Beiträge von 9079wolfgang

    Mein lieber Wolfram!


    Es gibt eine Menge sehr guter und befriedigender Troubadour-Aufnahmen. Auch zwei excellente mit Björling. Als eine der besten und ausgewogensten Aufnahmen erscheint mir eine unter Arturo Basile. In den Hauptrollen Leontyne Price, Richard Tucker, Leonard Warren, Rosalind Elias und Giorgio Tozzi. Chor und Orchester des Opernhauses Rom. Diese Aufnahme ist schwer zu toppen.


    Gruß Wolfgang

    Ich weiß nicht ob dies hierher gehört. Ich war Stammgast in der alten Bonner Oper, dem "Bürgerverein". Es gab hervorragende Opern- und Operetten-Aufführungen. Es waren auch sehr gute Sänger unter Vertrag. Z. Bsp. der südamerikanische Tenor Ray Arbizu, der schwedische Bariton Bengt Wisten oder die ungarische Altistin Magda Tisczay. Diese und andere Sänger gingen mehr auf das Publikum ein. Unvergessen "der Troubadour", "Hoffmanns Erzählungen" oder "die Macht des Schicksals". Diese Aufführungen habe ich wiederholt besucht. Es gab bei den bekannten Arien jedesmal Zugabe, auch in Originalsprache. So eine Athmosphäre vermisse ich heute oft.


    Gruß Wolfgang

    Leider bin ich kein Computerexperte und nicht in der Lage ein Bild einzustellen.


    Trotzdem:
    Jetzt höre ich gerade einen Ausschnitt aus "Die Macht des Schicksals"
    mit der wunderbaren Grace Bumbry, Helga Dernesch, Nicolai Gedda,
    Hermann Prey und Gottlob Frick in den Hauptrollen. Die Leitung hat Giuseppe Patane´ mit dem Chor der Staatsoper Dresden und der Staatskapelle Dresden. Es ist eine Einspielung in deutscher Sprache, an der ich kaum etwas auszusetzen habe.


    Gruß Wolfgang

    Mara Zampieri habe ich in Bonn zweimal gehört. Was ich anfangs als indisponiertheit ausgelegt habe, konnte ich beim Zweitenmal genauso feststellen. Die Stimme klingt mir zu schrill und unangenehm. Als Norma kein Vergleich mit Elena Souliotis oder Maria Callas. Als Lady Macbeth könnte ich die Zampieri vielleicht noch akzeptieren.
    Gruß Wolfgang

    Ja, ich bin tatsächlich ein "Musikverrückter". Nach meiner Scheidung und Verlust eines großen Hauses war anfangs Platz für meine Große Hifi- und Plattensammlung. Jetzt habe ich wieder ein kleineres Haus und eine Familie mit kleiner Tochter, daher wird es jetzt tatsächlich sehr eng. Aber die Musik hat mich in der schweren Zeit über Vieles hinweggetröstet. Aber um auf das Thema zurückzukommen: Boris und Pimenn gleichzeitig, das kriege ich leider nicht hin. Doch diese Partien hätte ich gerne gesungen. Vor Allem, weil ich auch etwas russisch verstehe. Meine kleine Tochter singt auch schon mit, wenn z. Beisp. in "Hoffmanns Erzählungen" die Puppe Olympia ihre Koloraturen singt. Vielleicht kommt da bald eine neue Tebaldi.
    Gruß Wolfgang

    Mein Weg zu klassischer Musik:


    Auch ich bin in dieser Hinsicht vorbelastet. Mein Vater spielte Geige in einem städtischen Orchester. Meine Mutter war eine sehr gute Sängerin und spielte Akkordion. Da ich im Musikunterricht im Internat Blockflöte lernte, war etwa zweimal die Woche gemeinsames Musizieren angesagt. Mein Vater besaß eine sehr große Schellackplatten-Sammlung, die ich mit Begeisterung anhörte und davon fasziniert war. Als ich selber nach der der Lehre und zwei Jahren Beruf ein Gesangsstudium anfing, da waren auf einmal meine Eltern dagegen. Ein fester Beamtenjob im öffentlichen Dienst sei viel sicherer. Obwohl ich, wie ich und auch meine Lehrer meinten, eine gute und umfangreiche Stimme besaß, hörte ich nach etwa 4 Jahren auf. Ich besaß einen großen Stimmumfang und konnte in Nabucco beide Hauptrollen, den Nabucco und den Zacharias singen. Schade. Dafür habe ich heute eine sehr große Schallplatten- und CD-Sammlung, wo ich auf 7 Anlagen täglich meine Lieblinge hören kann.
    Gruß Wolfgang

    RE: Helge Roswaenge


    Meine erste Vinylplatte nach unzähligen Schellacks war eine 45er mit Arien gesungen von Helge Roswaenge. Die bekam ich von meinem Vater zum Geburtstag. es waren das Postillonlied aus dem Postillon von Lonjumeau und die Arie des Lorenzo aus "Fra Diavolo" darauf. Ferner zwei Arien aus "Bajazzo". Die Partie des Lorenzo hat ihm kaum einer so perfekt nachgesungen, vielleicht später noch Anton de Ridder.
    Gruß Wolfgang

    Mein lieber Bernward Gerlach!
    Mir ging es so ähnlich. Schon mit etwa 12 Jahren kam ich durch meinen Vater zum Opern hören. Darunter viele Aufnahmen von Peter Anders. Ich schleppte schon damals viele Schellackplatten mit in unser Wochenendhaus. Dort stand ein Grammophon und dort hörte ich meine Platten. Sehr in Erinnerung ist mir ein Querschnitt aus "Tiefland" geblieben, mit Carla Spletter, Peter Anders und H.H. Nissen. Heute besitze ich natürlich auch eine große Peter-Anders-Sammlung.
    Gruß Wolfgang

    Leider wird, wie ich finde, hier zu wenig auf unvergessene Sänger und Sängerinnen der Vergangenheit eingegangen. Eisabeth Rethberg, mit ihrer herrlichen Stimme, wird nur am Rande erwähnt. Und die unvergessene und leider zu früh verstorbene Meta Seinemeyer möchte ich hier einmal zu Hören empfehlen. Als ausgesprochener Liebhaber von Mado Robin muß ich gestehen, das die Rosine nicht zu ihren Paraderollen zählt. Aber als Lucia (es gibt mehrere Aufnahmen von ihr) in der besten Version großartig. Als "Rosinen" möchte ich hier zum Vergleich noch Miliza Korjus und Maria Ivogün anführen. Sie gehören mit Sicherheit zu den besten Interpretinnen dieser Rolle. Meine liebste "Mezzo-Rosine" ist für mich mit Abstand Theresa Berganza.
    Gruß Wolfgang

    Hallo, Musikkristin!
    Es gibt eine wunderbare Doppel-LP von Ariola mit dem Titel: "Goldene Stimmen". Darin singt Adolf Dallapozza die Postillon-Arie ganz wundervoll mit dem "D"! Es sind auch die schon früher genannten Ludovic Spiess und Anton Dermota z.Bsp. mit der Bildnisarie aus "Die Zauberflöte" darauf zu hören. Gruß Wolfgang

    Mein lieber Fides!
    Viele Künstler sind leider nicht in der Lage, ihre Stimme im Alter selbst
    zu beurteilen und wähnen sich noch im Zenith! Deren Beispiele gibt es Viele. Es seien nur erwähnt: Roswaenge, Schock und Hoppe. Auch Carreras, Bergonzi und Domingo gehören dazu. Wenn ich Domingo am Anfang seiner Karriere und mit heldischer Stimmfärbung als Hüon im Oberon "Von Jugend auf im Kampfgefield" höre, und mit den letzten aktuellen Aufnahmen vergleiche, liegen Welten dazwischen. Wer kann das besser beurteilen als der Hörer. Gruß Wolfgang

    Mein lieber Sven!
    Überwiegend teile ich Deine Auffassungen. Nur bei Tebaldi irrst Du Dich. Sie hat sich nicht gescheut, eine der schwierigsten dramatischen Sopran-Partien zu singen: Die Prinzessin Turandot. Und zwar hervorragend! Und zu Carreras möchte ich noch hinzufügen: Er wurde von Karajan zu der Partie des Arnold in Wilhelm Tell animiert. Da ging ihm im Finale mit den vielen C`s ganz schön die Puste aus. Das war mit Sicherheit nicht seine Glanzpartie und danach hat er diese m.E. nie mehr gesungen. Gruß Wolfgang

    Ja, selbstverständlich! Der Florestan gehörte zu den Partien, die er hervorragend interpretierte. Ich besitze sehr viele Aufnahmen von Patzak, darunter auch die wundervolle "Salome". Auch einige gute Schellack-Aufnahmen gehören dazu. Ich meinte nur, das ich dazu zwiespältige Ansichten habe. Es fehlte seiner Stimme an Volumen und Stimmumfang, die er durch seine Darstellungskunst und sein Einfühlungsvermögen kaschierte. Gruß Wolfgang

    Lieber Alfred Schmidt!
    Es ist hier wie wie so oft: Die Meinungen sind halt verschieden. Ich halte sehr viel von Groh. Mir gefällt sein Timbre. Er hat nicht das "Gequetsche" von Tauber. Ich habe einen Ausschnitt von Carmen, da singt er die Blumenarie wundervoll und leidenschaftlich. Oder in einem Duett Don Alvaro und Don Carlos aus "Die Macht des Schicksals" mit Gerhard Hüsch, kaum zu übertreffen. Genauso zwiespaltig oder zu diskutieren ist meine Meinung über Julius Patzak. Er gehörte zu den Lieblingssängern meines Vaters, der ihn auch persönlich kannte. Er war ein hervorragender Palästrina, Evangelimann und lyrischer Tenor in leichteren Oper-Partien. Seine stimmlichen Mittel waren begrenzt und ich ordne ihn mit Ausnahmen mehr als Operetten-Tenor ein. Gruß Wolfgang

    Es gibt deren Viele! Nur einige Sänger, die mir sehr am Herzen liegen und deren Aufnahmen ich sammele:


    Richard Tucker
    Jussi Björling
    Mario del Monaco
    Anton de Ridder
    Ernst Kozub
    Nicolai Gedda
    Peter Anders
    Fritz Wunderlich
    Franz Völker


    Leonard Warren
    Ludwig Baumann


    Nicolai Ghiuselev
    Jewgenji Nesterenko
    Karl Ridderbusch


    Viele Grüße Wolfgang

    Es gibt viele wunderschöne Aufnahmen bei Philips mit Ernst Kozub, z.Bsp. im Duett mit Melitta Muszely aus "Othello". Es sind auch Wagner-Partien dort vorhanden. Als Ritter Lohengrin mit "Im fernen Land" ist er für mich sehr beeindruckend. Es gibt auch zwei schöne Sängerportraits mit Arien von Verdi und Puccini. Nicht zu vergessen seine Opern-Querschnitte aus "Aida", "La Traviata" mit Rita Streich, "Hoffmanns Erzählungen", "Carmen" und "Margarethe". Gruß Wolfgang

    Ja, leider vermisse ich hier einen wunderbaren "Rundfunktenor", nämlich Herbert Ernst Groh. Er besaß nicht nur eine "Tauber-Änlichkeit" in der Stimme, sondern gefällt mir in vielen Partien sogar besser. Außerdem besaß er nicht wie Tauber nur ein "B", sondern ein makelloses "C". Gruß Wolfgang

    In einer interessanten Kassette mit drei CD von Intercord singt Ludovic Spiess Arien von Verdi aus "Othello", "Ein Maskenball", "Aida", "Der Troubadour", "Ernani", "Luisa Miller", "Macbeth" und "Die Macht des Schicksals". Wobei er mich mit der Arie des Don Alvaro am Meisten beeindruckt. Er singt hier mit viel Gefühl. Interessant ist, daß hier auch sein rumänischer Kollege Vasile Moldoveanu zu hören ist. Gruß Wolfgang

    Leider bin ich als Computer-Eleve erst spät ins Tamino-Forum eingestiegen. Daher kann ich mich jetzt erst dazu äußern. Ich habe Werner Hollweg oft in Bonn gehört und kann Ihnen nur beipflichten. Er war ein hervorragender Hoffmann und als Lionel in "Mertha" hat er mir sehr gut gefallen. In meiner riesigen, leider unsortierten Plattensammlung auf dem Speicher müßten sich noch Aufnahmen von W. Hollweg befinden. Ich kann mich auf jeden Fall an ein Sängerportrait von ihm u.A. mit Mozart-Arien erinnern. Bei Gelegenheit werde ich mal danach suchen. Gruß Wolfgang

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Da ich von sehr vielen Sängern der Gegenwart und Vergangenheit das Postillonlied besitze, habe ich selbstverständlich auch die zwei Traxel-Aufnahmen. Ein hervorragender Interpret dieses Rondos war einer meiner Lieblingssänger, nämlich Anton de Ridder. Ich habe ihn zweimal damit gehört und war begeistert. Leider finde ich meine alte Tonbandaufnahme mit ihm nicht mehr. Und alle alten Bänder durchzuhören fehlt mir die Zeit. Vielleicht gibt es unter Euch Opernfreunden Jemanden, der diese Aufnahme besitzt.