Beiträge von fxp

    Die Komponisten Lortzing, Weber und Humperdinck in einen Topf zu werfen spricht nicht für musikhistorische Kenntnisse, außer dass sie allesamt Deutsche sind. Sie sind auch alles andere als deutschtümmelnd. Was soll dieser antinationalistische Ausdruck, der ist doch nur zur Verunglimpfung gedacht und sollte nach der Überwindung ideologischer Grabenkampfrhetorik und Sturheit längst ad acta gelegt sein.


    Die Musik eines jeden gefällt mir zuerst einmal - die von Weber hatte einiges an musikgeschichtlicher Auswirkung, IMO zurecht. Er ist für mich ein ganz faszinierender Komponisten, der oft - wie die beiden anderen auch - nicht wirklich ernst genommen wird, wodurch immer wieder die gebotene Sorgfalt fehlt.


    Ich kann die häufige Unterschätzung Humperdincks nicht ganz verstehen. Da ist zum einen die ständige Verniedlichung von 'Hänsel und Gretel' und zum anderen die nahezu in Vergessenheit geratenen 'Königskinder', die in der durchkomponierten Fassung von 1910 an der MET uraufgeführt, zur damaligen Zeit immerhin als die bedeutendste Oper der Zeit nach Wagner galt.


    Lortzings verschmitzter Humor gefällt mir, ich höre mir seine Musik immer wieder gerne an.

    Zitat

    PS: Lieber fxp, wenn du deine Cover mit JPC oder AMAZON verlinkst, ist es einfach für uns, sie anzuklicken und in die Hörschnipsel hineinzuhören. Danke.


    Wird ab sofort gemacht, danke für den Hinweis.

    Zuerst einmal gehöre ich keiner angeblichen oder wirklichen ideologischen Seite an.


    Ich erlebte für mich unverständliche, ärgerliche, großartige, inspirierende Inszenierungen ‚moderner’ Regisseure. Betrachte ich die Geschichte des Theaters und der Oper so hat sie immer eine Entwicklung genommen, über viele Epochen ohne Bühnentechnik, bis ins spektakuläre barocke Ausstattungstheater und hin zum bühnenbildlosen reinen Personentheater, es gibt so viele Spielformen.


    Wie war das doch gleich wieder mit Händel in London, er hat sich immer wieder neu erfunden und weiterentwickelt. Ich durfte eine der faszinierendsten Inszenierungen aktualisierender Regie in Innsbruck erleben, es muss Mitte der 90er Jahre gewesen sein, als Rene Jacobs eine Cesti-Oper machte. Er hatte, meine ich, einen französischen Regisseur betraut, und der begeisterte mich, vor allem aufgrund einer Menge erhellender Ideen und der Personenführung. Gerade Letztere ist für mich ein Qualitätskriterium des ‚Regietheaters’, und diese geht häufig unter in Klamauk und Unsinn.


    Ist deshalb per se ein Ansatz völlig unsinnig, ideologisch, der andere Ausdruck von Bildung, Intelligenz und Richtigkeit? Das lässt sich in meinen Augen nicht an sich klären. Gibt es wirklich einen Menschen dessen gesamte Wahrnehmung ausschließlich in schwarz–weiß funktioniert? Welchen -ismus müssten wir darin finden? Bestenfalls Verstocktheit doch, selbst diese ließe sich noch deuten als Standhaftigkeit der letzten, der besseren Bastion?


    Sicher man könnte über konservative und progressive Haltungen diskutieren, doch geht es hier wirklich darum? Anders gefragt, spielt nicht immer die ureigene Komplexität eines jeden die entscheidende Rolle, meine Erfahrungen, meine Urteile, meine Haltungen? Mag sein, dass persönlicher Groll in Kehlmanns Rede eine gewisse Rolle spielt und die Exponiertheit der Möglichkeiten dazu beiträgt, mag ebenso das ganze ein lauteres Anliegen verfolgen, dass Verwirrung stattfindet, Unverständnis auch, bei jedem wird ein anderes Wahrnehmungs- und Motivgemenge zum Urteil führen. Sind Killerargumente der jeweiligen Seite von 'Restauration' bis 'Untergang der Bildung' wirklich erhellend oder machen sie Sinn ?


    Spielen und spiegeln nicht im öffentlichen und halböffentlichen Raum diese Diskussionen und die Leidenschaftlichkeit ihrer geführten Klingen die Dramen der Bühnen wieder? Es geht um Interessen, Macht, Geld, Ranküne, manchmal sogar um Kabale, immer auch um Gefühle, vielfach um verletzte, um innerste Motive auch, um Ängste, Recht und anderes. Das Leben. Je nachdem an welcher Stelle im Getriebe, welche Rolle eingenommen oder zugewiesen, fallen die Bewertungen. Verstrickt darin lässt sich – niemals vielleicht – da eine letztliche Antwort, gar die richtige finden?


    Es wurden nicht einmal die Begriffe, die Kategorien noch die Kriterien geklärt. Die Frage nach dem Ästhetischen, dem Fortschritt, dem Kreativen, dem Miteinander wurden nicht gestellt? Was ist Regie, Theater, Regietheater und Theaterregie? Welches Unwort, denn wo geht Theater ohne Regie über die Bühne? Ich könnte Fragentürme in den Himmel bauen – doch wozu? Sich auszutauschen finde ich anregend – als reinen Diskussionsbeitrag finde ich die Rede interessant, bringt sie in dieser Intensität doch eine Auseinandersetzung, bezieht sie Stellung. Bleibt für mich persönlich ein, der Schwabe sagt, ‚Gschmäckle’ ob der unterschwelligen Larmoyanz, die sich ein wenig heroisch stilisierend schmollend ins Kämmerlein zurückzieht.


    Die Auseinandersetzung, die Anregung, das Angestoßen-Werden, die intellektuelle Bereicherung ebenso wie das einfach Schöne, das ‚Romantische’, das was mich schwelgerisch entschweben lässt sind für mich in allen Facetten nötig und erwünscht. Dass es wie im richtigen Leben in schöner Regelmäßigkeit (es lebe das Phrasenschwein) zu Ausrutschern, vermeintlichen Entgleisungen, gar Unfällen, ebenso zu Kitsch und Krempel kommt, liegt nicht nur in der Natur des Lebens und des Menschen. Nein, es ist mE zwingend notwendig, wenn wir keine sterile Gleichmacherei, Vereinnahmung oder sogar zensorische Gleichschaltung erreichen wollen. Anzustreben wäre sicherlich Respekt, gegenseitige Wertschätzung, Stil und Benimm, denn geht es nicht letzlich um Entwicklung, Freude, Fühlen, Erleben und so vieles mehr, doch vermutlich um eines nicht 'Krieg'. Wo führt das hin, wenn jeder jeden, zumindest die Andersdenkenden als Feind betrachtet und beständig unter Beschuß nimmt, persönlich entspricht das nicht meiner Vorstellung von Persönlichkeit und Bildung.


    So ende ich mit einem Zitat von Kurt Tucholsky: „Die von damals hatten vieles noch nicht. Aber wir haben vieles nicht mehr.“


    PS: Wie sehr unterscheiden sich unsere Diskussionen um ökonomische, gesellschaftliche, politische, soziale u. a. Rahmenbedingungen von denen anderer Jahre, Epochen, Zeitalter?

    Eine meiner großen Lieben sind die Cellosuiten. Es ist mE nicht möglich/sinnvoll (?) von der besten Einspielung zu sprechen. Ich teile einfach mal mit, welche mir am meisten zusagen und mich seit Jahren begleiten.


    Eine kann ich getrost vorwegnehmen hat mir überhaupt nicht gefallen, trotz mehrmaligem Anhören, Heinrich Schiff, ist imo schon sehr eigen.


    Immer noch mein Favorit, wegen ihrer meditativem Grundhaltung Phoebe Carrai, ihr Spiel berührt mich sehr und ebenso ihre Aussagen, die ich wahrzunehmen meine.
    Sehr gerne höre ich mir derzeit die Aufnahme von Boris Pergamenschikow an.


    Immer wieder kommt mir auch diese von Wieland Kuijken in den Player, der nach 30 Jahren Auseinandersetzung imo einiges zu sagen hat.


    Sehr angetan bin ich auch von Wen-Sinn Yang:


    Weitere Aufnahmen die mir ganz gut gefallen: Fournier, Harrell, Starker, Bylsma.


    Nach dem Reinhören hat mich die Neuaufnahme von Martin Ostertag sehr angesprochen, die ich mir demnächst gönnen werde.


    Für die Zukunft interessant vom Querhören: Queyras, Kniazev, Suzuki, Kuijken(da spalla), Thedeen, Beschi, Nyffenegger, Bruns.


    Wenn möglich höre ich den Zyklus immer ganz, mindest jedoch Teil 1 oder Teil 2.


    Dies ist eine wundervolle, spannende SACD mit frühen Werken von Mozart und Haydn. Die Besonderheiten, alle spielen wirklich auf originalen Instrumenten (nicht Nach oder Umbauten), die Baßstimme wird mit einem Fagott verdoppelt (was nach neueren Erkenntnissen scheinbar üblich war, vorallem bei kleinen Besetzungen). Gefällt mir sehr.



    Heidi Kommerell gefällt mir sehr (auch bei Mendelssohn). Welche tonalen Möglichkeiten hat doch ein forte piano, besonders wenn es so herrlich gespielt und ausgeschöpft wird. Das Instrument ist ein oberschlägiger Nanett Streicher und Sohn von 1829.



    Sehr interessant.



    Horenstein, einer meine Lieblinge. Diese Aufnahme von 1928 klingt erstaunlich gut. So ist Bruckner für mich ein Erlebnis.

    Nun möchte ich, diesmal nur kurz, auch etwas dazu beitragen. Ich werde in nächster Zeit meine Erfahrungen mit Strauss und Aufnahmen zu seinem Werk berichten, in die natürlich meine Live-Erfahrungen einfliessen. Meine Richard Strauss-Discothek umfasst neben der von Mozart/Klassik, dem Barock und Mahler den vermutlich größten Teil.


    Ich bewundere Strauss ob seiner Melodien, seines Klangsinns und seiner Instrumentationskunst. Für mich erhebt sich das reine Klangerlebnis mindestens, oft eher darüber auf dem Niveau eines Bruckners, Mahlers o. a. Besonders am Herzen liegen mir die Opern. Ich durfte alle Opern von Richard Strauss live erleben. Die oft nachgesagte - enorme und niveauproblematische (für Arme) - Nähe zu Wagner bei Guntram, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Sicher ist er noch nicht bei seinem Allerbesten angekommen, doch entdecke ich Vieles bereits angelegt und wagnerunabhängig. Meine persöliche Lieblingsoper von Strauss ist seit langem ELEKTRA, das bereits beschriebene Orestfinale - für mich als ziemlich jungen Hörer vor Jahrzehnten ebenso wie Heute ein Naturereignis. Trotz vieler interessanter Aufnahmen ist bei diesem genialen Werk die Böhmaufnahme das Maß der Dinge für mich. Die Eruptionen und die aufnahmetechnische Meisterleistung neben der musikalischen begeistern mich immer wieder. Nicht zuletzt die mE unterschätzte 'Frau ohne Schatten' (Böhm, Sinopoli). Ferner überraschte mich Friedenstag.


    Die Orchestermusik finde ich exorbitant. Zu Interpretationen später mehr. Nur soviel - ich schließe mich einem meiner Vorredner in Sachen Don Quixote an, zu den Favoriten zählen desweiteren Metamorphosen, Alpensinfonie und tatsächlich Zarathustra. Hier mein Tipp: 'William Steinberg' DGG, für mich der Gipfel der Zarathustra-Interpretation, überdies aufnahmetechnisch sehr gut.


    Wenn sein Werk mancher als Kitsch, Schwulst und Schleim empfindet und auf diese Weise ausdrücken muss, es sei belassen. Ich habe lange gebraucht einen Zugang zum französischen Barock zu finden und liebe diesen mittlerweile sehr. Bruckner konnte ich lange nicht bis kaum etwas abgewinnen - erst nach Jahren eröffnete mir Horenstein und viel später dann Celi langsam den Zugang. Es gibt und gäbe viele Beispiele. Für mich stellen solche Werke - von unumstritten hervorragenden Komponisten - eine Herausforderung dar, eine Horizonterweiterung, der ich mich immer wieder besonders gerne stelle.


    Zum Menschen Richard Strauss möchte ich mich eines Urteils enthalten, das ist eine völlig andere Diskussion. Ich möchte mich nicht überheben und ebensowenig banalisieren - was mE mit zuweilen schnellen und flappsigen moralischen Urteilen geschieht.


    Mein Fazit - Richard Strauss ist für mich einer der ganz großen Helden der moderneren Musikgeschichte und immer wieder ein Anlaß Klangorgien zu genießen, neben den musikalischen Inhalten, Strukturen und Aussagen.


    Zur vorabendlichen Entspannung die tschechisch (Messiereur - zur Zeit der Aufnahme Primarius des Talich-Quartett und Petr Messiereur der tschechische Pianist)- französische (Calliope) Aufnahme der Violinsonaten KV 301/481/376/296. Die beiden spielen unaufgeregt, uneitel, elegant. Gerade das Richtige zur abendlichen Einstimmung.

    und ziemlich will-kürliche Auswahl, die viele großartige Einspielungen und Aufführungen außer Acht lassen muss:


    Jascha Horenstein
    Herbert Kegel
    Nikolaus Harnoncourt
    Herbert von Karajan
    Tullio Serafin
    Wolfgang Sawallisch


    Sigiswald Kuijken
    Jordi Savall
    Rene Jacobs
    Christopher Hogwood
    Jos van Immerseel
    William Christie

    Meine drei unbekannteren Schätze, die zu meiner 'Wochenration' an Ohrennahrung gehören:



    Eine CD die ich musikalisch und interpretatorisch sehr schätze, IMO toll aufgenommen, toll gespielt - und die Edition vorbildlich. Julius Berger spielt auf dem Amati Cello Carlo IX von 1566, dem ältesten erhaltenen und auch spielbaren Cello. Er erklärt seine Instrumentensuche für beendet. (Wie original das Cello ist sei eine andere Frage, da ja im modernen Konzertsaal gespielt wird.) Die Musik sind die ältesten bekannten Solo Ricercar für Cello. Ich finde diese Stücke sehr schön interpretiert, der wunderbare, leicht süße Ton herrlich eingefangen und man spürt bei jeder Note die 'Liebesbeziehung' des Spielers mit seinem Instrument. Die Cello-solo-Literatur vor Bach.



    Da ich Laute und Gambe sehr mag, ist diese ungewöhnliche programmatische Zusammenstellung, mit mir teilweise vorher nicht bekannten Stücken mehr als empfehlenswert. Sehr abwechslungsreich, von den allseits bekannten Interpreten Ghielmi/Pianca großartig gespielt und filterlos in der üblichen - hier sehr feinen und präsenten - Winter&Winter-Qualität aufgenommen.



    Mein derzeitiges barockes Gesamtkunstwerk Nr. 1 stellt dieses Oratorium von Benedetto Marcello dar - JOAZ. Es wurde grandios vom ORF live an den Barocktagen in Stift Melk 2007 mitgeschnitten und als SACD (hybrid) veröffentlicht. So direkt, so lebendig, auf einem solchen Niveau habe ich sehr selten Barockmusik gehört.
    Die Handlung entstammt dem zweiten Buch der Könige, das Libretto wurde von Apostolo Zeno verfasst und ist stark von Racines Tragödie Athalia beeinflußt. Es ist ein sehr einheitliches und schlüssiges Libretto, darauf achtete das Verfasser Team, die Spezialisten nennen es geradezu mustergültig in der Disposition von Zeit-Raum-Handlungs-Einheit, im weiterdrängenden und dramatischen Fluss sowie vielen anderen Faktoren.
    Die von Marcello (der ziemlich hoher Politiker als Jurist war) angestrebte Opernreform (der Vorläufer, auf den sich dann später Calzabigi und Gluck beziehen) bringt viele Ansätze auch in seinem Oratorium zum Ausdruck.


    Sehr, sehr hörenswert, um nicht zu sagen für jeden Barockliebhaber und auch Audiophilen ein Muss!


    Dem Urteil kann ich nur zustimmen. Seit ich diese Aufnahme vor Jahren bekam ist sie mir zu einer meiner Liebsten geworden. Ich höre sie mir regelmäßig an.


    Eine grandiose, sehr feine Interpretationen. Ganz besonders gefällt mir das Duett in der Mitte des 2. Aktes (CD I Tr 22). Eine Referenzaufnahme für die Musik dieser Zeit um 1772 und für die HIP.

    Beginnen möchte ich mit dem Wunderwerk, das ich unter entsprechenden Umständen als Einziges auf die oft beschworene Insel mitnähme.


    Es ist die Zauberflöte - es ist eines der Werke, das ich am häufigsten hörte, mit die meisten Aufnahmen, jedenfalls mehr als 15, besitze.


    Es wäre diese für mich einfach zu Herzen gehende natürliche und idiomatische Aufnahme:



    jetzt als CD



    Viel wird immer wieder geredet über die angeblichen Brüche im Libretto, dasselbige sei Unfug, inkonsequenz, oder einfach pop-ulistische Vorstadtunterhaltung. Nichts von dem trifft mE zu. In diesem Gesamtkunstwerk steckt soviel in den Noten, im Textbuch an menschlichem Einfühlungsvermögen (heute sagen wir psycholgisches), an Auseinandersetzung mit Werten, Gesellschaft, Veränderung, menschlichen Ambivalenzen, Aufklärung (Freimaurer) uva.


    Das Stück ist Komödie, Drama, eine Liebeserklärung an die Frauen, eine an die 'einfachen' Menschen, die voll Lebenslust und Hingabe ihr Leben leben - es ist einfach das pralle Leben und ich entdecke bei jedem noch so häufigen Hören immer wieder was Neues (auch beim Lesen des Originallibrettos).


    Es gibt einige Aufnahmen die mir sehr zusagen, doch insgesamt ist diese Sawallisch die, die mir am meisten zu Herzen geht. Für mich das kompletteste aller Sängerensembles, Sawallisch musiziert sehr natürlich und bringt viel zum Ausdruck, was anderswo untergeht, holt auch nicht irgendwelche Zeigefinger raus. Vielleicht immer noch unterschätzt als Mozartdirigent.


    Und, das Libretto ist kaum gekürzt, tolle Dialogregie und eher wienerisch, mit dem Über-papageno Walter Berry. Der Rest ist für meine Ohren einfach zum Niederknien, zum Genießen, zum Lachen und Grübeln.


    Einfach herrlich!


    Schreier (in seiner besten Zeit), Edda Moser, Rothenberger, Moll, Adam (und u. a. Fassbaender als Dame).

    Meine drei Händelfavoriten für die Arche sind:



    Der Cäsar unter Malgoire, trotz aller Vergleiche immer noch mein Favorit.


    .



    Einer meiner Händelknaller - mit Auger in der Titelpartie.


    Und die dritte im Bunde ist der Arminio von Curtis. IMO die beste Curtis Händeleinspielung und eine Besetzung zum Niederknien.


    Eine Punktenominierung - für mich einfach nur eine Liebeserklärung an den Gesang. Eigentlich müsste man für Barock, Mozart, historische Sängerinnen, dem Fach entsprechend oder andere - je 12.


    In einem bin ich mir absolut sicher:


    1. Maria Callas
    2. Maria Callas
    3. Maria Callas :D :jubel:



    Victoria de los Angeles
    Margaret Price
    Antonietta Stella
    Eileen Farrell
    Jessye Norman
    Arleen Auger
    Elisabeth Schwarzkopf


    Christa Ludwig
    Marilyn Horne
    Brigitte Fassbaender
    Ewa Podles


    uva.

    Einerseits halte ich das missionarische Bewerten von künstlerischer Leistung für problematisch, doch kommen wir andererseits nicht drumrum, zumal es immer wieder desaströse Ausrutscher gibt, die ich mir nicht erklären kann, hört das in der Produktion niemand?


    Es ist kein Geheimnis, dass ich vermutlich nie mehr zum großen Domingofan werde. Er hat eine tolle Stimme, nur was hat er daraus gemacht? Wenn es gefällt und den eigenen Vorlieben entspricht o.k., doch habe ich Domingo nie als befriedigenden Otello gehört. IMO ist auch der Kleibermitschnitt überschätzt. Was allerdings Timbre und Schmelz angeht steht Domingo sicher ganz oben auf dem Treppchen. Die Gestaltung, die Tonbildung, die Differenzierung und die Größe fehlen mir weitgehend.


    Allerdings Sänger wie McCracken, Cossutta, Atlantow darüber zu stellen und als große Rolleninterpreten zu bezeichnen ginge mir zu weit. Ich bin mit der Barbirolleaufnahme aufgewachsen, da es meine erste Operngesamtaufnahme war (vor fast 35 Jahren). Doch als ich anfing zu vergleichen, ich diese eine meiner Lieblingsopern auch mehrmals live (u.a. Cossutta und Atlantow) gehört hatte, wurde mir das in jeder Hinsicht nur katastrophal zu nennende Ausmaß der Barbirolliaufnahme bewußt. Ich erhöre es auch als eines der problematischten Barbirollidirigate.


    Zu meinen Otellovorlieben mehr im Otello-Thread in Kürze.


    Nun endlich zu Ramon Vinay - ich kann und konnte mit dieser Stimme, Tonbildung, Klang, Rauhheit, u. a. nie etwas anfangen. Die einzige Aufnahme, die für mich akzeptabel rüberkommt ist der 52er Karajantristan. Selbst das Preiserrecital ist für mich im Positivsten nicht erwähnenswert, das ist für mich an der Grenze, überhaupt von Gesang zu sprechen.


    Man höre sich dagegen einmal Jon Vickers an, nicht mein Schönklanliebling, doch in einigen Rollen großartig - eben Otello, Tristan, etc.

    Heute ist der Gesamtkirchliche Gedenktag des Benedikt von Nursia. Durch die karolingische Klosterreform im 9. Jh. wird er zum Vater des abendländischen Mönchtums und Hort der Gregorianischen Kirchenmusik.



    Am 11. Juli 1593 starb Arcimboldo in Mailand, der von Mailand über Wien an den Prager Hof des Habsburger-Kaiser Rudolf II. kam. Er nahm die Stellung des Hofmaler und Universalgenie (Ingenieur, Bühnen- u. Kostümbildner und Musiker) ein.


    Meine Favoriten - Rigoletto gehört zu meinen absoluten Lieblingen:


    An erster Stelle ganz klar GIUSEPPE TADDEI


    gefolgt von - ja wirklich kein Schreib/Hörfehler - FISCHER-DIESKAU
    (die Kubelik-Aufnahme wird IMO völlig unterschätzt)


    ETTORE BASTIANINI


    und live einige Male PIERO CAPPUCCILLI

    Messias - Hogwood, Higginbottom, Richter(London), dt. Katschner


    h-moll - Kuijken (SACD)
    Weihnachtsoratorium - Pickett
    Matthäuspassion - McCreesh


    Mozart - Requiem - Otto (SACD), Spering, Herreweghe, Kuijken
    Krönungsmesse - Neumann


    Schöpfung - Kuijken
    Jahreszeiten - Guttenberg


    Biber - Salsburgensis - Goebel/McCreesh


    C H Graun Tod Jesu - Kuijken


    Marcello - JOAZ - Hammer (wow!)


    Ryba - Tschechische Weihnachtsmesse - Thuri


    Petite Messe Solenelle - Immerseel


    Elias - Sawallisch


    Brahms - Requiem - Sawallisch


    Verdi - Requiem - Serafin/Gigli - Fricsay 51 - Giulini - Bychkov (SACD)


    Gurrelieder - Kegel


    Ich nenne nur die, die ich regelmäßig höre und mich live sehr berührt haben.

    Hier die spontane Auswahl aus meiner Golden League:


    Counter gehören hier hin? - oder Tabu?


    'Counter'


    Philippe Jaroussky
    Russel Oberlin
    Dominique Visse
    etal


    Tenor


    Fritz Wunderllich
    Carlo Bergonzi
    Ferrucio Tagliavini
    Peter Seiffert


    (Baß)Bariton


    Giuseppe Taddei
    Jose van Dam
    Christian Gerhaher
    Gerard Souzay


    Baß


    Kurt Moll



    Wieso eigentlich nicht pro Stimmlage, vielleicht auch noch innerhalb der Stimmlagen ?? :pfeif: ?(