Beiträge von JoeBroesel

    Hi,


    Zusammenfassung: nach ca. 1 Jahr habe ich ungefähr die Hälfte meiner Klassik-CDs gehört.



    George Antheil: The Lost Sonatas
    Guy Livingston spielt Klavier. Eine Aufnahme von 2003. Manufactured in Austria, printed in Germany (das CD-Booklet), recorded in Paris. Ausführliches Booklet über G. Antheil.
    Es gibt Klavierstücke, die gefallen mir gar nicht, und welche, die mir auf Anhieb gefallen. Zu den letzteren gehören diese Stücke. Sie haben mir auf Anhieb gefallen. Es gibt Rhythmus, Tempo, Melodien, Wiederholungen, Steigerungen, Dramatik, Strukturen etc., aber halt ganz anders als wie z.B. bei Bach oder Beethoven. Die „Musik“ nimmt immer wieder unerwartete Wendungen, aber so, dass es mir gefällt.
    Zitat CD-Booklet: „Die „verlorenen Sonaten“ waren nie wirklich ganz verloren, aber sie sind auch nie ganz gefunden worden.“


    George Antheil: A Jazz Symphony for piano and orchestra (1927)
    Außerdem auf der CD “Piano Concerts of the ‘20s Vol II ist noch
    - Concerto for Piano and small orchestra (1923) von Erwin Schulhoff (1893-1942)
    - Concerto in F for piano and orchestra (1925) von George Gershwin (1898-1937)
    Eine Aufnahme von 2003, es spielt das Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin, Wayne Marshall, Gunther Schindler, Michael Rische (Klavier)
    Das Concerto von Erwin Schulhoff ist eine Mischung aus Gustav Holst für Klavier und einem türkisch angehauchten Ferdé Grofé, und hat viele interessante Stellen.
    Die Jazz-Sinfonie von G. Antheil bietet in ihren 12 Minuten viele Abwechslungen. Wild-West-Melodien, Musical-Stilmäßige Musik, Zirkusmusik, Slapstickmelodien, Sachen, die als Untermalung von Stummfilmen gut dienen könnten, Vieles aus den Zwanzigern ist da, nur Jazz finde ich keinen. Trotzdem hört sich das alles gut an, vielleicht weil es so abwechslungsreich ist.


    Einem eingefleischten Klassiker würde ich die Scheibe nicht empfehlen.



    George Antheil: Ballet Mécanique. (1926, überarbeitete Fassung von 1953)
    Auf dieser CD ist noch die „Serenade für String Orchestra No. 1“, und die 11 Minuten lange 5-Minuten-Sinfonie „Symphony for Five Instruments“ und das „Concert for Chamber Orchestra“.
    Zu den einzelnen Werken:
    „Ballet Mécanique“: (Für 16 Klavierspielautomaten, Flugzeugpropeller, Schlagzeug und Sirene.) Ja, das ist schon relativ wild. Ich habe es mir bestimmt 6 mal angehört, und kanns geistig immer noch nicht „auswendig“. So lange habe ich nicht mal beim Sacre-du-Printemps gebraucht, also ein relativ schwerer Zugang. Das Stück ist relativ flott und ich würde es jedem aufgeschlossenen Klassikhörer empfehlen. Ich weiß nicht, ob es davon auch Ballet-Aufführungen gibt, würde sowas aber ansehen, wenn es das gäbe. Es hat mir gefallen.
    „Serenade für String Orchestra No. 1“: Der Titel „Serenade“ stimmt mich ein auf: Oberflächliche Musik, viele Streicher, mediterranes Ambiente. So ist es hier auch, aber nicht im negativen Sinn, sondern im positiven Sinn, eine nette Streicher-Serenade.
    „Symphony for Five Instruments“: Für eine Sinfonie fehlt mir hier irgendwas, und irgendwo kommt eine Polka-Melodie, oder vielleicht bilde ich mir das ein. Auf jeden Fall finde ich das Werk als Sinfonie nicht besonders gelungen. Bevor sich eine Melodie herauskristallisiert hat, ist der Satz vorbei. (Dauer des 3. Satzes 2 Minuten 30 Sekunden).
    „Concert for Chamber Orchestra“ Im Prinzip eine Fortsetzung der Sinfonie. Ich habe den Ende der vorherigen Sinfonie und den Anfang des Concert kaum bemerkt. Für ein 15-Minuten langes Konzert bemängle ich die fehlende Struktur bzw. Entwicklung (S&E). Es mag ja eine S&E da sein, aber ich habe keine gefunden. Im Booklet steht, dann die Erklärung dafür (eng verknüpft mit diversen andern Werken, die ich geistig nicht parat habe), also im Prinzip mein Fehler, wenn ich das bemängele. Außerdem meiner Meinung nach zu viele 12-Ton-Anklänge, die mir nicht gefallen.


    Reprise Elliot Carter: Symphony No. 1, Piano Concerto, Holiday Ouverture
    Diese Stücke habe ich mir ja schon mal angehört. Jetzt habe ich sie mir noch mal angehört, komme aber zu keinem großartigen anderen Urteil. Ich kann mich für diese Musik nicht begeistern. Die Sinfonie und die Ouverture gehen ja noch, aber mit dem Klavierkonzert kann ich nichts anfangen, das ist mir einfach zu kompliziert.


    Herbert Henck: Piano Music: Conlon Nancarrow, George Antheil
    Aufnahme von 2001, mit den folgenden Stücken:
    Conlon Nanwarow: Three 2-part Studies, Prelude, Blues
    George Antheil: Sonatina für Radio, Second Sonata The Airplane, Mechanisms, A Machine, Sonatina (Death of the Machines), Jazz Sonata, Sonata Sauvage, Little Shimmy.
    Kurz gefaßt: Mir gefällt alles von dieser CD!


    Jetzt geht es wieder weiter mit Mahler, Sinfonie Nr. 3 und der Uri-Caine-CD: Urlicht (Primal Light)

    Hi,
    tut mir leid, mit 5-Minuten Sinfonien kann ich nichts anfangen. Mozart und Haydn sind auch nicht grade meine Lieblings-Sinfonie-Schreiberlinge. Das ist vor allem Gustav Mahler. Die 8. von Beethoven: ist schon eine Sinfonie. Wenn ich so zurückdenke, als ich sie im Rahmen dieses Themas gehört habe, habe ich die Stücke noch nicht so ausführlich beschrieben, aber ich hätte nicht allzu viel drüber geschrieben.


    5-Minuten-Sinfonien: Wie soll denn da die Themenvariation funktionieren? Die Wiedererkennung eines Themas an anderer Stelle, anderer Tonlage, anderer Geschwindigkeit? Wie können sich die einzelnen Themen miteinander gegeneinander auseinandersetzen?
    Bei 5 Minuten muss das ja alles gleichzeitig passieren.
    Bis ich mich auf den Anfang eingestellt habe, ist die Sinfonie vorbei.
    Wie soll bei einer 5-Minuten-Sinfonie eine hypnotische Wirkung erzielt werden?
    Viele Fragen, für die ich nur die Antwort habe: Eine Sinfonie muß wesentlich länger als 5 Minuten sein. Und: Mißtraue jedem, der mehr als z.B. 20 Sinfonien geschrieben hat, oder mehr als eine Sinfonie pro Jahr.


    Zu Philip Glass: Für den einen sind seine Sinfonien "ausgelutscht und banal", für einen anderen (z.B. mich) ist es grade das Einfache und Elementare seiner Ur-Melodien, was die Stücke von Glass so anziehend macht. Grade seine Sinfonien finde ich mustergültig.
    5-Minuten-Sinfonien: Da hätte Philip Glass ja Hunderte von 5-Minuten-Sinfonien geschrieben...


    Ich bin halt anders als die Anderen. :)

    Hi,


    Gustav Mahler The Kaplan Mahler Edition


    Auf dieser Doppel-CD sind die folgenden Werke:


    Das Adagietto aus der 5. Sinfonie, aufgenommen 1991, die Mahler Piano Rolls, die Sinfonie Nr. 2, ca. 150 Fotographien, Bilder und Zeichnungen, (CD-ROM-Teil), darunter auch welche von G. Mahler, und die Aufzeichnung von Erinnerungen von Leuten, die Mahler noch gekannt haben, außerdem die komplette Partitur der 2. Sinfonie und dazu noch ein über 100 Seiten umfassendes Booklet mit der Geschichte des Welte-Mignon, Faximilie mit Teilen der 2. Sinfonie, einigen Bildern, so seines Komponierhäusels, und ein Abdruck vieler Briefe, allerdings alles rein auf Englisch.


    Die Stücke im Einzelnen:
    Das Adagietto: sehr schön gespielt.
    Die Klavierrollen: Ging heut morgen übers Feld, Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald, 4. Satz der 4. Sinfonie, 1. Satz der 5. Sinfonie: Es gibt ja teilweise Zweifel, ob er das selber gespielt hat, weil es viele kleinere, ja Fehler möchte ich es nicht nennen, also Unterschiede zu den veröffentlichten Werken gibt. Ich höre mir die Stücke jedoch an mit der Überzeugung, dass er sie selbst gespielt hat. Es gibt einige Störgeräusche in der Aufnahme von 1992. Ich habe noch eine andere CD mit den Welte-Mignon-Stücken, die kommt später.



    Gustav Mahler Sinfonie Nr. 2


    1. Fassung: Gilbert Kaplan, London Symphony Orchestra, Benita Valente, Maureen Forrester, Ardwyn Singers, BBC Welsh Chorus, Cardiff Polyphonic Choir, The Dyfed Choir, John Hugh Thomas als Chorus Master, von 1987. Technische Qualität 1a.
    Mit Haitink auch hier als Maßstab muss ich sagen, dass das Tempo manchmal zu schnell ist, es ist auch nicht verspielt genug, so z.B. beim 3. Satz (Hobbit-Melodie). Der Satz ist bezeichnet mit „In ruhig fließender Bewegung“ und nicht mit „flott dahinfließen“. Er ist einfach zu schnell. Zum Gesang: Gut, aber nicht himmlisch genug. Stellenweise nicht genügend Zurückhaltung. Das letzte Quäntchen fehlt. Die Solo-Geige dazu zu zigeunerisch.
    Laufzeit 83:17 (auf 2 CDs)


    3. Fassung: Otto Klemperer, Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks, Heather Harper, Janet Baker, eine Live-Aufnahme vom 29.1.1965 aus dem Herkulessaal der Münchener Residenz.
    Hat relativ viel Hall, und ab und zu ein paar ungewollte Geräusche, klingt aber für ihr Alter sehr gut. Die Restauratoren haben wirklich volle Arbeit geleistet.
    Ich hätte auch Klemperer nicht zugetraut, dass er in so hohem Alter noch so dirigieren kann, dass es mir so gut gefällt, einmal habe ich eine Fernsehaufzeichnung einer Beethoven-Sinfonie unter Klemperer gesehen, da haben die Musiker gespielt, und er hat in der Partitur rumgeblättert, weil er nicht mehr weiß, wo er war. Wenn ich aber diese Sinfonie hier anhöre, dann hat er sich damit rehabiliert.
    Was ganz anders ist als bei allen anderen Interpretationen ist die Lautstärke der Sängerinnen im Verhältnis zum Orchester, eigentlich viel zu laut, doch mir gefällt es auch so.
    Im CD-Booklet steht, dass Klemperer unter Mahler selber noch im Orchester mitgespielt hat (die Trommel hinter der Bühne) etc.
    Laufzeit 79:43 (auf einer CD)


    4. Fassung: Seiji Ozawa, Saito Kinen Orchestra, Emiko Suga, Nathalie Stutzmann, Shinyukai Choir, Shin Sekiya
    Eine technisch perfekte Aufnahme von 2000, aber dass es eine Live-Aufnahme ist, das merkt man erst am Schluß am Applaus.
    Eine perfekte Interpretation. Ich verneige mich vor den Musikern und den Dirgenten.
    Laufzeit 80:54 (auf einer Stereo-SACD)


    5. Fassung: Andrew Litton, Dallas Symphony Orchestra and Chorus.
    Eine Live-Aufnahme von 1999, mit relativ hohem Hintergrundgeräusch, aber ohne Schlußapplaus, also entweder gut aufgenommen und ausgeblendet, oder...
    Nett finde ich, daß im Booklet die Namen aller Musiker aufgeführt sind. Schlecht finde ich, dass das Werk auf 2 Scheiben aufgeteilt ist. Nicht, dass mich der Hexenschuss, an dem ich grade arbeite, so arg behindert, dass ich die Scheiben nicht wechseln könnte, nein, diese Aufteilung ist überflüssig. Egal welche Gründe man hierfür anführen kann, ich lasse sie nicht gelten. Das Medium SACD muß das auch auf einer Scheibe können. Zumal das nur eine Stereo-Aufnahme ist.
    Zur Interpretation: Hier fehlt einfach der Pfiff, den die Ozawa-Aufnahme hat. Es liegt vielleicht auch an der technischen Qualität, der Mikrophonaufstellung, am Mischer, am Toningenieur, zu viel verschwommene Bässe bzw. ungünstiger Hall bei den tiefen Frequenzen etc., auf jeden Fall ist in Summe irgendwo was falsch gelaufen. Im Vergleich mit Ozawa nur Durchschnitt.
    Laufzeit 82:55 auf zwei Stereo-SACDs.


    6. Fassung: Gilbert Kaplan, Wiener Philharmoniker, Latonia Moore, Nadja Michael, Wiener Singverein, Johannes Prinz, vermutlich eine Aufnahme von 2003. Als Vorlage soll eine überarbeitet Fassung gedient haben, mit andern Tempovorgaben etc. Meiner Meinung nach schon ist das jetzt viel zu langsam. Mir gefällt es so nicht. Auch ansonsten gefällt mir die Fassung nicht so besonders, es fehlt jeglicher Pep, und unbekannte Töne an vielen Stellen, ohne Grund. Auch der Gesang: Schrecklich. Also nicht die Sänger, sondern das Lautstärkeverhältnis zum Orchester, und der viele Hall.
    Da haben die Tonmeister geschlampt.
    Über die Verteilung der Sinfonie auf 2 SACDs habe ich mich ja schon weiter oben mal ausgelassen.
    Laufzeit 85:52 auf zwei Multi-Ch-SACDs


    7. Fassung: Eliahu Inbal mit dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, eine Aufnahme von 1985, Preis damals 6000 Yen, Chor des Norddeutschen Rundfunks, Dale Warland Singers, Helen Donath, Doris Soffel
    Meiner Meinung nach wieder Tempofehler, langsam ist „zu langsam“, dann zu schneller Wechsel zu „schnell“, und schnell ist „zu schnell“. Aufnahmequalität: sehr präsent klingende Geigen, etwas zu laute Becken, sie sind zu sehr im Vordergrund. Bis auf die Becken klingt es meiner Meinung nach recht ordentlich. Den Gesang der Solisten finde ich nicht 100%-ig gelungen, den Chor finde ich besser.
    Bedingt durch die Aufnahmetechnik gibt es hier an leisen Stellen wieder relativ viele Nebengeräusche.
    Laufzeit 85:02 auf 2 CDs


    8. Fassung: Bernard Haitink mit dem Concertgebow Orchestra, zusätzlich Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“, Jessye Norman, John Shirley-Quirk, Elly Ameling, Aafje Jeynis, Netherland Radion Chorus, Carel Laôut. Aufnahme der Sinfonie von 1968, der Lieder von 1976.
    Die Lieder an sich sind einfach schön, und hier haben wir eine perfekte Inszenierung. Ebenso bei der 2. Sinfonie. Alles ist harmonisch, himmlisch. Sowohl der Gesang als auch die Stimmen der Sänger passen perfekt zum Orchester und zur Stimmung. Wenn es mal schnell wird, einfach richtig, nicht zu schnell, und nicht zu langsam. Haitink hat immer das richtige Ohrenmass, egal ob es ums Tempo, um die Sängerauswahl, oder die Tontechniker geht. Das richtige Orchester hat er außerdem. Trotz des leichten Rauschens und der nur mittleren Dynamik, bedingt durch das Alter der Aufnahme auf Tonband und danach auf CD ist das für mich die gelungenste Aufnahme der 2. Sinfonie.
    Laufzeit der Sinfonie 82:13 auf 2 CDs (zusätzlich dazu dann noch die Lieder)


    9. Fassung: Michael Tilson Thomas, San Francisco Symphony, Isabel Bayrakdarian, Lorraine Hunt Lieberson, Vance George, San Francisco Symphony Chorus.
    Eine Aufnahme vom Juni 2004. Die technische Qualität dieser Aufnahme ist erschreckend. Da merkt man auf einmal, wie es klingen kann. Wenn man das nicht einigermaßen laut spielen kann, dann kann man die Dynamik der Aufnahme gar nicht beurteilen. Allerdings habe ich z.B. im 2. Satz stellenweise leise Knistergeräusche, hauptsächlich hinten, die Ursache ist mir noch unklar, obs an meiner Anlage oder der Aufnahme liegt, ich kann aber damit leben.
    Zur Interpretation: Wie man an der Laufzeit von über 88 Minuten sieht, lässt er sich Zeit, meiner Meinung nach zuviel Zeit. Vieles Langsame ist zu langsam. Wenn es schneller wird, dann wird es meiner Meinung nach wieder zu schnell, nicht nur im Vergleich zur Langsamkeit vorher, sondern auch absolut gesehen. Teilweise wird manchmal ein paar Takte lang aberwitzig schnell gespielt, und hinterher schläft er dagegen fast ein.
    Zum Gesang und zu den Sängern: Den Sängern fehlt meiner Meinung nach das Himmlische.
    Ein interessantes Detail des CD-Booklets: Der erste Geiger Alexander Barantschik spielt auf einer Geige von 1742 „Guarnerius del Gesù“, einer Leihgabe des Fine Arts Museum of San Francisco, unter Barantschik bzw. „Guarnerius del Gesù“ steht auch im Wikipedia etwas über die Geschichte dieser Geige und den Geiger.
    Zur 2. Sinfonie gibt es noch eine DVD mit einem „Making of the Mahler Project“ und vielen andern Bonus-Filmchen.
    Zu San Francisco Symphony: Voller Neid blicke ich immer wieder auf deren Spielplan.
    Laufzeit 88:02 auf 2 SACDs. Was mir grade hier nicht gefällt: Trotz SACD auf 2 Scheiben aufgeteilt. Das hätte man vermeiden können, sowas regt mich immer auf, wenn ich mitten im Stück die Scheibe wechseln muß. Außerdem gehört die Gesamtlaufzeit auch ins Booklet, ich habe sie nicht gefunden und wie bei so vielen anderen ausrechnen müssen.



    Als Nächstes werde ich vor der 3. Sinfonie noch einige amerikanische Klassiker hören.

    Hallo Milosz,
    nein die Dynamik ist es nicht. Bei der Lautstärke brauche ich tagsüber bedingt durch die Lage meines Musikzimmers keine Rücksicht auf die Nachbarn nehmen, nur abends und nachts, und da auf die eigene Familie.

    Hi,
    die folgenden Scheiben mot Stücken von Geroge Antheil sind inzwischen eingetroffen:


    1. Piano Concertos of the 20s Vol II mit der Jazz Sinfonie for Piano and Orchestra
    2. Ballet Mécanique
    3. the lost sonatas
    4. Die CD wo Herbert Henck spielt.


    Jetzt muß ich mir sie nur noch anhören, das tue ich, wenn ich mit der 2. Mahler Sinfonie durch bin, das kann nicht mehr lange dauern.


    Allerdings:
    Gestern ist dann noch das Requiem von Verdi in der Aufnahme vom Gasteig mit Placido Domingo als Dirigent gekommen, als CD und DVD. Ich war ja dabei, im Konzert, das da aufgenommen wurde, und das hat jetzt erstmal Vorrang.

    Hallo Robert Stuhr,
    danke für deinen interessanten Beitrag.


    Es geht weiter im Anhören:


    Gustav Mahler Werk allgemein
    Ich habe auch einige Videos, die mal irgendwann später noch mal drankommen:
    - Leonard Bernstein, Sinfonien 1-10 und Lied von der Erde,
    - Georges Bressonet, Lied von der Erde und Kindertotenlieder
    - Sir Simon Rattle, Sinfonie Nr. 5,
    - Semyon Bychkof, Waltraud Meier, Lied von der Erde
    - Claudio Abbado, Sinfonie Nr. 2,
    - Claudio Abbado, Sinfonie Nr. 9,
    - Zdenek Kosler, Sinfonie Nr. 1
    - Spielfilm: To Live, I Will Die.
    - Ken Russell’s Mahler
    An Schallplatten habe bzw. hatte ich auch noch einige, so z.B. die Gesamtaufnahme von Sir Georg Scolti (gefiel mir nicht besonders), einige von Rafael Kubelik (na ja, etwas abgehackt), und vereinzelte Andere.
    Hier jedoch die CDs, SACDs und DVD-As. Bei der Laufzeit bin ich mir unsicher, ob ich sie angeben soll, weil es zum Teil mehrere Bearbeitungen gibt, und ich möchte ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, ich gebe sie trotzdem an, weil man dann zumindest einen Anhaltspunkt hat.


    Gustav Mahler Sinfonie Nr. 1


    1. Fassung; Maurice Abravanel, Utah Symphony Orchestra, 5.1 DVD-A, Aufnahme von 1974, Wechsel von langsam nach schnell oft übertrieben, und schnell ist zu schnell. Technische Qualität gut, angesichts des Aufnahmejahrs, ansonsten gefällt mir diese Aufnahme von allen Weiteren am wenigsten.
    Laufzeit 48:57.


    2. Fassung: Von Bruno Walter umgeschriebene 4-händige Klavierfassung, gespielt vom Prague Piano Duo: Zdenka und Martin Hrsel.
    Ich finde diese Fassung Spitze, in jeder Hinsicht. Es handelt sich außerdem um eine Multi-Ch-SACD, den Grund hierfür kann ich allerdings nicht nachvollziehen.


    3. Fassung: Eliahu Inbal, RSO Frankfurt. Aufnahme von 1985. Auf der CD steht noch drauf: 3300 Yen.
    Insgesamt relativ schnell, teilweise auch zu schneller Wechsel von langsam auf schnell, d.h. übertrieben schnell. Bei der Aufnahme wurde irgendeine unübliche Technik verwendet, deshalb klingen manche Instrumente etwas „seltsam“, im Vordergrund, obwohl sie weiter hinten sind, was aber insofern wieder positiv ist, als die Aufnahme für mich sehr „frisch“ klingt, auch die Dynamik der Aufnahme ist erschreckend gut, besonders beim Herzanfall fällt das auf. Ich würde diese Aufnahme „unerbittlich“ nennen.
    Laufzeit 54:46.


    4. Fassung: Polish National Radio Symphony Orchestra (Katowice) Michael Halász, incl. des ursprünglichen 2. Satzes „Blumine“
    Eine Aufnahme von 1993. Gefällt mir sehr gut. Es wird nicht so übertrieben wie bei Abravanel. Störend ist hier das Abspielgeräusch meines CD-Spielers, die CD scheint irgendeine Macke zu haben, und so gibt der Player dauernd so säuselnde Geräusche von sich, das ist vor allem bei den leisen Stellen zu hören. Beim Vergleich mit der Inbal-Fassung fällt die geringere Dynamik und Frische der Aufnahme auf. Es fehlt halt immer das letzte Quentchen, das der Inbal hat, und kaum ein anderer.
    Zum Blumine-Satz: Er klingt ganz anders, so als ob er nicht dazugehört, weil ich die 1. Sinfonie eben schon so oft in der herkömmlichen Reihenfolge gehört habe. Auch nach ein paar Mal Blumine anhören finde ich nicht, dass Blumine dazugehört. Stellenweise erinnert er mich an spätere Werke, manche Passagen würden in die 6. Sinfonie passen.
    Laufzeit 53:14 ohne den 7:15 langen Blumine-Satz.


    5. Fassung: Bernard Haitink, Concertgebow Orchester Amsterdam, von 1972.
    Meiner Meinung nach die schönste Interpretation. Die Tempi und Tempi-Wechsel, die Lautstärke, alles passt perfekt zusammen. Keiner hat so eine harmonische Ader wie Bernard Haitink. Das gilt ebenso für die anderen Haitink-Mahler-Sinfonien, das kann ich hier schon mal vorwegnehmen. Da brauche ich nicht mal die höhere technische Inbal-Qualität der Aufnahme, hier genügt mir die Musik. 1. Satz: Ich finde, hier kann das Thema der 4. Sinfonie schon mal rausgehört werden. Bei den Fassungen anderer Dirigenten fällt mir das nicht so auf.
    Laufzeit 56:14


    6. Fassung: Bernard Haitink Berliner Philharmoniker, von 1987.
    Stellenweise merke ich, dass diese Fassung langsamer ist. Aber selbst in diesem langsameren Tempo bleibt Haitink in sich konsequent, er kompensiert zwar stellenweise durch etwas höheres Tempo, aber es passt zusammen.
    Im Vergleich zur vorherigen Aufnahme, die ja sehr viel Rauschen hat, und dieser, mit sehr wenig Rauschen, fallen mir trotzdem noch weitere große Unterschiede in der Aufnahmetechnik auf: Die meisten Instrumente der Concertgebow-Aufnahme klingen viel präsenter als die der Berliner-Aufnahme. Im direkten Vergleich liegt über der Berliner Aufnahme ein Schleier, der vieles verdeckt, so als würde man hinter einem Vorhang spielen, während die Concertgebow-Aufnahme trotz ihres Rauschteppichs auch die hinteren Instrumente besser bringt. In der Berliner-Aufnahme klingen nur einzelne Instrumente im Vordergrund mal so richtig präsent, der Hintergrund flacht ab. Mir ist das aber erst richtig im direkten Vergleich aufgefallen.
    Laufzeit 57:02


    7. Fassung: Riccardo Muti, Philadelphia Orchestra
    Eine Aufnahme von 1984, d.h. aus den Anfängen der CD überhaupt. Man merkt es des vergilbten CD-Booklet an, dass es schon einige Zeit auf dem Buckel hat. Im Vergleich mit den neueren Aufnahmen kann ich bei diesen keinen großen technischen Fortschritt erkennen, außer bei der noch folgenden SACD vom SFO.
    Eine recht anständige Aufnahme, gefällt mir sehr gut. Es gibt natürlich Unterschiede zu meiner Lieblingsaufnahme, der Haitink-Concertgebow-Aufnahme, aber die spielen keine große Rolle.
    Laufzeit 56:28


    8. Fassung: Leonard Bernstein, New York Philharmonic
    Eine Aufnahme von 1966, die ich als Stereo-SACD habe. Auch hier merkt man am Rauschen und an den Nebengeräuschen, dass es sich um eine ältere Aufnahme handelt.
    Auch hier gefällt mir das Tempo nicht so recht. Wenn es mal schneller wird, dann übertreibt er meiner Meinung nach. Ein Musterbeispiel für zu schnell ist z.B. das Ende des 1. Satzes. Das klingt grausam! Die langsamen Passagen sind dagegen vollkommen in Ordnung.
    Laufzeit 52:45


    9. Fassung: Michael Tilson Thomas, San Francisco Symphony
    Eine Multi-SACD-Live-Aufnahme 2001, es werden demnach hohe technische Erwartungen an diese Aufnahme gestellt, andererseits haben Live-Aufnahmen immer Nebengeräusche, die grade an den leisen Stellen manchmal stören, so auch hier. Ansonsten technisch perfekt. Endlich mal Pauken, die nach Pauken klingen und nicht nach umgedrehten Suppentöpfen, wie oft bei den Berliner Philharmonikern unter Karajan J . Die Dynamik des Mediums SACD scheint mir hier gut ausgeschöpft zu sein. Man ist ganz nah am Orchester, so ungefähr an der Dirigentenposition, alle Instrumente sind so gut zu hören wie bei kaum einer andern klassischen Aufnahme einer Sinfonie. Es gibt im Prinzip auf kaum Tempo-Fehler.
    Laufzeit 56:20


    Wie man auch später sehen kann, gefallen mir am Besten die Fassungen von Bernard Haitink. Bei der 4. Sinfonie mit Elly Ameling dann wird das Pendel dann soweit in Richtung Haitink ausschlagen, dass die anderen Dirigenten keine Chance mehr haben. Einzig Michael Tilson Thomas mit dem SFO aufgrund seiner technischen Perfektion kommt ihm noch nahe, alle anderen sind relativ weit abgeschlagen. Die SFO-Aufnahmen auf SACD haben nur einen Nachteil, den ich dann bei der 2. Sinfonie erklären werde.

    Hallo Kurzstueckmeister,
    bei amazon habe ich gefunden:


    1 Exemplar(e) von: American Classics - George Antheil (Ballet Mecanique) [AUS-Import] [Audio CD]
    Von: Philadelphia Virtuosi Chamber Orchestra (Künstler), et al für 6,99 Euro


    Die Herbert Henck - Piano Music habe ich dann bei jpc gefunden, und auch gleich bestellt. Das muß ich mir anhören: Musik für Klaiver und andere Tasteninstrumente.

    Hallo Kurzstueckmeister,
    der Zugang zu solchen Stücken (Carter) ist für mich nicht so leicht, ich muß dazu in der richtigen Stimmung sein - das war ich beim anhören nicht, zumindest nicht so richtig. Ich werde mir daher das Piano Concerto nochmal anhören, vielleicht finde ich ja den Draht dazu.


    Außerdem:
    Das Ballet mecanique habe ich bestellt, aber Klaviersonaten finde ich keine.
    Auf der CD Piano Cance von Gloria Cheng habe ich ja auch vor kurzem ein Stück von G. Antheil gehört: Percussion Dance. Das war interessant und hat mir auf Anhieb gefallen.

    Hi,
    ab jetzt ein paar Monate lang nur noch anerkannte Klassiker:



    Händel: Concerti Grossi op. 3
    Es handelt sich um die Concerti Grossi 1-6. Aufnahme von 1989, Händel und Haydn Society, Christopher Hogwood.
    Eben Händel. Klingt wie aus einer anderen Zeit, ist es ja auch. Wenn ich mir solche Sachen längere Zeit anhöre, möchte ich mir andere Möbel kaufen. Man muß sich einfach mal vorstellen, Händel hat gelebt von 1685-1759, echt Wahnsinn, für die Zeit war er vermutlich eines der musikalischen Genies, die ich viel zu wenig würdige.


    Händel: Feuerwerksmusik, Wassermusik-Suiten 1-3
    Stuttgarter Kammerorchester, Karl Münchinger.
    Kann ich mir grade so anhören, wobei es auch Stücke dabei gibt, die ich gerne höre, wie Hornpipe, aber das meiste ist nicht ganz so mein Geschmack.


    Joseph Haydn: Sinfonien Nr. 94 100 und 101
    Die Aufnahmen sind von Antal Dorati, Philharmonia Hungarica, 1974.
    Nr. 94 „Mit dem Paukenschlag“, Nr. 100 Militär Symphonie, Nr. 101 „Die Uhr“.
    Ich bin kein besonderer Haydn-Freund (Im Gynmasium hat man mir den Haydn verdorben, und so richtig bin ich immer noch nicht drüber hinweg), aber diese Stücke gefallen mir.


    Engelbert Humperdinck: Hänsel und Gretel (Highlights)
    Brigitte Fassbaender, Lucia Popp, Anny Schlemm, Walter Berry, Wiener Philharmoniker, Sir Georg Solti.
    Eine Aufnahme von 1978. Engelbert Humperdinck lebte von 1854 bis 1921. Das ist so ungefähr alles, was an zusätzlichen Informationen aus dem CD-Booklet entnehmbar ist.
    Leider kenne ich nur diese Fassung. Eine Aufführung habe ich noch nicht gesehen, würde mich aber interessieren. Das, was auf dieser CD ist, gefällt mir. Ich hätte den Tenor des Werks als etwas traurigeres vorgestellt, aber es ist ja auch teilweise speziell geschrieben worden, um Kinder anzusprechen.


    Edvard Grieg: Peer Gynt-Suiten, Klavierkonzert
    Eine falsch einsortierte CD. Es spielt das Göteborger Symphonieorchester, Géza Anda, Neeme Järvi, Rafael Kubelik. Die Aufnahmen sind von 1964 (Kubelik) bis 1993.
    Technisch gesehen merkt man den Aufnahmen an, dass sie nicht besonders gut sind, wobei das von Kubelik dirigierte Klavierkonzert sogar noch besser klingt als die anderen neueren Aufnahme.. Da habe ich schon wesentlich bessere Qualität gehört. Nichts desto trotz: Die Peer-Gynt-Suiten sind einfach sehr schöne Stücke, sie gehören zu dem Besten, was meiner Meinung nach die Klassik zu bieten hat. Einfach Musterbeispiele von klassischer Musik.
    Das Klavierkonzert: Einige interessante Ansätze, jedoch nichts, weswegen ich jetzt einen Freudentaumel ausführen würde.

    Hi,
    Jetzt kommt eine Serie von Naxos American Classics, die ich zufälligerweise hier einsortiert habe, und weil ich die dort kaum finde, spiele ich sie auch relativ selten.
    Noch eine Vorbemerkung zu Naxos: Die Naxos-Philosophie ist es, preislich günstige CDs zu machen (die hier haben nur 5,99 Euro/Stück gekostet), und zwar einfach mit billigeren Orchestern/Dirigenten. Deshalb sind die Orchester und Dirigenten weitgehend unbekannt, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Inzwischen gibt es ja Nachahmer, so gibt es eine CDs eines bekannten Verlegers, die den Naxos-CDs verblüffend ähnlich sehen.
    „American Classics“ ist eigentlich eine Irreführung, weil so richtig klassisch kann man die meisten Sachen nicht nennen, und nicht mal ich wage es, von einer amerikanischen Klassik zu sprechen. Nur weil man ein Orchester verwendet, das auch eine Beethoven-Sinfonie spielen kann, ist ein Stück noch lange keine Klassik. Anhören kann man sich die meisten Sachen schon, aber auch nicht alle, und auch nicht allzu oft.



    Charles Griffes: The Pleasure Dome of Kubla Khan
    Diese CD habe ich mir nur gekauft wegen des schönen Titels, ich hatte noch nie was von Charles Griffes gehört. Er hat gelebt von 1884 bis 1920, lebte und studierte von 1903-1907 in Berlin. Bei Wikipedia gibt’s seinen interessanten Lebenslauf zu lesen.
    Auf der CD sind 7 Stücke:
    The white Peacock
    Three Poems of Fiona McLeod
    Bacchanale
    Clouds
    Three Tone Pictures
    Poem for Flute and Orchestra
    und natürlich “The Pleasure Dome of Kubla Khan” (Der Liebestempel des Kublai Khan).
    Klingt nach Ravel (Wagnis im Klo, oder La Walse) und Debussy, Einflüsse von Mussorgsky und Scriabin sind auch vorhanden. Mein erster Eindruck war: Das ist was Neues von Ravel! Die Aufnahmen sind von 2002. Es spielt das Buffalo Philharmonic Orchestra unter JoAnn Falletta, Barbara Quintiliani Sopran, Carol Wincenc Flöte.
    Die Sachen haben mir auf Anhieb gefallen.
    Von „Frankie goes to Hollywood“ gibt es übrigens auch ein Stück, das heißt: „Welcome to the pleasure Dome“, und es wird auch von Kublai Khan gesungen, Ähnlichkeiten habe ich jedoch keine gefunden.


    Leonard Bernstein: A Jewish Legacy
    So sehr wie ich Leonard Bernstein als Dirigent schätze, so wenig gefallen mir seine Kompositionen, wozu das hier auch gehört, Etwas unzusammenhängende Noten auf dem Klavier, etwas Gesang dazu, nicht mein Ding. Seine Messe „Mass“ habe ich auch noch irgendwo. Ja, irgendwo, ich weiß gar nicht, wo, oder habe ich das gar verschenkt. Freud lässt grüßen.


    Alan Hovhaness: Sinfonie Nr. 22 „City of Light“(1971), Cello Concerto(1936)
    Dennis Russell Davies und Alan Hovhaness dirigieren das Seattle Symphony Orchestra, James Starker spielt Cello.
    CD-Booklet: „Alan Hovhaness lebte von 1911 bis 2000. 1940 zerstörte er beinahe 1000 seiner bis dahin geschaffenen Werke. Zu den wenigen, was übrigblieb, gehörte das Cello-Concert.“
    Man spürt den Ost-West Einfluß auf dieses Cello-Konzert, es klingt stellenweise sehr japanisch, wie eine Untermalung eines Films von Akiro Kurosawa, hat aber auch normal klassische Elemente, es ist klassischer als alles, was z.B Philip Glass geschrieben hat. Ein trauriges Stück. Ein Juwel.
    Zur 22. Sinfonie: Davon möchte man mehr hören. Besonders das Finale: Largo maestoso gefällt mir.
    Es gibt auch noch eine Sinfonie Nr. 53 „für ein symphonisches Blasorchester“.



    Elliot Carter: Symphony Nr. 1, Piano Concerto
    Es spielt Mark Wait, Klavier, und es spielt das Nashville Symphony Orchestra unter Kenneth Schemerhorn.
    Wer hier Hillbilly-Musik erwartet, wird enttäuscht, es ist einfach Musik für ein großes Orchester.
    Für mich klingt das allerdings etwas verworren, etwas im Stil von Aaron Copland, aber anders, komplizierter und ohne Plan.
    Das Klavierkonzert ist meiner Meinung nach total unzusammenhängendes Geklimpere, vermischt mit wahlfreien Tönen anderer Instrumente, keine Melodie, kein Rhythmus, also relativ modern.



    Michael Daugherty: Philadelphia Stories, UFO
    Es spielt Evelyn Glennie, Percussion, und das Colorado Symphony Orchestra unter Marin Alsop
    Philadelphia Stories ist die dritte Sinfonie von M. Daugherty. Die kann ich mir noch anhören. UFO ist ein Konzert für Solo-Schlagzeug und Orchester, das ist für mich schon keine Musik mehr. Der Klappentext ist relativ interessant, aber ich kann das alles in den Geräuschen nicht wiederfinden.




    Paul Creston: Symphony No. 5, Toccata, Partita
    Scott Goff, Flute, Ilkka Talvi, Violine, Seattle Symphony, Gerard Schwarz
    Bloß weil man etwas Sinfonie nennt, ist es für mich noch lange keine Sinfonie. Irgendwie finde ich in dem Gespiele keinen Zusammenhang, vieles klingt wie Filmmusik, d.h. es wird dramatisch, schnell, langsam, einfühlsam, laut, leise, usw., aber es ist kein Plan erkennbar. Würde man den Film dazu sehen, wüsste man, warum es so ist, aber ohne Film tappert man im Dunkeln.



    José Serebrier: Symphony Nr. 3, Passacaglia and Perpetuum Mobile, Elegy for Strings, Variations on a Theme from Childhood, Fantasia
    Touluse National Chamber Orchestra, José Serebrier dirigiert.
    Naja, hat mir nicht so richtig gefallen.



    Alan Hovhaness: Sinfonien Nr. 4, 20 und 53, und op. 213.
    Weil mir die Sinfonie Nr. 22 so gefallen hat, habe ich mir noch schnell diese Stücke besorgt.
    Drei Sinfonien auf einer CD, das ist schon mal was außergewöhnliches. Es spielen John Wallace, Trompete, The Royal Scottish Academy of Music and Drama Wind Orchestra unter Keith Brion.
    Ein Hauptaugenmerk liegt bei diesen Stücke auf den Bläsern, incl. Dudelsack.
    Meine Meinung dazu: Vieles davon ist nett anzuhören, aber als Sinfonie doch etwas ungewohnt, evtl. kann man Teile daraus als Trompetenkonzert sehen..



    John Philip Sousa: Music for the Wind Band Nr. 4
    Es spielen die Royal Artillery Band, Keith Brion
    Warum das unter „American Classics“ bei Naxos läuft, weiß ich nicht. Es ist halt Blasmusik.



    George Rochberg: Violin Concerto
    Peter Sheppard Skaerved Violine, Saarbrücken Radio Symphony Orchestra, Christopher Lyndon-Gee dirigiert.
    Endlich wieder mal ein American Classic, den man sich anhören kann. Ein nettes Violinkonzert.



    Ned Rorem: Three Symphonies
    Es spielt das Bournemouth Symphony Orchestra unter José Serebrier
    Schon wieder drei Sinfonien auf einer CD, also doch nicht so außergewöhnlich.
    Als Sinfonien wurde ich die Stücke nicht bezeichnen, dazu sind sie zu kurz. Zu einer Sinfonie gehört für mich auch eine bestimmte Mindestlänge, wo die einzelnen Themen eine zeitlang durchgekaut werden. Das kann ich bei so kurzen Sätzen nicht erkennen. Eine Themen-Wiedererkennung ist mir kaum möglich. Aber die Stücke sind trotzdem nett anzuhören. Dazu dass es mir richtig gut gefällt, dazu fehlt den Stücken noch das gewisse etwas. An einer Stelle habe ich mich an Gustav Mahlers 10. erinnert gefühlt, aber das Meiste ist sehr unmahlerisch.




    George Antheil: Symphony Nr. 3 “American”, Tom Sawyer, Hot-Time Dance, McKonkey’s Ferry, Capital of the World
    Zwar kein Naxos-Werk, passt aber gut in diese Reihe und steht deshalb auch dabei.
    Das Radio-Symphonie-Orchster spielt unter der Leitung von Hugh Wolff .
    Hört sich an wie Filmmusik.
    Schade. Hätte davon mehr erwartet.

    Hi,
    wenn man einen Sender einstellen sollte, dann wäre das für mich Bayern 3, nicht mal im Auto kann ich mir das anhören, einfach schrecklich.


    Meinetwegen können sie Bayern 1 bis 3 einstellen, in Bayern 4 die Sendungen Pop Sunday und Pop Selektion wieder auferstehen lassen, und dafür die Rundfunkgebühren senken und aus Bayern 5 die Werbung entfernen.

    Hi,
    am ehesten in Trance: da fällt mir natrülich auch P. Glass als erstes ein, vor allem A Descent into the Maelstrom, oder ca. 50 % seines restlichen Werks.


    Bei anderen Komponisten wirds schwieriger, aber fast jeder hat meiner Meinung nach was geschrieben, was geeignet ist. Sogar z.B. Mahler 10. Sinfonie, wo man dann mit dem Paukenschlag wieder aufgeweckt wird, oder der Schluß der 6., wo ich regelmäßig aus der "Trance" geweckt werde. An solchen Stellen merke ich am deutlichsten, wie abgedriftet ich war.


    Ned Rorem, den ich mir grad anhöre, ist allerdings für Trance nicht geeignet, zumindet nicht bei mir.

    Hi,


    Caruso Opera – the digital Recordings
    Eine hereingeschobene CD: Hierbei konnte ich nicht widerstehen. Der Klang rein technisch gesehen ist sehr gut, aber die CD gefällt mir trotzdem nicht. Die Musik wurde neu gespielt und Caruso hineingemischt. Da gefallen mir die Originalaufnahmen, wo er nur singt ohne Begleitung und viel Schellack-Kratzern, viel besser.


    Aram Khachaturian – Ausschnitte aus Gayane, Spartakus, Masquerade
    Auf dieser Multi-ch-SACD spielt das Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Yuri Simonov, die Aufnahme stammt vom August 1994, und ich finde alles auf dieser SACD hervorragend. Sowohl technisch gesehen, als auch interpretatorisch.
    Es geht los mit dem Sabre-Dance, und selten habe ich eine so fulminante Aufnahme gehört. Es ist zwar nicht die hintergründig komplizierte Art von Musik auf dieser Scheibe, aber das macht auch mal Spaß.
    Spartakus: Die Onedin-Line lässt grüßen. Die Serie läuft ja grade wieder auf irgendwelchen 3. Programmen, aber ich kann mir das einfach nicht mehr ansehen. Die Musik finde ich jedoch weiterhin sehr schön, die Onedin-Melodie ist so eine Art Ur-Musik für mich.



    Händel: Theodora HWV 68
    Das Kölner Kammerorchester und Collegium Cartusianum spielt unter Peter Neumann. Es handelt sich um eine 2+2+2-DVD-Audio von MDG, die Spielzeit beträgt 2 Stunden 36 Minuten 24 Sekunden. Die Aufnahme ist vom Konzert vom 6.2.2000 in Wuppertal.


    Hier sieht man mal den Vorteil der DVD: es passt alles ohne Unterbrechung auf eine Scheibe. Die Qualität ist auch super. Auch wenn ich kein spezieller Händel-Fan bin, so gefällt mir sowas mal ab und zu.



    György Ligeti: Requiem, Aventures, Nouvelles Aventures
    Mit einem Wort: Interessant. Das Requiem ist ja bekannt geworden durch den Film 2001 – Odyssee im Weltraum. Ich habe keine Probleme damit, mir das einfach mal so anzuhören.


    Gustav Holst: Die Planeten


    Ein Grundproblem dieses Werks ist: Einige Teile davon muß man mit einer bestimmten Mindestlautstärke hören, so den Mars oder den Merkur. Leise machts zumindest mir keinen Spaß. Da ich aber meistens abends höre ergibt sich für mich da ein Problem, da ich ja nicht die ganze Nachbarschaft mithören lassen möchte.


    1. Fassung von Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker, ca. 1981. Hier wird die mögliche Dynamik nicht voll ausgeschöpft, ob es an der Aufnahme oder an den Musikern liegt, kann ich nicht beurteilen, aber grade die Pauken waren bei DG bei Karajan immer etwas schwächlich, auch hier. Ansonsten gut gelungen. Nehmen wir diese Aufnahme mal als Maßstab. Genau mit dieser Fassung habe ich die Planeten das erste Mal gehört. Im Vergleich mit den später noch kommenden Aufnahmen klingen die moderneren Aufnahmen noch lebendiger, aber hier ist es bei mir wie bei der letzten Riesling Weinprobe: fängt man mit den trockenen Weinen an, kann man danach noch die süßeren probieren, andersrum machts keinen Sinn/Spaß. So auch hier.


    2. Fassung von Isao Tomita, ca. 1976. Also man kann die Melodien schon noch erkennen, und auch das ganze Musik-Gefüge, aber so vergleichen mit den Orchesterfassungen – das geht nicht. Es klingt alles so wie aus einem „Krieg der Welten“-Film. Respekt vor Isao Tomita, dass er sich sowas getraut hat, aber so super finde ich die Fassung nicht, besser gefallen mir da schon noch die Stücke Golliwog’s Cakewalk, Snowflakes are dancing, Claire de Lune auf der CD Snowflakes are Dancing, aber auf der habe ich auch was von Klaus Schulze (Gewitter #1 und #2), deshalb ist sie unter Pop einsortiert kommt evtl. mal später dran.


    Jetzt habe ich mir die Tomita-Fassung noch mal von Anfang angehört, in Dolby Pro Logic II, und finde sie gar nicht so schlecht als wie vorher. Diese Fassung hat schon ihre Reize, und besonders in PLII schöne Effekte.


    3. Fassung von James Judd, Royal Philharmonic Orchestra, Aufnahme von 1-2. 12. 1991
    Nichts außergewöhnliches.


    4. Fassung von Yoel Levi und dem Atlanta Symphony Orchestra von 1997.
    Sehr lebendige Aufnahme, gefällt mir. Teilweise zu schnell.


    5. Fassung von David Lloyd-Jones, Royal Scottisch National Orchestra, DVD-Audio, Aufnahme von 2001.
    Technisch auf sehr hohem Niveau. Hier höre ich Instrumente, die bei den anderen Aufnahmen eher verschwommen im Hintergrund sind (mal ein paar Trompeten-Fetzen, oder ein bisschen Schlagzeug im Mars), deutlich im Hintergrund, oder andere Instrumente sind viel klarer auszumachen. Die Aufnahme hat auch deutlich mehr Dynamik als die vorherigen Aufnahmen, aber bei einer DVD-Audio geht das halt. Grade beim Mars kann man das hören. Die leise Einführung, dann das Öffnen des Fensters (so nenne ich mal den Anfang vom Mars) sind hier am Besten bisher dargestellt. Es gibt Stellen, da hört man Instrumente, wo man auf den anderen Aufnahmen nichts hört (z.B. im Saturn die ganz tiefen Töne). Jetzt habe ich mir Teile noch mal angehört, und auch wieder festgestellt, dass man grade die leisen Instrumente viel deutlicher hört. Auch ansonsten gefällt mir die Aufnahme. Auf dem Cover sind allerdings nicht die 7 Planeten des Stücks abgebildet, sondern noch einer mehr, nämlich die Erde mit dem Mond, die es ja bei Gustav Holst nicht gibt.
    Dafür ist auf der DVD-Audio noch das Stück: The Mystic Trumpeter. Es singt dort Claire Rutter, Sopran. Ich kann mich an dieses Stück nicht erinnern, habe es aber bestimmt schon mal gehört, so direkt nach dem Kauf, und ich glaube, das hat auch seinen Grund.
    Ich habe mir hier den 5.1-Track angehört. Auf den hinteren Kanälen ist nur der Raumhall, so dass sich ein sehr schönes, klassisches Klangbild ergibt.


    6. Fassung von André Previn, London Symphony Orchestra. DVD-Audio, Aufnahme von 1974-1975.
    Dieser Aufnahme merkt man das Alter schon etwas an, z.B. klingen die Pauken nicht so echt wie auf der 5. Fassung, die Dynamik scheint künstlich vergrößert zu sein, die Pauken angehoben etc. Die Klarheit der 5. Fassung wird hier nicht erreicht, aber angesichts des Alters der Aufnahme auch verständlich. Außerdem sind bei der 5.1-Aufnahme die hinteren Kanäle etwa gleichlaut wie die vorderen, so dass man entweder die hinteren Kanäle leiser drehen muß oder man stellt sich auf ein gemischtes Klangbild ein, nicht mittendrin, aber auch nicht im üblichen Zuhörer-Ort. Dadurch gefällt mir die Aufnahme nicht ganz so gut wie die 5. Fassung, wobei es beim Stereo-Track vielleicht anders wäre.
    Die Aufnahme an sich hat meiner Meinung nach nicht immer den richtigen Rhythmus, es klingt oft nicht verspielt genug, man hört das Orchester und nicht die Musik!


    Außerdem ist auf dieser Scheibe noch „The Ballet from „The Perfect Fool““ und „Egdon Heath“. Im Booklet ist ein schönes Bild von Gustav Holst, und ein Bild von André Previn von 1973.
    Aus dem Booklet über „The Perfect Fool“: Als Oper fiel das Stück durch. Das Publikum war verwirrt von der seltsamen Handlung und bestürzt über Holts merkwürdigen Sinn für Humor….
    Und über den „Egdon Heath“: ..entstand 1927. Es ist Holsts strengstes und persönlichstes Werk und womöglich auch sein Meisterstück….
    Und: „Das einsätzige Werk kommt in dynamischer Hinsicht nur selten über die extreme Ruhe des Anfangs hinaus….“
    Ich bin anscheinend noch nicht reif für diese beiden Stücke.

    Zitat

    Original von van Rossum
    ...
    Da muss ich kurz berichtigen: Das Stück ist für 2 Violinen und Streichorchester mit Allen Ginsburg als Sprecher.
    Das Stück gibt es zudem noch in einer Version ohne Sprecher.


    Hi van Rossum,
    ja, da habe ich wohl falsch abgeschrieben, du hast Recht.


    Zu dem Dracula-Soundtrack: den kann ich bei meiner DVD ganz normal bei der Sprach-Auswahl der englischen Fassung anwählen: Englisch, Philip Glass-Soundtrack mit den Dialogen, Fassung mit Kommentar eines Historikers, so wie man zwischen den verschiedenen Languages umschalten kann.
    Als separates Werk ist das Streichquartett nicht auf meiner DVD.

    Hi,


    Philip Glass: Reflections
    Hierbei handelt es sich um diverse ältere Stücke, wobei der Reiz dieser CD darin liegt, dass sie von einem Cello Oktett gespielt werden, dem Conjunto Ibérico.


    Philip Glass: Violin Konzert
    Außerdem auf der Cd sind das Stück Company und Prelude und „Dance from Akhnaten“. Es spielen das Ulster Orchestra, Takuo Yuasa und Adele Anthony (Violine)
    Es wurde an anderer Stelle hier im Forum abschätzig über dieses Violinkonzert geschrieben, das kann ich nicht nachvollziehen.
    Die Aufnahme ist vom 19. – 21. Mai 1999


    Philip Glass: Dracula
    Es spielt das Kronos Quartett die Musik zum Film Dracula (mit Bela Lugosi). Es handelt sich um eine „Nachvertonung“ des Films von 1931. Der Film wurde mehr oder weniger gleichzeitig in Englisch und in Spanisch gedreht, am Vormittag jeweils in der einen Sprache, am Nachmittag in der anderen Sprache. Es gibt auch eine DVD, mit allen Fassungen, incl. der Musik von P. Glass.
    Zur Musik: Reine Musik für Streichquartett. Wer den Film nicht kennt – das macht nichts, die Musik ist trotzdem gut. Sie passt aber auch bestens zum Film. Dadurch, dass es lauter kurze Stücke sind, kommt keine Langeweile auf.
    Wer einen Vergleich mit anderen klassischen Streichquartetten möchte: Ich stelle diese Stücke auf die gleiche Stufe wie die späten Streichquartette von L. van Beethoven, wie z.B. Stück Nr. 26 mit der großen Fuge.


    August 2006


    Urlaub – d. h. eine Pause im Musikhören bis: 5.9.2006:


    Philip Glass: The Hours
    Es handelt sich um die Musik zum gleichnamigen Film, wobei es ein relativ ruhiges Klavierkonzert ist, mit relativ wenig Melodien, aber diese Ruhe macht es schön.
    Michael Riesmann spielt Klavier, zusammen mit dem Lyric Quartett, es dirigiert Nick Ingman.



    Kronos Quartett: Sculthorpe, Sallinen, Glass, Nancarrow, Jimi Hendrix


    Das Kronos-Streichquartett spielt u.a. Company von Philip Glass, das wäre nichts besonderes, weswegen ich diese CD hier aufführe, ist dass das Stück Purple Haze von Jimi Hendrix hier vom Kronos Streichquartett gespielt wird. Ich finde das Stück allerdings nicht für besonders gelungen.
    Ansonsten haben wir heute den 1.10.2006 und ich bin bei den Cds von Philip Glass so ziemlich am Ende. Danach gibt’s wieder „echte Klassik“.


    Philip Glass/Michael Nyman: Streichquartette
    Von Philip Glass das Quartett Nr. 4 und 5, von M. Nymann das Quartett Nr. 3, beide gespielt vom t.e.c.c. quartet.
    Schön gespielt.


    Glass fertig gehört! Ich habe hier viele gute Sachen ausgelasse, gehört habe ich sie trotzdem, aber nicht beschrieben.

    Hallo,
    die Sinfonie gefällt mir sehr gut, ich jedenfalls hätte mir mehr "Low" erwartet.


    Es geht noch ein bißchen mit Mr. Glass weiter:


    Philip Glass: Dennis Russel Davies performs Philip Glass


    Das ist wieder mal eine richtige Klassik-CD. Dennis Russel Davies spielt das „Tirol Concerto“ und einige Stücke aus „Passages“.


    Das Tirol-Concerto ist ein schönes Klavierkonzert, in drei Sätzen. Schnell – Langsam- Schnell. Ich war auch schon mal auf einer Aufführung dieses Stückes, ich glaube es war in Gütersloh. Tirol Concerto: Es fängt königlich, bzw. majestätisch an, Klavier solo, wird unter Einsatz des Orchesters dann aber gleich schneller, flott. Das Klavier dominiert aber den ganzen Satz. Der zweite Satz wird vielen bekannt vorkommen, es handelt sich um das Thema „Truman sleeps“ aus dem Film „Die Truman Show“. Der letzte Satz ist schnell, schäumt über vor Energie, viel zu kurz eigentlich.


    Das Stuttgarter Kammerorchester hat natürlich nur Streichinstrumente, was auch den Reiz dieses Klavierkonzerts ausmacht. Die Aufnahmequalität ist auch vorzüglich.


    Passages war eine CD mit Zusammenarbeit mit Ravi Shankar, und es handelt sich auch um sehr gelungene Stücke, eine Auswahl daraus ist neu aufgenommen worden.
    Es spielt das Stuttgarter Kammerorchester, am Klavier ist D. R. Davies, und bei Passages spielt außerdem das Rascher Sax. Quartett.
    Aufnahmen von ca. 2004.


    Philip Glass: Les enfants Terribles


    Eine Tanzoper von Philip Glass, basierend auf der Arbeit von Jean Cocteau. Die Instrumentierung besteht aus 3 Klavieren. An Personen gibt es:
    Erzähler Gérard, Tenor, Hal Cazalet)
    Lise, Sopran, Christine Arand
    Paul, Philip Cutlip
    Agathe – Dargelos, Mezzosopran, Valerie Komar
    Klavier: Philip Glass, Nelson Padgett, Eleanor Sandresky
    Dirigent Karen Kemensek
    Aufnahme Jahreswende 1996/1997, erschienen 2005
    Der Erzähler spricht Englisch, gesungen wird in Französisch.


    Meiner Meinung nach ist dieses Werk das Beste, was Philip Glass geschrieben hat. Die Ausweglosigkeit der Situation der Kinder wird schon in der Ouvertüre gut dargestellt, es bleibt alles vom Anfang an bis zum Schluß perfekt. Wer den Film kennt, hat auch keine Schwierigkeiten, dem französischen Text zu folgen, es ist relativ gut verständlich, der Erzähler sowieso.


    Philip Glass: A Descent into the Maelstrom
    Ein Ballet, nach der gleichnamigen Geschichte von Edgar Allen Poe. Eine Aufnahme von 1986, die 2002 erst veröffentlicht wurde. Es spielen relativ viele elektronische Instrumente mit, trotzdem würde ich das Stück als klassisch bezeichnen. Vom Rhythmus her teilweise aberwitzig schnell. Mit Stücken von Schubert oder Mahler ist dieses Stück natürlich nicht vergleichbar. Es spielt das Philip Glass Ensemble, hier in diesem Fall:
    Philip Glass, Keyboards
    Michael Riesman, director und Keyboards,
    Martin Goldray, Keyboards,
    Dora Orbenstein, Gesang
    John Gibson, Saxophon und Flöte
    Jack Kripl, Flöte und Bass Klarinette,
    Richard Peck, Saxophone
    Kurt Munkasci, Mixer
    Dan Dryden, Mixer
    Es handelt sich um eine Auftragsarbeit für das Australian Dance Theatre.
    Beim ersten Anhören dieses Stücks habe ich gedacht: Grässlich, da kriegt man doch nur Kopfschmerzen von. Aber bei jedem Anhören hat es mir dann besser gefallen. Alle „Sätze“ sind sich irgendwie ähnlich, aber dann sind sie alle doch so schön, dass ich mir das endlos anhören kann. Auch auf langen Autobahnfahrten kann ich das gut anhören, vorausgesetzt, man kann schnell fahren um mit dem Rhythmus des Stücks mitzukommen. Auch sollte die Anlage im Auto grade die Bässe gut bringen, dann macht es noch mehr Spaz.



    Franz Schubert: Klavier-Trio in E-Moll
    Hatte ich mir mal außer der Reihe angehört, weil ich so Lust drauf hatte (und oben was von Schubert geschrieben habe, so kam ich drauf) . Ich kenne das Stück vom Film Barry Lyndon her. Das ist Minimal Music. Wie man mit minimalen Einsatz schöne, zeitlose, gute, einfühlsame Musik machen kann.


    Philip Glass: Edudes for Piano
    Diverse Klavierstücke von ihm selbst gespielt. Es handelt sich meist um bekannte Melodien von ihm, die er flott zu vorträgt.


    Mittlerweile haben wir den 12. Juli. In meinem Musikzimmer ist es fast unerträglich heiß, so dass ich kaum zum Musikhören komme. Außerdem ist ein Lautsprecher kaputtgegangen, das sorgt für weitere Verzögerungen.



    Philip Glass: The Concerto Project Vol .I
    Hierbei handelt es sich um die folgenden Konzerte:
    Concerto for Cello and Orchestra
    Concerto Fantasy for Two Timanists and Orchestra
    Ausführende sind Julian Lloyd Webber, Evelyn Glennie, Jonathan Haas und Gerard Schwarz



    Philip Glass: The Orphée Suite for Piano
    In der Klavierfassung von Paul Barnes, auch von ihm gespielt.
    Es handelt sich meines Wissens um eine Oper, die für ein Klavier umgeschrieben wurde. Außerdem auf der Cd sind noch einige andere Stücke der Trilogie, ebenfalls für Klavier, sowie ein Stück aus Monsters of Grace. Monsters of Grace war ein 3-D Spektakel, das ich 4 mal in München sehen konnte, hier nur ein kleiner Auszug, und nur als Klavierfassung.
    Die Klavierstücke von Orhphée fangen an mit einem Rag, die Stücke sind jedoch total unterschiedlich.



    Philip Glass: Saxophone
    Im Prinzip ein Sampler, mit den folgenden Stücken: Concerto for Saxophone (in der Quartett-Version, Satz 1 bis 4), Melodies for Saxophone (13 Stücke) und The Windcatcher Teil 1 bis 3.
    Es spielen das Raschèr Saxophone Quartett, Andrew Sterman und das Philip Glass Ensemble mit John Gibson du Richard Peck. Nette Stücke für Saxophon.


    Inzwischen haben wir den 24.7.06:


    Philip Glass: The Photographer
    Ein Ballet, geschrieben ca. 1983, für ein kleines Orchester. Eine Aufführung in Darmstadt (Opernhaus) konnte ich sogar selbst erleben. Auf der CD ist leider nur eine verkürzte Fassung. Für mich hat dieses Stück eine stark hypnotische Wirkung, insbesondere die Steigerung im Act III. Das Ballet damals in Darmstadt (Brigitta Trommler?) war perfekt. Was mir an Philip Glass dort auch gefallen hat: Er hat sich eine halbe Stunde lang an einen Tisch gesetzt, und jeder hat sich mit ihm unterhalten können, da waren ca. 200 Leute dabei, allerdings ging die Diskussion gleich in Richtung Minimal Music, einen Begriff, den P. G. inzwischen ablehnt. Bei der Diskussion war ich der in der vordersten Reihe links, der mit der Mamiya RZ. Wenn ich schon in ein Stück mit dem Titel „The Photographer“ gehe, dann habe ich doch auch meine Kamera dabei. Ins Konzert durfte ich sie dann aber doch nicht mitnehmen.


    Philip Glass: The Secret Agent
    Es handelt sich um die Musik zum gleichnamigen Film, gespielt vom Kammerorchester „The Englisch Chamber Orchestra“, dirigiert von M. Riesmann und Harry Rabinowitz. Es ist ein sehr düsteres Werk, viel Cello, sehr traurig angelegt, aber doch voller Pathos.
    Von 1996.


    Philip Glass: Solo Piano
    Einige relative leichte Klavierstücke, von 1989. Metamorphosis 1 bis 5, Mad Rush, Wichita Sutra Vortex. Die hat er früher immer auf seinen Konzerten gespielt, inzwischen spielt er meistens was aus „The Thin Blue Line“.
    Am Anfang waren mir die Stücke zu langweilig, zu einfach, zu ähnlich. Inzwischen mag ich sie sehr, gerade weil sie einfach sind.


    Philip Glass: ITAIPU, The Canyon
    Robert Shaw dirigiert das Atlanta Symphony Orchestra und den Chor, eine Aufnahme aus dem Jahr 1993.
    Die Musik findet in meinen Augen tatsächlich einen Weg, dass ich mir den Staudamm von Itaipu vorstellen kann, die Verbindung ist ganz klar da.


    Philip Glass: The Voyage
    Eine Oper in 3 Akten. Libretto von David Henry Hwang, Solisten und Chor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz, Dirigent Dennis Russell Davies.
    Die Welt-Premiere fand 1992 statt, also 500 Jahre nach der „Voyage“ von Columbus, die europäische Premiere war am 6.10.2002 in Linz, die Aufnahme von ????. Ein „Interlude“ wurde schon vor ein paar Jahren veröffentlicht, dieses Zwischenstück ist sehr schön, und es gibt nette orientalisch klingende Stücke, die mir auf Anhieb gefallen haben. Im Grossen und Ganzen ist meine Meinung über die Oper noch gespalten.
    Die Handlung spielt in Akt 1 ca. 15.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung, im 2. Akt im Jahr 1492, und im dritten Akt im Jahr 2492. Was die Leute sich jeweils unter dem Leben vorstellen und erwarten. Ich muß mir das noch mal genauer anhören.


    Philip Glass: Naqoyqatsi
    Im Prinzip stellenweise ein Cello-Konzert, relativ düstere Atmosphäre, das höre ich mir immer wieder mal an, im Gegensatz zum Film, dessen Musik diese CD eigentlich darstellt. YoYoMa spielt zusammen mit dem Philip Glass-Ensemble unter der Leitung von Michael Riesman. Aufnahmen von 2002.

    Hi,
    von allen Fassungen von G. Mahlers 4. Sinfonie hat Elly Ameling den schönsten Gesang, und zwar unter Bernard Haitink. Obwohl es auch eine neuere Fassung von B. Haitink auf CD gibt, wurde damals diese Fassung mit E. Ameling zusätzlich auf CD veröffentlicht.

    Hi,
    ich glaube, daß sich bei jedem im Lauf der Zeit einiges an Datenträgern ansammelt, die man viel zu wenig hört.


    Ich habe es mal absichtlich nicht in den entsprechenden Beiträgen geschrieben, dort hätten sich meine Beiträge verloren, der Zusammenhang wäre zerrissen, der Reiz dieses Themas hier ginge verloren. Nachträglich Links einbauen - das ist zu aufwändig, und ich könnte es sowieso nicht, evtl. werde ich einige herausragende Stücke in den entsprechenden Themen ergänzen.


    Übrigens: immer noch Philip Glass, ca noch 40 CDs (davon ca. 10 echte klassische CDs die ich hier beschreiben werde) und dann gehts mit Händel, Holst etc. weiter, aber das dauert noch.

    Ab 28. April 2006:


    Mitten in den Sinfonien ein paar andere Stücke:


    Philip Glass: Circles


    Arturo Stalteri (pianos) spielt einige Stücke, die CD stammt von 1998:
    Opening
    Metamorphosis One
    Etoile Polaire (North Star)
    Victor’s Lament
    River Run
    Ave
    Mad Rush
    Aria from Act II of Satyagraha
    Closing (Stalteri dramatic Version).


    Musica per solo piano, oppure frutto di arrangiamenti per piu pianoforte, oppure ancora per pianoforte e violoncello. Con spessore interpretativo e profondita tali da porre definitiviamente in un posizione di assoluto rilievo il Glass compositore “classico”. Senza incise e punti di appoggio melodici, ha il sapore di un’opera che appartiene ormai atraverso e oltre quel movimento che viene chiamato minimalismo. Alla storia della musica contemporanea.


    Wenn man des italiänischen nicht mächtig ist (so wie ich, mal abgesehen von italienischen Speisekarten), beachte man die Instrumentierung mit der Mehrzahl von Piano.



    Philip Glass: Music with changing parts


    Eine Aufnahme von 1971, also von den Anfängen der Minimal Music. Das Stück dauert 61 Minuten, und ich zähle dieses Stück besser nicht zur Klassik.


    Philip Glass: “Low” Symphony (Nr. 1)


    Dennis Russell Davies dirigiert das Brooklyn Philharmonic Orchestra, eine 42 minütige Aufnahme von 1993. Auch diese Sinfonie basiert auf einer LP von David Bowie und Brian Eno. Man tut sich allerdings schwer, die Herkunft zu erkennen, im Gegenteil: Wer Low kennt, wird enttäuscht. Also ohne Vorkenntnisse ist es eine „normale“ Sinfonie in 3 Sätzen: 1. „Subterraneans“: langsam, große, lang geschwungene Berge und Täler
    2. „Some Are“: schnell, typisch Glass, permanente e-h-ähnliche Rhythmen, es wird Spannung aufgebaut und schnell wieder los geworden, und wieder aufgenommen.
    3. „Warszawa“: langsam, im Stil des Themas des 1. Satzes


    Philip Glass: Sinfonie Nr. 5


    Dirigiert von Dennis Russell Davies, aufgenomen 2000 in Wien. Wiener Radio Sinfonie Orchester. Morgan State Univercity Choir, Hungarian Radio Children’s Choir. Dante Anzolini (Assistant Director).
    Die Sinfonie ist untertitelt mit Requiem, Bardo, Nimanakaya. Sie besteht aus 12 kurzen Sätzen mit insgesamt ca. 95 Minuten Spielzeit. Eine Aufführung konnte ich sogar schon besuchen, am 10. Dez. 2004 in München in der Kirche St. Michael (Fussgängerzone).


    Diese Sinfonie ist ein Höhepunkt im Schaffen von Philip Glass, und meiner Meinung nach auch in den Schöpfungen in der sinfonischen Werken überhaupt.


    Basis des gesungenen Textes sind verschiedene Texte aus verschiedenen Religionen. Bei dieser Komposition und auch bei der Aufnahme ist einfach alles gelungen. Vom engelsgleichen Gesang des ungarischen Kinderchors ganz am Anfang, über die verschiedenen Stimmungen bei „Death“, „Love and Joy“, die schnellen Stellen sind gelungen, die langsamen Stellen sind gelungen, die Lautstärkeverhältnisse Soloisten, Chor, Orchester sind perfekt, große Gegensätze sind ebenso gelungen wie Schmerz, Freude etc.


    Musik hören heißt ja „Wiedererkennung“. Man muß die Sinfonie, die ja relativ komplex und lang ist“, mehrmals hören, bis die Wiederkennung einsetzen kann.
    Alle Texte der Sinfonie sind auf Falttafeln bei den CDs mit dabei, wobei sie auf der Außenseite Ausschnitte der englisch gesungenen Texte im Original zeigen, also im Sanskrit etc.



    Philip Glass: Sinfonie Nr. 6 – Plutonian Ode


    Eine Aufnahme des Bruckner Orchesters Linz unter Dennis Russell Davies, mit Lauren Flanigan. Genau in dieser Besetzung habe ich diese Sinfonie in Linz gehört, bei der europäischen Uraufführung am 15.9.2002, und dann noch einmal danach mit einer anderen Sängerin. Aufnahme von 2005.


    Der Text ist von Allen Ginsberg, dem amerikanischen Pazifisten und Führer der Homosexuellen-Bewegung. Auf einer 2. CD ist der Text von Allen Ginsberg selbst gesprochen. Es geht nicht um Plutonium, sondern wohl eher um den Planeten Pluto, aber das wäre auch nicht richtig. Es ist eine düstere Sinfonie über die Zerstörung der Welt durch Umweltverschmutzung, über deren „Heilung“ und über die persönliche Transformation. Wenn ich es genau ansehe, dann verstehe ich es nicht.


    Philip Glass: Sinfonie Nr. 8


    Eine Aufnahme des Bruckner Orchesters Linz unter Dennis Russell Davies, 2006. Diese Sinfonie werde ich voraussichtlich am 13.5.2006 in Düsseldorf in der Tonhalle anhören, allerdings wegen der Erkrankung von Dennis Russell Davies mit einem anderen Dirigenten.
    Diese Sinfonie ist eine Rückkehr zur Sinfonie ohne Gesang. Ich habe mich noch nicht so richtig reingehört in dieses Werk, ich habe die CD erst seit kurzem.



    Einige Sachen von P.G. habe ich hier ausgelassen, da sie mir nicht klassisch genug scheinen. Angehört habe ich sie mir trotzdem.
    Ab Sonntag 7.5.06:


    Philip Glass: Organ Works


    Stücke von Philip Glass gespielt von Donald Joyce auf Orgel. Eine Aufnahme von 1993, aus Tennesee. Das sind einige altbekannte Stücke, die auf einer Orgel gespielt, vorzüglich sind. Freilich muß man hier, wie bei vielen anderen Glass-Stücken, etwas Geduld mitbringen. Die Stücke sind aber alle recht flott und nett anzuhören. Man kann süchtig werden danach.



    Bruce Livingston: Piano


    Diese CD von 2006 enthält auch ein Stück von Glass: A Musical Portrait of Chuck Close. Bruce Livingston spielt auch noch Stücke von Ravel, Messiaen und Satie.


    Inzwischen haben wir den 28. Mai 2006 und es gibt immer noch Werke von Philip Glass zu hören.


    6. Juni 2006: immer noch Philip Glass.

    Hi,
    am 6.8.2006 werde ich das folgende Konzert besuchen:


    Giuseppe Verdi: Messa da Requiem


    In München im Gasteig, Leitung Placido Domingo. Europa Chor Akademie, Youth Orchestra of the Americas. Aufnahme auf CD und DVD.


    Die Eintrittskarte habe ich schon: Block C, Reihe 4 Platz 28.
    Danach werde ich darüber berichten.

    Ab 1. April 2006:


    Es geht weiter mit Philip Glass, und ab jetzt kommen die Sinfonien, und zwar in der Reihenfolge, wie sie im CD Fach liegen, d.h. unsortiert.


    Philip Glass: Sinfonie Nr. 4 “Heroes”


    Es heißt: “From the Music of David Bowie und Brian Eno”. Dennis Russell Davies dirigiert das American Composers Orchestra.
    Es handelt sich um die Wiederaufarbeitung des Stückes Heroes von Brian Eno und David Bowie, dieses Stück wurde 1977 geschrieben. Philip Glass hat dann 1996 eine richtige Sinfonie draus gemacht, die sich vor den Sinfonien der Klassiker nicht verstecken muß. Es ist eine reine orchestrale Sinfonie ohne Gesang, mit der üblichen Besetzung von Sinfonien, d.h. ohne die häufig bei Glass anzutreffenden „Sonderinstrumente“. Manchmal klingt die Sinfonie etwas nach Edvard Grieg, aber es ist doch typisch Philip Glass, allerdings ist sie relativ ruhig und unaufdringlich.
    Interessant ist auch die Satzbezeichnung, aufgrund derer man keine Sinfonie erwarten würde:
    1. Heroes
    2. Abdulmajid
    3. Sense of Doubt
    4. Sons of the Silent Age
    5. Neuköln
    6. V2 Schneider


    Das einzige, was negativ an dieser Sinfonie ist, ist die Dauer, mit ca. 48 Minuten ist sie einfach zu kurz.



    Philip Glass: Sinfonie Nr. 2


    Dirigiert Dennis Russell Davies das Wiener Radio-Orchester, das Stuttgarter Kammerorchester und das Raschèr Saxophon Quartett. Die Aufnahmen stammen aus 1986.


    Es sind auf dieser CD noch weitere Werke: Interlude from Orphee (Act II Szene 5) und das Concerto für Saxophone Quartett and Orchestra.


    Bei der Sinfonie handelt es sich um eine 41 Minuten lange Sinfonie, ein einfaches Stück, sehr melodisch, stellenweise flott, nichts hypermodernes, eher was richtig klassisches.
    Das Konzert für Saxophon-Quartett und Orchester wurde eigens für das Raschèr Saxophon Quartett geschrieben, und auch schon oft aufgeführt. Jeder Satz hat ein anderes Saxophon im Brennpunkt: Sopran, Tenor, Alto und Bariton-Saxophon. Auf der CD spielt Carina Raschèr noch selbst, ich habe auch mal eine Aufführung mit der „alten Dame“ gesehen. Die spielen so, als gehe es um ihr Leben. Naja, irgendwie ist es ja auch so.


    Philip Glass: Sinfonie Nr. 2 & 3


    Dirigiert von Marin Alsop, mit dem Bournemouth Symphony Orchestra. Eine Aufnahme von 2003.
    Die Aufnahme der Sinfonie Nr. 2 klingt etwas lustlos. Wenn ich die als Erstes gehört hätte, die Sinfonie hätte mir wahrscheinlich nicht gefallen. Zur 3. Sinfonie später etwas mehr.


    Philip Glass: Up Close


    Hierbei handelt es sich um einen Sampler mit Live-Aufnahmen, der mir irgendwie zwischen die Sinfonien gerutscht ist. Die Qualität der Aufnahme ist nicht so richtig gelungen, zuviel Hall. Die Stücke:
    Glassworks: Opening
    Glassworks: Floe
    Satyagraha: Act III
    Einstein on the beach: Train/Spaceship
    The Saxophone Concerto: Movement 1
    La Belle et la Bête: Ouvertüre
    Another Look at Harmony: Part iv
    Modern Love Waltz
    Einige Stücke werden von Michael Riesmann auf Klavier gespielt.


    Interessant ist, wie man an diese CD kommt: man muß sie im Metropolitan Museum of modern art in New York bestellen, und bekommt dann mehrfach jährlich einen kleinen Katalog zugeschickt, in dem lauter so komische Kunstsachen sind, die bei mir garantiert nicht in meine Wohnung passen. Die Preise sind allerdings relativ normal.



    Philip Glass: Sinfonie Nr. 3


    Eine reine Streichersinfonie. Gespielt vom Stuttgarter Kammerorchester und vom Wiener Radio Sinfonie Orchester und der Leitung von Dennis Russell Davies. Aufnahmen von 1996 bis 2000.


    Außerdem auf dieser CD sind:
    Interlude Nr. 1 aus The CIVIL warS
    Mechanical Ballett aus The Voyage
    Interlude Nr. 2 aud The CIVIL wars
    The Light


    Das sind alles schöne Stücke, besonders gelungen sind auch das Mechanical Ballett und The Light. Die Sinfonie wird gespielt vom Stuttgarter Kammerorchester, ist teilweise sehr flott, manchmal verzweifelt mit mehreren Hauptfäden nebeneinander, die sich wieder finden und wieder auseinandergehen, und erinnert manchmal an ein Streichquartett, aber dann ist wieder diese Fülle da, insgesamt sind es 19 Streicher, die da spielen, mit sehr viel Einsatz.



    Jetzt war einige Zeit nichts von mir zu hören, wegen Urlaub.
    In der Woche nach dem Urlaub habe ich mir die DVD-Videos der Gustav-Mahler-Sinfonien (+ DLvdE) dirigiert von Leonard Bernstein angesehen. Aber das werde ich in diesem Thema nicht näher erläutern.

    Hallo,
    ab Mittwoch, 29. März 2006


    Philip Glass: Early Keyboard Music


    Hierbei handelt es sich eigentlich 5 Musikstücke, davon 3 die auf Orgel gespielt werden. Die Stücke wurden alle zwischen 1968 und 1979 geschrieben, und von Steffen Schleiermacher am 22.3.2000 in Detmold von der Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (die bekannt sind für ihre hochwertigen Aufnahmen) aufgenommen.
    Als Instrumente sind angegeben: electric organ, table.
    Die einzelnen Stücke heißen:
    Contrary Motion
    One+One (1st version)
    Mad Rush
    One+One (2nd version)
    Two Pages


    Bei den Stücken handelt es sich teilweise um das, was viele mit Minimal Music bezeichnen.
    Contrary Motion ist eine endlos wiederholte Tonfolge, die ganz gering geändert wird, man vermutet, dass ein mathematisches Prinzip zugrunde liegt.
    One+One ist ein Schlagen auf einen Tisch, mit beiden Händen jeweils unterschiedliche Rhythmen, und in vielen Kombinationen.
    Mad Rush ist ein Stück, das er beim Warten auf den Dalai Lama gespielt hat. Der Dalai Lama hat sich verspätet, und das Stück ging halt immer weiter, in neuen und alten Variationen. Irgendjemand hat dem Stück nachher den Namen Mad Rush gegeben. Die Noten dieses Stück sind auch erhältlich. Philip Glass selbst spielt dieses Stück auch öfters auf seinen Tourneen auf einem Klavier. Es beginnt leise und zurückhaltend. Dann kommt eine Phase wo man denkt, es dreht einer durch. Dann kommt wieder eine leise und zürückhaltende Phase, etwas anders als die 1. Usw. Das ursprünglich endlose Stück hat dann irgendwann mal einen Schluss bekommen, so dass man sagen kann: Am Schluss kommt der Schluss.
    Two Pages dauert 27 Minuten und ist auf 2 Seiten Noten geschrieben. Es gehört schon eine Menge Geduld dazu, sich dieses Stück anzuhören.


    Philip Glass: Echorus


    Hierbei handelt es sich um einen Sampler, der Compassion heißt, auf der auch ein 7 Minuten langes Stück von Philip Glass enthalten ist, “for 2 Violas and String Orchestra with narration by Allen Ginsberg”. Die anderen Stücke, 14 an der Zahl, werde ich hier nicht einzeln aufführen, aber es sind alles kurze Stücke mit kleinem Streichorchester, zumeist mir dazu noch unbekannte Komponisten (Xanakis, Husa, Chen Yi usw.). Das ist manchmal schon eine rechte Katzenmusik, Philip Glass’s Werk natürlich ausgenommen. Die CD heißt denn auch compassion, also Mitleid, wahrscheinlich das Mitleid der Komponisten mit den Hörern.
    Die Kombination Ginsberg/Glass kommt noch auf der CD Hydrogen Jukebox vor.


    Philip Glass: Facades


    Wieder so ein Sampler, mit lauter abgehobenen Stücken, relevant nur das Stück “Facades” von Philip Glass, ein Stück der Glasspieces. Die CD heißt „Visions in Metaphor“ und es wird gespielt Klavier und Saxophon.



    Philip Glass: Satyagraha


    Das ist ein ganz großes, gewaltiges Werk, eine Oper im klassischen Sinn. Das einzige was fehlt wäre eine Ouvertüre. Musik Philip Glass, Text Constance de Jong, nach dem Bhagavad-Gita. Die Oper wird in der Sprache Sanskrit gesungen, was aber der Verständlichkeit keinen Abbruch tut, weil bei den meisten Opern verstehe ich sowieso nichts, und bei dieser muß ich deswegen dann wenigstens kein schlechtes Gewissen haben. Trotzdem kann man mitsingen. (Angenommen mal, bei einem Urlaub in Indien, würde man sowas einfach vor sich hinsingen, und jemand auf der Straße würde einem was entgegenen: lustig)


    Dirigiert von Christopher Knee, und gespielt vom New York City Orchestra.
    Die Rolle von Gandhi wird gesungen von Douglas Perry, einem begnadetem Tenor.
    Satyagraha ist der Name der Bewegung von Gandhi, d.h. des gewaltfreien Widerstands. Es geht um verschiedene Ereignisse im Leben von Gandhi, außerdem treten auf Tolstoi und Martin Luther King.
    Die Aufnahme ist auf 3 CDs. Außerdem gibt es noch eine DVD-Video, von einer Stuttgarter Aufführung, bei der die Tonqualität allerdings miserabel ist.
    Die Oper wird immer als Teil der Trilogie „Einstein on the beach, Satyagraha, Akhnaten“ genannt, was ich nicht so ganz verstehe, weil die erste dieser drei Opern musikalisch so ganz anders ist, als sie beiden letzteren. Allenfalls im Thema: „Einzelne Persönlichkeiten und deren Schicksal“ hätte man Gemeinsamkeiten.
    Die Oper ist insofern auch was besonderes, weil sie nicht von Liebe und Sehnsucht handelt, sondern sie ist über Moral und Religion.



    Philip Glass: Akhnaten


    Hierbei handelt es sich um die dritte der Opern der “Trilogie”. Es ist auch ein großartiges Werk, und, wie es sich gehört, mit einer Ouvertüre. Es spielt ein großes Orchester mit großem Chor, dirigiert von Dennis Russell Davies.


    Die Oper handelt vom Pharao Echnaton (Akhnaten), eine Oper im klassischen Sinne, wie die vorherige Oper „Satyagraha“. Sie geht zeitlich gesehen von der Thronbesteigung Echnatons bis zu seinem Sturz.


    Die Ouvertüre selbst ist sehr imposant ausgelegt, ich kenne die Aufführung nicht, aber man kann es sich wahrscheinlich so vorstellen: Der Pharao hat ein riesiges Eingangstor zu einem seiner Paläste, so jeder Flügel 20 m breit und hoch, aus Stein und deshalb sehr schwer. Die Ouvertüre beschreibt das Öffnen dieses Tores, während die Musik von hinter dem Tor hervorkommt. Anfangs leise, und da das Tor sehr schwer und groß ist, geht das Öffnen nur sehr langsam vor sich. Die Ouvertüre veranschaulicht dieses Öffnen sehr gut. Die ersten Worte: „Open are the double doors of the horizon, unlocked are its bolts.“. (In der Aufführung wird hier leider nur der Vorhang langsam gehoben). Als Texte dieser Oper wurden vorhandene Texte verwendet, die teilweise auf englisch und teilweise auf Ägyptisch gesungen werden.
    Die Uraufführung war übrigens am 3. März 1984 in Stuttgart.



    Ab jetzt kommen diverse symphonische Werke:


    Philip Glass: the CIVIL warS
    A tree is best measured when it is down
    Act V – the Rome Section


    Dieses Auftragswerk von Philip Glass wurde komponiert anläßlich für die Aufführung der Olympischen Sommerspiele von Los Angeles, es war eine ein Tag lange Aufführung eines Gesamtkunstwerks geplant, wobei P.Glass den Act V zusammen mit Robert Wilson bestreiten sollte. Ob das Gesamtkunstwerk je aufgeführt wurde – ich weiß es nicht.
    Dieses Stück jedoch für sich gesehen ist ein Werk für Orchester in 4 Teilen, mit Sprache und Gesang und Chor, ich nenne es ein symphonisches Werk. Es wird englisch, italienisch und lateinisch gesprochen und gesungen, die Texte handeln z.B. vom amerikanischen Bürgerkrieg. Im letzten Satz liest Laurie Anderson einen Text vor, wobei die Vortragsweise an das letzte Kapitel des Ulysses von James Joyce erinnert, eine Art des inneren Monologs wird vorgetragen.
    Mir gefällt es sehr gut, vor allen durch die Gesangseinlagen, die sehr gut gelungen sind. Die von Robert Wilson gesprochenen Texte sind etwas gewöhnungsbedürftig, was den Rhythmus angeht. Sicherlich nicht jedermanns Sache. Allerdings sind die Sänger und der Chor Spitze.
    Die Aufnahme von 1995-1999 wurde dirigiert von Dennis Russel Davies, es singen der Morgan State Univercity Choir unter Dr. Nathan Carter, als Sänger agieren Sondra Radvanovsky, Denyce Graves, Giuseppe Sabbatini, Zheng Zhou und Stephen Morscheck.
    Wenn ich jemand, der Philip Glass nicht kennt, ein Werk von Philip Glass empfehlen würde, dann wäre es dieses Stück hier, oder eine der Sinfonien.

    Hallo,
    ab Sonntag, 19. März 2006


    Ab jetzt kommen einige Werke von Philip Glass. Bei ihm ist es öfters schwierig, die Werke einzuordnen. Ich werde daher nur die Werke hier aufführen, die ich als klassisch einordne.


    Philip Glass: La Belle et la Bête


    Es handelt sich um eine Oper, gespielt vom Philip Glass Ensemble mit ca. 20 weiteren Mitwirkenden, nach dem gleichnamigen Film von Jean Cocteau. Eine Aufnahme von 1994. Es gibt auch eine Film-Fassung, wo man sich den Soundtrack umschalten kann: englisch, französisch, und die Philip Glass-Fassung. Diese letzte Fassung folgt fast lippensynchron dem Film. Auf CD gibt es leider nur eine verkürzte Fassung. Die Oper selbst habe ich auch schon gesehen, ich glaube es war im Theater Pforzheim. Leider wurde dort auf deutsch gesungen, während die CD und die Film-Synchron-Fassung auf französisch sind.
    Die Orchesterbesetzung ist nicht so ganz ein klassisches Orchester, der Gesang ist jedoch „hochklassisch“. Es singen Janice Felty (Mezzo Sopran), Gregory Purnhagen (Bariton), John Kuether (Bariton), AnnMaria Martinez (Sopran), Hallie Neill (Sopran), Zheng Zhou (Bariton).
    Im CD-Booklet sind alle Texte in drei Sprachen (d, e, fr), und ein ausführliches Interview mit P.G. Ab und zu wird die Oper aufgeführt, manchmal als Bühnenwerk, aber auch schon mal mit dem Film und dazu der gesungnen Oper. Auch wenn man den Film nicht kennt, ist die Oper auf jeden Fall hörenswert. Sehr lyrisch, sehr einfühlsam, voll von Gefühlen, Schmerz, Traurigkeit, Sehnsucht. Auf 2 CDs und immer noch viel zu kurz. Die Ouvertüre ist sehr düster, gibt aber ein gutes Bild ab, was man erwarten kann.


    Die Oper „La Belle et la Bête“ von Philip Glass ist Teil einer Reihe von Philip Glass von Opern zu Filmen von Jean Cocteau. Weiterhin gibt es noch Orphee und Les Enfants Terribles.


    Philip Glass: Einstein on the beach


    Eine Oper von Philip Glass und Robert Wilson. Die Aufführung ist ca. 5 Stunden lang (ohne Pause), die Aufnahme auf CD von 1976 ist dagegen auf nur 4 CDs (160 Min). , d.h. wesentlich kürzer. Aber auch so ist es eine Oper nur für wirklich Hartgesottene! Es gab vor ein paar Jahren mal eine Aufführung in Berlin, und zwar im Tresorraum der deutschen Bank.
    Wie ist eine Aufführung: Das Orchester fängt an zu spielen, und dann werden die Türen erst für die Zuschauer geöffnet, d.h. wenn man reinkommt, hat es schon angefangen. Es wird aber sehr leise und zurückhaltend gespielt und steigert sich dann immer mehr, bis es irgendwann dann richtig losgeht. Mit einer Oper wie von Wagner oder Verdi hat diese Oper nichts gemeinsam. Ich wette, dass sich niemand hier aus dem Forum auch nur 2 Minuten diese Oper anhören kann.
    Zu Robert Wilson: Ich glaube, das ist gar kein Mensch, sondern ein Synonym für „Kommerzkunst“. Es wird zwar immer wieder ein Mensch abgebildet, der Robert Wilson sein soll, aber wenn man mal auf die Robert Wilson-Homepage schaut, dann ist das reine pseudo Kommerzkunst.
    Ein Ausschnitt aus dem Text:
    „How much do I love you? Count the stars in the sky. Measure the waters of the oceans with a teaspoon. Number the grains of sand on the sea shore.“


    Hier etwas zum Titel und zur Handlung der Oper:
    Einstein, das ist ein Hinweis auf den Physiker, und „on the beach“ ist der Titel eines Buches von Nevil Shute (dt: Das letzte Ufer). Dort geht es um die Welt nach einem Atomkrieg, und um die letzten 2-3 Monate der Menschheit. Über den Atomkrieg und die Kernspaltung gibt es die Verbindung mit Einstein.
    Philip Glass hat mit dieser Oper alle Regeln der herkömmlichen Oper gebrochen. Man kann während der Aufführung nach Belieben kommen und gehen. Es gibt also auch keine Ouvertüre. Während des Bühnenumbaus wird auch Musik gespielt (die Kniespiele). Der Text besteht weitgehend aus aufgesagten Zahlenreihen (one two three four five six seven eight, un das in ca. 8 verschiedenen Zahlenfolgen), der Tonleiter aufgesagt auf italienisch, Wortsilben und unverständlichen Texten. Viele Texte stammen von einem Irrenhausinsassen. Da ich die Oper leider noch nicht gesehen habe, kann ich zur Handlung kaum was sagen, aber aus Erfahrung (über Philip Glass-Opern) kann ich sagen, dass die Oper keine Handlung im üblichen Sinn hat. Teilweise wird eine simple Ton-Folge (von Melodie zu sprechen wäre hier übertrieben) 20 Minuten lang wiederholt, und ein Erstlingshörer würde meinen, das wäre immer das gleiche, aber das ist es nicht. Aufgrund dieser Tonfolgen gibt es den Bilderwitz: Ein Mann hört Musik von einem Plattenspieler, und die Nadel springt so dass man immer die gleiche Sequenz hört. Ein anderer kommt dazu und meint dann: „Ach, ich habe gar nicht gewusst, dass du Musik von Philip Glass hörst?“



    Philip Glass: Einstein on the beach


    Diesmal eine Aufnahme von 1993, eine reine Studio-Aufnahme, mit dem Philip Glass-Ensemble und einigen Gastsängern und einem zusätzlichen Violinspieler auf 3 CDs (190 Min). Die Qualität ist um soviel besser als die der vorherigen Aufnahme. Es ist eine reine Freude, sich das anzuhören. Ich habe noch nicht gezählt, wie oft ich mir diese Oper schon angehört habe, aber bestimmt schon 50-mal. Das einzige, was bei der vorherigen Aufnahme besser ist (nach meinem Geschmack), ist der Sprecher des Textes „Two Lovers“.


    Sehr schön bei dieser Aufnahme sind diverse Violin-Soli, die Verbindung geht über Einstein (als Geigenspieler), und schöne Orgelpassagen, die sehr gut an Bach’s Toccata und Fuge heranreichen. Zum Violin-Spieler: wie er spielt, kann man sich so vorstellen: ein kleiner mechanischer Violin-Spieler mit einem Aufzug, mit so einem mechanischen Werk, der wird ganz aufgezogen und spielt dann, anfangs schneller, und dann immer langsamer (das langsamer wird z.b. ausgedrückt durch weniger Begleitinstrumente), so dass es insgesamt am Schluß leiser wird, und weil das Werk abläuft, wird’s in der Melodie langsamer. Er spielt teilweise wie ein Verrückter, aber dennoch mit System, über lange Zeiträume hinweg.
    Diese Oper ist für mich ein Stück, an dem ich immer hängen bleibe. Ich habe mir die Oper dann auch dreimal angehört (und dabei ein bisschen am PC gesurft etc.).
    Da es bei dieser Oper sehr viele Instrumente, bzw. Stimmen von exakt links oder rechts gibt, kann man diese Scheiben sehr gut mit Dolby ProLogic wiedergeben, und hat dann einen wirklich guten Surround-Sound.


    Ab Montag 27.3.06


    Philip Glass: Glassworks


    Hierbei handelt es sich um einen Sampler, z.B. mit Ausschnitten aus dem Ballet „The Photographer“, die abgewandelt wurden. Es geht von einfachen Solo-Klavierstücken zu komplex hypnotisierenden schnellen Rhythmen aus „The Photographer“ bzw. „Akhnaten“. Es handelt sich um Aufnahmen von 82-87, die hier von Sony neu auf CD herausgebracht wurden, es gab sie schon mal auf einer anderen CD zusammen mit anderen Stücken. In einem Interview hat Philip Glass mal gesagt, dass er diese einzelnen Veröffentlichungen gar nicht mag, aber irgendwie hat er nicht den Einfluß, sowas zu regeln?


    Damit man sich besser was über die Instrumentierung vorstellen kann, liste ich hier mal die Mitwirkenden mit ihren Instrumenten auf:


    Michael Riesmann: piano, electric organ, bass, synthesizer
    Jack Kripl: piccolo, soprano sax, bass clarinet
    Philip Glass: electric organ
    Jon Gibson: soprano sax
    Richard Peck: tenor sax
    Sharon Moe: French horn
    Larry Wechsler: French horn
    Violas: Linda Moss, Lois Martin, Julian Barber, Al Brown, Maureen Gallagher
    Cellos: Seymour Barab, John Abramowith, Fred Zlotkin


    Philip Glass: Glassworks vol. 2


    Hierbei handelt es sich um einen weiteren Sampler mit Stücken aus den Opern Akhnaten, Einstein on the beach, aus dem Orchesterwerk itaipu und anderen. Wenn dann die Werke als ganzes kommen, werde ich näher drauf eingehen.

    Hallo,
    Ab Samstag 11.3.06:


    Bela Bartok: Music for Strings and Percussion


    Es wird das Tokyo Symphony Orchestra von Moshe Atzmon dirigiert. Wahrscheinlich eine Aufnahme von 1981 (weil diese Zahl mitten im japanischen Text mal zu lesen ist wird’s wohl das Aufnahmejahr sein) Schön ist auch eine Zeichnung, wie das Orchester aufzustellen ist.
    Diese Aufnahme gefällt mir besser als die SACD mit Sir Mackerras.



    Berlioz: Requiem


    Außerdem noch drauf: Boito: Prologue to Mephistophele und Verdi, Te Deum.
    Robert Shaw dirigirert das Atlanta Symphony Orchestra, eine Aufnahme von 1984 (Requiem), und 1979 (der Rest).
    Da gegenüber dem Requiem von Verdi so gut wie alle anderen Requiems verblassen, höre ich mir diese Requiem auch nicht so oft an. Alleine schon an den verschiedenen Aufnahmedaten kann man sehen, dass hier einfach ein paar Werke zusammengestöpselt wurden.
    Zum Requiem: Wenn der Chor immer genau die Hauptmelodie singt, das ist langweilig, leider ist es in diesem Requiem über weite Strecken so.


    Jetzt sind die A und die Bs abgeschlossen. Wer mitgelesen hat, hat gemerkt, dass einige der üblichen Bs fehlen, wie z.B. Bruckner. Tja, das ist so eine Sache. Ich habe mir mal eine Gesamtaufnahme von Bruckner gekauft, und angehört, und dann wieder verscherbelt. Das hat mir doch alles zu sensationslos geklungen, alles ein Brei ohne Höhen und Tiefen. Ein bisschen Thrill muss schon sein. Schade, ich hatte mir mehr davon versprochen. Wenn ich mir das jetzt noch mal anhöhren würde, käme ich evtl. zu einem anderen Ergebnis. Aber das Leben ist zu kurz für mittelmäßige Musik.


    Dvorak: Cellokonzert, Tschaikowsky: Rokoko-Variationen


    Herbert von Karajan, dirigiert die Berliner Philharmoniker, außerdem Mstislav Rostropovich. Eine Aufnahme von 1969. Die CD ist nett gemacht, sie sieht aus wie eine kleine LP.


    Gekauft wegen dem Cellokonzert, und weil ich doch ein Cellofan bin. Es gibt jedoch bessere Cellostücke, bei Philip-Glass kommen wir zu einem solchen, einem richtig düsteren Werk, ohne Wenn und Aber.


    Noch zu zwei Schallplatten: Walter Gieseking spielt das Klavierkonzert Nr. 5 von L. van Beethoven. Das fehlt mir noch auf CD!.
    Und Bernstein conducts Bernstein: Fancy Free. Featuring Billy Holliday.




    Debussy: Childrens Corner


    Jacques Rouvier spielt auf einem Steinway, eine Aufnahme von 1984. Nette Klaviermusik. Diverse dieser Stücke habe ich als Erstes mal von Isao Tomito gehört: Snowflakes are dancing.



    Ferde Grofé: Grand Canyon Suite, Mississippi Suite, Niagara Falls Suite


    William S. Stromberg dirigiert das Bournemouth Symphony Orchestra. Eine DVD-A mit Aufnahmen von 1998. Ich habe mir diese Scheibe nur gekauft, weil sie überall in jedem Geschäft mit DVD-As rumlag, und sich nicht verkaufte. Es ist schon etwas seltsame Musik.


    Dvorak: New World Symphony


    James Levine dirigiert das Chicago Symphony Orchestra, eine Aufnahme von 1981.
    Da sieht man, wie eine CD für den amerikanischen Markt aufgebaut ist: Auf der CD-Hülle steht nicht mal der korrekte Titel des Werkes: Antonin Dvorak: Sinfonie Nr. 9 in e-Moll „Aus der neuen Welt“. Ein schönes Stück, das ich auf LP auch von L. Bernstein dirigiert hatte, das war noch lebendiger, davon kommt die SACD als eine der nächsten Scheiben. Das Stück ist viel zu kurz, dafür, dass es so schön ist.



    George Gershwin: Rhapsody in Blue


    Riccardo Chailly dirigiert das Cleveland Symphony Orchestra, mit Katja und Merielle Labèque. Eine Aufnahme von 1987. Außerdem wird noch Lullaby gespielt, und An American in Paris und die Cuban Ouverture.
    Die Rhapsodie stellt hohe Anforderungen an die Orchestermitglieder.


    Sir Edward Elgar: Enigma Variations


    Leonard Bernstein dirigiert das BBC Symphony Orchestra, eine Aufnahme von 1982.
    Was auf der Scheibe auch drauf ist: Pomp and Circumstance, und The Crown of India.
    Hauptsächlich natürlich wegen Pomp und Circumstance gekauft, in welchem Film kam das nochmal vor. Ach ja, ich erinnere mich. Den Rest habe ich wahrscheinlich zum ersten Mal bewusst gehört. Und: auf der CD ist ein fetter Kratzer, und nur einer meiner vielen Player kann die Scheibe korrekt abspielen.



    Bernstein Dvorak New World Symphony


    L. Bernstein dirigiert die New York Philharmonic, eine SACD mit einer Aufnahme von 1962. Das ist mir von den „Aus der neuen Welt“ Sinfonien die lebhafteste. Trotz der Aufnahme von 1962 kann sie, was die Aufnahmequalität angeht, mit den neuesten Aufnahmen mithalten, wenn nicht gar übertreffen.


    Dvorak Symphony No. 9 “From the new world”


    Nikolaus Harnoncourt dirigiert das Concertgebow Orchestra, außerdem noch auf dieser DVD-A ist “The Water Goblin” (Der Wassermann). Eine Live-Aufnahme von 1999.

    Hallo,
    Samstag 18.2.06:


    Cecilia Bartoli: The Salieri Album


    Eine Multi-Ch-SACD, mit Aufnahmen von 2003.
    Ich kenne Salieri viel zu wenig, als dass ich mir eine Meinung über ihn abgeben könnte, ich kenne nur die Stücke dieser Scheibe, und die finde ich nicht schlecht, hauptsächlich aber wegen der Sängerin.



    Berlioz: Symphonie Fantastique, Paavo Järvi, Cincinatti Symphony Orchestra


    Eine Multi-Ch-SACD, eine Aufnahme von 2001. Als Zugabe gibt’s noch „Love Scene from Roméo und Juliette“.
    Die Sinfonie Fantastique ist ein grandioses Stück. Einen Lieblingsdirigenten habe ich nicht, und wenn, dann am ehesten Sir Colin Davis. Live habe ich das Stück noch nicht gehört, das fehlt mir noch. Und wenn, dann in München in der Philharmonie im Gasteig mit Sir Colin Davis.
    Wie bin ich auf dieses Stück gekommen: Erst relativ spät. Im Film Shining gibt es eine schöne Melodie, die am Anfang gespielt wird, traurig, schauerlich, und dann habe ich mal zufällig Ausschnitte aus dem 5. Satz der Sinfonie Fantastique gehört, und gleich erkannt, dass es sich bei der Shining-Titelmelodie um genau das „Dies Irae“ aus dem 5. Satz dieser Sinfonie handelt. Auch bei den andern Sätzen dieser Sinfonie wird man nicht enttäuscht, es ist ein sehr lebhaftes und facettenreiches Werk. Man muß auch die Möglichkeit haben, diese Sinfonie laut spielen zu können.
    Es kommen jetzt in den nächsten Tagen einige Versionen dieser Sinfonie.


    Berlioz: Symphonie Fantastique, Gergiev, Wiener Philharmoniker


    Außerdem noch auf dieser Multi-Ch-SACD „La Mort DeCléopâtra“. Aufnahmen von 2005, Live-Aufnahme.
    Diese Aufnahme gefällt mir besser als die vorherige. Gergiev mit den Wiener Philharmoniern hat einfach mehr Pathos. Trotz der Live-Aufnahme mehr Lebendigkeit, oder vielleicht grade deswegen. Ein Lob an die Tontechniker, sie haben es besser hingekriegt als manche Studio-Techniker.


    Berlioz: Symphonie Fantastique, Carlos Paita, London Symphony Orchestra


    Ohne Jahresangabe, auf der CD-Hülle steht noch “Patent pending”, was darauf hinweist, daß die CD schon etwas älter ist, die Aufnahme auch, aber durchaus hörenswert. Auch technisch gut gelungen.


    Berlioz: Symphonie Fantastique, Jean Fournet, The Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra


    Aufnahme von 1983. Das war die erste Fassung, die ich von dieser Sinfonie gehört habe, die ich sehr gelungen finde. Das CD-Booklet ist komplett auf japanisch – bis auf einen Absatz über Jean Fournet. Er wurde 1913 geboren, war also auch schon 70, als er diese Aufnahme eingespielt hat.


    Berlioz: Symphonie Fantastique, Sir Charles Mackerras, The Royal Philharmonic Orchestra


    Aufnahme von 1994. Außerdem auf der multi-Ch SACD ist Le Carnaval Romain, op. 9.


    Donnerstag der 2. März 2006:


    Berlioz: Symphonie Fantastique, Lorin Maazel, The Cleveland Orchestra


    Eine Aufnahme von 1985. Auch ganz nett.



    Wenn ich jetzt die Aufnahmen vergleiche, so muß ich sagen, dass mir am besten die Fassung von Jean Fournet gefällt, und am wenigsten die von Sir Charles Mackerras.


    Donnerstag der 2. März bis Sonntag 5. März 2006:


    Johannes Brahms: Symphonie No. 1-4, Leonard Bernstein, Wiener Philharmoniker



    Die 4 Sinfonien, die ich habe, sind Aufnahmen von 1983. Auf Schallplatte hatte ich die Sinfonien dirigiert von H. v. Karajan, die haben mir, wenn ich mich so recht erinnere, besser gefallen.


    Ich spiele die Sinfonien so, wie sie im CD-Fach liegen, d.h. in der Reihenfolge 2, 3, 4, 1. Bei der Fernsehaufzeichnung einer Brahms-Sinfonie war ich mal dabei:



    Es gab (speziellen Dank an die Homepage des Musikverseins und der Möglichkeit, auch noch in 1981 zu suchen):
    Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre d - Moll, op. 81
    Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Es - Dur, KV 543
    Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e - Moll, op. 98


    Leonard Bernstein: Fancy Free, Facsimile, On the Town (3 Dance Episodes)


    Der Komponist dirigiert selbst, und zwar das Israel Philharmonic Orchestra, die Aufnahme ist von 1979. Es handelt sich um Ballettstücke, die meiner Meinung nach nur mit Ballet gespielt werden können, ohne den visuellen Reiz gibt’s nur ein paar Ausschnitte, die mir gefallen, am Besten hier der Galopp aus Fancy Free.
    Musicals habe ich auch unter Klassik einsortiert, drum höre ich jetzt auch „West Side Story“ von L. Bernstein (Aufnahme von 1985). Bei „I feel pretty“ kommen gewisse Erinnerungen an die „Wutprobe“, dort wurde das genial umgesetzt. Der Film „West Side Story“ hingegen gefällt mir weniger. Ich habe das auch mal vom BR3 als deutsches Hörspiel aufgenommen, eine Fassung, die mir dagegen gefällt.


    Mittwoch 8.3.06:


    Copland: Appalachian Spring, Rodeo, Fanfare fort the Common Man


    Gespielt von Louis Lane und dem Atlanta Symphony Orchestra, eine Telarc-Aufnahme von 1982. Telarc steht für gute Aufnahmequalität, und das stimmt auf jeden Fall.


    Die Fanfare kann man ja als sogar Lautsprechertest verwenden, und die meisten Lautsprecher werden hier versagen, und die meisten Käufer kaufen sich sowas aus genau diesen Gründen. Die ganze CD hat eigentlich keine Klassik, aber zumindest spielen sie nach Noten und das mit einem symphonischen Orchester. Nett anzuhören. Wird aber schnell langweilig.

    Hallo,
    Sonntag 5.2.06:


    Beethoven: Piano Sonatas Nr. 30, 31, 32 (op 109, 110, 111), Vladimir Ashkenazy
    Aufnahme von 1992


    Ist nett anzuhören. Aber irgendwie ist der Funke bei mir noch nicht übergesprungen. Die Stücke sind meiner Meinung nach nicht durchgehend. Es gibt viele abgehackte Stellen, das Thema driftet ab, findet wieder zurück, ja, es findet sich wieder, aber ich finde das zu kompliziert, zu künstlich, nur um seiner selbst willen, wobei es nicht am Pianisten liegt, sondern an der Komposition. Im Gegensatz zur Appassionata und den anderen schon gehörten Stücken ist mir das zu einfach.


    Beethoven: Symphonie Nr. 4 und Nr. 7, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
    Aufnahmen von 1983


    Allgemein zur Reihenfolge der Sinfonien, so wie ich die Sinfonien einordnen würde:
    1-2-8 gefallen mir weniger als 3-4-5-6-7-9, aber eine weitere Unterteilung ist schwierig.
    Die 7. ist mir aufgefallen im Film Zardoz, mit Sean Connery.


    Beethoven: Symphonie Nr. 5 und Nr. 6, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
    Aufnahmen von 1982


    Wenn ich mir die 5. so anhöre, muß ich sagen, daß sie mir immer noch sehr gut gefällt, obwohl die Melodie schon relativ abgegriffen ist.


    Jetzt finde ich doch die restlichen Sinfonien dirigiert von Herbert von Karajan nicht. Die 9. habe ich zusätzlich noch als DVD-Video, von ihm dirigiert. Das gefällt mir überhaupt nicht, wie er so schauspielert. Außerdem hat die DVD ein Lipsync-Problem. Man meint, es wird Playback gespielt.



    Beethoven: Missa Solemnis
    Hillevi Martinpelto, Elena Zaremba, Herbert Lippert, Ronnie Johansen, Czech Philharmonic Choir Brno, Orchester der Beethovenhalle Bonn, Marc Soustrot


    Aufnahme aus 2002, auf einer DVD-Audio (81:51 Minuten).


    Die Aufnahme wurde durchgeführt von „Musikproduktion Dabringhaus und Grimm“ (DG), bekannt auch durch die 2+2+2 Aufnahmen, auch hierbei handelt es sich um eine solche Aufnahme. „DG“ ist bekannt für seine hervorragende Aufnahmequalität, die sich auch hier zeigt. Die Rückkanäle sind nur mit dem Raumhall belegt, und mehr hätte man auch nicht gebraucht. Bei 2+2+2 sollte man den Center nach links oben, und den Sub nach rechte oben schalten, auf zwei kleine LS, aber das kann nicht, spielt für mich auch keine Rolle.
    Die Missa Solemnis ist einfach schön, ich finde, das ist Beethovens schönstes Werk.
    Ich habe allerdings einige Anläufe gebraucht, bis ich die Missa ohne Unterbrechung von Anfang bis Ende hören konnte.



    Mittwoch 8.2.06


    J. S. Bach: Matthäuspassion
    Ennoch zu Guttenberg, Chorgemeinschaft Neubeuern, Tölzer Knabenchor, Orchester der KlangVerwaltung
    Eine Aufnahme auf 2 DVD-A von 2003 Farao Classics.


    Ein sehr schönes Stück, das mir auf Anhieb gefallen hat. Die Aufnahme finde ich auch hervorragend. Wie bin ich zu dem Stück gekommen: Als die DVD-A rauskamen, habe ich mir so gut wie alles gekauft, was es auf dem Markt gab, und ab und zu wurde ich positiv überrascht. Geistliche Werke sind eigentlich nicht so mein Ding, aber es gibt ein paar herausragende Stücke, so wie z.B. das Requiem von Verdi.


    Donnerstag 9.2.06


    Beethoven: Ouvertüren, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan
    Die Geschöpfe des Prometheus, König Stephan, Die Ruinen von Athen, Egmont, Coriolan, Zur Namensfeier, Die Weihe des Hauses, Leonore I, II, III, Fidelio
    Es handelt sich um ein 2-CD-Set mit Aufnahmen von 1966-1970.


    Man hört bei diesen Aufnahmen sofort den Unterschied zur vorherigen Aufnahme, der Matthäuspassion. Das hier klingt alles so, wie aus 20 m Entfernung aufgenommen. Wenn es nicht teilweise schöne Stücke wären, würde ich den Wert dieser CDs sehr gering ansetzen.
    Was ich noch auf LP habe: eine Fidelio Aufnahme: Lorin Maazel dirigiert das Vienna Philharmonic Orchestra, es singen Birgit Nilsson, James McCracken, Krause, Prey, Sciutti, Boehme, aufgenommen 1964. Gefiel mir eigentlich nie, bis auf einige wenige kurze Stellen.
    Die gleichen Stücke von gleichen Dirigenten habe ich auch auf LP, ich glaube, es fehlt nur die Fidelio-Ouvertüre.


    Beethoven: Symphonie Nr. 7, Nr. 8 und Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria, Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Hugh Wolff
    Eine Live-Aufnahme aus der Frankfurter alten Oper, vom11./12. Dez. 1997. Die gesamte Spielzeit auf der einen Scheibe ist 84 Minuten.


    Es handelt sich um eine Vorstufe einer DVD-A, einer DVD-Video mit Stereo und 5.1-Ton. Der DVD-A-Standard war 1998 noch nicht entgültig verabschiedet. Bei 5.1: Man sitzt im Publikumsraum, um einen herum der Applaus und Gehüstel und ein paar Nebengeräusche. Vorne spielt das Orchester. Geschickt finde ich auch die Verteilung der kämpfenden Truppen bei Wellingtons-Sieg.
    Es geht los, dass die Trommler von hinten in den Zuschauerraum kommen und dann nach vorne gehen, jeweils auf die andere Seite, zuerst die Engländer, dann die Franzosen. Dann wird gekämpft. Sehr beeindrucksvoll. „Kanonen“ von hinten, Musketen auch vorne, alles quer über die ganze Breite verteilt. Das Geschehen verlagert sich immer mehr in Richtung Engländer, und der Ausgang ist ja bekannt.
    Die Bedienung der Scheibe ist mir jedoch zu kompliziert, ich muß immer manuell von einem Stück zum nächsten schalten, nicht wie bei einer richtigen DVD-A, die wie eine CD zu bedienen wäre (Wenn der Hersteller dran gedacht hat).



    Beethoven: Egmont Ouvertüre, Sinfonie Nr. 3, Frederic Chopin Klavierkonzert Nr. 2


    Vladimir Krainjew, Klavier, Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Carl. St. Clair, Dirigent.


    Eine Live-Aufnahme von 1997, es handelt sich wieder um eine DVD-Video als Vorstufe einer DVD-A. Eine meiner ersten DVDs überhaupt. Gesamtspielzeit 93 Minuten.


    Für das Klavierkonzert von Chopin kann ich mich nicht begeistern, aber die Beethoven-Sachen gefallen mir sehr gut und sie sind auch gut gelungen.
    Einmal kurz zur Grundsatzfrage: was gefällt mir und was nicht: Auf der einen Seite ist es die Wiedererkennung von Melodien oder Rhythmen. Es gibt viele aktuelle Pop-Stücke, die mir auf Anhieb gefallen, und wenn ich sie mir dann 3-mal anhöre, kann ich sie nicht mehr hören. Bei vielen klassischen Stücken ist es so, dass ich mir sie oft anhören muß, bis ich sie „begriffen“ habe, d.h. bis ich das Stück so gut wie auswendig weiß. Da gibt es auf der einen Seite Sachen wie z.B. eine Mozart-Sinfonie, die man einmal hört und damit ist die Sache für mich gegessen, und auf der anderen Seite gibt es z.B. Einstein-on-the-Beach von P. Glass, das muß man sich zig-mal anhören, bis man es begriffen hat. Die meisten werden allerdings schon nach einigen Minuten aufgeben. Und dann gibt es noch Wagner, z.B. Tristan und Isolde, das habe ich bisher auch schon ein paar Mal angehört, habe aber noch keinen Zugang gefunden, d.h. keine Wiedererkennung bis auf z.B. die Liebestod-Melodie. Das ist mir einfach zu wenig.


    Sonntag 12.Feb.06
    Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2, und Mahler, Sinfonie Nr. 5


    Eine Live-Aufnahme vom 4/5/6. Juni 97 aus der alten Oper in Frankfurt, Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, Eiji Oue, Gesamtlaufzeit 103 Minuten.


    Bitte nicht aufregen, es ist ja auch meine letzte DVD-Video als DVD-A-Vorstufe. Ist auch nach dem gleichen Rezept gestrickt wie die beiden vorherigen. Gesamtlaufzeit 103 Minuten.
    Was hier auffällt, ist, dass die beiden Stücke überhaupt nicht zusammenpassen. Das Beethoven-Klavierkonzert ist ein leichtes Stück, kann man sich mal so nebenbei anhören, ohne Höhen und Tiefen. Wie gewaltig dagegen ist die 5. Sinfonie von Gustav Mahler. Ist zwar eine schöne Aufnahme, aber an meinen Mahler-Lieblings-Interpreten Haitink kommt sie nicht heran. Ich weiß, eine Live-Aufnahme ist immer etwas problematischer als eine Studio-Aufnahme, aber das würde hauptsächlich die Stimmigkeit der unterschiedlichen Intrumente gegeneinander betreffen, aber die Unterschiede sind nun mal auch im Tempo, in der Hingabe etc. Insgesamt finde ich, es handelt sich nicht um eine unbedingt empfehlenswerte Aufnahme.
    Manche Instrumente sind einfach irgendwo im Raum, es ist nicht nur der Raumhall hinten, sondern auch „Musik“, aber um mitten im Orchester zu sitzen, ist es doch zuwenig und nur stümperhaft durchgeführt.


    Sonntag 12.Feb.06 bis Freitag 17.Feb.
    Beethoven: Sinfonien 1 bis 9. Daniel Barenboim. Berliner Staatskapelle.


    Hierbei handelt es sich um 6 DVD-A. Die Aufnahmen gefallen mir sehr, sowohl technisch einwandfrei als auch interpretatorisch (bis auf ein gelegentliches Stöhnen des Dirigenten). Bei der 9. Sinfonie singen Soile Isokoski, Rosemarie Lang, Robert Gambill, René Pape. Bei manchen Aufnahmen stört mich, dass die Sänger nicht richtig deutsch singen, bei dieser Aufnahme jedoch nicht. Am Ende der 9. warte ich immer drauf, dass es weitergeht mit „Singin’ in the rain“.
    Teilweise habe ich mehrere Anläufe gebraucht, bis ich die Stücke komplett hören konnte.


    Zwischenbilanz: Jetzt habe ich drei Fächer von 35 gehört.

    Hallo,
    als Nachtrag zu Boysen noch:




    Mittwoch 1.2.06: Zur Sortierung der CDs: Innerhalb der einzelnen Buchstaben, zur Zeit haben wird das B, habe ich so gut wie keine Ordnung, die CDs sind relativ gut gemischt.

    Bizet: The Carmen Ballet
    Eine Aufnahme von 1996
    Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, James dePreist, conductor


    Auf der CD befinden sich die Carmen Suite von Georges Bizet, und die Bearbeitung durch Rodion Shchedrin


    Die Carmen-Suite ist so ziemlich das erste klassische Musikstück, das wir daheim angehört haben. Wir hatten es auf einer Schallplatte. Andere Stücke, an die ich mich erinnern kann, war war „Cocktails for 2“ von Spike Jones und „Riders in the Sky“ von einem mir nicht mehr bekannten Sänger, dann noch ein Lied „Mulio Muligno“, ein Lied von einem Esel über einen Esel. Die LP war irgendein früher Sampler von leichter Musik.


    Es ist zwar eine interessante Bearbeitung durch Rodion Shchedrin, aber sie gefällt mir im Prinzip nicht, dazu hat sich mir die Original Carmen-Suite irgenwie zu fest eingebrannt. Sie ist viel zu verspielt, das hat die Carmen Suite gar nicht nötig.
    Außerdem habe ich noch als LP: Bizet: Carmen Suite, l'arlesienne Suite, Ansermet, Orchestre de la Suisse Romande


    Freitag 3.2.06
    Beethoven: Pathétique, Appasionata, Mondschein Sonate, Claudio Arrau
    Aufnahmen von 1964 – 1967


    Das gefällt mir zwar, aber ich finde es schwierig anzuhören. Ich muß mich da total konzentrieren. Stellenweise ist es natürlich leicht anzuhören, aber dann wieder wird’s so kompliziert, daß ich nicht mehr mitkomme. Vielleicht ist es auch nur weil ich auf die Klavierspieler neidisch bin, weil ich das nich kann. Allgemein zu Beethoven/Klavier: „Für Elise“ kann ich grad noch so selber spielen, oder konnte es, und da macht mir das Anhören nur Spaß, wenn ich es länger nicht mehr gehört habe. Ansonsten finde ich es inzwischen zu abgegriffen.


    Beethoven: Die späten Streichquartette, Alban Berg Quartett
    Eine Aufnahme aus den Jahren 1982- 1984, EMI.


    CD 1: Op. 127, 135,
    CD 2: Op. 130, 133
    CD 3: Op. 131
    CD 4: Op. 132


    Ich verstehe nicht, warum die nicht die Stücke in irgendeiner sinnvollen Reihenfolge bringen. Auch wenn man nach der Quartett-Nummer geht:


    CD 1: Quartett Nr. 12, 16
    CD 2: Quartett Nr. 13, Grosse Fuge
    CD 3: Quartett Nr. 14
    CD 4: Quartett Nr. 15


    ist es total durcheinander. Ist das eine geheime Reihenfolge, und ich weiß es wieder mal nicht, oder liegts nur daran, daß es so noch auf 4 CDs gepaßt hat. Also das mit der Großen Fuge, die gegen Ende des op. 133 gespielt wird, das sehe ich ja noch ein, aber grade die CD1 ist schon etwas durcheinander.


    Dieses 4-fach CD-Set kommt in einem zusätzlichen Schuber mit einem Heftchen wo viel drinsteht. Hätte ich vielleicht lesen sollen, wegen der Reihenfolge.
    Das Anhören wird sich noch einige Zeit hinziehen, aber, wie schon geschrieben: ich bin ein Fan von Streichquartetten, und von diesen besonders.
    Wie hat man sich das früher vorstellen müssen: Ein Graf oder Herzog ging zum LvB und hat ein Quartett bestellt? „Liefern Sie zum 1. März ein Streichquartett in zwei Abschriften. Es soll den Schmerz über den Verlust meines Lieblingshauptmanns ausdrücken. Wenn ich damit nicht zufrieden bin, dann: Kopf-ab.“
    Oder „Liefern Sie bis zum Geburtstag meiner Tochter ein leichtes Streichquartett, es muß am 4. April gespielt werden. Die Musiker sind Anfänger, also bitte was Leichtes.“ Beethoven wird sich gedacht haben, dem werde ich es zeigen und hat dann das opus 133 – Grosse Fuge – komponiert. „Ha, denen habe ich es aber gezeigt. Und wenn er sich beschwert: Ich habe ihn falsch verstanden, ich bin ja schließlich taub !.“
    Leider kenne ich die wirklichen Umstände der Kompositionen nicht, muß mal bei Gelegenheit hier im Forum bzw. im Internet suchen. Gerne wäre ich beim komponieren dabeigewesen und hätte LvB geholfen, und wenn’s das Leeren des Mülleimers gewesen wäre.


    Wenn ich das op. 133, die Grosse Fuge, mit einem Wort beschreiben müßte, es wäre „zerfleischend“.

    Hallo
    Johannes Roehl: das ist ja interessant, du hast ja die gleichen Initialen wie ich. In der Firma bin ich über all der JR.


    @Alfred und Robert:
    mir gefällt vieles, aber auch nicht alles. Es gibt durchaus ein paar, hier im Forum hochgeschätzte Komponisten, die ich nicht besonders mag. Ihr werdet es an meinen Lücken feststellen. Viele kenne ich auch nur zuwenig. Und - zu Wagner - habe ich auch noch keinen so richtigen Zugang gefunden, aber dazur mehr in vielleicht ca 1 - 2 Jahren.


    GiselherHH:
    So langsam kommt die Erinnerung zurück, und der Boysen wird's wohl gewesen sein, ich kann mich dumpf an den Namen erinnern. An den Namen des Plattenladens kann ich mich nicht erinnern, er war auf jeden Fall auf der Seite der Hanse-Viertel-Passage, also wohl HanseViertel Schallplatten. Haben die irgendeine Besonderheit beim Bezahlen?


    Ich hätte da noch eine Idee: Wäre fast was für ein neues Thema: Jemand hier aus dem Forum stellt einen Komponisten vor, stellt das Werk vor, oder eine Werkauswahl, macht Vergleiche von Interpretationen usw. Komponisten hierfür gäbe es Viele, ich denke hierbei auch eher an die etwas unbekannteren, z.B. Rachmaninoff, Schostakovic....
    Das größte Problem hierbei dürfte es sein, einen geeigneten Ort zu finden. Da die Forumsmitglieder doch weit auseinander wohnen, gibts hier Probleme. In Müchen wüßte ich jemanden, der bereit wäre, sein Hörstudio für sowas zur Verfügung zu stellen.

    Hallo,
    heute am Sonntag 29.01.2006:


    Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis
    Eine Aufnahme von 1979.
    Edda Moser, Hanna Schwarz, René Kollo, Kurt Moll, Rundfunkchor Hilversum,
    Leonard Bernstein dirigiert das Concertgeboworkest Amsterdam
    CD-Umfang: 2 CDs.


    Ich besitze noch die folgende Aufnahme auf LP:
    Herbert von Karajan dirigiert das London Symphony Orchestra, es singen Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig, Nicolao Gedda und Nicola Zaccaria, Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien. Die einzige Jahreszahl, die ich bei den LPs finden konnte, ist 1959, aber ich denke nicht, daß es das Jahr der Aufnahme ist.


    Auf der Suche nach den Spätwerken von LvB bin ich auch auf die Missa Solemnis gestoßen, die mir sehr gefällt. Irgendwann mal, so gegen Ende der 70er, war ich in so einer Stimmung, daß ich mir vorgenommen habe, für den Rest meines Lebens nur noch die Missa Solemnis anzuhören. Das habe ich wohl einige Tage oder Wochen durchgehalten, wie lange, das weiß ich nicht mehr. Das Schallplattenwechseln ist außerdem doppelt so aufwendig wie das CD-Wechseln: 2 LPs mit 4 Seiten gegenüber 2 CDs. Außerdem: Es gibt ja noch andere schöne Stücke.



    Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9
    Eine Aufnahme von 1983.
    Janet Perry, Agnes Baltsa, Vinson Cole, José van Dam, Wiener Singverein, Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan.


    Auf LP hatte ich diese Aufnahme, und noch eine dirigiert von Leonard Bernstein (die mit dem op. 80 auf der 4. LP-Seite), aber die finde ich nicht mehr. Auf DVD-Audio habe ich noch die Barenboim-Fassung, die kommt aber erst später.


    Hier möchte ich mal kurz erzählen, wie ich zur klassischen Musik gekommen bin, das hat nämlich mit dieser Sinfonie hier zu tun.
    Als Jugendlicher habe ich früher nur Popmusik gehört, der Musikunterricht in der Schule war mir ein Greuel (vor allem wegen dem Lehrer). Das Einzige, was meine Familie sich ab und zu angehört hat, war die Carmen-Suite. Aber ich habe mir dann irgendwann gedacht (ca. 1968 ), daß doch was dran sein müsste. Also habe ich mir von meiner Tante die 9. Sinfonie ausgeliehen, angehört, und für schrecklich befunden, wieder zurückgegeben, und damit war das Thema klassische Musik für mich erledigt. Nach dem ich im Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ war, habe ich mir die dortigen Stücke (Strauß (Richard und Johann), Ligeti etc.) besorgt und öfters angehört, aber ein richtiger Klassikfan war ich nicht. Ein paar Jahre später habe ich dann den Film „Uhrwerk Orange“ gesehen, der ja ebenso von Stanley Kubrick gemacht wurde, dort hat er viel von Beethoven gespielt, der 2. Satz der 9. Sinfonie spielt dort eine große Rolle, und ab da war ich wie umgedreht: So gut wie nur noch klassische Musik. Übrigens: Im Buch „Uhrwerk Orange“ geht es um die 5. Sinfonie.


    Die 9. Sinfonie habe ich noch nie live gesehen, das fehlt mir noch.


    Wie ich diese Aufnahme gegenüber den andern, die ich kenne, empfinde:
    Wenn ich die technischen Aspekte weglasse: Makellos. Bei Bernstein sind die Paukenschläge im 2. Satz deutlicher. Die Barenboim Fassung gefällt mir allerdings am Besten, liegt wohl an der Aufnahmequalität.

    Hallo,
    Nachtrag zum Hamburger Geschäft: nebenan ist eine Buchhandlung, wo ich das Kinderbuch „Meeresstille“ gekauft habe.



    Die Scheiben vom Samstag den 28.01.2006 (heute habe ich so gut wie nichts gemacht und nur Musik gehört)


    Eine Hybrid Stereo SACD:
    Ludwig van Beethoven Streichquartette Teil 7: Op 130 und 133 Grosse Fuge, gespielt von The Lindsays
    Eine Aufnahme von 2001.


    Ich bin ein Fan der späten Streichquartette von Ludwig van Beethoven. Ich habe mir irgendwann mal ein 5-LP-Set gekauft: Die späten Streichquartette gespielt von Guarneri-Quartett. Die spielen das aber relativ schnell, und ich habe mich daran gewöhnt. Dann habe ich andere Interpretationen gehört, und die kamen mir zu langsam vor, bis ich gemerkt habe, so wäre es richtig. Seitdem gefallen mir die Guarneri-Fassungen nicht mehr so gut.
    Diese Fassung hier vom op. 130 und 133 finde ich jedoch gut gelungen.
    Warum ich mir damals die LPs gekauft habe: Ich habe mir gedacht was hat der LvB wohl nach der 9. Sinfonie noch komponiert, das muß ja noch besser sein als die 9. Sinfonie. Dann war ich zunächst enttäuscht, daß es nur Streichquartette waren, die ich mir vorher noch nie angehört hatte. Das war irgendwann in den 70ern. In der Beilage zu den LPs sind einige Kopien der Originale der Noten abgebildet: für mich ist da nichts erkennbar.



    Ludwig van Beethoven: Wellington’s Victory op 91,
    Liszt: Battle of the Huns, Hungarian March to the Assault
    Erich Kunzel – Cincinnati Symphony Orchestra


    Es handelt sich um eine Telarc-Aufnahme mit digitalen aufgenommenen Kanonen und Musketen, von 1983.
    Habe ich schon ewig nicht mehr gehört. Früher hat mir das mal richtig gut gefallen, inzwischen finde ich es eher peinlich. „Wellington’s Sieg“ habe ich auch noch auf einer Schallplatte: Tchaikovsky Ouvertüre 1812 und Beethoven’s Wellington’s Sieg, dirigiert von Antal Dorati, und dem London Symphony Orchestra und dem Minneapolis Symphony Orchestra (Blasorchester der Universität von Minnesota, Bronzekanone und Glockenspiel). Die Schallplatte ist eine aus der Serie Mercury Living Presence, diese Serie gibt es ja auch auf CD schon teilweise zu kaufen, das sind doch die mit dem 3-Kanal-Stereo, wenn ich mich nicht irre. Egal, im Laufe der nächsten 380 CDs kommen da noch ein paar davon vor.



    credo, von Hélène Grimauld
    Es handelt sich um eine Hybrid Multi-ch-SACD, was es aber nicht gebraucht hätte, mit mehreren Stücken:
    John Corigliano: Fantasia on a ostinato for solo piano
    Ludwig van Beethoven: Sonate Nr. 17 op. 31, op 80.
    Arvo Pärt: „credo“ für piano, mixed choir and Orchestra


    Schwedischer Radio Chor, Schwedisches Radio Symphony Orchestra,
    Esa-pekka salonen


    Eine schöne Aufnahme vom op. 80, die anderen Stücke sind nicht so ganz mein Stil. Wie bin ich zum op. 80 gekommen: Es war meines Wissens auf der 4. LP-Seite der 9. Sinfonie von LvB/Bernstein.



    Béla Bartók: Music for Strings, Percussion and Celeste, Divertimento
    Zoltán Kodály: Dances of Galánta


    Dirigent Sir Charles Mackerras, Scottish Chamber Orchestra. Die Aufnahmen sind von linn records von 2004. Es handelt sich um eine Hybrid Multi-ch-SACD, was es aber nicht gebraucht hätte. Diesen Satz werde ich bestimmt noch öfters schreiben können. Bei den meisten 5.1-Klassik-Aufnahmen sind die 3.1-Kanäle überflüssig, aber nicht bei allen.
    Interessant ist, daß im Booklet für jedes Stück genau die Namen der Spieler aufgezeichnet sind. Das gefällt mir (Wo ich allerdings nicht durchblicke ist, daß beim Cello immer ein Gänsefüßchen vorangestellt wird). Die Anordnung der Spieler im Orchester wird im Booklet auch beschrieben, weil das ja anders ist als üblich.


    Zum Stück von Zoltán Kodály: Dances of Galánta. Das hört sich für mich etwas an wie eine Filmmusik. Stellenweise wird es flott, ungarisch, und spannend.


    Schade, daß der Originaltitel der Bartók-Stücke nicht dabeisteht: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta.


    Wie bin ich auf dieses Stück gekommen: 1980 erschien der Film „Shining“ von Stanley Kubrick, nach dem Roman von Stephen King. Dort wird dieses Stück reichlich verwendet, um den sich steigernden Wahnsinn des Jack Torrance zu untermalen. Was sehr gut gelungen ist, wie ich finde.