Beiträge von Gerhard Wischniewski

    Na das ist doch prima! Wozu brauche ich dann einen Regisseur, der mir quasi nur (s)eine S(ch)icht aufdrängt?

    Liebe Mme.Cortese,


    du hast vollkommen Recht. Da ist immer von Mitdenken die Rede. Sicher gibt es viele Opernbesucher, die in erster Linie einen schönen Abend mit Abstand vom Alltag genießen wollen, und auch das leugne ich bei mir noch nicht einmal ganz ab. Aber es gibt auch die Leute, die sich eingehend über das Werk informieren und auch während der Vorstellung mitdenken. Glücklicherweise bion ich noch in der Lage, selbst zu denken und keinen Vordenker zu brauchen, der mir eine einseitige, die Handlung, auf die der Komponist seine Musik geschrieben hat entstellende Sichtweise aufdrängen will. Ich bin bereit, mir meine Gedanken über das Werk des Komponisten und seines Librettisten zu machen, die, wie ich vielfach (gerade auch beim Troubadour) in Dokumentationen gelesen habe, um die Gestaltung gerungen haben. Nun kommt irgendein Regisseur daher und meint, alles das umwerfen zu müssen.

    Bei der Originalhandlung hat jeder die Chance, sich eigene Gedanken über das Werk zu machen. Ich bin aber nicht bereit, für mich denken zu lassen.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Gegen ein wenig Stilisierung habe ich generell nichts einzuwenden, ... Allerdings muss ich auch sagen, dass trotz dieser Fragwürdigkeiten in dieser Inszenierung nichts gegen der Inhalt des Stücks gesprochen hat, was ich und andere RT-Kritiker eben bei vielen RT-Produktionen so sehr bedauern -z.B. Biogasanlage als Wartburg etc. oder Carmwn in der Psychiatrie.


    Es grüßt Mme. Cortese

    Liebe Mme.Cortese


    auch ich habe gegen eine gewisse Stilisierung nichts einzuwenden und bestimmte Schwächen habe wohl viele Inszenierungen. Aber dass nichts gegen den Inhalt des Stückes läuft, ist eben für mich und für viele Opernfreunde das Wesentliche an einer Inszenierung und solche entstellenden Eingriffe in die Handlung, wie du sie als Beispiel genannt hast, und wie es leider Hunderte von Beispielen gibt, ist eben das, wodurch uns das Regisseurstheater den Opernbesuch verleidet. Und das werde ich - auch wenn es einigen wenigen hier nicht passt - immer wieder betonen.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Siegfried,


    ich fühle mich absolut in keiner Sackgasse, im Gegenteil. Ich sehe es nicht ein, dass ich meine Meinung, gegen das Verunstaltungstheater, die viele Leute mit mir teilen, "hinter dem Berg halten" soll. Wir haben doch nur zwei Möglichkeiten, und gegen diese Verschandelungen zu wehren, die Abstimmung mit den Füßen, die viele - wie ich - vollzogen haben, und die freie Meinungsäußerung. Und ich habe eine Reihe Leute, die mir mündlich und auch schriftlich zustimmen.

    Mit den Verbalattacken gegen Mitglieder dieses Forums habe ich nicht angefangen. Meine ursprünglichen Äußerungen richteten sich gegen die Sache, nämlich das Regisseurstheater. Nach den ersten persönlichen Angriffen auf andere Mitglieder dieses Forums und auch auf mich waren es dann lediglich Retourkutschen. Denn wer sich so überheblich benimmt, glaubt, allein die Wahrheit zu besitzen, und immer wieder persönlich wird, muss auch damit rechnen, dass mit ähnlicher Waffe zurückgeschossen wird. Viele, die ich aus dem Forum kenne und die der gleichen Meinung sind, sind empfindsamer als ich und haben bereits resigniert. Schau einmal zurück, wer alles gegen dieses Regisseurstheater war und inzwischen nicht mehr im Forum ist. Schade! Ich resigniere nicht so leicht, ich habe das im Leben vor keinem Problem getan, und das hier ist ja kein Problem. Ich habe - zwar nicht körperlich gesehen, aber doch geistig - einen "breiten Buckel".

    Schau einmal, wie oft ich unter meinem Namen angegriffen wurde, obwohl ich nur meine Meinung zu einer Sache gesagt habe, die mir und vielen am Herzen liegt, und was für Dinge mir da unterstellt wurden. Das amüsiert mich zwar, aber diejenigen müssen auch damit rechnen, dass ich auch Waffen anwende. Ich habe nur selten dabei jemanden mit persönlichem Namen genannt, weil es nur einige wenige und deren Mitläufer sind, die immer wieder sofort zu stänkern beginnen. Wer sich also sich angesprochen fühlt, sieht sich nur selbst im Spiegel, und das sehen wohl viele Leser genauso.

    Ich weiß, was ich von mir zu halten habe und es gibt genug Leute, deren Wertschätzung ich besitze. Auf die Wertschätzung der paar Leute, die mir hier immer wieder "am Zeug flicken" wollen, brauche ich also nichts zu geben. Wenn ich mich weiterhin gegen die Verunstaltung der Handlungen von Meisterwerken wehre und für die Inszenierungen entsprechend der Handlung, auf die der Komponist die Musik geschrieben hat, einsetze, verlange ich von niemanden, dass er das für sich persönlich nachvollzieht. Ich erkenne an, dass andere anderer Meinung sind, frage mich aber, ob diese dann gleich in der Form, wie es hier geschieht, persönliche Attacken gegen diejenigen reiten müssen, die nicht ihrer Meinung sind.

    Sachlich ist die Diskussion - von einigen angestachelt - in diesem Thema doch schon lange nicht mehr.

    Dass ich meine Beiträge gelöscht habe, war ein bewusster Streich von mir, den hier schon einmal ein anderer mit Erfolg vollzogen hat, wobei dann die ganze spätere Diskussion ihrer Grundlage entbehrte und gelöscht wurde. Ob das hier geschieht, weiß ich nicht, es ist mir aber auch völlig egal.

    Viel Lachen verlängert angeblich das Leben.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Nun habe ich den Herren Theoretikern wohl wieder einen Grund gegeben, über mich herzufallen, wie ich aus den vielen Zuschriften ersehen kann. Freut mich ungemein. Zum Schweigen und meine Position gegenüber verschandelten Handlungen aufzugeben bringen sie mich jedenfalls nicht. Mögen sie hetzen, solange sie wollen. :hahahaha::hahahaha::hahahaha::hahahaha::hahahaha:

    Der alte Graf von Aragón hatte zwei Söhne, Luna und Garcia. Garcia ist – wie Azucena erst am Ende der Oper enthüllt – niemand anders als Manrico.


    Zitat von Rheingold

    Diese vollgestopfte Arena-Bühne wird es wohl schwer machen, der ohnehin verworrenen Handlung zu folgen. Wenn ich erhrlich bin, ich muss jedesmal überlegen, welches Kind denn nun von welcher Zigeunerin ins Feuer geworfen wurde.


    Lieber MDM,

    ich habe mich köstlich amüsiert, wie du das, was viele Leute über die modischen Entstellungen der Oper denken, mit dieser Satire wunderbar dargestellt hast. Beispiele für Klosettschüsseln und andere unpassende Gegenstände gibt es ja im Regisseurstheater wahrlich genug. Dazu passt dann anschließend auch nur das Essen am Würstchenstand oder bei McDonalds.:jubel::jubel::jubel::hello::hello::hello:


    Liebe Grüße

    Gerhard

    ...


    1... Zefirelli hat sich sonst sehr genau an die Handlung des Originalwerks gehalten

    2... Während Graf Luna auf der Seite Ferdinands steht, kämpft Manrico (alias Garcia) situationsbedingt für den Grafen Urgel.

    3...Nun mag auch eine Rolle spielen, dass Verdi in einer Oper nicht die gesamten Geschehnisse des Romans von Gutierrez in eine Oper hineinpressen konnte und daher die einzelnen Teil nur Ausschnitte sind und zeitlich z.T. weit auseinander liegen.

    4...Wo also liegt die Schwierigkeit, die einige Leute damit haben?

    5....Mehrmals im Verlauf der Oper bittet sie ihn„Räche mich!“


    ...

    Lieber Dr.Pingel,


    auch ich wäre froh, wenn die Korrekturen in das entsprechende Kapitel verschoben würden und bitte daher Reinhard, es zu tun. Es erleichtert mir die Arbeit, weil ich dann beide Texte nebeneinander legen kann, während ich so inner wieder von oben nach unten navigieren muss. Mein Hinweis an dich meinte, dass ich die Korrekturen von MDM bereits in den Opernführer eingearbeitet hätte und du dich nicht auf MDM Korrekturen beziehen, sondern den schon korrgierten Text vornehmen solltest. Sonst müsste ich immer zwischen drei Texten hin- und her jonglieren.

    Diese Antwort kann, wenn du sie gelesen hast, ganz verschwinden.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber La Roche,


    Bis zum Wechsel der Intendanz wurden die Mörbischer Festspiele auch auf Ö2 und 3sat nach Deutschland übertragen. In den letzten Jahren gab es das leider nicht mehr. In Österreich wurden sie wohl auf Ö3 gesendet. In der Mediathek steht jetzt nur der Vermerk, dass das Video aus rechtlichen Gründen nur in Österreich zu empfangen ist.

    Österreich hat das Glück, Ö3 zu haben, wo es - wie man hier ab und zu liest - auch unverfälschte Inszenierungen gibt. In Deutschland ist es die seltene Ausnahme, wie morgen bei der Aufzeichnung aus Verona.

    Die Begründung, warum man uns Werke in Inszenierungen, an denen man sich erfreuen kann, vorenthält, kenne ich auch nicht.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Ja, die Mörbischer Seefestspiele unter Intendanz und Mitwirkung von Harald Serafin haben mich immer begeistert und ich habe etliche davon auf DVD, die ich von Zeit zu Zeit gerne einmal wieder auflege, auch das "Land des Lächelns" von 2001.

    Die neue Inszenierung, die wohl in Deutschland im Fernsehen nicht mehr gezeigt wird, scheint jedenfalls auch sehr ansprechend zu sein. Nicht für Leute, die von schönen Inszenierungen nichts halten!

    Sollte sie auf DVD herausgegeben werden, werde ich mir überlegen, sie mir zuzulegen.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Liebe Mme.Cortese, lieber la Roche,


    ich sehe es genauso. Zefirellis Inszenierungen sind manchmal sehr opulent, aber alle, die ich bisher gesehen habe, bleiben am Werk, während die Aufführungen des modischen Regisseurstheaters die Werke häufig bis zur Unkenntlichkeit verschandeln. Auch ist manches den Besonderheiten des Aufführungsorts angepasst, was auf einer normalen Bühne nicht möglich wäre. Lieber zwanzig Zefirellis als eine der völlig verunstalteten Werke der letzten Jahrzehnte im Regisseurstheater, die nicht zum Werk, seiner Zeit, und seiner Gestalten passen und auch den Text häufig völlig ignorieren.

    Auch ich werde mir diese Inszenierung morgen im Fernsehen anschauen, mitschneiden und mich an einer prächtigen Inszenierung erfreuen. Und ich glaube, dass nicht nur viele Tausende in der Arena, sondern auch die meisten Fernsehzuschauer begeistert sein werden, dass endlich im Fernsehen mal wieder eine Oper gezeigt wird, die man sich auch anschauen kann. Das Fernsehen sollte doch eigentlich für alle da sein und nicht nur für die paar Freunde des Regisseurstheaters.

    Die wenigen Befürworter dieser Theaterform sollten uns zwar nicht stören. Sie sollen auch gerne Vorstellungen haben, die ihre Bedürfnisse befriedigen, wenn diese für alle erkennbar als solche gekennzeichnet werden. Aber sie sollten einem Großteil der Opernfreunde nicht das Recht absprechen wollen, dass auch sie ihren entsprechenden Anteil an zum Werk passenden Inszenierungen erhalten.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber LaRoche,


    ich hatte das schon gestern in meiner Rundfunkzeitung entdeckt und mir vorgemerkt. auch für mich wird das der Höhepunkt der Saison. Endlich mal wieder in Fernsehen eine Übertragung, die man sich anschauen kann. Und was Yusif Eyvezov betrifft: Ich finde ihn auch nicht so schlecht, wie er hier manchmal gemacht wird.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Anmerkungen:

    Eine – aus heutiger Sicht – recht unwahrscheinliche Geschichte. Der römischen Zensur gefielen aber die Anspielungen auf ein voreheliches Zusammensein und das ursprünglich tragische Ende nicht, und so arbeitete Donizetti sie mit dem jetzt glücklichen Ende um.

    Die Kartennachfrage war zur Uraufführung so groß, dass mehr Karten ausgegeben wurden, als Zuschauer ins Teatro Apollo in Rom passten, was zu einem Skandal führte (Selbst Donizetti musste sich zur Uraufführung die Karten auf dem Schwarzmarkt zu hohem Preis besorgen).

    Die Oper wurde zu einem großen Erfolg und war auch in den nächsten Jahren in Italien sehr beliebt.

    In Deutschland wurde sie erstmalig 2018 in Hildesheim aufgeführt.

    Auf CD gibt es sie in folgenden Ausgaben:

    51CEVwdWwNL.jpg

    Auf youtube gibt es eine Gesamtaufnahme aus dem Teatro Carlo Fenice in Genua von 1998 zu hören sowie einige Ausschnitte und auch einen Trailer der Aufführung aus Hildesheim zu sehen.

    Gaetano Donizetti ( 1797 – 1841 )

    Adelia o La figlia dell’ arciere

    (Adelia oder Die Tochter des Bogenschützen)


    Melodramma serio in drei Akten

    Libretto: Felice Romano (1. und 2. Akt), Girolamo Maria Marini (3. Akt)

    Originalsprache: Italienisch


    Uraufführung: Rom 1841


    PERSONEN DER HANDLUNG

    Carlo; Herzog von Burgund, Bariton

    Oliviero, Graf von Fienna, Tenor

    Arnoldo, Kommandant der Bogenschützen und Leibgardist des Herzogs, Bass

    Adelia, seine Tochter, Sopran

    Comino, Kämmerer des Herzogs und Freund Olivieros, Tenor

    Odetta; Adelias Freundin, Mezzosopran

    Ein Knappe des Oliviero, Bass

    Hofstaat, Edelleute, Pagen, Wachen, Bogenschützen, Soldaten, Diener, Volk


    Ort und Zeit der Handlung: Péronne (Burgund), 14.Jahrhundert


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT

    Ein Platz in Péronne mit dem Haus des Arnoldo. Nacht.

    Von fern hört man Lärm und Waffengeräusche, die näherkommen. Die Bürger der Stadt freuen sich, dass der Herzog und seine Truppen siegreich aus einer Schlacht zurückkehren und laufen ihnen entgegen.

    Unterdessen schleicht sich ein Mann aus dem Hause Arnoldos. Einige Bürger haben ihn entdeckt und informieren die Hinzugekommenen. Man hat Oliviero erkannt und vermutet, dass er während der Abwesenheit Arnoldos dessen Tochter verführt hat.

    Arnoldo erscheint mit einem Offizier und befiehlt diesem, für die Zeit seiner Abwesenheit das Kommando über die Bogenschützen zu übernehmen. Dann freut er sich, seine Tochter umarmen zu können. Da vernimmt er von den Bürgern, dass Oliviero seine Tochter verführt habe. Arnoldo zieht sein Schwert, um Oliviero sofort zu töten. Doch die Bürger erinnern ihn daran, dass dazu er kein Recht habe, denn der Herzog bestrafe jeden Verführer einer Jungfrau mit dem Tode. So beschließt er, Oliviero beim Herzog zu verklagen.

    Arnoldo und die Bürger gehen ab, nur einige Frauen bleiben zurück. Sie klopfen an Arnoldos Tür und als Adelia und ihre Freundin Odetta aus den Haus treten, berichten sie ihnen, was geschehen ist. Adelia ist verzweifelt, doch sie will versuchen, Ihrem Vater zu erklären, dass Oliviero ehrliche Absichten habe.

    Als Arnoldo zurückkommt, macht er seiner Tochter schwere Vorwürfe. Alle ihre Schwüre und Tränen können ihn nicht erweichen. Er will die Bestrafung Oilvieros, an dessen Liebe zu Adelia er nicht glaubt. Außerdem würde der Herzog eine nicht standesgemäße Heirat auf jeden Fall verbieten.

    Schon hört man den näherkommenden Chor der Bürger, die den siegreichen Herzog preisen.

    Carlo tritt mit Gefolge auf, unter ihnen befindet sich auch Oliviero. Sofort tritt Arnoldo seinem Herrn entgegen und klagt, dass seine Tochter verführt worden sei. Als er den Namen des Verführers nicht nennen will, stellt sich Oliviero selbst. Er schwört, dass seine Liebe zu Adelia ehrlich und rein sei, findet aber beim Herzog kein Gehör. Er, Oliviero, wisse doch, dass auf eine Ehe mit einer Frau niederen Standes die Todesstrafe stünde. Jetzt erfährt Adelia zum ersten Mal, dass Oliviero mit dem Tode bedroht ist. Doch ihr Flehen hilft nicht.

    Da ohne eine Heirat die Ehre seines Hauses nicht zu retten ist, findet Arnoldo einen Ausweg. Er erinnert den Herzog, dass dieser ihm noch eine Gunst schuldig sei. Er bittet darum, Adelia und Oliviero heiraten zu lassen (Insgeheim denkt er, dass man danach Oliviero beseitigen könne). Der Herzog stimmt widerwillig zu und wird vom Volk für seine vermeintliche Milde gelobt.


    ZWEITER AKT

    1. Bild: Ein Kabinett im herzoglichen Palast

    Adelia wird von Odetta und Brautjungfern für die Hochzeit geschmückt. Ein Knappe bringt eine Krone und Pagen einen prächtigen Mantel.

    Nachdem sie diese anprobiert hat, kommt Oliviero. Alle Anwesenden, außer ihm und Adelia, gehen ab. Oliviero berichtet, dass er auf dem Hof gesehen hat, wie man dort ein Schafott errichte. Doch Adelia gelingt es, seine Befürchtungen zu zerstreuen.


    2 Bild: Vorhalle im herzoglichen Palast, seitlich die Hauskapelle

    Comino trifft Odetta und überreicht ihr eine Botschaft für Adelia. Als Adelia kommt, verschwindet er.

    Odetta überreicht Adelia die Nachricht, die eine Warnung erhält: Der Herzog plane

    nach der Hochzeit die Hinrichtung Olivieros. Adelia reißt sich verzweifelt den Schmuck vom Leibe.

    Arnoldo kommt. Adelia zeigt ihrem Vater den Brief und erklärt, dass sie Oliviero nicht heiraten werde, um ihn vor dem Tode zu retten. Arnoldo jedoch ist seine Familienehre wichtiger. Er er zieht den Dolch und droht ihr, sie zu töten, falls sie die Hochzeit platzen lasse. Aber als sie, tränenüberströmt seine Knie umfängt und ihn anfleht, wenigstens noch zu ihrer toten Mutter beten zu dürfen, lässt er den Dolch fallen.

    Oliviero kommt mit Knappen und Pagen und bittet Adelia, ihm zum Traualtar zu folgen. Schon hört man aus der Kapelle einen Choral. Die Hochzeitgäste kommen heraus und wundern sich, warum sich die Hochzeit verzögert. Da erklärt Adelia, dass sie Oliviero nicht mehr liebe. Ihr Vater aber zwingt sie mit Gewalt in die Kapelle. Sie fällt zu Boden und bittet ihren Vater vergeblich, sie zu töten.


    DRITTER AKT

    1. Bild: Im Lager der Bogenschützen

    Die Bogenschützen feiern den Sieg. Da kommt Comino traurig herein und fordert sie auf, mit ihm zu kommen, da sie bei der Exekution Olivieros gebraucht werden.


    2. Bild: Großer Saal im herzoglichen Palast

    Oliviero ist verzweifelt, weil er glauben muss, dass Adelia ihn nicht mehr liebt.

    Comino kommt mit den Bogenschützen und verkündet Oliviero, dass er ihn zur Exekution führen muss. Oliviero bittet ihn, einen letzten Gruß an Adelia zu übermitteln. Dann geht er ab, geführt von Comino und den Bogenschützen.

    Auch Adelia kommt mit ihren Gefährtinnen. Wie wahnsinnig klagt sie ihren Vater an und schwört, dass sie mit Oliviero sterben wolle.

    Da hört man plötzlich einen Freudenchor. Comino und die Bogenschützen kehren zurück und verkünden Adelia, dass der Herzog Oliviero begnadigt und Arnoldo in den Adelsstand erhoben hat. Dann kommt auch Arnoldo und bestätigt, dass die Heirat damit rechtsgültig ist. Schließlich erscheint auch Oliviero und die Eheleute fallen sich in die Arme.

    Ihr habt natürlich recht, es ist eben ein "Event". Dennoch habe ich den Eindruck, dass es bei ähnlichen Events (Schönbrunn, Grafenegg) disziplinierter zugeht. Was das Programm angeht, habe ich mir, als ich es in der Zeitung las, auch Gedanken gemacht, ob es für ein solches "Event" nicht ein bisschen zu anspruchsvoll war. Daher hatte ich auch gedacht, dass im Anschluss daran wohl kaum die "Berliner Luft" passen würde. Aber das hat der Dirigent durch die Zugaben geschickt überbrückt.

    Ich glaube nicht, dass sich alle Dirigenten an den Zwischenapplaus gewöhnt haben. Ich habe es schon vielfach gesehen, dass Dirigenten die Miene verzogen und sich zum Publikum wandten, um mit erhobener Hand kundzugeben, dass er doch noch nicht fertig sei.

    Ich habe die Waldbühnenkonzerte schon viele Jahre gespeichert, dabei kann ich dann vorher diese unpassenden Passagen sowie die oft lapidaren Kommentare herausschneiden. Diesmal wird es allerdings wohl schwerer werden, weil der Dirigent an einigen Stellen sofort wieder einsetzte, ohne das Ende des Applauses abzuwarten, speziell in Romeo und Julia, wo ein Satz nach einem Fortissimo piano ausklingen sollte.

    Nehmen wir es also so, wie es nun einmal ist.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Auch ich fand das Waldbühnenkonzert großartig. Leider ist nicht das gesamte Publikum sehr diszipliniert. Es wurde nicht nur nach fast jeden Satz geklatscht, sondern bei der Romeo und Julia-Suite einmal sogar kurz vor Ende eines Satzes, so dass der Dirigent die letzten Takte nachspielen lassen musste. Sehr gut fand ich hingegen, dass auf die Suite noch zwei Zugaben folgten, wobei der slawische Tanz von Dvorakes dann auch erlaubte, dass die obligatorische "Berliner Luft" folgte. An die Romeo und Julia Suite angeschlossen hätte ich diese wie eine "Kalte Dusche" empfunden.

    Beim Sommernachtskonzert aus Schönbrunn fand ich das Publikum wesentlich disziplinierter.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Oder will Gerhard uns gar eigenständige das Denken verbieten?

    Ich will keinem verbieten, sich hier eigenständig zu äußern (woraus lässt sich das überhaupt schließen???), aber auch ich habe wohl das Recht, mich eigenständig zu äußern. Wenn man einige Zuschriften hier sieht, dann wird jeder denkende Mensch eher vermuten - wie auch schon in anderen Themen geschehen -, dass man mir am liebsten den Mund verbieten möchte. Diejenigen, die das versuchen, werden aber daran scheitern. Ich kann jedenfalls darüber nur lachen, und das hält mich hoffentlich noch lange gesund.

    Ich habe hier für mich die ursprüngliche Frage, um die es Mme Cortese ging, beantwortet: Nein, ich brauche so etwas nicht!

    Damit ist für mich jetzt die Diskussion um den Unsinn abgeschlossen und ich werde dieses Thema nicht mehr anklicken. Das hindert mich nicht daran, mich weiterhin in anderen Themen eigenständig zu äußern, auch wenn sich einige wenige die Finger wund schreiben, das verhindern zu wollen.


    Gerhard

    Wer das als "Quark" bezeichnet, ohne vorher einen Blick reingeworfen zu haben - bitte schön. Klüger wird man mit so einer Einstellung nicht.

    Liebe Adelante,


    als Quark bezeichne ich, dass man heutzutage alle möglichen und unmöglichen Dinge in die Oper hineindeuten will. Das ist ja das, was ich an dem Regisseurstheater auch verabscheue, dass der Regisseur das, was seiner oft seltsamen Phantasie entspringt, nun krampfhaft in die Inszenierung hineinzwängt und damit das ursprüngliche Werk bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Deswegen ist für mich - wie schon gesagt - ein solcher Opernführer völlig uninteressant, genauso wie diese modischen Inszenierungen, die die meisten Zuschauer konsterniert dastehen lassen. Ich glaube kaum,dass die Menschheit klüger wird, wenn jetzt jemand verkrampft nach homosexuellen Anspielungen in der Oper sucht. Von mir aus sollen aber diejenigen so etwas ruhig lesen, die glauben, davon klüger zu werden.


    Gerhard

    Auch ich kann die Aussage von Uranus voll unterstreichen. Ich habe im Leben manche netten Leute mit homosexuellen Neigungen (männlich und weiblich) kennen und schätzen gelernt, mit denen ich normalen Umgang hatte und deren Veranlagung mich absolut nicht interessiert hat.

    Aber nun krampfhaft in der Oper nach vermeintlichen Anspielungen auf Homosexualität zu suchen und damit vielleicht sogar einen ganzen Opernführer zusammenzustellen, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Aber heutzutage wird ja jeder Blödsinn nach allen Regeln der Kunst untersucht.

    Ich glaube auch nicht, dass sich viele Homosexuelle drum reißen werden.

    Wie gesagt, von mir aus, aber ich weiß im Voraus, dass ich mir solchen Unsinn nicht antun werde.


    Gerhard

    Anmerkungen:

    Die einzelnen Teile der Handlung sind mit der Oper „La Reine de Chypre“ von Halévy vergleichbar, deren Text von Henri de Saint Georges durch Joseph Büssel übersetzt wurde. In dem deutschen Libretto teilt Büssel die Oper in vier Akte ein. Von denen drei in Venedig spielen. Einige Namen sind geändert: So wird aus dem französischen Ritter Gérard de Coucy der venezianische Adlige Marco Venero und aus dem Senator Mocénigo der Senator Onofrio. Der Überfall auf Marco findet bereits im ersten Akt vor der geplanten Hochzeit mit Catharina statt, ohne dass man erfährt, wer der Anstifter ist. Der König Zyperns befindet sich in Venedig und auch die Hochzeit sowie das versuchte Attentat Marcos finden dort statt. Die Hochzeitsfeier im dritten Akt hat Lachner um einen Triumphmarsch und ein Ballett der Gondolieri ergänzt.

    Der vierte Akt jedoch entspricht fast vollständig dem fünften Akt von Halévy.

    Die Oper war lange vergessen. Erst 2012 wurde sie in München konzertant wiederaufgeführt. Hiervon gibt es eine Aufzeichnung auf CD

    in die man bei jpc auch hineinhören kann.

    Auf youtube habe ich lediglich die Ouvertüre gefunden.

    Franz Lachner ( 1803 – 1890 )

    Catharina Cornaro, Königin von Zypern


    Große tragische Oper mit Ballett in vier Akten

    Libretto: Alois Joseph Büssel nach Henri de Saint Georges

    Originalsprache:Deutsch


    Uraufführung: München 1841


    PERSONEN DER HANDLUNG

    Jakob von Lusignan, König von Zypern, Tenor

    Andrea Cornaro, Adliger von Venedig, Bariton

    Catharina Cornaro, seine Nichte, Sopran

    Marco Venero, Adliger von Venedig,Tenor

    Onofrio, Mitglied des Rates der Zehn, Bass

    Spiridio, Bandit, Bass

    Angelo, Bandit, Bass

    Edelleute, Offiziere, Soldaten, Diener, Pagen, Gondolieri, Volk


    Ort und Zeit der Handlung: Venedig und Cypern, 1475 - 1477


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT

    Im Palast des Andrea Cornaro in Venedig

    Catharina, Frauen, Pagen und Diener preisen den heutigen Freudentag, an dem Catharina ihren Verlobten Marco heiraten soll.

    Marco kommt und nach der freudigen Begrüßung erzählt er, dass er um Mitternacht überfallen wurde und ihn ein Fremder, den er nur kurz gesehen, aber nicht erkannt hat, vor den Meuchelmördern gerettet habe.

    Andrea tritt auf. Auch er freut sich auf die Hochzeit seiner Nichte. Dann schickt er die beiden, alles zu ordnen, denn bald werden die Gäste eintreffen. In einer Arie erinnert er sich an sein Jugendglück.

    Ein Diener meldet einen Fremden, der Andrea sprechen will. Onofrio tritt ein. Er bringt die Botschaft, dass die Republik befehle, das Band zwischen Catharina und Marco zu lösen und sie dem König von Zypern zur Frau zu geben. Dieser befindet sich in Venedig und hat um Hilfe gebeten. Außerdem habe er sich in Catharina verliebt. Die Republik hofft, durch ein Bündnis mit dem König Einfluss auf Zypern zu gewinnen. Andrea ist verzweifelt und will sein Versprechen nicht lösen, doch Onofrio lässt ihm nur eine Wahl: entweder die Verlobung zu lösen oder den Tod. Beide gehen ab.

    Die Gäste und schließlich der Notar mit Gefolge treffen ein. Marco unterschreibt sofort den Heiratsvertrag. Als aber Catharina die Feder nimmt, kommt Andrea und gebietet unter dem Zwang von Onofrio Einhalt. Alle sind entsetzt. Catharina beteuert, dass nur der Tod sie trennen könne. Marco wirft Andrea Verrat vor. Die Gäste erkennen, wer hinter dem Verrat steckt, sind aber dem Staat gegenüber machtlos. Andrea drückt seine Verzweiflung aus. Nur Onofrio freut sich, dass der Plan gelungen ist. Schließlich äußert Marco seine Rachegedanken und Andrea verweist ihn des Hauses. Catharina stürzt verzweifelt in die Arme ihrer Hofdamen.


    ZWEITER AKT

    In Catharinas Betzimmer.

    Draußen hört man die Gondolieri singen

    Catharina beklagt in einer Arie ihr Schicksal. Da findet sie in der Bibel ein Schreiben, in dem Marco ankündigt, dass er sich um Mitternacht von einer Gondel in ihr Zimmer schwingen werde und freut sich auf sein Kommen.

    Andrea tritt ein. Er klärt sie auf, dass er dem Staat gehorchen müsse, der verlangt, dass sie den König von Zypern heiratet. Auf diese Würde möchte sie jedoch gerne verzichten. Da verkündet er ihr, dass sie nur durch Verzicht auf Marco dessen Leben retten könne. Catharina ist verzweifelt.

    Nachdem er gegangen ist, hört man draußen die Stimme Marcos. Aber Banditen sind eingedrungen und verstecken sich hinter einem Vorhang. Sie machen Catharina drohend klar, dass sie Marco töten werden, wenn sie ihm nicht erklärt, dass sie ihn nicht mehr liebe.

    Marco schwingt sich ins Zimmer und will Catharina umarmen und mit ihr fliehen. In diesem Augenblick zeigt sich einer der Banditen kurz hinter dem Vorhang. In einem langen Duett überwindet sie sich nun, ihm zu sagen, dass sie ihn nicht mehr liebe. Marco ist verbittert, schwört Rache an Lusignan und stürzt davon. Catharina bricht zusammen. Die Banditen kommen hinter dem Vorhang hervor und schwingen ihre Schwerter.


    DRITTER AKT

    1. Bild: Ein Gemach im Hause Cornaros

    Catharina ist als Braut geschmückt. Der Chor der Damen bemerkt ihre Wehmut.

    Andrea kommt hinzu. Er bedankt sich bei ihr, dass die Klugheit gesiegt hat. Sie will sich in ihr Schicksal fügen, ist aber ihn erster Linie auf das Wohl Marcos bedacht. Andrea versichert ihr, dass der Staat dafür stehe, dass Marco nichts geschieht.

    Ein Page des Königs kündigt dessen Ankunft an und Andrea mahnt Catharina, ihn würdevoll zu empfangen.

    Der König kommt mit Gefolge und fällt ihr zu Füßen. Sie bleibt zunächst kalt und er bittet um ihre Entscheidung. In einer Arie tut er seine Liebe kund. Andrea mahnt sie noch einmal, dem König Liebe und Treue zu geloben und so bezwingt sie sich schließlich und reicht ihm die Hand. Der Chor jubelt und der König freut sich über sein Glück. Dann tritt Onofrio mit dem Rat der Zehn ein, um die Brautleute abzuholen. Ein Page bringt die Krone, die der König Catharina aufsetzt, und alle entfernen sich.


    2. Bild: Der Marcusplatz in Venedig

    Marco kommt. Er hat geschworen, den König zu töten. Nach ihm treten die Banditen Spiridio und Angelo, die er gedungen hat, auf. In einem Terzett feilschen sie um das Vorgehen und die Bezahlung. Marco selbst will den tödlichen Stoß führen, und anschließend sollen die Banditen ihn erstechen, um ihn dem Gericht zu entziehen. Als man von ferne Festmusik hört, ziehen sie sich zurück.

    Nun folgt ein großer Festzug mit Würdenträgern Venedigs und Zyperns. Nachdem alle in die Kirche eingezogen sind, singt das Volk zu dem Gesang, den man aus der Kirche hört, einen Jubelchor und die Gondolieri führen Tänze auf.

    Als das Königspaar aus der Kirche kommt, drängt sich Marco mit einem Dolch in der Hand durch die Menge. Im letzten Moment erkennt er, dass der König derjenige ist, der ihn vor den Meuchelmördern gerettet hat. Er wirft den Dolch weg und verschwindet in der Menge. Catharina sinkt ohnmächtig in die Arme des Königs, der ebenfalls den Mann erkannt hat, den er rettete. Das Volk ist entsetzt und auch die beiden Banditen können unerkannt verschwinden.


    VIERTER AKT

    1.Bild: Das Kabinett des Königs in Zypern, zwei Jahre später

    Der König ist krank und vorzeitig gealtert. Er liegt auf einem Ruhebett und schläft. Catharina schickt den anwesenden Arzt fort. Sie will selbst beim König wachen. In einer Arie erinnert sie sich der Vorgänge vor zwei Jahren. Sie hat dem König treue Freundschaft gehalten, aber der Schmerz in ihr ist geblieben. Der König erwacht und eröffnet ihr nun, das er den Grund ihres Schmerzes erfahren habe. Auch er leide darunter, dass sie mit ihm zwangsverheiratet wurde, obwohl sie ihm ein treuer Engel gewesen sei. Sie möge ihm verzeihen.

    Ein Offizier meldet einen Malteserritter aus Rhodos, der um Gehör bitte. Der König fühlt sich nicht in der Lage dazu und bittet Catharina, den Ritter zu empfangen. Sie geleitet den König in sein Schlafgemach und bittet dann den Offizier, den Ritter vorzulassen.

    Es ist Marco. Catharina erschrickt. Doch Marco hat inzwischen erfahren, dass Catharina zur Ehe mit dem König gezwungen wurde und bittet um Verzeihung. In beiden erwacht zwar die alte Liebe. Doch Catharina erinnert Marco an ihre Pflicht und Marco erklärt, dass auch er jetzt durch sein Gelübde gebunden sei. Er komme nur, um dem König eine Dankespflicht für seine Rettung zu erfüllen. Dann klärt er sie auf, dass des Königs Leben bedroht sei.

    In diesem Augenblick tritt Onofrio mit dem Ausruf „Zu spät“ ein. Wir erfahren von ihm, dass man dem König langsam wirkendes Gift verabreicht habe, um Zypern an Venedig zu binden und den Thron für Onofrio selbst freizumachen. Als Catharina droht, die Tat zu enthüllen, bedroht er sie seinerseits damit, er werde öffentlich machen, dass sie einen Liebhaber habe. Von diesem sei der König vergiftet worden. Wer wolle sie nun retten?

    Der König, der schon während der Szene eingetreten ist, ruft: „Ich“. In einem Quartett verfluchen der König, Catharina und Marco den Frevler, während Onofrio immer noch meint, er könne das Reich nach dem Tod des Königs für sich beanspruchen.

    Onofrio bekennt nun, dass die Flotte Venedigs schon zur Eroberung bereitstehe und nur auf ein Zeichen von ihm warte. Marco will sich mit gezücktem Schwert auf Onofrio werfen. Doch der König gebietet Einhalt, er ruft Wachen herbei und lässt Onofrio festnehmen, während dieser immer noch an den Sieg Venedigs glaubt. Marco stellt sich auf die Seite des Königs, während man von draußen Kriegslärm hört.


    2. Bild: Im Hafen von Nikosia

    Die königlichen Truppen haben gesiegt. Das Volk jubelt dem König und Marco zu.

    Doch des Königs letzte Stunde hat geschlagen. Sterbend übergibt er das Regiment an die Königin und das Volk wirft sich vor ihr nieder. Mit einem Hymnus auf den toten König endet die Oper.

    Vielleicht sollte man das Buch doch kaufen. Evtl. hat man bisher etwas verpaßt, z.B. könnten Jochanaan oder Don Giovanni schwul gewesen sein, oder Carmen lesbisch.


    Herzlichst La Roche

    Lieber LaRoche,


    sie werden dir sicherlich noch weitere Verrücktheiten "andrehen" wollen, obwohl es schon verrückte Ideen genug gibt. Mein Geld ist mir für so etwas zu schade. Wir verpassen sicherlich nichts. Mögen sich die damit beschäftigen, die etwas zu verpassen fürchten.


    Liebe Grüße

    Gerhard