Beiträge von moderato

    Sergei Prokofieff (1891-1953): Sonate für 2 Violinen op.56

    Arthur Honegger (1892-1955): Sonatine H. 29 für 2 Violinen

    Eugene Ysaye (1858-1931): Sonate a-moll op. posth. für 2 Violinen


    Raphael Oleg, Fréderic Angleraux


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    Eine andere Sicht auf das Thema Traum ist diese Dokumentation The Dreamer, die Thomas Quasthoffs Weg auf die Opernbühnen der Welt beschreibt.


    Seinen Lebenstraum hat er gegen alle Widerstände verwirklicht.


    Prädikat besonders empfehlenswert


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    Noch eine Blutauffrischung, diesmal mit Cello und Viola in einem Song von Adele.


    Nathan Chan, Cello und ThatViolaKid an der Bratsche


    Auch wenn sich das Stück orchestral weitet habe ich den You tube Beitrag hier gesetzt. Good Vibes!


    Blutauffrischung mit Überraschungen - Quer durch die Musikgeschichte spielen Albert Chang, Violine und Kevin Chung, Cello im Duo.


    Man sieht wie die Saite des Cellos schwingt.




    0:09 - Scotland the Brave

    0:25 - Canon - Johann Pachelbel

    0:52 - Eine Kleine Nachtmusik - Wolfgang Amadeus Mozart

    0:57 - Symphony no. 5 - Ludwig van Beethoven

    1:04 - In the Hall of the Mountain King - Edvard Grieg

    1:22 - Also Sprach Zarathustra - Richard Strauss

    1:32 - In The Mood - Glenn Miller

    1:46 - Let It Be - The Beatles

    2:05 - Jaws Theme Song - John Williams

    2:14 - Nokia Tune

    2:32 - Smooth Criminal - Michael Jackson

    2:50 - Back In Black - ACDC

    3:08 - I Want It That Way - Backstreet Boys

    3:27 - Jack Sparrow - Hans Zimmer

    3:47 - Secrets - OneRepublic

    Robert Mann (1920-2018)


    Der Komponist war Gründungsmitglied des Juillard String Quartets und 52 Jahre lang dessen erste Violinist.



    Dreamtime für Viola


    1. Satz Slow Rubato




    2. Tarantella: Presto


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    Franz Liszts h-Moll Sonate bin ich früh begegnet.


    Diese Aufnahme mit Krystian Zimerman hörte ich. Und könnte mit ihr nichts anfangen. Eine sinnlose Anhäufung von Tönen.



    Die Scheibe lag im Regal, ohne dass ich sie wieder hören wollte.


    Die Gesamtaufnahme des lisztschen Klavierwerkes mit Leslie Howard habe ich komplett durchgehört. Mit seiner Tonsprache kann ich durchaus etwas anfangen.



    Nur diese Sonate h-Moll blieb mir ein Buch mit sieben Siegeln.


    Ich habe etliche Gesamtaufnahmen aller Interpretationen von Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz und Claudio Arrau. Darin sind Scheiben mit dieser Sonate. Um die h-Moll Sonate habe ich bewusst einen weiten Bogen gemacht.


    Einzelaufnahmen haben sich auch in meine Regale verirrt, weil die h-Moll Sonate mit anderen Werken gekoppelt ist, die mich interessierten. Die Tracks, welche die h-Moll Sonate betreffen, habe ich ausgelassen.


    Es sind mittlerweile neun Einspielungen vertreten, solche, die im Thread lobende Erwähnung fanden. Der grösste Teil ist ungehört.


    Mit der Restaurierung des Threads zu dieser Sonate im Tamino-Forum habe ich mich erneut damit hörend beschäftigt. Liszt: Die Klaviersonate in h-moll


    Den Wikipedia-Beitrag mit der Aufschlüsselung der Struktur war mir eine Landkarte, um mich zurechtzufinden. Eine Audio-CD mit einer Werkanalyse und einer These zur-Moll Sonate habe ich mir angehört.


    Dr. Holger Kaletha hat seine sehr lesenswerten Gedanken zur Sonate h-Moll im Forum hier zugänglich gemacht:

    Doctor Gradus ad Parnassum (IV) Musik als tönende Poesie: Franz Liszts Klaviersonate h-moll


    Bei allem Wissen und grosser Offenheit: Der Funken will bei mir nicht überspringen.

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    Trotz heissem Bemühen gibt es musikalische Werke, die einem nicht zugänglich sind, mit denen man nichts anfangen kann.


    Nach Jahren hat sich die Sicht und das Verständnis vielleicht verändert. Man ist gereift.


    Oder man hatte ein Erweckungserlebnis und hat den Weg gefunden.


    Oder das Werk bleibt ein Buch mit sieben Siegeln.


    Berichtet von euren Erfahrungen.


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    Johann Strauss


    Wer uns getraut, aus: Der Zigeunerbaron



    Die einfachen Dinge sind die schönsten, wie dieses Duett aus der Operette Der Zigeunerbaron. Die Rollen von Dompfaff, Nachtigall und Storch klar definiert.


    BARINKAY

    Wer uns getraut?

    Ei sprich!


    SAFFI

    Sag' Du's!


    BARINKAY

    Der Dompfaff, der hat uns getraut!


    ALLE

    Der Dompfaff, der hat sie getraut!

    Ja, ja!


    BARINKAY

    Im Dom, der uns zu Häupten blaut!


    SAFFI

    O seht doch, wie herrlich,

    voll Glanz und Majestät!


    BARINKAY

    Mit Sternengold, mit Sternengold,

    So weit Ihr schaut, besät!


    SAFFI, BARINKAY

    Und mild sang die Nachtigall

    Ihr Liedchen in die Nacht:

    Die Liebe, die Liebe

    Ist eine Himmelsmacht!


    ALLE

    Ja - mild sang die Nachtigall

    Ihr Liedchen in die Nacht:

    Die Liebe, die Liebe

    Ist eine Himmelsmacht!


    CARNERO

    Und wer war Zeuge dabei?


    BARINKAY

    Wer Zeuge war?

    Ei sprich! -


    SAFFI

    Sag' Du's!


    BARINKAY

    Zwei Störche, die klapperten laut -


    ALLE

    Zwei Störche, die klapperten laut!

    Ja ja!


    BARINKAY

    Das Storchenpaar hat zugeschaut.


    SAFFI

    Es nickten und blickten

    So schlau uns Beide an!


    BARINKAY

    Als sagten sie:

    O liebet Euch,

    Ihr seid ja Weib und Mann!


    SAFFI, BARINKAY

    Vergesst nie, - dass oft der Storch

    Das Glück in's Haus gebracht, -

    Wo Liebe, - ja Liebe

    Daheim - die Himmelsmacht!


    ALLE

    Vergesst nie, dass oft der Storch

    Das Glück in's Haus gebracht,

    Wo Liebe, - ja Liebe

    Daheim - die Himmelsmacht!



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    Als Schwanengesang bezeichnet man das letzte Werk eines Musikers oder eines Dichters. Mit diesem Vogel hat ein Werk somit nur bedingt etwas zu tun.


    Wikipedia klärt über die Ethymologie des Wortes auf:


    Der Ausdruck geht auf einen alten griechischen Mythos zurück, der besagt, dass Schwäne vor ihrem Tode noch einmal mit trauriger, jedoch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen. In einer Fassung dieses Mythos wanderte Kyknos in einem Pappelhain am Ufer des Flusses Eridanus, den Tod seines treuesten Freundes Phaëton betrauernd. Dabei sang er auf eine von keinem anderen Gesang an trauriger Schönheit übertroffene Weise. Da hatten die Götter Mitleid mit ihm und verwandelten ihn in einen Schwan aus leuchtenden Sternen. In Phaidon erklärt Sokrates den besonders eindrucksvollen und fröhlichen Gesang der Schwäne vor ihrem Tod mit deren Vorkenntnis des Guten in der Unterwelt. Einer der ältesten Belege für die Vorstellung, Schwäne würde bei ihrem Tod in einen traurigen Gesang verfallen, findet sich in der Tragödie Agamemnon von Aischylos: Nachdem Klytaimnestra ihren Gatten Agamemnon und dessen Sklavin Kassandra getötet hat, weist sie darauf hin, Kassandra habe vor ihrem Tod eine letzte Prophezeiung getätigt, so wie Schwäne ein letztes Mal sängen.


    Von Franz Schubert kennen wir den Liedzyklus Schwanengesang D. 957, den sein Verleger zusammengestellt hat.


    Der letzte Werkzyklus von Heinrich Schütz (1585-1672) aus seinem Sterbejahr 1672 heißt Schwanengesang (SWV 482-494), ein typisches Alterswerk.


    00:00 Wohl denen, die ohne Wandel leben (Nr. 1, SWV 482)

    05:10 Tue wohl deinem Knecht (Nr. 2, SWV 483)

    10:30 Zeige mir, Herr, den Weg (Nr. 3, SWV 484)

    16:12 Gedenke deinem Knechte an deinem Wort (Nr. 4, SWV 485)

    22:30 Du tust Gut's deinem Knechte (Nr. 5, SWV 486)

    29:30 Meine Seele verlanget nach deinem Heil (Nr. 6, SWV 487)

    00:00 Wie habe ich dein Gesetz so lieb (Nr. 7, SWV 488)





    00:00 Ich hasse die Flattergeister (Nr. 8, SWV 489)

    07:00 Deine Zeugnisse sind wunderbarlich (Nr. 9, SWV 490)

    13:10 Ich rufe von ganzem Herzen (Nr. 10, SWV 491)

    20:54 Die Fürsten verfolgen mich ohn Ursach (Nr. 11, SWV 492)

    29:05 Jauchzet dem Herren alle Welt, dienet dem Herren (Nr. 12, SWV 493)

    36:20 Meine Seele erhebt den Herren (Nr. 13, SWV 494)




    Das ist die in Beitrag 1 und 4 erwähnte 1. Sinfonie E-Dur von Hans Rott (1858-1884):


    Radio-Symphonieorchester Wien, Dennis Russell Davies


    Im Nachlassverzeichnis Johann Sebastian Bachs aus dem Jahr 1750 sind zwei Lauten-Cembali vermerkt.


    So liegt es nahe, die Französischen Suiten BWV 812-817 auf Instrumenten mit dieser Bauweise einzuspielen. Das Label Brilliant Classics, das in diesem Thread bereits mit anderen Aufnahmen der Französischen Suiten mit Cembali vertreten ist, hat die Interpretation des amerikanischen Cembalisten Wolfgang Rübsam auf dem Lauten-Cembalo herausgebracht.


    "Star" dieser Aufnahme ist das verwendete Lauten-Cembalo des amerikanischen Cembalobauers Keith Hill, sein Opus 458, das einen kantablen Spielstil erlaubt. Da Darmsaiten ohne Dämpfer zur Verwendung kommen, ist das Klangbild wärmer mit sonorer Tiefe und heller Höhe als bei einem herkömmlichen Cembalo. Das heisst: Der Klang des Cembalos wird mit demjenigen der Darmsaiten einer Laute kombiniert.


    Keine originalen Autographen von Johann Sebastian Bachs Hand sind von den Toccaten BWV 910-916 überliefert. Sie sind nur in Abschriften seiner Schüler erhalten, die teils voneinander abweichen.

    Sie entstanden zwischen 1707, eventuell auch früher, und 1713. Der Meister hat sie im Unterricht eingesetzt.


    Die sieben Toccaten sind im Stiles Phantasticus des norddeutschen Orgelbarock gehalten.


    Wikipedia beschreibt den Aufbau so: Sie "... haben improvisatorischen Charakter, der auch zahlreiche rhythmische Freiheiten zulässt. Nach einem einleitenden virtuosen Laufwerk folgt meistens ein langsamer Satz mit einer anschließenden lebhaften Fuge, oft mit Vorliebe doppelthemig, dann ein ausdrucksvolles Adagio, zum Abschluss wieder ein fugenhaftes, meist doppelthemiges Allegro."


    Eine gelungene Einspielung hat das Label Brilliant Classics auf einer Doppel-CD herausgegeben. Der amerikanische Cembalist Wolfgang Rübsam hat "ein rhethorisch-agogisch sensibles und ornamental und improvisatorisch einfallsreiches Spiel." Der erforderliche Anschlag und die erzeugte Klangfülle sind zart, subtil schattiert. Er hat die Toccaten auf einem Lautencembalo des Klavierbauers Keith Hill eingespielt, das einen vollen sonoren in der Tiefe und in höheren Lagen brillianten Klang besitzt. Es wurde die farbenreiche Temperatur nach Vallotti mit der sich reinen Terzen annährenden Stimmung verwendet. Die Wahl dieses einmanualigen Instrumentes, das Keith Hill als besonders überzeugend beschreibt, ist ein Hörvergnügen und ein Vorzug dieser Aufnahme. Johann Sebastian Bach besass nachweislich zwei Lauten-Cembali. Anders als in der Produktinformation erwähnt, ist im Booklet die deutsche Übersetzung des englischen Textes.


    Übrigens: Das schöne Coverbild ist ein Detail der Bemalung des verwendeten Lauten-Cembalos.


    Nähere Angaben zur Aufnahme entnehme man der Produktinformation des Werbepartners.




    Weitere Aufnahmen der Toccaten BWV 910 - 916, von denen es nicht wenige gibt, hier beim Werbepartner:


    https://www.jpc.de/s/johann+sebastian+bach+bwv+910+-+916

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    Wo das Spiel der 18 mozartschen Klavier-Sonaten (plus Fantasie c-moll KV 475) auf Originalinstrumenten in Diskussion ist, wird man an der Aufnahme von Arthur Schoonderwoerd nicht vorbeikommen können. Er hat sie auf Hammerklavier, Tangentenflügel und Clavichord eingespielt. Die 6er-Box erschien 2013, Aufnahmejahre 2011/2012


    Die Aufnahmen des Labls Accent sind längst vergriffen. Leider.

    Wer sich nach einem antiquarischen Exemplar der 6er-Box umschaut, kann fündig werden.


    Vielleicht erbarmt sich das Label Accent und wagt eine Wiederveröffentlichung.


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    Diese aufschlussreiche, akribische Untersuchung mache ich durch die Verlinkung zugänglich:


    Thomas Glaser hat 2021 eine Arbeit zu "Formgestaltung aus aufführungspraktischer Perspektive. Zur Interpretationsgeschichte von Beethovens 33 Veränderungen über einen Walzer von A. Diabelli op. 120" an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz eingereicht und in der Zeitschrift der Gesellschaft für Musiktheorie/18/Sonderausgabe veröffentlicht.


    66 Aufnahmen, die zwischen 1937 und 2018 erschienen, hat der Autor untersucht. Mehr Informationen im Abstract.


    https://www.gmth.de/zeitschrift/artikel/1128.aspx

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    Ludwig van Beethoven (1770-1827)


    Klavierkonzerte Nr. 1 bis 5

    mit Kadenzen des Komponisten


    Georges Pludermacher, Brittany SO, Moshe Atzmon


    Der französische Pianist ist kein künstlerisches Leichtgewicht. Eine durchdachte Interpretation.


    Live-Aufnahmen 2004

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