Beiträge von moderato

    Lieber Wolfgang Kaercher


    Die Worte, über all die Jahre hast du sie dir bewahrt und sie sind dir in der Erinnerung geblieben. Es ist das Gedicht:


    Ehmals und jetzt


    In jüngeren Tagen war ich des Morgens froh,

    Des Abends weint' ich; jetzt, da ich älter bin,

    Beginn' ich zweifelnd meinen Tag, doch


    Heilig und heiter ist mir sein Ende.


    .

    Eher eine poetische Empfehlung:


    Hölderlin, ausgewählt von Peter Härtling


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    Einleitend schreibt Friedrich Hölderlin zur Friedensfeier


    Ich bitte, dieses Blatt nur gutmütig zu lesen. So wird es sicher nicht unfasslich, noch weniger anstössig sein. Sollten aber dennoch einige solche Sprache zu wenig konventionell finden, so muß ich ihnen gestehen: ich kann nicht anders. An einem schönen Tage lässt sich ja fast jede Sangart hören, und die Natur, wovon es her ist, nimmts auch wieder.

    Der Verfasser gedenkt dem Publikum eine ganze Sammlung von dergleichen Blättern vorzulegen, und dieses soll irgend eine Probe sein davon.


    ...


    Viel hat von Morgen an,

    Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander,

    Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang.

    Und das Zeitbild, das der grosse Geist entfaltet,

    Ein Zeichen liegts vor uns, daß zwischen ihm und andern

    Ein Bündnis zwischen ihm und andern Mächten ist.


    Nicht er allein, die Unerzeugten, Ewgen

    Sind kennbar alle daran, gleichwie auch an den Pflanzen

    Die Mutter Erde sich und Licht und Luft sich kennet.

    Zuletzt ist aber doch, ihr heiligen Mächte, für euch

    Das Liebeszeichen, das Zeugnis

    Dass ihr noch seiet, der Festtag,

    ....

    Helmut Hofmann hat im Thread zu Robert Franz (1815-1895) eine tief gründende Analyse dieses kurzen Liedes auf ein Gedicht von Heinrich Heine im Forum verfasst. Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet Beitrag 68


    Der Schmetterling ist in die Rose verliebt op. 38, Nr. 2


    Der Schmetterling ist in die Rose verliebt,

    Umflattert sie tausendmal,

    Ihn selber aber, goldig zart,

    Umflattert der liebende Sonnenstrahl.


    Jedoch, in wen ist die Rose verliebt?

    Das wüßt' ich gar zu gern.

    Ist es die singende Nachtigall?

    Ist es der schweigende Abendstern?


    Ich weiß nicht, in wen die Rose verliebt;

    Ich aber lieb' euch all:

    Rose, Schmetterling, Sonnenstrahl,

    Abendstern und Nachtigall.


    .

    Lieber La Roche


    Wenn man die Strecke der Beiträge in diesem Thread liest, erkennt man, in wie vielen Facetten der Traum in der Musik erscheint. Die Vertonung des träumenden Morses finde ich ein schönes Beispiel für die textgebundene Darstellung in der Musik.


    LG moderato

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    Es soll im Forum vieles Platz finden. Die einen Mitglieder lieben die Diskussion und das Gespräch, andere den Monolog, es kann eine Auflistung von Werken sein oder ein Vergleichen von unterschiedlichen Aufnahmen.


    In welcher Form geschrieben wird, liegt im Ermessen des Verfassers.


    Das Posten von drei Beiträgen aus Opern sollte erlaubt sein. Meine Anmerkung zur Toleranz bezieht sich auf diesen Passus.


    Mit herzlichem Gruss


    moderato

    .

    Lieber La Roche


    Vielen Dank für das Zitieren des Textes von Stefan Zweig! Ich hab die Worte des Morosus für meine liebste Nebenseele abgeschrieben.


    Mit herzlichen Grüssen


    moderato

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    Lieber Helmut Hofmann


    Der Verbindung von Text und Melodie sollte in den Postings Rechnung getragen werden. Deshalb ist das Setzen des Textes in meiner Einschätzung Pflicht. Ich traue den Usern dieses Threads zu, dass sie die Lieder hörend und lesend mitverfolgen und Bezüge herstellen können. Es wird nicht jeder und jede die Partitur greifbar haben. Es muss nicht jede poetische Aussage kommentiert werden.


    In meinem Posting in Beitrag 32 erscheint in der letzten Zeile die Rose, eine Rose im Dezember. Die folgenden beiden Beiträge setzen das Zeichen der Rose in diesen Kontext. Die Rose ausserhalb des Gewohnten, die ein Ereignis besonders macht.


    Robert Franz taucht im Forum ab und zu auf, dieser bedeutende Lied-Komponist des 19. Jahrhunderts. Da sprechen die Gedichte und die Vertonung für sich, ohne dass ich erklärende Worte beifügen muss. In dir, sehr verehrter Helmut Hofmann haben wir einen ausgewiesenen Kenner seiner Lied-Kompositionen. Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet


    Die Beteiligung in einem Themen-Thread ist auch Erinnerungsarbeit: Ich musste mir Rosen in Liedern im Gedächtnis wach rufen. So erging es mir im rellstabschen Schubert-Lied Herbst D. 945. Die Aussage in der letzten Strophe ist mir wieder in den Sinn gekommen.


    Der Grabspruch Rilkes ist jedes Mal, wenn ich ihn auf dem Grab lese, ein Geheimnis. Meine Wege zur Bergkirche sind mir in lebhafter Erinnerung. Ich kenne nur diese eine Vertonung, die ich gepostet habe. (Im letzten Jahr habe ich mich zu drei Vierteln des Jahres wegen eines Beinbruches liegend beschäftigen müssen. Da kam mir die Internet-Recherche gerade recht.)


    Aus meiner ehemaligen Tätigkeit beim Radio weiss ich, dass man froh ist, wenn eine Quelle greifbar ist, wo man sich Informationen holen kann. Das war vor der Recherchiermöglichkeit des Internets ein Prozess, der Tage und Wochen in Bibliotheken in Anspruch nahm, wenn man in der Redaktion ein Thema vereinbart hatte. Solch ein Thread hat daher auch einen lexikographischen Anspruch.


    Ich bin auch ein Jäger und Sammler, der erfreut über einen Fund ihn im Forum postet. Zuweilen habe ich neue, mir unbekannte Kompositionen gefunden, die meinen musikalischen Horizont erweitert haben.


    Mit der Gattung Lied gehe ich nicht so streng um. Es ist mir bewusst, dass "Lied" klar definiert ist. Im Französischen ist der Ausdruck "Lied" aus dem Deutschen übernommen worden und bezeichnet ein "Kunstlied". Mit reicht es, wenn ein Text gesungen wird. Und das ist in Opern in der Regel so. Viele Tamino-Mitglieder sind mit der Oper eng verbunden. Wenn von ihnen Postings erfolgen, ist dies eine Bereicherung für diesen Thread. Drei Opern-Postings sollten möglich sein.

    Ich wünsche mir im Tamino-Forum mehr Toleranz nach den immer wieder aufflackernden Ressentiments, die der Aussenwirkung unseres Forums abträglich sind.


    Mit herzlichen Grüssen


    moderato

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    Interchanges '54 (1954, 1955) (Brubeck Time, 4 Tracks aus Red, Hot and Cool)


    Dave Brubeck, Piano

    Paul Desmond, Altsaxophon

    Bob Bates, Bass

    Joe Dodge, Drums


    Leider in "Fake" Stereo! Wer's Original hören will, soll das Album "Brubeck time" sich besorgen.



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    2. Liste der geposteten Beiträge Der Traum in der klassischen Musik


    Adam, Adolph, Si j'étais roi, Oper

    Albert, Eugène d’, Traumerzählung, aus der Oper Tiefland, 1. Akt

    Andersson, Benny, Ulvaeus, Björn, I have a Dream

    Antheil, George, La Femme 100 têtes nach Max Ernst (1932/33)

    Beethoven, Ludwig van, Vascos Traum, aus Fidelio, 2. Akt

    Bellini, Vincenzo, La sonnambula, Oper

    Berg, Alban, Traumgekrönt, aus 7 frühe Lieder

    Berlioz, Héctor, Rêveries, Marche au supplice, Songe d’une nuit du Sabbat, aus Symphonie Fantastique

    Berlioz, Héctor, Toujours ce rêve - O misère des rois!, aus L'enfance du Christ,Trilogie sacrée op. 25

    Bizet, George, Ich hörte wie im Traume, aus Die Perlenfischer

    Bock, Jerry, Tevjes Traum, aus Anatevka ("Fiddler on the Roof")

    Braunfeld, Walter, Das Leben ein Traum, Oper

    Britten, Benjamin, A Midsummer Night's Dream, Oper

    Cornelius, Peter, An den Traum, op. 3, Nr. 4

    Debussy, Claude, Rêverie

    Desmond, Paul, Darn that Dream

    Einem, Gottfried von, Glück, Tod und Traum (Alpbacher Tanzserenade)

    Elgar, Edvard, Der Traum des Gerontius, Oratorium

    Falla, Manuel de, Nächte in spanischen Gärten

    Glazunov, Alexander, Rêverie orientale, aus Zwei Stücke für Orchester op.14, Nr. 2

    Grieg, Edvard, Ein Traum (En drøm), Nr. 6 aus Sechs Lieder op. 48

    Haydn, Josef, langsamer Satz, als Traum bezeichnet, aus Quartett op.50/5 F-Dur

    Henze, Hans Werner, Traumerzählung des Prinzen, aus Der Prinz von Homburg

    Humperdinck, Engelbert, Wo bin ich? Wach' ich? Ist es ein Traum?, aus Hänsel und Gretel

    Janaceks, Leos, Die Ausflüge des Herrn Broucek, Oper

    Jürgens, Udo, Der Traumtänzer

    Kalmann, Emmerich, Heut' Nacht hab ich geträumt von dir, du heiß geliebte Frau, aus Das Veilchen von Montmartre

    Koppel, Thomas, Moonchild's Dream

    Korngold, Erich, Die tote Stadt, Oper

    Künnecke, Eduard, Ich träume, mit offenen Augen, ich träume

    Liszt, Franz, Leonore, Melodram

    Liszt, Franz, Liebestraum

    Loewe Carl, Der Traum der Witwe op. 142

    Mahler Gustav, Auf der Strasse steht ein Lindenbaum, aus Lieder eines fahrenden Gesellen, Nr. 4

    Martinů. Bohuslav, Traumbüro-Szene, aus Julietta, 3. Akt

    Massenet, Jules, Fermant les yeux, aus Manon

    Mendelssohn Batholdy, Felix, A Midsummer Night's Dream, Schauspielmusik

    Mendelssohn-Hensel, Fanny, Nacht ist wie ein stilles Meer

    Meyerbeer, Ich ging spazieren … schön im Traum, aus Die Hugenotten,

    Mozart, Wolfgang Amadeus, Il sogno di Scipione, Oper

    Mussorgski, Modest, Albtraumsequenz, aus Jahrmarkt von Sorotschinzy, Oper

    Offenbach, Jacques, Duett Ce n'est qu'un rêve, aus La Belle Hélène

    Puccinis, Giacomo, Il bel sogno di Doretta, aus La Rondine

    Ravel, Maurice, Asie, aus Sheharazade, Nr. 1

    Ravel, Maurice, L'enfant et le Sortilèges, Oper

    Reichardt, Johann Friedrich, Leonore

    Schönberg, Arnold, Die Jakosleiter

    Schubert, Franz, Beim Winde, D. 669

    Schubert, Franz, Der Traum, D. 213

    Schubert, Franz, Frühlingstraum, aus Winterreise D. 911

    Schubert, Franz, Ihr Bild, Ich stand in dunklen Träumen, aus Schwanengesang D. 957, Nr. 9.

    Schubert, Franz, Nacht und Träume, D. 827

    Schumann, Clara, Ich stand in dunklen Träumen, aus 6 Lieder op. 13/1

    Schumann, Robert, Allnächtlich im Traume, aus Dichterliebe op. 48

    Schumann, Robert, Ich hab im Traum geweinet, aus Dichterliebe op. 48

    Schumann, Robert, Muttertraum, aus 5 Lieder nach Texten von Hans Christian Andersen

    Schumann, Robert, Träumerei, aus Kinderszenen op. 15, Nr. 7

    Schumann, Traumeswirren, aus Fantasiestücke op. 12, Nr. 7

    Stockhausen Karlheinz, Der Traumbote, aus Harlekin für Klarinette, Nr. 1

    Strauss, Richard, Ich habe keine guten Nächte, aus Elektra

    Strauss, Richard, Ist ein Traum, kann nicht wirklich sein, dass wir zwei beieinander sein, beieinand' für alle Zeit und Ewigkeit!, aus Rosenkavalier, Schlussszene

    Strauss, Richard, Träumerei am Kamin, aus Intermezzo, Zwischenspiel

    Strauss, Richard, Traumlicht, op. 123

    Strauss, Richard, Welchen Weg, Wohin, aus Frau ohne Schatten

    Tschaikowsky, Peter, 1. Satz «Traum von einer Winterreise», aus 1. Sinfonie g-Moll «Winterträume»

    Tschaikowsky, Peter, Nussknacker, Ballett

    Verdi, Giuseppe, Traumerzählung des Jago, aus Otello, 2.Akt

    Vivaldi, Antonio, Fantasmi, & Il sonno, aus "La Notte" op.10/2 g-moll

    Wagner, Richard, Auf hohem Felsen lag ich träumend, aus Der fliegende Holländer, 2. Aufzug

    Wagner, Richard, Elsas Traum, aus Lohengrin

    Wagner, Richard, Glocken wohl Geläut, aus Tannhäuser

    Wagner, Richard, Ich hatt' einen wunderschönen Traum, aus Die Meistersinger von Nürnberg

    Wagner, Richard, Mein Schlaf ist Träumen, aus Siegfried, 3. Akt

    Wagner, Richard, Mit schwarzen Wams und bleicher Mien, aus Der fliegende Holländer

    Wagner, Richard, Nachterzählung von Albrich und Hagen, Schläfst Du, Hagen mein Sohn?, aus Götterdämmerung, 2. Aufzug, 1. Szene:

    Wagner, Richard, Schläfst du Hagen mein Sohn, aus Götterdämmerung

    Wagner, Siegfried, 1. Szene, aus Der Kobold,

    Webber, Andrew Loyd, I Dreamed a Dream, aus Les Misérables

    Weber, Carl Maria von, Ach ja, Agathe hat ja auch geträumt, aus Der Freischütz

    Weber, Carl Maria von, Einst träumte meiner sel'gen Base, aus Der Freischütz, 3. Aufzug

    Wolf, Hugo, Um Mitternacht, aus Mörike Lieder

    Zemlinsky, Alexander, Der Traumgörge, Oper

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    Easy Living (1963 bis 1965)


    Paul Desmond, Altsaxophon

    Jim Hall, Gitarre

    Eugene Wright, Bass

    Gene Cherico, Bass

    Percy Heat, Bass

    Connie Kay, Drums


    Da haben sich die Musiker drei Jahre Zeit genommen und immer wieder einen Track aufgenommen. Deshalb die grosse Zahl Bassisten.


    .

    Noch eine Sängerin der Nacht:


    Peter Tschaikowsky (1840-1893)


    Solovuško, Die Nachtigall


    Uletal solovuško dalëko,

    vo čužuju tëpluju storonku.

    Uletal solovuško dalëko,

    vo čužuju tëpluju storonku.


    Vy proščajte, ljudi dobrye, na dolgo,

    uletet' pora moja nastala!

    Na dolgo proščajus' s vami, ljudi!

    Uletet' pora moja nastala!


    I spasibo vam za vašu ljubov', za lasku,

    čto menja, solovušku, ne gnali,

    pesni pet' mne, solov'ju, ne mešali,

    malych detok moich ne zabižali!


    I ostalsja b ja teper' s vami,

    da licha beda vaši morozy;

    ne ljublju zimy vašej beloj,

    ne ljublju ja bujnogo vetra!


    A už kak vesna krasna vernëtsja,

    s nej i ja vernus' k vam s novoj pesnej,

    ja vernus' k vam s novoj pesnej!



    .

    Oswald von Wolkenstein (1377-1445)


    Der May mit liber zal


    Der mai mit lieber zal

    die erd bedecket überal,

    pühel, eben, berg und tal.

    auſs ſüſſen voglin ſchal

    erklingen, ſingen hohen hal,

    galander, lerchen, droſchel, die nachtigal.

    der gauch fleucht hinden hin nach

    zu groſſem ungemach

    klainen vogel in gogel reich.

    höret wie er ſprach:

    "cu cu, cu cu, cu cu,

    den zins gib mir,

    den wil ich han von dir,

    der hunger macht lunger

    mir den magen schir."

    "Ach ellend! nu wellent

    ſol ich?" ſo ſprach das klaine vich.

    küngel, zeiſel, mais, lerch, nu kommen wir ſingen:

    oci und tu ich tu ich tu ich tu ich,

    oci oci oci oci oci oci,

    fi fideli fideli fideli fi,

    ci cieriri ci ci cieriri,

    ci ci ciwigk cidiwigk fici fici.

    ſo ſang der gauch neur: kawa wa cu cu.


    Raco, ſo ſprach der rab:

    "zwar ich ſing ouch wol

    vol müſs ich ſein,

    das ſingen mein:

    ſcheub ein! herein! vol ſein!"

    liri liri liri liri liri liri lon,

    ſo ſang die lerch, ſo ſang die lerch, ſo ſang die lerch.

    ich ſing hel ain droſchelin, ich ſing hel ain droſchelin, ich ſing hel ain droſchelin,

    das in dem wald erklinget.

    ir lierent, zierent

    gracket und wacket

    hin und her

    recht als unſer pfarrer.

    zidiwick zidiwick zidiwick,

    zificico zificico zificico nachtigall,

    dieſelb mit irem geſangk behüb den gral.



    .

    Ein Vögelchen zwitschert für die Liebste in diesem Lied von Giacomo Puccini (1858-1924): Schlaf mein Schatz auf meiner Brust.


    Renato Fucini (1843-1921)


    E l'uccelino


    E l'uccellino canta sulla fronda:

    "Dormi tranquillo, boccuccia d'amore:

    piegala giù quella testina bionda,

    della tua mamma posala sul cuore".


    E l'uccellino canta su quel ramo:

    "Tante cosine belle imparerai,

    ma se vorrai conoscer quant'io t'amo,

    nessuno al mondo potrà dirlo mai!".


    E l'uccellino canta al ciel sereno:

    "Dormi, tesoro mio, qui sul mio seno".



    Eine Melodie mit Ohrwurm-Qualitäten! Ein englisches Songwriter-Team hat den Song komponiert und getextet.


    Ray Noble (1903-1978), Jimmy Campbell (1903-1967), Reg Connelly (1898-1963)


    Good Night, Sweetheart


    Good night sweetheart, till we meet tomorrow

    Good night sweetheart, sleep will banish sorrow

    Tears and parting may make us forlorn

    But with the dawn, a new day is born (so I'll say)

    Good night sweetheart, tho' I'm not beside you

    Good night sweetheart, still my love will guide you

    Dreams enfold you, in each one I'll hold you

    Good night sweetheart, good night

    Good night sweetheart, till we meet tomorrow

    Good night sweetheart, sleep will banish sorrow

    Tears and parting may make us forlorn

    But with the dawn, a new day is born


    (so I'll say) Good night sweetheart, tho' I'm not beside you

    Good night sweetheart, still my love will guide you

    Dreams enfold you, in each one I'll hold you

    Good night sweetheart, good night




    In der deutschen Fassung ist das Tempo des Foxtrotts schneller.


    deutscher Text: Beda


    Schlaf mein Liebling


    Schlaf, mein Liebling. Träum' von lauter Blüten.

    Schlaf, mein Liebling. Englein Dich behüten.

    Englein singen Dir in dem Traum

    leise ein Lied, du hörst es kaum. Sie singen:

    Schlaf, mein Liebling. Träum von lauter Rosen.

    Schlaf, mein Liebling. Sternlein Dich liebkosen.

    Morgen wird die Sonne wieder scheinen!

    Schlaf, mein Liebling, schlaf ein!


    Schlaf mein Liebling. Träum' von lauter Rosen.

    Schlaf mein Liebling. Werde dich liebkosen.

    Morgen wird die Sonne wieder scheinen!

    Schlaf mein Liebling, schlaf ein!



    .

    1. Liste der erwähnten Werke in 'Die Rose im Liedgesang'


    Bach, Johann Sebastian, Ich will doch wohl Rosen brechen, aus Kantate «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch» BWV 86

    Beethoven, Ludwig van, zwei Mal vertont: a) Nr. 6 "Sad and Luckless was the Season" in Folge 2 Irish Songs WoO 153; b) Nr. 4 aus Six National Airs with Variations für Flöte und Klavier op. 105

    Berlioz, Héctor, Le spectre de la Rose, aus Nuits d’Été, Nr. 2

    Bochsa, Charles, Fantaisie et variations sur un air favori irlandais, für Harfe

    Brahms, Johannes. Röslein dreie in der Reihe, aus Zigeunerlieder op. 103

    Britten, Benjamin, Élégie, The sick Rose, aus Serenade für Tenor, Horn und Streicher op.31

    Britten, Benjamin, Folksong Arrangements, Nr. 9, Volume 4: Moore's Irish Melodies

    Danbé, Jules, La Dernière rose. Mélodie irlandaise, fantaisie, für Violine und Klavier

    Dvorák, Antonin, Wilde Rose

    Einem, Gottfried von, Rosenzeit, Rabenzeit

    Ernst, Heinrich Wilhelm, Sechs mehrstimmige Etüden (Sechs polyphone Studien), Variationen über 'The Last Rose of Summer' für Violine solo

    Fauré, Gabriel, La Rose

    Fauré, Gabriel, Les roses d´Ispahan, op. 39, Nr. 4

    Flotow, Friedrich von, Letzte Rose, aus Martha, Oper

    Franz, Robert, Es hat die Rose sich beklagt

    Franz, Robert, Frühling und Liebe, aus 6 Gesänge, Op. 3: No. 3

    Giuliani, Mauro, Six Airs irlandois nationales variés für Gitarre op. 125.Nr. 2

    Glinka, Mikhail, Theme ecossais varie based on the Irish tune 'The Last Rose of Summer',

    Godefroid, Félix, La Dernière rose d'été. Mélodie irlandaise, für Harfe

    Gounod, Charles, The Last Rose of Summer, für gemischten Chor

    Gouvali, Maria, Epitaph, Rose, oh reiner Widerspruch

    Grieg, Edvard, Zur Rosenzeit, aus 6 Lieder op. 48

    Hammerschmid, Hans, Für mich soll's rote Rosen regnen

    Herz, Henri, The Last Rose of Summer für Klavier op. 159

    Hindemith, Paul, 'The Last Rose of Summer', aus Nine English Songs

    Kalkbrenner, Friedrich, acht Fantasien über eine beliebte irische Melodie für Klavier op. 50

    Kuhlau, Friedrich, Variationen über ein irisches Volkslied op. 105, für Flöte und Piano

    Kummer, Kaspar, Des Sommers letzte Rose, aus Transcriptionen über beliebte Themen für zwei Flöten op. 57, Nr. 6

    Lauridsen, Morten, Les Chanson des Roses

    Le Jeune, Charles, O rose, reine des fleurs

    Mahler, Gustav, O Röschen rot, aus 2. Sinfonie, 4. Satz

    Mayer, Charles, La Dernière rose, Fantaisie variée, für Klavier

    Mendelssohn-Barthold, Felix, Fantasia über 'The Last Rose of Summer' für Klavier op. 15

    Moscheles Ignaz, The Recollections of Ireland für Klavier und Orchester op. 69

    Nägeli, H. G., Freut euch des Lebens

    Neithardt, August von: Des Sommers letzte Rose für gemischten Chor op. 141 no. 3

    O'Kelly, Joseph, La Dernière rose; aus Les Soirées enfantines, Nr. 6, zweite Folge, für Klavier solo und Klavier zu vier Händen

    Oberthür, Charles, Fantaisie brillante über Motive aus Flotow's Martha, insbesondere 'The Last Rose of Summer' für Harfe op. 116

    Praetorius, Michael, Es ist ein Ros’ entsprungen

    Purcell, Henry, Sweeter than roses

    Raff, Joseph Joachim, Letzte Rose, Impromptu für Klavier op. 46

    Reger, Max, Vierstimmiger Kanon über das Lied 'Letzte Rose' für Klavier

    Richards, Brinley, The Last Rose of Summer für Klavier op. 45

    Ries, Ferdinand, Grand sestetto, 'The Last Rose Summer' op. 100, für Streichquartett, Kontrabass und Klavier

    Rimsky-Korsakoff, Nikolai, Die Nachtigall und die Rose

    Schubert, Franz, Der Blumenbrief D. 622

    Schubert, Franz, Die Rose D. 745

    Schubert, Franz, Heidenröslein D.

    Schubert, Franz, Herbst D. 945

    Schumann, Robert, Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne, aus Dichterliebe op. 48, Nr. 3

    Schumann, Robert, Der Rose Pilgerfahrt, op. 112

    Schumann, Robert, Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold

    Schumann, Robert, Rose, Meer und Sonne

    Smith, Sydney, The Last Rose of Summer, Paraphrase de concert für Klavier op. 173

    Strauss, Richard, Das Rosenband

    Strauss, Richard, Die erwachte Rose

    Strauss, Richard, Rote Rosen

    Strauss, Richard, September, aus Vier letzte Lieder, op. posthum, Nr. 2

    Strauss, Richard, Wasserrose

    Thalberg, Sigismond, Letzte Rose des Sommers, Variationen über ein irisches Lied für Klavier op. 73

    Traditionell, Maria durch den Dornwald ging

    Traditionell, Oh my love is like a red, red rose

    Traditionell, Rose rot, Rose weiss

    Tulou, Jean-Louis, Souvenir anglais für Flöte und Klavier op. 51

    Vieuxtemps Henri, Bouquet Americain Nr. 5 für Violine und Klavier op. 33

    Wader, Hannes, Rosen im Dezember

    Wallace, William Vincent: The Last Rose of Summer

    Zemlinsky, Alexander von, Irmelin Rose

    .

    Richard Strauss (1864-1949)


    Hermann Hesse (1877-1962)


    September aus Vier letzte Lieder


    Das Gedicht ist urheberrechtlich geschützt.


    In der letzten Strophe bleibt das poetische Ich vor den Rosen stehen und sehnt sich nach Ruhe.


    .

    Franz Schubert (1798-1827)


    Ludwig Rellstab (1799 - 1860)


    Herbst D. 945


    Es rauschen die Winde

    So herbstlich und kalt;

    Verödet die Fluren,

    Entblättert der Wald.

    Ihr blumigen Auen!

    Du sonniges Grün!

    So welken die Blüten

    Des Lebens dahin.


    Es ziehen die Wolken

    So finster und grau;

    Verschwunden die Sterne

    Am himmlischen Blau!

    Ach, wie die Gestirne

    Am Himmel entfliehn,

    So sinket die Hoffnung

    Des Lebens dahin!


    Ihr Tage des Lenzes

    Mit Rosen geschmückt,

    Wo ich die Geliebte

    An's Herze gedrückt!

    Kalt über den Hügel

    Rauscht, Winde, dahin!

    So sterben die Rosen

    Der Liebe dahin.



    Robert Franz (1815-1892)


    Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)


    Frühling und Liebe, aus 6 Gesänge, Op. 3: No. 3.



    Im Rosenbusch die Liebe schlief,

    Der Frühling kam, der Frühling rief;

    Die Liebe hört's, die Lieb' erwacht,

    Schaut aus der Knosp' hervor und lacht,

    Und denkt, zu zeitig möcht's wohl sein

    Und schläft dann ruhig wieder ein.


    Der Frühling aber läßt nicht nach,

    Er küßt sie jeden Morgen wach,

    Er kos't mit ihr von früh bis spät,

    Bis sie ihr Herz geöffnet hat

    Und seine heiße Sehnsucht stillt,

    Und jeden Sonneblick vergilt.



    Es singt Mitsuko Shirai. sie wird begleitet von Hartmut Holl.


    .

    Robert Franz (1815-1892)


    Friedrich von Bodenstedt (1819-1892)


    Es hat die Rose sich beklagt


    Es hat die Rose sich beklagt,

    Dass gar zu schnell der Duft vergehe,

    Den ihr der Lenz gegeben habe.

    Da hab ich ihr zum Trost gesagt,

    Daß er durch meine Lieder wehe,

    Und dort ein ewiges Leben habe.


    .

    Rainer Maria Rilke (1875-1926)


    Rose,

    oh reiner

    Widerspruch,

    Lust,

    Niemandes

    Schlaf

    zu sein

    unter soviel

    Lidern.



    Von Zeit zu Zeit besuche ich sein Grab im schweizerischen Raron im Kanton Wallis und nehme den steilen Weg zur Bergkirche vorbei an den Häusern, an denen Rosen ranken. Die Grabstelle des Dichters liegt an der Südseite der Kirche, abseits der anderen Gräber. Auf dem Stein liest man die Zeilen, die Rilke testamentarisch als Grabspruch verfügt hatte.


    Von der Komponistin Maria Gouvali gibt es ein Lied in griechischer Sprache dieses geheimnisvollen letzten Rilke-Gedichtes: Epitaph.


    Eleni Voudouraki, Mezzo-Sopran; Spiros Kavalieratos, Gitarre


    .

    Bleiben wir in der Weihnachtszeit. Michael Praetorius: Es ist ein Ros' entsprungen


    Die letzten beiden Strophe singt VOCES8 in einer gekürzten Textvariante.


    Es ist ein Ros' entsprungen

    aus einer Wurzel zart,

    wie uns die Alten sungen,

    von Jesse kam die Art

    und hat ein Blümlein 'bracht

    mitten im kalten Winter,

    wohl zu der halben Nacht.


    Das Röslein, das ich meine,

    davon Jesaja sagt,

    hat uns gebracht alleine

    Marie, die reine Magd;

    aus Gottes ew’gem Rat

    hat sie ein Kind geboren

    wohl zu der halben Nacht.


    Das Blümelein so kleine,

    das duftet uns so süß;

    mit seinem hellen Scheine

    vertreibt's die Finsternis.

    Wahr' Mensch und wahrer Gott,

    hilft uns aus allem Leide,

    rettet von Sünd und Tod.


    Wir bitten dich von Herzen,

    du edle Königin,

    durch deines Sohnes Schmerzen,

    wann wir fahren dahin

    aus diesem Jammertal:

    Du wolltest uns begleiten

    bis an der Engel Saal!


    So singen wir all’ Amen,

    das heisst: Nun wird’ es wahr,

    das wir begehr’n allzusammen:

    O Jesu, hilf uns dar

    in deines Vaters Reich!

    Darin woll’n wir dich loben:

    O Gott, uns das verleih!


    In diesem Arrangement von Stefan Claas des Weihnachtsliedes Maria durch ein' Dornwald ging blühen die Rosen musikalisch in der letzten Strophe auf. Es singt VOCES8. Eine der schönsten Interpretationen dieser alten Melodie, die ich kenne.


    Maria durch ein' Dornwald ging.

    Kyrieleison!

    Maria durch ein' Dornwald ging,

    der hatte in sieben Jahr'n kein Laub getragen!

    Jesus und Maria.


    Was trug Maria unterm Herzen?

    Kyrieleison!

    Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,

    das trug Maria unter ihrem Herzen.

    Jesus und Maria.


    Da haben die Dornen Rosen getrag'n;

    Kyrieleison!

    Als das Kindlein durch den Wald getragen,

    da haben die Dornen Rosen getragen!

    Jesus und Maria.


    Rosen im Winter waren in vergangenen Zeiten eine Unmöglichkeit. In den drei folgenden Lieder machen sie den Reiz der Textaussage aus.


    Hannes Wader singt Rosen im Dezember.


    Ja, auch so manches alte Lied

    gehört zu meinem Leben,

    half mir, wenn ich gefallen war,

    mich wieder zu erheben.

    Da fliessen Brunnen, klar und kalt,

    wer daraus trinkt, wird nimmer alt

    und warum soll es solche Brunnen

    nicht auch wirklich geben.


    Solch einen Brunnen habe ich

    bis heute nicht gefunden,

    ich wollte manchen kühlen Trunk

    draus trinken und gesunden.

    Andere befreit und heilt,

    die Zeit die schnell vorüber eilt

    von allem Schmerz mir aber schlägt

    die Zeit die tiefsten Wunden.


    So bitten schon seit alter Zeit,

    die Menschen um die Gabe,

    ewiger Jugend ohne Leid,

    und enden doch im Grabe.

    Die alten Lieder selbst sind jung,

    dass ich in der Erinnerung,

    an ihnen wenn ich alt bin,

    Rosen im Dezember habe.


    .

    George Bernard Shaw wurde 1856 in Dublin, Irland geboren. So haben wir die Verbindung zum nächsten Musikstück.


    Der irische Dramatiker, Politiker, Satiriker, Musikkritiker und Pazifist erhielt 1925 den Nobelpreis für Literatur sowie 1939 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Sein Bühnenstück Pygmalion bildete die Grundlage für den Film Der Roman eines Blumenmädchens, das Musical und den Film My Fair Lady.


    Die Schauspielerin Audrey Hepburn wurde in diesem Film gesanglich durch Marni Nixon (1930-2016) gedoubelt. Die Geistersängerin hört man in den Hollywood-Filmen The King and I, West Side Story, wo sie den Schauspielerinnen ihre Sopran-Stimme lieh, was man lange dem Publikum verschwieg.


    Marni_Nixon_09.JPG



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    Bleiben wir in Schottland.


    Beim Anblick des abendlichen Himmels im letzten Beitrag kommt mir aus den 25 Schottischen Liedern op. 108 von Ludwig van Beethoven die Nummer 2 Sunset in den Sinn. Das Gedicht stammt von Sir Walter Scott


    Sunset


    The Sun upon the Weirdlaw Hill

    In Ettrick’s vale is sinking sweet;

    The westland wind is hush and still,

    The lake lies sleeping at my feet.

    Yet not the landscape to mine eye

    Bears those bright hues that once it bore,

    Though Evening, with her richest dye,

    Flames o’er the hills of Ettrick’s shore.


    With listless look along the plain

    I see Tweed’s silver current glide,

    And coldly mark the holy fane

    Of Melrose rise in ruined pride.

    The quiet lake, the balmy air,

    The hill, the stream, the tower, the tree,—

    Are they still such as once they were,

    Or is the dreary change in me?


    (Alas, the warped and broken board,

    How can it bear the painter’s dye!

    The harp of strained and tuneless chord,

    How to the minstrel’s skill reply!

    To aching eyes each landscape lowers,

    To feverish pulse each gale blows chill;

    And Araby’s or Eden’s bowers

    Were barren as this moorland hill.)


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    Dann mache ich, weil es passt, eine Kurve durchs Meer zu meinem Beitrag 218 und greife von Felix Mendelssohn


    Die Hebriden Ouvertüre (Fingal's Cave) op. 26 auf. Diese Inselgruppe liegt vor der schottischen Küste.


    Es spielt das London Symphony Orchestra und Claudio Abbado steht am Dirigentenpult.


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    Dass Giuseppe Verdi (1813-1901) ein Streichquartett in e-Moll komponiert hat, wrd wenigen bekannt sein.


    Daraus der 1. Satz, Allegro Vom dreifachen pianissimo ppp bis zum zweifachen ff fortissimo reicht die Dynamik.


    Komponiert hatte er es 1873 in Neapel, als er auf die Erstaufführung seiner Oper Aida wartete. Da war er 60 Jahre alt. Man kann nur bedauern, dass Verdi nicht noch weitere Beiträge zu dieser Gattung der Kammermusik beigesteuert hat.