Beiträge von musikwanderer

    Ich kann mich eigentlich an der Diskussion micht beteiligen, weil ich nur das (immer noch als Referenz dienende) Weihnachtsoratorium von ihm habe. Ich kann zumindest sagen, dass ich Schwierigkeiten damit habe, alles "alte" (wie alt es auch immer sei) abzulehnen. Die Vorstellung, den interpretatorischen Ansatz eines Jochum, Klemperer oder auch Mengelberg bei heutigen Aufführungen zu goutieren, ist mir zwar fremd, dennoch gibt es ja offensichtlich einige Musikfreunde, die Gefallen daran finden. Richter ist ja nochmals eine Generation später und als Dokument einer (wenn vielleicht für die meisten auch überholten) musikalischen Epoche für viele noch immer hörenswert.


    :hello:

    Dass der Opernkomponist Otto Nicolai mehr zu bieten hat, als "Die lustigen Weiber von Windsor", habe ich durch diese Aufnahme aus Chemnitz unter der hervorragenden Leitung von Frank Beermann gelernt. Hier stellt sich der Königsberger als kenntnisreicher Belkantist vor, der die Vorlage, Girolamo Maria Marinis Liberetto nach Sir Walter Scotts "Ivanhoe", in eine spannende musikalische Form gegossen hat. Es singen übrigens

    Kouta Rösänen den Cedric, Stanley Jackson den Vilfredo d'Ivanhoe, Judith Kuhn die Ravena, Andreas Kindschuh den Luca, Hans Christoph Begemann den Briano, André Rimer den Isacca und Tina Penttinen die Rebecca. Nicht alle der genannten Solisten gefallen mir, aber der Gesamteindruck lässt mich bei einer Skala von fünf Punkten zumindest 4 geben. Außerdem ist der Chor der Oper Chemnitz und die Robert-Schumann-Philharmonie in Einsatz. Eine interessante Ausgrabung (das Beiheft liest sich zu diesem Asdpekt wie ein Krimi) und lohnende Beschäftigung, die mich dazu bringt, den Verlust von Nicolais übrigen italienischen Opern zu beklagen...

    :hello:

    Meinen Dank an Fiesco (Beitrag 4701), der zum wiederholten Mal eine CD-Kopie in einen Link zum Verkäufer umgewandelt hat. Ich will dazu gerne eine Erläuterung geben:

    Es gibt Angebote beim Werbepartner Amazon, bei denen die ASIN bei mir in kleinerem Schriftgrad angezeigt werden. Bei der Speicherung im Forum erscheint der brühmt-berüchtigte kleine Punkt, den andere, ich aber auch, mit diesem Zeichen versehen haben: ---->

    In diesen Fällen verwende ich dann den Befehl "Kopieren", der natürlich zu keinem Link führt...

    :hello:

    Mir ist aufgefallen, dass recht viele jüngere Leute heute gar nicht mehr unbedingt Privateigentum und Besitz anstreben, auch Absicherung im Alter durch Schaffen von Eigentum materieller Art wie eigenes Haus, Vermögensaufbau, private Zusatzrenten steht nicht hoch im Kurs. Statussymbole wie das neueste Smartphone-Modell sind für viele heute wichtiger als der Besitz einer grossen CD-Sammlung.

    Der von mir gefettete Satzteil lässt mich etwas ratlos dreinschauen. Ich habe - im Gegensatz zu Lehrern beispielsweise - nicht unbedingt einem großen Bekanntenkreis im jugendlichen Alter, habe aber im Verwandten- und Bekanntenkreis viele Kinder zu Erwachsenen heranwachsen sehen und von Ihnen auch so manche Überlegungen und Aussagen mitbekommen. Keine war darunter, die das oben ausgesagte bestätigen könnte. Im Gegenteil: Alle waren darauf erpicht, im Leben etwas erreichen zu wollen, um nicht das, was ältere Generationen als erwartbares Geschehen an die Wand malten, erleben zu müssen - ein finanziell nicht abgesichertes Alterseinkommen. Zusatzrenten sind und waren zu jeder Zeit ein Thema.


    :hello:


    Ein nostalgischer Rückblick, der mich hörend beschäftigt. Ich bin einfach mal mit "Carmen" angefangen und werde mich so peu a peu bis Verdi durchhören. Es ist durchaus angenehm, Operngesang in deutscher Sprache zu hören, aber ehrlicherweise muss man hinzufügen, dass Sopranistinnen und mancher Tenor nicht durchgängig verständlich artikulieren...


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    Das Konzertprogramm für den Monat Februar würde folgendermaßen aussehen:

    Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 99

    Leoš Janáček: Sinfonietta

    Johannes Brahms: 4. Sinfonie e-Moll


    Für den März wird folgendes Konzertprogramm angeboten:

    Claude Debussy: Prélude à l'après-midi d'un faune

    César Franck: Sinfonie d-Moll

    Isaac Albéniz: Iberia (Orchestrierung von Enrique Fernández Arbós)


    Jetzt noch das April-Programm:

    Aaron Copland: Appalachian Spring

    George Gershwin: Piano Concerto in F

    Miklós Rózsa: Ben Hur - Suite für großes Orchester


    Das zehnte und letzte Konzert im Juni sieht so aus:

    Carl Maria von Weber: Ouvertüre "Der Freischütz"

    W.A. Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 450

    Dmitiri Shostakovich: Sinfonie Nr. 8 c-Moll


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    neues Hörbuch â Bertolt Brecht â Galileo Galilei. 2 CDs


    Heute morgen habe ich mal wieder einen Griff in die Schatztruhe des Sprechtheaters getan und mir dieses Stück angehört.

    Die Titelrolle spricht Ekkehard Schall, der Balladensänger ist Peter Aust, dessen Frau Carmen-Maja Antoni (weitere Mitwirkende sind nicht aufgeführt). Hanns Eisler schrieb die Musik. Eine spannende Hörsitzung...


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    Aus dieser Box habe ich mir heute Abend zwei CDs herausgepickt und zwar CD 5 mit den Quintetten

    6 F-Dur

    9 D-Dur

    21 Es-Dur

    und der CD 6 mit den Quintetten

    7 C-Dur

    23 a-Moll

    18 G-Dur

    Es sind richtig schöne und eingängige Kompositionen, die es einem Rekonvaleszenzen leicht machen, Mißlichkeiten des Alltags zu vergessen...

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    Im Januar sieht mein Konzertprogramm folgendermaßen aus:


    Georg Friedrich Händel: Music for the Royal Fireworks

    Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595

    Franz Berwald: Sonfonie Nr. 4 Es-Dur (Naive)


    :hello:

    Hermann Abendroth war ein Dirigent, der eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdiente. In den frühen Jahren der DDR war er ja durchaus so etwas wie ein Aushängeschild des neuen Staates (was ihm üble Polemik in der BRD einbrachte).

    Angeblich hat (ich bin mal vorsichtig, weil ich es mal von einem Kölner Zeitzeugen hörte, aber nicht dabei war) Günter Wand die Bestrebungen Abendroths, an seine Kökner Jahre durch ein neues Engagement anzuschließen, hintertrieben...

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    Was mich vor allem an dem Beitrag von Maestro_Peter gestört hat...

    Diese Arie passt ihm perfekt!

    ......so nach dem Motto, was geht mich das gesinge von >Heute< an!

    Diesen Schluss, lieber Fiesco, habe ich aus Maestro Peters Beitrag nicht gezogen. Und der Schreiber wird das auch nicht so gemeint haben, wie Du es interpretierst. Ich will aber hier keine Exegese betreiben, sondern für mich festhalten, dass ich bei der oben eingestellten Arie nicht von Perfektion sprechen würde - es gibt nun einmal keine perfekte Gesangsstimme (haben Kesting, Henderson und Genossen oft genug betont). Und Traxel hat - so höre ich es jedenfalls - verschiedentlich Schwierigkeiten mit den Koloraturen. Aber so etwas gibt es auch unter den heutigen HIP-Interpreten - weil es eben keine perfekten Sänger (weiblich oder männlich) gibt. Dennoch hat seine Stimme die für mich unverwechselbare Strahlkraft, an der ich ihn immer wieder erkennen kann.


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    Na ja, das mit dem "Unersetzlich" ist so eine Sache. Mit "Original" aber gehe ich konform!


    Grete Weiser ist mir in erster Linie als Quasselstrippe in manch seichtem Film aus der Nachkriegszeit in Erinnerung geblieben. Allerdings beherrschte sie die Szene, ließ manchen Kollegen oder auch manche Kollegin alt aussehen. Mir kommt aber trotzdem nicht der Gedanke an Unersetzlichkeit - nimmt man ihre filmischen Leistungen aus eben jener Nachkriegszeit als Grundlage. Ich bin kein Cineast, weiß folglich auch nicht, welche Filme aus der Großdeutschen Ära (oder noch früher) meine Haltung zu ihr ändern könnten. Was ich aber weiß (wenn auch nur noch in kleinen und unvollkommenen Häppchen), dass Grete Weiser eine starke Bühnenpräsenz hatte, denn ich habe sie in den Sechzigern einmal auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm in einer mir nicht mehr geläufigen Boulevard-Komödie gesehen - und da war sie großartig.


    Weiter oben wurde schon auf Claire Waldoff, geboren in Gelsenkirchen als Clara Wortmann, hingewiesen. Auch sie war die "Berliner Schnauze mit Herz", trotz ihrer Herkunft aus dem Ruhrpott. Ihre Chansons (oder sagt man Couplets?) reißen mich immer noch vom Hocker.


    Edith Hancke dagegen war ja nun echte Berlinerin, die ihre großen Momente - nach meinem Eindruck - in Komödien hatte, da konnte sie ihr Können zu aller Zuschauer Vergnügen voll ausspielen. Die kleine Rolle des kranken Lieschen in Helmut Käutners Verfilmung des Zuckmayerschen "Hauptmann von Köpenick" (mit Heinz Rühmann) hat mich seltsamerweise nicht so angerührt, wie es bestimmt gewollt war. Ich vermute aber, dass das weniger an ihrer mangelhaften Schauspielkunst lag (da war ja auch nicht virel zu schauspielern!), sondern eher an der pipsigen Stimme (durch eine "verpfuschte Mandeloperation" verursacht).


    :hello:

    Auch für den Monat Dezember biete ich nur einen Komponisten auf, nämlich Johann Sebastian Bach:


    1. Magnificat (Erstfassung in Es-Dur, ohne weihnachtliche Einschübe)

    2. Weihnachtsoratorium, Kantaten 1 bis 3


    :hello:

    Als Oktober-Programm mit den Duisburger Philharmonikern habe ich ausgewählt


    Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 504 (Prager)

    Richard Strauss: Sinfonische Dichtung "Tod und Verklärung" op. 24

    Antonín Dvořák: Sinfonie Nr.9 e-Moll op. 95 (Aus der Neuen Welt)


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    Sorry lieber Maestro, wenn das schön ist will ich nie mehr Händel hören! :no:

    So sind die Auffassungen unterschiedlich. Ich habe noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass ältere Einspielungen bei mir nicht nur nostalgische Erinnerungen hervorrufen, sondern dass ich sie für ebenso wertvoll erachte, wie die neueren, der historischen Aufführungspraxis verschriebenen. Und die "Messias"-LP-Kassette, die nemorino eingestellt hat, kenne ich noch aus Jugendzeiten (mein Vater besaß sie und ich habe sie mit einem anderen Cover auch wieder auf CD) und sie war (und ist) für mich immer noch eine der besten Einspielungen dieses Werkes. Ich verkenne nicht, dass man diese Praxis (mit Sinfonieorchester) heute nicht mehr goutiert, ich möchte sie aber trotzdem nicht missen. Übrigens fand die Aufnahme 1962 statt, 1963 starb Prof Karl Forster (dem ich auch eine geliebte Aufnahme der "Schöpfung" verdanke).


    Was nun Traxels Interpretation - siehe Clip oben - aus dem Oratorium Belshazzar betrifft, so empfinde ich seine Stimme heute noch, nein: immer noch, als eine der schönsten deutschen Tenorstimmen des letzten Jahrhunderts.


    :hello:

    Das Werk passt natürlich nicht zur Jahreszeit, aber weil es halt in der letzten Lieferung enthalten war, musste ich es unbedingt jetzt hören. Und ich kann sagen, dass dieses knapp einstündige Opus eine lohnenswerte Ergänzung meiner Oratoriensammlung darstellt. Ferdinando Paer ist dabei mit seiner Musik nicht auf den Spuren von - beispielsweise - Johann Sebastian Bach. Er schreibt nicht niederdrückende Melodien auf das Notenpapier (obwohl Pietro Bagnolis Text eine einzige Klage über den toten Jesus durch Reflexion der engsten Jünger darstellt), aber Paer hat trotzdem den richtigen Ton getroffen, weil er, so will mir scheinen, die Textstellen, die auf den Grund für Jesus Sterben hinweisen, vordergründig in seine Musik geschrieben hat. So betrachtet geht er den gleichen musikalischen Weg wie später Barhms mit seinem "Deutschen Requiem", denn auch dort geht es viel mehr um Trost und Hoffnung...

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    Daraus wird leider nichts werden, lieber musikwanderer. [...] Für das obige Vorhaben müsste ich mir ja alle diese Duftschmid- CDs besorgen, das heißt kaufen. Dieses Geld ist aber schon für Weißwein verplant und für die Essener Philharmonie (davon später mehr).

    Natürlich könnte ich das machen; wenn ich sie dann alle gehört und besprochen habe, schenke ich sie dir zu Weihnachten, dann hast du sie am Hals.:untertauch:

    Den Weißwein musst Du natürlich haben, das sehe ich ein, und die Essener Philharmonie ist - wegen der von Dir so geliebten Alte-Musik-Ensembles - eine Pflicht. Insofern wird es ja nichts aus dem Weihnachtsgeschenk - was ich als "Schade" bezeichnen muss, denn mein Hals ist weit...

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    Das Bessere ist des Guten Feind, dabei war ich zwar immer begeistert von der Fuxschen Komposition, nicht aber vom Clemencic-Consort. Ich meine, dass man hört, dass hier irgendwie Laien am Werk sind.

    Ich ahnte, dass dieser Einwand kommen würde, als ich meinen Beitrag einstellte - ich kenne doch "meinen Pappenheimer"; trotzdem muss man diese Aufnahme der Fux-Werke durch das Clemencic-Consort (ich weiß nicht, ob es überhaupt noch existiert) in einem ihm gewidmeten Thread auch erwähnen.

    Ich empfehle stattdessen die viel schlüssigere und besser gesungene Aufnahme von "Armonico Tributo Austria". Die Leitung hat Lorenz Duftschmid, der ein ausgewiesener Kenner alter Musik ist, denn normalerweise spielt er Gambe bei HesperionXXI von Jordi Savall.

    Ich habe mal auf den Webseiten der Tamino-Werbepartner gestöbert und tatsächlich eine Menge Aufnahmen von "Armonico Tributo Austria" gefunden (das Kaiserrequiem fand ich nicht), kam dann auch zur Webseite des Ensembles, die Interessantes zu lesen bereithält. Es sieht für mich so aus, als müsste man auch diesem Alte-Musik-Ensemble in der Tamino-Reihe eine Thread widmen. Wie wäre es also, dr. pingel?


    :hello:

    Wenn ich Stimmenliebhabers Vorgaben - zehn Konzertprogramme - wähle, denke ich daran, von September des einen Jahres bis zum Juni des folgenden monatlich ein Konzert zu hören. Ich könnte mir vorstellen, das erste mit einem „fröhlichen“ Einstand zu beginnen, beispielsweise mit Musik der Wiener „Sträuße“:

    Johann Strauß: Walzer „Morgenblätter“

    Annen-Polka

    „Czardas aus „Ritter Pásmán“

    Kaiserwalzer

    Polka schnell „Leichtes Blut“

    Ägyptischer Marsch

    Walzer „G’schichten aus dem Wiener Wald“

    Johann und Josef Strauß: Pizzicato-Polka

    Johann Strauß: Perpetuum mobile

    Ouvertüre zu „Die Fledermaus“

    Mit diesem Konzertprogramm ist übrigens Clemens Krauss am 13. August 1939 bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern aufgetreten...

    :hello:


    Ich trage nach, was ich vergessen hatte zu erwähnen: Als Orchester wähle ich jenes aus meiner Nachbarstadt, das ich in vielen Opernabenden, aber auch in ebenso vielen Konzertprogrammen, als hervorragend kennengelernt habe: die Duisburger Philharmoniker.

    Johann Joseph Fux: Requiem / Clemencic by Clemencic Consort


    Diese Aufnahme enthält das so genannte "Kaiserrequiem", eine Totenmesse zu den Exequien der Kaiserinwitwe Eleonora (der Witwe Leopolds I.), die am 5. März 1720 begangen wurde. Fux folgt in der Komposition dem "stilus mixus", der auf jeden Prunk und jede Verzierung - dem Anlass entsprechend - verzichtet. Die Komposition fand großen Anklang, weshalb sie in den Jahren 1731, 1735, 1737, 1739 vollständig, 1736 nur mit der Sequenz daraus gespielt wurde. Die ersten beiden Sätze hat man 1741 zum Totengedächtnis für Karl VI. gespielt und 1743 - aus nicht geklärtem Grund - nochmals zur Gänze aufgeführt. René Clemencic verbindet mit dem Requiem einzelne instrumentale Kompositionen von Fux, die sich dem Ton der Missa pro defunctis in idealer Weise anpassen.

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    Das Label ARTE NOVA hat vor vielen Jahren eine René-Clemencic-Edition herausgebracht, von der ich mir aus Neugierde Vol.2 besorgt habe: Concentus Novi von Johann Kugelmann. Von diesem Komponisten hatte ich noch nie etwas gelesen und gehört, aber Clemencic war mir durchaus ein Begriff aus der "Alten-Musik-Szene". Das hier zusammengestellte Programm besteht aus mehrstimmigen Gesängen und einer kompletten Missa. Clemencic schreibt in seinem Einführungsbeitrag, dass Kugelmanns Sammlung zum schönsten gehört, was der frühe Protestatantismus hervorgebracht hat. In erster Linie sind die Gesänge für den Kirchen- und Schulgebrauch gedacht gewesen. Mein Höreindruck war jedenfalls durchaus positiv - sofern man diese teilweise noch spätgotisch einzuordnende Musik mag. Die verwendeten Blockflöten sind den bei Sebastian Virdung (Musica getutscht und ausgezogen, Basel 1511) sowie Martin Agricola (Musica instrumentalis deudsch, Wittenberg 1529/45) abgebildeten und beschriebenen Instrumenten nachgebaut (Carl Hanson, England 1990). Übrigens ist mein Cover ein anderes, nämlich das typische Bild von Herbert Muckenschnabel...

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    Vom Vokalensemble "Die Singphoniker" hatte ich zwar mal etwas gelesen, gehört habe ich sie nie. Das hat sich nun durch ein "Verschleuderungs-jpc-Angebot" geändert. Und diese CD hat mich wahrlich nicht enttäuscht! Hier präsentiert das Ensemble Orlando di Lassos Motetten und Vespergeänge aus dem kirchenlichen Jahreskreis - und das in einer mich begeisternden Gesangskunst. Die sechs Männerstimmen (Markus Geitner, Counter; Daniel Schreiber, Henning Jensen und Gerhard Hölzle a.G., Tenöre; Michael Mantaj, Bass-Bariton; Christian Schmidt, Bass). Ich entnehme dem Beiheft, dass die Singphoniker vor etwa 30 Jahren von Studenten der Münchner Musikhochschule im Zuge der damaligen Begeisterung für die "Comedian Harmonists" gegründet wurden, gehe aber deshalb davon aus, dass die Gründungssänger wohl nicht mehr dabei sind. Soweit gehen die Informationen im Beiheft leider nicht...


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    Ich habe heute noch einmal zu meinen Hörbuch-Klassikern gegriffen und dieses Schillersche Trauerspiel ausgesucht. Die Sprecher dieser BR-Aufnahme (die auf einer Burgtheater-Inszenierung beruht) sind

    Maria Stuart: Paula Wessely / Melville: Attila Hörbiger / Elisabeth I.: Edith Heerdegen / Hanna: Lina Carstens / Graf Leicester: Paul Hoffmann / Mortimer: Peter Ahrens / Talbot: Kurt Stieler / Burleigh: Erich Ponto / Kent: Ernst Rothmund / Davison: Fritz Strassner / Paulet: Carl Burg / Aubespine: Charles Regnier / Page: Hans Clarin / u.a.


    :hello:

    Auch für mich ist Dermota ein gern gehörter Tenor - wobei ich die Einschränkung machen muss, dass ich ihn nur in Mozart-Partien kenne. Er soll ja 1936 den Zorn (Meistersinger) unter Toscanini gesungen haben, den Steuermann (Holländer), Ruiz (Trovatore), Tebaldo (Don Carlo unter Walter) und noch viele andere Partien seines Fachs. Ich habe gerade noch einmal in einem kleinen Heft nachgesehen und fand meine Erinnerung bestätigt, dass er unter Knappertsbusch den Evangelisten in Bachs Matthäus-Passion für den erkrankten Koloman von Pataky übernommen hat Wie gesagt, in allen diesen Rollen habe ich ihn nie gehört. Und doch fällt mir, wenn ich seinen Namen lese oder höre, immer eine Kritik ein (vor vielen Jahren gelesen, aber zumindest sinngemäß behalten), die ihm bescheinigte, kein technisch perfekter Sänger gewesen zu sein. Ich frage mich, gerade bei dem Thema Anton Dermota, ob es einen rundum perketen Sänger gegeben hat oder jemals geben wird?

    :hello: