Beiträge von MSchenk

    [...], möchte ich wissen, wo wir ein Theaterstück (ich rede gar noch nicht von Opern) in einem Originalzustand sehen können, [...]

    Vielleicht im Textbuch? - Auf der Bühne gab, gibt und wird es einen "Originalzustand" nie geben! - Will sagen, bzgl. der Aufführung oder auch der Aufführungstradition gilt gewissermaßen vom ersten Moment an panta rhei.

    Schon spannend, was hier so zu Tage gefördert wird. Don_Gaiferos Vorschläge für Spanien klingen schlüssig. An folgender Stelle würde ich ergänzen bzw. tauschen wollen:

    Deutschland:

    - Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg

    - Weber, Der Freischütz

    Wenn es Wagner sein soll, hielte ich den Lohengrin für die bessere Wahl: ähnlich dem Freischütz kommt hier der romantische Aspekt nicht zu kurz und passt deshalb m.E. besser zum deutschen Gemüt.

    Eine Idee wäre vielleicht etwas von Massenet.

    Apropo, da fielen für Spanien Le Cid oder Don Quichotte ab ;) Aber um noch kurz bei Frankreich zu bleiben: Berlioz(!) - der sich ja mit La damnation de Faust auch am Faust-Stoff versucht hat - aber taugt Les Troyens als französische Nationaloper? Dann vielleicht eher für Griechenland ...


    p.s. Überhaupt, Frankreich und Spanien: Bizet, Carmen.

    Wie seht ihr das?

    Interessante Fragestellung! Aber was eine echte Nationaloper eigentlich aus? Muss der Komponist aus dem entsprechenden Land kommen? In welcher Weise sollte das Sujet mit dem Land verbunden sein? - Mal versuchen:


    Deutschland:

    - Weber, Der Freischütz - Yep! Wald und Romantik, passt wie die Faust aufs Auge.


    Frankreich:

    - Meyerbeer, Les Huguenots - Jakob Liebmann Meyer Beer? Und die Story gereicht jetzt auch nicht unbedingt zu aller Ehre des Landes. Vielleicht Gounod, Faust? Wenn nur nicht der Stoff wg. Goethe so "Ur-Deutsch" wäre. Oder sogar etwas von Jakob Offenbach?


    Großbritannien:

    - Arne, Alfred - Hier sehe ich eher Purcell, King Arthur. Und was ist mit Britten, der mit Gloriana immerhin eine Krönungsoper für Elizabeth II. geschrieben hat, die allerdings mangels Erhabenheit nicht sooooo gut angekommen sein soll. Aber wie wäre es mit Peter Grimes?


    Italien:

    - Verdi, Nabucco - Wohl unvermeidlich!

    - Verdi, La battaglia di Legnano - Wahrscheinlich selbst in Italien zu unbekannt.


    Russland:

    - Borodin, Fürst Igor

    - Mussorgski, Boris Godunow - Eher, als Knjaz Igor; wobei ich meine, mal gelesen zu haben, dass Glinka, Ein Leben für den Zaren ziemlich wit vorne liegen soll. Interessanterweise kommt Tschaikowski wohl nicht in Frage.


    Tschechien:

    - Smetana, Libuše

    - Smetana, Die verkaufte Braut

    - Janáček, Káťa Kabanová oder Příhody lišky bystroušky wären meine Favouriten.


    Polen:

    - Moniuszko, Hálka - Möglich, aber auch Szymanowski, Król Roger ist m.E. denkbar.


    Ungarn:

    - Erkel, Bánk bán


    Spanien:

    Tja, ... ?


    Österreich:

    - Mozart, Zauberflöte, Beethoven, Fidelio oder hätte Georg Kreisler eventuell Heldenplatz vertonen sollen :untertauch:


    Argentinien:

    - Piazolla, María de Buenos Aires - Ein ganz tolles Werk!


    USA:

    Sehr schwierig! What about Adams, Nixon in China?


    Und wem fällt etwas zu den skandinavischen Ländern ein? Nielsen, Maskarade als dänische Nationaloper? Finnland wäre einfach, wenn Sibelius eine Oper geschrieben hätte.

    Mein gesetzter Link in Beitrag #71 geht doch auf. Bei Dir nicht? Es ist doch auch nicht verkehrt, wenn man die Theaterseite aufruft und gleich erfährt, daß vom 4.12.-6.12. Daniel Hope in Gera Beethovens VK spielt.

    Doch, im gegebenen Zusammenhang ist es m.E. "verkehrt" und einfach auch unhöflich: Es geht hier nicht um das Theater Gera und auch nicht um Daniel Hope, sondern es geht Dir um die Maskenball-Inszenierung und zu der gibt es einen eigenen Link. Du kämest doch auch nicht auf die Idee, jemandem von einer tollen Stelle in einem 300-seitigen Buch zu erzählen und ihm dann das Buch auf den Tisch zu knallen mit den Worten: Such selber!

    Kritiken kommen sicher erst ins www. Selbst in meiner Geraer Heimatzeitung war die (vernichtende) Kritik erst gestern zu lesen. Bilder hat das Theater Gera 12 Stück auf seiner website chttp://www.theater-altenburg-gera.de abgebildet, unter Spielplan und da am 27.12 beim Maskenball. Ich will hier nicht 12 Bilder einstellen.

    Was ist eigentlich so schwer daran, einen vernünftigen Link zu setzen? - Hier die Seite zum Stück inkl. Bildern: https://theater-altenburg-gera…un-ballo-in-maschera-941/ und auch die fragliche Kritik ist nicht schwer zu finden, allerdings hinter einer Bezahlschranke: https://www.thueringer-allgeme…n-milieu-id227800973.html

    [Links aufgerufen am 03.12.2019]

    Ab und zu mal eine Duftmarke hinterlassen geht schon. ;)

    Ja, mal schauen. - Ansonsten, gesagt ist nach einem Dutzend Beiträgen eigentlich schon alles, und man könnte der Einfachheit halber den Thread auch gleich wieder schließen. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies irgendwann passiert, wohl über 50% und man spart sich so vielleicht etwas Arbeit und Ärger.

    Durch den Film bin auch nicht Schlauer geworden.

    Welcher Aspekt interessiert Dich denn genau? - Ich meine, der Film gibt schon einen recht guten Einblick zu den technischen und organisatorischen Notwendigkeiten einer Opernaufführung. Und zuz Beginn erfährt man sogar ein wenig dazu, wie die Idee bzw. eine Inszenierung zuerst im Kopf eines Regisseurs entsteht und dann nach und nach an die anderen Beteiligten weitergegeben werden kann.

    Den stärksten Rückgang gab es bei der Publikumsbindung: Nur noch 16,8% aller verfügbaren Karten werden über Abonnements verkauft. Dadurch wird die Aufstellung verlässlicher Wirtschaftspläne enorm erschwert.

    Gibt es hierzu eine differenzierte Aufstellung getrennt etwa nach Musiktheater, Schauspiel und Konzert?

    Schockiert hat mich allerdings, dass eine Formulierung wie "gleichgeschaltete Presse" eines "Moderators" hier unwidersprochen bleibt. Wir leben nicht im Totalitarismus.

    Na ja, die Verwendung und das Meinen von Begriffe à la Staatsfernsehen, System- oder auch Lügenpresse etc. pp. findet sich inzwischen nicht nur "da draußen", sondern auch hier ihm Forum und ein Moderator (der dies allerdings nicht in seiner Rolle als solcher geschrieben hat) ist da durchaus in Gesellschaft "einfacher" Mitglieder bis hin zur Forumsleitung.

    Vielen Dank für diesen Bericht. Freiburg ist leider zu weit entfernt, aber auch an der Hamburegr Staatsoper steht in Kürze die Premiere einer neuen Falstaff-Produktion an; inszenieren wird der inzwischen anscheinend eher zahm gewordene Calixto Bieto. Was den Aspekt der Wut seitens Alice Ford und wohl auch der anderen Damen angeht, möchte ich hinzufügen, dass dem gegenüber sicher auch ein Quentchen Wahnhaftigkeit bei Sir John eine Rolle spielt.

    bitte laß Dich doch nicht von einem notorischen Besserwisser davon abhalten, Deine Beiträge einem breiten Publikum zu präsentieren. Viele warten auf Deine Beiträge, sie geben uns viel, nicht nur Wissen, auch Kraft und neue Kenntnisse. Bitte überdenke Deinen Entschluß unter der Prämisse, daß Dein Beitrag nicht für MSchenk gedacht war, sondern für eine große Anzahl von Taminos und Gästen von Bedeutung ist!

    Vielleicht machst Du mal halblang, verehrter La Roche! - Der von Helmut Hofmann gelöschte Beitrag handelte lediglich davon, dass er einen wohl bereits von ihm entworfenen inhaltlichen Beitrag zu einer Kritik in der FAZ bzgl. der fraglichen Samson et Dalila-Inszenierung hier nicht posten möchte. Der notorische Besserwisser, also vermutlich ich, hat dann lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass er die Ankündigung, einen Beitrag nicht zu posten, für nicht sinnvoll hält und natürlich ebenso, wie das breite Publikum viel lieber den eigentlichen Beitrag lesen würde. - Wo liegt also Dein Problem?

    Die höhnischen Kommentare von Amfortas08 hätten unter Umständen "Kurzstückmeister" aus dem Forum vertreiben können, Er war einst eine Stütze des Forums , pausierte lange und ist seit kurzem wieder sehr aktiv.Wenn ich vor die Wahl gestellt werde.......

    Wobei ich den Eindruck habe, dass kurzstueckmeister sich seiner Haut sehr gut selbst erwehren kann ...

    Dazu gehört aber auch, daß ich in meinem Forum eine gewisse Disziplin aufrechterhalte, Das soll nicht heissen, daß sich niemand von den Mitgliedern zum Regietheater bekennen darf - ABER was er NICHT darf ist über die REGIETHEATERGEGNER (NICHT RT PHOBE !!!!) lustig machen.

    Aber umgekehrt geht schon, gell?! Insbesondere darf dies z.B. eine Gerhard Wischniewski, weil ja:

    Ich wünsche auch nicht daß Gerhard Wischniewski Anfeindungen ausgesetzt wird.

    Vor diesem Hintergrund stellt sich mir abermals die Frage, warum Du nicht so konsequent bist, sie Du immer den Anschein zu erwecken wünscht und und alle, die wir dem sog. Regietheater zumindest nicht absolut ablehnend gegenüberstehen, nicht einfach rausschmeißt?

    Hab´den Beitrag nicht eingestellt und wieder gelöscht. Hat keinen Sinn in der irre polemischen und auf höchst abträgliche Weise personalisierten Hektik, in der Diskurs hier verläuft.

    Und welchen Sinn hat es, darüber zu berichten, dass man einen Beitrag geschrieben hat, den man dann nicht hier einstellt? - Im übrigen und ohne jeglichen ironischen Unterton, ich hätte den Beitrag durchaus gerne gelesen

    Dass es Regietheater gibt, ist also eine "Verschwörungstheorie". Yeah.

    Hat das denn jemand behauptet? - Irgendwie ging es doch eher darum, dass der Begriff des Regietheaters zumindest kein wissenschaftlicher Terminus zu sein scheint. Als Verschwörungstheorie hingegen wird von einigen hier - inklusive mir - die Existenz eines "PRO RT-Netzwerkes" angesehen. Wobei mir immer noch keiner erklärt hat, wofür das Akronym "PRO" in diesem Zusammenhang eigentlich steht?

    Nur ein Grund: Die Relativitätstheorie ist reine Theorie und keine Empirie. Deswegen ist sie zum erheblichen Teil auch nicht empirisch begründet durch irgendwelche Fakten, sondern rein theoretisch, kann also auch nur theoretisch verifiziert oder falsifiziert werden.

    Hallo Holger, da musst Du mir jetzt helfen: Klar, Einsteins Relativitätetheorie war zumindest anfänglich ein reines Theoriegebäude zwar motiviert durch - ggf. auch empirische - Beobachtungen (z.B. war keiner der Versuche, den sog. Lichtäther nachzuweisen, von Erfolg gekrönt), aber basierend auf theoretischen bzw. logischen und natürlich nicht-empirischen Überlegungen (z.B. Was passiert eigentlich, wenn sich jemand schneller bewegt, als das Licht?). Später jedoch war es dann möglich, etwa durch genauer messende Instrumente und neue technische Möglichkeiten, die Theorie tatsächlich im naturwissenschaftlichen Sinne sozusagen operativ, also nicht nur theoretisch zu verifizieren.

    Nein, das wird er nicht Viele Aspekte von Einsteins Relativitätstheorie waren über Jahrzehnte nicht beweisbar haben sich aber dennoch als richtig herausgestellt. Theorien sind immer (noch) unbeweisbar - sonst wären es ja keine Theorien sondern gesichertes Wissen

    Ja, dass wird er doch - oder er ist, mit Verlaub gesagt, eben doch nicht so gebldet, wie er meint! - Der Clou bzw. Unterschied liegt darin, dass eine "gute" Theorie immer auch einen Test anbietet, mit der sich ihre Richtigkeit (oder eben Falschheit) beweisen läßt. Einsteins Releativitätstheorie hat gleich eine Vielzahl solcher Tests angeboten (unabhängig davon, ob sie zu seiner Zeit technisch durchführbar waren, oder nicht). Verschwörungstheorien hingegen zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie nicht nur keinen solchen Test anbieten, sondern jede Beweis- oder besser Falsifizierbarkeitsmöglichkeit hinsichtlich der Theorie per se verneint wird. Oder wie einer Mathematik-Professoren einmal sagte: Gegen Ufogläubige haben Sie "on the long run" keine Chance! und er meinte damit nicht etwa, keine Chance, weil die Theorie etwa richtig wäre ...

    So bedauere ich es noch bei Anderen, die mir hier fehlen, wie etwa die Fachfrau Strano Sognator, die mindestens 40 Jahre jünger ist als ich, die sich aber bestimmte Leute hier nicht noch einmal antun will.

    Ganz ehrlich: Ich möchte mir Strano Sognator auch nicht nochmal antun. Trotzdem, sollte sie hier wieder einsteigen wollen, bin ich sicherlich nicht derjenige, der versuchen würde, dies zu hintertreiben. - Was soll also dieses Herumgejammere?

    Wobei festzustellen ist - und das hat vor mir schon jemand anderes getan - dass Ex-Tamino Knusperhexe die Inszenierung gar nicht gesehen haben kann. :( Wie soll er sie dann loben können?

    Wollen wir ihm mal zugutehalten, dass es sich um ein Mißverständnis handeln könnte oder er die Generalprobe besucht hat. Trotzdem ist der ganze Vorgang angefangen bei den expliziten Grüßen "an alle Freunde der werkgerechten Inszenierungen [...]" bis hin zu Alfreds Propagandapost einmal mehr nicht dazu geneigt, den ewigen Streit in irgendeiner Form einzuhegen ... In diesem Sinne also Grüße an alle Freunde guter und kluger Inszenierungen :hello: