Beiträge von 9079wolfgang

    Da ich gerade eine CD mit Franz Völker höre, schaue ich mal in diesen Thread. Hier ist lange nichts mehr über diesen wunderbaren Tenor geschrieben worden. Ich liebe diese Stimme:


    (Leider gibt es mal wieder Probleme mit dem Einstellen. Bitte auf den Punkt gehen, dann erscheint das Cuver)

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    In Dnipropetrovs oder České Budějovice mögen die Menschen ja begeistert sein, einen Paolo Lardizzone zu hören. Es sei ihnen gegönnt.


    Über dieses abwertende Urteil bin auch ich sehr erschrocken. Ich habe z. Bsp. in Odessa schon einen erstaunlich guten "Troubadour" erlebt. Dieser brauchte sich hinter einer vergleichenden westlichen Aufführung nicht hintenan zu stellen. Die singenden Protagonisten allemal.

    Ich hörte gestern aus gegebenem Anlaß eine wunderbare "Macht des Schicksals" unter Thomas Schippers. Die Besetzung ist phänomenal. Leontyne Price, Richard Tucker, Shirley Verrett, Giorgio Tozzi und Ezio Flagello. Ich habe sie nur in Vinyl, da wohl z. T. keine CD-Ausgabe erhältlich ist.

    Auch ich besitze verschiedene Operettenaufnahmen mit Rudolf Christ. In der Oper SALOME unter Clemens Krauss singt er den 1. Juden. In CAPRICCIO unter Sawallisch singt er den Monsigneur Taupe. Hier hört man ihn in einem Operetten-Duett:
    /ahcVKHZ8TZo

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    nemorino: Nun ein kurzes Wort zu der alten Frage, ob diese Aufnahme mono (wie es auf der Hülle steht) oder Stereo ist?


    Hallo nemorino!


    Harald Kral erklärte mir mal, daß diese Aufnahme in Stereo aufgenommen wurde. Bei mir gibt es einen zusätzlichen Aufkleber ADD Stereo.

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    Natürlich hatten solche drittklassigen Rampen - Brüll - Tenöre wie Pavarotti, Bonisolli, Domingo ect. keine Antenne.
    Genau wie auch die unbedeutenden Taktschläger von Karajan, Mehta, Magiera, unter denen sie gesungen haben. Die hatten auch alle keine Ahnung.

    :thumbsup:


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    Es gibt (bei anderen Musikstücken) noch eine ganze Reihe solcher Freizügigkeiten, und das nicht nur bei Tenören, die man vielleicht sogar schön findet

    z.Bsp. die "Wahnsinnsarie" aus Lucia di Lammermoor (u.A. Sutherland). :yes:

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    Aber verstehen kann ich Deine vehement vorgetragene Kritik über unterschiedliche Interpretationen eines einzigen Tones angesichts vieler Verstöße gegen den Willen des Komponisten zur Aufführung einer gesamten Oper leider nicht. Hier sehe ich die "Unkultur", wie Du es auszudrücken beliebtest, viel deutlicher als in einem einzigen Ton bei Nessun dorma!!!


    Das verstehe ich auch nicht!

    [quote]Caruso41: Dann, lieber Wolfgang, müsste für Dich doch Charles Kullmann der ideale Interpret sein. Er singt die Arie ungemein poetisch und hat ein strahlendes "h" am Ende, bei dem er ganz und gar nicht schreien oder brüllen oder stemmen muss. Er wagt sogar noch ein crescendo auf dem Ton. Da die Aufnahme 1932 gemacht wurde, kann man davon ausgehen, dass er nicht auf die Mithilfe der Tontechniker angewiesen war wie Pavarotti & Co. Die Aufnahme ist in deutscher Sprache, was Du ja magst! Und man versteht jedes Wort!


    Ja, natürlich besitze ich diese Aufnahme. Auch ein hervorragendes Beispiel!

    Lieber Willi!


    Als einer meiner Favoriten ist Mario delMonaco natürlich gesetzt. Ich habe ihn ausgelassen, weil ich die Reaktion einiger Fachleute kenne. "Dieser Brüller"! Aber eine ähnliche, einmalige Tenorstimme habe ich schon lange nicht mehr gehört. Hier eine klanglich bessere Aufnahme:


    /SWkCiOQoWC4

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    Caruso41: Da kann man allerdings auch wirklich anderer Meinung sein.

    Ja, natürlich! Akzeptiere ich unbedingt!


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    Das endlos gehaltene Brüllen des Spitzentones bringt meiner Meinung nach die Arie um ihre poetische Wahrheit. Da überzeugt mich weit eher Antonio Cortis, den Mme. Cortese eingestellt hat. Kalaf tut ja nicht gerade gut daran, nächstens ganz Peking zusammenzubrüllen. Und er muss auch keine Fußball-Mannschaft zum Sieg antreiben!


    Hier sehe ich es so: In Erwartung seines "Sieges" über Prinzessin Turandot kann Kalaf seine Freude kaum zügeln und jubelt "... und der Sieg sei mein"! So würde ich als Kalaf auch meine Vorausfreude laut kundtun und nicht in einem zaghaften Hauch enden.

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    ….. dann gibt es für mich nur einen, und der kam aus Schweden: Jussi Björling!


    Wie Du siehst, habe ich nur deutsch-singende Tenöre aufgeführt. Sonst würden hier noch viele andere Tenöre stehen. :) So, jetzt muss ich mich hier ausklinken, denn ich habe heute noch ein großes Programm.

    Liebe Taminofreunde!


    Ich akzeptiere natürlich Eure Meinungen und diese sind selbstverständlich nicht aus der Luft gegriffen. In einigen Opernrollen finde ich, wie oben schon angedeutet, ihn auch gut. Aber für seine Stimme, die mir immer zugeknöpft klingt und keine große Höhe aufweist (nur bis b´), kann ich mich nur bedingt begeistern. Wenn ich hier die oben aufgeführte Stretta nehme, da sind mir Sänger wie Hopf, Kozub, Kmennt oder Anders doch lieber. Aber das wird immer Ansichts- oder Geschmacksache bleiben.


    Liebe Grüße
    Wolfgang

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    Nemorino: Es gibt noch unzählige andere Opernaufnahmen, die ich empfehlen könnte.

    Ich habe fast Alles von Tauber, auch viele Schellacks.


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    Nemorino: Wer von seinen zahlreichen Nachfolgern, von Gedda und Wunderlich einmal abgesehen, hat es ihm da gleichtun können?

    Sie hatten auf jeden Fall die schönere Stimme! Etwa zeitgleich sangen auch Peter Anders, Marcel Wittrich und Herbert Ernst Groh.


    Liebe Freunde! Ich habe nur versucht zu erklären, dass ich bei Richard Tauber hin- und hergerissen bin. (Ähnlich ergeht es mir bei Julius Patzak). Einerseits gefällt er mir als Mozarttenor und in Operetten. Andererseits ist er keinesfalls ein Tenor für Verdi, Donizetti u. A.. Seine Gesangstechnik und seine fehlenden Spitzentöne (Falsett) lassen keine andere Bewertung zu.

    Schon vor langer Zeit gestorben, aber bei mir unvergessen, Richard Tauber. Obwohl seine Art zu singen nicht immer meine Anerkennung findet, gefällt er mir in verschiedenen Mozartpartien sehr gut. Sein Metier war meiner Meinung nach doch die Operette. Ich höre gerade zu Ende folgende Aufnahmen: