Beiträge von nubar

    Eigentlich wollte ich viel schreiben, aber Rienzi hat dies alles schon gesagt. Ich möchte nur noch subjektiv hinzufügen, dass der "Crossover"-Quatsch mir völlig zuwider ist und ich die Befürchtung habe, dass er nicht so sehr Interesse an der Klassik weckt, sondern die originalen Werke in den Schmutz zieht (Entschuldigung für die derbe Ausdrucksweise :D). So kann es dann kommen, dass Frau Müller-Meier-Schulze plötzlich mal ein Tschaikowsky-Ballet hört und der entrüstenden Ansicht ist, wie so ein Mensch nur die Melodie von irgendeiner "Popprinzessin" entwendet hat.


    Nubar

    Hallo Alfred,


    dieses Problem scheint es mir auch in Berlin zu geben mit den Berliner Symphonikern. Die letzten 50 Jahre hatte es, wie mir scheint, seine Daseinsberechtigung als Gegenorchester der Philharmoniker im ideologischen Kampf. Wie ich jetzt aus privatem Hören-Sagen erfahren habe, wird dieses wunderbare Orchester aufgelöst. Die katastrophalen Finanzprobleme der Stadt sollen dies vollbracht haben.
    Wenn es wahr, und ich hoffe um negative Bestätigung der Taminoianer, trauere ich zutiefst ;(.


    Nubar

    Liebe Freunde und Taminoianer,


    Eine Frage drängt sich mir beim Lesen dieses Threads auf:
    Was ist mit Isaac Stern?
    Immerhin einer der bedeutensten Violinvirtuosen des 20.JH. bleibt unerwähnt; doch nicht etwa, weil er sich auch politisch sehr hervortut und ein gespaltenes Verhältnis zu Deutschland aufgrund des Holocaust hat, wie man es bisher bei Künstlern nur von Arthur Rubinstein kannte, der aber auch persönlich davon betroffen war.


    Viele Grüße
    Nubar

    Hallihallo,


    leider habe ich mir noch nicht die Literaturverfilmung von Thomas Manns "Tod in Venedig" angeschaut. Aber ich habe kürzlich gelesen, dass dort der vierte Satz "Adagietto" aus Mahlers 5. Symphonie gespielt wird.
    Zufällig habe ich unter gleichen Titel eine Oper von Benjamin Britten entdeckt. Kennt die jemand und kann sie empfehlen?


    Grüße
    Nubar

    Hallo Albus,


    deine LP-Aufnahme ist im Juli 2004 bei der DG in der Edition "Musik-Sprache der Welt" auf CD wiederveröffentlicht worden. Die Aufnahme gefällt mir in der Interpretation sehr gut und auch die Klangqualität hat trotz Mono überrascht.


    Viele Grüße
    Nubar

    Hallo,


    früher..... da habe ich viel Radio gehört, entdeckt und oftmals auch mitgeschnitten. Ich gehöre zu denjenigen, die Radio 3 sehr mochten und mit NDR Kultur nicht mehr so viel anfangen können. Über Klassik-Radio soll mal hier keine Rede sein, aber der NDR scheint sich Mühe zu geben, auf das gleiche Niveau zu sinken. Dies liegt meines Erachtens auch zu einem gewissen Teil an den Hörern. Wenn ich versuche, am Samstag das Wunschkonzert zu hören, halte ich es schnell nicht mehr aus, weil zu viel "Mainstream-Klassik" geboten wird. Die ernsthafte Auseinandersetzung mit einem Werk (wenn auch nur ein Satz), ist zwar noch vorhanden, nimmt aber stark ab. Dies wurde früher häufiger in der Form gewünscht: "Ich habe da vor ein paar Tagen das und das gehört...". Also Fehler des Radiosenders und eine allgemeine Verflachung der Kultur reichen sich die Hand. Da bin ich denn doch mal ganz dankbar über einen Live-Mitschnitt im DLR.


    Nubar

    Da hat du völlig recht, Klassikliebhaber.
    Bei allen CDs der Serie "eloquence" kann man eigentlich von keinem Booklet sprechen, auch nicht bei den sogenannten historischen Tondokumenten bedeutender Interpreten klassischer Musik. Was zählt, ist letztendlich die Musik ;). Die Aufnahmequalität ist... - naja, sagen wir mal, man hört das Stück :D, wenn auch mit rauschen und in Mono. Ich habe z.B. Bruckners 7. mit Furtwängler und den Berlinern, aufgenommen in Kairo!!!!! Mitte der fünfziger Jahre. Da lernt man noch mal so richtig die Möglichkeiten heutiger Aufnahmetechniken zu schätzen.


    Grüße
    Nubar

    Ja Bravo, Reinhard, :D


    ich kann dir nur zustimmen. Saint-Saens Cellokonzert ist ja, soweit bekannt, weithin beliebt. Der bedeutende (!!!wirklich!!!! :yes: ) Franzose, war ja ein großer Klassikverehrer; dies hört man auch seiner Musik an. Also auch eine Empfehlung für original Wiener-Klassik-Liebhaber, die sich doch mal hoffentlich überwinden können, außerhalb ihres Musikhorizonts frische Luft zu schnubbern. :P Und Elgars Cellokonzert ist, wie oft bemängelt, zwar etwas unzugänglich, entfaltet aber eine individuelle Schönheit, die es zu genießen lohnt, sobald man sich hineingehört hat.
    Ergo ad finitum ebenfalls ein dicker Einkauf-Daumen für diese CD von mir 8). Warum Webber nicht so bekannt ist wie Casals,Du Pre oder Rostropowitsch, kann aufgrund dieser Aufnahme nicht nachvollziehen ?(.


    Grüße
    Nubar

    Damit dieser Thread über diese wunderbare Musik nicht ganz verloren geht, steuere ich hier mal meine kleinen Erfahrungsfünkchen bei :).
    Ich kenne das Trio nur in einer Aufnahme, die bei Brilliant Classics unter dem brahmschen Gesamtkammermusikwerkboxset :stumm: dabei ist. Das hat mich auf jeden Fall sehr begeistert, doch leider höre ich es nicht zu oft, weil ich auch noch zuviel andere gute Musik habe, die auch gehört werden will :(/ =).
    Alfred, du hast völlig recht, die Melodien haben echten Ohrwurmcharakter, in positiver Sichtweise!


    Viele Grüße, Bussies, etc.etc.etc.etc..............Nubar

    Hallihallo,


    sag mal reklov29, wie kommst du eigentlich zu deinen Zahlenanhängsel - ist das dein Geburtsjahr :stumm: :D?
    Entschuldige für die etwas unangebrachte, scherzhafte Frage, mich wundert bloß, warum du dich fast ausschließlich für Silbermannorgeln interessierst.
    Ja, was kann ich denn zum Thema beisteuern?
    Ich weiß nicht mehr, wann das anfing, aber so in den 70/80iger Jahren
    gab es eine große Zahl von Bachliebhabern (vielleicht gibt es die ja auch noch heute :D), die meinten, dass bachsche Orgelmusik nur original auf Silbermanninstrumenten klingt, naja. Aber ehe ich hier anfange, noch mehr Unsinn daher zu blabbern :wacky:, mal eine kleine Wissensfrage :rolleyes: an dich:
    Welche Gottfried-Silbermann-Orgel ist heute noch am Vollständigsten in ihren Originalbauteilen erhalten?


    Viele entschuldigende Grüße von
    Nubar

    Hallo liebe Taminoaner,


    Franz Liszt (1811-1886) war und ist einer der ganz großen Komponisten des 19.JH.. Er hat sowohl die Literatur al auch technischen Ansprüche seines Instrumentes revolutioniert und hat zusammen mit Berlioz die symphonische Dichtung hervorgebracht. Nicht vergessen werden darf sein kompositorischer Einfluss auf vor allen Dingen das 20.JH. und sein Einsatz für die avandgardistische Spätromantik, besonders Wagner. Mich wundert es, dass ihm noch kein eigener Thread eingerichtet wurde, zumal ipsa ja anscheinend für ihn schwärmt. Da sein kompositorisches Schaffen so unterschiedlich und immens ist, möchte ich mich heute mal nur auf seine Klavierkonzerte und übrigen Werke für Klavier und Orchester beschränken. Wer Lust und Muße hat, kann irgendwann einmal auch Threads zu seinem symphonischen Schaffen oder über seine Soloklavierwerke erstellen. :)


    Seine Klavierkonzerte:
    Zwei Konzerte sind offiziell bekannt, Klavierkonzerte Nr.1 in Es-Dur und Nr.2 in A-Dur. Über die Frage, welches Klavierkonzert zuerst entstand, habe ich unterschiedliche Meinungen gehört. Was aber beide auszeichnet, ist die Gleichberechtigung von Solist und Orchester - es spricht sehr für den Komponisten und nicht für den Virtuosen, wie ihn Wilhelm Busch karikaturiert hat. 8)
    Ende der 80iger Jahre gab es dann noch eine sensationelle Entdeckung eines Fragmentes des 3.Klavierkonzertes, wiederum in Es-Dur, in Weimar.


    Restliche Werke:
    Ich mache hier mal nur eine Aufzählung, denn über alles Interessante und Wissenswerte sollt ihr dann mal schreiben. :D
    Da wären also:
    Toentanz (Paraphrase über das Dies Irae), Wandererfantasie (nach Schubert), Fantasie über ungarische Volksweisen, Polonaise brilliante (nach v.Weber), Große symphonische Fantasie über Lelio (nach Hector Berlioz), Fantasie über die ruinen von Athen (nach Beethoven), Malediction, De Profundis (instrumnetaler Psalm).


    Natürlich sollen auch besonders gute Aufnahmen empfohlen werden. Dann mal ran ans Werk!


    Grüße
    Nubar

    Hallo Taminos,


    Hier meine noch nicht genannten Beiträge, die mir gerade einfallen:


    Bartok-Konzert für Orchester
    Walton-Belshazzar's Feast, Symphonie Nr.1
    Hindemith-Symphonie Mathis der Maler
    Messiaen-Vingts Regards sur l'Enfant Jesus, Quartett für das Ende der Zeit
    Poulenc-alles mögliche
    Milhaud-alles mögliche
    Honegger-König David
    Distler-Möricke-Lieder


    Ich mach mal Schluss,Grüße.
    Nubar

    Irgendwie ist das Thema Kubrick noch nicht erschöpft.
    Von einem Freund wurde ich auf seinen Film "The Shining" aufmerksam gemacht.Düster, düster.... 8o Und was trägt zur Stimmung bei?
    Neben solchen (gewesenen?) Avandgardisten wie Ligeti und Penderecki
    wird auch Bartok gespielt, und zwar die "Musik für Saitenintrumente, Schlagzeug und Celesta" in einer Aufnahme mit Karajan und den Berlinern, bei jpc zu haben.


    Viele Grüße
    Nubar

    Hallihallo Taminos,


    ach, man kann immer noch etwas dranhängen.
    Ich möchte nur noch etwas zu Poulencs Stil sagen, um vielleicht noch einige Leser dazu animieren zu können, diesen Komponisten mal kennen zu lernen. Uwe hatte es schon angesprochen; seine Werke sind geistlich geprägt und haben wunderbare Klarheit sowohl im Klang als auch der Struktur. Insofern kann er zu den Neo-Klassizisten gezählt werden. Aber das möglicherweise Schönste an seiner Musik ist der wunderbare Humor. Man höre dazu nur einmal einige seiner Klavierstücke oder den 3.Satz seines Cembalokonzertes. Es ist typischer Humor französischen Stiles und ich genieße ihn bei jedem Hören.


    Grüße
    Nubar

    Hallo Alfred,


    Die Aussage war so gemeint, dass ich in meinen Wohnumfeld (ca. 50 km) kaum an Aufnahmen, außer über Bestellung herankomme. aber herzlichen Dank für den Thread.


    Britten kann ich nur unterstützen, Walton auch (1.Symphonie istauch sehr schön) und auch Sir Arthur Bliss. Von ihm habe ich mal Morning Heros im Radio gehört, war sehr angetan, aber habe mir noch keine Aufnahme zugelegt. Dies soll demnächst geschehen.
    Elgar, Williams und Holst sind ja auch bekannt, ich würde gerne noch mehr über Holsts Chorwerke hören.


    Gerne würde ich auch noch Komponisten aus dem Commonwealth hinzuziehen, sofern sie "britisch komponieren". Da wäre nämlich mein Vorschlag Percy Grainger.


    Grüße
    Nubar

    Da wird es Wohl mal Zeit, dass jemand mal etwas sagt.
    Aufgewachsen mit Backhaus' Interpretationsvariante, habe ich außerdem noch Brendels 70er-Jahre-Aufnahme, Gilels seinen Deutungsversuch und Kempff gehört.
    Backhaus war für mich Referenz. Ich hätte mal Ashkenazy hören können, aber mein enttäuschter Freund riet ab, also habe ich es sein gelassen. Dann bekam ich Brendel in die Hand, war sehr angetan von den ersten zwei Sätzen, aber der dritte :(; das Presto war so rasend schnell, dass die Sonate auseinandergerissen wurde, und Beethoven unter Pianistik verschwand. Zur Entschuldigung für Brendel sei gesagt, dass seine Live-Interpretationen veil besser sein sollen,ich konnte diesemir geäußerte Behauptung aber leider noch nicht überprüfen. Dann, auf Anraten meines Klavierlehrers, Gilels. Und es wurde meine neue Referenz. Ich weiß nicht, ob er langsamer spielt, aber selbst Backhaus kam mir jetzt zu schnell in der ganzen Sonate vor. Und zuletzt noch Kempff, der eine sehr schöne Einspielung (sein Legato!) vorlegte, aber insgesamt nicht so gut erscheint wie Gilels.


    Alfred, du als Wiener musst doch wissen, ob die Mondscheinsonate in Wien Laubensonate heißt. Ich habe es jedenfalls mal gelesen mit der Geschichte, dass es zu diesem Namen kam, weil Beethoven den 1.satz in einer Laube schrieb.


    Grüße
    Nubar

    Hallihallo,


    früher...., also damals, als es noch keinen Herrn Liszt gab, galt Schuberts Wandererfanasie als eines der schwersten Klavierstücken. Und dann, als Genosse Liszt mal dran war, hat er auch gleich jemanden die Show gestohlen: Charles-Valentin Alkan. Er hat technisch absolut anspruchsvolle Klaviermusik geschrieben. So kommt es z.B., dass mir persönlich Aufnahmen von seinen Klavierkonzerten nur mit Hamelin bekannt sind, der ja als ausgezeichneter Techniker gilt. Und damit gehen wir über zu Busoni, der Alkan wieder mit ausgrub und selbst nebenbei Klavierstücke verfasste(ich denke nur mal an seine Bachtranskriptionen/-erweiterungen). Ravel wurde ja schonangesprochen, aber nicht sein Klavierkonzert für die linke Hand.
    Er hatte es ja für einen durch den 1.Weltkrieg verkrüppelten Pianisten
    geschrieben, dessen Name mir gerade leider nicht einfällt :wacky:.
    Der hat es übrigens viel zu spätromantisch, besser gesagt schwülstig und auch noch mit eigenen Verbesserungen gespielt. Was für eine Demütigung für Maestro Ravel. Prokovief hat übrigens auch für selbigen Pianisten ein Konzert für die linke Hand geschrieben, doch habe ich es noch leider nicht gehört und kann nicht seine Schwierigkeiten beurteilen. Was hab ich vergessen? - einen modernen Komponisten! 8)
    Messiaen - aufgrund seiner Kompositionstechnik sehr schwer zu spielen,
    wenn man alle Nuancen seiner Partitur beachten und umsetzen will.


    Viele Grüße
    Nubar

    Ja Gruäzi (oder wie das auch immer heißt :D),


    also zum ersten Mal habe ich den Zarathustra mit Karajan und den Berlinern gehört, welches Aufnahmejahr, weiß ich nicht mehr. Hat mir soweit ganz gut gefallen, naja, was man so nach einmal hören sagen kann :wacko:.


    Derzeit besitzte ich nur eine Aufnahme mit Böhm und den Berlinern von 1958, meine zweite Gehörte, die mir eigentlich zusagt, zumal ich mal gelesen habe, dass Böhm als einer der guten Straussinterpreten gilt.
    Insofern kommen bei mir derzeit keine Wünsche nach einer Neuanschaffung auf. Aber das kann sich ja schon bald ändern! :)


    Viele tausendfache Grüße etc. etc. etc. ..........
    Nubar

    Ach, die Vergesslichkeit schlägt zu! :(


    Schon so viele Filme mit Klassikbeitrag gesehen und auch gleich wieder vergessen.
    Für alle Kinder und Junggebliebene unter uns:


    Die alte Verfilmung (schwarzweiß) von Kästners "Das doppelte Lottchen". Der Papa der beiden Zwillinge dirigiert Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel", die sich in der Psyche des einen Kindes stark
    auslebt.


    Mir scheint diese Oper ein wenig vergessen, obwohl sich z.B. Richard Strauss in einen Brief an den Komponisten sehr lobend äußert:


    "Weimar,30.10.1893


    Lieber Freund!
    Soeben habe ich die Partitur Deines "Hänsel und Gretel" duchgelesen und setze mich gleich hin, um zu versuchen, Dir zu schildern, in welch hohem Grade mich Dein Werk entzückt hat.
    Wahrlich, es ist ein Meisterwerk erster Güte, zu dessen glücklicher Vollendung ich Dir meine innigsten Glückwünsche und meine volle Bewunderung zu Füßen lege; das ist wieder seit langer Zeit etwas, was mich imponiert hat.
    Welch herzerfrischender Humor, welch köstlich naive Melodik, welche Kunst un Feinheit in der Behandlung des Orchesters, welche Vollendung in der Gestaltung des Ganzen, welch blühende Erfindung, welch prachtvolle Polyphonie - und alles originell, neu und so echt deutsch.( :wacky:naja)
    Mein lieber Freund, Du bist ein großer Meister, der den lieben Deutschen ein Werk beschert, das sie kaum verdienen, trotzdem aber hoffentlich recht bald in seiner ganzen Bedeutung zu würdigen wissen werden.
    Na, und wenn nicht, so hab einstweilen von einem treuen Freunde und Gesinnungsgenossen innigsten Dank für die Freude, die Du ihm bereitet hast. Ich denke, "Hänsel und Gretel" soll hier Weihnachten herauskommen, ich bitt' mir aber dringend aus, daß Du darauf bestehst, daß ich es dirigiere - der alte Simpel Lassen soll da nicht ran!
    Und es ist verteufelt schwer - das Hänselchen!
    Nochmals herzlichsten Glückwunsch und tausend Grüße Deines


    treuen Freundes und Bewunderers
    Richard Strauss"


    Und da fällt mir ja noch was ein. In den 50igern gabs eine amerikanische
    Komödie, "ein Amerikaner in Paris". Die fußt doch auf Gershwins gleichnamigen orchestralen Stückes! 8)


    Warum sprechen wir eigentlich nicht auch Fernsehwerbung an?
    In einem früheren Fernsehspot von Krombacher wurde doch ein Ausschnitt aus Gershwins "Rhapsody in Blue" benutzt.
    Oder bei Ehrmann die Eröffnungstakte aus Tschaikowskis 1.Klavierkonzert.
    Oder bei einer Versicherung Saties "Gymnopedie Nr.1".
    .....


    Die Fussball-Championsleague hatte doch auch eine Zeit lang von Händel "Zadok, the Priest" als Erkennungsstück.


    Viele Grüße
    Nubar

    Na,Uwe


    da hast du wohl noch etwas bei Clockwork Orange vergessen! :D


    Elgar: Pomp and Circumstances


    Die Ausschnitte aus Beethovens 9. am Ende des Films sind übrigens von Ferenc Fricsay und den Berlinern, zu haben bei der DG - The Originals.


    Und noch ein eigener Beitrag: Apocalypse Now
    Dort wird ein bitterböser Angriff einer Kamphubschrauberstaffel auf ein vietnamesisches Dorf gezeigt, der in seiner Schwärze noch durch den Einsatz von Wagners Walkürenritt verstärkt wird.


    Grüße


    Nubar

    Hallihallo,


    na da möchte ich mal kurz berichten, wie ich zu Poulenc gekommen bin. Klassik-Radio gehört - Poulenc wurde gespielt - halbwegs mitge-
    schnitten, weil Gefallen gefunden. :)


    Jahre später sind mir dann zwei Low-Budget-CDs in die Augen gefallen
    und ich habe zugegriffen.


    1.:Naxos-Orgelkonzert etc.


    Das Orgelkonzert ist wunderbar, nicht zu hoher geistiger Anspruch,
    dafür aber viel Melodik und einfach schön zu hören. Die Live-Auf-
    nahme aus Notre-Dame/Paris schmälert leider etwas.
    Zudem ist noch das Cembalokonzert und eine Orchestersuite im
    Renaissance-Stil dabei.
    Das Cembalo-Konzert ist für mich der Höhepunkt der CD. Ein tolles
    Werk, schön in Szene gesetzt durch die hervorragende Solistin und
    ihr Instrument. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal beim Cembalo
    auf den Bass-Klang achten, geschweige denn ihn besonders wahr-
    nehmen würde.
    Die Orchestersuite ist auch höhernswert und hat einige interessante
    rhythmische und klangliche Aspekte.


    2.:EmiRedline-Orgelkonzert...


    Das Orgelkonzert ist die erhoffte Alternative zum Live-Mitschnitt.
    Das Cembalokonzert kommt sowohl beim Instrument als auch beim
    Interpreten nicht an die Naxos-CD heran.
    Dazu gesellt sich Poulencs Klavierkonzert, was man sich zwar gut an-
    hören kann, aber nichts Tolles ist.


    Desweiteren habe ich mir mittlerweile aus der Nipper-Kollektion von Emi
    noch eine CD mit Soloklavierwerken und eine mit Poulencs Ballettsuite
    "les Animaux modeles" ,durch die ich auf den Komponisten aufmerksam wurde, zugelegt. Ordentliche Interpretationen.


    Kann mir jemand Aufnahmen mit seinen Chorwerken empfehlen?
    Ich habe gehört, dass die Werke sehr schön sein sollen.


    Viel Grüße


    Nubar