Beiträge von moderato

    Dietrich Fischer-Dieskau singt das Schubert Lied Die Sterne D. D.939 (op. 96 No. 1) begleitet von Svatoslaw Richter. Eine Aufnahme aus dem Jahr 1978.


    Man schaue in das Gesicht des Liedinterpreten. Wie der Liedtext durchlebt wird, ist grosse Kunst. Chapeau.


    Gedicht von Karl Gottfried Ritter von Leitner (1800-1890)


    Die Sterne


    Wie blitzen

    Die Sterne

    So hell durch die Nacht!

    Bin oft schon

    Darüber

    Vom Schlummer erwacht.


    Doch schelt' ich

    Die lichten

    Gebilde d'rum nicht,

    Sie üben

    Im Stillen

    Manch heilsame Pflicht.


    Sie wallen

    Hoch oben

    In Engelgestalt,

    [Und]1 leuchten

    Dem Pilger

    Durch Heiden und Wald.


    Sie schweben

    Als Bothen

    Der Liebe umher,

    Und tragen

    Oft Küsse

    Weit über das Meer.


    Sie blicken

    Dem Dulder

    Recht mild in's Gesicht,

    Und säumen

    Die Thränen

    Mit silbernem Licht.


    [Sie]2 weisen

    Von Gräbern

    Gar tröstlich und hold

    Uns hinter

    Das Blaue

    Mit Fingern von Gold.


    So sey denn

    Gesegnet

    Du strahlige Schar!

    Und leuchte

    Mir lange

    Noch freundlich und klar.


    Und wenn ich

    Einst liebe,

    Seyd hold dem Verein,

    Und euer

    Geflimmer

    Laßt Segen uns seyn.



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    Ebenfalls von der Lichtfülle des Südens war Vincent van Gogh (1853-1890) begeistert. Sein blühender Pfirsichbaum aus dem Jahr 1888 hängt im Van Gogh Museum in Amsterdam.


    van_gogh_bluehender_pfirsichbaum.jpg


    Eine Variante hat Vincent Van Gogh gemalt. Er hat es später als die Erstfassung gemalt. Auf die Leinwand hatte er "Souvenir de Mauve Vincent" mit dem Pinsel geschrieben. Das Bild hängt im Köller Museum in Otterlo ebenfalls in den Niederlanden.


    vincent_van_gogh_bluehende_pfirsichbaume.jpg

    Lieber Alfred Schmidt


    Das Bild habe ich gefunden wie dessen Urheber: Er heisst William James Bennett (1784-1844) und hat das Aquarell um 1827 für eine Publikation des New Yorker Hafens gemalt. Sicht auf die South Street von der Maiden Lane. Es gehört zum Sammlungsbestand des Metropolitan Museum of Art in New York. "McKibbin & Gayley Grocers" steht auf dem Schild am Gebäude. Die Firma scheint nicht mehr zu bestehen.


    Es grüsst aus der Schweiz nach Wien


    moderato


    main-image

    Lieber Alfred Schmidt


    Der Komponist Frederick Bristow lebte von 1825 bis 1898 in New York. Meine Vermutung: Das Bild zeigt den Hafen von New York.


    Auf dem Gemälde ist am Backstein-Gebäude rechts ein Schild einer Firma angebracht. Wenn ich das Bild vergrössere lese ich McKib... . Ein Anhaltspunkt, wo das Gemälde entstanden sein könnte. Vielleicht gibt es diese Firma heute noch.


    Die Kleidung der Seeleute lässt mich auf frühes 19. Jahrhundert 1820 bis 1830 schliessen.


    Dort wo der Broadway an der Südspitze Manhattans endet, liegt das Hafen-Gebiet.


    PressHeader2005.037.0002-scaled-1536x851.jpg


    Seaport sieht heute so aus. Die Amis sind fix beim Abreissen alter Bausubstanz.


    Scherm-Row-exterior-NYT-credit-Michael-Nagle.jpg


    Stimmen meine Vermutungen?


    Mal schauen, ob ich noch mehr herausfinde.


    LG moderato

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    Lieber Alfred Schmidt


    Du hast die Handschrift des Malers Dirck Hals (1591-1656) sofort erkannt: Auffällig ist die Darstellung der Beine in seinen zahlreichen Bildern. Er ist der Bruder des begnadeten Portraitisten Frans Hals. Schön, dass ich deinen Geschmack bei der Auswahl des Covers getroffen habe.


    Ich muss deine Befürchtung leider bestätigen: Du hast die Ehre, das nächste knifflige Rätsel zu stellen.


    Das Kästchen zu Füssen der Herren ist mit heissen Kohlestückchen gefüllt.


    Das Gemälde befindet sich in einer privaten Sammlung in Massachusetts, USA.


    Es grüsst hochachtungsvoll nach Wien


    moderato


    image-asset.jpeg?format=750w


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    Sehr empfehlenswert ist diese CD mit Bearbeitungen für Oboe von Liedern, die Camille Saint Saëns (1835-1921) komponiert hat.

    Die Sonate op. 166 gibt's auch noch zu hören. Der Oboist ist ein Könner seines Faches.


    Bart Schneemann, Oboe

    Paolo Giacometti, Klavier


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    Ich höre Musik von Mono über Stereo bis 5.1. Surround Aufnahmen auf hochwertigen Boxen. Das stehen vorne und hinten identische grosse Boxen-Paare, ein mittiger Center und ein Subwoover-Würfel im Raum. Bis das Ensemble stimmig tönte, musste ich viel ausmessen und einrichten. Den Kabelsalat, den die sechs Boxen benötigen, habe ich gut hinter Bodenleisten und Regalen verstecken können.


    Dabei muss man sich immer vor Ohren halten, dass eine Tonkonserve in welchem Format auch immer ein Kompromiss darstellt, der der Wirklichkeit möglichst nahe kommen will.


    Der künstlerische Wert einer Interpretation ist mir aber wichtiger als der Raumklang. Da kann mich eine Monoaufnahme mit Rauschen der Schellack-Platten durchaus packen.



    Heute hörte ich mehrmals eine Aufnahme mit Kammermusik für Violine von Maurice Ravel in Stereo. Ich bemerkte erst später, dass es eine SACD mit 5.1 Abmischung war und drückte das entsprechende Köpfchen. Die räumliche Tiefe nahm zu und die Musik mit der rückwärtigen Reflexion füllte den ganzen Raum. Ich erhalte einen Mehrwert, den ich nicht missen möchte.



    Wenn ich im Zentrum des Geschehens sitze, ist das für mich ein besonderes Erlebnis und die Tontechniker sich um mich als Hörer bemühen wie das Label Tacet es leisten, geniesse ich die audiophile Aufnahmen. Die Chöre und Solisten von dieser SACD mit Motetten von Guillaume Bouzignac im Real Surround Sound Verfahren aufgezeichnet werden nach musikalischen Gesichtspunkten im Raum um den Hörer platziert. Da schmelze ich jedes Mal hin, was mir geboten wird.



    Das Label Pentatone hat sich ausschliesslich den Mehrkanal-Aufnahmen verschrieben. Neben Neuaufnahmen werden auch die in diesem Thread erwähnten Quadrophonie Aufnahmen aus den 70er Jahren von den Tontechnikern remastert. Die heutigen technischen Möglichkeiten der SACD überbietet die LP-Ära mit Leichtigkeit.



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    Ich höre gebannt den Klängen von dieser SACD.


    Maurice Ravel (1875-1937): Musik für Violine und Klavier


    Tzigane;

    Violinsonate;

    Berceuse sur le nom de Gabriel Faure;

    Sonate für Violine & Cello;

    Piece en forme de Habanera;

    Violinsonate op. posth. (in einem Satz)


    Sasha Roshdestvensky, Violine; Josiane Marfurt, Klavier; Michal Kanka, Cello


    Lieber Rheingold1876


    Ich hab aufs das Cover geklickt und beim Werbepartner hat die Lupe-Funktion jedes Detail sichtbar gemacht. Es ist der Eingang eines Theaters vom gesuchten Künstler gemalt worden. Paris nehme ich als Ort an. Über dem Eingang erkennt man den Namen des Etablissements, der allerdings durch die Lampe verdeckt wird. Ich krame im Gedächtnis Beaudeville oder so ähnlich. Ich gebe Théatre Paris ein und gelange zu Théatre du Vaudeville.


    Ich gebe den Namen der Spielstätte ein und das Gemälde taucht weit unten auf. Gemalt wurde es von Jean Beraud (1849-1935)


    Der Titel lautet Boulevard des Capucines und das Vaudeville Theater. Gemalt wurde es 1889.


    Wer durch das Paris der Belle Époque der Jahrhundertwende flanieren und das Stadtleben studieren möchte, findet hier 139 Gemälde des Malers.


    https://www.meisterdrucke.de/künstler/Jean-Beraud.html


    Das Théatre du Vaudeville war eine Spielstätte für Aufführung von Werken der leichten Muse. Der Grafiker hat also passend dieses Gemälde für die offenbachsche Operette Pariser Leben ausgewählt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Théâtre_du_Vaudeville


    Es grüsst dich herzlich


    moderato


    Jean%20Beraud%20-%20The%20Boulevard%20des%20Capucines%20and%20the%20Vaudeville%20Theatre%201889%20%20-%20%28MeisterDrucke-71514%29.jpg

    Auf 3sat lief ein Live-Konzertabend mit Solisten und Musikern des BR Sinfonieorchesters. Es war ein intensives Musikerlebnis. Leider hab ich's nicht in der Mediathek gefunden.


    3sat setzt ein Zeichen für die Kultur und deren Bedeutung in Zeiten der Krise und zeigt ein virtuelles, trimediales Gemeinschaftskonzert mit Musikerinnen und Musikern des Bayerischen Rundfunks.


    Solisten des Abends sind die Violinistin Lisa Batiashvili, der Bariton Christian Gerhaher und die Sopranistin Regula Mühlemann. Das Programm reicht von der Renaissance bis zur Gegenwart und umfasst sowohl geistliche wie weltliche Musik.
    Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Münchner Rundfunkorchester verstehen dies als Geste der Solidarität mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, die sich zur Zeit in einer schwierigen Situation befinden. Die drei Klangkörper des BR sind teilweise in voraufgezeichneten Produktionen zu sehen, einzelne Mitglieder von Symphonieorchester und Rundfunkorchester spielen aber auch live am Abend.


    Münchner Rundfunkorchester, Leitung: Howard Arman:

    Arien von G.F. Händel mit Regula Mühlemann (Sopran)

    sowie Werke von Torelli, Pärt, Puccini, Bacalov ("Il postino") und Respighi


    Chor des Bayerischen Rundfunks:

    Geistliche Gesänge von Tallis, Grieg, Mendelssohn, Poulenc u.a.;

    Hits aus den 1950-er Jahren u.a.


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks:

    Kantate "Ich habe genug" von J.S. Bach mit Christian Gerhaher (Bariton);


    Streichsextett "Souvenir de Florence" von Peter I. Tschaikowsky mit Lisa Batiashvili (Violine)


    Im Zuge der Sendung wird auch auf den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung zur Unterstützung freischaffender Musikerinnen und Musiker verwiesen.

    Spendenkonto

    Deutsche Orchester-Stiftung

    Kennwort: Nothilfefonds

    IBAN: DE35 1004 0000 0114 1514 05

    BIC: COBADEFFXXX

    Lieber Orfeo


    Du hast alles herausgefunden. Giandomenico Tiepolo (1727-1804) ist der gesuchte Maler. Du wirst uns mit einem neuen kniffligen Rätsel herausfordern.


    Der venezianische Maler ist in diesem Thread eine altbekannte Grösse und war bereits in manchem kniffligen Rätsel vertreten.


    Dieses Gemälde passend zum kirchlichen Fest der Auffahrt Christi musste ich stellen. Wer denkt, Tiepolo hat in der Kirche ein Deckengemälde in luftiger Höhe gemalt, irrt. Es befindet sich in einem Raum mit tiefer Decke und erweitert den Raum.


    Es grüsst dich herzlich


    moderato


    raum-mit-gemaelden-und-deckenfresco-in-der-kirche-chiesa-di-san-polo.jpg

    Müsste ich jemandem erklären, was im Querflöten-Flötenspiel möglich ist, würde ich diese Scheibe empfehlen. Emmanuel Pahud spielt Flötenkonzerte von Carl Phillip Emmanuel Bach. Mit einer bewundernswerten Leichtigkeit und Empfindsamkeit interpretiert der Flötist diese Musik des Sturm und Drangs. Trevor Pinnock leitet die Kammerakademie Potsdam, die mir bereits in der Gesamtaufnahme der Schubert Sinfonien positiv aufgefallen ist.


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    Auch mein Chor, in dem ich seit 40 Jahren singe, trifft sich zu keinen Proben mehr, seit die Corona-Krise unseren Alltag bestimmt. Die Pro und Contra-Waage erhält alarmierende Schlagseite.


    Bedenklich finde ich diese Mitteilung, die ich einem Artikel aus dem schweizerischen Tagesanzeiger entnehme.


    Es sind schlimme Geschichten, die derzeit die Runde machen in der Schweizer Chorszene. Sie handeln zum Beispiel von jenem Amsterdamer Laienchor, in dem nach einer Aufführung von Bachs «Johannes-Passion» im März 102 der 130 Mitglieder an Covid-19 erkrankten; ein Sänger und drei Partner von Chormitgliedern starben. Ähnliches passierte in der Berliner Domkantorei, in der 60 von 80 Sängern erkrankten. Auch im französischen Hombourg-Haut, im bayrischen Hohenberg oder im luzernischen Buttisholz steckten sich Chorsänger an.


    Anscheinend sind die Aerosole die aus den offenen Kehlen der Sänger und Sängerinnen treten für die hohe Ansteckungsziffer verantwortlich.

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    Lieber Bertarido


    Gleich zwei Videokonferenzen, mein Mitleid mit dir ist gross. ich bin kein Freund dieser Zeiterscheinung und dies aus vielerlei Gründen. Doch lassen wir das hier aussen vor.


    Wo Acis und Galatea drin ist, wird das Thema oder die Gestalten auch auf dem Cover sein. So ist es auch. Gibt man die beiden Wörter als Suchbegriffe ein, erscheint weit unten das Gemälde.


    Es ist ein Werk von Nicolas Poussin: Landschaft mit Polyphemus. Es ist im Winterpalais in St. Petersburg ausgestellt.


    Bevölkert ist die Szenerie mit Gestalten aus Ovids Metamorphosen (XIII, 750–895). https://www.gottwein.de/Lat/ov/met13.php#AcisGal

    Der einäugige oben mit dem Rücken zum Betrachter auf dem Berg sitzende Cyklop hat sich in die Seenymphe Galatea verliebt, die jedoch kein Interesse an ihm zeigt. Daher spielt er auf einem Berg inmitten einer klassischen Landschaft seine traurigen Flötenmelodien, denen andere Nymphen und Satyre andächtig lauschen.


    Für den Maler ein dankbares Thema, denn die Proportionen eines Riesen in einer Landschaft in Bezug zu den in menschlicher Grösse erscheinenden Wesen der Mythologie darzustellen, ist eine reizvolle gestalterische Aufgabe.


    Auf der russischen Wikipedia Seite erfährt man, dass das Bild zusammen mit einem anderen Gemälde als Begleichung einer Spielschuld von einem Vorbesitzer veräussert wurde.


    Mit herzlichem Dank für dieses schöne Rätsel


    moderato


    Nicolas_Poussin_-_Landscape_with_Polyphemus_-_WGA18316.jpg


    Im Museum hängt es so:


    Hermitage_room_279_-_05.jpg

    Lieber Rheingold1876, lieber Orfeo


    John Phillip (1817-1867), der "Spanische" Phillip, kam im Thread bereits mit diesem Cover vor. Ich hab es sofort erkannt. Eine der schwierigen Knacknüsse im Thread. Ich benötigte lange, bis ich die passende Kombination der Suchbegriffe hatte.


    Wegen meiner Schuseligkeit hatte ich in Beitrag 4655 ein l bei der Lösung im Namen des Malers unterschlagen. Das hat verhindert, dass in der Tamino-Suchfunktion der Name nicht erscheint. Gewöhnlich macht der Rätselsteller diesen Test, ob das Coverbild nicht schon einmal vorgekommen ist. Das wurde durch meine falsche Schreibweise verhindert, wofür ich mich nachträglich entschuldige.


    War der böse Blick im Spiel? So der Name dieses Gemäldes von John Phillip, mit Doppel-L, der übrigens sich mit Skizzenblock verewigt hat.


    Ich denke Orfeo, du bist würdig, falls Rheingold1876 einverstanden ist, das nächste Rätsel zu stellen.


    Aber dies kann nur der Rätselsteller allein entscheiden. Das bist in diesem Falle du, verehrter Rheingold1876.


    Mit herzlichem Gruss


    moderato

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    John_Phillip_-_The_Evil_Eye_%281859%29.jpg


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    Ich habe mir die Werke Rembrandt van Rijns angeschaut, ob Musikinstrumente darauf vorkommen.


    Auf der Nachtwache ist am rechten Rand ein Trommler zu sehen. Da das Bild bestens erforscht wurde, weiss man den Namen des Dargestellten: Vom abgebildeten Trommler Jacob Jorisz. ist nur wenig bekannt, er wurde 1591 geboren und starb nach 1646. In einer Aussage gaben Jacob Jorisz. und sein Kollege Josua Jacobsz. vom Bezirk IX am 30. Juli 1646 ihre Jahreseinkommen mit 40 Gulden an, zuzüglich geringer Zusatzeinkommen für Botengänge. Offenbar konnte sich Jacob Jorisz. die Darstellung auf dem Auftragswerk der Nachtwache nicht leisten. Dementsprechend ist er auch nicht auf dem Namensschild aufgeführt, das sich oberhalb der Bildmitte an der Säule befindet. Gleichwohl hat ihn Rembrandt van Rijn aufs Bild genommen.


    Lundens_-_Nachtwache-Kopie.jpg


    The_Nightwatch_Jacob_Jorisz.jpg



    1626 malte er ein Bild, auf dem Musik das Bildthema ist. Ich verweise auf diesen Artikel:

    Musik im Hause Rembrandt, VITALE BLOCH, Oud Holland, Vol. 54, No. 2 (1937), pp. 49-53


    Man google den Artikel. Nach der Registrierung kann man den in deutsch verfassten Artikel lesen.


    Rembrandt_concert.jpg

    Als Blockflötenspieler ist es mir total unverstandändlich, weshalb Blockflötenmusik im Forum als nervtötend beschrieben wird. 8) Die Laurin Box mit Musik von Jacob van Eyck steht im Regal und ich höre sie immer wieder, wenn ich die Stücke spiele und übe. Die Werke van Eycks sind oft Variationen von Melodien, die in den Niederlanden der damaligen Zeit beliebt waren.


    Rembrandt van Rijn lebte von 1606 bis 1669. Diese Sammlung auf vier CDs dieser Box vereinigt Musik des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Keine Angst: Sie wird abwechslungsreich dargeboten.



    Aus der Produktinformation:


    Würden wir uns mit einer Zeitmaschine zurück ins 17. Jahrhundert begeben, in das niederländische Goldene Zeitalter – die Zeit von Rembrandt –, wären wir erstaunt über die effizienten Kommunikationsmittel, über die Erreichbarkeit von Ländern und Städten und über die Geschwindigkeit, mit der sich eine Mode in ganz Europa verbreiten konnte. Ein Bürger aus Amsterdam, Den Haag oder Utrecht konnte nicht nur Kaffee, Tee, Tabak und Gewürze, die Luxusgüter aus fernen Ländern, sondern auch Musik aus Venedig, Florenz, Rom und Paris kaufen. Möglich wurde dies durch gut organisierte internationale Handelsrouten und durch engagierte Reisende, die sich in fremden Ländern inspirieren ließen und bei ihrer Rückkehr innovative Ideen und modische Trends verbreiteten. Hinzu kommt, dass die neueste »ausländische« Musik dank neu entstandener Verlage in Antwerpen und Venedig leicht zugänglich war. Auf vier CDs erscheint nun zum Rembrandt-Jahr ein kosmopolitischer Querschnitt von Musik des 17. Jahrhunderts, wie sie in den Niederlanden gesungen, gespielt und gehört wurde. Die Anthologie beginnt natürlich vor Ort, wo mit Sweelinck, Huygens und van Eyck gewichtige Komponisten der Renaissance wirkten, die mit den Entwicklungen in der französischen und italienischen Musik bestens vertraut waren. Darüber hinaus kommen Komponisten aus Flandern, Frankreich, Italien, England und Deutschland zu Gehör. Rembrandt war mit den neuesten Stilen italienischer Malerei vertraut, ohne das Land besucht zu haben. Genauso kannten Komponisten des 17. Jahrhunderts die Werke ihrer europäischen Kollegen, ohne zwingend in deren Länder gereist zu sein.

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    Robert Schumann (1810-1856)


    Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61


    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 "Rheinische"


    WDR Sinfonieorchester Köln, Heinz Holliger



    Ärgerlich, wenn man die sechs Einzelaufnahmen des Projektes gekauft hat und dann die Einspielungen in einer 6er Box mit allen sinfonischen Werken zum Preis von zwei Einzelaufnahmen käuflich erwerben kann. Ich gönn es allen.


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    Lieber Rheingold1876


    Dass man nicht den Angaben der Booklets trauen darf, zeigt dieses Beispiel. Du hast dich nicht in die Irre leiten lassen und den Urheber richtig ermittelt. Ich gebe den Stab an dich weiter und bitte dich, das nächste Rätsel der kniffligen Art uns zu stellen.


    Simone Martini (ca. 1285-1344) wirkte in Siena, Assisi, Neapel und Avignon.


    Simone_Martini_-_The_Angel_of_the_Annunciation_-_WGA21448.jpg


    Das Orsini-Polyptychon entstand ca. 1335. Es ist um die 685 Jahre alt und somit eines der ältesten Gemälde des kniffligen Coverbildrätsels. Diese vier und zwei weitere Tafelbilder mit goldenem Hintergrund waren ursprünglich Teill eines Reisealtars. Die Tafeln mit dem Erzengel Gabriel und Maria waren möglicherweise die Türen des Flügelaltars. Der knieende Engel mit der Lilie und die Haltung der Gestalt der Maria weisen auf die Verkündigung der Geburt Jesus hin. Die beiden Tafeln des "Kalvarienberg" und der "Kreuzabnahme" befanden sich wahrscheinlich in der Mitte des ursprünglichen Altars. Sie gehören zum Sammlungsbestand des königlischen Museums der Schönen Künste in Antwerpen


    Polyptique_Simone_Martini_Antwerp.jpg


    Dass man nicht zimperlich und pragmatisch mit den Werken umging, zeigt dies: Die Tafeln wurden irgendwann längs durchgesägt.


    Die Darstellungen des "Der kreuztragende Christus" und die "Grablegung" auf den abgetrennten Innenseiten dieser Türchen werden heute im Louvre in Paris und in der Gemäldegallerie in Berlin aufbewahrt.


    Simone_Martini_067.jpg


    Simone_Martini_-_Entombment_-_WGA21453.jpg


    Es grüsst dich herzlich


    moderato

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    Lieber Rätselfreunde


    Das Bild des Gesuchten ist im königlichen Museum der Schönen Künste in Antwerpen ausgestellt wie das Original des Coverbildes in Beitrag 5950.


    Weshalb beugt der Engel sein Knie?


    Die Bezeichnung "Ausschnitt" kann man in diesem Rätselbildl wörtlich nehmen, denn das Original wurde zurechtgesägt.


    Es grüsst


    moderato

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    Lieber Portator


    Mit meiner Vermutung, dass es sich um ein Hauskonzert handelt, lieg ich nicht falsch, wenn ich den Titel des Gemäldes von Jacob Jordaens (1593-1678) nun kenne: Wie die Alten sungen, zwitschern die Jungen. Der antwerpener Künstler hat ihn oben ins Bild geschrieben.


    Jacob_Jordaens_-_As_the_Old_Sang_the_Young_Play_Pipes_-_WGA11988.jpg


    Ausgestellt ist es im königlischen Museum der Schönen Künste in Antwerpen.


    Eine Skizze dieses Gemäldes befindet sich in der Sammlung der National Galleries of Scotland.


    https://www.nationalgalleries.org/art-and-artists/12506/old-ones-sing-so-young-ones-pipe’


    Dieses Sujet des generationenübergreifenden Musizierens hat der Maler mehrfach in verschiedenen Variationen aufgegriffen. Weil es wohl gute Verkaufszahlen brachte, wurde es mehrfach verwendet. Plump kopiert hat der Künstler nicht, wie die vier Beispiele zeigen, sondern immer wieder ein neues Arrangement getroffen. So konnte er in Antwerpen seine Kunden bedienen ohne sie zu brüskieren, wenn ein Bild bei einem anderen aufgehängt war. Die Geschäftsleute im Antwerpen dieser Zeit werden sich in ihren herrschaftlichen Häusern besucht haben und ihre Neuerwerbungen den Gästen präsentiert haben.


    jordaens1.jpg


    jordaens4.jpg


    jordaens3.jpg


    Eine weitere Fassung ist im Besitz der Sammlung Liechtenstein in Wien.


    Es ist ein Vergnügen die unterschiedlichen Fassungen zu vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen. Zwei unterschiedliche geflochtene Sessel, der geschwungene Holzstuhl, der metallene Krug kommen jeweils vor. Den Dudelsack mit dem geschnitzten Kopf hat Jacob Jordaens auch wiederholt verwendet.



    Es grüsst dich herzlich


    moderato

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    Lieber Portator


    Ein sehr schönes Rätsel, das du uns stellst.


    Das Coverbild illustriert flämische Musik. Daher ist vermutlich der gesuchte Maler aus dieser Gegend, so meine Annahme.


    Um eine Frau mit Hut und Perlenkette um den Hals sind zwei Kinder, ein älterer Mann, der ein Buch in seiner linken Hand hält und vermutlich daraus singt, sowie ein Dudelsackspieler, der mit Pausbacken ins Doppelblattröhrchen pustet, gruppiert. Das Kind rechts hat eine Blockflöte in seinen Händen. Es muss sich um ein Hauskonzert handeln, das der Maler als Sujet ausgewählt hat. Auf dem Tisch stehen Speisen in Tellern zum Verzehr bereit. Das Dargestellte wirkt fröhlich und gibt eine unbeschwerte Stimmung wieder, wenn musiziert wird.


    Mal gucken, wer der Maler sein könnte.


    Es grüsst dich herzlich


    moderato

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