Beiträge von richard logiewa

    Das ist richtig!!
    Zudem hab ich schon selber mit viel Spaß bei irgendwelchen Schulprojekten in der Vergangenheit in Bands am Bass mitgespielt, von daher weiß ich gut von was ich spreche.Wie ich schon schrieb mit Spaß aber immer mit dem Wissen bzw.der Überzeugung, das dies zumindest für mich nimmer vergleichbar ist mit einem Schubertlied, einer Mozart Arie und was auch immer...


    Ich schrieb ja selber, dass es nicht vergleichbar ist!
    Aber wenn mir einer mit dem Vergleich ankommt das ein Rock/Pop Stück mit 3-5 Akkorden, 2 Solos, 3 Strophen und Refrain musikalisch vergleichbar oder besser sein sollte wie eine Brahms Sinfonie dann ist es für mich zumindest schwer ruhig zu bleiben.


    Das z.B. eine Band wie Dream Theater aus großartigen Musikern und auch Künstlern besteht bestreite ich in keinster Weise.


    Zitat

    Ich finde ohnehin erstaunlich, dass zuletzt vielfach die jüngeren Forumsmitglieder das Ende des Abendlands wegen galoppierenden Kultur-Verlusts heraufdämmern sehen.


    Ich denke es ist eher eine Frage wie man Kultur aufnimmt/annimmt und wie man sie von Anfang an erlebt und erlernt hat und nicht unbedingt eine des Alters.Natürlich hat man als junger Mensch nicht die Erfahrung wie jemand der schon Jahre mehr Kultur "erlebt" und auf eine viel längere Zeit zurückblicken kann, aber das ist ja völlig klar.


    Mfg

    Zitat

    was mache ich, als aufmerksamer Hörer, wenn mir eine Aufführung nicht gefällt. ???


    Ich warte bis zur Pause oder einer möglichst guten Situation um, ohne die übrigen Konzertbesucher zu stören, den Saal zu verlassen.
    So würde ich es jedenfalls machen wenn ich mit der gesamten Aufführung unzufrieden bin. Finde ich in der Oper "nur" die Inszenierung grauenhaft würde ich nie den Saal verlassen den Musikern zur Ehre.


    Zitat

    Ich finde, die Unaufmerksamkeit ist eine Mischung aus Desinteresse (was noch verständlich ist) gepaart mit einer mangelnder Erziehung bezüglich dem Respekt gegenüber der Leistung anderer Menschen.


    Das trifft es auf den Punkt!


    Zitat

    Die Frage für mich ist, ob man als ausführender Künstler in so einem Fall die "Arbeit" verweigern sollte?


    Ich würde es nicht tun.Denn vielleicht gibt es einen einzigen Menschen im Raum dem deine Musik etwas bringt oder ihn berührt und für diesen Einzelnen lohnt es sich dann musiziert zu haben.

    Das ist absolut richtig.Ich stelle solche Vergleich auch nie an weil es eigentlich nicht vergleichbar ist!!Aber man muss sagen, dass man mit Sicherheit eher auf dem rechten Weg ist wenn man sagt das eine Brahms Sinfonie musikalisch "besser" ist als irgend ein gutes Rockmusikstück auch wenn es nicht vergleichbar ist.Es ist für mich nicht vergleichbar wegen des Stücktyps und dem solch riesigen Unterschied Brahms mit einem Rock/Pop-stück zu vergleichen, das ist irgendwie grauenhaft!Vorallem für den armen Brahms.


    Aber wenn solche Behauptungen mit solch einer Sturheit getroffen werden, wie in meinem Beispiel, dann weiß ich gar nicht mehr was ich sagen soll. Vernebelt? Anmaßend? Ahnungslos?

    Es ist einfach der fehlende Respekt und die Ahnungslosigkeit vor und von unser aller Liebe klassische Musik.
    Vielen ist es unverständlich wie man "so en kram"hören kann ohne sich auch nur eine halbe Stunde, ach was rede ich auch nur 10 minuten, mit klassischer Musik beschäftigt hat.


    Wie oft bekomm ich gesagt: ach ja das is ja alles ganz nett aber so lange ruhig sitzen bei einem Konzert das ist doch öde etc...
    Es scheint einfach nicht mehr in der Veranlagung vieler Menschen zu sein sich einfach mit Musik (oder generell Kunst, auch bei einer Ausstellung geht es vielen nicht anders) auseinander zu setzen und sich auch nur mal eine Stunde hinzusetzen und sich einfach Musik anzuhören.
    Aber vielen Menschen scheint dies nicht mehr möglich.Warum auch immer!!!


    Was soll man tun? Das frage ich mich oft.
    Es wird ja schon versucht einen einfachen Zugang zur Klassik zu geben und mit Begriffen wie "CoolClassic" oder solchem Schrott die Klassik salonfähig zu machen.
    Es gibt, meiner Meinung nach, aber keinen vergleichweise leichten Zugang zur Klassik wie zur U-Musik. Es steht doch viel mehr dahinter.
    Meiner Meinung nach reicht es nicht sich die Sache nur anzuhören zumindest befriedigt es mich nicht. Und das scheint nicht nur mehr so zu gehn sonst würd es unser Forum nicht geben.


    Und wenn mir dann einer erzählen will das irgendeine Rockband musikalisch besser oder gleich zu setzen sei mit Schumann oder Brahms dann bekomme ich Agressionen und muss mich zurückhalten nicht meinen ganzen Wortschatz an Schimpfwörtern auszupacken, da eine einfache Erörterung warum es nicht so sei die Person sowieso nicht versteht und nicht verstehen will - sie will nicht zuhören und da schließt sich wieder der Kreis.
    Ein Thema über das ich mir unendlich viele Gedanken mache und nur einige schnell hier geäußert habe...

    Ich schätze Adam vorallem als Oratoriensänger, da ist er einfach wunderbar.
    Als Opernsänger hingegen bin ich nicht gerade begeistert muss ich sagen.Seinen Sachs finde ich gerade zu unerträglich.Aber das mag Geschmackssache sein.


    Zu Pauls Anmerkung/Frage: Ich denke, dass die Konkurrenz schon groß und gut im Osten war.Das zeigen ja auch viele gute Aufnahmen dieser Zeit mit "DDR-Sängern" (was ein blöder Begriff). Aber Schreier und Adam waren einfach gesetzt.Und deshalb sind ja auch mit ihnen alle Aufnahmen.Ich kam 1996 nach Dresden in den Kreuzchor und es gab zu dieser Zeit immer noch zwei Namen die Präsent waren und die einfach übermächtig waren: Schreier und Adam.

    Habe mir nun folgende Einspielung geleistet und werde mir nun in den nächsten Tagen in Ruhe den Tristan zu Gemüte führen.


    Kann aber vorab schonmal jemand etwas sagen.Ich war verwundert nichts über diese Einspielung hier im Thread gelesen zu haben.



    Tristan und Isolde
    Studio recording in stereo
    October & November, 1994
    Conductor: Daniel Barenboim
    Tristan Siegfried Jerusalem
    Isolde Waltraud Meier
    Brangäne Marjana Lipovsek
    Kurwenal Falk Struckmann
    Marke Matti Salminen
    Melot Johan Botha
    Ein Hirt Peter Maus
    Ein Seemann Uwe Heilmann
    Ein Steuermann Roman Trekel
    Berliner Philharmoniker
    Chor der Berliner Staatsoper



    Mfg Richard

    WALLHALL hat auch viele alte Wagneraufnahmen im Angebot die von Labels wie EMI etc. nicht herausgegeben werden.Habe dort letzte Woche in München die ein oder andere Aufnahme gefunden die bei anderen Lables als vergriffen gilt und die sich wohl jetzt WALLHALL gesichert hat.
    Zudem auch viele Live aber auch Studioraritäten.


    Zudem unglaublich günstig!

    Erich Wolfgang Korngold: Die Tote Stadt
    Ich denke, diese Oper hat einen Thread verdient und ich habe keinen dazu gefunden also mache ich selber einen auf.


    Korngold schrieb diese, am 4. Dezember 1920 uraugeführte Oper in 3 Bildern, bereits mit 23 Jahren.


    Eine Premierenkritik aus Wien vom Jahre 1921: "Mit 23 Jahren hat Erich Wolfgang Korngold den Rückhalt einer unbegrenzten und märchenhaften Begabung, verbunden mit einer Unbefangenheit der Originalität. Seit Musik zum ersten Mal für ein Theater geschrieben wurde, hat es noch nie einen Komponisten gegeben, der in so einem jungen Alter so viel erreichte. Ein jugendlicher Sturm bricht über uns herein [...] "


    Der Text stammt von seinem Vater Julius Korngold.



    Die Personen:
    Paul - Tenor
    Marietta, (Tänzerin), die Erscheinung Mariens (Pauls verstorbener Gattin) - Sopran
    Frank, Pauls Freund - Bariton
    Brigitta (bei Paul) - Alt
    Juliette (Tänzerin) - Soprano
    Lucienne (Tänzerin) - Mezzosopran
    Gaston (Tänzer) - stumme Rolle (Komparse)
    Victorin (der Regisseur) - Tenor
    Fritz, der Pierrot - Bariton
    Graf Albert - Tenor


    Was haltet ihr von dieser Oper?
    Was generell von Korngold?
    Schon in der Oper gesehen?


    Ich besitze folgende Aufnahme, die mir sehr gut gefällt(jedoch habe ich auch nur diese eine gehört):


    Mfg Richard

    31.Juli - Die Meistersinger


    Musikalische Leitung: Zubin Metha
    Inszenierung: Thomas Langhoff


    Hans Sachs Jan-Hendrik Rootering
    Veit Pogner Matti Salminen
    Kunz Vogelgesang Kenneth Roberson
    Konrad Nachtigall Christian Rieger
    Sixtus Beckmesser Eike Wilm Schulte
    Fritz Kothner Tom Fox
    Balthasar Zorn Ulrich Reß
    Ulrich Eißlinger Hermann Sapell
    Augustin Moser Francesco Petrozzi
    Hermann Ortel Rüdiger Trebes
    Hans Schwarz Alfred Kuhn
    Hans Folz Gerhard Auer
    Walther von Stolzing Peter Seiffert
    David Kevin Conners
    Eva Adrianne Pieczonka
    Magdalena Heike Grötzinger
    Nachtwächter Kurt Moll


    Große Freude vor der Vorstellung.Kurt Moll wollte sich in der Partie des Nachtwächters bei seinem Münchner Publikum von der Opernbühne verabschieden.
    Musikalisch enttäuschte dieses Spitzenaufgebot an Sängern nicht bis auf Rooterning als Sachs, der vorallem auf der Festwiese einfach nicht mehr in die Höhe kam und auch nur eine Sptzenlautstärke eines mezzo forte brachte.
    Der für mich beste Darsteller so wie Sänger war Eike Wilm Schulte als Beckmesser.Ein riesiger Spaß und tolle Einfälle der Regie...
    Gleich gefolgt von Peter Seiffert und Adrianne Pieczonka, die kurzfristig für Petra-Maria Schnitzer eingesprungen war.
    Ebenfalls besondere Erwähnung für Konners als David und Heike Grötzinger als Magdalena. :jubel:
    Im zweiten Akt dann der Nachtwächter mit Einkaufswagen als Penner.Naja Geschmackssache aber dieser Aufzug konnte dem großen Kurt Moll keinen Abbruch tun.Klasse und eine riesige Welle der Euphorie für diesen Künstler.Dieser wurde auch nach dem zweiten Akt verabschiedet und bekam eine Meistersinger Kette um und wurde lange lange und zurecht gefeiert.Ein bewegender Moment.
    Leider spielte sich das geschehen meist auf den Bühnenseiten statt, was für die Aussensitzenden nicht gerade toll war.So konnte ich im zweiten Akt nur die grauen Haare des Sachs sehn..naja was solls.
    Der dritte Akt geifel mir sehr gut.Nur hatte Rootering schon zu kämpfen und bei der Meisteransprache bekam er die hohen Töne einfach nicht mehr.Dagegen war das Preislied Seifferts ein Genuss...


    Langhoffs Inszenierung legte das Geschehen in die moderne, aber war ingesamt anschaulich und schlüssig.Nur das angesprochene Spielgeschehen an den Seiten war unvorteilhaft.


    Nach der Vorstellung dann einige Reden und viel Applaus für die Abgänger "Zubin Metha" und den Intendant "Sir Peter Jones".


    Fazit: Ein großer Opernabend! Mit großen Wagnersängern... :jubel:

    29.Juli - Parsifal


    Musikalische Leitung: Adam Fischer
    Inszenierung: Peter Konwitschny


    Amfortas: Juha Uusitalo
    Titurel: Clive Bayley
    Gurnemanz: Matti Salminen
    Parsifal: Christopher Ventris
    Klingsor: Egils Silins
    Kundry: Violeta Urmana


    Musikalisch noch ein Stück besser wie der Tannhäuser!
    Spitzen Sängerleistungen, ganz klar angeführt von Matti Salminen!Das war einfach wahnsinnig gut.Aber auch der Rest sehr gut.Vorallem Silins als dämonischer Klingsor hat mir sehr gut gefallen.Uusitalo wurde gegen Ende immer besser und spielte einen tollen Amfortas.
    Ventris und Urmana als Parsifal und Kundry vorallem im zweiten Akt ganz stark.
    Mir gefiel das Dirigat von Fischer noch etwas besser als das von Zubin Metha da kaum einmal Sänger duch zu lauten Orchesterklang überdeckt wurde.


    Schlimmste Befürchtungen hatte ich vor Konwitschnys Inszenierung, hört man doch viel negatives aber ich war mehr als positiv überrascht.Ganz große Klasse.Schöne Bühnenbildern, die Bühne gut benutzt.Eine großartige Gralentweihung(vorallem die lebende Taube sah nett aus :D ) und auch das Ende ganz Schlicht ohne irgendwelche sinnlosen Effekte oder sonst was...Sehr amüsant war der Auftritt Parsifals der erst einmal nach dem er den Schwan erlegte mit einem Seil, ganz in Tarzanmanier (sah auch etwas so aus), über die Bühne schwebte bzw.hinten wieder raus.


    Also Fazit: Musikalische wunderbar und auch eine ganz schlüssige Inszenierung.Einen Opernabend wie man ihn sich wünscht! Dies ging nicht nur mir so, was die Applausstürme nach jedem Akt belegten.

    Das stimmt!
    Mir gefällt er auch als Wagner Sänger ganz gut mit Ausnahme des Wotan.Nur den Sachs hab ich noch nicht von ihm gehört.Vielleicht kann jemand was dazu sagen! Würde mich mal interessieren...
    Natürlich hat er nicht ein Volumen wie van Dam oder Struckmann etc...aber seine ganz klare Wortgestaltung finde ich gerade bei Wagner sehr wichtig.

    Zudem wurden ihm zahlreiche Stücke des 20.Jahrhunderts gewidmet zum Beispiel von Rihm und Reimann.


    Über den Menschen Dieskau habe ich aber die letzte Zeit wieder viel nachgedacht.Anstoß war dazu sein Buch "Musik im Gespräch" in dem er sich oftmals sehr von oben herab über verschiedene Sachverhalte äußert.Dies bestätigt mir schon den etwas von vielen besagten Eindruck, dass er sehr von sich eingenommen ist und auch Fehler (unpassende Rollen oder Aufnahmen etc.) nicht zu gibt.
    Oder ist es seine souveräne Art, die dies hervorruft.


    Zudem hat mich die Tatsache überrascht, dass Dieskau selber gar nicht die gesamten Schubert und Wolflieder aufnehmen wollte, sondern von der Grammophon dringlich gebeten wurde. Er war der Meinung, dass man mit einer Gesamtaufnahme aller Lieder den Komponisten schadet da somit auch schwächere Lieder aufgedeckt werden.
    Eine interessante Überlegung wie ich finde....


    Ich lass diese paar Gedanken jetzt mal offen und etwas unkommentiert stehn und hoffe auf angeregtes Diskutieren.

    Ja die Würdigung für Moll war klasse!
    Ansonsten sind wir uns einige!
    Eike Wilm Schulte für mich der Glanzpunkt des Abends aber auch Seiffert hat mir sehr gut gefallen!
    Auch Salminen hat mir persönlich gut gefallen, obwohl er im Parsifal noch besser war!!! Ansonsten eine Runde sache außer der Schlußansprache des Sachs..Die Spitzentöne des Sachs immer einen Ton zu tief :(

    Nun hatte ich doch das Vergnügen ihn bei seinem letzten Auftritt zu sehen.
    Kurt Moll beendete gestern Abend bei der Meistersingeraufführung in München seine Karriere und sang noch einmal zum Abschied die Partie des Nachwächters!


    Dementsprechend wurde er auch nach dem 2.Akt gigantisch gefeiert,eine tolle Geste und ein berührender Moment.

    So gestern Abend war es dann soweit! Meine erste Vorstellung von drei bei den Münchner Opernfestspielen.


    Tannhäuser mit dieser Besetzung:
    Musikalische Leitung Zubin Mehta
    Inszenierung David Alden


    Landgraf Hermann Jan-Hendrik Rootering
    Tannhäuser Robert Gambill
    Wolfram von Eschenbach Simon Keenlyside
    Walther von der Vogelweide Ulrich Reß
    Biterolf Tom Fox
    Heinrich der Schreiber Kenneth Roberson
    Reinmar von Zweter Steven Humes
    Elisabeth Anja Harteros
    Venus Waltraud Meier
    Ein junger Hirt / Edelknaben Solisten des Tölzer Knabenchors


    Das Bayerische Staatsorchester
    Der Chor der Bayerischen Staatsoper
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------Also kurz gefasst!! Das Staatsorchester mit sehr gutem Klang und ganz klar geführt unter Zubin Metha!Ab und An fand ich die Bläser zu laut aber das mag Geschmackssache sein...Chor ebenfalls sehr gut.
    Zu den Solisten! Eigentlich durch die Bank spitzenklasse.Vorallem Waltraud Meier :jubel: ,Anja Harteros und Simon Keenlyside als Wolfram.Da hatte Gambill als Tannhäuser bei vielen Stellen arg zu kämpfen um sich gegen das Orchester durchzusetzen! Gerade im ersten Akt wurde er von der Meier schon niedergemacht...Ansonsten eine ganz runde und tolle Sache!! Die Inszenierung kannte ich schon von einer DVD und konnte somit meinen Eindruck einer klaren und sehr angenehmen Inszenierung bestätigen...So das wars erst einmal!
    Morgen gibts den Parsifal...dann melde ich mich wieder!
    Bis dahin machts gut...
    Mfg Richard (der sich nun mit einigen Hellen stärken muss :baeh01: )

    Im Männerchor eigentlich,neben der Heimat, das Haupthema Nummero 1 :D


    Zumal hier in der Pfalz und nicht unweit von Mosel und Rhein!!
    Da wird ja auch gern das eine(?) bzw.sagen wir lieber mehrere Gläser Wein getrunken was dann zum singen solcher netten Gesänge wie:


    "Herrliches Weinland,herrliche Reben"
    oder "Aus der Traube in die Tonne" etc..


    anregt.


    In diesem Sinne!
    Wohl bekomm uns der Tropfen! :hello:

    Zitat

    Es ist Reproduktion und keine eigene Kunst


    Für mich ist eine gute gelungene Reproduktion auch Kunst!
    Tolle Kostüme, atemberaubende Bühnenbilder erschaffen, ist dies keine Kunst? Ich denke schon.


    Und wenn ein Komponist, nehmen wir Wagner, doch in seinen Aufzeichnungen und bei der Probenarbeit ganz klare Anweisungen macht wie etwas auszusehen hat sollte man dies doch auch befolgen! Er hat sich ja etwas dabei gedacht.
    Das heißt wiederum nicht, dass man alles gleich machen sollte dann ist eine Interpretation nicht nötig.Aber ich habe das Gefühle, dass sich viele Regiesseure diesem Kompromiss entziehen und diese vom Komponist gemachten Aussagen ignorieren, da sie ihnen nicht in ihr Konzept passen.


    Mfg Richard

    Zitat

    Man sollte sich davon verabschieden das die Inszenierung "Beigemüse" zur Musik ist sondern mit ihr Hand in Hand geht, beides kann ohne das andere nicht vollkommen sein!


    Das sehe ich auch so aber es ist doch heute leider zu oft der Fall, dass die Inszenierung so dominat das Geschehen beherrscht,dass die Musik ins hintertreffen gerät.


    Die Musik steht für mich ganz klar an erster und wichtigster Stelle und ihr ist alles unterzuordnen!


    Und eine gute Inszenierung unterstützt sogar noch die Musik und eröffnet einen neuen Zugang, das sollte doch der Idealfall sein.


    Ich sah im letzten Jahr eine Macht des Schicksals Inszenierung in Berlin an der Deutschen Oper, die bereits um die 20 Jahre läuft und zwar erfolgreich. Weil sie genau diese Aspekte erfüllt! Modern, schlüssig und trotzdem zeitlos....

    Besetzungsänderung Tannhäuser


    In der Festspiel-Vorstellung Tannhäuser am 27. Juli 2006 übernimmt Jan-Hendrik Rootering die Partie des Landgrafen Herrmann anstelle von Kurt Moll.


    ----------------------------------------------------------------------------------------------------
    Habs grade gelesen, sehr schade! Hab mich sehr darauf gefreut diesen großen Sänger einmal live zu sehen.


    Mfg

    Auch ich bin ganz klar gegen moderne Inszenierungen die nur auf Skandal und Effekthascherei aus sind!!


    Ich habe nichts gegen eine moderne Inszenierung die Hand und Fuß hat und bei der ich durch das komplette Stück jede Handlung und jeden Personenführung verstehe und die auch schlüssig ist!!

    Zudem nervt es mich, dass oftmals aktuellestes Weltgeschehen in eine Oper verarbeitet wird, solch eine Oper wird nie langfristig laufen! Da sich das Weltgeschehen dementsprechend schnell verändert und das in die Oper verarbeitete Problem auch altert und nicht mehr aktuell und schlüssig ist.


    Ansonsten ist für mich Oper, wie schon Alfred sagte, eine Art Traumwelt.


    Typisches Beispiel ist für mich Mozarts Figaro oder Giovanni, Opern die ja oft in die Neuzeit verlegt werden (Geschäftmänner etc...) aber das ist für mich nicht wirklich schlüssig!!!Ein Verhältnis zwischen Firmenchef und Angestellten erreicht doch nie die Dimension zwischen Leporello und Giovanni oder Graf und Figaro, diese Ständegesellschaft ist nicht in eine andere Ziet zu versetzen oder nur schwer...


    Soweit erst mal von mir...


    Mfg Richard

    Ich empfinde Papageno zudem als eine tragische Figur und die "nun wohl an es bleibt dabei" - Szene hat nichts mehr lustiges. Da ist es vorbei, er hat gesagt er bringt sich um, hat es lange hinausgezögert und wenn in dem Moment nicht die 3 Knaben zur Hilfe eilen ist er tot. das ist ganz klar! Die Tatsache, dass er kein Weib hat ist für ihn unerträglich...Natürlich sollte Papageno mit Charme und Witz rüber kommen aber ich hasse diese li la launebär interpretationen eines Papageno!!


    Noch ein Zusatz: Naiv ist er natürlich auch, genauso naiv wie Pamina! Nehmen wir das "Bei Männern welche Liebe fühlen" Duett, beide singen über etwas von dem sie keine Ahnung haben! Sie wissen eigentlich nicht was Liebe ist, singen aber darüber als ob sie alles wissen....


    Ich empfinde, was ja auch diese Diskussion zeigt, Papageno als eine der schwierigsten Rollen darzustellen.

    Da mich wieder mal das Lortzing Fieber gepackt hat suche ich eine Waffenschmied Aufnahme und ich hoffe hier Hilfe zu bekommen, wo ich sie noch finden könnte! Bei den großen Versandhäusern ist nichts zu finden...


    Also Gesamtaufnahme: Der Waffenschmied
    Schädle,Litz,Unger,Klarwein,Prey,Böhme,Ollendorf
    Orchester und Chor der Bayer.Staatsoper
    Leitung: Fritz Lehan
    EMI 1C 153-28 930/31


    Schonmal Danke im Vorraus! :hello:

    In Vorfreude auf die bald anstehenden Festspiele hole ich den Thread einfach nochmal hoch!!
    Hab nun schon bei einigen gelesen, dass sie in Bayreuth zu gegen sein werden, vielleicht bietet sich, bei gleichen Terminen, Gelegenheit was Essen und/oder trinken zu gehn...

    Leider ist die Resonanz sehr schwach fürs Schumann-Jahr.
    Zudem ja auch noch Heine-Jahr ist und diese Beiden so viele goßartige Lieder verbindet.
    Aber irgendwie finde ich es auch nicht mal so schlimm, das gibt der Sache was intimes.
    Nur der Gedanke solch eines Hypes um Schumann wie um Mozart weckt Alpträume in mir...
    Schumannkugeln und co... :stumm:


    Mfg Richard