Beiträge von Rheingold1876

    Unabhängig voneinander vertonten Robert Schumann und Richard Wagner die Ballade von den zwei Grenadiere von Heinrich Heine. Und beide zitieren die Marseillaise, seit 1795 der "Französische Nationalgesang.


    Nach Frankreich zogen zwei Grenadier’,

    Die waren in Rußland gefangen.
    Und als sie kamen in's deutsche Quartier,
    Sie ließen die Köpfe hangen.


    Da hörten sie beide die traurige Mähr:
    Daß Frankreich verloren gegangen,
    Besiegt und zerschlagen das tapfere Heer, –
    Und der Kaiser, der Kaiser gefangen.


    Da weinten zusammen die Grenadier’
    Wohl ob der kläglichen Kunde.
    Der Eine sprach: Wie weh wird mir,
    Wie brennt meine alte Wunde.


    Der Andre sprach: das Lied ist aus,
    Auch ich möcht mit dir sterben,
    Doch hab’ ich Weib und Kind zu Haus,
    Die ohne mich verderben.


    Was scheert mich Weib, was scheert mich Kind,
    Ich trage weit bess’res Verlangen;
    Laß sie betteln gehn, wenn sie hungrig sind, –
    Mein Kaiser, mein Kaiser gefangen!


    Gewähr’ mir, Bruder, eine Bitt’:
    Wenn ich jetzt sterben werde,
    So nimm meine Leiche nach Frankreich mit,
    Begrab’ mich in Frankreichs Erde.


    Das Ehrenkreuz am rothen Band
    Sollst du auf's Herz mir legen;
    Die Flinte gib mir in die Hand,
    Und gürt’ mir um den Degen.


    So will ich liegen und horchen still
    Wie eine Schildwach, im Grabe,
    Bis einst ich höre Kanonengebrüll
    Und wiehernder Rosse Getrabe.


    Dann reitet mein Kaiser wohl über mein Grab,
    Viel Schwerter klirren und blitzen;
    Dann steig’ ich gewaffnet hervor aus dem Grab', –
    Den Kaiser, den Kaiser zu schützen.


    Man müsste wohl erst einmal definieren, was überhaupt die Charakteristika einer "wienerischen“ Musik sind, ...

    https://www.zdf.de/kultur/musi…aldbuehne-berlin-100.html


    Ich, ein "Gesinnungswiener", kann es auch nicht in Worte fassen, ich kann es allenfalls hören - wie nun wieder in der Berliner Walbühne, wo Riccardo Muti mit den Wiener Philhamonikern zu einem so genannten Europakonzert angetreten waren. Ich kam zufällig darauf, blieb aber dabei, weil es mir sehr gefiel. Gegen Schluss zwischen den "Pinien der Via Appia" von Respighi und der erst unlängst hier im Forum sehr kritisch beäugten Europahymne, die auf einer Bearbeitung des Finales der Neunten von Beethoven durch Karajan beruht (er wurde auch genannt) der Kaiser-Walzer von Strauß, dessen Entstehungsgeschichte bekanntlich mit den Berliner Herrscherhaus verknüpft ist. Drauf käme man vom Hören her nicht. Keine preußische Erdenschwere. Diese Musik hebt sich mit einer unglaublichen Leichtigkeit vom Boden, sie schwebt. Sie ist ein Zustand. Ein Schuss Ironie, eine Prise Larmoyanz und eine gewisse deckelte Schräigheit bewahren sie vor allzu großem Ernst. Man ahnt ein Lebensgefühl, das man gern hätte aber nicht erreichen kann.

    Es wäre zu hoffen, dass Rechteinhaber Warner beizeiten noch eine gebündelte Box mit sämtlichen Tondokumenten, die Wolfgang Anheisser für EMI Electrola eingespielt hat, herausbringt. Es gibt doch entschieden mehr, als ich auf dem Schirm hatte. Der Wunsch ist Vater des Gedankens.

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    Zumindest gibt es Hoffnungsschimmer. Einer zeigte sich mir erst gestern auf der Suche nach mir unbekannten Aufnahmen von Anheisser, um meine eigenen Bestände zu ergänzen. Bei Discogs stieß ich auf diese LP, die ich in der Absicht erwarb, sie nach ihrem Eintreffen umgehend zu rippen. Da kann ich mir sparen – wie sich wenig später herausstellte. Es gibt bereits einen Umschnitt bei Warner. Nur erinnert dessen biederes Cover nicht im Geringsten an die originale Aufmachung.


    Jetzt wäre es natürlich hochinteressant, ob jemand irgendeine dieser Aufnahmen kennt oder weiß, ob man sie heute noch bekommt. Da sind ja kostbare Raritäten enthalten, die man von Hoppe nicht vermuten würde und die mich sehr neugierig machen.

    Lieber Gregor, die Polydor-LP findest Du derzeit bei Discogs für weniger als drei Euro:


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    Das LP-Doppelalbum ‚BASF/Cornet‘ 29 22077-3, das ich im Beitrag Nr. 61 ebenfalls genannt habe, besteht aus der ‚Cornet‘-LP 16041 und der gesuchten Platte.

    Dann ist ja alles gut, lieber Carlo. Mir sind die Titel wichtig. Und die finden sich ja erhalten. Bei Loewe, der für mich eine ganz zentrale Rolle spielt, dürfte fast alles zusammengetragen sein, was es auf Tonträgern gibt und als Mitrschnitt verfügbar ist. gibt. kann mir diese Menge gönnen, weil meine Sammlung zu 99 Prozent aus hochaufgelöster gerippter Musik besteht. Sie wird auch entsprechend archiviert. Wenn es mir notwendig erscheint, lege ich LP- und CD-Cover als PDF-Dokumente ab. Sind die Platten und CDs überspielt, werden sie rigoros ausgesondert. Sie interessieren nunmehr nur noch virtuell. Da kann es schon mal vorkommen, dass eine Erstauflage aus dem Blick gerät.

    Wolfgang Anheisser nahm, begleitet von Julius Severin, 1967 eine Schallplatte mit Balladen von Carl Loewe für die Firma 'Cornet' auf, von der ich weder den Inhalt noch die Katalognummer kenne; auch ist sie im 'Bielefelder Katalog' jener Zeit nicht gelistet. Die Firma 'BASF' veröffentlichte 1974 das komplette (?) Programm dieser LP auf dem Doppelalbum mit dem Titel "Romantische Balladen" erneut

    Lieber Carlo, es dürfte sich um diese Cornet-Platte handeln. Ich bilde sie groß genug ab, damit Du Dir dier Nummer notieren kannst. Bei Internet Archive finden sich Informationen dazu. Alle Titel sind später auch in anderen Zusammenstellungen veröffentlicht worden. Bei Internet Archive


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    Der Hammer ist aber, daß das "kaiserliche" Thema, welches Haydn bereits zuvor komponiert hat


    in der Tat, ein Volkslied sein soll, dessen Melodie - Lt Buchberger - auf einem Volkslied der Burgenländischen Kroaten basiert.

    Wie man sieht hat man das anscheinend schon zu zeiten der Erstausgabe 1797 gewusst.

    Das kroatische Volkslied findet sich auch im Netz.


    Ich habe auf die Schnelle fünf Bildchen zu Freischütz gefunden, zum Teil aus der Produktion für Frankreich.

    Lieber Orfeo, ich zähle sechs und freue mich umso mehr, dass Du an die Bilder erinnerst, die ich sehr zu schätzen weiß. In Deutschland wird der Extrakt leider nicht mehr hergestellt. Dafür gibt es einige ähnliche Produkte.

    Musik höre ich nur in den eigenen vier Wänden. Weil mein neues E-Auto über keinen CD-Player verfügt, kommen die Scheiben aus meiner Sammlung nicht mehr zum Einsatz. Wie sie auf mein Smartphone kommen, fehlt mir das Wissen und das passende Equipment.

    Lieber moderato, da ich in Berlin kein Auto brauche und es hier auch nicht haben würde wollen, höre ich unterwegs Musik - weitgehend nur zur Not. Beispielsweise dann, wenn ich ungeniert telefonierende Menschen in einem öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr ertragen kann. Dafür gibt es mehrere sehr einfache und bequeme Möglichkeiten. Hat Dein Smartphon noch einen Schacht für SD-Karten? Die kannst Du ganz nach Deinen Bedürfnissen bestücken mit Musik aus Deinen Sammlungen, die Du in verlustfreie Flac-Datein verwandelt hast. Selbst betreibe ich eine große Netzwerkfestplatte am Router sozusagen als persönliche Cloud, auf der sich ein erklecklich Teil meines Musikbestandes befindet. Wenn mir danach ist, könnte ich auf den Azoren alle Balladen von Carl Loewe hören. ;) Schließlich schwöre ich auf Spotify.

    Ich fremdele noch damit, lieber Fiesco. Einserseits gibt es für meinen Geschmack ein bisschen zuviel des außermusikalischen Gedöns, andererseite frage ich mich, ob Orfeo mit dieser Stimme die Furien und Geister tatsächlich besänftigt haben könnte. ;) Immerhin sang bei der Wiener Uraufführung, die der Aufnahme folgt, der berühmte Kastrat Gaetano Guadagni den Orfeo. Die Anschaffung wert ist die neue Aufnahme allemal.

    Eine solide Diskographie der "Winterreise"* findet sich hier. Wenn ich mich richtig erinnere, sind um die 400 Einspielungen gelistet. In Wirklichkeit dürften es noch mehr sein. Die mir wichtigste Aufnahme mit Hammerklavier kann nicht dabei sein, weil sie 1982 im WDR produziert wurde und (bisher) nicht auf CD gelangte. Der Tenor Werner Hollweg wird von Roman Ortner begleitet.


    * Wie ich erst jetzt sehe, hat bereits moderato an andere Stelle einen Link gesetzt.

    Bemerkenswert ist: Es kommt ein Hammerklavier von Gottlieb Hafner zum Einsatz. Es stammt aus dem Jahr 1830 und wurde in Wien gefertigt. Es bietet gegenüber dem modernen Konzertflügel klanglich weitere Möglichkeiten.

    Mir sagt das Hammerklavier in der "Winterreise" zu. Es bringt eine gewisse klangliche Härte in die Darbietung, die mir auch imnhaltlich zu passen scheint. In der von moderato vorgestellten finde ich das Instrument dann doch etwas zu dominant. Das dürfte auch daran liegen, dass der Tenor Jan van Elsacker nach meinem Eindruck etwas zu blass agiert. Er kann mit dem Hammerklavier nicht mithalten.

    Dass Deutsch nicht die Muttersprache des Sängers ist, darüber muss man hinweghören. Die Stimme ist hell. Jan van Elsacker wählt einen deklamatorischen Ansatz.

    Leider ist mir die gewiss nützliche Eigenschaft nicht gegeben, über die individuelle Aussprache eines Sängers hinwegzuhören. :no:

    „Balladen von Carl Loewe“: ‚Die Uhr, op. 123 Nr. 3‘ – ‚Tom der Reimer, op. 135‘ – ‚Der Erlkönig, op. 1 Nr. 3‘ – ‚Heinrich der Vogler, op. 56 Nr. 1‘ – ‚Prinz Eugen, op. 92‘ – ‚Der Wirtin Töchterlein, op. 1 Nr. 2‘ -‘Odins Meeresritt, op. 118‘ / Heinz Hoppe (Tenor) / Manfred Schandert (Klavier) (1973) – ‚Maritim‘ 47 306 NK (30 cm, stereo). Eine LP des Verlagshauses Gruner + Jahr AG & Co. im Vertrieb der ‚Ariola‘.

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    Diese LP ist noch zu finden. Ich habe sie bei Discogs für meine Carl-Loewe-Sammlung erworben. Der Klang ist superb. Die Aufnahme hätte es verdient, auf CD übernommen zu werden. Sollte es längst geschehen sein, dann habe ich es übersehen. Hoppe ist ein vorzüglicher Lieder- und Balladensänger mit sehr guter Diktion und Wortverständlichkeit. Sein natürliches Timbre ist bestens geeignet, den Inhalt der Stücke sprechen zu lassen. "Odins Meeresritt" ist zwar auf dem Titel nicht aufgeführt. Es dürfte sich aber um einer der ganz wenigen Darbietungen durch einen Tenor handeln. Ohne es genau überprüft zu haben, würde ich sogar von der einzigen einschlägigen Einspielung auf einem Tonträger sprechen.

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    Das 2020 bei Bärenreiter / Metzler erschienene "Mendelssohn Handbuch" musste es endlich sein. Die Anschaffung wurde beschlossen, nachdem ich es mir aus der Bibliothek ausgeliehen und auf seinen Inhalt genau geprüft hatte. In übersichtlicher Weise sind Werk und Biographie dargelegt und eng miteinander verknüpft. Merkwürdig ist, dass dieses Handbuch doppelt soviel kostet wie vergleichbare Veröffentlichungen über anderen Komponisten. Sollte die Auflage diesmal so klein sein? Ein anderer Grund fällt mir auf Anhieb nicht ein. Mir war es die Ausgabe von 99 Euro wert. Es wird auch für 116 Euro angeboten.


    Ein schlüssige bzw. weiterführende Antwort auf meine in diesem Thread aufgeworfene Frage - den "Lobgesang" betreffend - fand ich bisher allerdings noch nicht.

    Man gönne mir dieses Intetmezzo:

    Dennoch vermisse ich den Threadstarter, diesen Ulli sehr.


    Vielleicht steigt Ulli auf die Bemerkung von Rheingold1876 ein. Die TAMINO-Taufe - Taminoianer taufen Sinfonien


    Gerne. Grüße und Segen aus der Großherzoglich-badischen Haupt- und Residenzstadt.

    Der Erwiederungsgrüße aus der deutschen Hauptstadt folgen auf dem Fuße. :hello: Den hübsch behüteten Kraus-Kopf sehe ich hier nur zu gern. Sollte es doch Wunder geben?

    Carl Schuricht hat 1952 Robert Schumanns Manfred Op. 115 mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart aufgenommen. Wer sich am Mono nicht stört, bekommt eine ausgezeichnete Interpretation.

    Lieber moderato, wenn ich "Manfred" mit Schuricht höre, bin ich noch nie auf den Gedanken gekommen, ob mich Mono nun stören sollte oder nicht. Von ersten Ton dieses rasanten Beginns an bin ich vom Werk und der Musik überwältigt und von nichts sonst. Woillte ich es anderes verstehen, müsste ich ja auf eine der mir wichtigsten Interpretationen verzichten. Freilich gibt es sehr gute Aufnahmen, die weiter oben auch genannt sind. Ich habe sie alle in m einem Bestand. Schuricht ersetzt mir keine.

    Ich wage nun eine kühne Behauptung. Binnen einiger Jahre wird es möglich sein dank KI die Stimm Carusos (und anderer Srimmen dieser Zeit)VOLLSTÄNDIG zu restaurieren.

    Grund zu dieser Annahme sind seit kurzem möglich Restaurierungen von Bildern.Natürlich ist KI keine "Intelligenz" sondern ausgeklügelte Rechenalgorithmen, die nur dank der hohen Leistungsfähigkeit moderen Computer möglich sind, aber ma sehe und staune was möglich ist:

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    Solche lebensechten Bilder von Robert Schumann auf und in einer Edition seiner Lieder bei Sony geben auch einen Vorgeschgmack auf das, was möglich ist - uns sein wird. Man sieht im Original sogar die Spuren der Rasur auf der Haut. Ich bin mir (noch) nicht sicher, ob mir das gefällt. Die eigene Phantasie wird ausgeschaltet. Solche Künstlerbilder sind harmlos gegen was, was noch alles mölglich wäre. Es ist nun schon einige Zeit her, dass Maria Callas bei einer großen weltweit beworbenen Hologram-Tour quasi wiederauferstand. Wenn ich mich nicht täusche, hielt sich der Erfolg wohl in Grenzen. Und Caruso so erklingen lassen, als ob er gerade eben vor uns steht? Der Gedanke ist freilich auch fazinierend. Hoffentlich weiß noch jemand, wer das war, wenn es technisch einst mit bezahlbaren Mitteln möglich sein würde. Schon Versuch, seine Stimme mit einem modernen Orchester zu unterlegen, hat mich seinerzeit nicht ünbezeugt.

    „Der Barbier von Sevilla“ (‚Il barbiere di Siviglia‘) (Gioachino Rossini): Graf Almaviva – Peter Schreier / Doktor Bartolo – Reiner Süss / Rosine – Renate Krahmer / Don Basilio – Siegfried Vogel / Figaro – Wolfgang Anheisser / Marcellina – Gertraud Prenzlow / Fiorillo – Horst Hiestermann / Ein Offizier – Heinz Reeh / Ambrosio und Ein Notar - Jürgen Dahms / Der Chor und das Orchester der Berliner Staatsoper / Chorltg.: Siegfried Völkel / Dirigent: Otmar Suitner / Bühnenbild und Kostümentwürfe: Achim Freyer / Kostüme: Christine Stromberg / Inszenierung: Ruth Berghaus / TV-Regie: Georg F. Mielke. (Fernsehen der DDR, Erstsendung am 26. 12. 1971, Wiederholung am 29. 9. 1972).

    Zumindest der erste Akt hat sich in freilich bescheidener Bildqualität erhalten. Diese "Barbier"-Inszenierung von Ruth Berghaus war eine der erfolgreichsten Produktionen an der Berliner Staatsoper Unter den Linden.


    „La Traviata“ (Giuseppe Verdi): (Ausschnitte) Auf, trinket, ja trinket in vollen Zügen – Ich war bezaubert von deinem Reiz – `S ist seltsam, sehr seltsam… Er ist es, dessen wonnig Bild… Von der Freude Blumenkränzen – Ist sie nicht bei mir, so hab‘ ich keine Freude… Sie hat mein ungestümes Blut – Auch eine Tochter gab mir Gott… Saget der Jungfrau – Hat dein heimatliches Land – Maskenscherz soll uns froh die Nacht vertreiben*… Aus dem Zirkus von Madrid sind wir gekommen*… War Piquill ein munt’rer Fechter* - Mir zu folgen, gab ich ihm ein Zeichen… Verachtung trifft den, der sich vergessen – Vorspiel 3. Akt – Ich harre vergebens… Lebt wohl denn, ihr Gebilde – O Herrin!… O lass aus diesem Lande uns fliehen – Nimm hier, das ist ein Bild von mir / Violetta Valery – Anneliese Rothenberger / Flora Bervoix und Annina – Ingeborg Springer / Alfred Germont – Anton de Ridder / Georg Germont – Wolfgang Anheisser / Gaston – Armin Ude / Baron Douphol – Günther Leib / Marquis d’Obigny – Thomas Thomaschke / Doktor Grenvil – Siegfried Vogel / Chor des Leipziger Rundfunks / Chorltg.: Horst Neumann / Die Staatskapelle Dresden / Dirigent: Giuseppe Patané (Dresden, Lukaskirche, Oktober 1971). Eine Coproduktion der westdeutschen ‚EMI/Electrola‘ (1 C 063-29 054) mit dem ostdeutschen ‚VEB Deutsche Schallplatten‘ (‚Eterna‘ 8 26 298) auf einer Langspielplatte in deutscher Sprache (30 cm).


    Erste Merkwürdigkeit: Diese Teile* sind nur auf der CD von ‚Electrola‘ (CDM 7 69097 2) bzw. ‚Berlin Classics’ (0020272BC) enthalten! Zweite Merkwürdigkeit: Anneliese Rothenberger trägt 1971 auf den Cover-Fotos (Atelier Fayer, Wien) dieselbe rote Robe wie Rita Streich auf den Fotos ihrer „Traviata“-Platte (1963) bei ‚Philips’!Sehr gut beobachtet!

    Sehr gut beabachtet, lieber Carlo. Was nun die musikalischen Zuätze auf der späteren CD-Ausgabe des Querschnitts mit der Rothenberger in der Titelrolle und Anheisser als alter Germont mit etwas mehr als 67 Minuten anbelangt, gehe ich davon aus, dass sie auf der Plattenpressung nicht unterzubringen waren.


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