Beiträge von Cartman

    Als Beethoven-Dirigent finde ich Markevitch überwiegend geradezu sensationell - bis auf die Einspielung der Nr. 9, die mich seltsam unberührt lässt. Grandios ist die Pastorale (1957, MONO, Orchestre Lamoureux, Paris), die mit Herz und Hirn gespielt wird; und das von einem Orchester, das mit Beethoven sicherlich nicht sooooo vertraut war. Auch die Einspielungen der Nummern 1 (1960) und 5 (1959) mit dem selben Orchester halten das hohe Niveau. Sie sind zügig und zupackend gespielt und ich habe bei keiner anderen Aufnahme der Nr. 5 so deutlich das Wechselspiel zwischen "kammermusikalischem" Klang und vollem Orchestereinsatz wahrgenommen. Also: Absolute Hör- und Kaufempfehlung.
    Nebenbei bemerkt: 1959 hat Markevitch - ebenfalls mit dem Orchestre Lamourex - mit Clara Haskil als Solistin das Klavierkonzert Nr. 3 von Beethoven für Philips eingespielt. Eine gute, wenn auch nicht so überragende Aufnahme, wie die Mozart Klavierkonzerte mit Haskil.

    Ich komme nochmals auf die Beiträge 33-36 zurück, in denen es um Markevitchs Aufnahmen der Scheherazade ging. Es gibt jetzt wieder die DECCA-Aufnahme mit dem London Symphony Orchestra für einen erschwinglichen Preis auf CD zu kaufen:



    Hört man diese Aufnahme im Vergleich zu dem von mir so kritisierten Mitschnitt der Orchid-Serie, so liegen in der Tat Welten zwischen den Interpretationen. Es ist ja nun nicht so, dass ich mich dagegen verwahre, dass auch große Interpreten mal einen schlechten (Aufnahme-)Tag haben können, aber ich sehe meine Theorie, dass es bei Orchid eben nicht um eine echte Markevitch-Interpretation handelt, bekräftigt. Sowohl die Tonqualität als auch die künstlerische Seite der DECCA-CD sind wesentlich überzeugender und beeindruckender als das Konkurrenzprodukt.

    Ich klau das Muster mal etwas von Hüb´ - und hoffe, dass Du damit leben kannst... ;)


    Was ich bevorzuge:
    Sinfonien, Orchesterwerke
    Opern (bevorzugt Mozart, Wagner, Verdi, Mussorgski)
    Klassik, Romantik, Spätromantik
    der Komponist, von dem ich die meisten Aufnahmen habe, dürfte WAGNER sein, gefolgt von STRAWINSKI
    Aufnahmen mit Harnoncourt, Stokowski, Igor Markevitch (da spielt das Repertoire mitunter keine große Rolle)
    Ludwig Hirsch, Heinz Rudolf Kunze


    Was ich ab und zu mag:
    Barock
    Instrumentalkonzerte
    Sakralmusik
    Liedgesang
    ein wenig Mainstream Rock & Pop
    Die Ärzte, Die toten Hosen
    diverse Filmmusik


    Was ich überwiegend nicht so mag, teilweise ablehne:
    Jazz
    Avantgarde/Musik, die ich nicht als Musik empfinde und die sich meinem Verständnis entzieht
    Klavier als Soloinstrument (wie überhaupt fast alle Solo-Spielarten ohne Begleitung)
    Kammermusik
    Heavy Metal
    Hiphop
    Rap


    Dies mag nur als grober Überblick dienen.


    Beste Grüße
    vom
    Cartman


    Daniel Barenboim, Staatskapelle Berlin – 4


    Daland - Robert Holl - 4- (schön gesungen, aber - wie meiner Meinung nach immer bei Holl - auch ein wenig konturlos)
    Senta - Jane Eaglen - 3+ (sie ist hier wesentlich besser als im "Tannhäuser" unter Barenboim)
    Der Holländer - Falk Struckmann - 4 (ein kraftvoller Holländer, der vehement gegen sein Schicksal ansingt; weniger leidend/duldend als kämpfend)
    Erik - Peter Seiffert - 5 (wunderbar gesungen! Erik ist hier rein stimmlich eine echte Alternative zum Holländer)


    Restensemble – 4


    TQ: 5


    Fazit: Verglicht man diese Aufnahme mit Barenboims berliner Einspielungen von "Tannhäuser" und "Lohengrin", wo sich das Ensemble teilweise überschneidet, liegt der "Holländer" klar an der Spitze. Hier gelingt ihm eine geschlossene Leistung mit einem guten Ensemble. (Im "Lohengrin" z.B. vermag mich nur der erste Akt zu überzeugen und der "Tannhäuser" ist durch absurde Tempi regelrecht zerstückelt.)

    Da ich als großer Verehrer Edgar Allan Poes neugierig war auf Holbrookes Vertonungen seiner Werke (genauer gesagt: Tongedichte nach E.A.Poe), legte ich mir diese CD

    und die in Beitrag 3 von Alfred besprochene Aufnahme zu. Um gleich zum Punkt zu kommen: Belanglosere Musik habe ich selten gehört. Alles plätschert vor sich hin und am Hörer vorbei. Der Bezug zu Poes Dichtung lässt sich nur hin und wieder mit Mühe herstellen und einzig "Ulalume" scheint den Geist der Vorlage ansatzweise zu erfassen.
    Bei den Variationen zu "Three Blind Mice" und "Auld Lang Syne" kann man sich zwar an den bekannten Melodien orientieren, aber auch hier ist Holbrooke als Komponist nicht witzig genug, um dauerhaftes Interesse zu wecken. Obwohl das Label cpo betont, eine Lanze für die englische Musik der Romantik zu brechen, so präsentiert es leider nur einen beliebig tönenden Einheitsbrei, der das Vorurteil über die belanglos-langweiligen Werke der britischen Komponisten dieser Zeit leider eher bestätigt, als es zu widerlegen.

    Die Besetzung: Georg Zeppenfeld (König Marke) war das sängerische Highlight des Abends, gefolgt von Stephen Gould als Tristan, bei dem leider einige Spitzentöne nicht ganz saßen. Christa Mayer (Brangäne) war ebenfalls hörenswert und der Rest der Besetzung war gut, wenn auch nicht überragend. Vor allem die Begeisterung des Publikums für Petra lang als Isolde kann ich nicht teilen, da sie der Stimmfärbung nach auch eher eine Brangäne wäre (was ja nicht sooo schlimm ist). Allerdings war von der Frau kaum ein Wort zu verstehen und eine "unartikulierte" Isolde wirkt eben recht befremdlich...


    Dirigent & Orchester: Christian Thielemann war eindeutig der Star des Abends! Seine Interpretation des Musikdramas als Mischung zwischen intimen kammermusikalischen Tönen und Klangexplosionen ist absolut beeindruckend. Das Festspielorchester setzte das sehr gelungen um und Thielemann konnte ein paar vereinzelten Buh-Rufern lächelnd und spielerisch zuwinken, da sie sowieso umgehend im Getöse des heftigen Beifalls untergingen.


    Die Inszenierung: Katharina Wagner ist und wird keine gute Regisseurin. Zu sehr läuft die Inszenierung neben der Musik her und will eine Geschichte erzählen, die mit Richard Wagners Oper kaum Berührungspunkte hat. Bis auf einige wenige gute Ideen (das Verschütten des Liebestranks und Markes gewagte Umdeutung als zynischer Unmensch) ist das Ganze relativ uninteressant und stört im besten Falle nicht weiter.

    Wenn der verehrte Kollege Dr. Pingel einen Giganten als ein Werk beschreibt, das "einen den Atem verschlägt", dann ist dies mit Sicherheit ein - wenn nicht gar DER Gigant - unter den mir bekannten Werken klassischer Musik. Und dies ist die einzige mir bekannte Aufnahme, die mich restlos überzeugen kann.


    Als ich das Werk seinerzeit erstmals "unvorbereitet" hörte und danach regelrecht platt war, war mir klar, dass dieses "Buch mit Sieben Siegeln" seinen festen Platz in meinem Herzen und meinem Schallarchiv errungen hatte. Auch die Tatsache, dass mich das Opus noch immer restlos zu überwältigen vermag, spricht für sein Gigantentum.
    Amen

    Da tadelte mich Dr. Pingel völlig zurecht in Beitrag Nr. 21. Nun, ich will's wieder gut machen und stelle daher einen Link zu einem Stück aus Richters "Sleep" dem geneigten Hörer vor die Ohren:


    Eine Nachtmusik der Moderne:


    Kann man durchaus anhören. Ist keine aufregende Sache (soll es ja auch nicht sein) und könnte sogar in unseren Easy-Listening-Thread passen.

    Gerne möchte ich hier noch einen Namen in die Runde werfen: Constantin Trinks (*1975). Ich konnte ihn mehrfach als Dirigent am Staatstheater Darmstadt erleben, wo er unter anderem ein beeindruckendes "Meistersinger"-Dirigat präsentiert hat. In solch einer guten Verfassung war das Orchester des Staatstheaters nicht immer zu hören. Leider hat Trinks wegen Streitigkeiten mit der Intendanz das Haus 2012 verlassen. (Wenn mich nicht alles täuscht, so war er auch bereits für Bayreuth im Gespräch.) Noch in diesem Jahr wird er Wagners "Liebesverbot" in Strasbourg und den "Tristan" in Sofia leiten. Da sollte man mal die Ohren offen halten...

    Wenn ich auch nicht mit allen mir bekannten Einspielungen Harnoncourts zufrieden bin, so schätze ich doch sehr seine rigorose Art, unsere Hörgewohnheiten in Frage zu stellen. Mögen seine Antworten auch mitunter nicht jedermanns Geschmack entsprechen, so versprachen seine Aufnahmen doch immer ein spannendes Hörerlebnis. Außerdem habe ich durch ihn erstmals Kontakt mit den Opern Monteverdis und Franz Schmidts Oratorium "Das Buch mit sieben Siegeln" bekommen - und für diesen "Zugewinn" meines Klassikrepertoires bin ich sehr dankbar.


    Was für mich persönlich bleibt sind z.B. folgende von mir sehr geschätzte Aufnahmen:




    Während ich den Einspielungen von der "Zauberflöte" oder dem "Figaro" nicht so viel abgewinnen kann, finde ich diese Interpretation der "Entführung" absolut gelungen. Bei den Aufnahmen der Mozart-Sinfonien mit dem Cgo stört mich der für meinen Geschmack mitunter zu starr gehaltene Takt, der die Musik am "Atmen" hindert. Davon kann hier allerdings nicht die Rede sein.



    Exzentrische und sehr lebendige Aufnahmen (vor allem bei der Nr. 5), die mich aber durchaus überzeugen. Schade, dass dieser Zyklus nicht vollendet werden wird.



    Selten hört man den Dialog zwischen Solist und Orchester so deutlich herausgestellt. Diese Art von Auseinandersetzung der Teilnehmer, die bei ihrem musikalischen Diskurs nicht immer einer Meinung sind, lässt aufhorchen.




    Mein persönlicher Favorit der Dvorak-Sinfonien in einer absolut beeindruckenden Interpretation.




    Ich kenne keine bessere Einspielung dieses Werkes.


    Auch wenn ich nicht verschweigen will, dass es auch einige Aufnahmen Harnoncourts gibt, die mir gar nicht zusagen (z.B. "Aida" und "Die Fledermaus"), so sind zumindest die obigen Einspielung - neben anderen - fest in meiner CD-Sammlung verankert. Und darüber bin ich sehr froh.

    Jawollja - auch der "arische Blechspucker" (mein Bruder hat ihn mal so betitelt...) hat in seiner Oper "Das Liebesverbot" den Karneval thematisiert. In dieser "Jugendsünde" nach Shakespeares "Maß für Maß" geht es um ein Karnevalsverbot in Palermo. Jedoch bricht sich das bunte Treiben immer wieder Bahn und tobt schon durch das quirlige Vorspiel. Nicht Wagners gelungenstes Werk, aber es lohnt die Bekanntschaft.


    Zum Thema Star Wars hier noch ein Facebook-Beitrag von Marc-Uwe Kling, dem Autor der genialen Känguru-Bücher:



    Dem ist nichts hinzuzufügen. ;)

    Ich fand auch, dass der Film zwar kurzweilig war, aber sowohl ohne rechten dramatischen Höhepunkt als auch inhaltlich sehr "risikoarm" daher kam. Auch habe ich keine großartigen darstellerischen Leistungen erwartet und bekam sie auch nicht geboten. Vor allem Harrison Ford zeigte meiner Meinung mal wieder, über welch begrenztes Können er verfügt...
    Allerdings gibt es einige bewusst noch offen gehaltenen Fragen, auf deren Antworten ich neugierig bin:


    - Welche Rolle wird Poe Dameron noch spielen? Er dient zwar den Rebellen und ist recht sympathisch, aber was genau nach seinem Absturz mit Finn auf Jakku passiert ist, erfährt man nicht genau. Möglicherweise ist er der "Ersten Ordnung" in die Hände gefallen und hat die Seiten gewechselt. Auch fehlt eine Szene, in der gezeigt wird, wie Kylo Ren seine Informationen aus ihm herausbekommt, nachdem man ihn am Anfang des Films gefangen nehmen konnte.
    - Der - leider viel zu früh zu erahnende - Tod von Han Solo könnte ein bewusstes Opfer Hans gewesen sein. Das wiederum könnte bedeuten, dass Kylo Ren gezielt in die Reihen der "Ersten Ordnung" eingeschleusst wurde, um diese von innen zu bekämpfen. Das würde auch seiner Bemerkung, er würde das Werk Darth Vaders beenden, die Bedeutung verleihen, dass er sich letztlich gegen die dunkle Seite der Macht stellt. (Auch Vader hat sich in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" für diese Variante entschieden.) Nicht vergessen darf man hier auch, dass Kylo Ren von Luke Skywalker ausgebildet wurde. (Allerdings sind dann Befehle, wie die Zerstörung des Dorfes auf Jakku und der damit verbundene Massenmord, dem sich Finn verweigert, kaum noch nachvollziehbar.)
    - Möglicherweise ist noch von Bedeutung, ob sich hinter der Figur des bisher nur als riesigem Hologramm auftauchenden Snoke, ein alter Bekannter verbirgt. Es gibt sogar die Theorie, dass es sich um Boba Fett handeln könnte. (Viele Fans hatten seine Rückkehr gefordert und vielleicht hat man sich eine Möglichkeit ausgedacht, wie er seinen Tod in "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" überstehen konnte.)


    Warten wir also gespannt auf die Star-Wars-Teile VIII und IX.


    Möge die Macht mit uns allen sein!


    Bei dieser Oper Rimski-Korsakows wundert es mich, dass man sie hier nicht öfters auf den Spielplänen findet. Das Werk nach einer Vorlage von Gogol, die Tschaikowski unter dem Titel "Das Pantöffelchen/Wakula der Schmied" ebenfalls vertont hat, besticht durch die für Korsakow typischen farbigen und zauberhaften Klänge. Schon allein das Vorspiel, das die Vorstellung einen sternenfunkelnden, klaren Nacht hervorruft ist ein wahres Kabinettstückchen. Die märchenhafte Handlung ist zwar einigermaßen wirr und hat trotz des Titels nur bedingt etwas mit Weihnachten zu tun, sollte einen aber nicht davon abschrecken, sich das Werk einmal zu Gemüte zu führen.


    Zum Kennenlernen tut es aber auch erstmal die von diversen Tänzen geprägte Suite, von der es mehrere (erschwingliche) Aufnahmen gibt, wie z.B. diese:


    Vorletzte Woche hatte ich die Gelegenheit, John Tomlinson als Iwan Sussanin in Frankfurt zu hören.



    In Harry Kupfers schlüssiger und spannender Bearbeitung/Inszenierung, die das Geschehen von Glinkas Oper in die Zeit des Zweiten Weltkriegs verlegt, hörte man anfangs Tomlinsons Stimme ihr Alter an. Auch war er gegenüber dem anderen Sängern* immer einen Tick zu laut. Erst im vierten Akt, wenn Sussanin seine lange Solo-Szene hat, konnte er in beeindruckender Weise zeigen, wozu er fähig ist. Das war schon beeindruckend. (Auch wenn das mehr nach Mussorgskys ungestümen "Boris Godunow" als nach Glinkas romantisch gefärbtem Gesang klang.)


    *Besonders hervorzuheben sind hier die Damen Kateryna Kasper (Antonida) und Katharina Magiera (Wanja), die exzellente stimmliche Leistungen zeigten.


    Auf diesem aktuellen Album des "Elektronikmeisters" Jean Michelle Jarre ist auch Lang Lang als Musiker vertreten. Er interpretiert mit Jarre zusammen dessen Titel "The train & the river". Die Nummer ist enttäuschend, wozu Lang Lang nichts kann, da er das Werk ja nicht komponiert hat. Der Part des (elektronischen) Klaviers erschöpft sich in phantasielos dahingeklimperten Akkorden und zusammenhanglosen Melodiefetzen. (Allerdings ist der Rest des Albums auch nicht gerade überzeugend. Einzig Jarres Kooperation mit John Carpenter ("A question of blood) vermag mich anzusprechen. Hier kommen mal ein paar sattere Klänge und schlüssige Melodiefolgen zum Tragen.)


    Hier gefällt mir die Kombination mit Bernsteins Erläuterungen zu Beethovens Werk. Man hört genauer hin und entdeckt Dinge, die wohl ansonsten das Ohr nicht bewusst wahrgenommen hätte.



    Für mich die Referenzeinspielung der Pastorale. Markevitch und ein Orchester, bei dem Beethoven nicht zum täglich Brot gehörten, sind in ihrer Klarheit und Schönheit kaum zu überbieten.



    Tennstedts Beethoven überrumpelt den Hörer und hat ein eindrucksvolles Solistenensemble (mit leichten Punktabzug bei Anthony Rolfe Johnson).

    Leider haben auch einige von mir ansonsten sehr geschätzte Dirigenten so manchen Flop geleistet...



    Hier hat sich Harnoncourt meiner Meinung nach sogar einen regelrechten Megaflop geleistet. Die Sänger sind fast alle wenig überzeugend und die Musik derart uninspiriert und lahm gespielt, dass man sich hier - auch als Fan des Maestros - mit Grausen wendet.


    Hier springt wirklich kein Funke über und die Scheherazade klingt schwach und farblos. Wie man das bei diesem Werk hinbekommt, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. (Allerdings zweifle ich daran, dass es sich hier wirklich um eine echte Markevitch-Aufnahme handelt...)



    Bei dieser Aufnahme von Beethovens 9. Sinfonie mit dem Orchester der Concerts Lamoureux handelt es sich zweifellos um eine echte Markevitch-Aufnahme. Allerdings scheitert er hier auf hohem Niveau, da seine Beethoven-Aufnahmen ansonsten ausnahmslos erstklassig sind. Hier bleibt er allerdings erstaunlich konturlos und wenig inspiriert.


    Allerdings haben sich an diesem Werk auch andere Größen die Zähne ausgebissen. Harnoncourt z.B. hat sich an diesem Werk auch wenig überzeugend versucht:



    Eine uninspirierte lahme Ansammlung von Wagner-Aufnahmen unter Maestro Stokowski.


    Was Stokowski dazu veranlasst hat, dieses Werk von Orff mit eindeutig überforderten Interpreten aufzunehmen, wissen die Götter. Irgendwie scheint hier keiner der Beteiligten verstanden zu haben, worum es überhaupt geht.


    Neben den zahlreichen beeindruckenden Einspielungen des "Sacre" ist diese farb- und kraftlose Stokowski-Aufnahme mit dem Philadelphia Orchestra verzichtbar.


    STAGE WORKS


    CD 1
    The Firebird
    Chicago Symphony Orchestra / Boulez


    CD 2
    Petrushka
    The Rite of Spring
    The Cleveland Orchestra / Boulez


    CD 3
    Le Rossignol
    Le Chant du rossignol
    BBC Symphony Orchestra / The Cleveland Orchestra / Boulez


    CD 4
    Renard
    Langridge / / Jenkins / London Sinfonietta / Chailly
    The Soldier’s Tale
    Gielgud, Courtenay, Moody / Boston Chamber Players


    CD 5
    Pulcinella
    Berganza / Davies / Shirley-Quirk / London Symphony Orchestra / Abbado
    Mavra
    Belobragina / Postavnicheva / Matyushina / Gutorovich / Moscow Radio Symphony Orchestra
    Rozhdhestvensky.


    CD 6
    Les Noces
    Mory / Parker / Mitchinson / Hudson / Argerich / Zimerman / Katsaris / Francesch
    English Bach Festival Chorus and Percussion Ensemble / Bernstein
    Oedipus rex
    Langridge / Quivar / Chicago Symphony Orchestra & Chorus / Levine


    CD 7
    Apollon musagète
    Royal Concertgebouw Orchestra / Chailly
    The Fairy’s Kiss
    The Cleveland Orchestra / Knussen


    CD 8
    Persephone
    Fournet / Rolfe Johnson / London Philharmonic Choir & Orchestra / Nagano


    CD 9
    Jeu de cartes
    London Symphony Orchestra / Abbado
    Scènes de ballet
    Israel Philharmonic Orchestra / Bernstein
    Orpheus
    Orpheus Chamber Orchestra


    CD 10 – 11
    The Rake’s Progress
    Terfel / Bostridge / von Otter / York
    Monteverdi Choir / London Symphony Orchestra / Gardiner


    CD 12
    Agon
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin / Ashkenazy
    The Flood
    Wilson-Johnson / Richardson / Berkeley / London Sinfonietta / Knussen


    ORCHESTRAL


    CD 13
    Symphony no. 1
    Russian National Orchestra /Pletnev
    Scherzo fantastique
    The Cleveland Orchestra / Boulez
    Feux d’artifice
    4 Studies for Orchestra
    Chicago Symphony Orchestra / Boulez
    Song of the Volga Boatmen
    Philharmonia Orchestra / Craft
    Ragtime for 11 Instruments
    Boston Symphony Chamber Players


    Symphonies of Wind Instruments
    Berliner Philharmoniker / Boulez


    CD 14
    Suite no. 1
    Suite no. 2
    Orpheus Chamber Orchestra
    Concerto for piano and winds
    Capriccio for piano and orchestra
    Mustonen / Deutsches Symphonie-Orchester Berlin / Ashkenazy
    Violin Concerto
    Mutter / Philharmonia Orchestra / Sacher


    CD 15
    Divertimento
    Orchestra de Paris / Bychkov
    Praeludium
    Dumbarton Oaks
    Orpheus Chamber Orchestra
    Symphony in C
    Israel Philharmonic Orchestra / Bernstein


    CD 16
    Danses concertantes
    Orpheus Chamber Orchestra
    Circus Polka for a young elephant
    Berliner Philharmoniker / Kubelik
    4 Norwegian Moods
    The Cleveland Orchestra / Chailly
    Ode
    The Cleveland Orchestra / Knussen
    Scherzo à la russe
    Orpheus Chamber Orchestra
    Symphony in 3 Movements
    Israel Philharmonic Orchestra / Bernstein


    CD 17
    Ebony Concerto
    Arrignon / Ensemble Intercontemporain / Boulez
    Concerto in D
    Concertino for 12 Instruments
    Tango
    Orpheus Chamber Orchestra
    Greeting Prelude – for the 80th birthday of Pierre Monteux
    London Philharmonic Orchestra / Mackerras
    Movements for piano and orchestra
    Mustonen / Deutsches Sinfonie-Orchestra, Berlin / Ashkenazy
    Monumentum pro Gesualdo di Venosa
    Stuttgarter Kammerorchester / Dennis Russell Davies
    8 Instrumental Miniatures
    Orpheus CO


    Variations (Aldous Huxley in memoriam)
    London Sinfonietta / Knussen
    Canon on a Russian Popular Tune
    Russian National Orchestra / Pletnev


    CD 18
    Suite: The Firebird (1945)
    Russian National Orchestra / Pletnev
    Petrushka (1947)
    Israel Philharmonic Orchestra / Boris Berman, piano / Leonard Bernstein


    CHORAL


    CD 19
    Le roi des étoiles (Zvezdolikiy)
    Cleveland [Male] Chorus & Orchestra / Boulez
    Four Russian Peasant Songs (Podblijudnije)
    Otche nash (Pater Noster)
    Netherlands Chamber Choir / de Leeuw
    Symphony of Psalms
    The Monteverdi Choir / London Symphony Orchestra / John Eliot Gardiner
    Simvol veri (Credo)
    Bogoroditse devo reduysya
    Netherlands Chamber Choir / De Leeuw
    Babel Cantata for Narrator, Male Chorus and Orchestra
    Wilson-Johnson, narrator / The Simon Joly Male Chorus / The Philharmonia / Robert Craft
    Mass for mixed chorus and double wind quintet
    Trinity Boys’ Choir / English Bach Festival Chorus
    Members of the English Bach Festival Orchestra / Bernstein


    CD 20
    Cantata for soprano, tenor, female chorus, and chamber ensemble
    Rosemary Hardy, soprano / Ian Bostridge, tenor
    Netherlands Chamber Choir / Schönberg Ensemble / De Leeuw
    Canticum sacrum for tenor, baritone, chorus and orchestra
    Richard Morton, tenor / Marcus Creed, baritone /
    Choir of Christ Church Cathedral, Oxford / Philip Jones Ensemble / Simon Preston
    Threni: id est Lamentationes Jeremiae prophetae
    Julie Moffat, soprano / Jennifer Lane, mezzo-soprano / Martyn Hill, 1st tenor / Joseph Cornwell, 2nd tenor, David Wilson-Johnson, 1st bass / Martin Robson, 2nd bass
    The Simon Joly Chorale / The Philharmonia / Robert Craft


    CD 21
    Tres sacrae cantiones (Gesualdo arr. Stravinsky)
    Netherlands Chamber Choir / De Leeuw
    A Sermon, a Narrative and a Prayer
    Jennifer Lane, mezzo-soprano, Martyn Hill, tenor
    The Gregg Smith Singers / The Philharmonia / Robert Craft
    Anthem: “The dove descending breaks the air” for mixed chorus
    Introitus: T. S. Eliot in memoriam (Requiem aeternam)
    Netherland Chamber Choir / De Leeuw
    Requiem Canticles
    Susan Bickley, contralto • David Wilson-Johnson, bass-baritone
    New London Chamber Choir / London Sinfonietta / Oliver Knussen


    SOLO VOCAL (with and without orchestra)


    CD 22
    1 Storm-Cloud (1902)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    2 How the Mushrooms Went to War (1904)
    Mikhail Svetlov, bass / Doris Stevenson, piano
    3 – 5 Faun and Shepherdess op. 2 (1906)
    Lucy Shelton, soprano / The Cleveland Orchestra / Knussen
    6 – 8 Three Little Songs “Recollections of my Childhood” (c. 1906, rev. 1913)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    9 Pastorale (1907)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    10–11 Two Songs on Poems of Gorodetsky op. 6 1907 – 08
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    12–13 Two Poems by Paul Verlaine op. 9 (1910 / 1951 – 52)
    John Shirley-Quirk, baritone / Ensemble InterContemporain / Boulez
    14–15 Two Poems of Konstantin Balmont (1911)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    16–18 Three Japanese Lyrics (1912 – 13)
    Phyllis Bryn-Julson, soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez
    19–22 Pribaoutki (1914) 4:34
    John Shirley-Quirk, baritone / Ensemble InterContemporain / Boulez
    23–26 Cat’s Cradle Songs (Berceuses du chat) (1915)
    Ann Murray, mezzo-soprano
    Ensemble Intercontemporain (3 clarinets) / Boulez
    27–29 Three Children’s Tales (1916 – 1917)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano & Narrator (no. 3)
    30 Berceuse (1917)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, baritone


    CD 23
    1 – 4 Four Russian Songs (1918 – 1919)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    5 Song of Parasha (from Mavra) (1922 – 23)
    Phyllis Bryn- Julson, soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez
    6 Tilim-Bom (1916 arr. 1923)
    Phyllis Bryn-Julson / Ensemble InterContemporain / Boulez
    7 Pastorale (1907 arr. 1923)
    Phyllis Bryn-Julson, soprano / Ensemble Intercontemporain / Boulez
    8 – 10 Three Little Songs “Recollections of my Childhood” (arr. 1929 – 30)
    Phyllis Bryn-Julson, soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez
    11 Petit Ramusianum harmonique (Hommage à C-F- Ramuz) (1937)
    Martin Bruns, baritone
    12 Hommage à Nadia Boulanger – NEW RECORDING
    (“Diex, com leur avient” [Petit canon pour la fete de Nadia Boulanger]) (1947)
    Heide Stober / Ronnita Miller
    13–15 Three Songs from William Shakespeare (1953)
    Ann Murray / Ensemble InterContemporain / Boulez
    16–19 Four Songs (1953 – 1954)
    Phyllis Bryn-Julson, soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez
    20–21 Two Poems of Konstantin Balmont (1911, arr. 1954)
    Phyllis Bryn-Julson, soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez
    22 In Memoriam Dylan Thomas (Do not go gentle into that good night) (1954)
    Robert Tear, tenor / Ensemble InterContemporain / Boulez
    23–25 Abraham and Isaac (1962 – 63)
    David Wilson-Johnson, bass-baritone / London Sinfonietta / Knussen
    26 Elegy for J.F.K. (1964)
    John Shirley-Quirk, baritone / Ensemble InterContemporain / Boulez
    27 The Owl and the Pussy-Cat (1966)
    Lucy Shelton, soprano / John Constable, piano
    28–29 2 Sacred Songs (Wolf: Spanisches Liederbuch)
    Ann Murray, mezzo-soprano / Ensemble InterContemporain / Boulez


    CHAMBER WORKS


    CD 24
    1 – 3 Three Pieces for string quartet
    Members of Orpheus Chamber Orchestra
    4 Duet (Lied ohne Name) for 2 bassoons 1916 – 1918
    Members of Orpheus Chamber Orchestra
    5 Pour Pablo Picasso for solo clarinet (1917)
    Charles Neidich, clarinet
    6 Three pieces for clarinet 1918
    Alain Damiens, clarinet
    7 – 15 The Soldier’s Tale – Concert Suite) 1918 – 1919
    William Preucil, Members of the Cleveland Orchestra / Boulez
    16 La Marseillaise 1919
    Isabelle van Keulen
    17 Concertino, string quartet 1920
    Members of the Ensemble Intercontemporain / Boulez
    18–20 Octet for wind instruments 1922 – 23 rev. version 1952
    Members of Orpheus Chamber Orchestra


    CD 25
    1 – 5 Duo concertant 1931 – 32
    Van Keulen / Mustonen
    6 – 10 Suite italienne cello & piano, ex Pulcinella 1932
    Maisky / Argerich
    11 Pastorale (1907 arr. 1933)
    Van Keulen / Mustonen
    12–15 Divertimento 1934 arr. of Divertimento from The Fairy’s Kiss, violin & piano
    Van Keulen / Mustonen
    16 Elegie, 1944, viola solo
    Gérard Causse, viola
    17–19 Septet 1952- 5
    Boston Symphony Chamber Players
    20 Epitaphium for flute, clarinet and harp 1959
    Ensemble Intercontemporian / Boulez
    21 Double Canon for string quartet (Raoul Dufy in memoriam) 1959
    Ensemble Intercontemporian / Boulez
    22 Fanfare for a new theatre, two trumpets (1964)
    Orpheus Chamber Orchestra


    PIANO


    CD 26
    1 Scherzov (1902) – NEW RECORDING
    Víkingur Ólafsson, piano
    2 – 5 Sonata in F sharp minor (1903 – 04)
    Paul Crossley
    6 – 9 Four Studies op. 7 (1908)
    Marie-Françoise Bucquet
    10 Valse des fleurs piano duet (1914) ca. 1:00 – NEW RECORDING
    Víkingur Ólafsson, Halla Oddný Magnúsdóttir, piano
    11–13 Three Easy Pieces, 4 hands (1914 – 15)
    Katia & Marielle Labeque
    14 Souvenir d’une marche boche (1915) – NEW RECORDING
    Víkingur Ólafsson, piano
    15–19 Five Easy Pieces, 4 hands (1916 – 17)
    Katia & Marielle Labeque
    20 Valse pour les enfants (1916 or 1917)
    21 Ragtime 1917 – 18, arr. of work for 11 instruments)
    22 Piano-Rag-Music (1919) 3:10
    23–30 Les cinq doigts, 8 Easy Pieces
    Marie-Françoise Bucquet


    CD 27
    1 – 3 3 Movements from “Petrushka” (1921)
    Maurizio Pollini
    4 – 6 Piano Sonata (1924)
    7 – 10 Serenade in A (1925)
    Marie-Françoise Bucquet
    11–14 Concerto for 2 pianos (1932 – 35)
    Alfons & Aloys Kontarsky
    15 Tango (1940)
    16 Circus Polka (1941 – 42)
    Marie-Françoise Bucquet
    17–19 Sonata for 2 pianos (1943 – 44)
    Alfons & Aloys Kontarsky


    HISTORICAL RECORDINGS


    CD 28
    Violin Concerto in D
    Samuel Dushkin / Orchestra Lamoureux / Stravinsky (1935)


    Histoire du soldat
    Jean Cocteau/Jean-Marie Fertey/ Peter Ustinov/Anne Tonietti
    Manoug Parikian/Joachim Gut/ Ulysse Delécluse/Henry Helearts/ Maurice André/Roland Schnorkh/ Charles Peschie/ Igor Markevitch (1962)


    CD 29
    Petrushka
    L’Orchestre de la Suisse Romande / Ernest Ansermet (1949)
    The Rite of Spring
    Paris Conservatoire Orchestra / Pierre Monteux (1957)


    CD 30: BONUS CD
    The Rite of Spring (version for piano duet)
    Martha Argerich / Daniel Barenboim


    AUFNAHME 1


    Eine "normale", schöne Aufnahme ohne Extravaganzen. Zum Kennenlernen des Sinfonien-Zyklus bestens geeignet, aber auch ein Hörgenuss für den erfahrenen Beethoven-Hörer.



    AUFNAHME 2


    Zusammen mit der "Erläuterungs-CD" Norringtons ein genial gespielter Zyklus, dessen rhythmische Raffinessen beeindrucken. Diese Konzertmitschnitte mit den SWR RSO sind beeindruckende Tondokumente.



    AUFNAHME 3


    Trotz der vergeigten Einspielung der 9. Sinfonie gefällt mit Harnoncourts ruppige, ungestüme Art, die Werke aufzuführen. Eine Interpretation, die aufhorchen lässt und einen aktiven Hörer erfordert. (Zu diesen Einspielungen gab es auch mal eine CD, auf der man ein Interview mit dem Maestro zu den Sinfonien hören konnte. Nicht ganz so informativ, wie Norringtons Ausführungen, aber dennoch sehr hörenswert.)