Beiträge von Gerhard Wischniewski

    Mich würde Interessieren, liebe Caruso, ob aus dem Werk, das ich nur als Ballett kenne, eine Opernversion erarbeitet wurde? Ich habe mal das Ballett gesehen im fernen Sibirien und war sehr angetan. In Deutschland sind mir keine Aufführungen bekannt geworden. Wenn ja, hätte ich sie mir u. U. nicht entgehen lassen.


    Lieber Rheingold,


    ich kenne es auch nur als Ballett und habe es schon viele Jahre auf DVD , getanzt vom Bolschoi-Theater. Mir hat es so gut gefallen, dass ich es auch Freunden, bei denen sich die Freundin ein wenig für Ballett interessierte, aber der Freund kaum für Klassik zu begeistern war, geschenkt habe. Aber auch der Freund war davon sehr angetan. Ich habe es in dieser recht preisgünstigen Ausgabe

    Bei jpc gibt noch andere Ausgaben, auch auf CD in einer Märchenbearbeitung. Mich würde es allerdings auch interessieren, ob es das auch als Oper gibt. Ausgeschlossen ist das ja nicht, so wie es auch z.B. von der Oper "Ruslan und Ludmila" eine Ballettversion mit der Musik von Glinka gibt, die ich in einer Aufführung des Kreml-Ballets besitze.

    Wenig bekannt ist auch das Ballett von Prokofjeff "Iwan, der Schreckliche" das ich ebenfalls in dieser Ausgabe dieser Ausgabe habe. Vielleicht gibt es da auch eine entsprechende Oper, die ich noch nicht kenne.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Eine Warnung für die Anhänger von werkgerechten Inszenierungen , bitte das von Orfeo verlinkte Video nicht anschauen.

    Ich frage, was diese Warnung überhaupt sollte. Am Titel "Covid" ist m.E. eindeutig erkennbar, dass es sich hier nicht um "Cosi van tutte", sondern um eine Parodie handelt, die vielleicht teilweise Mozarts Melodien verwendet. Hier weiß ich, was ich zu erwarten habe. Ob ich mir das ansehen will oder nicht, kann ich von vornherein entscheiden. Und wenn ich mir so etwas bewusst anschaue, darf ich mich doch nicht "verar...t" fühlen. An "Covid fan tutte" habe ich aber gedacht, als ich Teile der Salzburger Inszenierung von Mozarts Oper aus diesem Jahr gesehen habe.

    Hat Rodolfo bei der Warnung vielleicht tatsächlich gedacht, dass es sich hier um eine Inszenierung von "Cosi fan tutte" handelt?


    Gerhard

    Lieber La Roche,


    auch ich hatte im Leben nicht die Möglichkeit und auch jetzt noch nicht die Finanzen, wegen der Oper in alle Welt zu reisen, wobei wir ja auch zu zweit alles unternehmen und bei weiteren Zielen eben, wie du es auch ausführst, mindestens eine Übernachtung mit in Kauf nehmen müssen. Und da nur meine Frau fährt, konnte ich ihr auch solche Strecken oder den Verkehr in einer Stadt nicht zumuten. Also hätten wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zusätzlich eine erhebliche An- und Rückreisezeit in Kauf nehmen müssen. So konnte ich nur hier und in der näheren Umgebung in die Oper gehen, oder - wenn wir zufällig in der Nähe einer größeren Spielstätte in Urlaub waren (z.B. 4 Jahre an Bodensee, an dem wir damals - als in Bregenz noch vernünftige Inszenierungen stattfanden - wegen der Kinder in den Ferien Urlaub machen mussten, oder einmal am Gardasee, als wir gerade noch die letzte Vorstellung der Saison in Verona sehen konnten). Da hier damals vielfach Gastspiele osteuropäischer Bühnen stattfanden, gab es auch schon mal diese oder jene selten gespielte Oper.

    Da ich daran interessiert bin, möglichst vieles kennenzulernen, habe ich viele seltener gespielte Opern in erster Linie durch die CD und DVD kennengelernt. Das Meiste habe ich mir selbst und durch Austausch mit Freunden aus dem Fernsehen bzw. dem Internet heruntergeladen. Etwa 1/3 meiner Sammlung habe ich günstig auf Kauf-DVD erstanden oder mir zu bestimmten Gelegenheiten schenken lassen. Heute kommt das Opernhaus in der Regel nicht mehr infrage, wenn ich nicht völlig sicher bin, dass die angekündigte Oper auch wirklich gespielt wird. Hinzugekommen ist aber das Kino, was jedoch in der nächsten Zeit auch schwierig sein wird. Also verlege ich mich zur Zeit weitgehend aufs Heimkino mit Beamer und Großleinwand.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Anmerkungen

    Die Inhaltsangabe wurde nach dem in der Sammlung „Tutti i Libretti di Donizetti“ enthaltenen Libretto verfasst. Das Libretto wurde mehrmals bearbeitet u.a. 1835 von Jacopo Ferretti für eine Aufführung in Turin. Es gibt auch eine französische Fassung von Adolphe de Leuven unter dem Titel „Élisabeth ou La fille de l'exilé“ (bzw. „La fille du proscrit), in der vor allem größere Änderungen im dritten Akt vorgenommen wurden.

    Das Werk mit seinen spektakulären Bühneneffekten (vor allem im zweiten Akt) war sehr erfolgreich und erlebte nach der Uraufführung noch zahlreiche weitere Aufführungen. Es gab auch Aufführungen - wie z.B. die bereits genannte in Turin - sowie in Florenz, Mailand, Livorno und anderen italienischen Theatern. Die für Paris gedachte französische Fassung wurde wohl zu Lebzeiten Donizettis dort nicht aufgeführt.

    Die Partitur war lange vergessen. 1984 wurden der erste und dritte Akt der französischen Fassung, 1986 auch der zweite Akt im Keller des Royal Opera House gefunden, dem Donizetti die Partitur angeboten hatte. Eine (halbszenische) Aufführung fand 2003 beim Caramoor Summer Music Festival in Katonah im Staat New York statt.

    Eine Aufzeichnung auf CD oder DVD habe ich nicht gefunden. Allerdings gibt es auf youtube verschiedene Ausschnitte zu hören.

    Gaetano Donizetti ( 1797 – 1848 )

    Otto mesi in due ore ossia Gli esiliati in Siberia

    (Acht Monate in zwei Stunden oder Die Verbannten in Sibirien)


    Melodramma romantico in drei Akten

    Libretto: Domenico Gilardoni

    Originalsprache: Italienisch


    Uraufführung: Neapel 1827


    PERSONEN DER HANDLUNG

    Der Zar, Tenor

    Der Großmarschall, Bass

    Graf Stanislao Potoski, Tenor

    Gräfin Fedora, seine Gattin, Mezzosopran

    Elisabetta, ihre Tochter, Sopran

    Maria, Elisabettas Kindermädchen, Mezzosopran

    Michele, ihr Sohn, Kurier des Zaren, Tenorbuffo

    Iwano, ehemals Bojar 1), jetzt Fährmann am Kama 2), Bariton

    Alterkhan, Oberhaupt eines Tartarenstammes, Bass

    Orzak, ein weiteres Tartarenoberhaupt, Tenor

    Ritter,Tartaren, Bergsteiger, Bauern, Soldaten


    Ort und Zeit der Handlung: Saimka 3), am Kama und in Moskau, frühes 18. Jahrhundert


    VORGESCHICHTE

    Graf Potoski ist aufgrund einer Verschwörung des Großmarschalls und des Bojaren Iwano zu Unrecht nach Sibirien verbannt worden und lebt dort seit Jahren im Dorf Saimka mit Frau Fedora, Tochter Elisabetta, die inzwischen erwachsen ist, und deren ehemaligem Kindermädchen Maria. Maria hat auch einen Sohn, den sie damals verlassen musste, der es aber inzwischen zum Kurier des Zaren gebracht hat.


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT

    Innenraum einer armselig ausgestatteten Holzhütte

    Die Gräfin Fedora und Maria warten mit Bangen auf die Heimkehr des Grafen Potoski und seiner Tochter Elisabetta, die sich auf die Jagd begeben haben. Bauern kommen, um den Geburtstag Elisabettas zu feiern. Schließlich trifft auch der Graf ein, jedoch ohne die Tochter, die sich nach seiner Aussage unterwegs von ihm getrennt habe. Potoski schickt die Bauern, sie zu suchen. Inzwischen unterhalten sich Potoski, Fedora und Maria über das etwas trotzige und wagemutige Mädchen. Maria versucht den Grafen und seine Gattin zu beruhigen. Sie werde ihren Sohn Michele einschalten und sie werden ihren Ruhm und ihre Güter wieder erhalten.

    Dann kommt auch Elisabetta. Sie bittet ihre Eltern, nicht so ängstlich zu sein. Wer kann schon der Jagdleidenschaft widerstehen? Als die Jagd vom Wege abgekommen sei, sei sie nicht nur gelaufen, sondern „geflogen“, um nach Hause zu kommen. Für die anderen Anwesenden nicht vernehmlich, erfahren wir von Maria, dass sie (insgeheim) ein kühnes Vorhaben plant.

    Auf den Tadel ihrer Mutter äußert sie, dass sie wisse, wie man Gefahr vermeidet. Man spricht über Elisabettas Geburtstag und die Bauern, die ihr gratulieren wollten. Elisabetta sagt, dass sie die Bauern getroffen habe und diese mit ihr zurückkehren wollten. Aber da sei der neue Gouverneur erschienen und die Bauern mussten ihm folgen. Nun befürchtet man neue Repressalien und kommt auf die Verbannung und den Bojaren Iwano zu sprechen, der falsche Gerüchte über den Grafen Potoski verbreitet habe. Elisabetta forscht weiter nach, ob es keine Fürsprecher gebe. Sie erfährt, dass jeder bestraft werde, der einen solchen Versuch wagen würde. Zwar bestrafe man keine Frauen, aber welche Frau könnte eine solche Fürsprache riskieren, da sie so weit von Moskau entfernt wären.

    Da trifft Michele, der Sohn Marias, ein. Er berichtet, wie er es in der Zeit der Trennung von seiner Mutter zum Kurier des Zaren gebracht habe. Michele schildert auch seine Erkundungen, die er gemacht hat. Er berichtet unter anderem, dass der Bojar Iwano, der die ungerechte Verbannung der gräflichen Familie mit verschuldet hatte, inzwischen in Ungnade gefallen ist. Schließlich äußert Elisabetta, dass sie mit Michele allein sprechen möchte. Als ihre Mutter, die Gräfin Fedora, sie auffordert, mit ihr zu kommen, um für das Wohl des Gastes zu sorgen, bittet Elisabetta, bleiben zu dürfen. Fedora nimmt stattdessen Maria und ihren Gatten mit.

    Mit Michele allein geblieben, trägt Elisabetta ihm ihren Plan vor: Sie wolle sich auf den Weg zum Zaren begeben, um dort die Unschuld ihrer Eltern zu beweisen und um Gnade zu bitten. Michele solle sie bis nach Tobolsk 4), wo er zu tun habe, mitnehmen. Den Rest des Weges werde sie sich allein durchschlagen. Michele warnt sie vor den Gefahren einer solch weiten Reise, verspricht ihr aber schließlich, sie mitzunehmen und gegenüber den Eltern und seiner Mutter zu schweigen. Dann geht er.

    Elisabetta schreibt einen Abschiedsbrief an ihre Eltern. Dabei überrascht sie ihr Vater. Sie fleht ihn an, ihr die Bitte zu gewähren, ihre Reise antreten zu dürfen. Aber Potoski weigert sich und geht, um Fedora herbeizuholen.

    Michele erscheint noch einmal am Fester und berichtet Elisabetta, dass er schon in einer Stunde abreisen müsse.

    Potoski kommt mit Fedora und Maria herein. Fedora befiehlt Maria, das Haus abzuschließen und den Schlüssel ihrem Mann zu übergeben. Potoski und Fedora versuchen, Elisabetta zu beruhigen und nehmen sie mit aus dem Zimmer.

    Inzwischen klopft Michele an die verschlossene Tür. Maria, die das Geheimnis nicht durchschaut, öffnet ihm schließlich das Fenster, durch das er hereinkommt.

    Elisabetta schleicht herbei und bittet darum, leise zu sein. Maria kann sie nicht davon abbringen, mit ihrem Sohn zu gehen. Beide entfernen sich durch das Fenster.


    ZWEITER AKT

    Wilde Berggegend am Fluss Kama mit einer Schilfhütte und einem aus Brettern gebildeten Grabhügel

    Iwano trauert am Grab seiner Tochter. Seine Schuldgefühle, Freunde verraten zu haben, lassen ihn nicht los. Schließlich geht er in seine Hütte.

    Elisabetta, nun von Michele getrennt, erscheint – stark geschwächt – am anderen Ufer. Iwano holt sie über den Fluss und bietet ihr etwas von seiner kargen Nahrung an, um sie zu stärken.

    Dann befragt Iwano Elisabetta über ihre Reise. Sie erklärt, dass sie aus Saimka komme und nennt ihren Vornamen. Iwano würde sie, die er elternlos vermutet, gerne bei sich behalten und sie anstelle seiner gestorbenen Tochter aufnehmen.

    Doch sie erzählt ihm, dass sie sich auf diesen weiten und gefahrvollen Weg gemacht habe, um ihre Eltern zu rehabilitieren. Da kommt in Iwano ein böser Verdacht auf. Als sie dann den Namen ihres Vaters nennt, bekennt der einstige Verschwörer ihr seine Schuld und fleht sie um Vergebung an. Von fern hört man die Tartaren heranmarschieren. Als diese sich nähern, umarmt Elisabetta Iwano als Zeichen ihrer Vergebung. Dann versteckt er sie in seiner Hütte.

    Die Tartaren erscheinen am gegenüberliegenden Ufer und lassen sich von Iwano übersetzen. Vor einem Raubzug, den sie vorhaben, wollen sie – da ein Sturm bevorsteht – erst einmal hier Rast machen und ein Zechgelage abhalten. Dabei singen sie ein tartarisches Trinklied. Das gefällt Iwano verständlicherweise nicht. Als der Anführer Alterkhan dann noch nach seinen Lebensumständen fragt, gibt er an, hier allein zu wohnen. Doch der zweite Anführer Orzak hat das Mädchen in der Hütte entdeckt und Alterkhan verlangt, dass Elisabetta vorgeführt wird.

    Iwano will ihnen den Zutritt verweigern, doch sie überwältigen ihn. Elisabetta kommt schreiend aus der Hütte und bittet um Gnade für Iwano. Als die Tartaren wissen wollen, wer das Mädchen sei, bekennt Iwano, dass sie auf dem Wege sei, ihre Eltern aus der Verbannung zu retten, in die sie durch seine Schuld geraten seien. Die Tartaren bewundern Elisabettas Mut und bieten ihr Geld und Geleit an. Doch sie lehnt beides ab und will allein weitergehen. Dann entfernen sich die Tartaren.

    Der Sturm beginnt. Iwano will sofort einen Brief schreiben, in dem er seine Schuld bekennt. Elisabetta verspricht, dass sie alles tun werde, um Gnade für ihn zu erwirken. Das Unwetter nimmt zu und der Fluss steigt über die Ufer. Da das Fährboot abgetrieben wird, kann sich Elisabetta nur auf der hochgeschwemmten Holzabdeckung des Grabes durch die Fluten retten. Iwano wird von Bergsteigern in Sicherheit gebracht.


    DRITTER AKT

    Innenhof des Kreml in Moskau

    Der Großmarschall wandelt, in trübe Gedanken versunken, auf dem Hof umher: Wird der neue Zar, der sich um die kleinsten Dinge kümmere, hinter das Komplott kommen, das er gegen Potoski angezettelt hatte? Aber wer könnte ihn verraten außer Iwano, den er ja aus dem Palast verbannt hat? Was mag der Kurier Michele, der gerade ankommt, herausgefunden haben?

    Der Großmarschall befragt Michele, wieweit er mit seinen Erkundigungen gekommen sei, ob er etwas über Potoski gehört habe und ob dieser noch lebe. Doch er erhält nur ausweichende Antworten. Wütend lässt er Michele stehen.

    Auch Elisabetta ist endlich angekommen. Sie trifft Michele, der die völlig Erschöpfte und Abgemagerte, die er tot wähnt, erst nach einem kurzen Gespräch erkennt.

    Dann erzählt Michele ihr von seiner Überfahrt über den Fluss Kama, wo er von den Tartaren hörte, dass sie wahrscheinlich in den Fluten umgekommen sei.

    Er habe auch Iwano getroffen, der ihm sterbend ein Papier für sie mitgegeben habe. Dieses überreicht er Elisabetta, die darin erfreut den Beweis der Unschuld ihres Vaters erkennt. Damit möchte sie sofort zum Zaren eilen. Michele lässt sie zunächst einmal allein, als er sieht, dass der Großmarschall sich nähert. Er möchte herausfinden, wie dieser sich verhalten wird. Elisabetta verlangt, zum Zaren vorgelassen zu werden. Das sei in dieser Aufmachung vergebens, entgegnet der Großmarschall. Als sie sich als Tochter Potoskis zu erkennen gibt und sogar gesteht, dass sie ein Geständnis von Iwano besitze, das ihren Vater entlaste, stockt dem Großmarschall der Atem. Er überlegt, wie er sich aus der Bedrohung herauswinden kann.

    In diesem Augenblick eilt Michele – ohne dass er bemerkt wird – herbei und vernimmt, wie der Großmarschall versucht, Elisabetta das Papier abzunehmen unter dem Vorwand, dass er es dem Zar selbst übergeben werde. Er kann verhindern, dass Elisabetta das Geständnis dem Großmarschall aushändigt, indem er es ihr im letzten Moment entreißt. Der wütende Großmarschall will Elisabetta und Michele von den Wachen entfernen lassen.

    Da übergibt ihm Michele ein anderes Papier, dass den Großmarschall erkennen lässt, dass er verloren hat.

    Der Zar nähert sich mit seinem Geleitzug. Elisabetta und Michele verlassen den Raum und der Großmarschall bereitet sich darauf vor, den Zug zu empfangen.

    Der Chor begrüßt jubelnd den neuen Zaren. Dieser verspricht, für das Volk zu sorgen, die Unschuldigen zu schützen und den Verrat zu bestrafen. Den Großmarschall fordert er auf, die Unglücklichen vorzuführen. Dieser holt – vor Furcht zitternd – Elisabetta und Michele herbei. Der Zar, der bereits informiert ist, stellt den Höflingen Elisabetta vor und berichtet zum Erstaunen aller, dass sie sich acht Monate unter größter Gefahr nach Moskau durchgeschlagen habe, um Ihren Vater zu rehabilitieren. Das Papier von Iwano benötige er nicht mehr, da er den Verräter bereits kenne. Er verbannt den Großmarschall und erklärt, dass er das Amt bereits dem von ihm zu Schaden Gekommenen (Graf Potoski) übertragen habe. Dann lässt er Potoski, Fedora und Maria hereinführen, die er bereits nach Moskau hat holen lassen. Nach der Begrüßung klingt die Oper unter Freudenkundgebungen und Jubel für den Zaren aus.


    1) Adelige im Rang unterhalb des Zaren

    2) Nebenfluss der Wolga

    3) Dorf in Sibirien

    4) Stadt östlich des Ural

    Lieber Orfeo,


    danke für den Hinweis auf "Julien" von Gustave Charpentier. Die Oper "Louise" kenne ich aus einer Inszenierung der Opera National de Paris, habe diese Inszenierung auf DVD und habe 2013 eine ausführliche Inhaltsangabe in unseren Opernführer gesetzt. Die Geschichte einer Arbeiterfamilie, die aus Egoismus und ängstlicher Elternliebe, ihrer erwachsenen Tochter das Recht auf Eigenleben mit Gewalt vorenthält, ist auch eher eine Rahmenhandlung, in der vor allem die Atmosphäre in dem eng beschränkten Gedankengut des Elternhauses, aber auch die die Wonnen des Pariser Lebens die Hauptrolle spielen.

    Den Inhalt der Oper "Julien" habe ich damals im großen Handbuch der Oper von Hein Wagner zwar gelesen, kannte aber bisher die Oper selbst nicht. Ich habe mir einmal das französischen Libretto heruntergeladen und werde versuchen, aus dieser - wie es scheint - Art Traum- und Seelengeschichte eine ausführlichere Inhaltsangabe zu fertigen. Aber zunächst möchte ich mein Vorhaben verwirklichen, mich durch die noch fehlenden Opern aus Donizettis Frühwerk "durchzukämpfen", was sicher noch bis Ende diese Jahres dauern wird.


    Sehr gerne würde ich auch mal Smetanas "Dalibor", "Libusa" oder "die Teufelswand" sehen, oder von Dvorak "Die Teufelskäthe" oder "der Jakobiner". Ich mag eigentlich dramatische Opern.

    Immerhin habe ich aber schon "Ero der Schelm" von Gotovac gesehen und vor allem "Oedipe" von Enescu. Besonders von letzterem war ich begeistert, was sicher auch an der phantastischen Inszenierung in Gera lag.


    Herzlichst La Roche

    Lieber La Roche,


    Smetanas "Libuse" und Dvoraks "Cert a Káca (Teufelskäthe)" sowie auch "Jakobín" habe ich auf DVD in sehr ansprechenden Inszenierungen (Jakobín in einer Filmaufnahme). Vor allem die Teufelskäthe, die wir uns vor einiger Zeit bei uns über den Beamer auf Großleinwand angesehen haben, hat uns und Freunden sehr viel Spaß gemacht..

    "Dalibor" und die "Teufelswand" kenne ich auch (noch) nicht.

    Von Enescu kenne ich bisher nur 3 Sinfonien, 3 Suiten und die beiden Rumänischen Rhapsodien. Man hat garnicht die Zeit und Muße, alles das kennenzulernen, was man gerne noch kennenlernen möchte.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Orfeo,


    die Oper "Halka" von Stanislaw Moniuzsko kenne ich zwar, muss aber zugeben, dass ich die anderen von dir genannten bisher nicht kenne. Danke für den Hinweis und die Inhaltsangaben. Die von dir genannten Opern sind noch nicht in den Handbuch von Heinz Wagner von 2006 mit ca. 2500 aufgeführt (aber vielleicht aber in der letzten Ausgabe von 2011). Das mir vorliegende Handbuch nennt aber noch zwei andere Werke: "Hrabina = Die Gräfin" und "Strasny Dwór"= Das Gespensterschloss". Auf youtube gibt es zumindest noch eine Tonaufnahme von Strasny Dwor, die ich mir aber noch nicht angehört habe.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Ich habe ja immer die Hoffnung, dass die Perlen der deutschen Spieloper wieder geschätzt werden. Die Corona-Zeit gibt da einige Hoffnung, denn an einer ganzen Zahl Theatern feiern plötzlich "Wildschütz" und seine schöne Schwester "Martha" usw. wieder Auferstehung. Wahrscheinlich sind sie in dieser Zeit leichter zu realisieren. Diese melodiösen Werke werden in Deutsch gesungen. Wie erholsam und entspannend für uns älteres Publikum. Nicht mit Problemen konfrontiert zu werden. Nur genießen - wie schön!!!:hello:

    Herzlichst

    Operus (Hans)

    Lieber Hans,


    ich glaube auch, dass jüngeres Publikum es schätzen würde, wenn es nicht immer mit künstlich erzeugten Problemen in den krampfhaft versuchten "Aktualisierungen", dazu noch in einer Sprache, die sie nicht verstehen, konfrontiert würden. Ich glaube, die meisten von uns haben erst einmal über die deutschen Versionen nach den echten Libretti zur Oper gefunden. Und das dürfte bei der heutigen Jugend auch kaum anders sein.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Zwar hat mir der Musikunterricht am Gymnasium die erste Anregung zur Beschäftigung mit der Oper gegeben (zu Hause wurde Klassik nicht geschätzt). Aber sicherlich hat auch die damals noch weitgehend verwendete deutsche Sprache mit dem Ausschlag gegeben, dass ich mich damals auch näher für Opern ausländischer Komponisten zu interessieren begann. Heute höre ich sie lieber im Original, weil vieles in der Originalsprache - vor allem in der französischen und italienischen Sprache - weit glatter und eleganter klingt als in der deutschen Übersetzung, wie Chrissy es an Beispielen gezeigt hat. ich könnte eine Reihe Beispiele hinzufügen. Das gilt gerade auch für die "Carmen", die ich zunächst auch in deutscher Sprache kennenlernte

    Auch das Duett aus der verkauften Braut, das Operus erwähnt, klingt für mich in tschechischer Sprache durchaus gut, weil ich mich - soweit möglich - vor den Hören einer Oper auch mit dem Textbuch in deutscher Sprache beschäftige (die slawischen Sprachen beherrsche ich nicht). Andererseits habe ich beim Studium französischer Operntexte häufig auch festgestellt, dass der Wortwitz in deutscher Übersetzung nicht so zum Tragen kommt.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Es wäre aber doch auch möglich, dass sich jemand anhand einer solchen DVD auf den Opernbesuch vorbereiten möchte. Sei doch also bitte nicht so kleinlich!

    Ach weißt du, liebe Mme Cortese, auf die Bemerkungen solcher Leute, die sonst nichts zu tun haben, als an anderen Mitgliedern herumzumäkeln, gebe ich schon lange nichts mehr. Lass ihnen ihren Spaß, Sie entblößen sich doch nur selber. Und ich habe wieder etwas zum Lachen. Auch bei ihnen ist es ja immer wieder üblich, den Sinn verschiedener Themen bis zur Unkenntlichkeit zu zerreden. Hier hatte mein Hinweis auf die Aufnahmen von "Mazeppa" ja durchaus den Sinn, dass es noch andere Inszenierungen aus neuerer Zeit davon gibt und passte zu der von Caruso angeschnittenen Oper.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Eine sehr schöne Aufnahme von Tschaikowskis "Mazeppa" die ich auf DVD habe ist in folgender Sammlung enthalten, die auch Prokofieffs "Die Verlobung im Kloster" und Borodins "Fürst Igor" enthält, die ich in diesen Inszenierungen ebenfalls besitze. Für den angegebenen Betrag finde ich die Sammlung recht preiswert.

    Ob es sie zur Zeit auf Einzel-DVD gibt, entzieht sich meiner Kenntnis

    Die genannte Aufnahme von Mazeppa kann man sich auch auf youtube ansehen:

    Dass sich einige Befürworter dieser Verhunzungen von Meisterwerken hier wieder melden würden, habe ich schon erwartet. Gerade für sie habe ich diese Worte gewählt, damit sie wieder etwas zu sagen wissen. Und sie werden, wenn man eine Sache verurteilt, auch sofort wieder persönlich. Sehr amüsant! Mich stört's nicht und ich fühle mich davon keineswegs berührt.

    Man kann diese Verunstaltungen der Meisterwerke nicht scharf genug kritisieren. Ich nehme kein Wort davon zurück.


    Gerhard

    Ja, ja, der Verunstaltungsvirus springt leider auf alle Welt über. Die Regisseutstheaterpandemie ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Einfallslosigkeit kennt keine Grenzen. Unsere armen Nachkommen haben sicherlich künftig kaum noch Chancen, etwas aus der Vergangenheit kennen zu lernen. Sie bekommen dann nur noch modisches Fressen, reduziert auf Sex und Banalitäten, und werden immer einseitiger und ungebildeter. Ich hoffe für dich, dass es künftig für dich in Liberec wenigstens noch einige Inszenierungen gibt, für die du mit ruhigem Gewissen dein Geld ausgeben kannst.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Anmerkungen:

    Wegen der ihm in Rom zur Verfügung stehenden unzureichenden Besetzung, musste Donizetti die Rolle des Camillo mit einem Contraalt besetzen. Auch die Primadonna der Uraufführung war der Rolle nicht gewachsen. So wurde die Oper recht kühl aufgenommen. Dennoch blieb sie einige Zeit im Spielplan. Für die Aufführung in Neapel im gleichen Jahr arbeitete Donizetti die Rolle des Camillo für Tenor um. Sie wurde über längere Zeit mit einigem Erfolg (u.a. in Mailand und Parma) aufgeführt.

    Die Oper wurde bis 1869 auch an anderen Opernhäusern in Europa aufgeführt (London, Barcelona, Bastia, Lissabon, Berlin, Wien). Im 20. Jahrhundert wurde sie erst 1980 in Barga (Toskana) wieder aufgenommen.

    Eine Aufnahme aus den Teatro Sociale in Bergamo 2016 gibt es auf CD, DVD und Blue-ray

    Auf CD gibt es noch weitere Aufnahmen (Barga u.a)

    Auf youtube kann man sich verschiedene Ausschnitte anhören und ansehen, u.a. aus Bergamo

    Gaetano Donizetti ( 1797 – 1848 )

    Olivo e Pasquale


    Opera buffa in zwei Akten

    Libretto: Jacopo Ferretti

    Originalsprache: Italienisch


    Uraufführung: Rom 1827


    PERSONEN DER HANDLUNG

    Olivo, ein Kaufmann, Bariton

    Pasquale, sein Bruder, Kaufmann, Bass

    Isabella, Tochter von Olivo, Sopran

    Camillo, junger Kaufmannsgehilfe, Contraalt (in der Überarbeitung für Neapel > Tenor)

    Matilde, Dienerin Isabellas, Mezzosopran

    Le Bross, Kaufmann aus Cadiz, Tenor

    Columella, ein älterer, etwas törichter Mann, Bassbuffo

    Diego, Hausdiener der beiden Brüder, Bariton

    Junge Kaufleute, Seeleute, Diener


    Ort und Zeit der Handlung: Lissabon, 19. Jahrhundert


    VORBEMERKUNG

    Olivo und Pasquale, die gemeinsam ein gut gehendes Kaufmannsgeschäft betreiben, sind zwei ungleiche Brüder. Olivo ist brutal, Pasquale hingegen ist schüchtern und möchte allen gefallen. Isabella, die Tochter von Olivo, liebt heimlich den jungen Angestellten Camillo. Doch ihr Vater möchte sie mit Le Bross, einem reichen Kaufmann aus Cadiz, verheiraten, der sie aber noch nicht kennt.

    Um Olivo von dem Verhältnis Isabellas zu Camillo abzulenken, setzt die Dienerin Matilde im späteren Verlauf der Handlung das Gerücht in die Welt, seine Tochter sei in den alten, etwas törichten Columella verliebt. Dies führt in der Folge zu allerlei kuriosen Verwechslungen.

    Die Oper setzt zu dem Zeitpunkt ein, als man die Ankunft von Le Bross erwartet.


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT

    1. Bild: Gemeinschaftsraum im Hause der beiden Brüder

    Der Gehilfe Camillo flucht über eine Berechnung, die er nicht zustande bringt. Er zerreißt das Papier und tritt mit den Füßen darauf herum. Die Dienerin Matilde, die gerade die Schreibtische abstauben will, verspottet ihn. Wer so verliebt sei wie er, könne natürlich keine vernünftigen Gedanken zu Papier bringen. Er fürchtet, dass er seine Geliebte Isabella, die Tochter Olivos verlieren könnte, weil ihr brutaler Vater sie mit einem anderen verkuppeln wolle. Matilde versucht, den Verzweifelten zu trösten. Olivo habe doch den sanftmütigen Bruder Pasquale. Leider hätten sie es mit zwei "Verrückten" zu tun. Aber der Bräutigam sei ja noch nicht da und damit noch nicht alles verloren. Da hört man von Nahem Olivo schreien: “Beeilung, Beeilung“. Camillo bemüht sich nun, die Berechnung sorgfältig zu erstellen und Matilde nimmt schnell ihre Arbeit wieder auf.

    Olivo stürmt mit Dienern wütend herein und beschimpft diese. Er zahle für ihre Trägheit und müsse sich um alles selbst kümmern. Ständig müsse er sie kontrollieren. Camillo und Matilde treibt er ebenfalls zu mehr Tempo an. Auch auf seinen Bruder Pasquale ist er nicht gut zu sprechen. Dann nähert sich zudem noch unterwürfig der alte, etwas törichte Columella und verwechselt Matilde mit Isabella. Matilde erklärt, dass Isabella noch im Bett liege. Olivo wird zunehmend wütender; und die anderen machen sich über Columella lustig.

    Junge Kaufleute präsentieren Olivo verschiedene Muster, Briefe und Ähnliches; gleichzeitig wird er auch von Columella bedrängt. Dadurch gerät Olivo immer mehr außer sich. Dann nimmt er die Briefe und wundert sich, dass keiner von Le Bross dabei ist, dem Kaufmann aus Cadiz, den er als Isabellas Bräutigam vorgesehen hat. Er will den Diener Diego zum Hafen schicken, damit der die ankommenden Schiffe beobachte und ihn benachrichtige, wenn Le Bross eingetroffen sei. Doch da drängt sich Columella diensteifrig vor und eilt fort, um die Ankunft zu beobachten und später zu melden. Olivo lässt noch einmal eine Beschimpfung auf Camillo und Matilde los. Dann begibt er sich mit Diego und den jungen Kaufleuten hinaus, um sich das, was sie mitgebracht haben, anzusehen.

    Während Matilde sich über den Trubel, den Olivo hervorgerufen hat, lustig macht, ist es Camillo sterbensübel. Dieser Fremde bringt ihn außer sich. Matilde tröstet ihn: Vielleicht würde ein Unwetter auf See die Ankunft des unerwünschten Nebenbuhlers noch verhindern. Dann gesellt sich Isabella zu ihnen. Sie schwört Camillo die Treue. Doch da sind auch die Furcht vor ihrem Vater und die Bedenken, dass ihnen ihr Onkel Pasquale, der sich gerade nähert, kaum nützen könne. Matilde verspricht, den beiden zu helfen, soweit es in ihrer Macht stünde.


    Pasquale, noch im Schlafrock, bleibt schüchtern an der Tür stehen. Matilde schwärmt davon, welch ein schöner Mann der Eintretende wohl in seiner Jugend gewesen sein mag. Wenn der künftige Bräutigam (der hoffentlich nicht ankommen werde) ihm ähnlich sei, könne Isabella zufrieden sein.

    Inzwischen ist Pasquale langsam hereingekommen. In einer langen Arie lobt er zunächst die Arbeit der drei Anwesenden (Isabella, Matilde, Camillo). Dann plaudert er darüber, wie fleißig er in seiner Jugend gelernt habe, was er jetzt aber aufgegeben habe. Schließlich spricht er Isabella auf ihre schlechte Laune an, die er darauf zurückführt, dass noch keine Nachricht von ihrem Bräutigam eingegangen sei. Dann werde der wohl persönlich nach Lissabon kommen. Pasquale versteht die trübe Stimmung nicht, in die Isabella und Camillo verfallen sind. Da hört man Olivo mit lauter Stimme nach Pasquale rufen. Die beiden Mädchen verschwinden, und Camillo begibt sich hinaus ins Geschäft. Pasquale wundert sich, dass plötzlich alle so schnell verschwunden sind. Als Olivo noch einmal laut nach ihm schreit, begibt auch er sich langsam fort.


    2. Bild: Eine Caféterrasse am Hafen

    Matrosen kommen und freuen sich, nach einem überstandenen Sturm jetzt wieder eine leichte Brise an Land zu erleben. Dennoch preisen sie das Leben als Seefahrer. Auch Le Bross ist froh, die Fahrt überstanden zu haben. Aber er zweifelt, ob die ihm von Olivo schriftlich angepriesene Braut ihn wohl lieben werde. Er wünscht sich eine Frau mit warmem Herzen und echter Zuneigung und werde keine „Katze im Sack“ kaufen. Er habe ein großes Vermögen, werde es aber nicht ausgeben, wenn er nicht geliebt werde. Dann bestellt er sich einen Kaffee.

    Columella führt Olivo und Pasquale zu Le Bross. Dieser bezahlt mit einer größeren Münze und lässt sich den Rest nicht herausgeben, was Pasquale lobt, aber Olivo zu der Bemerkung verleitet, dass Le Bross sein Geld wegwerfe. Als Le Bross sich erkundigt, wer dieser Mann (Columella) sei, der sich so sonderbar aufführe, erklärt ihm Olivo, dass es ein Langweiler sei, den er künftig nicht mehr in seinem Hause sehen wolle. Pasquale preist ihn jedoch als eine „Perle“. Dann kommt man auf Isabella zu sprechen, die alle drei in den höchsten Tönen loben. Le Bross' Vorfreude ist groß. Pasquale aber freut sich darauf, dass dutzendweise Kinder geboren werden, die er dann alle in seinen Armen halten kann.


    3.Bild: Gemeinschaftsraum wie Bild 1

    Isabella tritt lesend ein. Sie hat jedoch nichts gefunden, was sie von ihrer Betrübnis ablenken könnte und wirft das Buch weg. Matilde kommt und redet ihr gut zu: Ohne Isabellas Einverständnis werde keine Hochzeit stattfinden. Isabella aber droht an, dass sie sich töten werde, wenn sie Camillo nicht bekäme. Diego kündigt den Hausherrn an und alle laufen davon.

    Es ist jedoch Pasquale, der Le Bross in das Haus einführt. Er zeigt ihm die antike Einrichtung. Sie ist von seinem Großvater ererbt und er ist stolz darauf. Das aber interessiert Le Bross weniger: Wenn die Braut auch so antiquiert sei wie die beiden Hausherren, nütze ihm alles andere auch nichts. Doch Pasquale lobt noch einmal das Temperament seiner Nichte und auch das seine, mit dem er als über Sechzigjähriger noch tanzen könne. Das führt er anschließend vor, wobei Le Bross ihn stützen muss, weil er zu fallen droht.

    Da hört man Olivo schon wieder lauthals Befehle und Tadel erteilen. Le Bross ist über das Geschrei sehr verwundert und Pasquale erklärt ihm, dass dies sein cholerischer Bruder sei. Schließlich stampft Olivo mit Diego und Camillo wütend herein. Er hat eine Reihe Papiere in der Hand, die er durchblättert. Als er Le Bross bemerkt, fragt er, ob dieser seine Tochter schon kennengelernt habe. Le Bross verneint und Olivo ruft unwirsch seine Tochter herbei. Camillo erkennt, mit wem er es bei Le Bross zu tun hat, und ist verzagt.

    Isabella eilt herbei und küsst ihrem Vater gehorsam die Hand. Jetzt stellt Olivo seiner Tochter den Bräutigam vor. Sie fällt daraufhin in Ohnmacht, wird aber von Columella aufgefangen.

    Le Bross gefällt das Mädchen zwar, aber er erkennt in dem nun entstandenen Trubel sofort, dass aus der Hochzeit wohl nichts wird. Olivo reißt die Wiedererwachende zur Seite und droht ihr Schläge an, falls sie sich weiterhin so störrisch zeige. Diego ruft zu Tisch. Die Anwesenden hängen ihren Gedanken nach und tauschen noch einige Belanglosigkeiten aus. Dann folgen alle der Aufforderung Diegos und begeben sich zu Tisch.


    ZWEITER AKT

    Gemeinschaftsraum wie Akt 1, Bild 1

    Die beiden Brüder machen sich gegenseitig Vorwürfe. Während Olivo Pasquale einen Narren schilt, kontert dieser, dass sein Bruder brutal sei. Olivo verlangt als Herr des Hauses, dass sich alle seinem Willen fügen. Pasquale hingegen erklärt, dass auch er Herr im Hause sei, aber danach strebe, allen zu gefallen. Man solle Le Bross erst einmal ein paar Worte mit Isabella wechseln lassen, dann werde sich schon alles regeln.

    Olivo holt Le Bross herbei. Inzwischen ist auch Isabella, elegant gekleidet, eingetreten. Olivo will, dass die Hochzeit noch am gleichen Tage stattfinden soll. Nach einer kurzen Ermahnung an Isabella, gehorsam zu sein, geht er den Notar holen. Auch Pasquale entfernt sich und lässt Isabella mit Le Bross allein.

    Es kommt zu einer längeren Aussprache zwischen den beiden. Obwohl Le Bross ihr eine goldene Zukunft verspricht, bekennt Isabella ihm, dass sie ihn nicht lieben könne. Nach einigem Zögern gibt sie schließlich zu, dass sie einen anderen liebe, verrät aber dessen Namen nicht. Le Bross vermutet, dass es jemand aus dem Hause sein müsse, da sie nie ohne Olivo oder Pasquale ausginge. Er hat Mitleid mit ihr und tritt galant zurück. Er werde mit ihrem Vater reden. Weil sie ihm ihm ihre große Angst vor Olivo gesteht, verspricht er, sehr vorsichtig vorzugehen. Isabella fasst Vertrauen zu Le Bross und begibt sich fort in ihr Zimmer. Auch Le Bross verlässt den Raum.


    Matilde, die in die Vorgänge eingeweiht ist, trifft auf Columella. Sie beschimpft ihn und wirft dem völlig Überraschten wider besseren Wissens vor, derjenige zu sein, in den Isabella verliebt sei. Isabella habe dem Fremden alles erzählt und die Hochzeit finde nun nicht mehr statt. Aber er solle abwarten und dann Olivo selbst gestehen, dass er der Rivale sei. Dann geht sie.

    Columella ist erfreut über das unverhoffte Glück. Nun kommt auch Isabella. Columella berichtet ihr, dass Matilde ihm schon alles erzählt habe. Er verspricht ihr, mit ihrem Vater zu reden. Als Olivo sich nähert, verschwindet Isabella schnell.

    Columella versucht Olivo schonend beizubringen, dass die Hochzeit wohl nicht stattfinden werde, weil Isabella einen „treuen Diener dieses Hauses“ liebe. Olivo droht damit, dass er diesen Verräter vom Balkon stoßen werde, wenn er seine Identität herausfinde. Damit lässt er Columella stehen.

    Durch Camillo lässt Isabella fragen, wie die Sache mit ihrem Vater ausgegangen sei. Columella bestätigt ihm, dass er Isabella heiraten werde. Er entfernt sich.


    Olivo zieht Pasquale hinter sich her in den Raum hinein. Olivo ist überzeugt, dass Isabella in Columella verliebt sei, und das bringt ihn in Rage. Pasquale will das noch nicht so recht wahrhaben. Schließlich sehen sie Camillo, und Pasquale schlägt vor, dass dieser der richtige Mann wäre, mit Isabella zu reden und sie zur Vernunft zu bringen. Olivo überträgt ihm sogar seine väterlichen Rechte. Dann verlässt er den Raum. Pasquale redet Camillo noch gut zu, seine Sache geschickt anzufangen. Dann geht auch er.

    Camillo ist nun auch der Überzeugung, dass Isabella ihn zugunsten Columellas verlassen habe. Als Isabella – von ihrem Onkel geschickt – eintritt, macht Camillo ihr die bittersten Vorwürfe und empfiehlt ihr nun, dem Willen ihres Vaters zu folgen und Le Bross zu heiraten. Dann verlässt er sie.

    Isabella bedauert den unglücklichen Columella. Dieser glaubt, dass sie gerufen habe. Er tritt ein und erklärt ihr, dass er beinahe vom Balkon gestürzt wäre. Als Isabella ihn fragt, ob er es getan hätte, weil sie den Fremden heiraten wolle, fällt er vor ihr auf die Knie und fleht sie an, dies nicht zu tun. Le Bross der hinzugekommen ist, glaubt nun auch, in Columella den Liebhaber Isabellas entdeckt zu haben. Isabella jedoch weist Columella von sich, der seinerseits Le Bross den Vorwurf macht, dass dieser die Ursache der Zurückweisung sei.


    Von außen hört man Olivos Stimme. Le Bross fragt Isabella, ob sie selbst mit dem Vater reden wolle, doch sie bittet ihn, dies zu übernehmen. Dann tritt Olivo mit einem Notar ein. Pasquale zerrt Camillo herein. Olivo fragt Camillo, ob er mit Isabella gesprochen habe, was dieser bejaht. Nun, dann könne die Hochzeit ja stattfinden, meint Pasquale. Aber Isabella lehnt ab. Le Bross mischt sich ein und erklärt, dass Isabella einen anderen liebe, nämlich Columella. Columella bestätigt das natürlich sehr gerne. Nun klärt Isabella die Sache auf. Das sei alles ein Missverständnis, sie liebe nur Camillo.

    Auch Le Bross hilft, indem er erklärt, auf Isabella zu verzichten. In einem Ensemble drücken Olivo seine Wut, Pasquale seine Hilflosigkeit, Le Bross seine Bewunderung für den Mut Isabellas, Isabella und Camillo ihre Unsicherheit, was nun passieren werde, und Columella seine Enttäuschung aus.

    Dann droht Olivo Isabella und Camillo Prügel an. Er wendet sich auch an Le Bross mit der Aufforderung, dass er Isabella heiraten müsse, weil er als Vater es so geschworen habe. Doch Le Bross erklärt, dass er noch heute abreisen werde. Isabella und Camillo schwören sich noch einmal Treue. Dann verlassen alle den Raum.


    Olivo und Pasquale kommen mit Matilde wieder zurück. Pasquale befragt sie, ob sie von dem Liebesverhältnis zwischen Isabella und Camillo nichts gewusst habe. Sie tut so, als sei auch sie überrascht. Olivo droht an, dass er ein Exempel, das er nicht näher benennt, statuieren wolle, nimmt seinen Hut und geht fort.

    Matilde äußert nun ihre Ansicht über diesen brutalen Olivo und über den freundlichen und zuvorkommenden Pasquale. Dann eilt sie zu ihrer armen Freundin Isabella. Pasquale fühlt sich von den Lobesworten der Dienerin geschmeichelt.

    Isabella kommt und hofft, bei ihrem Onkel Pasquale Hilfe zu finden. Er schwankt zwischen seinem Mitleid mit ihr und der Solidarität mit seinem Bruder. Er fordert sie schließlich auf, Olivo zu gehorchen. Auch Camillo nähert sich nun und fleht Pasquale an, bei Olivo ein gutes Wort für Isabella und sich einzulegen. Als der Onkel weiterhin unschlüssig ist, drohen die beiden: Wenn er Olivo bis fünf Uhr nicht umgestimmt habe würden sie sich umbringen. Dann eilen sie davon.


    Pasquale will ihnen folgen, wird jedoch von Olivo aufgehalten, der wissen will, was geschehen sei. Als Pasquale nach der Uhrzeit fragt, erfährt er, dass es schon drei Minuten vor fünf ist. Er versucht Olivo umzustimmen, doch dieser bleibt unerbittlich. Es schlägt fünf, man hört einen Schuss und Pasquale fällt in Ohnmacht. Jetzt tauchen auch Matilde, Diego und alle anderen Hausgenossen auf. Der verwirrte Olivo fragt, was passiert sei. Alle berichten im Chor, dass Isabella und Camillo tot seien. Le Bross schilt Olivo einen Tyrannen. Olivo erklärt nun verzweifelt, dass er Isabella lieber mit Camillo hätte verbinden sollen, ehe sie sich das Leben nahmen. Le Bross greift diese Aussage Olivos auf und lässt ihn schwören, dass sie der Wahrheit entspräche. Da er sich nun auf diese Weise abgesichert hat, verspricht er, die beiden Liebenden wieder zum Leben zu erwecken und geht hinaus. Dann bringt er die beiden lächelnd herein. Der erleichterte Olivo vereint das Paar. Isabella redet dem noch immer ohnmächtigen Pasquale gut zu, wieder zu sich zu kommen. Dann stimmen alle den Jubelchor an:


    „Il rigor fu nebbia al vento:

    Tornò pace a scintillar.“

    (Die Strenge war Nebel im Wind:

    Der Frieden ist zurückgekehrt, um zu glänzen)

    In russischen Einträgen auf youtube findet man manchmal Ballette, die bei uns kaum bekannt sind. Weil die Titel in russischer Sprache gehalten sind, findet sie vielleicht nicht jeder. Ich habe gestern auf youtube ein neues, sehr hübsches Märchenballett aus dem Eremitage-Theater St. Petersburg gefunden, das verschiedene Choreografien zu Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski enthält. Die Handlung wird dadurch zusammengehalten, dass ein kleines Mädchen mit Hilfe einer Ballettfee das Ballett für sich entdeckt und dann den Beruf einer einer Ballerina wählt. Eine Empfehlung für Ballettfreunde.

    Ich habe den ins Deutsche übersetzten russischen Begleittext hierunter kopiert. Wer wissen will, welche Musikstücke Tschaikowskis verwendet werden, kann auf "Mehr anzeigen" unter dem Eintrag in youtube klicken und erhält eine Aufstellung (in deutscher Sprache).


    Am 22. August um 19.00 Uhr findet im Eremitage-Theater der Staatlichen Eremitage die Premiere von Tschaikowskys Märchenballett statt.

    Das kleine Mädchen träumt davon, eine Ballerina zu werden. Sie begegnet der Ballettfee, die sie in das magische Land des Tanzes entführt, wo die Figuren ihrer Lieblingsmärchen zum Leben erwachen, die magischen Figuren die geheimnisvolle Sprache des Balletts sprechen und die weißen Schwäne auf der Oberfläche eines nächtlichen Sees schwimmen. Der König und die Königin geben einen luxuriösen Ball im Palast, ein Holzspielzeug Der Nussknacker verwandelt sich in einen schönen Prinzen und tanzt mit dem Mädchen Mascha, umgeben von funkelnden magischen Schneeflocken.

    Aber nicht nur Märchenfiguren werden von einem Mädchen getroffen - die Welt des Balletts ist voll von dramatischen Ereignissen, spannenden Geschichten und Erzählungen. Der junge Romeo erklärt in seiner Liebe zur schönen Julia, desillusioniert im Leben Eugen Onegin wieder leidenschaftlich verliebt in Tatiana, und besessen vom Kartenspiel lernt Hermann das Geheimnis der Macht über die menschlichen Leidenschaften kennen, die die düstere Gräfin beschützt.

    All diese Geschichten und magischen Abenteuer werden durch die Musik des großen russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowsky vereint, die von Anerkennung und Ruhm in der ganzen Welt begleitet wird. Die Schülerin verwirklichte ihren Traum - sie wurde Ballerina!

    "Tschaikowskys Märchenball", ein neues Projekt des Kulturministeriums der Russischen Föderation, des St. Petersburger Kinderballett-Theaters und mit Unterstützung der Stiftung "Gesellschaft zur Wiederbelebung des künstlerischen Russlands 1915", findet im Rahmen des Tschaikowsky-Weltmusikfestivals statt, das dem 180. Jahrestag des großen russischen Komponisten gewidmet ist. Es ist zu einer guten Tradition geworden, eine Aufführung im Hermitage Theatre zu veranstalten. Das Eremitage-Theater war schon immer das Zentrum des fortgeschrittenen Theaterlebens. Auf der Bühne des Hermitage Theatre inszenierte der berühmte Tänzer und Choreograf Marius Petipa seine Ballette, der das Libretto für das Ballett Der Nussknacker zur Musik von Tschaikowsky schuf.


    Liebe Grüße

    Gerhard


    Lieber Herbert,


    du wolltest sicher jedem Einzelnen, der dir geschrieben hat, mit der Szene eine Freude machen, aber das ist wohl nicht nötig, weil jeder, der dir hier geschrieben hat, die Szene ja ansehen kann, wenn du sie einmal einsetzt. Als Neuling weißt du vielleicht auch eines nicht: Du brauchst auch nicht immer das ganze Zitat aus dem Beitrag eines Partners einzusetzen, sondern nur den Satz, auf den du dich beziehst. Die anderen Sätze kannst du aus einem übernommenen Zitat herauslöschen. Das spart Platz und erscheint wirkungsvoller, und wer hier mitliest und mitschreibt, hat den Beitrag ja meist gelesen oder kann das ganze Zitat ja durch Rückblättern nachlesen.

    Das sieht in nur unseren Korrekturen zum Opernführer anders aus (ein für Besucher nicht zugängliches Thema). Dort hatte ich meinen Mitstreitern geraten, die ganze Inhaltsangabe einfach zu kopieren und ihre Vorschläge dann an der betreffenden Stelle farbig (bzw. in Großschrift) hineinzuschreiben. Den Text kopiere ich mir dann in eine word-Datei und korrigiere ihn offline, bevor ich ihn endgültig in den öffentlichen Opernführer einsetze. Danach könnten praktisch zur Platzersparnis in dem Korrekturthema die Beiträge gelöscht werden.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Dr.Pingel,


    ich habe schon in meiner Schulzeit und auch später fast alle Romane von Dostojewski regelrecht "verschlungen". Die "Aufzeichnungen aus einem Toten Hause" sind die einzigen, die ich mir erst vor geringer Zeit zugelegt habe. Ich habe da bisher nur einen Teil gelesen und bin irgendwann aus zeitlichen Gründen davon abgekommen. Zwar besitze ich auch eine Inszenierung von Janacek, kann aber den Vergleich mit dem Roman noch nicht ziehen. Dein Beitrag hat mich aber dazu angeregt, den Roman wieder "aus der Versenkung zu heben"


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Mme Cortese, lieber Chrissy


    danke für den Hinweis. Jetzt hat es bei mir auch geklappt. Es lag wohl -wie von Mme Cortese vermutet - an dem Google-Übersetzer. Die Übersetzung aus dem Tschechischen war übrigen gut verständlich. Wenn ich dagegen die Übersetzungen aus dem Italienischen, die ich probiert habe, ansehe, bei denen man noch weniger versteht als wenn man das Original liest, dann war das hier doch erstaunlich.

    Es ist eine sehr schöne Inszenierung. Jedenfalls scheint sich der Regisseur mit dem Stück auseinander gesetzt zu haben. also kein fälschlicherweise so genanntes "Regietheater".


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Crissy,


    da erwartet dich ja wieder eine prachtvolle Aufführung. Leider konnte ich die kleinen Bilder nicht vergrößern, warum, weiß ich nicht. Aber man erkennt doch schon sehr viel Schönes darauf. Wie ich Carmen liebe, liebe ich auch die Perlenfischer. Un ein Duett wie "Au fond du temple saint" dürfte eigentlich nicht nur Opernfreunden bekannt sein. Auf DVD habe ich eine prachtvolle Inszenierung aus dem Teatro La Fenice in Venedig. Ich hoffe für dich, dass die Coronakrise bald so weit zurückgeht, dass du dich wieder nach Liberec wagen kannst. Ich habe es gewagt, für die neue Saison aus der MET im Kino schon ab 7. November Plätze zu buchen, wobei man einige Einschränkungen hinnehmen muss (kein Treffen mit Freunden in dem für diese Vorstellungen eigens geöffneten Foyer, wohl auch nicht den üblichen Begrüßungstrunk oder kleine Schnittchen in den Pausen, Maske bis zum Platz). Aber das kann man durchaus ertragen. Der Abstand ist gewahrt, weil die Plätze neben deinen gebuchten sofort bei der Buchung blockiert wurden und auch genügend Abstand zu den Reihen davor und dahinter besteht.

    Ob das ROH auch wieder überträgt, ist bisher noch nicht bekannt.

    Wir hoffen jedenfalls, dass bis dahin nicht wieder alles abgesagt werden muss, weil soviel gedankenlose oder renitente Bürger inzwischen die Zahlen wieder in die Höhe treiben.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Gerhard,


    nimm es mir bitte nicht übel, aber nachdem ich das hier nun mindestens ein halbes Dutzend mal von Dir gelesen habe, fällt mir der Glaube schwer. Vielmehr denke ich, daß es ein unbewältigtes Trauma für Dich ist, sonst hättest Du es doch längst abgehakt.

    LG Nemorino

    Lieber Nemorino,


    ich kann dir bestätigen, dass das kein Trauma von mir ist, sondern mich nur immer wieder neu amüsiert: Für mich nur ein Musterbeispiel, wie jemand reagiert, bei dem man ob seiner Bildung und Stellung etwas mehr Überlegung und Geschick erwarten sollte, vor allem in geschriebener Form, in der man solche Ausfälle wohl vermeiden kann.

    Und was das Regisseurstheater anbetrifft, sehe ich nicht ein, dass ich als Liebhaber der wahren Werke über solche Verunstaltungen schweigen soll, wie sie uns nicht nur an hiesigen Theatern sondern auch im Fernsehen, für das ich eine Zwangsgebühr zahlen muss, fast nur noch in mehrfachen Wiederholungen geboten werden. Ich werde also weiterhin auf solche Entstellungen klassischer Kunstwerke hinweisen, wenn sich eine neue Gelegenheit bietet.

    Aber es ist hier dasselbe wie in vielen anderen Themen auch, wir gleiten wieder einmal völlig vom Thema ab. Deswegen steige ich jetzt hier aus.


    Liebe Grüße

    Gerhard

    Lieber Herbert,


    nicht aufgeben. Es haben schon zu viele nette Leute wegen weniger, von sich eingenommener Stänkerer aufgegeben und es sind noch einige, die ihretwegen die Lust immer mehr verlieren. Und ich bin von ehemaligen Mitgliedern und auch von Besuchern schon mehrfach gefragt worden, wie ich es unter diesen Leuten, die sich so hochstehend über anderen wähnen, immer noch aushalte. Aber für mich sind es diese wenigen nicht wert, dass ich das Forum verlasse. Ich kann darüber nur lachen.:!:

    Was glaubst du, wie ich von einigen hier angegriffen wurde bis hin zu der Behauptung eines Mitglieds, dass ich "hirntot" sei. Ich hab's überlebt und fühle mich blendend.


    Liebe Grüße

    Gerhard