Beiträge von moderato

    Einzelne Gebäude kann man anhand dieses Semi-Vogelschau-Planes identifizieren.


    vienna-map-2.jpg


    Im Vordergrund erkennt man (Wenn man auf die Darstellung aus dem vorangehenden Beitrag klickt, erscheint eine Lupe.) das Palais Schwarzenberg (siehe Postkarte oben Beitrag 5609). Das Schloss Belvedere (in der Darstellung von Gustav Veith rechts daneben) ist nicht auf dieser Karte.


    LG moderato

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    Lieber thdeck


    Eine Stadt wird aus der Vogelschau wiedergegeben. Sie hat eine ringförmige Anlage, wenn man den Strassenverlauf beachtet. Eine eintürmige Kathedrale steht in der Bildmitte als dunkler Bau im Zentrum. Der Vordergrund ist dunkel. Dort erkennt man einen grossen Kuppelbau. Rechts davon ist ein grosser Platz mit einer Rondelle im Zentrum.


    Ich vermute, das Bild entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, eher um die Jahrhundertwende. Der Maler hat mit Akribie die Gebäude gezeichnet, soweit ich dies aus der schlechten Auflösung vermuten kann. Der Maler muss einen Plan als Vorlage benutzt haben. oder hat sich im Fesselballon über der Stadt aufgehalten, um die 3D Ansicht darzustellen. Er muss um ein beachtliches Vorstellungsvermögen verfügt haben, wenn er diese Ansicht gezeichnet hat.


    Bei der Stadt könnte es sich um Wien handeln, wenn die Stadt berücksichtigt wird, wo Beethoven hauptsächlich gewirkt hatte.


    Mal gucken, ob diese Anhaltspunkte genügen.


    LG moderato

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    Frère Jacque dormez vous, sonnez les matines


    Der Kanon mit Obertongesang




    in einem Bläser-Satz für Brass-Quintett




    und in Moll, in sinfonischen Dimensionen taucht der Kanon auf in


    Gustav Mahler, 1. Sinfonie "Der Titan, 3. Satz, Feierlich und gemessen, ohne zu schleppen


    moderato ist schuld ! Wegen ihm habe ich jetzt eine etwas umfangreichere Bestellung von Boccherinis Streichquartetten getätigt. Böse böse böse ... oder auch nicht :) und außerdem lausche ich jetzt ein paar Streichquintetten dieses Kompositeurs :

    86 Streichquartette, eine andere Quelle erwähnt 93, hat Luigi Boccherini (1743-1805) komponiert.


    Bei mir sind seine 12 Cello-Konzerte auf dem Programm. David Geringas wird vom Orchestra da Camera di Padova e del Veneto unter der Stabführung von Bruno Giuranna begleitet.


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    Franz Schubert (1797-1828)


    Franz Bruchmann (1798-1865)



    Schwesterngruss D. 762


    Im Mondenschein

    Wall ich auf und ab,

    Seh’ Totenbein’

    Und stilles Grab.


    Im Geisterhauch

    Vorüber schwebt’s,

    Wie Flamm’ und Rauch

    Vorüber bebt’s;


    Aus Nebeltrug

    Steigt eine Gestalt,

    Ohn’ Sünd und Lug

    Vorüberwallt,


    Das Aug so blau,

    Der Blick so groß,

    Wie in Himmelsau,

    Wie in Gottes Schoß;


    Ein weiß Gewand

    Bedeckt das Bild,

    In zarter Hand

    Eine Lilie quillt,


    In Geisterhauch

    Sie zu mir spricht:

    „Ich wandre schon

    Im reinen Licht,


    Seh’ Mond und Sonn’

    Zu meinem Fuß,

    Und leb’ in Wonn’,

    In Engelkuß,


    Und all die Lust,

    Die ich empfind,

    nicht deine Brust

    Kennt, Menschenkind,


    Wenn du nicht läßt

    Den Erdengott,

    Bevor dich faßt

    Der grause Tod.“


    So tönt die Luft,

    So saust der Wind,

    Zu den Sternen ruft

    Das Himmelskind,


    Und eh’ sie flieht,

    Die weiß’ Gestalt,

    In frischer Blüt’

    Sie sich entfalt’,


    In reiner Flamm’

    Schwebt sie empor,

    Ohne Schmerz und Harm

    Zu der Engel Chor.


    Die Nacht verhüllt

    Den heil’gen Ort,

    Von Gott erfüllt

    Sing ich das Wort.


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    Franz Schubert (1797-1828) hat den Text von Matthias Claudius (1740-1815) des Gedichtes Der Mond ist aufgegangen in seinem Abendlied D. 499 vertont. Er setzt die Melodie im 6/8 Takt.


    Der Mond ist aufgegangen,

    Die goldnen Sternlein prangen

    Am Himmel hell und klar;

    Der Wald steht schwarz und schweiget,

    Und aus den Wiesen steiget

    Der weiße Nebel wunderbar.


    Wie ist die Welt so stille

    Und in der Dämmrung Hülle

    So traulich und so hold!

    Als eine stille Kammer,

    Wo ihr des Tages Jammer

    Verschlafen und vergessen sollt.


    Seht ihr den Mond dort stehen?

    Er ist nur halb zu sehen

    Und ist doch rund und schön!

    So sind wohl manche Sachen,

    Die wir getrost belachen,

    Weil unsre Augen sie nicht sehn.

    Wir stolze Menschenkinder

    Sind eitel arme Sünder,

    Und wissen gar nicht viel.

    Wir spinnen Luftgespinnste

    Und suchen viele Künste,

    Und kommen weiter von dem Ziel.


    Gott, laß dein Heil uns schauen,

    Auf nichts Vergänglichs trauen,

    Nicht Eitelkeit uns freun!

    Laß uns einfältig werden,

    Und vor dir hier auf Erden

    Wie Kinder fromm und fröhlich sein!



    (In der Erstausgabe sind fünf Strophen.)


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    William Morgan "Buddy" Lewis, Jr. (1906-1968)


    Text von Nancy Hamilton (1908-1985)


    Der Song How High the Moon war ursprünglich Teil der Broadway-Revue Two for the Show und ist 1940 aufgeführt worden.


    Somewhere there's music

    How faint the tune

    Somewhere there's heaven

    How high the moon

    There is no moon above

    When love is far away too

    Till it comes true

    That you love me as I love you


    Somewhere there's heaven

    It's where you are

    Somewhere there's music

    How near, how far

    The darkest night would shine

    If you would come to me soon

    Until you will, how still my heart

    How high the moon


    How high the moon

    Is the name of this song

    How high the moon

    Though the words maybe wrong

    We're singin' it because you ask for it

    So we're swingin' it just for you


    How high the moon

    Does it touch the stars

    How high the moon

    Does it reach out to mars

    Though the words maybe wrong to this song

    We're askin' how high high high high is the moon



    Benny Goodman brachte den Song noch vor dem Musical als Scheibe heraus.




    1953 aufgenommen ist How High the Moon eine der besten Titel mit Dave Brubeck und seinem Quartett. Paul Desmond ist in seinen Soli von den Socken.




    Ella lässt es auch brodeln, wenn sie scatet.


    "Bete aber auch dabei" ist eine Sopranarie mit Begleitung der Traversflöte, dem Violincello piccolo und Basso continue aus der Kantate BWV 115 "Mache dich, mein Geist, bereit". In dieser Instrumentation kommt der intime Charakter schön zur Geltung.


    Die Bachkantate (167): BWV115: Mache dich, mein Geist, bereit



    Mit Violinbegleitung überzeugt sie auch. Sie wirkt jedoch strahlender und weniger intim wie mit der Traversflöte. Unterm Strich romantisch.


    Lieber thdeck


    Du hast vor Souffleur die Lösung genannt und hast das Privileg, das nächste Rätsel zu stellen. Weil es viele cranachsche Nackedeis im Netz gibt, habe ich auf die genaue Nennung (Wer, was, wo) bestanden.


    Lukas Cranach hat das Paradies gemalt, welches im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt ist.

    Es gibt eine Vielzahl von Darstellungen des Paares Adam und Eva, die aus der Werkstatt dieses Malers stammen. Es muss ein gern bestelltes Sujet gewesen sein. Man muss genau hinsehen, um die Paare in den verschiedenen Fassungen voneinander zu unterscheiden, denn Adam und Eva werden in Details verschieden dargestellt.



    Lieber Rheingold1876


    Welches Bild hast du gesucht? War es diese Darstellung auf dem Cover der haydenschen Schöpfung?



    Bei einem Werbepartner ist die Rückseite dargestellt, wo man die Angaben nachlesen kann. Daraufhin habe ich das Bild des Covers entfernt. Dargestellt ist ein Detail aus dem Psalter von Papst Paul III (1542). Ich habe deshalb die CD zurückgezogen. Ich möchte faire Bedingungen bei der Suche.


    Sorry, da warst du zu schnell. Wenn ich dir Arbeit bereitet habe, muss ich mich in aller Form bei dir entschuldigen.


    Es grüsst alle Ratefüchse, die sich am Rätsel beteiligen und alle Mitleser


    moderato

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    Lieber thdeck, liebe Rätselfreunde


    Ich gebe jeweils an, wie der Weg zu einer Lösung ist, den ich genommen habe. Dieses Mal erkläre ich es genau, wie ich vorgegangen bin. Es ist keine Hexerei, doch muss man wissen, wo und wie man suchen kann.


    akg images, das Archiv für Kunst und Geschichte ist ein hilfreiches Portal, wenn man nach Bildern sucht. Bridgwater ist weiteres, ähnlich aufgebautes Archiv. Die Kunst der zielführenden Recherche besteht darin, die passenden Suchbegriffe zu finden. Die Sprache und Schlagwörter müssen vom Suchenden so gewählt sein, dass die Begriffe, unter denen das gesuchte Bild vom Archiv abgelegt worden ist, übereinstimmen. Das tönt banal, ist aber der wichtigste Pfad zur Lösung.


    Man gibt einen Begriff in die Suchmaske ein. Dann erscheint eine Vielzahl von Vorschlägen des Archivs, durch die man sich scrollen oder klicken muss. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass ein Pic im Bestand enthalten ist. Es gibt somit etliche Pfade in der Recherche, die ins Leere führen können. Fleissarbeit und eine gewisse Hartnäckigkeit ist angesagt. Leicht kann man ein Bild übersehen, weil die Farbe stark abweicht oder ein Ausschnitt vom Grafiker ausgewählt wurde oder das Bild gespiegelt ist.


    Ich habe "Flusslandschaft" als Suchbegriffe für das Coverbild des Rätsels eingeben. Nachdem ich das Bild genau angeschaut hatte, bot sich dies als naheliegend an. Links oben ist ein Menu, mit dem man die Ergebnisse filtern kann. Ich habe "Kunst" ausgewählt. 149 Bilder werden angezeigt. Ich habe mich auf eine langwierige Suche und das Sichten von unzähligen Treffern eingestellt - und


    Ich habe auf der ersten Seite ein Bild mit einem Turm erkannt, das mit dem Coverbild übereinstimmt.


    https://www.akg-images.de/CS.a…JYS&SMLS=1&RW=1440&RH=814



    Flußlandschaft mit Bauernhaus


    Wilson, Richard 1714–1782.


    “Flußlandschaft mit Bauernhaus”.


    Gemälde.

    Torrie Collection, University of Edinburgh



    Es grüsst dich herzlich


    moderato

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    Lieber thdeck, liebe Rätselfreunde


    Wenn man keine Ahnung hat, ist das genaue Hinsehen wichtig.


    Man sieht ein Gewässer, einen See oder Fluss mit Baumgruppen, in dem sich das gegenüberliegende Ufer spiegelt. Ein turmartiges Gebäude mit einem flachen Dach und ein Hause mit First erheben sich dort. Auf einer vorgelagerten Kiesbank erkennt man eine Gruppe von Menschen. Sind sie mit der Wäsche beschäftigt? Die leicht hügelige, sommerliche Landschaft mutet südlich an. Im Vordergrund sind drei Gestalten mit Hund: Zwei Erwachsene und ein Kind.


    Mal gucken, was man daraus machen kann.


    LG moderato

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    Lieber moderato, bei Elder möchte ich Dir folgen (wobei ich bei "365" einige Abstriche machen würde), bei Zi-Xiao He kann ich nicht mehr folgen - für meinen Geschmack ist es zu unharmonisch, auch wenn das Ende beinahe versöhnt.


    Aber für einen Laienchor z.B. ist das Stück m.E. unsingbar, weil es auf schmalem Grat immer gerade an der Katastrophe vorbei schrammt.

    Lieber m-mueller


    Wo endet der Laien-Chor und wo beginnt das Profi-Ensemble? Ich singe seit über 40 Jahren in Chören und Chorprojekten und wenn es vertrackter, unharmonischer und anspruchsvoller wird, schätze ich dies. Singbar war alles, was ich bisher an Noten vor mir hatte. Ich bin ein Laien-Snger ohne Stimmausbildung, der aber als geschulter Bläser über Atemtechnik verfügt.


    Eine reine Intonation kann schon in harmonisch gesetzten Chor-Sätzen zur Herausforderung werden und aus dem Ruder laufen.


    Elder hat "365" nach den Amokläufen in amerikanischen Schulen komponiert. Es wird oft in amerikanischen Chören gesungen. Die sparsam gesetzte Perkussion und die Reduktion auf Männerstimmen sind der Reiz.


    Der Choral von Kevin Zi-Xiao He sehe ich als singbar an. Welche Chorwerke ein Chorleiter aussucht, misst sich an den Möglichkeiten der Sänger. Spass sollen die Proben machen.


    LG moderato

    Karl Suessdorf (1911-1982)


    Text John Blackburn (1913-2006)



    Moonlight in Vermont


    Pennies in a stream

    Falling leaves a sycamore

    Moonlight in Vermont

    Gentle finger waves

    Ski trails down a mountain side

    Snowlight in Vermont

    Telegraph cables, how they sing down the highway

    As they travel each bend in the road

    And when people meet, in this romantic setting

    They're so hypnotized be the lovely...

    Evening summer breeze

    Sweet warblings of the meadowlark

    Moonlight in Vermont


    Pennies in einem Bach

    fallende Blätter einer Platane

    Mondschein in Vermont

    Sanfte Fingerwellen

    Skipisten bergab

    Schneelicht in Vermont

    Telegraphenkabel, wie sie die Autobahn entlang singen

    Wie sie fahren, jede Kurve auf der Strasse

    Und wenn sich Menschen treffen, in dieser romantischen Umgebung

    Sind sie so hypnotisiert von der Schönheit ...

    Abend Sommerbrise

    Süsses Zwitschern der Wiesenlerche

    Mondschein in Vermont


    Frank Sinatra singt unvergleichlich. Wer kann ihm in diesem Genre heute das Wasser reichen?


    Lieber Souffleur


    Es steht bei den Angaben zum Rätselbild "studio of Jan Breughel", das heisst es ist in seiner Werkstatt entstanden. Wie der Elefant und die beiden Löwen gemalt sind, zeugt gelinde gesagt von bescheidenen technischen Fähigkeiten. Da haben die beiden in Zusammenarbeit mit Rubens entstandenen Gemälde mehr Überzeugungskraft.


    thdeck wird uns ein neues kniffliges Cover-Rätsel aussuchen und uns damit herausfordern.


    LG


    moderato

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    Lieber Souffleur, liebe thdeck, liebe Rätselfreunde


    Ich habe etwas über den Standort des Bildes und den Urheber gefunden:


    Adam and Eve in the Garden of Eden, studio of Jan Breughel


    Leeds Museums and Galleries (Lotherton Hall) U.K., The Bridgman Art Library


    Gibt man diese Angaben bei The Bridgman Art Library in die Suchmaske ein, kommt man zum Bild.


    Lotherton Hall hat bei Wikipedia einen Eintrag.


    Zitat: "Im Landhaus selbst, das in viktorianischer und eduardischer Zeit grundlegend umgebaut wurde, finden sich beeindruckende Sammlungen von Kunstwerken, die seit dem 18. Jahrhundert angesammelt wurden und heute öffentlich zugänglich sind."


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lotherton_Hall


    Lotherton_Hall%2C_Aberford%2C_near_Leeds%2C_England-12April2009.jpg


    Mit freundlichem Gruss


    moderato

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    Lieber Souffleur, lieber thdeck


    Ich habe mit der Zuschreibung Jan Breughel dem Älteren ebenso wie du, lieber Souffleur, meine Bedenken. Bei aller intensiven Recherche war nicht zu ermitteln, wo sich das Original befindet. Ich kam auf Seiten, die sich mir sprachlich nicht erschliessen. Auch waren die Seiten esotherisch bzw. religiös verbrämt. Kommt hinzu, dass es gespiegelte Fassungen gibt.


    Ich habe den Recherchedaten nachgegeben. Jan Breughel der Ältere war der einzige Name, der für mich plausibel genannt wurde. Kunsthistoriker bin ich nicht, aber ein fleissiger Museumsbesucher und interessierter Laie.


    Ich gebe dir, lieber thdeck, den Lorbeerkranz für die genannte Lösung und bitte um ein neues Rätsel.


    Wer weiss, wo sich das Original befindet oder wer es über dem Sofa hängen hat, soll sich bitte melden.


    Es grüsst herzlich


    moderato

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    Die einleitende Bass-Arie der Kantate BWV 56 Ich will den Kreuzstab gerne tragen *) ist in der Interpretation von Max Richter und Dietrich Fischer Dieskau an die 9 Minuten lang.


    Schwierigkeit: Grosse Melodiebögen müssen gestaltet werden. Das schafft selbst dieser Ausnahmesänger nicht auf einem Atem.

    Die Überraschung kommt bei Takt 127 bei 6 min 10 s wenn der Bass in Triolen die Melodie singt.




    Hermann Prey und die Deutschen Bachsolisten unter der Stabführung von Helmut Winschemann kommen mit 8 Minuten 33 s aus.




    Peter Kooy unter der Leitung von Philippe Herreweghe und La Chapelle Royale ist mit HIP knapp an die 7 Minuten unterwegs.




    *) Die Arie Endlich wird mein Joch wieder von mir weichen müssen mit Oboenbegleitung verdient auch lobenswerte Erwähnung. Sagt ein Oboenspieler 8)

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