Beiträge von moderato

    Andrew Earle Simpson (* 1967)


    Aristophanes, (ca. 446 v. Chr.-ca. 386 v. Chr.), aus: Die Vögel


    O Beloved Nightingale, aus: Die Birds of Love and Prey, Nr. 1,



    O beloved nightingale

    Best loved of birds,

    Sharer in all my songs.

    Nightingale, my friend.

    You’ve come, I’ve found you,

    Bring your sweet voice to me.


    O, as you chirp your lovely flute,

    With springtime voice,

    Now begin our songs.


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    Hans Pfitzner


    James Grun (1868-1928)


    Wiegenlied, aus: 3 Lieder, Op. 5, Nr. 2



    Schlaf ein, gewieget an meiner Brust,

    Kind - heißer Tränen der Qual und Lust,

    Schlafe, Kindchen, schlafe!


    Ich liebe dich und lieb’ dich so sehr,

    Als ob ich Mutter und Vater dir wär’,

    Schlafe, Kindchen, schlafe!


    Im Mutterherzen, da ruht sich’s warm,

    Ich will dich schützen vor Haß und Harm,

    Schlafe, Kindchen, schlafe!


    Nicht Frost noch Winter gibt es hier,

    Der ewige Frühling lebt in mir.

    Schlafe, Kindchen, schlafe!


    Vor meiner Liebe zerging der Streit,

    Darfst ruhen und träumen in Ewigkeit,

    Schlafe, Kindchen, schlafe!



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    Ich höre geistliche Musik von einem Unterschätzten der Musikgeschichte.


    Camille Saint Saens Messe op.4 für Soli, Chor & Orgel


    Der Orgel kommt in dieser Messe eine wichtige Rolle zu.


    Rotti, Gloria, Gruppo Vocale "Cantus Firmus", Complesso Vocale "Musica Laus", Nosetti


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    Lieber Alfred Schmidt


    Ich bin Linkshänder... 8)


    Zu Beginn des 15. Jahrhunderts bedeutet nach 1400. Der Maler ist somit vor dieser Jahreszahl geboren oder kurz nach diesem Jahr. Gegenstände, die auf Gemälden zu sehen sind, gibt es unzählig viele. Der Gegenstand muss etwas Besonderes sein.


    Jan van Eyck (1390-1441) wäre mit seinen Lebensdaten ein möglicher Kandidat. Einen auffälligen Gegenstand hat er in diesem Gemälde untergebracht. Der Spiegel an der Wand könnte der mögliche Gegenstand sein, der heute noch in Gebrauch ist. Gemalt hat der Flame die Arnolfini-Hochzeit im Jahr 1434.


    Van_Eyck_-_Arnolfini_Portrait.jpg


    Die runde Form des Spiegels ist typisch für die Gotik. Spiegel konnten mit der damaligen Technik nur rundgewölbt hergestellt werden, weil bis dahin alle Versuche, ebene Glasspiegel zu giessen, an der Zerbrechlichkeit der Kristallplatte scheiterten. Hexen wurden diese Spiegel genannt, weil sie durch die Rundwölbung den Blickwinkel erweitern. Spiegel waren ein Luxusgegenstand und nur den Reichen vorbehalten. Im Detail sieht der Spiegel so aus:


    The_Arnolfini_Portrait%2C_détail.jpg


    Ich bin gespannt, ob meine Lösung ins Schwarze getroffen hat.


    LG moderato

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    Michaela Petri spielt die vivaldischen Konzerte "Die vier Jahreszeiten" aus op. 8 mit unterschiedlichen Blockflöten, von der hohen Sopranino bis zur Bassflöte, je nach passender musikalischer Aussage.


    Die Fassung von Introduktion und Rondo capriccioso a-moll op. 28 von Camille Saint Saëns gibts noch als Zugabe.


    Ich hab' "Cassandras Dream" am Bildschirm verfolgt und muss noch vorausschicken, dass ich die Querflöte selbst spiele. Das Mitlesen in der Partitur bietet einen gewissen Genuss, weil ich gespannt bin, wie der Spieler die Spielanweisung umsetzt. Das geschieht bewundernswert gut. Mir gefällt das Stück in diesen Momenten, in denen die Querflöte einer herkömmlichen Spielweise nahe kommt.


    "Der Gott Apollon gab ihr (Kassandra) wegen ihrer Schönheit die Gabe der Weissagung. Als sie jedoch seine Verführungsversuche zurückwies, verfluchte er sie und ihre Nachkommenschaft, auf dass niemand ihren Weissagungen Glauben schenken werde. Daher gilt sie in der antiken Mythologie als tragische Heldin, die immer das Unheil voraussah, aber niemals Gehör fand. Derart ungehörte Warnungen werden als Kassandrarufe bezeichnet."



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    Stefan Claas (*1968)


    Traditionell


    Die Blümelein, sie schlafen


    Die Blümelein sie schlafen

    Schon längst im Mondenschein,

    Sie nicken mit den Köpfchen

    Auf ihren Stengelein.

    Es rüttelt sich der Blütenbaum,

    Er säuselt wie im Traum:

    Schlafe, schlafe,

    Schlaf du, mein Kindelein!


    Die Vögelein, sie sangen

    So süß im Sonnenschein,

    Sie sind zur Ruh gegangen

    In ihre Nestchen klein.

    Das Heimchen in dem Aehrengrund,

    Es tut allein sich kund:

    Schlafe, schlafe,

    Schlaf du, mein Kindelein!


    Sandmännchen kommt geschlichen

    Und…


    Max Reger (1873-1916)


    Anonymus


    Zum Schlafen, op. 76 Nr. 59



    Oben in dem Birnenbaum

    sitzt ein Vöglein, ganz aus Gold:

    singt so leis, man hört es kaum,

    singt so fein und singt so hold.


    Will die Grete artig sein,

    hört sie's auch im Birnenbaum,

    will die Grete artig sein,

    hat mein liebes Töchterlein

    einen goldnen Traum.


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    Die Nachtigall schlägt in diesem Lied von


    Johannes Brahms (1833-1897)


    Friedrich Daumer (1800-1875)


    O schöne Nacht, aus: Vier Quartette, op.92, Nr. 1



    O schöne Nacht!

    Am Himmel märchenhaft

    Erglänzt der Mond in seiner ganzen Pracht;

    Um ihn der kleinen Sterne liebliche

    Genossenschaft.


    Es schimmert hell der Tau

    Am grünen Halm; mit Macht

    Im Fliederbusche schlägt die Nachtigall;

    Der Knabe schleicht zu seiner Liebsten sacht -

    O schöne Nacht!


    Heinrich von Herzogenberg (1843-1900)


    Friedrich Hebbel (1813-1863)


    Das Vöglein, aus: Drei Gesänge op. 73, Nr. 1



    Vöglein vom Zweig

    Gaukelt hernieder;

    Lustig sogleich

    Schwingt es sich wieder.


    Jetzt dir so nah',

    Jetzt sich versteckend;

    Abermals da,

    Scherzend und neckend.


    Tastest du zu,

    Bist du betrogen,

    Spottend im Nu

    Ist es entflogen.


    Still! Bis zur Hand

    Wird's dir noch hüpfen,

    Bist du gewandt,

    Kann's nicht entschlüpfen.


    Ist's denn so schwer

    Das zu erwarten?

    Schau' um dich her:

    Blühender Garten!


    Ei, du verzagst?

    Laß es gewähren,

    Bis du's erjagst,

    Kannst du's entbehren.


    Wird's doch auch dann

    Wenig nur bringen,

    Aber es kann

    Süßestes singen.




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    "Schreiben gegen den Krieg" ist der Titel dieser SACD, die vertonte Gedichte von Ingeborg Bachmann enthält.


    Die Gedichte, worauf sich die Komponisten beziehen, sind im Booklet abgedruckt. Die Familie Bachmann dankt ausdrücklich Komponisten und Musikern.


    David Froom (*1951): Klaviertrio Nr. 2 "Grenzen"

    Bernd Richard Deutsch (*1977): Klaviertrio pro Monumentum per Ingeborg Bachmann "Curriculum vitae"

    Norbert Sterk (*1968): Hotel de la paix für Stimme, Violine, Cello, Klavier

    Herbert Lauermann (*1955): Trio II für Klaviertrio

    Jeffrey Mumford (*1955):"In the community of encompassing hours" für Klaviertrio


    Christian Hilz (Bariton), Haydn Trio Eisenstadt



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    Richard Wetz (1875-1935)


    Otto Julius Bierbaum (1865-1910)


    Traumsommernacht op. 14, für Frauenchor und Orchester



    Sommernacht, Traumsommernacht ...

    Die Brunnen rauschen leise,

    Die Trauerweide wiegt sich sacht;

    Nun steigt der Mond in voller Pracht

    Empor zur Wolkenreise.


    Traum und Frieden ...

    Was hienieden

    Unruhvoll das Herz verstört,

    Senkt sich in des Traumes Tiefen.

    Und der Ruhe Geigentöne,

    Die in Tages Lärme schwiegen,


    In der heißen Helle schliefen,

    Seelentiefe, seelenschöne,

    Kommen nun heraufgestiegen,

    Werden nun gehört.


    Sommernacht, Traumsommernacht ...

    Ein Rauschen lieb und leise,

    Die Seele wiegt sich süß und sacht

    Nach ihrer Geigenweise:


    Traum und Frieden ...

    Hingeschieden

    Alles was uns traurig macht.

    Sterne glimmen,

    Wolken schwimmen,

    Und das Märchen ist erwacht.



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    Lieber seicento


    Danke für die 2. Sinfonie "Die Amsel" des finnischen Komponisten Einar Englund. Ich habe eine halbe Stunde gebannt zugehört.



    Traditionell


    Ludwig Tieck


    Feldeinwärts flog ein Vögelein (Herbstlied)



    Feldeinwärts flog ein Vögelein

    Und sang im muntern Sonnenschein

    Mit süßem, wunderbaren Ton:

    Ade, ich fliege nun davon,

    Weit! Weit!Reis' ich noch heut!


    Ich horchte auf den Feldgesang,

    Mir ward so wohl und doch so bang,

    Mit frohem Schmerz, mit trüber Lust

    Stieg wechselnd bald und sang die Brust,

    Herz! Herz!

    Brichst du vor Wonn' oder Schmerz?


    Doch als ich die Blätter fallen sah,

    Da dacht ich: Ach, der Herbst ist da!

    Der Sommergast, die Schwalbe zieht

    Vielleicht so Lieb' und Sehnsucht flieht,

    Weit! weit!

    Rasch mit der Zeit!


    Doch rückwärts kam der Sonnenschein,

    Dicht hinter drauf das Vögelein,

    Es sah mit tränend Angesicht

    Und sang: die Liebe wintert nicht,

    Nein! Nein.

    Ist und bleibt Frühlingsschein!



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    Vlado Perlemuter (1904-2002) spielt Gaspard de la nuit. Der Pianist ist 88 Jahre alt zum Zeitpunkt der Aufnahme (1991).



    Ondine




    Le gibet




    Scarbo





    1951 klang sein Spiel in einer Radioaufnahme so:




    Die beim englischen Label Nimbus 1973 erschienene Aufnahme hüte ich auf meinem Regal als besonderen Schatz.



    Aufgrund der angegebenen Daten der Aufnahmejahre, wird es in dieser preiswerten Box diejenige Interpretation sein, die Vlado Perlemuter für Vox 1955 eingespielt hat.


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    "Gaspard de la nuit: Trois poèmes pour piano d'après Aloysius Bertrand" ist der Titel, den Maurice Ravel dem Werk gegeben hat. Übersetzt: Schatzmeister der Nacht: Drei Gedichte für Klavier nach Aloysius Bertrand


    Ondine - Die Wassernixe Undine, Le gibet - Der Galgen und Scarbo - Ein listiger Kobold


    In der Musik Maurice Ravels geht es in meinem Empfinden um Clarté, was ich unvollkommen mit Klarheit übersetzen würde. Die drei Gedichte, die der Komponist dem Notendruck beigegeben hatte, haben im französischen Original eine Geschliffenheit und ein Raffinement, die beim lauten Lesen deutlich werden. Ich vermute, das wird ihn stark angeregt haben, diesen sprachlichem Ausdruck in die Musik zu übertragen. In meinem Französisch Unterricht wurde uns erklärt, dass Aloysius Bertrand das Prosagedicht in die französische Literatur eingeführt hatte und zu einem späteren Zeitpunkt stilbildend wurde.


    Ich mag mich an eine Aussage des Pianisten Vlado Perlemuter erinnern, der mit Ravel gearbeitet hat, dass es dem Komponisten in der Interpretation um grösste Klarheit und Transparenz im Klavierspiel ging.



    Ondine


    — « Écoute ! — Écoute ! — C’est moi, c’est Ondine qui frôle de ces

    gouttes d’eau les losanges sonores de ta fenêtre illuminée par les

    mornes rayons de la lune ; et voici, en robe de moire, la dame

    châtelaine qui contemple à son balcon la belle nuit étoilée et le beau

    lac endormi.


    « Chaque flot est un ondin qui nage dans le courant, chaque courant

    est un sentier qui serpente vers mon palais, et mon palais est bâti

    fluide, au fond du lac, dans le triangle du feu, de la terre et de l’air.


    « Écoute ! — Écoute ! — Mon père bat l’eau coassante d’une branche

    d’aulne verte, et mes sœurs caressent de leurs bras d’écume les

    fraîches îles d’herbes, de nénuphars et de glaïeuls, ou se moquent du

    saule caduc et barbu qui pêche à la ligne ! »


    *


    Sa chanson murmurée, elle me supplia de recevoir son anneau à

    mon doigt pour être l’époux d’une Ondine, et de visiter avec elle son

    palais pour être le roi des lacs.


    Et comme je lui répondais que j’aimais une mortelle, boudeuse et

    dépitée, elle pleura quelques larmes, poussa un éclat de rire, et

    s’évanouit en giboulées qui ruisselèrent blanches le long de mes

    vitraux bleus.





    Le gibet


    Ah ! ce que j’entends, serait-ce la bise nocturne qui glapit, ou le

    pendu qui pousse un soupir sur la fourche patibulaire ?


    Serait-ce quelque grillon qui chante tapi dans la mousse et le lierre

    stérile dont par pitié se chausse le bois ?


    Serait-ce quelque mouche en chasse sonnant du cor autour de ces

    oreilles sourdes à la fanfare des hallali ?


    Serait-ce quelque escarbot qui cueille en son vol inégal un cheveu

    sanglant à son crâne chauve ?


    Ou bien serait-ce quelque araignée qui brode une demi-aune de

    mousseline pour cravate à ce col étranglé ?


    C’est la cloche qui tinte aux murs d’une ville, sous l’horizon, et la

    carcasse d’un pendu que rougit le soleil couchant.





    Scarbo


    Oh ! que de fois je l’ai entendu et vu, Scarbo, lorsqu’à minuit la lune

    brille dans le ciel comme un écu d’argent sur une bannière d’azur

    semée d’abeilles d’or !


    Que de fois j’ai entendu bourdonner son rire dans l’ombre de mon

    alcôve, et grincer son ongle sur la soie des courtines de mon lit !


    Que de fois je l’ai vu descendre du plancher, pirouetter sur un pied et

    rouler par la chambre comme le fuseau tombé de la quenouille d’une

    sorcière !


    Le croyais-je alors évanoui ? le nain grandissait entre la lune et moi

    comme le clocher d’une cathédrale gothique, un grelot d’or en branle

    à son bonnet pointu !


    Mais bientôt son corps bleuissait, diaphane comme la cire d’une

    bougie, son visage blémissait comme la cire d’un lumignon, — et

    soudain il s’éteignait.

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    Das Streichquartet in C-Dur, Op. 33, Nr. 3 von Joseph Haydn (1732-1809) trägt die Bezeichnung "Vogel"-Quartett. Wenn man den 1. Satz sich anhört oder in der Partitur mitverfolgt, weiss man schnell, weshalb es diesen Titel trägt.

    Im Kopfsatz tauchen zahlreiche Melodienoten mit Vorschlägen auf, die man als Vogelrufe wahrnehmen kann. (Das sind die durchgestrichenen kleinen Noten vor den Haupt-Noten.) Auch in den anderen Sätzen kann man Vogelrufmotive hören, etwa in den Trillern des Trios oder in den wiederholten Terzen im Finale. Ich wünsche viel Vergnügen während der 22 Minuten Spieldauer.


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    Vincenzo Bellini (1801-1835)


    Anonymus


    La Farfalletta



    Farfalletta, aspetta aspetta;

    non volar con tanta fretta.

    Far del mal non ti vogl'io;

    ferma appaga il desir mio.


    Vo' baciarti e il cibo darti,

    da' perigli preservarti.

    Di cristallo stanza avrai

    e tranquilla ognor avrai.


    L'ali aurate, screzïate,

    so che Aprile t'ha ingemmate,

    che sei vaga, vispa e snella,

    fra tue eguali la più bella.


    Ma crin d'oro ha il mio tesoro,

    il fanciullo ch'amo e adoro;

    E a te pari vispo e snello,

    fra i suo'eguali egli è il più bello.


    Vo' carpirti, ad esso offrirti;

    più che rose, gigli e mirti

    ti fia caro il mio fanciullo,

    ed a lui sarai trastullo.


    Nell'aspetto e terso petto

    rose e gigli ha il mio diletto.

    Vieni, scampa da' perigli,

    non cercar più rose e gigli.


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    Wieso eine Cd, wenn man 10 Scheiben zum Preis von einer haben kann? David Oistrach ist in dieser preiswerten Box mit Konzerten und Kammermusik auf 10 CDs vertreten, die zwischen 1954 und 1958 aufgenommen wurden. Das Label Membran bringt es mit der Überschrift "Kraftvoller Lyriker" auf den Punkt.

    Wer ihn auf You Tube beim Spielen sehen kann, fällt die stoische Ruhe bei Werken des höchsten Schwierigkeitsgrades auf. Die Emotion liegt im Spiel und ist dem Geiger nicht ins Gesicht geschrieben. David Oistrach übte vor jeder Aufführung intensiv, wie wenn er die Noten des Werk zum ersten Mal vor sich hat.

    In einer Umfrage unter Violinsolisten welcher Geiger der Vergangenheit zu den besten gehört, wurde er auf Platz eins gesetzt. Das will schon etwas heissen.



    Das Tschaikowsky-Violinkonzert op. 35 gab er bei seinem Debüt. Er hat es sieben Mal eingespielt. Hier spielt er es mit der Staatskapelle Berlin und Gennadi Roshdestwenski anlässlich der Berliner Festtage 1963. Als Zugabe spielen die Musiker den 2. Satz aus dem Violinkonzert in a-Moll BWV 1041 von Johann Sebastian Bach.


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    Auch Antonio Vivaldi hat in La farfalletta s'aggira al lume, RV 660: Nr. 1, Andante molto dem kleinen Falter, der ums Licht sich bewegt und der Biene, die zu den Blume fliegt, ein musikalisches Denkmal gesetzt.


    La farfalletta s'aggira al lume,

    sen vola l'ape d'intorno ai fiori,

    e Clizia amante segue il suo sol.

    Per te mio caro, vezzoso bene

    nel sen io sento gli accesi ardori,

    se in me Cupido spiegò il suo vol.


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    Lieber astewes


    Sei versichert, die Leistung der Musiker, die diese Partitur spielen, ist schlichtweg zu bewundern. Der Komponist hat nichts dem Zufall überlassen, in jeglicher Hinsicht.


    Man kann in den Kommentaren des 2. Streichquartettes der You Tube Hörer und Partiturleser nachlesen, dass bei Takt 6 min 12 s ein Fehler sei.


    Zitat: "2nd violin missed a demi-semi quaver at 6:12... took me right out of the moment"


    Zitat: "The one in the quintuplet? I think I hear it, they're just observing the forte-piano to the low F-sharp :P"



    Es gibt Kommentare, die sehr differenziert diese Musik beurteilen und Verständnis zeigen für diejenigen, die sie nicht mögen :


    Zitat: "Ok so it’s fine to dislike this piece! This kind of music isn’t for everyone and that’s okay, you’re not dumb for not “getting it” as some snooty contemporary classical elitists would have you believe. That been said those saying it is just random noise are just wrong. Yes it’s extremely atonal, but the sounds and rhythms are very tightly organized, and the colors and textures being created are harsh, but achieve a far different effect then instrumentalists playing random notes. The transitions between harsh clashing polyrhythms and unison rhythm/ group silences create a sense of cohesion, momentum and development. This piece has dynamics, textural contrast and motifs that are passed around and altered. It is by no means random noise."


    Übersetzung moderato

    " Ok, es ist in Ordnung, dieses Stück nicht zu mögen! Diese Art von Musik ist nicht jedermanns Sache und das ist in Ordnung. Du bist nicht dumm, sie nicht zu "verstehen", wie es einige hochnäsige zeitgenössische klassische Elitisten glauben machen. Das heisst, diejenigen, die sagen, es sei nur ein zufälliges Geräusch, liegen einfach falsch. Ja, es ist extrem atonal, aber die Klänge und Rhythmen sind sehr eng organisiert und die Farben und Texturen, die erzeugt werden, sind hart, erzielen aber einen ganz anderen Effekt als Instrumentalisten, die zufällige Noten spielen. Die Übergänge zwischen harten Polyrhythmen und unisono Rhythmus / Gruppenstille schaffen ein Gefühl von Zusammenhalt, Dynamik und Entwicklung. Dieses Stück hat Dynamiken, strukturellen Kontrast und Motive, die herumgereicht und verändert werden. Es ist keineswegs zufälliges Geräusch."

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