Beiträge von tom

    Orgeleinspielungen: Hans Fagius, Ursprünglich erschienen bei dem skandinavischen Edellabel BIS. Die Aufnahme kann in der Spitzenklasse der Orgeleinspielungen mithalten.


    Ansonsten kauf Dir die Box. Bei einem Preis von 89,90 EUR für 160 CD`s kann man kaum etwas falsch machen, zumal sich auch eine ganze Reihe von Juwelen in dem Paket befinden.


    Obwohl, vor einiger Zeit gab es die Hänssler Gesamtaufnahme bei 2**1 zu einem radikal reduzierten Preis (hier wurden allerdings die Booklets zusammengestrichen). Ich bin mir nicht sicher, ob die noch angeboten wird. Wenn ja, wäre diese Gesamteinspielung vielleicht die bessere Alternative.


    Wenn man Zeit und Geduld hat, kann man auch warten, bis Teldec/Warner seine Bach 2000-Edition in das Billigpreissegment herunterreicht. Vielleicht nur noch eine Frage der Zeit, bis diese Kronjuwelen verschachert werden.

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    Original von Ulli


    Salut,


    Du hast den richtigen Riecher! Das Geschriebene ist natürlich durch und durch Quatsch.


    Daß Mozart "durch und durch unpolitisch" gewesen sein soll, erscheint mir vor dem Hintergrund seiner Zauberflöte - eine Vielzahl von Aufklärungsmotiven - und seiner Freimaurerkompositionen kaum nachvollziehbar. Insoweit kann ich mir schon vorstellen, daß Mozart mit seiner Musik einen Beitrag zur Schaffung einer neuen, vernünftigen und gerechteren Ordnung des menschlichen Zusammenlebens beabsichtigt hat. Oder sehe ich das falsch?

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    Original von Edwin Baumgartner
    Der Beckenschlag ist Quatsch, die Triangel dazu ist aber noch schlimmer. Der Höhepunkt ist harmonisch und melodisch deutlich markiert,


    Wand? Nicht Hans Rosbaud?


    Steht eigentlich anhand der Quellen fest, ob der von Bruckner nachträglich auf Anraten Dritter eingefügte Beckenschlag samt Triangel von ihm selbst oder doch von fremder Hand wieder gestrichen wurde?

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    aber wenn ALLES kunst ist, hat der kunst-begriff keinen inhalt oder keine bedeutung mehr.



    Das habe ich doch gar nicht geschrieben, im Übrigen auch nicht gemeint. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, daß nach meinem Verständnis eine weite Auslegung des Kunstbegriffs geboten ist, allein schon, um ein staatliches Kunstrichtertum auszuschließen. Indiz für das Vorliegen von Kunst ist mE allein schon die Anschauung des Urhebers, der sein Werk als Kunst betrachtet. Wird mit einem "Kunstwerk" ein politischer, religiöser oder sonstiger Zweck angestrebt, ändert das nichts an seinem Charakter als Kunstwerk. Völlig unerheblich ist, welches "Niveau" das Kunstwerk hat.


    :)

    Hallo Ulli,


    ich muß gestehen, daß mich Buchbinders Mozart nie sonderlich begeistert hat. Vielleicht ist das eine Folge von B`s Beethoveninterpretationen, denen ich nie besonders viel abgewinnen konnte. Beethoven und Buchbinder sind für mich geprägt durch Begriffe, wie Unflexibilität, Gleichförmigkeit, wenig Spielfreude. Sind das nicht auch Begriffe, die im Zusammenhang mit Mozart tödlich sind? Vielleicht bin ich aber schlicht das Opfer von Vorurteilen.


    Dies vorausgeschickt, überrascht micht Deine offensichtlich ernst gemeinte Buchbinderbegeisterung.


    Grüße

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    Original von Norbert
    Wie heißt es so schön: Aus gegebenem Anlaß (Pius' Thread)




    Requiem und Sawallisch (Jahrgang 1923) und dann noch "aus gegebenem Anlaß"!



    Ich hatte schon schlimmste Befürchtungen!!!!!


    Google hat mich erfreulicherweise eines besseren belehrt.


    :hello:

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    Original von Robert Stuhr


    Das lasse ich bzgl. Pärt nicht gelten


    Robert hat natürlich Recht!


    Mit Verlaub, ich frage mich auch, was Dich, lieber BBB dazu veranlasst haben könnte, eine solche Auffassung zu vertreten. Ich muß sagen, das überrascht mich ein wenig.


    :hello:

    Nach der Devise "Diese Musik gehört mir", würde ich sagen, daß dies auf die Kantate "Ich will den Kreuzstab gerne tragen" (BWV 56) zutreffen könnte. Dieses Werk begleitet mich in vielerlei Lebenslagen seit rund 15 Jahren immer wieder.

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    waren nicht gerade die Musiker der Barockzeit für ihre Improvisationskunst berühmt? Somit passen Koopmans Verzierungen doch eigentlich ganz gut zur Musik, schließlich reden wir hier über Barock.



    Eben! Mag ja sein, daß bisweilen die Verzierungen/die Ornamentik, wobei ich nicht von Koopman rede, übertrieben wird, aber schließlich ist Barock synonym mit zu viel, zu dynamisch, zu farbig, zu große Extreme, zu langsam, zu schnell. Insoweit macht Koopman nichts anderes, als, wenigstens annäherungsweise, die Musik Bachs im Stil seiner Zeit zu interpretieren. Und es war Koopman, der einmal geschrieben hat:


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    Hoffen wir, daß uns Komponisten wie Händel und bach als Schüler annehmen - wir dürfen uns dann über ein wohlwollendes Schulerklopfen freuen:"Nicht schlecht".


    Und ich denke diese Interpretationshaltung ist auch angesichts der zum Teil hervorragenden Klangeigenschaften heutiger Cemabli (restaurierte oder kopierte Instrumente) durchaus nachvollziehbar, ermöglichen doch diese Instrumente sehr viel Dynamik und eine sehr abwechselungsreiche Klangfarbenpalette.

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    Original von Masetto
    dass permanent das Radio dudeld



    Mal interssehalber gefragt, die Schreibkräfte hören den ganzen Tag Radio, oder wie habe ich das zu verstehen? Du kannst ja mal anregen oder besser noch anordnen, daß, wenn Dein Diktat bewältigt ist, die Damen Ihre Kopfhörer in das Radio umstöpseln. :D


    Während des Schreibens wird doch kein Radio gehört, oder?


    Fazit: Lärmbelästigung gleich Null. Problem dabei ist natürlich, daß das Telefon überhört werden könnte. ;)

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    Entweder die [klass.] Musik oder die Arbeit



    Sehe ich ganz genau so!


    Im Übrigen fällt mir die jugendliche Straftäterin aus einer Hauptverhandlung von heute ein, die im Vorfeld nichts besseres zu tun wußte, als einem gleichaltrigen Jugendlichen eine Rasierklinge "durch den Hals zu ziehen", ohne sich, nach dem Ergebnis des Termins von heute, großartig dabei etwas zu denken. Diese Leute in der Kanzlei mit Kammermusik von Mozart zu berieseln, hielte ich persönlich für ein wenig deplaciert, um nicht zu sagen, zum :kotz: !!


    Hallo,


    ich weiß zwar nicht, welche Aufnahme Du bevorzugst, aber gerade das 6. Konzert (insbesondere den Kopfsatz) wird häufig überaus langweilig, unerregend gespielt. Hör Dir Goebels Einspielung an und überzeuge Dich, daß man Bach auch anders, eben erregend, "nervös" (positiv gemeint) spielen kann.


    :hello:

    "Der fliegende Holländer"


    Otto Klemperer (1968 ) [3 CD`s] für mich unübertroffen. Man hört gewissermaßen die See, wie sie wogt und braust. Großartige Sänger, allen voran Theo Adam und Anja Silja vervollkommnen die Aufnahme.

    "Porgy and Bess"


    u.a. mit Willard White, Cynthia Haymon, Harolyn Blackwell, Gregg Baker, The Glydebourne Chorus, London PO, Simon Rattle


    Wenn der Jazz-Liebhaber Rattle sich dieser Musikrichtung nähert, kommt, wie hier, etwas Großartiges dabei heraus.


    Fazit: unverzichtbar

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    barocken Orchestermusik



    Also keine Kammermusik, Vokalwerke, Soloinstrumentalwerke?


    Nun denn:


    1.) JSBach, Cembalokonzert d-Moll (BWV 1052);
    2.) JSBach, Brandenburgisches Konzert Nr. 5 (BWV 1051);
    3.) JSBach, Violinkonzert d-Moll (BWV 1043).

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    Mir persönlich ist Gardiner zu schnell,


    Das ist mir, jedenfalls bei Beethoven, noch gar nicht negativ aufgefallen. Vielleicht sollte ich mal die Trackzeiten zum Vergleich heranziehen.


    :)

    Als Einstieg, wenn man zum ersten Mal in seinem Leben Schnabel oder Rubinstein u.a. spielen hören möchte, mag diese Edition ja geeignet sein. Insgesamt dürften ja wohl ausschließlich Appetithäppchen angeboten werden? Mehr als 5 bis 6 EUR würde ich für diese 5 CD`s allerdings nicht ausgeben.


    :)

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    Original von Wulf
    Hallo tom,


    Dir gefällt echt der Webersinke? Ich habe nur die Hörschnipsel bei jpc gehört, aber das reichte mir. Ich finde die Tempi an so mancher Stelle maßlos übertrieben, das ganze Wesen der Variation wird IMO dadurch entstellt (z.B. 2)
    Aber zumindest gefällt er mir besser als die "Radikalen" Mustonen und Sokolov....


    LG
    Wulf.


    Hallo Wulf,


    daß mir Webersinkes Einspielung gefällt, habe ich ja nicht gesagt. Sie erscheint mir in meinen Gehörgängen "schnörkellos", d.h. geradeaus, konsequent im Tempo aber eben nicht übermäßig bemerkenswert. Ich wollte eben höflich sein. :yes:


    Ich weiß nicht, ob ich es sagen soll. Ich tue es einfach mal: die Aufnahme, die mich wahrscheinlich am meisten interessieren würde, wurde leider nie eingespielt.


    Ich meine die Diabelli-Variationen mit Glenn Gould.


    Schade!


    :)