Beiträge von Rheingold1876

    Lieber Siegfried, ich freue mich über Deine Antwort, danke. Es hat schon manchen Vorteil, wenn die Akteure wenigsten auf der Bühne zunächst sehr jung sind. Nur dann wir für mich die Handlung glaubhaft.


    Allerdings hätte man Leilas Schleier für den kleinen Filmausschnitt durchaus bügeln können. ;) Er sieht aus wie aus einem Schrank genommen oder aus einer Verpackung von Amazon. So zeigt sich wieder einmal, dass zu große Nähe der Wirkung abträglich ist. :( Ich habe ähnliches bei Salomes Tanz aus der zweiten Teile erlebt. Das war fürchterlich komisch und verursache grelles Gelächter.

    Lieber Siegfried, danke für den Bericht. In dem kleinen Video wird gesagt, dass die Perlenfischer in Sri Lanka spielten - das hieße nach 1972. Bis dahin hieß das Land Ceylon. Inwiefern ragen die historischen Umstände in die Inszenierung hinein? Und wie wird deutlich, dass es heutzutage wohl kaum noch Perlenfischer geben dürfte. Zuchtperlen haben dieses ungemein gefährliche und schreckliche Geschäft zum Erliegen gebracht. Nadir und Zugar tragen Jeans. Das kann aber auch auf einer Probe gewesen sein. Vielleicht berichtest Du uns noch mehr.

    Johann Gottfried Herder war ein bedeutender Liedersammler. Aus dem Dänischen übernahm er das Gedicht "Elvershöh" in seine "Stimmen der Völker in Liedern". Elvershöh bedeutet soviel wir Elfenhöhe oder Elfenhügel, wo sich ein Jüngling niederlegt und in tiefen Schlaf versinkt - mit diesen Folgen:



    Die Komposition stammt von Carl Loewe und gehört zu den frühen Werken. Sie ist Teil der "Drei Balladen" op. 3. Hier nun der vollständige Text:


    Elvershöh


    Ich legte mein Haupt auf Elvershöh,

    Meine Augen begannen zu sinken.

    Da kamen gegangen zwei Jungfraun schön,

    Die täten mir lieblich winken.

    Die eine, die strich mein weißes Kinn,

    Die andere lispelt ins Ohr mir:

    "Steh auf, du muntrer Jüngling,

    Und erhebe den Tanz hier!

    Meine Jungfraun sollen dir Lieder singen,

    Die schönsten Lieder zu hören."

    Die eine begann zu singen ein Lied,

    Die Schönste aller Schönen;

    Der brausende Strom, er floß nicht mehr

    Und horcht den Zaubertönen,

    Der brausende Strom, er floß nicht mehr,

    Stand still und horchte fühlend.

    Die Fischlein all' in heller Flut,

    Sie scherzten auf und nieder,

    Die Vöglein all' im grünen Hain,

    Sie hüpften und zirpten Lieder.

    "Hör' an, du muntrer Jüngling, hör' an,

    Willst du hier bei uns bleiben?

    Wir wollen dich lehren das Runenbuch

    und Zaubereien schreiben.

    Wir wollen dich lehren, den wilden Bär

    zu binden mit Wort und Zeichen.

    Der Drache, der ruht auf rotem Gold,

    soll vor dir fliehn und weichen."

    Sie tanzten hin, sie tanzten her;

    Zu buhlen ihr Herz begehret.

    Der muntre Jügling, er

    Saß da, gestützt auf seinem Schwerte.

    "Hör' an, du muntrer Jüngling, hör' an!

    Willst du nicht mit uns sprechen,

    So reissen wir dir mit Messer und Schwert

    Das Herz aus, uns zu rächen."

    Und da, mein gutes, gutes Glück!

    Der Hahn fing an zu krähn.

    Ich wär sonst blieben auf Elvershöh,

    Bei Elvers Jungfraun schön.

    Drum rat ich jedem Jüngling an,

    Der zieht nach Hofe fein,

    Er setze sich nicht auf Elvershöh,

    Allda zu schlummern ein.



    Dürfte ich mal um die Nennung einiger Titel von Peter Alexander bitten, die "sozialkritisch und aufrüttelnd" sind?

    Wie wäre es denn damit? Die kleine Kneipe an der Ecke war immer schon ein subversiver Ort.



    Ansonsten finde ich es ganz interessant, dass Willi das Spektrum dieses Forum um Schlagersänger erweitert hat. :)

    Ein informierter Opernfreund benötigt keine zehn Minuten, um festzustellen, dass eine Oper verunstaltet ist. Es ist Unsinn, zu behaupten, das ein Ausschnitt oder auch ein Bild nicht genügt, um das zu erkennen.

    Lieber Gerhard, gehe ich recht in der Annahme, dass sich diese Bemerkung auf meinen Beitrag 49 bezieht? Ich kann mich momentan nicht genau erinnern, je eine Opernvorstellung vorzeitig verlassen zu haben. Dagegen stünde meine Neugierde, ich ich mir zum Glück erhalten habe. Ein Leben ohne Neugierde kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre die Hölle für mich. Ich bin immer (noch) auf den Schluss gespannt. Auch dann, wenn ich eine Oper x-mal gesehen habe in unterschiedlichsten Deutungen. Nach weniger als zehn Minuten kann ich kein Urteil fällen über ein Werk, das schon mal fünf Stunden dauern kann. Ich habe starke Zweifel, ob das überhaupt jemand kann, auch dann kann, wenn er für sich in Anspruch nimmt, ein "informierter Opernfreund" zu sein.

    Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt gesehen hat ...

    Das siehst Du nicht ganz richtig, lieber Souffleur. Denn Figarooo (wo steckt er überhaupt?) hat die Vorstellung bereits in der Pause verlassen. Das dürfte nach dem ersten Teil des zweiten Aktes - also etwa zur Hälfte - gewesen sein. Insofern müsste es heißen: "Sehe ich das richtig, dass nur ein einziger von einem ganzen Dutzend erregten Forum-Mitgliedern diese Inszenierung überhaupt etwa zur Hälfte gesehen hat?" ;)

    Lieber Rüdiger,

    auch wenn Seider etliche Aufnahmen hinterlassen hat, ich habe auch beim Stöbern in Plattenläden den Namen nie finden können.

    Lieber La Roche, das ist auch meine Erfahrung. Seider-Dokumente erschienen bei kleinen Firmen im Westen oder kursierten vor allem auf dem so genannten grauen Markt. Bei den gängigen Labels und in ihren Katalogen wurde man nicht fündig. Ich lernte ihn durch Sammler kennen, die ihre Platten vor allem aus den USA und bei privaten Zwischenhändlern bezogen. Preiser hat viel für ihn getan. Seiders Karriere bekam durch den Krieg einen Bruch. Auf seinem Höhepunkt war er während der Nazizeit. Danach hatte es seine Generation oft nicht einfach. Außerdem war er einer unter mehreren.

    Man kann sich ja so manches nicht vorstellen. Zum Beispiel hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ein Sänger wie Fassler hier einen Thread erhält und der in wenigen Stunden mit 17 Beiträgen gefüllt wird!

    Das, lieber Caruso, hat sicher verschiedene Gründe. Mir war, als hätte der Thread-Starter Otello, der neu im Forum ist, einen Stein ins Wasser geworfen. Fassler? Fassler? Wer war das denn noch schnell? Die Suche nach Informationen ist mitunter eine Sache, die man zunächst auch für sich selbst anstellt, um das eigene Gedächtnis aufzufrischen. Mir geht es zumindest so. Das macht mir Spaß. Dann halte ich es für geboten, einem neuen Mitglied das Gefühl zu vermitteln, dass man sich für seine Anliegen interessiert. Nicht nur pro forma, sondern, indem man eigene Recherchen anstellt und plötzlich feststellt, dass die Sache interessant ist. Wenn unsereins ein Thema aufwirft, auf dass es keinerlei Reaktionen gibt, obwohl man es für ganz wichtig erachtet, halten wir das aus, weil wir "unser" Forum kennen. ;)


    Edward Sooter, der in Braunschweig dann den Siegmund sang, hat keinen eigenen Thread. Dabei hat er über 50 Aufführungen an der Met gesungen.

    Vielleicht startest Du ja einen. :hello:

    Das stand damals in jedem Nachruf, dass Fassler den Tristan-Vertrag für die Wiener Staatsoper bereits in der Tasche hatte. Und Stimme hatte er ja. (Nur einiges andere nicht.) Und die Wiener hatten und haben auch ihren Lokalpatriotismus.

    Nichts gegenteiliges habe ich behauptet. Ich bekundete lediglich, dass ich es mir absolut nicht vorstellen kann.

    Jedenfalls kann es nicht schaden, dieses großen Sängers immer mal wieder zu gedenken.

    Darin stimmen wir doch sehr überein. :) Ich halte es für eine gute Sache alte Thema wieder auszugraben. Das ist auch Erinnerungsarbeit. Deshalb, lieber Otello, nur zu! Ich freue mich immer, wenn ein neues Mitglied auch auf den Bestand zurückgreift und dabei neue Fragen aufwirft. Threadpflege wird aus meiner Sicht viel zu selten betrieben. Schnell stellt sich dann oft heraus, dass doch noch nicht alles gesagt ist.

    Eine grandiose Oper, die ich schon oft live erlebt habe. Vor einigen Jahren wurde sie in Münster gegeben, auf deutsch.

    Man muss schon die französische Sprache perfekt berherrschen und dazu noch die entsprechenden Sänger zur Verfügung haben, um diesem wortreichen Werk in allen seinen Feinheiten folgen zu können. Übertitel schaffen das nicht. Ansonsten kann es auch schnell fürchterlich langweilig werden. ;) Wie ist da eure Erfahrung? Ähnlich Münster gab es vier Jahre nach der UA auch in Wien eine deutsche Übersetzung bei der dortigen Erstaufführung, die half, das Stück bekannt zu machen. Die Rundfunkübertragung aus der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Berislav Klobucar ist mal bei Ponto auf CD veröffentlicht worden - und sängerisch höchst prominent besetzt. Ich bilde mal die Rückseite ab, damit man die Namen erkennen kann.


    Mir unbegreiflich, wie er derart in Vergessenheit geraten konnte.

    Ist das wirklich so, lieber Otello50? Diesen oder ähnliche Ausrufe vernehme ich bei Tamino oft. Und ich frage mich, wie das wohl zu verstehen ist. Was also späche dafür, dass Seider vergessen ist? Seine Aufnahmen - nicht sehr viele, aber auch nicht sehr wenige - waren stets greifbar. Der "Tristan" mit der Callas hat sich leider nicht erhalten. :( Bei Sammlern hatte sein Name - wenn ich mich nicht täusche - immer einen guten Klang. Seider ist in jedem einschlägigen Lexikon zu finden - und wird natürlich auch in der Callas-Literatur und in anderen Opernbüchern erwähnt. Diskographien (Ommer, Steiger) listen seine Aufnahmen. Bei Querstand gibt es ein schöne Edition mit Leipziger Seider-Dokumenten - in Ton und Bild. Die sollte sich nicht entgehen lassen, wer diesen Sänger schätzt:



    Bei YouTube wimmelt es vor auf Aufnahmen mit Seider. Ich greife mal hinein in das Angebot:


    Bei Google taucht Seider seitenweise auf. Nach meinem Eindruck kann also nicht die Rede davon sein, das er vergessen ist. Eher würde ich vom Gegenteil sprechen.

    Er hat offenbar nur wenige Aufnahmen hinterlassen.


    Das "Liebesverbot" mit Wolfgang Fassler als Lucio hatte Caruso schon genannt. Bisher noch nicht auf CD gelangt ist eine Studioproduktion von Kreutzers "Nachtlager von Granada" von Preiser Records. Darin singt Fassler den Gomez. Die LP-Ausgabe ist antiquarisch noch zu finden - beispielsweise bei Dioscogs. So sieht sie aus:



    Wer eingeschränkte Klangqualitäten nicht scheut, wird auch bei House of Opera fündig. Dort gibt es mit Fassler, der mein Fall auch nicht gewesen ist, diese Titel: Jenufa (Laca), Marseille 1986; Siegfried (Siegfried), Wiesbaden 1993; Götterdämmerung (Siegfried), London 1996; Meistersinger (Stolzing), Mannheim 1987.


    Obwohl ich schon einmal an anderer Stelle des Forums darauf zu sprechen kam, möchte ich auch hier auf eine Besonderheit in der Diskographie von Christa Ludwig hinweisen: Mit ihrem damaligen Ehemann Walter Berry wurde bei Deutsche Grammophon die oben abgebildete Liederplatte produziert. In den Liederkreis op. 39 von Schumann teilen sie sich. Ob das nun Sinn macht oder nicht, darauf möchte ich jetzt nicht eingehen. Die Ludwig singt sechs Lieder - nämlich "Waldgespräch", "Die Stille", "Mondnacht", "Schöne Fremde", "Wehmut" und "Im Walde", Berry den Rest. In nunmehr schon zwei der Ludwig gewidmete Grammophon-Editionen sind - ohne jeden erklärenden Hinweis - nur ihre Titel eingegangen. Da ich die originale LP zunächst nicht kannte, ging ich immer davon aus, dass nur diese Lieder eingespielt wurden, was mich allerdings wunderte. Also recherchierte ich. Der entscheidende Hinweis fand sich in der Walter-Berry-Biografie von Elisabeth Birnbaum (Henschel) auf Seite 220: "Mit Christa Ludwig zusammen gibt es noch eine Liederplatte mit Schumanns Liederzyklus op. 39, der schon als Werk an sich wunderbar ist und in der Aufteilung der Lieder noch interessanter wird." Die besorgte ich mir. Sie wurde - wenn ich nichts übersehen habe - nie auf CD veröffentlicht.


    Im Moment ist mir das noch zu viele Hype um Petrenko. Er kann machen, was er will, es ist immer ganz wunderbar. Und er hat natürlich auch die "Pathétique" neu erfunden - als sei diese Sinfonie nie besser gespielt worden. Und würde er den Holzschuhtanz oder "Martha" dirigieren - was ich an seiner Stelle täte - es wäre auch wunderbar. Lassen wir ihn doch erstmal machen. Ich bin gespannt, weil ich ihn für einen guten Dirigenten halte. Und weil ich gut finde, dass er sich öffentlich und gesellschaftlich verweigert. Umso mehr stürzen sich die Presse und Fans in dieses Vakuum. Seine neue Saison in Berlin finde ich übrigens vom Programm her so aufregend nicht. Beethovens Neunte haut mich jetzt nicht um. Schwerpunkte deuten sich für mich noch nicht an. Da gibt es starke und spannende Konkurrenz in Berlin, die nur nicht so wahrgenommen wird.


    Es wird sich aus meiner Sicht erst zeigen müssen, ob dem Eigenlabel der Berliner Philharmoniker die Nachhaltigkeit zuwächst, die man sich wohl verspricht. Auch finanziell. Es ist deutlich geworden, dass offebar keine der großen Marken breit gewesen ist, eine Zusammenarbeit mit dem Orcherster wie in der Vergangenheit einzugehen. Obwohl ich für erlesene Ausgaben bin, mit diesen unhandlichen querformatigen Teilen kann ich nichts anfangen. Sie passen in keines meiner Regale. Und sie sind wohl auch ehr als Repräsentationsgeschenke gedacht. Bis vor kurzem lagen die Sibelius-Sinfonien mit Rattle herum, die sich für mich auch künstlerisch als Fehlkauf erwiesen. Ich konnte sie nicht mal bei einer der bekannten Aufkauffirmen loswerden, weil sie keinen Barcode haben. :( Eine Nachbarin nahm sie schließlich mit, weil sie "ganz gern mal Klassik" höre.

    Und er kommentiert diesen Sachverhalt mit den Worten:
    „Es spricht für die Größe Schuberts, dass er sich der wagnerschen Versuchung verweigert, die Illusionslosigkeit seines Wanderers durch neue Illusionen >kunstvoll< im Wahn befrieden zu wollen.“

    Eines verstehe ich nicht: Wie kann sich Schubert einer wagnerschen Versuchung verweigern, wo doch Wagner bei Schuberts Tod 1828 noch die Schule besuchte? Vieleicht kannst und möchtest Du uns noch etwas dazu sagen, lieber Helmut, weil Du doch dieses Zitat von Hans May ausgewählt hast. Danke.


    So wie wir dieses Bild von Vermeer, das zum Bestand der Dresdener Gemäldegalerie gehört, kennen, werden wir es nicht wiedersehen. Röntgenaufnahmen hatten ja schon vor einiger Zeit offenbart, dass es nach dem Tod des Künstlers teilweise übermalt worden ist. Die freie Fläche oberhalb des lesenden Mädchen füllte als Bild im Bild ein großen nackter Cupido aus. Davon ist jetzt etwa ein Drittel freigelegt worden. So unschuldig wie bisher wird dieses Gemälde also nicht bleiben, ein neuer Interpretationsansatz notwendig sein. Näheres ist beispielsweise hier zu lesen und zu sehen. Das Gemälde wird in seiner restaurierten Form von 2020 an in Dresden gezeigt werden, wenn nämlich die Gemäldegalerie nach Umbau und Erneuerung wieder komplett geöffnet ist.

    Und so ist für ihn offenkundig, „dass die >Winterreise< in radikaler Reduktion der künstlerischen Ausdrucksmittel einen einzelnen Wanderer zum Stellvertreter einer wandernden Gesellschaft werden lässt. Er stellt Fragen, die die Moderne je länger um so mehr beschäftigen werden. Kafkas >Landvermesser<, Musils >Mann ohne Eigenschaften<, Camus >Der Fremde<, Sartre >Das Spiel ist aus<, Beckett und viele andere sind späte Weggefährten des Wanderers der >Winterreise<.“
    In diesem Zusammenhang stellen sich für ihn folgende, bei der Betrachtung der „Winterreise“ in ihren einzelnen Liedern gleichsam eine Leitfunktion übernehmende Fragen:
    „Wäre es denkbar, dass uns in der >Winterreise< an ihrem Ende eine ästhetische Säkularisierung und Transformation des großen Schmerzensmannes begegnet? Der Wanderer der >Winterreise< ist ein metaphysisch Obdachloser. Aus der Vorstellung eines von Gott lebensdienlich geordneten und darin >schönen< Kosmos ist er, wie Friedrich Schlegel, herausgefallen ins Bodenlose.“
    „Formuliert die >Winterreise<“, so fragt er, „damit hellsichtig ein Grundproblem der säkularen Moderne: den Exodus aus den Sinngewissheiten eines religiös verstandenen Lebenszusammenhangs?“

    Lieber Helmut, sehr genau habe ich gelesen, was Du als - wie Du es ausdrückst - Präsentation über das Buch von Hans May geschrieben hast. Wenn ich den Text richtig verstehe, dann wertet der Autor Müller auf, indem er dem Wanderer in der "Winterreise" die Figuren von Kafka, Camus oder Musil als Weggefährten zur Seite stellt. Oder soll ich es so begreifen, dass die Verse Müllers erst durch Schubert ihre Beutung erlangen?