Beiträge von moderato

    Vor allem nehmen 2SET sich und den Klassik Betrieb nicht ernst. Bekannt sind sie durch ihre YouTube Filme geworden. dr.pingel war von den Hula Hoop Ringen und Hilary Hahn begeistert.



    2SET treten inzwischen öffentlich auf. Überraschungsgäste kommen in ihre Shows: Hilary Hahn und2SET spielen Paganini mit Hula Hoop Hüftschwung.


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    Das Patent für das Saxophon wurde 1846 eingereicht. Werke, die eigens für dieses neue Instrument komponiert wurden, gibt es erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Anfänglich kam es in Militär-Blaskapellen zum Einsatz. Die klanglichen Möglichkeiten haben die Komponisten erst später entdeckt.


    George Bizet gibt 1872 in der Bühnenmusik zu Alfred Daudets Bühnenmusik Arlésiennes dem Saxophon eine Passage mit einer sehnsuchtsvollen Melodie. ab 0 min 27 s


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    In Beitrag 2 hatte ich den belgischen Violinisten Jean-Baptiste Singelée erwähnt. Er hat zur Promotion des neuen Instrumentes Werke für Saxophon komponiert. Das Quartett aus dem Jahr 1857 trifft genau die spieltechnischen Möglichkeiten des neuen Instrumentes und war das erste Werk für diese Besetzung. Es ist für Sopran, Alt, Tenor und Bariton gesetzt und stellt jedes Instrument der entsprechenden Stimmlage ins beste Licht.


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    Werke für Saxophon Quartett


    J. B. Singelée: Saxophonquartett

    Jeanine Rueff: Air aus "Concert en Quatuor"

    Eugène Bozza: Andante & Scherzo

    Pierre Max Dubois: Saxophonquartett

    Claude Pasacal: Saxophonquartett


    Copenhagen Saxophone Quartet


    Das viersätzige Werk des belgischen Geigers J. B. Singelée aus dem Jahr 1857 ist das erste Werk, das für Saxophon-Quartett komponiert wurde und trifft genau die spieltechnischen Möglichkeiten des Instrumentes. Es war zum Bekannmachen des neuen Instrumentes gedacht, das Adolphe Sax entwickelt hatte. Ich spiele es auch und bin jedes Mal erfreut über das Stück.


    Die Scheibe gibt es gegenwärtig sehr preiswert.


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    Trüber, herbstlicher Morgen, neblig.


    23 Vocalisen für Saxophon und Klavier


    Dukas: Vocalise-Etude "alla Gitana"

    Auric: Vocalise-Etude

    Poulenc: Vocalise-Etude

    Jongen: Vocalise-EÉtude "Serenade" op. 83

    Messiaen: Vocalise-Etude

    Honegger: Vocalise-EÉtude

    Roussel: Vocalise-Etude "Aria"

    Canteloube: Vocalise-Etude "en forme de Bourree"

    Milhaud: Vocalise-Etude "Air" op. 105

    de Breville: Vocalise-Etude « Maneh »

    Schmitt: Vocalise-Etude pour Erik Satie" op. 130

    Ravel: Vocalise-Etude « en forme de Habanera »

    Vierne: Vocalise-Etude à Monsieur A. L. Hettic

    Hure: Vocalise-Etude

    Ibert: Vocalise-Etude « Aria »

    Lajtha: Vocalise-Etude

    Labinsky: Vocalise-Etude « Ferveur »

    Gretschaninoff: Vocalise-Etude

    Tscherepnin: Vocalise-Etude

    Martinu: Vocalise-Etude H. 188

    Malipiero: Vocalise-Etude

    Nielsen: Vocalise-Etude CNK 124

    Villa-Lobos: Vocalise-Etude


    Harry White, Saxophon; Edward Rushton, Klavier


    In Zürich hat ein gut sortiertes CD/DVD Antiquariat schon vor Jahren die Segel gestrichen und sich aufgelöst, weil die Nachfrage nach diesen Medienträgern eingebrochen ist. Die Downloads im Internet waren der Grund für diese Geschäftsauflösung! Vielleicht waren die Betreiber auch zu wenig clever und haben das Internet nicht für ihren Vertrieb geschickter genutzt.


    Gut, dass die Wiener anders ticken. Da kannst du ja schon mal dich erkundigen, ob deine Scheibensammlung im schlimmst anzunehmenden Fall, was hoffentlich noch lange nicht eintreten wird, abgenommen wird.

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    Lieber Alfred Schmidt


    Sir Roger Norrington soll Spannungen mit dem Zürcher Kammerorchester haben, weil er nichts mehr aufgenommen hat?

    Nein, ich denke nicht. Er trägt den Titel "Ehrendirigent", der ihm vom Orchester sicherlich nicht ohne Wertschätzung verliehen wurde.


    Am 9. Juni 2020 19 30 h führt Sir Roger Norrington mit dem Zürcher Kammerorchester und dem Pianisten Sebastian Kauer ein Beethoven Programm auf.


    In der Konzertankündigung steht: Bei diesem Beethoven-Konzert nimmt nicht nur der Pianist Sebastian Knauer am Klavier Platz, sondern auch Sir Roger Norrington auf seinem Dirigierstuhl.


    Der Mann ist 85 Jahre alt. Da darf man sich die Strapaze eines Konzertes erleichtern.

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    Zum 85. Geburtstag hat BR Klassik die Sache kurz auf den Punkt gebracht:


    Vibrato ist unhistorisch! An diesem Credo Norringtons scheiden sich die Geister. Aber Norrington setzt auf Transparenz, möglichst viele Details sollen aus der Musik herauszuhören sein: "Man hört von Dirigenten immer: mehr Klang, mehr Klang! Diesen Klang möchte ich nicht hören, sondern Klangrede, Geste, Gespräch – und das geht viel leichter ohne Vibrato."

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    Das ab 1998 beim Radio-Sinfonieorchester Stuttgart erprobte Klangbild wurde zu Norringtons Markenzeichen: der "Stuttgart Sound". Dort hat er vorgeführt, wie man Erkenntnisse der historischen Aufführungspraxis auf moderne Orchester übertragen kann – heute fast schon Standard.


    Diesem Sound bin ich während einer Autofahrt aus dem Radio erstmals begegnet, als in einer Radio-Sendung über Roger Norrington berichtet wurde. Das tönte sehr ungewohnt und liess mich sofort aufhorchen. Seither habe ich seine CDs in meiner Sammlung und ich bereue nicht, sie mir angeschafft zu haben.

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    Roger Norrington lässt die Orchester, die er leitet, ohne Vibrato spielen. Seine Auffassung: Im 19. Jahrhundert wurde weitgehend Vibrato gespielt. Das ergibt einen speziellen Klang, der von manchen Hörern abgelehnt wird.


    Alles Roger !!! - Roger Norrington und seine Tonaufnahmen


    Im Musikinstrumentenführer II (*) Teil 1800 - 1850, Kapitel Entwicklung der Spieltechnik Seite 15, sagt dies zum Vibrato im Kapitel zu den Streichinstrumenten: Zitat


    "Manche Instrumentalisten verwendeten es bekanntlich allzu grosszügig. Das Problem ist alt und wird schon in den Violinschulen des 18. Jahrhunderts erörtert. Die Schulen der romantischen Epoche sind sich ziemlich einig. Eine der wichtigsten, diejenige von Spohr von 1832, unterscheidet 4 Arten von Vibrato, die dast den Rang von Verzierungen haben: ein schnelles, punktuelles Vibrato um einzelne Noten hervorzuheben, ein langsames Vibrato um in langsamen Melodien bestimmte Töne zu stützen und schöner klingen zu lassen, ein schneller werdendes Vibrato an Crescendo- und ein langsamer werdendes Vibrato an Decrecendo-Passagen. Der französische Violinist Baillot spricht auch von einem vom Bogen ausgehenden Vibrato. Wir kennen einige Berichte über die Spielweise mancher grosser Virtuosen vom Ende des 19. Jahrhunderts wie Joseph Joachim oder Eugène Ysaÿe. Sie scheinen das Vibrato sparsam und mehr Gewicht auf perfekte Intonation gelegt zu haben, ensprechend Spohrs Empfehlungen. Die Frage, ob ein nahezu ununterbrochenes Vibrato verwendet wird bzw. werden soll , muss sehr vorsichtig behandelt werden. So wirft ein russischer Kritiker dem Cellisten Adrien François Servais "ein ständiges, süssliches Vibrato" vor, dass man "nach einiger Zeit einen vollen und klaren Ton herbeisehnt"...


    (*) Übrigens, sehr empfehlenswert!




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    Beim Autofahren zur Arbeit liefen diese 6 CDs in der Lesung des Autors Roger Willemsen (1955-2016). In Momentum sind tagebuchartige Beschreibungen von erinnerten persönlichen Augenblicken wie an einer Perlenkette aufgereiht. Es folgt keiner Handlung. Ich hörte gespannt zu. Willemsen, ein Hochintellektueller, hat mich mit diesen Texten in ihrer Skurilität, Sprunghaftigkeit und Sinnlichkeit überrascht. Sie sind ähnlich wie seine Reisebeschreibungen. Doch geht er hier noch einen Schrit weiter und zeigt dem Zuhörer seine innere Welt und sein Erleben. 494 Minuten dauert die Lesung des ungekürzten Textes.


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    Eliahu Inbal dirigiert das Radio Sinfonie Orchester Frankfurt. Leidenschaft pur im Schlusssatz, wie man es selten hört. Aufnahmetechnisch vom besten. Ich höre Orchesterstimmen, die in anderen Einspielungen nicht zu hören sind.


    Peter Tschaikowski (1840-1893): Sinfonie Nr. 5 e-Moll, op. 64


    Interessant auch die Kopplung mit dem abschliessenden Werk, dem das bekannte Paganini Thema zugrunde liegt.


    Boris Blacher (1903-1975): Orchester Variationen op. 36

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    Nach mir die Sintflut könnte man sagen. Man kann planen, was mit der Sammlung geschehen soll, wenn man nicht mehr ist.


    Ich habe mit der örtlichen, kleinen Bibliothek Kontakt aufgenommen, ob im Falle meines Ablebens Interesse an meiner Sammlung an Partituren und CDs bestehe. Die Bibliothek ist in einem Haus untergebracht, das von einer Privatperson der Gemeinde vermacht wurde und über genügend Räume verfügt, die nicht genutzt werden.


    Ein Mitarbeiter der Stiftung kam bei mir vorbei und hat sich die Sammlung angesehen, die ein Zimmer füllt. Es wurde mir zugesagt, den testamentarisch vermachten Bestand samt Regalen zu übernehmen. Mein Archivierungssystem und die Ordnung waren die Hauptgründe, weshalb mein Angebot angenommen wurde. Das mühselige Erfassen der Titel fällt weg, was die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht werden leisten können.


    So hat die Allgemeinheit noch einen Nutzen von meiner Musik-Sammlung.

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    Eine sinnvolle Werkzusammenstellung:


    Peter Tschaikowsky: 6. Sinfonie h-Moll op. 74


    Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod - Tristan und Isolde



    Die Gemeinsamkeit beider Werke: Ihre Uraufführung im Konzert war in St. Petersburg, 1863 bzw. 1893


    Radio Sinfonie Orchester Frankfurt, Elijahu Inbal


    Lieber Rheingold1876


    Ich hatte das Rätsel gestellt, weil heute am 14. November sich die Bombardierung zum 79. Mal jährt und ich hatte insgeheim gehofft, dass termingerecht jemand auf Coventry kommt. 8)


    Auch wenn die Lösung, wie du sagst, einfach war, muss man doch kombinieren können und über ein gewisses Vorwissen verfügen.


    Es grüsst dich und freut sich auf eine neue Herausforderung


    moderato

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    Lieber William B.A.


    Die Kosten für die Renovation der Tonhalle sowie des angegliederten Kongresshauses beläuft sich auf budgetierte 165 Millionen Schweizer Franken. Voraussichtlich. Die Bankenstadt Zürich kann diese baulichen Massnahmen finanzieren. Die Schweizer planen in der Regel sehr genau. Weil alles auf Konsens aufgebaut ist, steht alles unter Kontrolle. Das erlebe ich beim Bau einer Schulanlage in einer Gemeinde bis zu Grossprojekten von Eisenbahntunnels.


    Zudem entscheidet das Stimmvolk an der Wahlurne, ob ein Projekt gebaut wird. Es wurde von 75 % der Stimmbürger den 165 Millionen im Jahr 2016 zugestimmt.


    Es wird teurer, weil die Bausubstanz schlechter ist als erwartet, der Denkmalschutz hat seine Einwände, was zu einem finanziellen Mehraufwand führt. Ausserdem sollen verschiedene "Optimierungsmassnahmen" realisiert werden, wie zusätzliche Hubpodien im Bühnenbereich, Ersatz des Parketts oder der Einbau von digitaler Kommunikationstechnik. Das geht ins Geld. Und die Verzögerung der Eröffnung kostet auch. Die eingeplante Reserve ist aufgebraucht. Es braucht nun noch eine Nachfinanzierung.


    Bei der Vergabe von Bauaufträgen kann es zu Mauscheleien kommen. Das kann dann den Beginn von Bauarbeiten hinauszögern. So geschehen bei einem Eisenbahntunnel. Davon sind auch die Eidgenossen nicht gefeit.


    Übrigens Fotografien der Tonhalle im Umbau wird man nicht finden. Die Bauherrschaft hat dem einen Riegel vorgeschoben. Man will die Vorfreude zur Eröffnung nicht zerstören.


    So etwas wie den Riesen-Schlamassel um den Stuttgarter Bahnhof oder die Verzögerung der Inbetriebnahme des Flughafens in Berlin kann es in meiner bescheidenen Meinung in der Schweiz nicht so schnell geben.


    Mit fründlichem Guet Nacht grüesst dich


    moderato

    Lieber Rheingold1876


    Genau so, wie du es beschreibst, ist die Lösung. Du hast die Ehre das nächste Rätsel zu stellen.


    John Piper (1903-1992) hat das Bapistry Window = Täuferfenster für die Kathedrale von Coventry entworfen, zu dessen Einweihung 1962 Benjamin Britten das War Requiem komponiert hatte.


    Die Altstadt wurde am Abend des 14. November 1940 von 500 Bombern und 1500 Tonnen Bomben zerstört. Morgen ist der Jahrestag. Ich habe gehofft, dass die Lösung zum richtigen Zeitpunkt gefunden wird.



    The-Centre-of-Coventry-Second-World-War-1941.jpg


    So sieht die Kathedrale heute aus.


    Coventry_Cathedral_2018.jpg


    Das Fenster verdankt seinen Namen dem Taufbecken, das davor aufgebaut ist. Der Fels stammt aus Israel.


    Dieser Link zeigt in einem 360 Grad Panorama das Innere der neuen Kathedrale und das Täufer Fenster.


    https://www.360cities.net/imag…oventry-cathedral-england


    Hier erfährt man mehr zur heutigen Kathedrale:


    http://www.coventrycathedral.org.uk/wpsite/


    Es grüsst dich herzlich


    moderato

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    Dürfen sich die Zürcher freuen? Ich habe den Thread gelesen, vieles wurde nicht zum Thema des Threads geschrieben, die Statements über Paavo Järvi fallen unterschiedlich aus. Diese Beiträge sind allerdings schon einige Jahre her.


    Er ist seit dieser Spielzeit 2019/20 Chefdirigent und musikalischer Direktor des Tonhalle Orchesters in Zürich. Der Vertrag läuft 5 Jahre.


    Es wird die Tschaikowsky-Sinfonien aufführen und auf Tonträger live aufnehmen. Das Jahr zuvor hat er mit dem gleichen Orchester Werke von Olivier Messiaen eingespielt.


    https://www.tonhalle-orchester.ch/orchester/paavo-jaervi-1/

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