Gerhard da noch nicht auf der Welt war. Bei der heutigen Aufführung der Zeffirelli-Inszenierung gefiel mir am besten der Japaner (wahlweise Koreaner) als Zigeuner.

    Der Ursprung dieser Erzählung stammt von Platon und hat Gyges als zentrale Figur. Ich kenne die Geschichte als Drama von Friedrich Hebbel, der sie 1854 geschrieben hat. Sie heißt dort "Gyges und sein Ring". Wir haben dieses Stück wie auch Hebbels "Herodes und Mariamne" in der Oberstufe im Deutschunterricht besprochen. Das zentrale Motiv, der Ring, der unsichtbar macht, ist natürlich auch das Thema von Tolkien, wobei ich jetzt nicht weiß, wo er das herhat.

    Ich fand das Programm für eine Waldbühnenveranstaltung sehr anspruchsvoll. Die Ausführenden: Caruso hat uns damals Marianne Crebassa als Newcomer vorgestellt! Großartig. Die Auswahl von Romeo und Julia war hier rein nach Themen, ohne auf die Handlung Bezug zu nehmen, was in einem solchen Konzert absolut erlaubt ist. Das erste Stück, die sich auftürmenden Klangmassen, wo dann am Ende die hohen Streicher liegen bleiben, ist eine der besten Sachen, die Prokofiew geschrieben hat. Es taucht auch auf in meinem thread "Supernovae". Was das Publikum angeht, würde ich Rheingold zustimmen. Ich fand es sehr erfrischend, wenn die Kameras immer wieder in die Zuschauer zoomten. Für ein solches Programm muss ich sagen, dass das Publikum sogar sehr diszipliniert war. Und Prokofiew mit Bier, Wein und Frikadellen, das hat was, das hätte Prokofiew auch gefallen. Das einzige, was mir gefehlt hat, war der running gag, dass man gespannt war, wer die "Berliner Luft" dirigieren würde.