Beiträge von musikwanderer

    Da sind mir heute zufällig Programme der Salzburger Festspiele 1921 in die Hände gefallen. Und die habe ich mal durchgespielt - natürlich nicht mit den damaligen Interpreten, sondern mit denen aus der Philips-Mozart-Edition. Das Cover ist als Beispiel gedacht. So dirigierte Willem van Hoogstraten am 11.08.1921 folgendes Programm: Serenade KV 525, Gavotte aus KV 367 (Ballettmusik Idomeneo), Klavierkonzert KV 450 (mit Elly Ney), Sinfonie KV 543. Es spielten Mitglieder des Wiener Staatsopern- und Mozarteum-Orchesters.

    Einen Tag vorher leitete Bernhard Paumgartner das gleiche Orchester mit der Serenade KV 250 (Haffner) und das Notturno KV 286.


    :hello:

    The Beggar`s Opera / Die Bettleroper


    Das ist meine Erinnerung an Hüsch und sie ist mir durch seine verbindenden Texte ans Herz gewachsen. Die sind für meine Ohren besser anzuhören als Rezitative - wobei ich bemerken will, dass ich nur diese Aufnahme kenne. Aber ich erinnere mich auch gerne an eine Fassung mit Roger Daltry, dem Mitgründer und Sänger von The Who, die ich vor Jahrzehnten mal im TV gesehen habe...


    Hanns Dieter Hüsch war (und ist) für mich immer noch durch seine legendären Auftritte ein Beispiel für hintergündigen Kabarett-Stil. Der brauchte keine lautstarken Exzesse, wie vielleicht auch Werner Finck, um die Themen herüberzubringen.

    Nein - vergessen ist dieser Mann nicht. Und die vielen erreichbaren Medien sorgen sicher auch dafür, dass er nie der Vergessenheit anheimfallen wird...


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    Gluck in der Nacht und mit steigender Freude über eine gelungene Aufführung diese Oper gehört. In der Nacht, weil bei schönem, milden Wetter viele Zeitgenossen aus der Nacht den Tag machen. Das Wort RÜCKSICHT kennen die Leute ("Der Mensch an sich ist ja gut, aber die Leute...") nicht mehr. Und die Pollizei findet die nächtliche Störung nicht weiter schlimm - na ja, habe ich mir gedacht, die waren ja auch hier in Mülheim/Ruhr mit der Kontrolle eines angeheiterten Autofahrers und den daraus resultierenden Folgen schwer beschäftigt. Folglich hörte ich Gluck. Und hatte Spaß an dieser Aufnahme. Es ist ein typischer Metastasio-Text, wie ich finde: Eine wahre Begebenheit wird mit Kabalen und Liebe garniert und fertig ist ein Libretto. Gluck war in diesem Fall der Musiker, dem der Metastasio-Text die musikalischen Ideen zu emotionalen Ausbrüchen gab - von Ergreifung bis Wut ist alles dabei.


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    Angst der Hellen und Friede der Seelen

    Als Nachtrag zur gestrigen "Abendmusik": 1616 wurde der Jenaer Amtsschösser (Steuereintreiber) Burkhard Großmann (nach eigener Aussage) von einem Unglück (das er nicht näher bezeichnet) getroffen, aber glücklich überstand. Er bat, als Dank für himmlischen Schutz, 16 ihm persönlich bekannte Komponisten um eine Vertonung des Dankpsalms 116. Die Musiker haben alle der Bitte entsprochen: Schütz, Altenburg, Demantius, Praetorius, Vater und drei Söhne Michael, Franck, Schein (die übrigen Namen, Erich, Krause, Finold, Trost, Groh und Gensreff fand ich zwar im Komponisten-Lexikon, hatte bis dato aber noch nie etwas von ihnen gehört oder gelesen). Die Kompositionen hat Großmann 1623 zwar im Druck erscheinen lassen, der aber verloren ging. Im 19. Jahrhundert kam ein vollständiges Exemplar in der Preußischen Staatsbibliothek ans Licht und wurde für die Gesamtausgaben der Werke von Schütz, Praetorius, Demantius, Schein und Franck benutzt. Man muss den Interpreten danken, dass sie dieses einzigartige Kompendium der Öffentlichkeit in einer mustergültigen Interpretation zu Gehör gebracht haben.

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    Ja, das ist eine hörenswerte Aufnahme in einer mustergültigen Interpretation. Als Aufnahmedatum wird bei mir das Jahr 1994 angegeben und als Aufnahmeort die King's College Chapel, Cambridge. Mir war heute nach dieser Einspielung:


    Matthäus-Passion (Gesamtaufnahme)


    Ältere User (mit einem guten Gedächtnis) erinnern sich vielleicht, dass ich vor Jahren, mit Alfreds Hilfe, diese Aufnahme von Theo Altmeyers Witwe geschenkt bekommen habe. Ich hatte in irgendeinem Thread erwähnt, dass sie meinem Vater aus seinem Heimzimmer gestohlen worden war. Frau Käthe Altmeyer hatte das gelesen, über den Forenbetreiber meine Adresse erbeten und sie mir dann zugeschickt. Wir haben per E-Mail noch lange korrespondiert, irgendwann brach das ab. Ich habe nie wieder von ihr gehört. Wahrscheinlich lebt sie nicht mehr. Nach meines Vaters Tod habe ich diese "Matthäus-Passion" wieder an mich genommen. Mit dieser Gesamtaufnahme bekam ich von Frau Altmeyer noch manch andere von ihrem verstorbenen Mann - darunter auch die von mir heute als Trouvaille empfundene Einspielung von Monteverdis "Heimkehr des Odysseus" in der Kraack-Fassung. So wird vielleicht verständlich, dass mir gerade diese Aufnahme viel bedeutet...


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    Nach Charpentiers berühmten Te Deum habe ich Monteverdis Marienvesper in der nebenstehenden Interpretation von Frieder Bernius, dem Kammerchor Stuttgart und Musica Fiata gehört. Es ist eine von mir geliebte Einspielung dieser grandiosen Vespermusik, die mir viel gibt. Leider habe ich irgendwann mal das Booklet verloren, weiß heute nichts mehr über die Solisten zu sagen. Dieser Nachteil trübt aber nicht meine Hörerfreude...

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    Krankheitsbedingt ans Haus gebunden höre ich jetzt etwas mehr als sonst üblicherweise am Tage. William Christies Interpretation des berühmten Te-Deum macht deutlich, welch ein großer Komponist Charpentier war, der die einzelnen Abschnitte des Lob- und Bittgesangs abwechslungsreich gestaltet hat. Dass Christie dem Te Deum ein „Marche de Timbales“ von Jacques Dancican Philidor vorausschickt, ist etwas ungewöhnlich, bildet aber einen (vom Dirigenten gewollten) Kontrast zum feierlichen, trompetengetränkten Te Deum. Die nachfolgenden Stücke habe ich ausgelassen, dafür läuft gerade ein anderes Werk - von Claudio Monteverdi...

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    Ich habe heute in die "Geistliche-Musik-Kiste" gegriffen und mir - nach wirklich langer Zeit - die nebenstehende Aufnahme angehört. Sie hat für mich noch immer nichts an Faszination eingebüßt (auch wenn Tamino-Mitglied "sagittarius" 2008 in einer Rezension von "Langeweile" und "Enttäuschung" sprach, und sogar explizit vor dem Kauf warnte): der entschlackte Klang gegenüber älteren Einspielungen, und die Vorstellung, dass sie zur Zeit der spätbarocken Entstehung genauso geklungen haben muss, entspricht einfach meinen Empfindungen Gleichwohl, das muss man immer wieder betonen, darf selbstverständlich jeder Musikliebhaber oder auch Ausführender diese Interpretation anders beurteilen.


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    Ich habe eben in den Nachrichten (ARD Tagesschau) gehört, dass von größeren Unternehmen bereits Spenden-Zusagen in Höhe von 600 Millionen Euro vorliegen.

    Der Betrag ist ja inzwischen um weitere Millionen gestiegen. Ich stelle mir aber bei den Superreichen die Frage, ob die das wirklich aus ihrer Tasche abzweigen und im Gegenzeug die Waren, die von ihnen hergestellt und vertrieben werden, verteuern. Da zahlen dann alle wieder drauf. Dass sie bei ihren Steuerklärungen außerdem noch einen guten Schnitt machen, steht ohnehin fest ...

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    Johann Sebastian Bach: Lukas-Passion BWV 246, Anh.II,30 (Apokryphe Werke 4)


    Falls das cpo-Booklet keine näheren Hinweise enthält, erlaube ich mir, auf den Tamino-Oratorienführer hinzuweisen; dort habe ich 2013 versucht, den damals aktuellen Forschungsstand um diese Passionsmusik zu erläutern. Ob sich inzwischen auf diesem Gebiet Weiterungen ergeben haben, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis...


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    Ich finde es wirklich erstaunlich, was aus dem kleinen (ehemals königlichen) Wildbad-Theater via Medium CD an die Öffentlichkeit gekommen ist. Auch diese - ungekürzte und mit 2:36:49 für einen Einakter erstaunliche Länge aufweisende - Oper ist selbstredend wieder eine Hörpremiere für mich. Und die Musik ließ bei mir zu keiner Zeit Langeweile aufkommen - wenn ich

    mal die für den Fortgang der Handlung notwendigen Rezitativszenen außen vorlasse. Stimmlich und orchestral hat diese Aufnahme jeden Respekt verdient.


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    Bildergebnis für brahms requiem /marcus r. bosch


    Soeben verklungen - mit Jacqueline Treichler (S) und Thomas Jesatko (Bar); Chor und Orchester vocapella unter der Leitung von Marcus R. Bosch. Ein Konzertzusammenschnitt vom 6. Januar 1999 in der Stadtkirche Giengen/Brenz und vom 9. Januar 1999 in der Markuskirche Hannover. Eine wunderbare Einspielung dieses bedeutenden Werkes, hörenswert!

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    In der Tat ist dem Lob für Siegfrieds Beschreibung über die besuchte Tannhäuser-Aufführung von Hans Heukenkamp nichts hinzuzufügen. Sie gibt auch dem Leser, der nicht in Zürich dabei war, einen durchaus bildhaft vorstellbaren Eindruck. Ich gestehe, dass mir außer dem Namen Stephen Gould und dem des Dirigenten Axel Kober nicht einer geläufig ist. Was selbstredend nicht von Bedeutung ist. Eher für mich schon die Aussage, dass Siegfried es als zu laut empfand. Daran knüpft meine Frage, ob das nicht dem Dirigenten anzulasten ist :wacko:


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    Und schon wieder eine Neuentdeckung für mich aus dem Hause Naxos und Rossini-Festival Wildbad, noch dazu eine (wie ich las) Rettungsoper im Stile des Fidelio, aber mit der Ver- und Ausarbeitung des musikalischen Materials von Rossini. Und das Libretto gibt dem Komponisten die Gelegenheit, neben dem ernsten Hintergrund und der daraus resultierenden dramatischen Musik auch den humoristischen Teilaspekt, der seinem Naturell sicherlich entgegenkam, musikalisch auszudrücken. Und das Ensemble spielt leidenschaftlich mit - wenn auch nicht alle Männerstimmen die typischen Rossini-Koloraturen bewältigen. Insgesamt eine sich für mich als lohnend erwiesene Hörerfahrung.

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    Vielen Dank, liebe Ramona, für Deine Schilderungen aus der Semperoper. Ich kann nachvollziehen, dass Dir Rameaus Musik gefallen hat, denn auch ich höre sie immer wieder gerne. Meine Empfindungen gehen in die gleiche Richtung, die Du allgemein, also nicht nur bezüglich "Platée", mit "spritzig" und zugleich "traurig" beschreibst. Dieses Werk, das ich noch nie gesehen habe, kenne ich nur als Audio-CD in der Co-Produktion Erato-WDR unter Minkowski mit Ragon, de Mey, Gens (u.a.) sowie "Les Musiciens du Louvre". Es nötigt mir immer eine gewisse Stimmung ab, die mehr ins tragische, als zum buffonesken geht, aber immer wieder unter die sprichwörtliche Haut.


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    Nach einem frühen und unangenehmen Arzttermin habe ich dieses großartige Oratorium des großen Johann Joseph Fux gehört. Eine mustergültige Einspielung des wahrscheinlich nur wenigen Lexika bekannten, vielen Musikfreunden aber sicherlich unbekannten Werkes. Eine lohnende Ausgrabung.


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    Aus dieser CD habe ich mir heute Abend die d- Moll- und die f-Moll-Messen angehört. Die Solisten in der ersten Messe (1972 veröffentlicht) waren Edith Mathis, Marga Schiml, Wieslaw Ochman und Karl Ridderbusch. In der dritten (1963) sangen Maria Stader, Claudia Hellmann, Ernst Haefliger und Kim Borg.


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    Völlige Zustimmung, nicht nur wegen Grace Kelly sondern auch wegen Cary Grant, der mir in diesem Hitchcock besonders gut aufgelegt "rüberkommt"- was selbstredend auch an dem hervorragenden Drehbuch liegt. Hier liegt ein Filmklassiker vor, den auch ich immer wieder mit Vergnügen sehe...

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    Apropos, Vivaldi "Catone in Utica", davon gibt es zwei Einspielungen mit rekonstruiertem 1.Akt!

    Höflich will ich mich für Deinen Link (Beitrag 1620) zu Telemanns "Matthäus-Passion" bedanken. Bei mir führte die ASIN nur zu einem schwachen Punkt. Was Vivaldis "Catone" anbelangt, hätte ein zarter Hinweis auf die beiden Aufnahmen hilfreich für mich sein können...

    ;)

    Ich habe hier ab Beitrag 160 mitgelesen (vorher war es eigentlich etwas langweilig, kaum Wider- oder Einsprüche) und muss sagen, der "Neue"- Bachianer, ein Name der bestimmt Programm bedeutet - hat durchaus so etwas wie "Regietheater"-Pep hineingebracht. Um es für mich gleich auf den Punkt zu bringen: Bachianer hat mich mit seinen Argumenten nicht überzeugt. Wird wohl auch niemanden überraschen, wenn er auf meinen Avatar schaut. Dafür hat der Herr Doktor (hätt' ich auch nicht gedacht!) so einige argumentative Zitate und Erklärungen abgeliefert, die mich sofort überzeugt haben. Auch das wird keinen Mitleser wundern. Der Satz

    Zitat

    Diese Diskussion ist nunmehr überflüssig wie Bauchschmerzen.

    ist in meinen Augen bedauerlich, denn ich hätte den Schlagabtausch gerne noch weiterverfolgt...


    :P

    Matthäus-Passion 1746


    Diese Matthäus-Passion Telemanns von 1746 - mit Barbara Schlick (S), Claudia Schubert (A), Wilfried Jochens (T) und Hans-Georg Wimmer (B) als Solisten sowie dem Collegium vocale des Bach-Chores Siegen und dem Barockorchester "La Stravaganza" unter Ulrich Stötzel - ist soeben verklungen. Mit einer Aufführungsdauer von 1 Stunde und 40 Minuten bleibt Meister Telemann erheblich unter der des Meisters Bach - wobei das natürlich kein Qualitätsmerkmal ist. Mir fällt aber in diesem Zusammenhang ein, dass ein Dirigent - der Name ist mir heute nur noch Schall und Rauch - nach einer Opernvorstellung auf seine Uhr schaute und dann "sehr gute Aufführung" sagte, weil sie gegenüber der letzten um eine Viertelstunde unterboten wurde. Anscheinend kann die Aufführungszeit doch ein Gütestandard sein. ;)

    Was die Interpretation anbelangt kann ich nicht meckern, im Gegenteil, für meine Liebhaber-Ohren ist alles wohl gelungen...

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    Catone In Utica (CD, Album) Plattencover


    Diese Oper ist - leider, muss man sagen - nur unvollständig überliefert. Nur der zweite und der dritte Akt sind in einer Sammlung vorhanden. Vivaldi gibt in einem Brief an, dass der erste Akt von verschiedenen Komponisten vertont worden sei. Es wäre bestimmt interessant gewesen, das Pasticcio mit Vivaldis Musik zu vergleichen, denn gerade seine Komposition ist fantastisch. Was im übrigen nicht nur an den hervorragenden Stimmen dieser (wie Erato vermerkt) Live-Aufnahme (was überhaupt nicht zu hören ist), sondern auch an den "I Solisti Veneti" liegt. Die Instrumentalisten sind jedenfalls superb - in zwei Arien ist das Horn beispielsweise exponiert, und es ist eine wahre Freude, den beiden Hornisten zuzuhören. Es ist übrigens eines der meistvertonten Libretti Metastasios, was sich jedoch in Einspielungen nicht niederschlägt.

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    Bis auf eine Ausnahme, eine für mich gewichtige, habe ich nie bewusst Sängerportraits gekauft. Ich bin da eher nahe bei Klaus2 - gewesen. Die erwähnte Ausnahme war Fritz Wunderlich, an dessen Stimme ich mich nie habe satt hören können und von dem ich eine ganze Reihe Einzel-CDs und Boxen habe. Die Hörleidenschaft für diesen Ausnahme-Tenor muss jedoch eine Initialzündung gewesen sein mir Stimmenportraits zuzulegen, denn so nach und nach habe ich sie mir doch zugelegt, wobei es zunächst nur Sänger/innen aus der Anfangsphase der Phonoindustrie waren. Da kamen dann im Laufe der Zeit dann doch noch ein paar Portraitaufnahmen der Stereoära hinzu.


    Insofern ist die älteste Sängerin in meinem bescheidenen Bestand die 1848 geborene Lilli Lehmann (meine CD hat ein andere Cover) - ihre Art des Singens würde sie heutzutage wahrscheinlich aus jedem Wettbewerb hinauskatapultieren. Und doch hat mich (beispielsweise) ihr Oh, had I Jubal's lyre aus Händels "Josua" damals wie heute aus nicht näher zu erklärendem Grund gepackt. Mit 40 Jahren Abstand zu dieser Lehmann wären dann Elisabeth Schumann und Frida Leider, beide Jahrgang 1888, als in meinem Regal vorhanden zu erwähnen. Bei den Männern fehlen natürlich Caruso, Rosvaenge, Tauber, Dermota und noch einige andere Tenöre nicht. Eine 10-CD-Box verdanke ich unserem Operus - natürlich mit der Stimme von Gottlob Frick.

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    Diese Azione sacra ist ebenfalls eine Erstbegegnung für mich. Rossini selbst nannte in einem Brief an seine Mutter das Werk "mein Oratorium" und "eine sehr hochstehende Gattung". Ob das „diese Makkaronifresser“ (sic) verstehen werden, wisse er nicht. Aber: "Ich schreibe für meinen Ruhm und kümmere mich um nichts anderes.“ Was die Akteure in dieser Live-Aufnahme von „Rossini in Wildbad“ leisten, ist nicht genug zu loben.

    Wie schon bei einer anderen Aufnahme aus Wildbad fielen mir auch hier wieder Probleme der Aufnahmetechnik auf. Angesichts der guten Stimmen- und Orchesterleistung war und ist das jedoch vernachlässigbar.

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    Für mich ist diese Rossini-Oper eine Erstbegegnung und sie hat mich zunächst weniger, dann aber doch mehr und mehr in ihren Bann gezogen. Ich hatte den Eindruck, als habe man seitens der Aufnahmetechnik die Mikrofone nachjustiert, denn im Laufe der Zeit kam der Gesang immer besser ans Ohr. Unabhängig davon ist Rossinis Musik Labsal für mein Gehör und die Interpreten unter Alberto Zedda sind in dieser Live-Produktion mit Verve bei der Sache. Buffospaß wechselt mit dem Ernst - ich denke vor allen Dingen andie Gerichtsszene - der Seria ab. Mir hat's gefallen und ich sehe es als Nachteil an, erst im Alter Bekanntschaft mit diesem Werk zu haben, dass Rossini selbst seiner Mutter brieflich als "voll von Musik für mehrere Opern" ankündigte.


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