Beiträge von Mawal
-
-
Vivaldi: Biondi

-
sehr gelungene Liste....im Detail:
* kein Byrd, kein Dowland, kein Corelli, kein Albinoni, kein Telemann?
* Beethoven und Brahms (immerhin auf der Liste) ohne die Violinkonzerte?
* Brahms 3. Sinfonie aber nicht die 4.? Ich sähe es umgekehrt.Platz 90 halte ich allerdings für unbestreitbar.

-
-
Locatelli
Geminiani
Weiss -
Zitat
Original von teleton
Hallo Helge,
Die Tetzlaff/Zinman-Aufnahme ist auch mein Favorit für das VC --- und das obwohl ich Zinman´s Beethoven-Sinfonien und Ouvertüren (ARTE) weniger schätze.
...Das geht mir ähnlich, die Beethoven Sinfonien haben mich wenig beeindruckt, das VC von Tezlaff / Zinman ist schlicht atemberaubend und ein wunderbarer Kontrast zu der sehr lieblichen Giulini / Perlman Aufnahme.
Im übrigen ist auch das Beethoven'sche Triplekonzert von Zinman ebenso gelungen:
-
-
-
Ich glaube, es gibt einen klaren Unterschied zwischen LP und CD. LP ist das direkte Abbild der Schallwellelen, die CD ein - antquierter -Datenträger einer digitalen Datei.
Auch in 30 Jahren werden Liebhaber noch Vinyl hören, CDs und CD Player werden aussterben, und alles wird über downloads, Festplatten und Multimediaplayer laufen.
-
Ich habe die Perahia GA, mit der ich sehr zufrieden bin. Das bereits erwähnte Konzert für 2 Klaviere ist ebenfalls enthalten mit radu Lupu, eine sehr gute Kombination.
Uchida ist wohl dabei die gesamten Mozartkonzerte ein zweites mal aufzunehmen, diesmal als Pianisten und Dirigentin. Wenn sie damit fertig ist, wäre das auch noch mal eine Alternative für mich.
-
-
Ich wundere mich auch ein wenig über den Tenor der Antworten hier. Wo ist den nur die Freude am Elitären geblieben? Und wo findet sich nur die Fortsetzung des Mäzenatentum des Adels und des Bürgertums?
Der Klassikapparat will finanziert werden, und dies geschieht nun mal nicht unwesentlich durch CD Verkäufe.
Natürlich freue ich mich über günstige Aufnahmen, aber ich zahle gerne den gesamten Listenpreis, wenn ich die CD entsprechend begehre und hoch einschätze. Es ist immer noch ein beschämend preiswertes Vergnügen, eine wunderbare CD für 20€ erwerben zu dürfen.
Ich meine, für was alles gibt man eben mal 20€ aus, ohne dass es Vergnügen bereitet.
Auf der anderen Seite finde ich den Boxenwahn (riesige CD Boxen zu Spottpreisen) ähnlich obszö, wie all you can eat buffets.
Und ein bisschen provokant füge ich hinzu: ein Mensch mit Geschmack meidet das Eine wie das Andere.

-
....wann planst du, deine wohl sortierten und datenbank-mäßig erfassten CDs zu hören?

-
bin gerade auf diesen bei Spiegel-online Artikel gestossen:
http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,655406,00.html
Es werden 2 CDs empfohlen, gehört habe ich keine davon. Interessant klang es jedoch.
-
...was den Preis angeht, so bereue ich nicht. Wennn die CD wirklich toll ist, war sie immer ihren Preis wert, auch wenn es sie später preiswerter gab. Beispiel: Die Telemann Sonaten für Blockflöte: Die gab es einen Tag, nach dem ich sie erworben habe, überall für 9,99€. Ich habe dennoch viel Freude an der CD und habe sie bereits mehrfach gehört.
...schlechte Aufnahme oder mißfallende Interpretation: Das sit in der Tat ärgerlich. Und ich versuche es im Vorfeld, durch die Lektüre von Renzensionen, CD Guides, online Resourcen und das Forum einzugrenzen. Aber es kommt vor. Auch manches was ich vor 25 Jahren erworben habe, ist heute ein Fall für die Tonne. In der Frühzeit der CD sind einfach schreckliche Aufnahmen entstanden. Wenn die Aufnahme nicht gleichzeitig einen ganz besonderen künstlerischen Wert hat, ist das Fall für die Tonne.
...spontan kaufe ich selten. Wenn ich allerdings Samstagsabend durch Dussmann pilgere, kauf eich dann schon mal ungeplant etwas, solange die Interpreten mir was sage, das Repertoire mich interessiert und der Preis niedrig ist...ist die CD teuer, höre ich Probe.
Insgesamt kommt es also selten vor, dass mich der Kauf einer CD reut.
-
-
Zitat
aber es gibt genug Werke deren musikalische Botschaft auch noch heute Menschen etwas sagen oder im tiefsten Inneren berühren kann, somit also in ihrem wahren Kern und Wesen als zeitlos betrachte.
Klassische Musik ist eben, wie allles Kulturgut was von Menschen Menschen geschaffen ist, nicht zeitlos. Du liest doch auch nicht nur Goethe und Proust, oder?
Ein grundsätzliches "Problem" klassischer Musik ist, es kommt nichts mehr nach. Wieviel Prozent des CD Repertoires aller Mitglieder dieses Forums ist den in letzten 50 Jahren enstanden, also komponiert worden. Ich denke, das dürfte so bei 1% liegen, und das scheint mir schon hoch gegriffen. Zumindest gewinnt man diesen Eindruck, wenn man die "heute gekauft" oder "heute gehört" threads verfolgt.
Und damit wird eben klassiche Musik zwangsläufig museal.
Mann stelle sich die Literatur, das Theater, die bildende Kunst oder etwa das Kino ohne relevanten neuen Beitrag in den letzten 50 Jahren vor.
In der klassischen Musik ist dies aber der Fall. Der Kanon steht, die relevanten Neuzugänge sind übersichtlich bzw. Neuzugänge werden noch nicht einmal von den traditionellen Klassikhörern rezipiert.
Eine neue kritische Goethe-Ausgabe ist sicher eine schöne und auch erkenntnisreiche Angelegenheit. Sie kann aber Gegenwartsliteratur nicht ersetzen.
Gleiches gilt in der klassischen Musik.
-
-
mal ein paar einleitende Thesen:
1. Klassische Musik zu hören ist keine besondere Leistung.
2. Der Konsum klassischer Musik adelt nicht, weder spirituell, intellektuell noch moralisch.
3. Klassische Musik ist im wesentlichen Musik der lang Verstorbenen.
4. Die Aufführungspraxis ist typischerweise museal.
5. Ein Haydn, Beethoven oder Bach würde heute anders komponieren, instrumentieren und aufführen.
6. Insofern ist der Klassik-Hörer wie ein Archäologie-Begeisterter, der beginnt die alten Römer nachzuspielen oder sich als Erwachsener mit Gleichgesinnten zum Cowboy und Indianer spielen trifft.
Dort wo die klassische Aufführungspraxis der heutigen Zeit entspricht, ist an Zuschauern kein Mangel: Bayreuth, Last night of the Proms, open-air Konzerte in der Waldbühne.
An der Musik liegt es also nicht, sondern am musealen Charakter ihrer Reezeption.
-
gestern erreicht mich ein kleines Zinman: Tonhalle - Beethoven Carepaket:
* Die Sinfonien 5 und 6
* Die Klavierkonzerte 4 und 5
* Das Triplekonzert und das Septet op. 20im Zulauf ist noch:
* Das Violinkonzert
Diese Aufnahmen sind gleichermaßen hochgelobt wie umstritten, deshalb bin ich sehr neugierig drauf.
-
Nur zur Info: jpc versendet bis zum 11.10. portofrei.
-
Zitat
Original von Alfred_Schmidt
Tja, warum ist das so ?
.....
Die Ökonomen nennen es das Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag. Der Zugewinn nimmt kontinuierlich ab. Das ist ja auch logisch.
Der große Unterschied ist doch Beethoven zu kennen oder nicht. Der große Sprung geschieht doch bei den ersten 10 Beethoven CDs (ein paar Sinfonien, Klavierkonzerte, Streichquartette und Klaviersonaten)
Mehr Sinfonien, Klavierkonzerte, Streichquartette und Klaviersonaten von verschiedenen Interpreten bereiten sicher Freude und erhöhen das Beethoven Verständnis...aber die folgen 50 Beethoven CDs werden niemals die gleiche Bedeutung haben, wie die ersten 10 CD.
-
ZitatAlles anzeigen
Original von Uwe
...endlich eingetrudelt, jetzt daraus die 1.
Johannes Brahms - James Levine - Wiener Philharmoniker
Gruß

Uwe
erzäll ein bisschen mehr dazu, bitte! Wie findest du die Aufnahme?
Die Aufnahme kommt von arktiv, richtig?
-
-
ZitatAlles anzeigen
Original von zatopek
...Och schade ! Ich dachte, jetzt sinken erstmal alle vor Ehrfurcht auf die Knie ....

Deine Cello-Suiten-Sammlung beeindruckt mich schon. Und OT: eine gute Marathon-Zeit beeindruckt mich noch mehr (meine PB sind langsame 4:26).
...davon sind 469 GB mit Klassik belegt. Und wieviel ich davon gehört habe ? Keine Ahnung, müßte ich mal rechnen, bei so etwa 3 bis 4 Stunden täglich - an den Wochenenden etwas mehr - ....
VG, Bernd
...müsste doch eigentlich dokumentiert und wertbar sein. Bei Itunes kann ich präzise sagen, was ich wann wie oft gehört habe.
-
Zitat
Original von der Lullist
Ich kann nur von mir ausgehen, ich will möglichst viele verschieden Werke kennen lernen, ich höre meine 3000 CD's auch ziemlich oft und intensiv. ....
Das glaube ich nicht. Viele CD hörst du an einem Tag im Schnitt? Selbst musik-obsessive Menschen werden kaum mehr als 5 CDs im Schnitt pro Tag schaffen.
Das würde dann bedeuten, du hörst jede CD alle 2 Jahre, bei vollständigem Verzicht auf Neukäufe oder vorfristigen Wiederholungen (keine Lieblings-CDs?).
-
Zitat
Original von enkidu2
Ich verstehe immer noch nicht, warum Musik in GByte gemessen wird. Musik misst man doch in Minuten....
ich habe verzweifelt einen thread gesucht, der heisst "Heute folgende Minuten ghört" oder "heute folgende Minuten erworben" und nicht gefunden.

CD ist auch nur eine Umschreibung für 300-700 MB Datenvolumen.
Aber um es einmal konkret zu machen, bei mir:
1. Beethoven: 2 Tage 15 Stunden
2. Bach: 2 Tage 13 Stunden
3. Mozart: 2 Tage 11 Stunden
4. Brahms: 1 Tag 13 Stunden
5. Händel: 1 TagQuantität alein finde ich nicht beeindruckend, spannend finde ich wer bei welchem Komponisten seine Schwerpunkte hat. Eine Sammlung gewinnt durch Auswahl und nicht durch Anhäufung an Qualität.
Und diese Auswahl kann man in diesem thread nicht beurteilen.
-
Zitat
Original von Travinius
... Das reicht für den iPod allemahl aus, und nur so kann ich meine Musik überhaupt auf der knapp bemessenen Festplatte unterbringen. Da aber gekaufte mp3s oder AACs alle größer sind, sagen bei mir die Speichergrößen der Komponisten gar nichts aus.128 AAC das reicht bei mir auch nicht für den Ipod, ich habe Ultimate Ears Triple.Fi 10 Kopfhörer für den Ipod. Damit hört man wirklich alles, inklusive schlecht aufgenommener oder gerippter CDs.
Ich habe etliche CDs aussortiert, die ich in der frühen Phase der CD erworben habe und deren Klangqualität, wie ich beim Hören mit dem Ipod feststellen konnte, unterirdisch war.
Speicherplatz scheint mir in einer Welt wo 1 TB Platten um 80 Euro kosten, kein Argument mehr zu sein.
-
Ich habe wohl rund 1.000 CDs, also im Vergleich zu den hier üblichen Standards so gut wie nichts.
Wie mein Namensvetter bin ich dabei die CDs auf Festplatte zu transportieren. Die Vorteile sind groß: alles wird übersichtlich und sofort auffindbar. Die Frage "wonach geordnet?" ist völlig unbedeutend, da sich der Bestand nach allen möglichen Kriterien auswerten lässt.
Das setzt ordentliches taggen (Merkmale setzen) voraus, das ist zeitaufwändig, und ich habe da in der Vergangenheit geschlampt und bin nun lustig am Nacharbeiten.
Für die technisch Interessierten, ich rippe auf 320 kBit/s in das AAC Format und verwende Itunes. Damit kann ich gleichermaßen meinen Ipod befüllen, wie zu Hause die Musik auf die Anlage bzw. diverse andere Zimmer streamen. Das ist ein Komfort, den ich nicht mehr missen möchte.
Daneben fallen Informationen ab, die ebenfalls spannend sind:
* Wie was habe ich wie oft gehört?
* Wann zuletzt?
* Und was habe ich noch gar nicht gehört?
Im Moment überlege ich auf ein losless Format umzustellen. Damit würde ich mir das Risiko erneut zu rippen und zu taggen ersparen, aber würde etwas mehr Speicher brauchen.
Priorität hat aber alle Einkäufe sofort zu rippen ( da liegen noch 17 CDs rum, die mich strafend ansehen), den Altbestand zu rippen (das sind noch rund zwei Regalmeter und meine Tags auf Vordermann zu bringen.
-
ZitatAlles anzeigen
Original von zatopek
Tach,ich liebe solche "Angeber-Threads"

...
Datenmengen an sich beeindrucken ebenso wenig wie Anhäufungen von CDs.
Qualität entsteht durch die Auswahl. :beatnik:
Und noch spannender fände ich die Hörquote: Wieviel von deinen 1,5 TB hast du jemals gehört. Wieviel davon in diesem Jahr?