Beiträge von Strano Sognator

    Liebe Freunde,
    Besser als die öde Diskussion mit Wissenschaftlern der Psychoanalyse und der Ästhetik. Soll das der Nussknacker sein? Bei den zwei Schwestern hätte ich vielleicht noch auf "Cinderella" getippt.


    Das kann natürlich auch sein. Die bösen Schwestern kriegen einen Ipod der neuesten Generation, und das arme Aschenputtel halt nur das Vorgängermodell.



    Irgendwie muss man dem Zuseher ja vermitteln, dass Kundry eine negative Figur ist!



    Stimmt, denn Musik, Text und Handlung weisen darauf ja mit keiner Silbe hin.

    Hallo, Chrissy,
    danke für die interessante Schilderung und auch die Nennung der Sänger. Ich finde es höchst erstaunlich, was ein kleines Theater, das so unter finanziellen Probleme leidet wie Liberec, alles auf die Beine stellt. Wie wäre es denn, wenn einige unserer hochsubventionierten Bühnen in künstlerischer Solidarität mal etwas von ihren Geldern abzwacken und den Liberecern zukommen lassen, damit die Reparaturen durchgeführt werden können?
    Die Zaccaria-Szene, die du meinst, ist - ganz im Geiste des Risorgimento - eine der besten und flammendsten, die Verdi in seinen frühen Opern je geschrieben hat. Gerade im Gegensatz zum melancholischen "Va pensiero" ist sie so wirkungsvoll. Wenn der wortgewaltige Prophet dann auch noch stimmlich seine Entsprechung findet, dann kann man in der Tat froh und dankbar sein, so einen tollen Abend erlebt zu haben. Ich freue mich für dich!

    Damit verbindet sie dann eine "aufklärerische" Funktion, den Anspruch einer Reform des Operntheaters. Ob das sinnvoll und gewinnbringend oder ein Irrweg ist, beantwortet sich letztlich überhaupt nicht durch eine "historische" Rechtfertigung mit Blick auf den Komponisten, sondern ob diese Inszenierung wirklich neue ästhetische Erfahrungen zu bieten hat, welche von diesem Opernwerk eine ganz neue Perspektive zeigen können.


    Na dann machen wir doch mal weiter mit der "Aufklärung" :hahahaha: Hiermal eine gaaaaaanz neue super-ästhetische Erfahrung, die mit Sicherheit unglaublich neue Perspektiven bieten wird - so "spannend" "inszeniert" man in München den ach so öden Simon Boccanegra. Also in meinen Augen ist das Aufklärung pur. Oder?



    Da hast du recht, Gerhard, und demnächst ist es auch wieder Zeit für ein Fotoschmankerl. Aber nur soviel:


    Bei Wagner oder Puccini darf es durchaus Regietheater sein, bei Dvorak oder Verdi aber nicht.


    Nein, "Regietheater" in seiner heutigen, mehrheitlichen Ausprägung, d.h. in der Verachtung, Lächerlichmachung, Verhunzung und Verschandelung von Opern darf und sollte es nie sein, egal ob es sich nun um Wagner, Strauss, Verdi oder andere Komponisten handelt. "Regietheater", so wie es Wieland Wagner praktiziert hat, kann mit Wagners Opern funktionieren. Bei Puccini oder Verdi oder gar den Belcantisten sieht es allerdings ganz anders aus. Im übrigen sage ich auch hier absolut nicht neues. All das ist schon zigfach mit anderen Worten von anderen Diskutanten erwähnt worden. Ohne Erfolg, wie man sieht, aber das war zu erwarten.


    Ausgerechnet Wagner oder - wie auch schon mehrfach in anderen Threads erfolgt - Schiller als Advokaten für die heutigen Trash-Produktionen zu bemühen, ist dreist, ungerecht und - ich sagte es schon - unseriös an sich. Beide hatten als Ideal den menschlich ergriffenen, "mitleidenden", "mitgehenden" Zuschauer. Er sollte von Lady Macbeth und ihrer Kaltblütigkeit abgestoßen sein , er sollte Siegfried in seiner Naivität kopfschüttelnd betrachten, er sollte fassungslos über Hagens Bosheit, zornig über Gunters Verschlagenheit und berührt von Brunhildes bedingungsloser Treue das Theater verlassen. Das durchkomponierte und eben nicht mehr nahezu ausschließlich auf den Gesang fixierte Gesamtkunstwerk sollte dabei behilflich sein. Kein schlechter Ansatz, wie ich meine.
    So wie Ekel aber heute verstanden wird - nämlich als Schock durch eklige, unnötige und so seichte Requisiten wie Nachttöpfe, Pissoirs oder Autoscooter, als Abgestoßenheit von kindischen, lächerlichen Personenregien, als Kopfschütteln über Regisseure, die Pornographie als Standardausdrucksmittel betrachten - so war es ganz bestimmt nicht gemeint.

    Die "Konservativen" vertreten hier also eine Rezeptionshaltung, die letztlich sehr "modern" ist und durchaus nicht dem Zeitgeist entspricht, dem viele Opern entstammen. Umgekehrt kommen dagegen die Inszenierungsideen des Regietheaters diesem Realismus "menschlicher Teilnahme" sehr viel näher.



    Nein, denn Wagners Ideen gelten für Wagners Werke. Was bei ihnen (natürlich in gewissen Grenzen) möglich ist, muss für andere Opern noch lange nicht so sein. Es ist unseriös, Wagners Ideen auf alle Opern anwenden zu wollen.

    Seltsamerweise verbinde ich Mirella Freni vor allem mit Susele, der weiblichen Hauptrolle aus Mascagnis "L'amico Fritz" und ihrer Arie "Son pochi fiori", wenngleich sie auch mich eine überragende Mimì, Liù oder Ciò-ciò-San ist. Aber sie stellt in meinen Augen geradezu perfekt auch das einfache Bauernmädchen dar , welches den Veilchen eine so berührende Identität zuspricht:


    In diesem Thread geht es aber um Leute wie Bieito oder Meese. Die willst du doch wohl nicht ernsthaft mit Bach auf eine Stufe stellen.


    Das wird hier ja nicht zum ersten Mal gemacht! Geniale Komponisten werden mit "Künstlern" wie Meese und Konsorten gleichgesetzt. Also sollte Mr. Meese irgendwann einen zweiten Ring komponieren, gegen den Wagners Werk kalter Kaffee ist, darf er sich von mir aus aufführen, wie er will. Vorher bedenke ich so ein Staubkorn allenfalls mit einem gelangweilten Lächeln.

    Das sehe ich als Bestätigung ... Menschen studieren und üben jahrelang, um dem werten Publikum ein Klangbad zu bereiten... das ist eine ziemlich unerträgliche Kunstauffassung.



    Klar, das ist natürlich abscheulich! Wie schrecklich! Aber um sich dann halbnackt oder nackt in entwürdigenden Positionen dem Spott aussetzen zu müssen, dafür ist ein jahrelanges Gesangsstudium wahrscheinlich gerade gut genug.
    Ja, ein Klangbad! Wie eklig!
    Ob das die knapp tausend Menschen beim letzten Pollini-Konzert und der Meister selber wohl auch so gesehen haben? Ich weiß nicht, ob der Ausdruck "Klangbad" dafür angemessen erscheinen kann, das war schon viel mehr ein Klangrausch. Igittigitt!!!


    Auch ich habe ein jahrelanges Hochschulstudium absolviert, jahrelang geübt, schwierige Examina hinter mich gebracht. Wenn ich Konzerte gebe, dann möchten ich bzw. auch meine Kammermusikpartner unser Programm so gut und auch so klangvoll wie möglich abliefern und unser Publikum erfreuen, beglücken, anregen, vom Alltag ablenken, auf klassische Musik aufmerksam machen, ihnen die von uns ausgewählten Werke und deren Urheber nahebringen, sie anregen, sich damit weiter zu beschäftigen usw. Das empfinden wir keinesfalls als "unerträglich". Das ist Teil unseres Jobs, den wir gern und auch zu unserer eigenen Freude ausüben. Unerträglich ist allenfalls diese unsagbare Arroganz, mit der selbsternannte, peinliche Möchtegern-Revoluzzer und ewige Weltverbesserer ihr Publikum verachten und dies auch noch als besonders "künstlerisch" empfinden. Wobei das ja auch alles eher eine große Lachnummer ist. :hahahaha:

    Aber eigentlich wurde DIESER Thread ja nicht für harte Diskussionen eingerichtet


    Genau! Und: Grau ist alle Theorie, entscheidend sind die Fakten. Die (nackten) Tatsachen. Das Leid derer, die bei solchen "poetischen" Inszenierungen mitmachen müssen. Oder glaubt hier wirklich jemand, dass der junge halbnackte Mann auf dem von mir geposteten Foto diesen Schwachsinn gut findet und sich gern so präsentieren möchte?


    @Wolfgang9079 + La Roche: Klar verstehe ich euren Unmut über soviel Dreistigkeit, aber ich frage mich auch, was ihr erwartet!? Die Positionen sind ja eigentlich mehr als deutlich und unverrückbar, insofern ist eine Diskussion - wie Alfred sagte - hier wirklich nicht förderlich.


    Die optische Gegenwelt sieht aber ganz anders aus, sehr poetisch. Ich werde mir eine Aufführung ansehen.


    Na dann mach das aber auch, und vergiss bitte nicht das Einstellen einer ausführlichen Rezension dieser poetischen Gegenwelt.

    Nebenbei muss man auch erwähnen, dass die angebliche Mehrheit der Opernbesucher, die ausschliesslich konservative Inszenierungen sehen will, sicher nicht ausreicht, um die Kulturform der Oper weiterhin zu erhalten.
    Welche Parteien sollten denn hinter dieser Form der Kulturförderung stehen?


    Eine sehr, sehr gute Frage! Ich habe hier ein schönes Beispiel für diese Form der Kulturförderung, anhand dessen wir uns das mal wirklich fragen können, und zwar nicht nur im Bezug auf Parteien. (Es handelt sich übrigens um Cosi fan tutte :thumbsup: )


    Ja, noch schlimmer in dieser Hinsicht war Wagners Umgang mit Meyerbeer - das ist an Heuchelei und Niedertracht, muß man leider sagen, kaum zu überbieten.


    Schöne Grüße
    Holger

    Das meinte ich allerdings ein wenig anders, habe mich wahrscheinlich aber unklar ausgedrückt. In seinen Schriften stellt er ja viele Grundsätze und Maßregeln auf, an die er sich selber nicht hält, und das ist teilweise auch sehr positiv und spricht wiederum für Wagner. Ich glaube nämlich nicht, dass er von Rossini wirklich so schlecht dachte, wie es kolportiert wurde. Da gibt es nämlich auch vieles, was in den Legendenbereich gehört, woran aber Wagner durch seine Großspurigkeit natürlich auch regen Anteil hatte. Zum Beispiel hatte irgendeine Zeitung Rossini "zitiert", der sich angeblich verächtlich über Wagner geäußert haben sollte. Rossini war darüber so erbost, dass er sofort eine Gegendarstellung drucken ließ.


    Wagner hat das so beschrieben:

    Zitat

    "In einer anderen Weise sehr freundlich anregend erwies sich für mich eine Berührung mit Rossini, welchem ein Witzreißer für die Journale ein bonmot untergeschoben hatte, wonach er seinem Freunde Caraffa, als dieser sich für meine Musik erklärte, bei einem Diner den Fisch ohne Sauce serviert und dies damit erklärt haben sollte, daß ja sein Freund auch die Musik ohne Melodie liebe. Hiergegen protestierte nun Rossini in einem öffentlichen Schreiben sehr förmlich und ernsthaft, erklärte das ihm untergelegte bonmot für eine »mauvaise blague« und bezeugte zugleich, daß er derartige Scherze sich nie in betreff eines Mannes erlauben würde, den er darin begriffen sehe, das Gebiet seiner Kunst zu erweitern. Nachdem ich hiervon Kenntnis erhalten, zögerte ich keinen Augenblick, Rossini meinen Besuch zu machen, und ward von ihm in der Weise freundlich empfangen, wie ich dies später in einem meinen Erinnerungen an Rossini gewidmeten Aufsatze beschrieben habe."

    Und immerhin verfasste Wagner nach Rossinis Tod in einer Augsburger Zeitung 1868 “Eine Erinnerung an Rossini”*. Wie widersprüchlich Wagner nun auch gewesen sein soll - ich denke nicht, dass er so etwas für jemanden gemacht hätte, den er vollkommen verachtete.
    Allerdings glaube ich, dass Rossinis Musik mit ihrem Charme, ihrem Witz, ihrer Eleganz und versteckten Ironie die ja doch eher schwermütigen deutschen Romantiker generell nicht ansprach und daher als "seicht" oder gar "anspruchslos" abgetan wurde. Der Deutsche mochte/möchte wohl doch lieber schwermütig brüten als sich selbstvergessen in einem champagnergleichen Notentaumel verlieren. Das ist natürlich sehr verkürzt und verallgemeinernd ausgedrückt, aber ich denke schon, dass Eleganz und prickelnder Charme sehr häufig als seicht, anspruchslos, unterfordernd und nicht erstrebenswert ausgelegt werden, und das nicht nur in der Musik. Diesen Gegensatz habe ich nie verstanden, weder in der Musik noch im sonstigen Leben. Ich war und bin immer froh, dass es sowohl Leichtigkeit als auch Schwermut gab und gibt.

    Im übrigen bin ich grundsätzlich der Auffassung, dass man sich dem Original zugewendet haben sollte, um darüber urteilen zu können, wenigsten aber, wenn das Original nicht mehr zur Verfügung steht, Quellenstudium betreiben


    Das stimmt ja auch, allerdings muss das Original sich dann auch einer intensiven, seriösen Beschäftigung als würdig erweisen - was auf die genannten Beispiele bestimmt nicht zutrifft. Solche "Inszenierungen" sind schlicht Verschwendung von Geld und Lebenszeit aller Beteiligten.

    Seine Musik (besonders die Ouvertüren) geben alle seine Lebensfreude und Lebenslust wieder.

    Nicht nur. Rossini litt in späteren Lebensjahren zunehmend an Depressionen. Dass er von seinen Impressari teilweise eingeschlossen werden musste, um endlich zum Komponieren zu kommen, hatte auch teilweise damit zu tun, dass er - typisch für einen Depressionskranken - an Antriebslosigkeit litt. Lebensfreude findet sich in seinen Werken, allerdings, aber in seinem späteren Leben war sie nicht unbedingt das beherrschende Element.



    Für Richard Wagner war Rossini geradezu ein Schimpfwort.

    Dem steht allerdings das respektvolle Gespräch entgegen, das beide in Paris führten. Es wäre aber auch nicht das erste Mal, dass der Theoretiker Wagner in seinen Schriften anders redet als er im praktischen Leben handelt.

    Hier mal ein interessanter Beitrag zu einem ebenso ausgelutschten wie nicht totzukriegenden Argument, das ja auch in diesem Thread immer wieder vorwurfsvoll angebracht wird. "Man muss erst eine Inszenierung gesehen habe, um darüber urteilen zu können. "
    Quelle: Facebook


    Zitat

    "Das Regietheater ist so "originell" und kreativ, man muss nur fuenf oder sechs Produktionen gesehen haben, um die Aesthetik und Bildsprache zu erkennen. Es ist immer dasselbe, und ja, es genuegt mir als "Veteran" der Oper inzwischen sehr oft ein Bild, um zu wissen: "Oh nein, nicht schon wieder!"


    Natuerlich waere es moeglich, dass ein Bild, welches so aus dem Kontext gerissen ist, nicht wirklich etwas ueber den Rest der Produktion sagt. Aber wir haben hier fast immer Bilder, die von der Website des entsprechenden Theaters sind - und ich glaube nicht,dass die mit Bildern werben wuerden, die den einen "atypischen" Moment einer Produktion zeigen. Im Gegenteil, sie suchen nach meinem Wissen danach aus, dass dieses eine Bild aussagekraeftig fuer die ganze Produktion ist, fuer die es werben soll. So finde ich es immer etwas unlogisch, dann bei Kritik zu sagen "Aber dieses Bild steht doch nicht fuer die Produktion, und man kann sie doch nicht nach ein Bild beurteilen."

    LiebeStrano,
    die Freikarten waren zum einen deshalb weil letztes Jahr die Zuschauerzahlen bei der Rheinoper stark zurückgegangen sind und natürlich zum andern um mich davon zu überzeugen das die Oper ein Gesamtkunstwerk sei. Nur genützt hat es nichts. Ich vergleiche eine Opernaufführung immer mit einem Zahnradm wo viele kleinere Zahnräder zueinenader finden müssen und wenn ein Teil nicht funktionert , das ist meistens die Regie, dann hat das nichts mehr für mich mit einem Gesamtkunstwerk zu tun


    Lieber Rodolfo,
    danke für die Aufklärung, dann was es also doch die Rheinoper - daran hatte ich mich nicht mehr erinnert. Ich sehe es ganz genauso wie du, mit dem Unterschied, dass ich dieses Gesamtkunstwerk grundsätzlich auch von der Regie einfordere - du hast einige positive Beispiele genannt - und halt auf den Opernbesuch verzichte, wenn das "Zahnrad" Regie, das ja kein ganz unwichtiges ist, so wie in den meisten Fällen, "hakt".


    Aber ich finde nichts langweiliger und auch arroganter (als dürfe es nichts anderes geben) als das Einheitsschwarz, mit dem man die Zurückgenommenheit und Demut gegenüber dem Werk so plakativ vor sich her trägt wie seinerzeit die Existentialisten ihre Tracht.


    Ja, stimmt, so ein fesches Hawaihemd mal zwischendurch als Farbklecks oder kurze Hosen sollten es schon auch mal sein dürfen. Wer erträgt schon die langweilige, endlose Musik, wenn die Blicke sich nicht auch einmal an einem schönen krampfaderverzierten Herrenbein oder einer dekorativ in Szene gesetzten Plautze ergötzen dürfen.

    Es macht doch viel mehr Freude über sängerische Leistungen zu diskutieren als über die Inszenierung. .


    Genau, aber dafür bezahle ich keine Opernkarte. Man kann bei youtube so gut wie jeden aktuellen und vergangenen Sänger hören und beurteilen, wenn mir das nicht ausreicht, kann ich mir CDs und DVDs en masse kaufen. In die Oper gehe ich wegen eines Gesamtkunstwerks, die sie ja auch wirklich ist. Übrigens glaube ich mich zu erinnern, dass du vor einiger Zeit von einem Gespräch mit einer Dame des Abonnentenbüros der Düsseldorfer (?) oder Kölner (?) Oper berichtet hast, die dich mit eben diesem Argument - es ginge ja vor allem um die Musik und die Sänger - zur Wiederaufnahme deines Abos überreden wollte bzw. dir ganze sechs Freikarten geschenkt hat.


    Aber ich merke schon, dass der entzückende Männerauflauf, den ich hier eingestellt hatte, in einem männerlastigen Forum leider, aber verständlicherweise nur wenig Anklang findet. Aus Gründen der Abwechslung folgt hier nun mal wieder was für die Herrenwelt. Amusez-vous bien, mes amis! :D


    Ob Don Giovanni der Dame nicht nur die Jungfräulichkeit, sondern auch das Knochenmark und ihre Garderobe geraubt hat, so dass sie ohne Metallschienen leider nicht mehr laufen kann? Was für ein fieser Typ!



    Ich will aber meinen lieben Papa-Haydn wiederhaben!" Musik und Oper einen ernsten Sinn zu geben, hat für mich rein gar nichts mit Gelehrsamkeit zu tun, sondern mit Tiefe und Wahrhaftigkeit.



    Sehr schön gesagt, aber für die angesprochene Rusalka leider nicht zutreffend. Jeder kann nämlich sehen, dass das gezeigte Aquarium nun wirklich nicht tief genug ist. Weder schwimmen noch richtig stehen kann die Ärmste darin. Wenn schon tief, dann also bitte richtig!

    Also, liebe Strana, meine Hinterfragung (nackter Oberkörper, Schwamm, Bürste, Sträucher) führt zu dem Ergebnis: Das muss ein Saunaclub sein, der vor der Tür steht und heftig protestiert, dass die Sauna heute geschlossen ist. Das kann für manchen ein ernsthaftes Problem sein, über das man lange nachdenken sollte. Mal sehen, was die Analysten da wohl hineindeuten.


    Liebe Grüße
    Gerhard


    Ja, auch das wäre wohl noch eine Variante. Wobei ich ganz allgemein einfach froh bin, dass die Opernregie auch uns Frauen im Blick hat und uns solche Traumkörper nicht mehr vorenthält, so wie es früher üblich war. Stellt euch das mal vor, was früheren Generationen alles entgangen ist. Die hatten nur die langweilige Musik, mit der sie sich auseinandersetzen konnten. ;(:(


    Hier noch was Schönes zum Hinterfragen und Auf-sich-Beziehen. Aber bitte nicht nur für Rheingold! Wir wollen es schon gerecht verteilen!
    Was sagt uns dieses Bild?


    a) Die Herren des Chores streiken wegen der Abschaffung der Gemeinschaftsduschen im Theater.
    b) Sie machen aus allzu offensichtlichen Gründen von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch und fordern für alle Chorherren preisreduzierten oder kostenfreien Zugang zu allen Fitnesstudios.

    Die Premieren waren immer ausverkauft aber geh dann mal in die 3. oder 4. Aufführung, dann lichten sich die Reihen und auf dem zwieiten Balkon saßen höchsten bis zu 20 Zuschauer so das wir angewiesen wurden in den ersten Balkon oder ins Parkett zu wechsen, damit der Saal voller aussieht.



    Wer hat euch denn da angewiesen? Na der hätte bei mir viel anweisen können, wenn ich mich nicht umsetzen will, bleibe ich sitzen, wo ich bin.

    Welche Situation liegt hier vor?


    a) Die Oper spendiert der Sopranistin ein kostenloses Fisch-Hautpeeling - in geradezu vorbildlicher Sorge um die Gesundheit der singenden Mitarbeiterin.
    b) Aus Kostengründen muss die Sängerin zusammen mit dem Kostüm gewaschen werden, denn: alle Opernhäuser müssen sparen. Also sind Dusche und Waschmaschine zusammen nicht mehr möglich!
    c)Man hat festgestellt, dass das Kostüm nicht richtig sitzt. SchneiderInnen sind halt leider auch nicht mehr das, was sie mal waren. Umarbeiten kostet, daher wendet man hier den uralten Trick an, den man schon früher bei zu weiten Jeans kannte.