Beiträge von nala

    Diagnose: Rezidiv einer akuten, fieberhaften Polyarthritis


    Grundleiden: fieberhafte Gelenksentzündung


    Todesursache: rheumatische Herzmuskelschädigung, unbehandeltes rheumatisches Fieber, Blutentzug durch Aderlässe


    (obwohl es keinen Obduktionsbefund gibt, ist man über Mozarts letzte Lebenstage und Krankenberichte ausreichend informiert, um die Todeskrankheit einwandfrei rekonstrieren zu können).


    aber die These einer Geschlechtskrankheit (als Nebendiagnose) bezweifle ich nicht wegen Konstanzes Ignoranz seinem Tod gegenüber. Erst 1808 besuchte sie erstmals den Friedhof St. Marx.


    Ich verehre ihn aber trotzdem SEHR :)

    Es ist mir nicht klar, wie man aus einem Massengrab "Mozarts Schädel" sichergestellt haben könnte:
    "Mozarts sterbliche Hülle wurde auf dem Todtenacker vor der St. Marxer Linie bey Wien begraben." Weil van Swieten dabei die grösstmöglichste Ersparnis für seine Witwe berücksichtigte, wurde der Sarg nur in ein gemeinschaftliches Grab (Reihen- oder Schachtgrab) gesenkt und mit ungelöschtem Kalk überdeckt. Die Reihengräber wurden nach sieben Jahren neu belegt, demnach konnte im Jahre 1808 - da besuchte Konstanze erstmals den Friedhof, die Lage des Grabes gar nicht mehr ausfindig gemacht werden. Leider sollte auch jene Stelle, die Mozarts sterbliche Hülle aufnahm, noch einmal aus ihrer Ruhe gerissen werden. Ein Bombenangriffs im letzten Weltkrieg hinterliess grosse Beschädigung durch Granatsplitter. Am 3. Dezember 1950 wurde mit einer schlichten Feier die Grabstelle wieder der Pflege der Gemeinde Wien übergeben.
    Von Mozarts Schädel auf sein Aussehen zu schliessen, ist auch nicht möglich, genausowenig haben seine Porträts einen geringen Aussagewert, da es von fast keinem Bild sicher ist, dass es tatsächlich Mozart darstellt, ausserdem wurden alle Bildnisse dem Zeitgeschmack entsprechend "gefälscht", denn nicht Realismus war gefragt. Mozarts Nase wurde abgeschwächt, die Pockennarben retuschiert und die fehlgebildete Ohrmuschel entweder korrigiert oder durch die Perücke abgedeckt.

    dies ist ein besonders guter Einfall - nachdenken, was einem am besten gefallen hat im letzten Jahr.


    Mein Highlight war in Wien "L'elisier d'amore" in der Staatsoper mit Netrebko und Villazon, auch dort "Osud" und "Les Villis" und am darauffolgenden Tag "Giselle" - in diesem Ballett kommen auch wiederum die "Willis" vor, bis zu jenem Tage wusste ich noch nichts von deren Existenz, und dann gleich zweimal hintereinander :)


    das Allerschönste war ein Spaziergang von Ansfelden nach St. Florian im vergangenen Sommer, mit Walkman, den man sich im Brucknerzentrum am Hauptplatz in Ansfelden ausborgt und danach wandert man 10 Stationen bis zum Stift, man kommt mit Klängen aus Bruckners 9. Sinfonie "dem lieben Gott" über einen Hügel, da bekomme ich jetzt noch Gänsehaut.


    Fernsehübertragung gestern Don Giovanni von Peter Sellars inszeniert und natürlich die Traviata aus Salzburg via TV.


    An Allerheiligen das Requiem von Mozart in der Augustinerkirche.

    lieber ulli, und darf ich weiterhin anstatt "gründen" - "baute auf" sagen?
    ich bin aus österreich und wir verwenden zeitweise andere wörter und meinen dennoch dasselbe.
    ou peut-etre nous deux essayions en francais - mais ca c'est encore plus complique pour moi - plus que l'allemand :P

    Das ist sicher nicht der Fall:


    Nationalhymnen in klassischen Themen/Musik eingebettet



    als am 14. September 1791 nach heftigen politischen Turbulenzen vor allem nach dem gescheiterten Fluchtversuch der Königsfamilie im Juni, nun die Verfassung von der Nationalversammlung endlich ausgearbeitet worden war beauftragte der musikliebende Bürgermeister Dietrich den Domkapellmeister Pleyel und den als Dichter diletierenden Hauptmann Claude-Joseph Rouget (de Lisle) 1760-1836 mit der musikalischen Untermalung einer Feier zur Annahme der Verfassung.


    Pleyel komponierte die Musik, Rouget de Lisle lieferte den schon früher verfaßten Text zu einer ???Hymne à la Liberté“ (Hymne an die Freiheit). Der Text wurde ins Deutsche übersetzt, und in beiden Sprachen unter die Leute verteilt.
    Am Vormittag des 25. September 1791 wurde im Münster eine religiöse Feier mit einem Te Deum abgehalten. Anschließend begann die zivile Feier auf der heutigen Place Kléber: alle Musiker Straßburgs aus den zwei Theatern und den zwei Kirchen hatten als Chor und Orchester auf einem Podium Aufstellung genommen und wurden dort von Pleyel selbst dirigiert; die Bevölkerung hatte die Texte der Hymne in der Hand, an beiden Enden des Platzes standen Militärkapellen.


    Pleyels Hymne an die Freiheit war ein Werk von einfacher und getragener Erhabenheit; den ersten Teil spielten nur Chor und Orchester, den Refrain verstärkten die Militärkapellen und das Volk. Ein Wohltätigkeitsbankett beschloß diesen Festtag, und anschließend verbreitete sich Pleyels Hymne in Windeseile entlang beider Rheinufer... Unglücklicherweise ist die Originalfassung verlorengegangen, nur der Druck des Stadtdruckers Dannbach für Singstimme und Klavier ist erhalten.
    Schon für dieses Werk allein genießt Pleyel in Frankreich auch heute noch höchstes Ansehen.

    Während Pleyels Londoner Aufenthalt 1791/1792 gelang Rouget de Lisle mit dem Kriegslied für die Rheinarmee, der ???Marseillaise“ vom 25. April 1792 der große Wurf (freilich mit größeren Anleihen bei Grétry, und dem endgültigen Feinschliff durch Gossec, da Rouget de Lisle auch musikalisch nur Dilettant war); doch schon dessen Kriegslied ???Chant de Roland“ vom Mai 1792 wird auch wieder Pleyel zugeschrieben.


    Am 10. August 1792 schließlich stürmte eine aufgebrachte Volksmasse in Paris das Königsschloß, die Tuilerien, und der König wurde gefangengenommen und abgesetzt. Frankreich wurde Republik, der König vom neuen Nationalkonvent (der verfassungsgebenden Versammlung der Republik) wegen Hochverrats angeklagt und am 21. Jänner 1793 hingerichtet. Die Republik der liberalen, aber zu wenig sozial eingestellten Girondisten sollte am Machtstreben der linken ???Bergpartei“ unter Robespierre, Danton und Marat, an der Opposition des revolutionären Pariser Gemeinderats und vor allem an der unzureichenden Versorgung der Bevölkerung schon im Juni 1793 scheitern; der Krieg mit England, Österreich, Preußen und Spanien und die folgende revolutionäre ???Schreckensherrschaft“ machten auch Ausländer wie Pleyel ???verdächtig“. Rouget de Lisle war bereits seit Oktober als ???Verdächtiger“ im Gefängnis, als Pleyel das ???Chant de Roland“ zur Hymne an die Vernunft umarrangierte. Am 10. November 1793 wurde das Straßburger Münster wie viele ehemalige Kirchen zum Tempel der Vernunft, zu deren Feier Pleyels Bearbeitung erklingen durfte.



    Sorry, ich bin heute sehr kleinlich...


    und ich schreib jetzt nix mehr, bin der deutschen Sprache nicht so mächtig, wie es anscheinend hier verlangt wird. Ich werde aber weiterhin passiv mitlesen, wenn es niemanden stört.


    (bin heute auch kleinlich......)

    natürlich hiess er camille, das war mehr ein flüchtigkeitsfehler meinerseits.
    und vielleicht haben beide zusammen den Saal gegründet, Vater und Sohn, denn 1807 baute Pleyel eine Klavier- und Harfenfabrik auf, die er 1824 seinem Camille übergab. 1839 allerdings erst erbaut, wo u.a. Cesar Franck, Anton Rubinstein und Camille Saint-Saens debütierten. Vorher existierte ein "Salon Pleyel", dort gab am 20. März 1832 Chopin sein erstes Paris-Konzert und lobte die leichte Spielart und den singenden Klang der Pleyelflügel. Noch heute ist "Pleyel, S. A., Paris" neben Erard Frankreichs bedeutendste Klavierfabrik, in der neuerdings auch Radio- und Fernsehgeräte angeboten werden.


    über Ruppertsthal möchte ich noch was schreiben....
    das ist ein Strassendorf nordwestlich von Tulln, heute ein Teil von Großweikersdorf. Die Pfarrkirche ist dem Hl. Ägydius geweiht, sie liegt auf einer Anhöhe. Um Pleyels Zeit war im Schulhaus neben der Kirche Martin Pleyl (kein Tipp- und kein Schlampigkeitsfehler :) ) der Schulmeister. Von den acht Kindern dieser Ehe überlebten 4. Als Ignaz zwei Jahre alt war, starb die Mutter Anna Theresia. Der Vater heiratete die Marie Anna Placho aus Göllersdorf. Sie gebar ihm 9 Kinder, aber keines wurde älter als 1 Jahr.


    Wir hörten auch in Ruppertsthal, dass Pleyel der Komponist der Marseillaise sei, aber nirgends genannt wird. Genaueres müsste ich recherchieren. Vielleicht weiss jemand etwas darüber?

    bei uns wurde erst heute abend beschert:


    musikalische Ausbeute :)


    The Encyclopedia of Opera (Caruso, Schipa, Gigli, Di Stefano, Pavarotti,
    Melba, Callas, Caballè, Sills, Norman, Verrett etc.)


    Violetta (Arias and Duets Villazón/Netrebko)


    Ignaz Joseph Pleyel (Grande Sinfonie F Dur, Rondeau favorit, Trio F Dur, Serenade für neun Bläser)


    Die Pleyel CD bekam ich geschenkt, weil ich mich heuer im Sommer einmal nach Ruppertsthal verfahren haben........

    im August dieses Jahres kam ich durch Zufall nach Ruppertsthal, nach einem Feature in Ö1 über Ignaz Josef Pleyel - auf dem Rückweg von Don Giovanni in Gars am Kamp. Es war Sonntag Nachmittag, eigentlich ist das kleine Museum geschlossen. Zufällig war Herr Ehrentraud anwesend, und es war einfach zauberhaft von ihm, er hat und 1 1/2 h erzählt und Musik vorgespielt. Leider konnten wir keine Vorstellung von Iphigenia in Aulide besuchen, diese Oper wurde praktisch "um die Ecke" am Heldenberg aufgeführt. Wir sahen aber die Kulisse - kein Trost.
    Vielleicht liest Herr Ehrentraud dies - danke nochmals für Ihre Zeit und den Enthusiasmus. Vor ca. 1 Monat in Paris den Salle Pleyel von aussen begutachtet, benannt nach dem Sohn Claude Pleyel.

    die grossen primadonnen - da müsste man meiner meinung nach eine zeitliche gliederung machen, da der musikgeschmack sich ab und zu ändert. obwohl eine grosse stimme und PR zusammen haben immer erfolg gebracht.


    um 1900 war rosa ponselle
    jenny lind
    maria malibran

    zwischenfrage: wer ist auf meinem avatar zu sehen?


    vorkriegszeit (tauber-ära) war lotte lehmann
    gundula janowitz
    und für mich die beste aller zeiten
    victoria de los angeles und erika köth


    nachkriegszeit war maria CALLAS
    und meine zweitbeste tebaldi (gioconda)
    sena jurinac und die schwarzkopf natürlich!!


    danach kiri, cheryl, joan und lucia


    heute andrea rost
    nathalie dessay
    und ANNA