Beiträge von walter

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    Ich hatte als er auf den Markt kam einen Jecklin Float. Abgesehen davon, dass die Systeme einen schrecklichen Hang zu Ausfällen hatten, war ich sehr damit zufrieden. Dann kam ein Wharfedale Isodynamic und später kaufte ich einen kleinen Stax SR5 Gold, kenne aber auch die grossen Modelle.


    Hallo Paul,


    ich habe in Sachen Kopfhörern exakt den gleichen Werdegang.


    Zuerst mit 18 den Jecklin, der mir sehr gefiel und ich damals keine halbwegs neutralen Boxen fand, wenn ich nur nicht ständig die Wandler hätte austauschen müssen :angry:.


    Dann den Isodynamic, dem ich noch heute nachtrauere. Er hatte mir damals einen zu geringen Wirkungsgrad (war halt meine Sturm und Drangzeit).


    Und dann einen Stax. Anschließend habe ich Kopfhörerhören aufgegeben.


    Mittlerweile habe ich die Dinger dank MP3 wieder auf den Ohren.


    Es hat außerdem - unabhängig vom Klang - für mich etwas beruhigendes, die Nachbarn nicht mit meinem "Krach" zu stören.


    Der Wharfedale hatte was! Schön, wenn ich damals geeignete Elektronik besessen hätte - aber wie so oft habe ich das falsche Schwein geschlachtet :jubel:.


    Bei MP3s reichen mir dynamische Hörer, bei besseren Quellen ist das für mich kein Thema, da würde ich immer Elektrostaten vorziehen. Ich käme allerdings nicht auf die Idee MP3s über Elektrostaten zu hören, dann würde das Drama erneut beginnen und meine Aufmerksamkeit auf deren (Format) Unzulänglichkeit gelenkt, anstatt genussvoll Musik hören zu können.
    Außerdem sind funktionierende elektrostatische Kopfhörer dermaßen teuer geworden, dass es nicht mehr feierlich ist, und die "im Kopf Lokalisation" bleibt prinzipbedingt erhalten.


    L.G.
    Walter

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    Möchte mich dem hiermit anschließen Zunge raus ! Herzlichen Glückwunsch Euch Geburtstagskindern!


    Hallo Christian,


    danke! Möchtest Du auch 'n Chip?



    Die englischen Salt and Vinegar Crisps mag ich zwar lieber, aber diese Kracher tun's auch. Ansonsten gibt's hier ja nur Paprika in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen.


    Ich höre grad' George Lams "Homecoming" - erinnert mich etwas an Adams.


    Liebe Grüsse
    Walter

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    Wichtig ist, daß man wirklich den ganzen Schaum runterwäscht und abschließend mit dest. Wasser spült, sonst knistert es doch wieder.


    Nochmal hallo Holger,


    ist mir schon klar, aber ich würde trotzdem etwas Netzmittel ins Spülwasser geben. Dann bilden sich keine Tropfen.


    Ich glaube schon dass es gut funktioniert. Ich werde das demnächst auch mal probieren - hab noch genug dreckelige Platten. Besonders die Seiten, die ich wenig höre, sind nach ein paar Jahren völlig zerknistknastert. Bei den anderen schiebt die Nadel den Staub immer wieder raus.


    Liebe Güsse


    Walter


    PS. ich gehe jetzt erstmal in den Garten, Sonne tanken. Das Notebook muss ich nicht mitnehmen. Es ist so hell, dass ich nichts mehr auf dem Bildschirm erkennen kann.

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    Vorher: Lagerfeuer mit Musikeinsprengseln. Nachher: ein schönes Klavierkonzert mit gewssem Grundrauschen, welches da wohl schon immer war (1963, Ostblock!). Aber das Lagerfeuer ist gelöscht, und zwar komplett. Der Dreck ist weg, die Scheibe spielt wieder wie sie soll.


    Hallo Holger,


    mir stehen die Haare nicht zu Berge, und ich wüsste auch nicht was dagegen spricht wenn man's sorgfältig macht.


    Ich habe meine Platten alle mit einer Keith Monks Maschine gewaschen. Die saugt die komplette Rille mit einer Vakuum-Pumpe ab.


    Um die Lenco-Clean eingetrocknete Pampe runterzukriegen, habe ich eine Nagelbürste verwendet und die Platten mindestens 5 Minuten mit Reinigungsflüssigkeit und ordentlichem Druck unter ihr drehen lassen.


    Warum sollte das nicht mit Rasierschaum gehen - ist doch Seife drin, welches das Wasser schon mal entspannt.


    Dafür kann man auch dieses Tetenal Mirasol Netzmittel für Filme benutzen.


    Die LP ist auf jeden Fall vom Material her unempfindlicher als eine CD-Schicht.


    Man muss ja nicht unbedingt bewusst Kratzer reinmachen 8o


    Hättest Du Domestos empfohlen, hätte mich das eher verwundert - obwohl, man kann nie wissen :D.


    Liebe Grüsse
    Walter

    Vorab. Ich würde nie für Downloads Geld bezahlen, wenigstens zur Zeit nicht. Der Grund ist ein einfacher. Meine LP/CD- Sammlung reicht aus um mich bis an mein Lebensende mit Musik zu versorgen.


    Ich habe schon in den letzten Jahren sehr wenig CDs gekauft, weil mir die "moderne" Aufnahmetechnik zuwieder ist. Auch wenn alle über die "Sauberkeit" jubeln - es gibt keine Musik, die nicht in irgendwelchen Räumen, von Menschen für Menschen gemacht stattfindet. Töne, die im "Nichts" entstehen und dort wieder verschwinden, haben für meine Begriffe nichts mit Musik zu tun. Manche Solisteneinsätze klingen wie ein PopUp-Fenster. Wo vorher nichts war, wird plötzlich ein Instrument eingeblendet - albern. Bogenansätze oder verpasste Einsätze gibt es einfach nicht


    Aber das ist nunmal der Zeitgeist, und dieser Witz läuft auch noch unter dem Titel "Perfektion" - ist einfach nicht für mich gemacht!


    Ich unterteile das Hören in Hörgenuss, das geht nur Live oder vielleicht noch über eine sehr gute Anlage mit sehr guten Aufnahmen, oder Freude an der Musik selbst. Und dann ist mir die Aufnahmequalität egal - bis auf s.o. - das kann ich nicht überhören.


    Ich habe schon als Kind Aufnahmen von Mittelwelle-Sendern gemacht, und dagegen ist das MP3 Format ein wahrer Segen. Man sollte dieses Format auch nicht verteufeln - es ist zwar klanglich nicht berauschend, aber letztendlich zählt immer noch die Quelle.


    Ich habe die legendäre Living Stereo Gaite Parisienne als CD Spur der SACD gerippt und muss ehrlich sagen, dagegen ist klanglich das meiste "Kalter Kaffee" - auch noch als MP3 File.


    Deshalb kann ich trotzdem Musik als MP3 geniessen - grad' jetzt, wo die ersten Frühlingstage beginnen, kann ich im Garten Musik hören. Dass es klein und dünn klingt "erkläre" ich mir damit, dass es der Wind von irgendwo herüberweht.


    Ausserdem klingt's so dünn auch wieder nicht, wenn man passabele Kopfhörer verwendet und keine "Knöpfe".


    So höre ich seit Monaten MP3s und bin glücklich, käme aber nicht auf die Idee es als klanglich zufriendenstellend zu bezeichnen, aber das hat für mich nichts mit der Musik selbst zu tun. Wobei ein Festspeicher gegenüber einer mechanischen Quelle wie Plattenspieler, CD-Player oder Festplatte durchaus Vorteile hat.


    Ich habe viel Neues kennengelernt, was mir verborgen geblieben wäre, wenn ich nur von der Industrie abhängig wär.


    Ich habe mir alle Daten vom Peabody-Orchestra runtergeladen und hör's mit Genuss, weil live.
    Aber warum sollte ich wohl für die 300ertste Fassung der Dvorak 9ten Geld ausgeben? Da liegt für mich der Hase im Pfeffer - wenn ich mir da die Angebote der Download-Seiten anschaue :(.


    Bei der Anzahl von Klassik Internet Radios muss ich eigentlich auch nichts mehr "besitzen".


    Fazit: Jedes Format hat seine Daseinsberechtigung und der Umgang damit bleibt jedem selbst überlassen.


    Musik allerdings kostenlos als Midi-Files anzubieten, wie die Classical Archives das machen, halte ich schlichtweg für pervers. :evil:


    Liebe Grüsse
    Walter

    Den Elgar habe ich nahezu komplett - mit ihm begann meine anglophile Phase.


    Eines meiner liebsten Chorwerke ist sein "Dream of Gerontius". Vielleicht, weil es eine meiner ersten Elgar Aufnahmen war.


    Ich bin immer wieder auf Barbirollis Einspielung zurückgekommen.



    Ausserdem besitze ich noch eine Decca Einspielung mit Britten und eine mit
    Hodgson, Tear, Luxon, Scottish National Orch., Gibson.


    Mit den Aposteln und "Kingdom" bin ich dagegen nie richtig warm geworden - muss sie mal wieder hören.


    Von den 2 (3) Sinfonien ist mir die 2te die liebste, und zwar die Lyrita Aufnahme mit Leppard.


    Die Cockaigne Ouvertüre kann man ab und zu richtig "knallen" lassen.


    Bei EMI gab's eine Kassette mit wunderbarem Begleitbuch und allen Aufnahmen, die er noch selbst dirigiert hat - klanglich allerdings teilweise sehr gewöhnungsbedürftig. Sie ist nie auf CD erschienen - bei dem aufwändigen Begleitbuch allerdings verständlich. Man hätte wohl ein Mikrofilm-Lesegerät benötigt.


    Mir ist Elgar nach wie vor genauso lieb wie jeder andere Komponist jenseits von Brahms und Beethoven (willkürlich gewählt). Ich weiss nicht, wie viele du Pré Cellokonzerte ich im Laufe meines Lebens gekauft habe um sie zu verschenken. Dabei fallen mir die "Sea Pictures" ein, die ich auch sehr schätze. Zitate daraus gibt's ausserdem im Violinkonzert - oder umgekehrt (mir ist die Reihenfolge im Moment nicht geläufig).
    Einen unvergesslichen Abend in der Düsseldorfer Tonhalle erlebte ich mit Daniel Hope (Violinkonzert) vor einigen Jahren, Holsts "Planeten" gab's ausserdem - sehr gewagt bei der Tonhallen-Akustik.


    Natürlich stellt z.B. Vaughan Williams ein völlig anderes Kaliber dar, aber das schmälert mir den Edward nicht.


    Was mir auch nach Jahrzehnten noch lieb und teuer ist, erkenne ich in erster Linie daran, was ich als MP3 zum aushäusigen Hören noch auf die Speicherkarten kopiere =).


    Liebe Grüsse
    Walter

    Ich höre grad'


    Christopher William Pierce



    "Aquarelle"


    Ein - wie ich finde - sehr schönes zeitgenössisches Stück Musik.


    Downzuloaden beim Peabody Symphony Orchestra.


    Sehr interessant übrigens auch sein "Melody with Gesture", allerdings schon für einige Ohren etwas "moderner".


    L.G.


    Walter

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    Selbstverständlich hat jeder Verstärker einen Eigencharakter, der jedoch weit weniger ausgeprägt ist als etwa der einer Lautsprecherbox oder eines Tonabnehmersystems etc etc. Warum das so ist weiß in letzter Konsequentz wohl niemand, aber unter Musikfreunden gibt es "musikalische" und weniger "musikalische Verstärker.


    Lieber Alfred,


    oh doch, es wissen einige Leute warum das so ist und es ist auch nicht mehr oder weniger ausgeprägt als bei anderen Geräten.
    Du darfst nur nicht Marketing- und Forenaussagen als Standard akzeptieren.
    Die Hörbarkeit ist immer vom Stand der Wiedergabekette abhängig und nicht von sogenannten "Goldenen Ohren".
    Jeder Faktor beeinflusst die Wiedergabe, warum auch nicht?


    Das haben wir ja alle lange genug erlebt.
    Zum Thema "Materialresonanzen":


    Nimm einen silbernen Ring, lass ihn auf eine Tischplatte fallen und hör den hohen "Ping" (Materialresonanz) an. Anschliessend erhitze ihn mit dem Feuerzeug und mach das geiche - der "Ping" ist scheinbar "weg". Daran kannst Du hören, wie die Temperatur den Materialklang verändert. Wenn Du einmal gehört hast, wie der Wechsel eines Alu-Kühlkörpers zu einem Bronze-Kühlkörper den Klang eines Verstärkers verändern kann, wirst Du sprachlos sein.


    Die Materialresonanz wird in die Transistoren induziert. Oder warum wird Silber-Kabeln ein heller Klang nachgesagt?
    Bei Messing ist der Spaltton noch ausgeprägter.


    Das ist auch der Grund warum nicht nur "Glaslautsprecher", sondern auch Geräte mit "tot" klingenden" Aluminium Gehäusen als so - ichsachma "unmusikalisch" empfunden werden. Die Materialresonanz geht durch - sie ist einfach nicht aufzuhalten :(. Stell Dir mal 'ne Querflöte aus Alu vor!


    LG


    Walter

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    Mist, irgendwie immer noch keine Klarheit.


    Hallo Micha,


    doch, nimm Deine Eselsmütze ab.


    Ingrid Höfer hat mir heute mit der Bitte um eine Komplettverlinkung, nicht nur der Musikbeispiele ihrer Seite, eine Mail geschickt - weil sonst aus dem Zusammenhang gerissen.


    Es ist alles todernst und nicht gefaked - hab' ich mir eigentlich auch nicht denken können.


    Ich habe auch schon eine Fanpost :hahahaha: erhalten und sie auf die Seite gesetzt.


    Liebe Grüsse
    Walter


    Hallo Alfred,


    ganz im Gegensatz zu Leuten, die immer ihre eigenen Geräte empfehlen, ohne zu wissen was sich überhaupt auf dem Markt befindet, empfehle ich nie irgendeine Elektronik.
    Sie reagiert zu unterschiedlich in diversen Ketten. Und die Nummer mit den „Technikern“ ist einfach lächerlich – selbst innerhalb einer Serie klingen die Geräte unterschiedlich.


    Ich glaube auch nicht, dass ein ernsthafter Entwickler, der sich der Schwierigkeiten bewusst ist, solche Statements ablässt. Diese Leute sollten lieber Fahrräder bauen, aber für sie würde sich höchstwahrscheinlich auch jeder Rahmen gleich fahren. Dass aus einem Verstärker unbeeinflusst das rauskommt, was reinkommt ist und war schon immer frommes Wunschdenken.


    Ein Verstärker, der mir im letzten Jahr positiv aufgefallen ist, ist der Heed „Obelisk“ - eine wunderschöne Stimmwiedergabe. Auch Streicher kommen tonal für Konservenwiedergabe recht authentisch. Die Raumabbildung ist zwar nicht die ausgedehntste, aber einigermaßen stabil, der gesamte Klangcharakter eher voll.


    Im Tonfundament wird’s dann allerdings leicht unpräzise, was bei vielen sogenannten „musikalischen“ Verstärkern passiert. Mir fallen dann immer Pauken und Butterfass ein. Auch tiefe Klavieranschläge klingen als ob ein Handtuch auf den Saiten liegt. Das sollte nicht falsch verstanden werden. Das Gerät klingt nicht dumpf sondern klar, nur die Impulse werden leicht verschliffen und diffus dargestellt.


    Wer allerdings recht schmalbandige Lautsprecher besitzt könnte mit diesem Verstärker sehr gut zurechtkommen.
    Ich weiß nicht, ob ich mit dem Teil selbst glücklich würde, kann mir aber gut vorstellen, dass viele vor Freude völlig aus dem Häuschen sind. Auf jeden Fall ragt dieses Gerät aus der Masse heraus und kostet ca. 750,-€ in der Grundausstattung (ohne Phonoplatine) - meiner Meinung nach sehr angemessen. Der Klang ist durch den Aufbau gut nachvollziehbar.


    Jedesmal wenn ich in einen Konzertsaal komme und höre dieses federnde, Flirren der gespannten Saiten, den hölzernen Ton der Instrumente und einen Streicherteppich in atemberaubender Tonausdehnung, der durch winzige Zeitverschiebungen der einzelnen Musiker zustande kommt, wird mir wieder schmerzlich bewusst, dass dieses typische Klangerlebnis - zumindest bisher - von der Konserve nicht möglich ist.


    Begnügen wir uns also mit dem, was wir haben und denken uns den Rest dazu.


    Ich hoffe, die Beschreibung ist einigermaßen nachvollziehbar. Dies soll nur ein kleiner Denkanstoß sein - ich habe das Gerät weder mit mittelmäßigen Tonquellen, noch die Phonoplatinen gehört, werd's aber irgendwann nachholen.


    Liebe Grüsse
    Walter

    Hallo Alfred,


    bei uns in Köln gab’s mal eine „Sängerin“ namens Franka Schweitzer. Sie trat in Kneipen auf, die an diesen Abenden brechend voll waren.


    Eine sehr liebe Fau, die allerdings keinen Ton traf, aber aus leibeskräften schmetterte. Sie sang ausschliesslich alte Hits wie „Puppet on a string“. Das Publikum raste und applaudierte, je schräger sie sang. Sie hat ihr Leben lang nicht gemerkt, warum die Leute kamen und sich für eine begnadete Künstlerin gehalten – und ihr Publikum hat ihre Lebenslüge jahrelang munter aufrecht erhalten.


    Ich habe das an mehreren Abenden mitgemacht – da jeder wusste, was ihn erwartete, war’s überhaupt nicht peinlich und jedem hat es aus unterschiedlichen Gründen einen Heidenspass bereitet - ihr auch.


    LG
    Walter

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    Original von Theophilus


    Dazu fällt mir noch ein, dass ich da nicht der gleichen Meinung bin. Der Cyrus 1 von der Stange hatte für mich keine Chance gegen einen naim Nait, ein Langeweiler gegen den rhythmisch wesentlich agileren Nait. Eine echte Alternative zum Nait, rhythmisch und dynamisch nicht ganz so gut, aber mit schönerem Ton, war der Nytech CA 252.


    Hallo Theophilius,


    da kann ich Dir nur beipflichten. Beim CyrusI war die Stromversorgung etwas gewagt, grob gesagt klang er dünn. Mir gefiel damal der Nait auch besser. Der Nytech war mir zu ungenau, daher habe ich später den Nachfolger Obelisk 3 X gekauft - hab' ich heute noch (etwas aufgebohrt). Das Ding ist verdammt "schnell" und hat 'ne wirklich gute Phonoplatine.


    Zu der Zeit gab's eine Menge gut klingender Verstärker für kleines Geld. NAD fing mit dem 3020 an.
    Was heutzutage von Kenwood & Co geboten wird, ist nur noch zum davonlaufen.


    Ich hatte damals versuchsweise einen deutschen 8000,- Marks Bolidenverstärker, bei dem man das Netzteil mit einer Sackkarre ins Zimmer fahren musste. Der klang genauso wie er war - fett und träge, ausserdem brachte er die Folie zum Flattern.


    War ganz witzig, der Nytech und ein kleiner Creek machten's klaglos, der Nytech allerdings wesentlich klangfarbentreuer.


    Ich finde es immer bemerkenswert, dass Leute, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen zu gleichen Ergebnissen kommen - ist wohl doch keine "Geschmacksache".


    Ich denke, jeder kann sich nur mit unterschiedlichen Fehlern besser oder schlechter arrangieren. Wie Du schon bemerkt haben wirst, hab' ich 'ne Kastenallergie - andere stört's nicht. Bei Hörnern würd' ich mich auf Blechbläser speziallisieren, dann kann ich sie auch ertragen. :D


    Leider gibt's so gut wie keine Entwicklung mehr. Ein Lautsprecherhersteller hat mir vor einigen Jahren erzählt, dass er die Gehäusegröße danach berechnet wieviele davon auf eine Euro-Normpallette passen (kein Aprilscherz).


    Sachen gibt's! Und die Tester jubeln.


    Liebe Grüsse
    Walter

    Hi Micha,


    ja, hat aber kaum jemand bemerkt - die Leute haben Japan-Kram gekauft und für gut befunden.
    Schade!

    Ist aber kein Wunder - du solltest hier im Sauerland mal die einschlägigen Geschäfte sehen - nicht zu fassen!!!



    Liebe Grüsse


    Walter

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    Original von Michael Schlechtriem


    Das kann ich nachvollziehen, nach ca. einem Jahr Einspielzeit hat sich die S6 genau dies abgewöhnt, vorher war es unerträglich.
    Aber ich wußte durch Probehören einer eingespielten S6, wie sie Musik darstellen kann und so habe ich mich darauf eingelassen.


    Dieses Modell hat natürlich optisch nicht mehr viel gemeinsam mit der BC1, aber die Klangvorstellung hat sich irgendwie bei diesem Hersteller, der ja auch nicht mehr der Orginalhersteller ist, herübergerettet in diese Zeit, welche man LS- mäßig eigentlich nur als gescheitert ansehen kann. :stumm:



    Hi Micha,


    "gescheitert" unglaublich, aber wahr!


    Ich versuche grad' über die Anlage meiner Eltern Musik zu hören - und die ist wirklich nicht von der Stange, aber ziemlich grauenhaft. Der Marantz-Verstärker (obwohl SE- Modell) hat ärgste Probleme, die Musik ohne Phasenverschiebungen zu reproduzieren und die Mission 760 zischt mit ihrem Hochtönerchen alles zusammen. Dazu kommen ständig zeitversetzte Kistengeräusche durch ihr dumpfes MDF- Gehäuse.
    Und ich habe ihnen das Zeug auch noch empfohlen.
    Da ist mein Notebook eine wahre Erholung - klein aber fein (naja, klanglich sehr klein, aber weder zischig noch kistig).


    Walter


    Ja, aber da gab's immer Dynamikprobleme.
    Prinzipiell finde ich sie sehr gut, jedoch ist die Anbindung an herkömmliche Systeme wohl äussert problematisch. Ich hasse es, Musik erst sezieren zu müssen um mich mit irgendwelchen Systemen zu arrangieren.


    Du siehst, ich bin im Moment zu dem Thema eher bei dem halbleeren Glas angekommen.


    Kann sich aber (hoffentlich irgendwann) ändern.


    Grüsse
    Walter

    Zitat

    Original von Theophilus
    Hallo Walter,


    jetzt hast du mich an der Angel!


    Welche Lautsprecher sind denn so dein Fall?


    Hallo Theophilius,


    ich finde sie eigentlich alle schrecklich.
    Es gibt keine Entwicklung - da werden irgendwelche Kolben hin- und herbewegt (Zeitfehler vorprogrammiert).
    Auf der anderen Seite können wir uns freuen, dass es überhaupt halbwegs funktioniert.


    Wirklich etwas anfangen kann ich nur etwas mit den oben beschriebenen Quads, den Celestion SL 600 bzw. 3 (trotz des lausigen Hochtöners - aber bei dem Preis!).
    Mit Spendors habe ich auch immer etwas anfangen können, wobei mir die legendäre BC1 immer etwas "kistig" daherkam - und man könnte das so einfach abstellen. Mission hat auch gute Ansätze gehabt.

    Aber glaub mir, ich geniesse die Musik auch über meinen MP3 Player, was viele meiner Freunde überhaupt nicht verstehen können. Wenig Signal macht auch wenig Mist - man darf's nur nicht über wirklich funktionierende Anlagen abspielen.


    Letztendlich ist es doch nur eine Erinnerungshilfe an ein Live-Konzert, wobei sich die Zusammmensetzung im Kopf abspielt. Da klingt's über Kopfhörer auch nicht nach Kasten - worauf ich natürlich nach der Quad-Erfahrung äusserst allergisch reagiere.


    Ich kenne zur Zeit keinen noch gebauten Lautsprecher, mit dem ich wirklich breitbandig Musik hören möchte. Die KEFs haben gute Ansätze, verfärben aber wegen des gewählten Memranmaterials zu stark und Tannoy versaut sich alles durch den geometrisch nicht funktionierenden Messingtrichter.


    Liebe Grüsse
    Walter

    Ich höre grad Klassik Radio Stockholm


    mms://sr-wm.qbrick.com/02038_sr-srklassiskt-high


    Sie spielen meist nonstop - zum arbeiten eine erstklassige Unterhaltung weil nur einzelne Sätze aus allen Klassiksparten gespielt werden und daher die Konzentrazionsschwelle nicht beansprucht wird.


    Das Prinzip wie Klassik Radio, nur nicht so ein ätzendnichtssagendes Programm.


    Nachteil: Ich habe dort schon eine Menge Musik gehört, die ich gerne kaufen würde, aber nicht weiss, was es ist.


    Ich nehme es also als reine Unterhaltung hin.


    Liebe Grüsse
    Walter

    >>Ein ESL63 braucht Platz, das ist bekannt, ein ESL57 ist etwas weniger anspruchsvoll, sollte aber auch nicht zu beengt stehen... <<


    Hallo Theophilius,


    ist schon klar, aber dass so ein Teil im "Wohnzimmer" dermassen "abkackt", hat mich schon gewundert.


    Der ESL57 spielt eine ganze Ecke schmalbandiger. Ich habe da in verschiedenen Räumen Originale und "Refurbishte" aus Koblenz gehört - sie haben mich immer an die Saba "Greencones" erinnert, nur ohne Kastenklang.
    Wenigstens lassen sie die Musik "am Stück".


    Mein Fall isses nicht, zumindest nicht unter praktikabelen Bedingungen.
    Auf der anderen Seite immer noch besser als der meiste verkäufliche Unsinn - ist eben alles relativ.


    Liebe Grüsse
    Walter

    Hallo Micha,


    ich glaube in dem Fall auch nicht an die "Tantengeschichte" mit Guido Klode (da hab' ich Erfahrung) hab' auch gegoogelt.
    Ich denke eher an ein neues Foster Jenkins Syndrom.


    Aber was soll's? Die Stimme ist auf jeden Fall Herz- oder sonstwas zerreissend.
    Ich muss mir ernsthaft überlegen ob ich bei der nächsten Beerdigung nicht Fauré sondern Ingrid bemühe. :pfeif:


    Grüsse
    Walter

    Nochmal zum Thema Elektrostaten,


    ich habe 3 Jahre Quad ESL 63 besessen. Eine traumhafte Musikwiedergabe wenn das Frontend stimmt. Sie standen in einem ausgebauten Dachboden von 7 x 5 Metern und unendlich hoch. Möblierung bis auf Tisch und Sitzgarnitur keine. Ich konnte anschliessend keine herkömmlichen "Boxen" mehr hören - sie klangen fast alle nach Kasten.


    Die Lautsprecher standen ideal - ein Drittel des Raumes hinter den Lautsprechern, zwei Drittel davor und eine freie Rückwand.


    Die Quads sind keine Flächenlautsprecher im herkömmlichen Sinne. Sieben konzentrische Ringe strahlen zeitangepasst ab und simulieren eine Punktquelle.
    Die allseits beschworenen Bassprobleme waren für mich nicht vorhanden, zumal der oft zitierte "Bass" für meine Begriffe nur dumpfe, durch Kisten erzeugte Töne sind. Ein Cello klingt auch in tiefen Lagen nicht dumpf (nicht wahr, Michael?).


    Nun kommt der Haken an der Geschichte:


    Ein Umzug. Plötzlich war da ein "normales" Wohnzimmer, vollgestopft mit Möbeln. Und zu allem Unglück war der einzig mögliche Stellplatz vor den Höhlungen der Heizkörper. An Tonausdehnung nicht zu denken.


    Ich kann euch sagen, so einen lausigen, quetschigen, dünnen Klang habe ich selten gehört, und ich habe in den letzten 30 Jahren Hunderte von Lautsprechern in ebensovielen Wohnräumen aufgestellt.


    Es war nichts zu machen. Es ist mir schwer gefallen, die Teile zu verkaufen, aber was nützen mir theoretisch funktionierende Lautsprecher?


    Ich kann nur jeden warnen, einen Elektrostaten ohne vorheriges Probehören im eigenen Raum zu kaufen.
    Wenn' s allerdings funktioniert... :angel:


    Herzliche Güsse
    Walter


    PS. Es gibt keine besonders geeigneten Lautsprecher für Klassik - es gibt nur halbwegs funktionierende oder weniger gut funktionierende. Bei Klassik fallen die Fehler nur stärker auf als bei weniger komplexer Musik. Ausserdem habe ich die Erfahrung gemacht - je teuerer, desto klanglich unnatürlicher (allerdings ab einer Preisklasse von ca. 10.000,- €), ich nenne sie immer "Träge Schlampen".

    Ein analoges Band ist nach einigen Jahren auch von Aussetzern und anderen Ungereimtheiten bedroht. Da war die Schallplatte schon einfacher zu handhaben. "Von selbst" wurde sie nicht schlechter.


    Ich habe die Nichtabspielbarkeit einiger Rohlinge schon am eigenen Leib nach einem Jahr erfahren. Sehr ärgerlich! Gottseidank kann ich auf die Originalquellen zurückgreifen denn sie sind überhaupt nicht mehr abspielbar - auch nicht mit Aussetzern. Es trifft wahrscheinlich immer Aufnahmen, die man nicht einfach nachkaufen kann.


    Mit "normalen" CDs hatte ich noch keinen Ärger, aber damit ist das Problem nicht aus der Welt.


    Mir persönlich reicht es, wenn die Teile noch 30 Jahre halten, nur finde ich meine Einstellung nicht o.k.


    Irgendwie erinnert's mich an die vorhergesagte Klimakatastrophe.


    Einige Bücher haben hunderte von Jahren überlebt, und nun soll das alles vorbei sein? Triumph der Technik!


    Ich muss mir also jede Menge externe Festplatten kaufen um genügend Sicherheitskopien von Sicherheitkopien machen zu können - kein Problem - sie kosten ja nix mehr.


    Und bei dem ganzen Theater soll man noch in Ruhe Musik hören können?


    Da höre ich doch lieber Radiostreams wenn die nur nicht so winzig klingen würden!
    Ich habe knacksende, wellige, leiernde LPs, klinisch "reine" und metallisch klingende CDs, rauschende, dynamikkomprimierte Sender :evil: und dünne, eindimensionale MP3s überlebt - was also soll mir noch passieren um mir den Spass an der Konservenmusik endgültig zu versauen?


    Herzliche Grüsse
    Walter :]

    Schwer zu sagen, da ich sehr gezielt kaufe und mir in der Regel alles gefällt. Daher ist es für mich nicht einfach, drei rauszupicken.


    Die 3 auffälligsten, spannendsten, überraschendsten oder meistgehörten Käufe 2005 sind die Ture Rangström Sinfonien, Betin Günes 6. Sinfonie und Brittens War Requiem unter Hickox auf Chandos (die Britten Decca-Version kaufte ich in den 60ern).





    Viele Grüsse
    Walter

    Zitat

    P.S. Wie ich gerade sehe, ist die Seite offenbar noch im Entstehen... sicher aber ist wohl walter [ohne T] die richtige Adresse. [?]


    Hallo Ulli,


    danke für den Hinweis, die Adresse stimmt und das Entstehen wird wohl während der nächsten Jahre nicht aufhören, denn ich habe leider viel zu wenig Zeit.


    Ich habe auch über eine Threaderöffnung nachgedacht, aber bis Februar bin ich hoffnungslos ausgelastet.


    Liebe Grüsse
    Walter