Beiträge von moderato

    Lieber m-mueller


    Ich danke dir für die Beteiligung in diesem Thread.


    Einen schönen Text hat das neufundländische Lied. Der Flug der Schwalbe beschwingt die Gedanken. Traurig ist die letzte Zeile. She loves her love but she'll love no more. Volkslieder findet man in der Liste unter Traditionell.


    LG moderato

    Lieder Franz Schuberts (1797-1828) singt der Bassbariton Klaus Mertens. Tini Mathot begleitet ihn auf dem Hammerklavier. Die gewählten Tempi sind gemässigt, was der Textverständlichkeit zu Gute kommt. Der Vortrag des Sängers wirkt auf mich kühl und sachlich. Die Noten in Legato Stellen sind abgesetzt. Die Pianistin setzt sich in den Stellen, wo sie allein zu hören ist, selbstbewusst in Szene.


    Der Musensohn; Litanei; Auf dem Wasser zu singen; Das Rosenband; Wer sich der Einsamkeit ergibt; Wer nie sein Brot mit Tränen aß; An die Türen will ich schleichen; Erlkönig; An die Musik; An die Laute; Prometheus; Heidenröslein; Frühlingsglaube; Die Forelle; Du bist die Ruh; Ständchen; Der Tod und das Mädchen; Schäfers Klagelied; Lachen und Weinen; Memnon; Rastlose Liebe


    * An den Mond, wie in der Produktinformation erwähnt, ist nicht auf der CD. An die Musik sollte der korrekte Titel der CD lauten.


    Robert Schumann (1810-1856)


    Wernher[r] von Tegernsee (1172)


    Ich armes Käuzlein kleine, aus: Liederalbum für die Jugend Opus 79, Nr. 10



    Ich armes Käuzlein kleine,

    Wo soll ich fliegen aus,

    Bei Nacht so gar alleine,

    Bringt mir so manchen Graus

    Das macht der Eulen Ungestalt

    Ihr Trauern mannigfalt.


    Ich wills Gefieder schwingen,

    Gen Holz in grünen Wald,

    Die Vögel hören singen,

    In mancherlei Gestalt

    Vor allen lieb' ich Nachtigall,

    Vor allen liebt' mich Nachtigall.


    Die Kinder unten glauben,

    Ich deute Böses an,

    Sie wollen mich vertreiben

    Das ich nicht schreien kann

    Wenn ich was deute tut's mir leid,

    Und was ich schrei' ist keine Freud'.


    Mein Ast ist mir entwichen,

    Darauf ich ruhen sollt',

    Sein Blättlein all' verblichen,

    Frau Nachtigall geholt

    Das schafft der Eulen falsche Tück,

    Die störet all mein Glück.


    Traditionell


    Wernher[r] von Tegernsee (1172)


    Ich armes Käuzchen kleine



    Ich armes Käuzlein kleine,

    Wo soll ich fliegen aus,

    Bei Nacht so gar alleine,

    Bringt mir so manchen Graus

    Das macht der Eulen Ungestalt

    Ihr Trauern mannigfalt.


    Ich wills Gefieder schwingen,

    Gen Holz in grünen Wald,

    Die Vögel hören singen,

    In mancherlei Gestalt

    Vor allen lieb' ich Nachtigall,

    Vor allen liebt' mich Nachtigall.


    Die Kinder unten glauben,

    Ich deute Böses an,

    Sie wollen mich vertreiben

    Das ich nicht schreien kann

    Wenn ich was deute tut's mir leid,

    Und was ich schrei' ist keine Freud'.


    Mein Ast ist mir entwichen,

    Darauf ich ruhen sollt',

    Sein Blättlein all' verblichen,

    Frau Nachtigall geholt

    Das schafft der Eulen falsche Tück,

    Die störet all mein Glück.


    Meine erste Begegnung mit Johann Sebastian Bachs Triosonaten BWV 525-530 war anfangs der 80er Jahre in der Kathedrale von Aarhus in Dänemark, als ein Schüler mit seinem Lehrer übte.


    Die 18 SACDs der Gesamtausgabe der bachschen Orgelwerke war seinerzeit ausschlaggebend für den Kauf dieser Box. Knud Vad spielt an der Marcussen-Orgel der Klosterkirche Sorö in Dänemark. (aufgenommen zwischen 2001 bis 2002)


    .

    Bei mir orgelt es gehörig:

    Midnight at Notre Dame heisst diese SACD im 5.1 Format mit Bearbeitungen für Orgel. Das darf man wohl wörtlich nehmen, denn das Aufnahmeteam hat zu nächtlicher Stunde gearbeitet, damit die Verkehrsgeräusche der Grossstadt nicht zu stark die Aufnahme beeinträchtigen.


    Olivier Latry spielte 2003 auf der Cavaillié-Coll Orgel, der 2019 in Schutt und Asche gelegten Kathedrale.


    Wie hat es die Orgel überstanden? https://www.br-klassik.de/aktu…-paris-sanierung-102.html


    Johann Sebastian Bach / Latry: Sinfonia aus Kantate BWV 29; Jesus bleibet meine Freude aus Kantate BWV 147; Ertöt uns durch deine Güte aus Kantate BWV 22; Chaconne aus Partita d-moll BWV 1004

    Wolfgang Amadeus Mozart / Latry: Adagio & Fuge c-moll KV 546

    Richard Wagner / Latry: Pilgerchor aus Tannhäuser

    Hector Berlioz: Marche hongroise

    Sergei Rachmaninoff / Vierne: Prelude cis-moll op. 3 Nr. 2

    Sergei Prokofieff / Guillou: Toccata op. 11


    Lieber Dr. Holger Kaletha


    Ich hatte geschrieben: "Ich war neugierig. Auf Alfred Schmidts Beitrag hatte bisher niemand reagiert, was verständlich ist, denn die CD ist erst seit Juni 2021 erhältlich."


    Wer hat auf Alfred Schmidts Beitrag reagiert? Ich habe zum Zeitpunkt meines Postings keine Reaktionen gelesen. Oder habe ich etwas übersehen?


    LG ein etwas verunsicherter


    moderato

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    Zum Cover des Booklets: Beim ersten Hinsehen dachte ich, es handelt sich um Korbblüter-Blümchen. Dann enpuppte es sich als ein 10beiniges, wenig ansprechendes Viech. Kannst du mich aufklären, wer der Urheber ist? Ich habe mir überlegt, was könnte der Grund sein, dass der Grafiker dieses Sujet ausgewählt hatte? War er im Drogenrausch oder hatte er einen schlechten Tag.


    Es grüsst dich herzlich moderato

    Louis Beydts (1896-1953)


    Paul Fort (1872-1960)


    Chansons pour les oiseaux



    La colombe poignardée - 00:00

    Le petit pigeon bleu - 02:55

    L'oiseau bleu - 05:09

    Le petit serin en cage - 09:0


    Der Text ist durch Copyright geschützt.


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    Ich war neugierig. Auf Alfred Schmidts Beitrag hatte bisher niemand reagiert, was verständlich ist, denn die CD ist erst seit Juni 2021 erhältlich.


    Arthur Schoonderwoerd ist radikal in der Wortbedeutung besten Sinne: Er hat die Wurzeln des Werkes untersucht.


    Schoenderwoerd hat in die Partitur geblickt und die Aufführungsbdingungen der im private Kreis stattgefundenen Uraufführung untersucht. Wikipedia klärt uns auf: Sie "fand am 9. Juni 1804 in privatem Rahmen im Wiener Palais des Fürsten Joseph Lobkowitz statt, der für einige Monate das alleinige Aufführungsrecht erworben hatte." Schoonderwoerds Argumente, weshalb er die minimalist mögliche Anzahl Musiker und Muskerinnen ausgewählt hat, sind logisch und nachvollziehbar: Die Masse des Saales des Palais Lobkowitz, dem Ort der Uraufführung von 115 Quadratmetern erlaubte keine andere Grösse des Orchesters, wenn noch Publikum Platz finden sollte. Dem kann man nichts entgegensetzen, weil dies der Wahrheit entspricht.


    roomfplobk.jpg


    Das Ergebnis widerspricht allen liebgewonnenen Hörgewohnheiten. Man hat als Hörer alles über Bord zu werfen, was man von diesem epochalen Werk der Musikgeschichte von anderen Aufnahmen kennt. Ich bin schockiert, wie völlig anders die Live-Aufnahme klingt. Jede Stimme steht für sich und das "Baden" in einem grossen Orchesterklang ist unmöglich. Es ist eine kammermusikalische Sicht. Die Tempi sind langsam gewählt.


    Ich muss mir diese Aufnahme noch einige Male anhören, denn ich bin von anderen Einspielungen geprägt.

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    Wie schreibt das inaktive Mitglied Jacques Rideamus in Beitrag 6


    Gefragt, ob die Cover mir wichtich

    Gesteh' ich, ich seh' sie kaum richtich.

    Ich bin halt ein Lover

    Von Inhalt, nicht Cover

    Wer soll sich drum ärgern? Doch ich nich.


    Der Inhalt ist mir auch wichtig, das Cover ist mir Orientierung. Ich kann mich aus diesem Grund mit Downloads nicht anfreunden. Auch fehlt mir das Haptische, Greifbare im wörtlichen Sinn. Ich vermisse die visuelle Verbindung. Da sind auf der Festplatte hunderte Titel. Da verliert man schnell die Übersicht, was im Besitz des Musikfreundes sich befindet.


    Heute steckte das Booklet einer CD nicht in der Plastik-Hülle. Ich konnte nicht sofort die Verbindung zum Inhalt herstellen. Die Informationen zu den Werken und Interpreten fehlten, aber das ist ein anderes Thema.

    Man profitiert von der Veröffentlichungspolitik des Medienkonzerns Warner.


    Er hat Aufnahmen, die zwischen 1965 bis 2000 entstanden sind, in einer Box mit 34 CDs zur Vokalpolyphonie zusammengefasst, die um Josquin des Prez (1440-1521) auf dem Höhepunkt der franko-flämischen Schule entstanden sind.


    Mehr Infos zu den vertretenen Komponisten und Werken erhält man in der Produktinformation.


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    Lieber astewes


    Es ist zu begrüssen, wenn du diesen Variationszyklus aus dem Jahr 1975 erwähnst.


    Das Thema von The people united will never be defeated! ist ein chilenisches Protestlied El pueblo unido.


    2016 kam diese CD mit weiteren Liedern des Aufstandes, des Protestes, Songs of Insurrection heraus, die Frederic Rzewski weltweit gesammelt hatte und auf die er musikalisch reagierte.


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    Peter Eötvös


    The Gliding of the Eagle in the Skies



    Der Komponist dirigiert sein Werk. Die beiden "Kisten", worauf die beiden Percussionisten sitzen heissen Cajón, das Instrument stammt aus Südamerika.


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    Michelle Makarskis Spiel auf der Geige lausche ich, weil das erste Stück der CD die Passacaglia, 16. Sonate für Violine Solo aus Heinrich Ignaz Bibers Rosenkranz Sonaten ist.


    Stephen Hartke: Caoine

    Max Reger: Sonate für Violine solo op. 91 Nr. 1 a-moll: Chaconne

    George Rochberg: Caprice Variations

    Johann Sebastian Bach: Partita für Violine Solo Nr. 1 h-Moll BWV 1002


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    Die Moderne endet im 20. Jahrhundert. Diese CD mit Chormusik hat das Ende des 20. Jahrhunderts im Titel


    Der Leiter des via-nova Chores aus München Kurt Sutter ist Herausgeber der Editionsreihe "carus novus" beim Carus Verlag in Stuttgart. Diese Cd erscheint beim Label carus.


    John van Buren (*1952), Gloria

    Hans Schanderl (*1960), Psalm 90

    Knut Nystedt (1915-2014), Ave Maria

    Peter Michael Hamel (*1947), Oh Erde

    Wilfried Hiller (*1941), Sappho


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    Dann greife ich den Vorschlag astewes auf und habe kurze Stücke bzw. Ausschnitte ausgewählt.


    Diese zeitgenössischen Komponisten sind ältere Herren. Arriviert, mit Preisen bedacht und etabliert in der Musiklandschaft.




    Wolfgang Rihm (*1952)


    Bereits vor seiner Erkrankung hat Rihm sich mit dem Thema Tod musikalisch auseinander gesetzt. Er hat sich mit Ledgesang öfters beschäftigt.




    Heinz Holliger (*1932)


    Heinz Holliger ist Schweizer. Lachen musste ich bei dieser Musik. Tröpfli Musig, Jedem Schweizer ist bekannt, weiss was Tröpfli sind. Für diejenigen des Schweizerdeutsch nicht mächtigen, ein kleiner Regentropfen. Es schwingt aber etwas mit, das ich nicht zu beschreiben vermag, wie das bei Mundart Begriffen oft der Fall ist.




    Salvatore Sciarrino (*1947)


    Er erkundet konsequent auf vielfältige Weise die Spielmöglichkeiten eines Instrumentes. Hier diejenige der Flöte. Im Flöten Thread der Solowerke der Moderne und Gegenwart ist er stark vertreten.




    Peter Eötvös (*1944)


    Über die Jahre seines Wirkens hat der Ungar sich an klanglichen Gegebenheiten orientiert. Hier dirigiert der Komponist im Orchestergraben der Wiener Staatsoper.




    Brian Ferneyhough (*1943)


    Der Komponist ist berühmt berüchtigt für seine äusserst genauen Notationen. Es ist phaszinierend im Notentext mitzulesen und zu beobachten, wie die Musiker damit umgehen.




    Pēteris Vasks (*1946)


    Im Vogel Thread bin ich erstmals auf ihn mit diesem Stück aufmerksam geworden: Landscape with Birds


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    Lieber astewes


    Was sich wohl viele so wünschen, im Schlaf zu sterben, thematisiert Salvatore Sciarrino. Ob das wenig fromm ist, masse ich mir nicht zu, zu werten.


    Den italienischen Komponisten habe ich im Thread der Flötenwerke der Moderne und Gegenwart kennengelernt. Diese Partitur ist eine seiner radikalsten. Äusserst genau hat er notiert, was musikalisch geschehen soll. Ich spiele auch Klarinette. Extreme Höhe ist schwierig kontrolliert zu spielen. Hier spielt ein Meister seines Faches.

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    Benjamin Britten


    Traditionell


    Bird Scarer's Song



    Shoo all 'er birds you be so black,

    When I lay down to have a nap.

    Shoo arlo arlo arlo arlo arlo arlo arlo arlo birds.

    Hi shoo all 'er birds!


    Out of master's ground into Tom Tucker's ground,

    Out of Tom Tucker's ground into Luke Coles's ground

    Out of Luke Coles's ground into Bill Veater's ground.

    Shoo arlo arlo arlo arlo arlo arlo arlo arlo birds.

    Ha! Ha!