Beiträge von Gerhard Wischniewski

    Zitat

    "reinziehn", dieses schauerliche Gruselwort, das eher an einen Hasch-Junkie gemahnt, ist mir schon öfter aufgestoßen und hat absolut nichts mit dem Hören ode Sehen einer Oper zu tun! Wir sind ja nicht beim Fun-Ballermann oder Karokee.

    Hallo Milletre,


    an dem miserablen Schreibstil erkennt man eben auch den Menschen.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Österreichische Fernseher sollten öfter ins Programm von ServusTV hineinschauen. Da wächst bei der Zahl und auch Qualität von Kultursendungen still und heimlich eine ernste Konkurrenz zum ORF heran.

    Servus TV ist auch in Deutschland, zumindest über Sattellit - und dazu in HD-Qualität - zu empfangen.



    Liebe Grüße
    Gerhard
    :hello:

    Alexander Borodin ( 1833 - 1887 )
    Fürst Igor


    Oper in vier Akten, vollendet von Nikolai Rimski-Korsakow und Alexander Glasunow
    Libretto: Alexander Borodin
    Originalsprache: Russisch

    Uraufführung: 1890 in St. Petersburg

    PERSONEN DER HANDLUNG

    Igor, Fürst von Nowgorod-Sewersk, Bariton
    Jaroslawna, seine zweite Frau, Sopran
    Wladimir Igorewitsch, sein Sohn aus erster Ehe, Tenor
    Wladimir Fürst Galitzki, Bruder Jaroslawnas, Bariton
    Kontschak, Polowzer Khan 1), Bass
    Kontschakowna, seine Tochter, Alt
    Owlur, ein getaufter Polowzer, Tenor
    Skula, Gudokspieler 2), Bass
    Jeroschka, Gudokspieler, Tenor
    Jaroslawnas Amme, Sopran oder Alt
    Ein Polowzer Mädchen, Mezzosopran
    Gzak, Polowzer Khan, stumme Rolle
    Polowzer Mädchen, Bojaren 3), Volk

    Ort und Zeit der Handlung: Putiwl 4) und Lager der Polowzer, 1185

    PROLOG
    Platz in der Stadt Putiwl
    Das Volk singt ein Loblied auf Fürst Igor und andere Fürsten Russlands, die sich im Aufbruch zu einem Feldzug gegen die Horden der Polowzer Khane befinden.
    Da verfinstert sich die Sonne, was als böses Zeichen gedeutet wird. Die beiden Gudokspieler Skula und Jeroschka verdrücken sich heimlich.
    Das Volk und Igors Frau Jaroslawna bitten Igor, nicht ins Feld zu ziehen. Doch Igor und sein Sohn Wladimir nehmen Abschied. Igor bittet seinen Schwager, den Fürsten Galitzki, Jaroslawna in der Regentschaft beizustehen. Dieser versichert ihn seiner Treue.
    Das Heer zieht davon.

    ERSTER AKT
    1. Bild: In Hof des Fürsten Galitzki
    Der Fürst gibt ein großes Zechgelage. Das Volk preist den Fürsten. Auch Skula und Jaroschka sind darunter und spotten über ein Mädchen, das Galitzki entführen ließ.
    Galitzki tritt auf und gibt offen zu erkennen, dass er Fürst von Putiwl werden wolle und seine Schwester Jaroslawa in ein Kloster schicken werde.
    Mädchen drängen in den Hof und fordern ihre geraubte Freundin zurück. Der Fürst verjagt sie.
    Nach Abgang des Fürsten geht das Gelage weiter. Skula und Jaroschka wiegeln das Volk zum Aufruhr gegen Jaroslawa, zur Absetzung Igors und Wahl Galitzkis zum Fürsten von Putiwl auf.

    2. Bild: In Jaroslawas Gemächern
    Jaroslawa trauert, weil schon so lange Zeit ohne eine Nachricht von Igor vergangen ist, und bangt um ihr Schicksal.
    Die Mädchen bitten Jaroslawa um Hilfe für die von Galitzki geraubte Freundin. Galitzki kommt hinzu und wirft die Mädchen hinaus. Er tadelt Jaroslawa verlangt die Herrschaft, erreicht aber bei Jaroslawa nichts. Da lässt er sich umstimmen und sagt zu, das von ihm entführte Mädchen frei zu lassen und sich ein anderes zu nehmen.
    Bojaren kommen und berichten, dass das Heer vernichtet und Fürst Igor und sein Sohn gefangen genommen worden seien.
    Glocken verkünden das Eindringen der Polowzer. Man sieht Feuerschein und hört Menschen schreien. Die Bojaren bereiten sich zur Abwehr vor.

    ZWEITER AKT
    Im Polowzer Lager
    Am Abend singen und tanzen die Polowzer Mädchen. Kontschakowna, die Tochter des Khans Kontschak hat sich in Wladimir, den Sohn Igors, verliebt und sehnt die Nacht herbei, in der sie sich mit dem Geliebten treffen kann.
    Die russischen Gefangenen kommen von der Arbeit, die Polowzer Mädchen bewirten sie und singen ihnen Lieder. Nachdem alle – auch die Wachen, die das Lager inspiziert haben - gegangen sind, steht nur noch Owlur, ein bekehrter Polowzer, im Hintergrund Wache.
    Wladimir tritt auf. Auch er liebt Kontschakowna und sucht ihre Nähe. Sie kommt und beide singen ein Liebesduett.
    Fürst Igor, der keine Ruhe findet, erscheint und klagt über seine verlorene Ehre und Freiheit. Vorsichtig nähert sich Owlur und bietet an, ihm zur Flucht zu verhelfen. Igor weist das zunächst zurück, will aber darüber nachdenken.
    Nach Owlurs Abgang kommt Kontschak, der Igor wie einen Gastfreund behandelt. Er bietet ihm ein Bündnis an, was Igor jedoch ablehnt. Der Khan möchte ihn dennoch für seinen Plan gewinnen und befiehlt Tanz und Gesang.

    DRITTER AKT
    Im Polowzer Lager
    Die Polowzer begrüßen das Heer des unerbittlichen Khans Gsak, das von einem Raubzug mit reicher Beute zurückkehrt und weitere russische Gefangene mitbringt. Kontschak begrüßt den Khan. Die Soldaten berichten, dass sie Putiwl ausgebrannt hätten.
    Kontschak lässt Beute und Gefangene aufteilen, befiehlt, die Gefangenen scharf zu bewachen, und lädt die Chane zu einer Beratung über das weitere Vorgehen ein.
    Die russischen Gefangenen bleiben zurück. Sie und Wladimir bedrängen Igor, zu fliehen und Hilfe zu holen. Sie bestürmen ihn noch stärker, als die Polowzer ihre umfangreiche Beute vor ihnen ausbreiten.
    Während die Polowzer Wachen den Sieg feiern, zechen und tanzen, gibt Owlur, der die Getränke bringt, Igor heimlich ein Zeichen, dass die Flucht vorbereitet sei. Kontschakowna, die alles mitgehört hat, eilt herbei und fleht Wladimir an, sie nicht zu verlassen. Als er es dennoch für seine Pflicht hält, mit seinem Vater zu gehen, droht sie, das Lager zu wecken. Trotzdem möchte er sie noch ein letztes Mal umarmen. Igor ist bereits geflohen. Kontschakowna weckt das Lager und Wladimir wird gefangen genommen. Die Polowzer wollen ihn töten, aber sie bittet um sein Leben.
    Kontschak kommt hinzu und als er erfährt, was geschehen ist, bekennt er, dass er an Igors Stelle genauso gehandelt hätte. Er befiehlt, die Wachen zu töten, aber Wladimir nicht anzurühren. Er will ihn als Schwiegersohn an sich binden und führt ihn Kontschakowna zu.

    VIERTER AKT
    Im zerstörten Putiwl
    Jaroslawna und das Volk beklagen ihr Schicksal. Plötzlich entdeckt Jaroslawna in der Ferne zwei Reiter und erkennt bei deren Näherkommen ihren Gatten. Igor und Owlur treffen ein und die Eheleute fallen sich in die Arme.
    Skula und Jeroschka treten auf und singen ein Spottlied auf den Fürsten Igor. Da erkennen sie den Fürsten, der mit Jaroslawna auf die Zitadelle zugeht. Nach kurzem Nachdenken, wie sie ihre Köpfe retten können, läuten sie die Glocken, rufen die Leute herbei, verkünden die Rückkehr Igors und bestreiten, jemals etwas mit den Untaten Galitzkis zu tun gehabt zu haben. Das Volk verzeiht ihnen und eilt freudig, den Fürsten zu begrüßen, von dem es sich Rettung erhofft.


    1) Herrscher, Anführer, staatlicher Würdenträger

    2) russisches Streichinstrument mit drei Saiten

    3) Adlige unterhalb des Ranges von Fürsten oder Zaren

    4) Stadt im Norden der Ukraine

    Anmerkungen: Die Oper beruht auf dem „Lied von der Heerfahrt Igors“, dessen Dichter unbekannt ist. Das russische Reich war damals in viele, untereinander uneinige Teilfürstentümer (Khanate) gespalten, was auch die Dichtung beklagt. Igor unternahm im Alleingang einen Feldzug gegen die Polowzer, wurde gefangen genommen, entkam aber.
    Borodin war von Beruf Chemiker und gehörte zur Gruppe der fünf Komponisten, die unter dem Namen „Das Mächtige Häuflein“ bekannt sind, sich selbst aber die „Novatoren“ nannten. Neben ihm gehörten Balakirew, Cui, Mussorgski und Rimski-Korsakow dazu. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, die russische Nationaloper im Sinne Glinkas zu schaffen
    Borodin hinterließ nur wenige Werke, darunter die „Steppenskizze aus Mittelasien“ und diese einzige Oper, die unvollendet blieb.
    Heute wird diese Oper (Spieldauer etwa 3½ Stunden) häufig mit erheblichen Kürzungen gespielt. Auch gibt es Versuche von Neufassungen ohne die Zusätze von Rimski-Korsakow und Glasunow. Die „Polowzer Tänze“ (meist "Polowetzer Tänze" genannt) haben sich verselbständigt und werden häufiger unabhängig von der Oper konzertant oder als Ballett aufgeführt.

    Zitat

    Entweder war ich zu müde oder zu blöd, um die Gedanken des Regisseurs nachzuvollziehen


    Hallo Mme. Cortese,
    da muss ich wohl noch blöder sein, denn so lange habe ich diesen Unsinn nicht durchgehalten. Auf Amfortas' Plädoyer für diese Inszenierung bin ich sehr gespannt.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Hier war bisher nur von deutschen Aufnahmen die Rede - aber eigentlich ist die Originalsprache, wie Gerhard in seinem Beitrag oben schreibt, englisch.Da müßte doch eigentlich diese Einspielung die Referenz sein (zumal auch noch Publikumsliebling Jonas Kaufmann mitsingen darf!):

    Danke Harald für diesen interessanten Hinweis. Allerdings ist die CD-Aufnahme recht teuer.
    Ehrlich gesagt, ich wusste es bis vor kurzem auch noch nicht, dass das Libretto in Englisch verfasst wurde. Leider wird sie ja nur noch selten gespielt und bei Weber hätte man die Originalsprache Deutsch vermutet. Ich selbst habe sie das letzte Mal Mitte der 1970er Jahre auf der Seebühne in Bregenz (in deutscher Sprache) gesehen. Ich hatte hier versucht, noch ein paar eigene Bilder nach Dias, die ich damals davon gemacht habe, einzufügen, aber das ist wohl nicht möglich?


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Erst wurde in deinem Posting die Frage gestellt. Wo also liegt wohl die Mehrheit?? ohne eine plausible Antwort zu geben (die gibt’s nämlich gar nicht) und nun wird plötzlich unbewiesen unterstellt: dass eine Mehrheit, die Inszenierungen liebt und auch geniessen möchte, in denen man Zeit, Ort und Handlung des Originalwerks erkennt, auf ihr Recht pocht

    Da hast du einmal wieder - wie schon häufiger in deinen Antworten - etwas falsch verstehen wollen. Ich schätze dich doch nicht so ein, dass du nicht erkennst, dass das eine rein rhetorische Frage war und ich diese gestellt habe, weil du immer wieder die Mehrheit derjenigen, die anders als du denken, bezweifelst, obwohl auch andere Teilnehmer aus ihren Bekanntenkreis dasselbe berichten. Damit du deine redliche Antwort bekommst: Nach allen Diskussionen erkenne ich (und das sollte damit auch ausgedrückt werden!!) eindeutig bei denen, die die verunstalteten Inszenierungen ablehnen.


    Gruß
    Gerhard

    Zitat

    Arger - Ärger - und nochmals Ärger

    Ja, lieber Alfred, das bedauern - glaube ich - wir alle sehr und ich verstehe, dass das für einen Administrator schon zu Herzbeschwerden führt. Aber schau doch lieber auf die gewaltig überwiegende Mehrheit, die höflich und liebenswürdig miteinander umgeht, gerne im Forum ist und deine Arbeit hoch zu schätzen weiß und erfreue dich an diesen und nicht an wenigen Querulanten, die es leider überall gibt. Vielleicht kann die Freude über diese die Herzbeschwerden mildern.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Eigentlich wollte ich mich in dieses Thema nicht mehr einschalten, denn bei jedem Plädoyer für das sogenannte "konventionelle" Theater (denn auch dieser Ausdruck trifft wohl nicht in vollem Umfang zu) ist man schon sicher, dass das gleich wieder von Amfortas in Einzelteile zerpfückt und mit neuen Platzpatronen beschossen wird. Nach ein paar Tagen Ruhe geht das Schießen jetzt wieder heftig los. Ich kann immer wieder nur feststellen, dass das sogenannte "Regietheater" von der Mehrheit der hier Diskutierenden - darunter auch jungen Leuten - abgelehnt wird. Und wenn ich mich in meinem großen Bekanntenkreis, in der es eine Reihe Opernliebhaber gibt, umschaue und umhöre, finde ich ebenfalls niemanden - auch nicht unter den Jüngeren - der die hier gemeinte Art von Inszenierungen nicht verabscheut. Wo also liegt wohl die Mehrheit??
    Den Liebhabern verunstalteter Inszenierungen - was ich darunter verstehe, habe ich ja in meinen Beiträgen durch Beispiele belegt, für die ich von den Befürwortern keine plausible Antwort erhalten habe - sei es unbenommen, sich solche Inszenierungen "reinzuziehen". Worum es hier doch geht, ist, dass eine Mehrheit, die Inszenierungen liebt und auch geniessen möchte, in denen man Zeit, Ort und Handlung des Originalwerks erkennt, auf ihr Recht pocht, dass diese im Verhältnis ihrer Anzahl zu der Anzahl derjenigen, die die entstellten Inszenierungen mögen, steht. Das aber ist heutzutage leider nicht der Fall. Die Befürworter des sogenannten "Regietheaters" aber, so habe ich nach allem den Eindruck, wollen das Feld ganz für sich allein und verdammen alles andere als in die "Mottenkiste" gehörig.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Nikolai Andrejewitsch Rimsky-Korsakow ( 1844 - 1908 )
    Der goldene Hahn

    Oper in drei Akten
    Libretto: Vladimir Bjelski nach Puschkin
    Originalsprache: Russisch


    Uraufführung: Moskau 1909


    PERSONEN DER HANDLUNG


    Zar Dodon, Bass
    Gvidon, sein Sohn, Tenor
    Afron, sein Sohn, Bariton
    Polkan, General, Bass
    Astrologe, Tenor
    Königin von Schemacha, Sopran
    Goldener Hahn, Sopran
    Amelfa, Dienerin des Zaren, Mezzosopran
    Höflinge, Soldaten, Sklaven der Königin, Volk


    Ort und Zeit der Handlung: Märchenland und -zeit


    PROLOG
    Der Astrologe tritt vor und kündigt an, dass er ein Märchen vorführen wird. Märchen seien zwar nicht wahr, enthielten aber manche Lehren.


    ERSTER AKT
    Im Palast der Zaren Dodon
    Der alte Dodon möchte sich endlich zur Ruhe setzen. Er wird jedoch von Feinden bedrängt, die von allen Seiten in sein Reich einfallen. Da er aus diesem Grund ein großes Heer unterhalten muss, sucht er Rat bei seinen beiden Söhnen Gvidon und Afron.

    Gvidon rät seinem Vater, alle Truppen von den Grenzen seines Reichs abzuziehen und sie in der Hauptstadt zu konzentrieren. Während der Feind im Lande wüte, könnten sich so alle Kämpfer ausruhen und neue Kraft für einen Gegenschlag sammeln.

    Afron rät Dodon hingegen, das Heer erst einmal zu entlassen und einen Monat, bevor der Feind anrückt, erneut auszuheben, um den Feind zu besiegen.
    Während der Zar und die Höflinge die Weisheit der Söhne loben, verurteilt der General Polkan diese törichten Ratschläge, wird aber als Dummschwätzer und Verräter beschimpft. Zwei Höflinge raten dazu, Wahrsager zu befragen.
    Da tritt der Astrologe auf und bietet dem Zaren einen goldenen Hahn an. Dieser Hahn würde, solange kein Feind ins Land eindringt, ruhig auf seiner Stange sitzen bleiben. Bei Gefahr jedoch würde er sofort lautstark vor den Eindringlingen warnen und sich in die Richtung, aus der die Feinde kommen, drehen.
    Der Zar verspricht dem Astrologen, dass er ihn dafür reich belohnen werde. Dieser gibt an, augenblicklich keine Wünsche zu haben, nimmt Dodon aber das Versprechen ab, seinen Wunsch dann zu erfüllen, wenn er ihn äußern werde.
    Da der Hahn erst einmal Ruhe anzeigt, lässt sich Dodon von seiner Dienerin Amelfa Tisch und Ruhestätte unmittelbar vor Ort errichten.
    Plötzlich verkündet der Hahn Gefahr. Dodon schickt seine Söhne, die sich erst weigern wollen, in den Kampf.
    Nun kann der Zar erst einmal ruhen. Aber schon nach kurzer Zeit zeigt der Hahn erneut Gefahr an. Da zieht der Zar selbst in den Krieg.


    ZWEITER AKT
    Auf dem Schlachtfeld. Gegen Ende der Nacht.
    Dodon findet seine beiden Söhne tot vor einem orientalischen Zelt. Als die Soldaten dies beschießen wollen, tritt eine schöne Frau, die Königin von Schemacha daraus hervor und singt eine Hymne an die Sonne. Der Zar verliebt sich in sie, die ihn auch ihrerseits sofort umgarnt. Polkan versucht vergeblich, den Zaren zu warnen. Die Königin wolle mit ihren weiblichen Waffen nur sein Reich erobern. Er wird fortgejagt.
    Die Königin treibt ihr intrigantes Spiel mit dem Zaren weiter, fordert den Tolpatsch zum Singen und zum Tanzen auf und erzählt ihm auch, dass seine Söhne sich ihretwegen gegenseitig erstochen hätten. Sie verspricht ihm, seine Frau zu werden, wenn er Polkan verstößt. Er sagt dies zu.
    Vor dem Aufbruch in Dodons Reich singen die Sklaven der Königin ein Spottlied auf den Zaren.


    DRITTER AKT
    Vor Dodons Palast
    Das Volk erwartet die Rückkehr des Zaren und befragt Amelfa, was mit den Söhnen des Zaren geschehen ist.
    Der Zar und die Königin von Schemacha ziehen festlich ein. Aber auch der Astrologe ist unter den Hochzeitsgästen. Er fordert jetzt seine Belohnung ein: Die Braut des Zaren. Wütend erschlägt der Zar den Astrologen.
    Als der Zar die Königin wider ihren Willen küssen will, greift der Hahn ihn an. Es wird dunkel, und als es wieder hell wird, ist der Zar tot. Die Königin und der Hahn sind verschwunden. Das Volk jammert um seinen Zaren.


    EPILOG
    Der Astrologe tritt vor und erklärt dem Publikum, dass alles nur Illusion war und nur die Königin und er selbst sterbliche Wesen waren.


    Anmerkung: Das groteske Märchen war zugleich eine politische Satire, in der die Lächerlichkeit des Zarenreiches, das zur Zeit der Entstehung des Werkes ( 1906/07 ) in den letzten Zügen lag, drastisch parodiert wird.

    Hallo crissy,


    auch meinen Dank für die ausführliche Schilderung der Bohème aus Dresden. Zu der musiklaischen Qualität kann ich mich nicht äußern. Aber wenn ich mir die Szenerie in dem kleinen Video, das du eingestellt hast, ansehe, dann muss ich sagen, dass man sich an Ort und Zeit der Handlung gehalten behält. Ich habe nichts dagegen, dass das Bild etwas sparsamer ist oder auch manchmal abstrahiert wird, wenn man noch die Illusion des Ortes und der Zeit des Werkes hat. Abgesehen von dem angedeuteten Liebesakt, den du geschildert hast (die Szene spielt im Winter und es gehört schon irre Phantasie dazu, sich so etwas auszudenken), störte mich aber noch etwas anderes, das Straßenpflaster auch in der Mansarde. Dadurch wirkte diese eher wie ein vom Schrott zusammengestoppelter Unterschlupf im Freien. Wollte der alte Bernard dafür etwa noch Miete haben? Dass die armen Leute keine Liege hatten, passt dazu. Das könnte aber auch in einer Mansarde der Fall sein.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Operette widersetzt sich erfolgreich dem Regietheater

    Leider wohl nicht ganz. Wenn ich daran denke, was wir an Operetten von der Komischen Oper Berlin im Fernsehen vorgesetzt bekamen und wenn ich auch an die Frankfurter Fledermaus denke, dann wird es mir noch jetzt übel. Ich freue mich jedes Jahr auf die Mörbischer Seefestspiele.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Mikhail Glinka ( 1804 – 1857 )
    Ruslan und Ljudmila



    Zauberoper in 5 Akten
    Libretto: Mikhail Glinka und Walerian Shirkow nach einer Dichtung von Alexander Puschkin
    Originalsprache: Russisch

    Uraufführung 1842 St. Petersburg

    PERSONEN DER HANDLUNG

    Swetosar, Großfürst von Kiew, Bass
    Ludmila, seine Tochter, Sopran
    Ruslan,ein Ritter, Ljudmilas Bräutigam, Bariton
    Ratmir, Chasarenfürst, Alt
    Farlaf, ein Ritter, Bass
    Gorislawa, Ratmirs Sklavin, Sopran
    Finn, guter Zauberer, Tenor
    Naina, böse Zauberin, Mezzosopran
    Bajan, Barde, Tenor
    Tschernomor, Zwerg, böser Zauberer, stumme Rolle
    Riesenkopf, Chor
    Gäste bei Swetosar; Tänzerinnen Nainas, Sklaven und Tänzer Tschernomors

    Zeit und Ort der Handlung: altes Russland, mythische Zeit

    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT
    Festsaal im Haus des Fürsten Swetosar in Kiew
    Die Hochzeit von Ruslan und Ludmila soll gefeiert werden. Unter den Gästen befinden sich auch der Ritter Farlaf und der Fürst Ratmir, die sich um Ljudmila beworben hatten, aber abgewiesen wurden.
    Der zum Fest geladene Sänger Bajan singt eine Ballade aus vergangenen Zeiten und warnt davor, dass auf Glück auch Schicksalsschläge folgen. Die Gäste wollen lieber ein fröhliches Lied hören und besingen das Lob des Fürsten Swetoslar, die Schönheit Ljudmilas und Ruslans Kühnheit.
    Ludmila verabschiedet sich von Vater, Heimat und den abgewiesenen Freiern. Swetoslar segnet das Paar, das sich Treue bis in den Tod schwört.
    Während Ratmir seine Heimat besingt, sinnt Farlaf auf Rache an seinem Nebenbuhler.
    Plötzlich ein Donnerschlag und es wird finster. Als die Dunkelheit langsam schwindet, ist Ljudmila verschwunden. Swetosar verspricht seine Tochter und sein halbes Reich demjenigen, der sie ihm zurückbringt. Ruslan, Ratmir und Farlaf machen sich auf den Weg.


    ZWEITER AKT
    1. Bild: Die Höhle Finns
    Ruslan ist bei seiner Suche dem Einsiedler Finn begegnet, der ihm verrät, dass Ljudmila von dem schrecklichen Zauberer Tschernomor entführt wurde und es Ruslan gelingen werde, in dessen Zaubergarten einzudringen, Tschernomor zu töten und Ljudmila zu befreien.
    In einer großen Ballade schildert Finn sein Schicksal. Er war als Jüngling in die Zauberin Naina verliebt, die ihn aber hochmütig zurückwies. Alles Werben half nicht. Darüber wurden sie alt und die Liebe wandelte sich in Hass. Er warnt Ruslan, dass Naina nun versucht, alle wahrhaft Liebenden zu verderben und auch ihn verfolgen wird, verspricht ihm jedoch, ihn gegen Naina zu schützen.

    2. Bild: Öde Gegend
    Farlaf hat die Strapazen satt und will aufgeben. Da taucht Naina auf und schickt ihn nach Hause. Sie werde ihm helfen, Ruslan zu besiegen und Ljudmila zu erringen. Farlaf triumphiert.

    3. Bild: Freies Feld mit zerstreuten Gebeinen und Waffenresten. Nebel
    Ruslan sucht ein Schwert, aber alle sind ihm zu leicht und er wirft sie wieder weg. Da lichtet sich der Nebel und es erscheint ein Riesenkopf, der die Gebeine der gefallenen Helden bewacht und ihn bedroht. Ruslan bezwingt den Kopf und findet darunter das ersehnte Schwert.
    Nun erzählt der Kopf seine Geschichte: Er und Tschernomor sind Brüder. Beiden war der Tod durch das Schwert geweissagt worden. Tschernomor bewahrte es auf. Unter dem Vorwand, derjenige solle das Schwert erhalten, der unter der Erde Stimmen hört, verführte er den Bruder, sich mit dem Ohr auf die Erde zu legen, schlug ihm den Kopf ab, brachte diesen in die Einöde und versteckte das Schwert darunter. Der Sterbende fordert Ruslan auf, Rache zu üben.


    DRITTER AKT
    Zauberschloss Nainas
    Die persischen Mädchen Nainas locken mit Versprechungen von Glück und Lust Wanderer in Nainas Netze. Unterdessen verkündet diese, dass die Ritter Tschernomors Schloss nicht erreichen werden.
    Angelockt wird auch Gorislawa, die Ratmir liebt. Sie trauert um den Verlust ihres Geliebten.
    Ratmir tritt auf, müde von der langen Reise. Er sehnt sich nach seiner Heimat zurück. Die Mädchen umschmeicheln ihn mit ihren Tänzen. Als Gorislawa ihn sieht, fleht sie ihn an, zu ihr zurückzukehren, aber – verblendet durch die Mädchen – weist er sie zurück.
    Auch Ruslan wurde in das Schloss gelockt und verzaubert. Dadurch verfällt er Gorislawa, die ihn ihrerseits um Hilfe anfleht, ihren Ratmir wieder zu gewinnen.
    Da tritt Finn dazwischen und lässt das Zauberschloss verschwinden. Ratmir findet zu Gorislawa zurück und beide bieten sich an, Ruslan zu helfen, Ljudmila zu finden.

    VIERTER AKT
    In den Zaubergärten Tschernomors
    Ljudmila beklagt ihr Schicksal. Geschenke Tschernomors, der ihre Liebe gewinnen will, weist sie ab.
    Ein Marsch verkündet die Ankunft Tschernomors. Dieser – ein hässlicher Zwerg mit ungeheuer langem Bart – tritt mit seinem Hofstaat auf. Um Ljudmila zu erheitern, lässt er orientalische Tänze aufführen.
    Da erklingt hinter der Szene ein Trompetensignal, mit dem Ruslan den Zwerg zum Zweikampf herausfordert. Tschernomor versetzt Ljudmila in einen Zauberschlaf und stürzt hinaus. Der Chor aus Tschernomors Gefolge beschreibt den Kampf.
    Ruslan hat Tschernomor besiegt und dessen langen Bart, der das Zeichen seiner Macht war, abgeschlagen. Mit ihm kommen Ratmir und Gorislawa.
    Aber der Zauberschlaf Ljudmilas lässt sich nicht lösen. Wegen des Lächelns auf ihren Lippen zweifelt Ruslan an ihrer Treue, aber Ratmir und Gorislawa können ihn vom Gegenteil überzeugen. Alle brechen nach Kiew auf, wo sie die besten Heilkräfte zur Erweckung Ljudmila zusammenrufen wollen.

    FÜNFTER AKT
    1. Bild: Nachtlager von Ruslan
    Ratmir ist glücklich, Gorislawa wiedergewonnen zu haben, sorgt sich aber um seinen Freund Ruslan.
    Da entsteht Tumult im Lager. Ljudmila ist geraubt worden und Ruslan ist den Räubern gefolgt. Wiederum kommt Finn zu Hilfe und übergibt Ratmir einen Zauberring, mit dem Ruslan Ljudmila vom Schlaf befreien soll.


    2. Bild: Swetosars Festsaal in Kiew
    Farlaf hatte mit Hilfe Nainas Ljudmila geraubt, gibt sich nun als ihr Befreier aus, kann sie aber nicht von ihrem Zauberschlaf befreien.
    Da trifft auch Ruslan ein und Farlaf verschwindet. Ruslan erlöst Ljudmila vom Zauberschlaf und alle preisen den wahren Befreier.

    Anmerkungen: Glinka gilt als der Begründer der russischen Nationaloper. Hier hat Glinka westliche Formen geschickt mit russischem Kolorit verbunden.


    © Copyright by Gerhard Wischniewski




    In den Themen, die sich mit dem sogenannten "Regietheater" befassen, wurde des öfteren angesprochen, dass viele Plätze in den entstellten Opern Freiplätze sind. Wie die Süddeutsche Zeitung heute meldet, hat der Bundesrechnungshof die übermäßige Vergabe von Freiplätzen beanstandet. In Bayreuth seien nur 40% der Karten im freien Verkauf, der Rest gehe als Freikarten an Politiker, Prominente usw. Bei Premieren in Bayreuth gäbe es gar nur 16% freie Plätze.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Hallo Wolfram,


    du hast in deinem Beitrag schon gezeigt, wie verschieden die Auffassungen über Kunst sind. Ich stelle hier einmal in den Raum, dass ein Kunstwerk ein vollendetes Werk ist, und da sind wir nun wieder bei der Auffassung, die ja viele von uns haben, dass jede Veränderung durch andere als den Künstler selbst eine Zerstörung des Kunstwerks ist und nicht mehr als Werk des ursprünglichen Künstlers ausgegeben werden kann. Das Kunstwerk muß also in seiner reinen und ursprünglichen Form den Menschen ergreifen, packen, erschüttern, reinigen, wandeln. Da bin ich gleicher Meinung mit dem von Ullrich zitierten Günter Wand, den ich als Dirigenten sehr geschätzt habe: Könnten Sie das Werk einmal so spielen, wie Beethoven es geschrieben hat, ohne fremde Zusätze?


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Hallo Wolfram,


    du hast es auf den Punkt gebracht. Ich habe deine Antworten auch nie als agressiv, sondern als fundiert empfunden, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin. Ausfallend, persönlich und in der Wortwahl unter allem Niveau habe ich in den verschiedenen Antworten nur die von zwei Mitgliedern empfunden. Sachliche Argumente haben sie nicht geliefert und konnten konkrete Fragen bisher nicht beantworten, abgesehen von der teilweise verwendeten Gossensprache. Aber diese wurden von den meisten sehr schnell durchschaut und haben sich in den Augen der Mitglieder und sicher auch der Besucher des Forums nur lächerlich gemacht. Danke!


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Antonín Dvořák ( 1841 - 1904 )

    Rusalka

    Lyrisches Märchen in drei Akten
    Libretto: Jaroslav Kvapil
    Originalsprache: Tschechisch

    Uraufführung: 1901 in Prag

    PERSONEN DER HANDLUNG

    Rusalka, eine Nixe, Sopran
    Wassermann, Bariton
    Prinz, Tenor
    Fürstin, Sopran
    Hexe Jesibaba, Alt
    Jäger, Tenor
    Küchenjunge, Tenor oder Sopran
    Drei Elfen, Soprane, Alt
    Nymphen, Elfen, Gefolge des Prinzen, Gäste

    Ort und Zeit der Handlung: Märchenland, mythische Zeit

    INHALTSANGABE

    ERSTER AKT
    An einem Waldsee. Mondnacht
    Elfen und Nymphen singen und tanzen am Ufer. Der Wassermann fügt sich in den Reigen und wird von den Mädchen geneckt.
    Nur die Nixe Rusalka hält sich abseits. Sie träumt von einem Mann, der oft im See badet. Dem Wassermann gesteht sie, dass sie gerne die Menschengestalt und eine Seele hätte, um ihren Geliebten zu gewinnen. Der Wassermann warnt sie, Menschen seien unbeständig. Doch sie will von ihrem Wunsch nicht abrücken und fleht ihn an, ihr zu helfen. Da verweist er sie an die Hexe Jesibaba.
    Rusalka bleibt allein zurück und singt ihr berühmtes Lied an den Mond. Dann ruft sie nach Jesibaba, während man im Hintergrund die traurige Stimme des Wassermanns hört.
    Jesibaba erscheint und erklärt Rusalka, unter welchen Bedingungen sie Menschengestalt annehmen könne: Sie wird stumm sein; und sollte sie nicht glücklich werden, muss sie den Geliebten töten, wenn sie zurück ins Geisterreich gelangen wolle. Rusalka bleibt bei ihrem Vorhaben. Sie wird verwandelt, und wieder hört man den Wassermann klagen.
    Als der Geliebte, ein Prinz, zum See kommt, nähert sie sich ihm. Der Prinz ist betört von ihrer Schönheit und nimmt sie mit sich. Noch einmal ertönen aus der Ferne die Klagen des Wassermanns und der Nixenschwestern.

    ZWEITER AKT
    Im Schlosspark
    Die Hochzeit wird vorbereitet. Jäger und Küchenjunge unterhalten sich darüber, dass die Liebe des Prinzen zu dem stummen Mädchen inzwischen wohl schon erkaltet sei.
    Während Rusalka und der Prinz sich auf die Hochzeit vorbereiten, tritt eine stolze fremde Fürstin auf, die zur Hochzeitsgesellschaft gehört, und spottet über Rusalka. Sie zieht den Prinzen in ihren Bann.
    Die Hochzeitsgesellschaft trifft ein. Während der Zeremonie wendet sich der Prinz immer mehr der Fürstin zu. Für die Menschen unsichtbar mischt sich der Wassermann unter die Gesellschaft und beobachtet das Benehmen der Fürstin und des Prinzen.
    Rusalka spürt, dass sie den Prinzen verloren hat und ist verzweifelt. Als sie den Wassermann erblickt, erschrickt sie und bittet um seine Hilfe. Beide müssen mit ansehen, wie sich der Prinz um die Fürstin bemüht. Rusalka wirft sich dazwischen und wird vom Prinzen zurückgewiesen. Der Wassermann verflucht den Prinzen. Der bekommt Angst und wendet sich an die Fürstin. Doch diese hat nur Spott für ihn übrig.

    DRITTER AKT
    Am See: Nacht.
    Rusalka erscheint, seelisch gebrochen, als Irrlicht. Die Hexe rät ihr, den Prinzen zu töten, um wieder ins Geisterreich zurückkehren zu können. Aber Rusalka lehnt ab, weil sie den Prinzen immer noch liebt.
    Der Küchenjunge und der Jäger suchen bei der Hexe Rat, weil der Prinz wahnsinnig geworden ist. Der Wassermann verflucht das lügnerische Menschenpack.
    Die Elfen tanzen einen Reigen und erfahren vom Wassermann Rusalkas Schicksal.
    Der Prinz irrt im Wald umher. Er erkennt den See wieder, auf dem ihm Rusalka erscheint. Da bereut er seine Schuld und bittet sie um Vergebung. Sie warnt ihn vor ihrem Kuss, der ihn töten wird. Der Prinz ist einverstanden, weil ihm das Leben wertlos erscheint. Er küsst sie und stirbt in ihren Armen.


    Anmerkungen:

    Die Rusalka ist in der slawischen Mythologie ein Wassergeist, bleich wie der Mond, der Vorübergehende mit Gesang und Lachen verzauberte, so dass sie sich freiwillig ins Wasser stürzten. E.T.A Hoffmann und Albert Lortzing verwendeten in ihrer "Undine" das gleiche Motiv nach der Erzählung von de la Motte Fouqué.

    Hallo Wolfram,


    da bin ich auch der Meinung, dass die Bühne nicht allzu überladen sein muss, wie es sicherlich im 19. und noch sicher in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall war. Da haben mir die entrümpelten und teilweise abstrahierten Bilder der Wieland-Wagner-Inszenierungen durchaus gefallen. Ich habe in einem Beitrag auch einmal die Patrice Chereau-Inszenierung von "Tristan und Isolde" in der Mailänder Scala erwähnt, bei der ich mir in dem Bühnenbild durchaus ein Schiffsdeck, die Burg König Markes und Tristans Burg vorstellen konnte. Dagegen werde ich mit der Ring Inszenierung desselben Regisseurs nicht recht warm; am wenigsten aber mit einer Hamburger Inszenierung (den Regisseur weiß ich nicht) wo Siegfried in einer Art Rumpelkammer auf einer alten Waschmaschine auf seinem Schwert herumhämmert und Mime auf einem alten Bügelbrett seinen Gifttrank zubereitet. Hier konnte ich nur konstatieren: Schwachsinn hoch drei.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Ich gehe weder als Musikwissenschaftler noch als Analytiker dahin, sondern als einfacher, stinknormaler Zuschauer, der einen schönen Theaterabend erleben möchte.

    Hallo crissy,


    genau das ist es doch und da bin ich der Meinung - wie ich es auch in meinem Bekanntenkreis erlebe, wo dauernd über die entstellenden Inszenierungen geflucht wird und man deshalb heute schon weitgehend auf einen Opernbesuch verzichtet, und wie ich es hier an der Zahl der Zuschriften sehe - dass dies bei der überwiegenden Mehrzahl der Zuschauer der Fall ist. Ich habe nichts gegen die Leute, die sich die Opern nur "reinziehen", um sie zu zerlegen und bis auf die letzte Note und das letzte Bild zu analysieren und die sich daran erfreuen, wenn diese mit Problemen, die der Regisseur hat, die aber von der Mehrheit des Publikums gar nicht gedeutet werden können und die die Handlung oft völlig verzerren und verkehren, überfrachtet werden. Oder auch, wenn eine Oper zum reinem Klamauk alla Blödelshow ausartet. Es soll auch ruhig einzelne Vorstellungen für diese Leute geben. Ich wehre mich lediglich dagegen, dass Vorstellungen, die die Mehrheit des Publikums ansprechen, gegenüber diesen Vorstellungen nur noch mit der Lupe zu finden sind, d.h. die Verhältnisse genau umgekehrt werden. Schlimm ist es, wenn diese normalen Zuschauer kaum eine Ausweichmöglichkeit haben. Außerdem wünschte ich, dass nicht mit Mogelpackungen geworben wird, d.h. mit dem Namen einer Oper in der von der Orginalhandlung (auch Ort und Zeit) nichts mehr zu entdecken ist. Gebt dem Publikum klar zu erkennen, was es zu erwarten hat! Wer dann noch hingeht, braucht dann nicht mehr entsetzt und buhend die Vorstellung verlassen oder das Geld bereuen, das er für eine solche DVD ausgegeben hat. Normalerweise orientiert sich der Zuschauer doch an einem Opernführer und eventuell am Textbuch und erwartet auch das, was dort steht. Dafür ist wenigstens das Fernsehen gut: da kann man abschalten


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Oder, wie auch geschehen, in einer Probe zur Neuinszenierung der "Tosca" ein auf der Bühne befindlicher Sänger vom Regisseur angeherrscht wird, was er denn hier verloren hätte, kleinlaut antwortete, er sei der Spoleta, da wandte sich nämlicher Regisseur an sein Team mit der entwaffnenden Frage: Was, der kommt auch vor in der Tosca?

    Wenn das verbürgt ist - und ich zweifle nach allen Erfahrungen nicht daran - dann wirft es das passende Licht auf diese Spezies der Regisseure: Keine Ahnung, aber davon sehr viel!!


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Liebe Mitleidende,


    hat jemand von euch die Übertragung des "Idomeneo" auf Bayern alpha gesehen? Als ich "Bayrische Staatsoper" las, hatte ich zwar schon Befürchtungen, aber ich dachte, eine "feierliche" Eröffnung des schönen Cuvillié-Theaters könnte vielleicht auch reizvoll gestaltet sein. Doch es kam schlimmer, als ich es mir dachte. Schon die blutigen Gestalten, die während der Ouvertüre (ist es denn heutzutage nicht mehr zulässig, eine Ouvertüre vor geschlossenem Vorhang zu spielen?), die einen Mann malträtierten und ihn dann in einer Versenkung verschwinden ließen, verhießen nicht Gutes. Dann die schreiend bunten Kostüme der Frauen und des Idamantes, die absolut nicht zum Inhalt passten. Schließlich, während der Arie der Elektra im Hintergrund wieder undefinierbare, blutige Gestalten, die ich nicht zu deuten wußte. Hier habe ich angewidert das Bild abgeschaltet. Der arme Mozart hätte sich sicher dreimal im Grabe herumgedreht, wenn er das gesehen hätte.
    Wer - außer vielleicht Amfortas - hätte das anders gesehen?


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Da habe ich wohl echt eine Bildungslücke. Klärt mich mal einer auf, was " Staubis " sind?


    Lieber crissy,


    das ist sicher keine Bildungslücke, sondern ein Wort aus der Gossensprache, das du nicht unbedingt kennen musst. Ich nehme an, das sind Leute über 50. Denn mit 60 Jahren wurden wir in diesem Jargon "Gruftis" genannt, und heute gehöre ich nach diesem Lexikon schon zu den "Kompostis". Falls du noch weitere solcher Schmeicheleien suchst, schlag nach bei Amfortas, der solche Dinge hier ins Forum trägt.
    Den lieben "Grufti" grüßt
    Gerhard :hello:

    Zitat

    Leider bin ich zu doof, um das hier richtig darstellen zu können.

    Hallo Cartmann,


    erst einmal schöne Grüße von mir. Auch ich bin neu, kurz nach dir eingetreten. Und ich muss sagen, das mir das bisher auch nicht immer gelungen ist. Schwierig ist es immer noch für mich, wenn innerhalb des Zitats ein Absatz gemacht wurde (Enter eingegeben wurde). Dann bekomme ich diese nicht in einen Zitatbalken. Weitere Schwierigkeiten hatte ich noch mit beim Formatieren (Ich habe einige Beiträge für den Opernführer geschrieben. Da ist mir der ursprüngliche Text beim Absenden häufig zerrissen worden und auch in unterschiedlichen Schriftgrößen und anderen Farben, als ich es vorgesehen hatte, erschienen. Da habe ich manchmal länger nacharbeiten müssen. Warum das so war, konnte mir niemand erklären. Und auch das Programm hat einige Tücken: Gibst du z.B. eine 8 und ohne Leertaste eine abschließende Klammer ein (etwa bei Jahresangabe in Klammer) so setzt das Programm das in einen Smiley um, wie nachfolgend 8). Und das passiert mit anderen Kombinationen auch. Ich habe auch erst geglaubt, ich sei zu doof, bis ich die Wahrheit erfuhr.


    Hallo crissy
    ich bin sehr erstaunt, hier Amfortas einmal anders zu erleben. Danke Amfortas, dass du auch sachlich sein kannst.


    Liebe Grüße
    Gerhard

    Zitat

    Denn statt

    "Uropas Theater" schrieb ich Uropas Oper
    statt "sich etwas hineinziehen" schrieb ich sich ... reinziehn



    Na, dann habe ich deine "Nettigkeiten" ja noch etwas eleganter ausgedrückt, als du es kannst!

    Zitat

    Aber ja doch Amfortas, den "ungezogenen Amfortas" ertragen wir hier durchaus und er ist uns sogar ein "Born der Heiterkeit". Wenn die Amfortässer sich auch nur in diesem Verhältnis zu den Uropas in den Theatern breit machen würden, hätten wir gar nichts dagegen und würden Euch gütigerweise sogar die "Komische Oper" als Spielwiese für Eure Ideen zugestehen! Grosszügig nicht??

    Richtig!!!


    Gerhard :jubel:

    Carl Maria von Weber ( 1786 - 1826 )
    Oberon


    Romantische Oper in drei Akten
    Libretto: James Robinson Planché

    Originalsprache:Englisch


    Uraufführung: London 1826


    PERSONEN DER HANDLUNG

    Oberon, König der Elfen, Tenor
    Puck, sein Diener, Mezzosopran
    Hüon von Bordeaux, Ritter am Hof Karls des Großen, Tenor
    Scherasmin,sein Knappe, Bariton
    Rezia, Tochter des Kalifen von Bagdad, Sopran

    Fatime, ihre Vertraute, Sopran
    Zwei Meermädchen, Sopran
    Droll, Diener Oberons, Sprechrolle
    Titania, Oberons Gemahlin, stumme Rolle
    Harun al Raschid, Kalif von Bagdad, Sprechrolle
    Babekan, persischer Prinz, Sprechrolle

    Almansor, Emir von Tunis, Sprechrolle

    Roschana, seine Gemahlin, Sprechrolle
    Nadine, deren Sklavin, Sprechrolle
    Abdallah, Seeräuber, Sprechrolle
    Haremswächter, stumme Rolle
    Drei Gartenhüter, Sprechrollen
    Karl der Große, Sprechrolle
    Feen,Elfen, Luft-, Erd- und Wassergeister, Gefolge des Kalifen, Gefolge Rezias, Sklavinnen, Wachen, Piraten, Gefolge Karls des Großen


    Ort und Zeit der Handlung: Feenreich, Orient, Frankreich

    VORGESCHICHTE
    Oberon und Titania haben sich gestritten, wer in der Liebe unbeständiger sei, Mann oder Frau. Sie haben sich geschworen, einander nie mehr zu lieben, ehe nicht zwei Menschen bewiesen haben, dass sie sich treu bis in den Tod sind. Titania will aber den Schwur nur dann erfüllt sehen, wenn diese beiden Menschen durch harte Prüfungen gegangen sind.


    INHALTSANGABE


    ERSTER AKT
    1. Szene:Feengarten in Reich Oberons

    Oberon schläft in seinem Garten. Da kommen Puck und Droll. Droll hat in Oberons Auftrag die Welt durchstreift und berichtet ihm nun von dem Ritter Hüon, der in ritterlichem Kampf den heimtückischen Sohn Karls des Großen getötet hat. Karl der Große will ihm verzeihen, wenn er in Bagdad Babekan, den für Rezia vorgesehenen Bräutigam , getötet und Rezia geküsst hat.
    Droll hat Hüon und Scherasmin, die sich auf dem Weg nach Bagdad befanden, zu Oberon gelockt.
    Oberon zeigt Hüon in einer Vision seine Braut Rezia. Dann schenkt er ihm ein Horn, mit dem er bei Gefahr einen Zauber bewirken oder auch Oberon herbeirufen kann. Scherasmin erhält einen goldenen Becher, der sich beim Trinken immer neu füllt und und ihm helfen soll, wenn er einmal in Bedrängnis geraten sollte.


    2. Szene:Vor den Toren Bagdads
    Droll hat Hüon und Scherasmin nach Bagdad geführt, wo er ihnen zwei Gewänder überreicht, mit denen sie unerkannt in den Palast eindringen können.


    3. Szene:Im Harem
    Auch Rezia ist ihr Ritter im Traum erschienen, und sie erwartet nun mit Fatime sehnsüchtig ihren Helden, der sie von dem ungeliebten Babekan befreien soll.

    ZWEITER AKT
    1. Szene:Prächtiger Saal im Palast von Harun al Raschid

    Der Chor besingt die Ehre des Kalifen. Babekan erscheint und wird von Harun al Raschid ermahnt, erfinderisch zu sein, um Rezias Liebe zu erobern.
    Es folgt ein Ballett, während dessen Hüon und Scherasmin in den Saal gelangen.
    Rezia kommt und nachdem sie zunächst auf Babekan zugegangen ist, kehrt sie plötzlich um und fällt Hüon in die Arme. Als der Kalif die Fremden von der Palastwache festnehmen lassen will, bläst Hüon in sein Zauberhorn und die Angreifer erstarren. Hüon und Rezia entfliehen, Scherasmin küsst Fatime, die aus ihrer Erstarrung erwacht, und zusammen eilen sie den beiden nach.


    2. Szene:Im Garten hinter dem Palast
    Scherasmin gesteht Fatime seine Liebe. Hüon und Rezia eilen hinzu und drängen zum Aufbruch. Sie wollen auf einem Schiff entfliehen.

    3. Szene:Felsenlandschaft, finstere Nacht
    Puck ruft im Namen Oberons Luft-, Erd- und Wassergeister herbei, die einen Sturm erzeugen und das Schiff an Land schleudern sollen. Das Schiff strandet und zerschellt. Hüon spricht ein Gebet und Rezia singt ihre große Arie „Ozean, du Ungeheuer“
    Ein Piratenschiff taucht auf. Die Piraten nehmen Rezia, Scherasmin und Fatime gefangen. Ihr Anführer Abdullah will diese an Almansor, den Emir von Tunis, verkaufen.

    Hüon bleibt allein zurück. Da erscheinen Droll und Oberon und versetzen ihn in die Gärten von Almansor.
    Der Akt endet mit einem großen Auftritt von Meermädchen und guten Geistern.

    DRITTER AKT
    1. Szene:
    Palastgarten Almansors
    Scherasmin und Fatime finden sich als Sklaven Almansors wieder, hoffen, dass sie Hüon und Rezia wiederfinden und glücklich in die Heimat gelangen.
    Droll bringt den schlafenden Hüon herbei und weckt ihn auf. Dann kommen Scherasmin und Fatime herbei und alle erkennen sich wieder. Fatime berichtet, dass auch Rezia an den Emir verkauft wurde, der sie in seinen schönsten Pavillon gesperrt habe. Hüon verkleidet sich, um in den Palast zu gelangen.


    2. Szene:Halle im Palast Almansors
    Almansor wirbt um Rezia, doch diese weist ihn zurück.
    Indessen hat auch Rochana den schönen Sklaven Hüon entdeckt und versucht ihn zu verführen. Er reißt sich los, aber Rochanas Gefährtinnen versperren ihm den Fluchtweg. In diesem Augenblick kommt Almansor herein und lässt ihn ergreifen.


    3. Szene:
    Ein Platz in Tunis, später der Palast Karls des Großen
    Abdallah will Almansor einige Kisten, die das Meer an Land gespült hat, verkaufen, aber dieser beansprucht alles ohne Bezahlung für sich. Lediglich ein in den Kisten gefundenes Horn überlässt er Abdallah, welches dieser als wertlos betrachtet. Wütend wirft es es Scherasmin zu, der sich mit Fatime dort befindet. Fatime erkennt das Zauberhorn.
    Almansor lässt Hüon herbeiholen, der auf dem Scheiterhaufen sterben soll. Als Rezia um Gnade für ihn fleht, sich als seine Gattin zu erkennen gibt und mit ihm sterben will, lässt Almansor beide auf den Scheiterhaufen führen.
    Da bläst Scherasmin in das Zauberhorn und alle fangen an zu tanzen. Als er noch stärker bläst, sieht man Oberon, der sich mit Titania versöhnt hat. Oberon preist das treue Paar und versetzt es, sowie Scherasmin und Fatime an den Hof Karls des Großen.
    Hüon hat das Gebot Karls erfüllt und alle bejubeln das Paar.

    Zitat

    ist auch besser so, weil nämlich inzwischen das geringer werdende Niveau deiner resentimenterfüllten Beiträge über zeitgenössische Opernregie sich nicht mal minimalen Erfordernissen von miserablen Boulevardblättern anzupassen vermag.

    Dazu kann ich nur sagen, das diese Einlassung noch weit unter dem Niveau eines Boulevardblattes liegt


    Gerhard :pfeif:

    Zitat

    Du entlarvst Dich immer mehr nur als Phrasendrescher!

    Das habe ich schon lange erkannt und in meinen Beiträgen in ähnlicher Weise ausgedrückt. Das beweist auch sein Jargon, der sich nachgeschwätzter Vulgärausdrücke bedient, wie "Uropas Theater", "sich etwas hineinziehen", Staubis" u.ä. Es lohnt sich eigentlich garnicht, seine Beiträge zu lesen, weil es immer nur dasselbe ist: Alles zerlegen und dagegen sein! Dennoch, es reizt wenigstens zum Lachen.


    Zitat

    Ich freue mich daß es noch Leute gibt wie Euch, die sich an Theater und Oper in konservativer "angestaubter" Form erfreuen können. M. E. gibt es noch mehr davon als man denkt. Oper soll Freude und Genuß bereiten und auf Provokationen können wir allemal gerne verzichten!

    Da kann ich noch Josef II nennen, der auch auf unserer Wellenlänge liegt, mit 18 eingetreten ist und jetzt etwa bei 25 liegt. Wenn das Thema "Mitglieder stellen sich vor" nicht so umfangreich und auch nicht durch Beiträge angefüllt wäre, die nicht dahin gehören, und wenn sich jeder auch daran gehalten hätte, sich wenigstens vorzustellen, würde man sicher eine ganze Anzahl entdecken. Ich habe damals, als ich mich vorstellte, einige davon entdeckt und auch zum Ausdruck gebracht, dass ich mich sehr darüber freue.


    Liebe Grüße
    Gerhard :hello:


    Danke, lieber musikwanderer, ich werde das künftig beachten. Wie ich festgestellt habe, ist mir das bei Salieri und Pizzetti durchgegangen, aber vielleicht können die Moderatoren das ändern und auch die Formatierungen bei dem "verunglückten" Pizzetti. Mein Hinweis, dass von Egk noch die Zaubergeige fehlt, ist inzwischen überholt, weil Alfred diese Oper kurz nach meinem Beitrag eingestellt hat. Ich habe damit auch noch nicht angefangen, sondern arbeite erst einmal an Webers "Oberon" Aber vielleicht ist es ganz interessant, die Liste zu nennen, die ich mir für die Opern, die ich noch besitze und die ich im Tamino-Opernführer noch nicht gefunden habe, aufgestellt habe, damit ich mit anderen, die vielleicht schon daran arbeiten, nicht in Konflikt komme:


    DONIZETTI: Linda di Chamounix
    HALEVY: Die Jüdin
    DVORAK.: Rusalka
    NICOLAI: Die lustigen Weiber von Windsor
    PONCHIELLI: La Gioconda
    PROKOFFJEW: Die Verlobung im Kloster
    RIMSKY-KORSAKOW: Der goldene Hahn
    ROSSINI: La Donna del Lago


    und eben den schon genannten "Oberon", den ich schon in der Mache habe. Korngold hatte ich auch mit "Die tote Stadt" auf der Liste, aber nun weiß ich ja, dass du ihn vorgesehen hast, und konnte ihn daher streichen. Sollte jemand eine davon schon in Arbeit haben, bitte ich, es mir mitzuteilen, damit ich sie aus meiner Liste herausnehme.


    Ich wünsche ebenfalls noch einmal einen schönen Pfingstmontag
    Gerhard :hello:

    Ja, lieber musikwanderer,
    das war sicher auch mein Fehler, ich habe - wie gesagt - eine Vorlage aus dem Opernführer genommen, die allgemeinen Teile (Titel, Personen usw.) in die neue Oper abgeändert und nur die Inhalte aus meiner word-Vorlage ersetzt. Ich arbeite übrigens manchmal auch mit open office, bin aber mehr an word gewöhnt und dadurch in diesem Programm auch mit den einzelnen Befehlen und Tastaturkürzeln mehr vertraut. open office ist für meine Begriffe in vielem sogar vorteilhafter, weil man damit auch Schriftstücke aus anderen Programmen öffnen und bearbeiten kann, während word das meist nicht zulässt. Es ist eben nur die bessere Übung, die ich mit word habe, mit dem ich u.a. auch Grafiken erstelle, z.B. als Lehrmaterial für einen Freund, der Umweltschutz unterrichtet, und mit dem ich auch meine selbst aufgenommenen DVD mit Bildern, Titel, Aufnahmedauer und Besetzung, bei Konzerten auch mit den Einzeltiteln versehe.
    Noch einmal danke und einen frohen 2. Feiertag.
    Gerhard