Beiträge von musikwanderer

    Herbert von Karajan: 1938-1960 Collection

    Mehrere Beiträge, die sich hier mit Herbert von Karajan befassten, haben mich veranlasst, mal meine Aufnahmen von ihm (aus dieser Box) durchzusehen und - vor allen Dingen - auch zu hören. Als Rekonvaleszent habe ich dann gleich Bruckners Achte mit den Berliner Philharmonikern (1957, Stereo) ausgewählt.


    Und ich muss sagen, so oft ich mit den Interpretationen von sinfonischer Musik der Wiener Klassik HvKs gehadert habe, so sehr hat sich mein Bild des Dirigenten im Laufe der Jahre gewandelt. Bei Mozart ziehe ich zwar immer noch andere Dirigenten vor, bin aber längst nicht mehr so ablehnend wie früher. Und die Achte Bruckner hat mich heute angesprochen. Wenn es stimmt, was ich mal irgendwo gelesen oder gehört habe, dass Bruckner in der Regel langsame Tempi-Vorgaben gemacht hat (wobei der Komponist in der Achten das Allegro des Eröffnungssatzes mit dem Zusatz „moderato“ wieder eingeschränkt hat), dann hält sich Karajan daran. Er ist länger unterwegs als beispielsweise Günter Wand in seinen beiden mir vorliegenden Aufnahmen, die ich - der Bruckner nicht ganz vorne auf seiner Liste hat - als einzige Vergleichsmöglichkeiten vorweisen kann.


    Es war eine interessante Abendsitzung für mich.


    :hello:

    Marketin-Gag? Furchtbar? Aufregend oder auch nicht? Überraschen lassen?

    Mich berührt es einfach nicht. Es lässt mich kalt. Hat für mich den gleichen Stellenwert, wie der in Laos oder Vietnam oder Kambodscha in irgendeinem Dorf umkippende Reis-Sack.

    Es mag für Technik-Freaks von Interesse sein, es kann möglicherwesie die Entwickler zu der Überzeugung bringen, dass sie KI besser - im Sinne von fähiger - ist als der Mensch. Vielleicht glauben sie sogar, den besseren Beethoven geschaffen zu haben.

    Ich gönne es ihnen. Geld dafür ausgeben werde ich nicht. Das gönne ich denen nicht.


    :no:

    Auch Dir, lieber La Roche, danke ich für die Genesungswünsche.

    Ein kurzer Beitrag von mir (#15) war offensichtlich unpräzise ausgedrückt, insofern möchte ich berichtigend erklären, dass ich nach elf Tagen Krankenhausaufenthalt inzwischen seit fast einer Woche wieder zu Hause bin und die "aufgebrummt" bekommene Therapie hier selber weiterführe - natürlich in der Hoffnung und Erwartung, dass sie zum Efolg führt. Wie heißt es richtigerweise: Wer aufgibt, hat schon verloren. Schaun mer also mal...


    :hello:

    Handel: Der Messias (Stuttgart 1959)


    Das ist ganz gewiß nichts für HIP-Anhänger, auch Stereo-Fetischisten werden nicht glücklich damit sein, aber für mich ist es - nicht nur wegen Fritz Wunderlich - trotzdem eine hörenswerte Live-"Messias"-Aufnahme. Es spielt das Sündfunk-Sinfonieorchester, es singt der Philharmonische Chor Stuttgart, die Leitung hat der aus Radebeul stammende Heinz Mende.


    :hello:

    ... und ich werde mich auch wieder mit noch etlichen Beschreibungen beteiligen - wenn ich nach einem plötzlich und unerwartet notwendig gewordenen Krankenhausaufenthalt wieder auf "dem Damm" bin. Es gibt ja noch tausende nicht beschriebene Opern, folglich eine Aufgabe für die nächsten fünfzig oder hundert Jahre...


    :baeh01:

    Lieber musikwanderer,

    das klingt logisch - muß Dir aber nicht die Freude an dieser Musik verderben.

    Um des Himmels Willen - nein! Die Freude an geistlicher Musik ist bei mir weder von einem sakralen Gebäude, noch von einem darin stattfindenen Gottesdienst resp. von einer Messfeier abhängig. Johannes Roehl hat interessante Hinweise auf damalige Vorgehensweisen gegeben. Ich möchte aber noch einen persönlichen Hinweis machen: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir Bachs Matthäus-Passion innerhalb eines Gottesdienstes, wie es wohl damals üblich war, niemals angetan hätte...


    :hello:



    Lieber musikwanderer,


    ich denke, daß der Fürst solche ungewohnten Töne, vor allem in einem Sakralwerk, nicht gewöhnt war. [...] Beethovens Messe sprengt doch an etlichen Stelle die damals noch geltenden Konventionen.

    Genau das hatte ich in meinem kleinen Beitrag gemeint, der eine Replik auf Wilfries Posting war, mich vielleicht aber unglücklich ausgedrückt.

    Wenn ich mal von der Missa Solemnis absehe, die eigentlich für die Verwendung während der Liturgie wegen ihrer Länge ungeeignet ist und deshalb in den Konzertsaal gehört, so sind meine liebsten Messkompositionen eben Beethovens C-dur sowie die Nr. 6 von Franz Schubert.

    Dass Messe-Kompositionen für den liturgischen Gebrauch entstanden - geschenkt. Für mich persönlich spielt das keine Rolle. Ich sehe nämlich in jeder dieser Kompositionen ein Werk für den Konzertsaal oder für ein Kirchenkonzert oder als Geistliche Musik für den Player. Als Protestant ;) kam ich bisher und komme ich zukünftig wahrscheinlich auch nicht in die Lage, an einer liturgischen Messfeier mit der Aufführung einer Messe-Vertonung teilzunehmen...


    :hello:

    Ein interessanter und aufschlussreicher Bericht über ein modernes Bühnenwerk - wenn ich mal des Komponisten "Verweigerung" des Begriffs "Oper" durch einen eigenen ersetzen darf. Deshalb möchte ich Dreamhunter danken. Das "Musiktheater in sechs Szenen" habe ich mir demnächst für den Opernführer vorgemerkt. Es ist eines jener Werke, von dem ich bereits ein erstes Gerüst stehen habe...


    :hello:

    Sehr schön, eine wirkliche Schönheit, garnicht kirchlich.

    Das mit der Schönheit sah, wie hier schon erwähnt wurde, der Auftraggeber ganz anders. Beethovens Adlatus Schindler berichtet, dass Fürst Esterházy gesagt hat "Aber, lieber Beethoven, was haben Sie denn da wieder gemacht?". Wer Haydns Tonsprache gewohnt ist, könnte tatsächlich so denken und reden. Und wenn Du, lieber Wilfried, die Komposition als "garnicht kirchlich" ampfindest (wogegen ich ganz anders empfinde), dann wäre das aus Sicht des Fürsten eine Bestätigung der eigenen Meinung und somit eine Abwertung der Messe. Weil Schindler aber nicht immer eine ernst zu nehmende Quelle ist, will ich das Zitat mal unter "Vorsicht" erwähnen.


    Meine erste CD-Aufnahme der Messe ist mit der Missa Solemnis gekoppelt. Colin Davis dirigiert Chor und LSO, als Solisten sind Christina Edda-Pierre, Patricia Payne, Robert Tear und Kurt Moll zu hören (in op.123 sind Anna Tomowa Sintow als Sopran und Robert Lloyd als Bass eingesetzt). Ich weiß nicht mehr, ob ich diese Messe früher auf LP hatte :(


    :hello:

    Heute zweite Annäherung an eine bisher gescheute Schöne!

    Ich muss sagen, dass ich mich vorher natürlich mit dem Inhalt vertraut gemacht habe, dennoch Schwierigkeiten hatte, dem russischen Idiom Gewinnendes abzuluchsen. Aber - und das ist mir wichtig - die Musik hat mich auch diesmal angesprochen.

    Ich hätte durchaus nichts dagegen, wenn ich eine deutschsprachige Aufnahme hören könnte...


    :hello:

    Naja, dann darfst du das Requiem auch nur halb hören! Oder!?

    Nein, warum denn? Warum soll es "unersetzlich" sein? Ich weiß natürlich, was Du meinst, aber durch Süßmayrs Arbeit haben wir ein komplettiertes Requiem. Und das seine Arbeit zwei Jahrhunderte goutiert wurde, ehe sich in neuerer Zeit einige Koryphäen kritisch damit auseinandersetzten und eminente Fehler entdeckten, macht sie für mich nicht per se schlecht. Prof. Beyers Eingriff in Süßmayers (wohlgemerkt) Arbeit erschien mir damals (und ist es bis heute geblieben) einleuchtend. Von anderen hier genannten Bearbeitungen habe ich gelesen, mich aber nicht mit ihnen beschäftigt. Beschäftigen könnte mich da schon eher Rosettis "Requiem für Mozart" von dem ich zum ersten Mal gehört habe. Da werde ich dann wohl ein paar Euronen investieren.


    :hello:

    Wenn man sich für Mozarts Requiem interessiert........

    .....ist es für meine Begriffe unersetzlich, sich auch für die verschiedenen Fassungen zu interessieren, die einen sagen naja, und die anderen erkennen da schon mehr oder weniger Grosse Unterschiede.

    Für meine Begriffe ist es das nicht. Mich interessiert schon der Komponist und das Werk, aber nicht jeder Bearbeiter und seine Ansicht.


    :hello:

    [...] muss ich allerdings gestehen, dass mir bei sporadischem Hören des Werks nie explizit aufgefallen ist, wenn ich eine nicht-Süssmayer-Fassung hörte.

    Das ist ein wichtiger Aspekt: Die Unterschiede zwischen der Süßmayr- und der Beyer-Fassung werden den meisten Hörern wahrscheinlich überhaupt nicht auffallen, weil der Eingriff Beyers sich dem normalen Ohr nicht erschließt. Selbst beim - wie ich meine - auffällig neu instrumentierten (oder sollte man besser sagen: Rückführung in die originale Gestalt?) "Oro supplex" muss man schon "Kapellmeister-Ohren" haben, um den dezenten Unterschied festzustellen. Ich selber habe den Unterschiede erst durch den Vergleich zwischen den beiden Eulenburg-Noten-Ausgaben hören können.


    :hello:

    Ich musste gestern meinen Beitrag #188 abbrechen, obwohl ich noch einiges anmerken wollte. Im Nachhinein war das vielleicht gar nicht so schlecht, denn es gab mir die Gelegenheit, jenes o.e. Geburtstagsgeschenk, Mozarts Requiem in der Fassung von Prof. Franz Beyer (Thomaskirche Leipzig unter Biller), nach langer Zeit einmal wieder zu hören.


    Und ich muss sagen, dass mir die Aufnahme interpretatorisch gefällt: Orchester- und Chorstimmen sind hervorragend abgebildet. Das Solistentrio Jutta Böhnert (S), Susanne Krumbiegel (A) und Martin Petzold (T) war mir bisher unbekannt, nur Gotthold Schwarz (B) - der nach Georg Christoph Billers Rückzug 2015 heute Thomaskantor ist -, kenne ich von einigen Aufnahmen geistlicher Musik. Nach gstriger Hörsitzung stufe ich sie - wie ich meine, zu ihrem Vorteil - als ausgewiesene Oratorieninterpreten ein, denn sie lassen das dramatisch-opernhafte Singen vor den Thomaskirchenmauern.


    Interessieren könnte mich von den weiter vorn genannten neuen Fassungen des Requiems nur die Robbins-Landon-Version interessieren. Ich muss mal schauen...


    :hello:


    Wenn sich der geneigte Tamino (natürlich auch die entsprechend interessierte Pamina) die ersten Beiträge von B(ig)B(erlin)B(är) durchliest, wird ihm klar werden, dass es dem Threadstarter nicht darum ging, die Lieblingsaufnahmen der Forianer mitgeteilt zu bekommen, sondern herauszufinden, wer sich schon mit dem Thema der Bearbeitungen des Requiems von Süßmayr bis (dato) Robbins-Landon befasst hat, eine entsprechende Einspielung besitzt und dazu etwas sagen kann.


    Nun - ich kenne neben der Süßmayrschen Bearbeitung nur die von Prof Beyer. In den 1970er Jahren hatte ich mal einen etwas längeren brieflichen Kontakt mit Prof. Beyer über das Thema "KV 626". U.a. schrieb er mir am 6. Januar 1975, dass seine Bearbeitung "bereits 40mal aufgeführt worden" sei und durchaus das Interesse der Fachwelt gefunden habe. Weiter heißt es:

    "Die nächste Station wäre, dass eine künstlerisch hochrangige Schallplattenaufnahme auf den Markt käme. Aber die GROSSEN haben ja kaum Zeit für ihre attraktiven Aufgaben, geschweige denn für ein Mozart-Requiem in einem neu erarbeiteten Klanggewand." Ich persönlich habe mir damals ins eigene Ohr geflüstert, dass die Mehrheit schon Intersse hat, die Kosten aber scheut, man deshalb lieber Gewohntes und Bekanntes bietet.


    Ergänzend hat er mir zwei Aufnahmen genannt (empfohlen kann man nicht sagen, weil er sie selbst nur als "einen Anfang in der Verbreitung dieser Neufassung" ansah): 1. BASF mit der "Birnauer Kantorei" und "Harmonia mundi" mit den Tölzern und dem Collegium aureum auf historischen Instrumenten. Prof. Beyers Angebot, mir einen Mittschnitt des ORF von 1971 "gegen Rückgabe" auszuleihen, konnte ich damals aus bestimmten Gründen nicht annehmen.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe mir seinerzeit keine der beiden genannten Aufnahmen zugelegt. Warum weiß ich heute nicht mehr zu sagen, ich nehme aber an, dass mir die damaligen Preise nicht zugesagt haben.


    2005 oder 2006 fand in der Leipziger Thomaskirche eine Aufführung der Beyerschein Bearbeitung von KV 626 unter Biller statt, die von "Rondeau-Production" aufgezeichnet und veröffentlicht wurde. Diese Aufnahme hat mir eine befreundete Familie 2007 zum Geburtstag zukommen lassen.


    :hello:

    Ich bin da kein Purist - wenn in Aufführungen die für Wien nachkomponierten Arien des Ottavio (Dalla sua pace) und der Donna Elvira (Mi tradi quell'alma ingrata mit vorausgehendem Rezitativ) gesungen werden, ist das für mich o.k. Anders verhält es sich mit der Streichung der Leporello-Arie (Ah pietà signori miei) - die will ich nicht gestrichen wissen, um dafür das Duett Leporello-Zerlina (Per queste tue manine) zu hören bekommen. Andererseits ist es für mich kein Sakrileg, wenn man sich streng an die Prager Urfassung hält und alle nachkomponierte Musik wegfallen lässt. Für den ersten Fall ist es die Macht der Gewohnheit, im zweiten Fall wohl Authenzität. Was Mozarts Meinung heute wäre, darf gerne spekuliert werden.


    Übrigens bieten die CD-Einspielungen ja genügend technische Möglichkeiten an; man kann einerseits ungeliebtes überspringen. Außerdem kenne ich zumindest zwei Gesamt-Aufnahmen, die alle nachkomponierten Stücke als Anhang bieten: Naxos (Dirigent Michael Halasz) und Wolfgang Gönnenwein (Ludwigsburger Schlossfestspiele, in deutscher Sprache), wobei mir das Label momentan nicht geläufig ist.


    :hello:


    P.S.: Ich muss mich korrigieren: ich kenne nur eine Aufnahme, die jene für Wien nachkomponierten Stücke als Appendix anbietet, nämlich Naxos (Dirigent Michael Halasz). Wolfgang Gönnenwein hält sich bei seiner Aufnahme von den Ludwigsburger Schlossfestpielen an die Prager Fassung, aber lässt in deutscher Sprache singen.


    :hello:

    Der Gedanke an das persönliche Ende, der Alfred - nach meinem Eindruck - viel zu früh aufgesucht hat, ikommt mir seit ein paar Jahren auch. Ich habe in diesem Thread mal wieder gelesen und mir kam der Gedanke, dass man sich als Verblichener die angesammelten Schätze mit ins Grab legen lassen könnte (was die ollen Pharaonen konnten, sollte doch auch uns möglich sein, na ja, die Grube muss etwas größer sein, Urne geht überhaupt nicht!) - Versorgung für die Zeit bis zum Jüngsten Gerücht - äh, Gericht...


    :untertauch:

    Mir geht es so wie meinem geehrten Vorschreiber Don_Gaiferos. Auch ich habe mir die Gesamtausgabe seinerzeit zugelegt, war auch gespannt, was Zinman mit seinem Zürcher Orchester aufgenommen hat. Kurz gesagt, fand ich es - wieder wie der Don - in vielen schnellen Sätzen wie abgehetzt. Dennoch möchte auch ich die Einspielungen nicht in Bausch und Bogen ablehnen, halte sie im Gegenteil durchaus für Diskussionswürdig und wegen der guten Klangqualität auch nicht für die sprichwörtliche Tonne geeignet. Die beiden Karajan-Einspielungen (Mono aus den Fünfzigern und die aus den Sechzigern), halte ich für hörendwerter, wie auch Wand, Cluytens und Blomstedt. Wahrscheinlich bleibt Zinman in der Reihe von gefühlt hunderttausend Aufnahmen als ein Exot bestehen...


    :hello:

    "Auf Befehl der Kaiserin" ist eine weitere Rarität aus der Feder von Bruno Granichstaedten:




    "I bin wer, I hab' was " · Großes Wiener Rundfunkorchester , Max Schönherr , Gerda Scheyrer , Willi Scherdeck , Hertha Freund , Leonhard Päckl , Marianne Lozal , Ernst Arnold , Franz Böheim , Alice Zlatnik






    :hello:

    Hier ist noch eines weiteren Operettenkomponisten zu gedenken, der kaum noch bekannt ist: Bruno Granichstaedten, dessen Lebensgeschichte zum Nachdenken anregt. "Der Orlow" ist ein Beispiel aus Granichstaedtens frühen Jahren (ein etwas einfallsloses feststehendes Bild sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier ein wunderbarer Ausschnitt zu hören ist):




    Übrigens hat Granichstaedten - neben anderen wie Robert Stolz - auch für das "Weiße Rössl" zwei Einlagen beigesteuert: "Zuschaun kann i net" und "Was kann der Sigismund dafür".

    Manche nennen diese Operette eine "Schnulze" - ich mag aber auch sie. Allerdings geht mir auch die Biografie des Komponisten durchaus nahe:



    Hier sind u.a. Rita Streich, Rupert Glawitsch und Chor und Orchester des NWDR unter Harry Hermann zu hören (1949)

    Einst viel gespielt - so kommt es mir vor, aber wissen tu ich's nicht - heute nur noch auf Scheiben oder (wie hier) bei YT zu hören:



    "Hochzeitsnacht im Paradies"
    von Friedrich Schröder
    Herbert Ernst Groh, Gretl Schörg, Margarete Slezak, Luigi Bernauer;
    Orchester des Berliner Metropol-Theaters, Ltg.: Werner Schmict-Boelcke
    Berlin 1942


    :hello:

    Heute abend diese Aufnahme (von 1993) aus meinem Heimattheater Hagen gehört, und etwas ratlos zurückgeblieben. Ich hörte eine durchaus ansprechende Musik mit einer interessanten Instrumentierung, auch mit einer durchaus gut verständlich singenden Solistenschar sowie einem in kleiner Besetzung tadellos spielenden Orchester - aber einer banalen Geschichte. Der frühere Tamino Liebestraum, ein ausgewiesener Weber-Enthusiast, würde mir jetzt vielleicht widersprechen, ich muss aber sagen, dass mir der "Plot" zu nichtssagend war, als dass ich ihn hätte ernst nehmen können. Da, wie es das Beiheft beschreibt (und Wikipedia es auch bestätigt), die originalen Texte von Joseph Türk verloren gegangen sind, müssen wir den neuen, der bei dieser Aufnahme von Willy Werner Göttig stammt, wohl oder übel so hinnehmen. Roberto Paternostro hat das "Öperchen" für Capriccio eingespielt, kommt dabei aber mit einer CD aus (Marco Polo hat deren zwei), was mich vermuten lässt, dass nur die Musiknummern eingespielt wurden. Diese Aufnahme kenne ich jedoch nicht...

    :hello: