Beiträge von moderato

    Rudolf Buchbinder




    Als Fünfjähriger wurde Rudolf Buchbinder (*1946) jüngster Student an der Hochschule für Musik in Wien. Sein erstes öffentliches Konzert gab er mit neun Jahren. 1958 wurde er an der Musikhochschule Wien in die Meisterklasse von Bruno Seidlhofer aufgenommen, der auch Friedrich Gulda angehörte. 1961 gewann er, 15-jährig, mit dem Wiener Klaviertrio den ersten Preis beim ARD Musikwettbewerb des Bayerischen Rundfunks, München. 1962 erhielt er die Lipatti-Medaille. Danach betätigte sich Buchbinder vor allem als Kammermusiker. Der Geiger Josef Suk und der Cellist János Starker waren seine Partner. Seither trat er mit allen großen Orchestern und Dirigenten auf. Gelegentlich hat er auch selbst vom Klavier aus dirigiert, etwa in Konzerten mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken. Im Lauf seiner Karriere eignete er sich ein beeindruckendes Repertoire an, welches von klassischen wie romantischen bis hin zu Werken des 20. Jahrhunderts reicht. So war Buchbinder verantwortlich für die Uraufführung von Werken von Gottfried von Einem und von Gerhard Wimberger (2. Klavierkonzert 1984). Bekannt wurde er vor allem als Beethoven-Spezialist. Er hat mehr als 200 Tonträger eingespielt. 1976 gewann er den Grand Prix du Disque für die Aufnahme sämtlicher Klavierwerke von Joseph Haydn. Kommentiert von Joachim Kaiser spielte er bei Musikfestivals Beethovens Klaviersonaten.


    Seit 2007 ist Buchbinder Künstlerischer Leiter des neuen Musik-Festivals Grafenegg auf Schloss Grafenegg (Niederösterreich). 2024 gibt er diese Funktion in andere Hände. Er wird Präsident des Festivals.


    Quelle: Wikipedia


    Zum Pianisten Derek Han gibt es einen Thread.


    Derek Han, Pianist (1957-2021)

    Lieber @atewes


    Der Artikel wurde 2019 verfasst. Da ich aus Zimbabwe stamme, habe ich Kenntnis über die Situation. Das Verhältnis Mensch und Elefantenpopulation muss geregelt werden. Wilderei ist in jedem Fall zu bekämpfen und der Bevölkerung Alternativen zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation aufzuzeigen.


    Es wäre im Handel nicht ersichtlich, aus welcher Quelle Elfenbein stammt. Wird diesem Material ein rechtmässiger Status zugestanden, werden falsche Anreize gesetzt.

    Die Blu-ray Disc/DVD von L'histoire du soldat ist beim Werbepartner erhältlich.


    Nederlands Dans Theater, Orchester, David Procelijn


    Stolzer Preis für 51 Minuten.



    An diese Musik muss ich mich immer denken, wenn ich zwischen Chur und Wallenstadt auf der Autobahn und Autostrasse fahre. Denn hier irgendwo sind sich Soldat und Teufel begegnet. Warum es diese Wegstrecke ist, ist mir ein Rätsel. Es soll sich um ein schweizerisches Volkslied handeln, das ich allerdings nicht kenne. Hat der deutsche Übersetzer diese beiden Orte ausgewählt? In der Synopsis werden Chur und Wallenstadt auch erwähnt.


    Im französischen Text steht "Entre Denges et Denezy"


    http://inmusica.fr/HDA/index_h…storia%20do%20soldado.pdf

    Igor Strawinsky


    L'histoire du soldat, Trio für Klarinette, Violine und Klavier


    Der russische Komponist hatte eine szenische Aufführung mit Rezitation eines Textes von C.F. Ramuz für Kammerorchester komponiert.


    Im Forum gibt es im Opernführer (!) einen eigenen Thread dazu:


    STRAWINSKY, Igor Fjodorowitsch: L’HISTOIRE DU SOLDAT


    Musik daraus hatte Strawinsky für dieses Trio verwendet.


    0:00 I. Marche Du Soldat

    1:32 II. Le violon du Soldat

    4:04 III. Petit Concert

    6:48 IV. Tango - Valse - Rag (8:54 Valse, 10:51 Ragtime)

    12:55 V. Danse du Diable


    Im Forum verdient dieser Thread wenig Beachtung, was er in meiner bescheidenen Einschätzung nicht verdient. Was sind die Gründe?


    Der Wert der Lauteninstrumente wird gering eingeschätzt.


    Renaissancemusik ist nicht im Fokus der Mitglieder des Forums.


    Dem Sologesang ist man eher abgeneigt.



    Was sind meine Argumente für dieses Genre? Wer sich in die Musik verliebt hat wie unser Forenbetreiber Alfred Schmidt, den muss ich nicht überzeugen.


    Lautenisten sind klangverliebt und sind grosse Meister dieser Musik. Sie müssen sich in die Tabulatoren-Notation einarbeiten, was musikalischen Geschmack für die Interpretation erfordert.


    Das Repertoire der Renaissancemusik ist vielfältig und hat von Italien ausgehend in ganz Europa Verbreitung gefunden. Sie steht in ihrer Spätphase am Schnittpunkt der Polyphonie und Homophonie.


    Man muss die gezupften und arppegierten Akkorde der Lauten und Theorben mögen. Die tiefen Basstöne der Theorbe lassen mich erschauern, wenn sie aus den Lautsprechern erklingen.


    In den Liedern ist es für den Hörer wertvoll sich mit den Texten der Poesie zu befassen. Sie kreisen um die zeitlosen Themen Liebe und Tod.


    Ob es historisch korrekt Tenor oder Countertenor singen oder eine Frauenstimme ist Geschmacksache.

    Drei Lauten erklingen auf dieser CD in Bearbeitungen vokaler Werke der Renaissance von Orlando di Lasso und seiner Zeitgenossen.


    Evangelina Mascardi (Laute) spielt. Manchmal sind Frederic Zigante (Alt- und Tenor- Laute) und Cornelia Demmer (Bass-Laute) beteiligt.


    Die Erwähnung Roland de Lassos auf dem Cover ist dem Umstand geschuldet, dass die aus Belgien stammende Aufnahme im Label Musique En Wallonie erscheint. Dort wird Französisch gesprochen.


    Der Name wird in verschiedenen Sprachen unterschiedlich geschrieben: Hruotland, auch Hruodland, im Deutschen und Französischen traditionell Roland, im Baskischen Errolan, im Spanischen Roldán oder Orlando, im Katalanischen Rotllà und im Italienischen Orlando.


    Lieber ChKöhn


    Ich gehe mit dir einig, dass man nicht autorisierte Aufnahmen nicht veröffentlicht.


    Was die Erben mit einem Nachlass machen, ist ihre Sache. Leider. 70 Jahre sind sie die finanziellen Nutznießer. Mit den "Mozart"-Bändern wurde die von uns gesetzte Linie (siehe oben) überschritten.


    Gulda hatte die "Clavichord"-Bänder an seinen Schüler weitergegeben. Vielleicht mass er ihnen keine künstlerische Qualität zu oder wollte ihm ein Geschenk machen. Zitat: "Ursprünglich nur zur Selbstkontrolle seines Spiels aufgenommen, wurden die Bänder an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Situationen eingespielt: Mal im kleinen Konzertsaal, im Hotelzimmer oder in Guldas Künstler-Klause in Weißenbach am Attersee."

    Was Knapp nach dem Tod des Meisters damit gemacht hat, kann finanzielle Gründe haben oder Ausdruck einer naiven Verehrung sein, ohne den künstlerischen Wert zu berücksichtigen.

    Zu den Clavichord-Bändern, die Gulda seinem Schüler Thomas Knapp überlassen hat. Wie ChKöhn schreibt, die Bänder waren nicht zur Veröffentlichung gedacht.

    Ich muss zugeben, dass mir solche ungefragt posthum veröffentlichten Einblicke in die Übewerkstatt nicht sympathisch sind. Schon bei den "Mozart-Tapes" bin ich mir ziemlich sicher, dass Gulda da über weite Strecken bestimmte musikalische Aspekte trainiert, aber keine musikalischen Aussagen für die Öffentlichkeit getroffen hat. Dass sie trotzdem veröffentlicht wurden, hat einen einfachen Grund: Man konnte damit Geld verdienen.

    Die Gründe, weshalb Gulda die Bänder weiter gegeben hat und weshalb sie auf Tonträger herausgekommen sind, kennen wir nicht. Es muss Spekulation bleiben.


    Wenn bisher unbekannte Aufzeichnungen eines sehr bekannten Pianisten veröffentlich werden, werden die Fans jubeln. Für Gulda war es Übungsinstrument im Hotelzimmer, um niemanden zu stören. Und im Konzert konnte er dem Publikum mit elektronischer Unterstützung das Instrument vorführen. Auf Konzerttournee musste er kein Cembalo mitführen sonden den besser zu transportierenden Kasten des Clavichords.


    Das Clavichord führt heute ein Schattendasein, von dem nur Kenner die historische Bedeutung einordnen können. Für mich hat die CD nur dokumentarischen Wert. Allzu viele Aufnahmen mit Clavichord gibt es nicht. Auf der Konzertbühne wird man diesem Tasteninstrument nicht begegnen, dafür ist es aus bautechnischen Gründen nicht geeignet.

    Auf Lautenlieder scheint John Dowland (1562-1626) im Tonträgermarkt das Monopol zu haben.


    Diese SACD des Labels Ars ist aufnahmetechnisch gelungen, Sänger und Instrumentalist sind räumlich gut wiedergegeben.

    Der Tenor David Munderloh, ausgebildet an der Schola Cantorum Basiliensis singt vibratoarm und der Lautenist Julian Behr begleitet einfühlsam. Zwischen die 16 Lieder sind 5 Solostück aus der Zeit Dowlands gesetzt.


    Zum Lautenisten: Nach einem Aufbaustudium bei Joachim Held am Hamburger Konservatorium studierte Julian Behr Alte Musik und Lauteninstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel bei Hopkinson Smith. Von 2007 bis 2011 unterrichtete er Laute an der Musikhochschule Nürnberg, seit 2020 hat er die Professorur für Laute an der Schola Cantorum Basiliensis inne.


    David Munderloh lässt sich in der englischen Sprache coachen: Von unschätzbarem Wert war seine enge Zusammenarbeit mit Anthony Rooley, der seine Interpretation englischer Lautenlieder begleitet.


    Nathan Williamson




    Nathan Williamson studierte bei Malcolm Singer und Joan Havill an der Guildhall School of Music and Drama und an der Yale University, wo seine Hauptlehrer Ezra Laderman, Martin Bresnick, Michael Friedmann und Joan Panetti waren, deren Stellvertreter er bei ihrem revolutionären „Hearing“ ernannt wurde 'Programm zur Gehörbildung und Gehöranalyse. Es folgten weitere Aufbaustudien bei Robert Saxton an der Universität Oxford, bevor er eine Lehrtätigkeit an der Yehudi Menuhin School aufnahm. Nathan lebt heute in der Stadt Southwold an der Küste von Suffolk, wo er den Southwold Music Trust gründete und leitet, der darauf abzielt, Musik durch Auftritts- und Bildungsinitiativen mit Musikern aller Fähigkeiten und seiner Schwesterorganisation zu einem zentralen Bestandteil der örtlichen Gemeinschaft zu machen, die Southwold Concert Series, die seit 2008 rund 60 Veranstaltungen an lokalen Veranstaltungsorten durchgeführt hat.




    Die Tenorstimme der Eingangsarie-Arie Meine Seufzer, meine Tränen aus der gleichnamigen Kantate BWV 13 wird von zwei Blockflöte, Oboe da Caccia, Basso Continuo von Orgel und Cembalo umspielt.


    Meine Seufzer, meine Tränen

    Können nicht zu zählen sein.

    Wenn sich täglich Wehmut findet

    Und der Jammer nicht verschwindet,

    Ach! so muss uns diese Pein

    Schon den Weg zum Tode bahnen.


    Die Bachkantate (033): BWV13: Meine Seufzer, meine Tränen




    In dieser optischen Umsetzung kann man die Stimmen verfolgen.




    Das inaktive Mitglied MarcCologne erwähnt die Bass-Arie Ächzen und erbärmlich Weinen und ihre Begleitung von zwei Blockflöte und Violine, die unisono die Singstimme begleiten.


    Ächzen und erbärmlich Weinen

    Hilft der Sorgen Krankheit nicht.

    Aber wer gen Himmel siehet

    Und sich da um Trost bemühet,

    Dem kann leicht sein Freudenlicht

    In der Trauerbrust erscheinen.