Beiträge von Oranje

    Ich denke mal, dass mich ansonsten hier jeder verstanden hat, ansonsten halt. ...


    Ihr Beitrag ist schlicht eine Frechheit und hat mit der hier gepflegten Netiquette wenig zu tun. Echt arm! Ja, sicher bin ich nicht so kulturell bewandert und weniger allwissend als Sie. Aber wenn Sie inhaltlich nichts beizutragen haben: Einfach mal Fres.. halten!



    Danke! :thumbdown:

    Guten Morgen


    Wir diskutieren hier grad parallel in zwei Beiträgen...


    Harald Kral: Dein Hinweis im anderen Beitrag auf das französische Label fördert insgesamt 6 DVD zu Tage:


    Milhaud, Gretry, Mehul, Cherubini, Gounod und Sauguet. Jetzt bitte den verkniffenden Hinweis folgen lassen, damit ich nicht dumm sterbe!



    @Figaroo: Stimmt. Lustigerweise lief Clari vorletzte Nacht auf Classica. Dann sind es also 2 Opern.

    Wenn man den Schwiegervater und Lehrer Bizets nachschlägt, kann man lesen, dass er über 40 Opern geschrieben hat.


    Ein Blick ins Repertior der CD-Label läßt mich glauben, dass er lediglich EINE Oper, nämlich "La Juive" komponiert habe.


    Daher frage ich mal in die Runde: Kennt/hat ein Tamino weitere Opernwerke von Halevy auf Tonträger???
    Über sein letztes, von Bizet fertigestelltes Werk "Noe", kann man viel lesen, aber wenig hören...

    Mmh, wahrlich schwer dranzukommen.


    Gibt es eigentlich einen Beitrag, indem regietheaterfremde DVD-Mitschnitte gesammelt/vorgestellt/empfohlen werden?? Wenn nicht, müsste der mal angeschoben werden! Also nicht so ganz allgemein, sondern thematisch etwas sortiert. Barock und Romantik, Italienisch und Französisch... oder ähnlich.
    Ich klicke mich ständig bei den Werbepartnern durch, das Problem haben doch sicher auch andere hier.

    Wer in Deutschland die Oper liebt, sollte ihr besser fern bleiben.


    Bisher habe ich mich fast völlig auf konventionelle DVD-Mitschnitte italienischer Bühnen zurück gezogen. Die beiden Label Dynamic und Bongiovanni versorgen mich hier annähernd hervorragend.
    Erstere sogar mit der einen oder anderen fränzösischen Oper.


    Aber gibt es in/aus Frankreich ein ebenso liebevolles Label mit dort heimischen Werken???

    Puh. Ich versuche die Beschreibung der "Romantik" nicht zu verkopft zu sehen, da ich glaube, dass es sehr subjektiv und damit emotional belegt ist. Eine genaue Jahresangabe oder ein architektonisches Winkelmaß verbinde ich damit weniger. Zumal gesellschaftliche Vorlieben, Definitionen und Beschreibungen immer nur punktuelle Momentaufnahmen sein können, ein Komponist aber durchlebt von einem ersten bis zu einem letzten eben viele Momente. Während dem einen endlich nach Jahren ein romantisches Konzertstück gelungen ist, tüftelt der andere bereits an völlig neuen Hörgewohnheiten. Da beides gleichzeitig im selben Jahr passiert, sind doch nicht beide Werke über dieses zu definieren.


    Wenn ich das Wort "Romantik" vernehme, befinde ich mich gedanklich sofort im Italien des "Aus dem Leben eines Taugenichts". Diese Bilder verbinde ich emotional mit dem 3. Satz der 9. Sinfonie Beethovens. Das ist seit 35 Jahren so und wird sich nicht durch Wortneudefinitionen bei mir ändern.
    Mein Banknachbar verbindet mit "Romantik" vielleicht "die Schottische" von Mendelssohn mit Novalis oder E.T.A. Hoffmann.
    Ich halte Romantik daher für eine Bauchsache, zumindest im Kontext eines sich verwischenden Zeitfensters.

    Oh, das greife ich gerne auf. Es handelt sich durchweg um sogenannte "Anfängerwerke", da eingängig und melodienreich. Dazu eigentlich nur Werke, die ich in den letzten Jahren auf der Bühne erleben und in mehrfacher Einspielung auf Konserve hören durfte. Ein Dutzend an der Zahl:


    1. Carmen (Bizet)


    2. Freischütz (Weber)


    3. La Boheme (Puccini)


    4. Turandot (Puccini)


    5. Aida (Verdi)


    6. Luisa Miller (Verdi)


    7. Madame Butterfly (Puccini)


    8. Conchita (Zandonai)


    9. Zar und Zimmermann (Lortzing)


    10. Fidelio (Beethoven)


    11. Attila (Verdi)


    12. Das Rheingold (Wagner) (steht für den gesamten Ring, aber hiervon an erster Stelle)

    Alle bisherigen Themen zu Carl Czerny (1791-1857) behandelten eher die eigenen Klavierstundenerlebnisse der Mitglieder und die daraus resultierende Unbeliebtheit seiner musikpädagogischen Übungen und Anwendungen. Da bin ich zum Glück völlig unvorbelastet. Als schlichter Liebhaber ideen- wie melodienreicher Sinfonien bin ich schnell auf Czerny gestoßen und habe alles sinfonische von ihm zusammengetragen, was der Markt hergab.


    Insgesamt hat Czerny 6 Sinfonien geschrieben. Wikipedia spricht noch von einer weiteren "großen/langen Sinfonie von 1814, die ich bisher nicht weiter zu- bzw. einordnen kann. Vielleicht weiß ein anderer tamino ja mehr.
    Jetzt zu den Einspielungen:


    Die 1. und 5. Sinfonie als Kombination auf einem Tonträger. Eingespielt vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/O. Die Veröffentlichung gibt es mit zwei verschiedenen Covern (ich komme grad auf keine deutschsprachige Entsprechung).


    und


    Die 2. Sinfonie erschien auf dem christlichen Label Christopherus, eingespielt vom selben Orchester und selben Dirigenten (Nikos Athinäus). Dreingabe ist hier für mich ein Konzert für Klavier zu vier Händen & Orchester.



    Die 2. und die 6. Sinfonie wurden dann eingespielt vom SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern unter dem Dirigat von Grzegorz Nowak.



    Die 3. und die 4. Sinfonie wurden nach meinen Erkenntnissen bisher nicht eingespielt, warum auch immer. Ich trage mich in Hoffnung, dass ein Nischenlabel diese Lücke irgendwann mal schließen wird.

    In Ergänzung zu Beitrag 3: Dopper



    Hier gibt es noch die 7. Sinfonie, allerdings offenhörbar historisch.
    Zusätzlich auf der CD befindet sich ein Werk von Alexander Voormolen (1895-1980). Das als "Sinfonia" betitelte Werk wird seine "Sinfonia Concertante" von 1951 sein, aber das ist bei mir derzeit nur eine Vermutung. Ich selbe habe die CD noch nicht in meiner Sammlung.

    Trotzallem wäre dieser Thread ein passendes Schaufenster, die jeweiligen Neuerscheinungen dieses Labels im Sinne einer "Beschreibung der Labelpolitik" darzustellen. Super interessant!!!


    Ich glaube, dass dieser Art Labels auf dem richtigen Weg sind, indem sie immer tiefer in die Musikhistorie eintauchen und für uns Neues zutage schaffen. Wie viele Zauberflöten oder Eroica braucht man so?
    Es wird hier wie in allen Bereichen der kommerziellen Veröffentlichungspolitik sein, es zählt nicht nur die Qualität, sondern "zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein", Charisma (optische Bühnentauglichkeit) und Beziehungen zu den "richtigen" Leuten. Das wird damals wie heute gewesen sein, und so sind völlig "unberechtigt" einige Komponisten in der Versenkung verschwunden. Manchmal fragt man sich, wieso dieser Musiker oder dieses Stück eingängiger, melodischer, ideenreicher als so einiges von den üblichen Verdächtigen, was wir in 20 Versionen 100mal gehört haben.

    Nunja, für die Lautstärke im Kino würde ich den MET-Dramaturgen weniger verantwortlich machen.


    Die Chemnitz-Version würde mich schon interessieren. Auf welchem DVD-Label ist sie erschienen? Denn Live gibt es,
    ganz sicher, wenig Schnitte.

    ...ach so, nur um Klischeevorstellungen und Ressentiments... Dann kann ich das Thema getrost rechts liegen lassen. (Moffrikaan! X( ) :baeh01: :baeh01: :baeh01:


    Jetzt mal im Ernst: Nu` ist geklärt, dass es sich doch um den neuen MET-Ring handelt. Schön! Das Wort "Querschnitt" beinhaltet ja schon "Schnitte". Da ich davon ausgehe, dass die DVD mit der Kino-Liveübertragung 1:1 identisch ist (ist es nicht so?), kann es eigentlich hier nur um eine CD-Veröffentlichung gehen. Selbst bei älteren Gesamtaufnahmen fehlt oft zwar nichts, doch zugunsten der Leerrillen auf den Schallplattenveröffentlichungen zwischen den einzelnen Stücken, wirken diese wie brutale Schnitte. Schade, wenn bei heutiger digitaler Technik das immer noch so sein sollte.


    Lieber Misha, schau mal in die DVD rein. Da singt Herr Kaufmann und Frau Voigt zwar ebenso, aber vielleicht versöhnt der stringente Charakter der Aufnahme. Ich bin derzeit davon immer noch überzeugt, dass es sich um die beste Ringaufnahme (-inszenierung) handelt, die zumindest ich noch erleben durfte.

    Mmh, ich bin ja sicher kein Feingeist, aber ich finde das etwas despektierlich und auch nicht auf den Punkt genau ausgedrückt.


    WAS an den besagten Opern ist denn "bekloppt"? So wie ich das sehe, wird hier auf die Handlung abgezielt. Also weniger auf Instrumentierung oder Aufführung (Regie).
    In ein paar der genannten Opern habe ich nun reingehört, akkustisch ist da einiges für meine laienhaften Ohren durchaus hörenswert, wenn nicht sogar richtig gut.


    Naja, Abstriche muss man als Opernliebhaber ja schon länger machen. Aufgrund der Regie höre ich einiges lieber als ich es sehe. Da könnte ich durchaus zugunsten von Hörgenuss UND
    Augenweide auf etwas stringente Handlung verzichten.

    Ich habe das Rheingold mit ihm live verfolgen dürfen. Mag sein, dass es da (für mich eh nicht wahrnehmbare) den ein oder anderen Schnitzer gab. Aber mal ehrlich, das nehme ich alles gerne in Kauf, nämlich für die beste Ring-Inszenierung seit Dekaden die man für Geld auch auf Konserve kaufen kann. Und B. Terfel hat seinen Anteil geleistet.

    Eigentlich meinte ich folgendes:

    Natürlich ist es so, dass sich der Ladenverkauf kaum mehr rechnet - dem Bücherhandel wird es wohl kaum besser gehen. Zu bedauern ist das aber allemal, denn man kauft ganz anders, wenn man sich durch ein Sortiment durchsieht als wenn man im Internet ordert. Im letztgenannten Fall bestellt man meistens das, was man will aber man lässt sich nicht zum Kauf inspirieren. Natürlich ist auch das möglich, aber es dauert viel länger. Ich kann jedenfalls sagen, dass viele Gelegenheitskäufe in Geschäften für mich zum wahren Glücksfall geworden sind. Gott sei Dank ist die Lage in Wien noch nicht so schlimm - wenn sie auch schlimmer wird, denn zwei Geschäfte in der Innenstadt, welche ich öfters aufgesucht hatte, wurden in den letzten Jahren geschlossen.

    und wollte damit sagen, dass es dem Buchhandel eben doch noch etwas besser geht als den CD-Läden seinerzeit. Allerdings möchte ich jetzt keine E-Book-Debatte lostreten...

    Den Vergleich zum Buchhandel sehe ich nicht so.


    1. Es gilt die Buchpreisbindung! Ein und das selbe Buch kostet im heimischen Eckbuchladen exakt das selbe als bei Hugendubel oder Thalia. Ergo keine Dumpingpreise.


    2. Libri und Umbreit sorgen quasi über Nacht dafür, dass das Buch am nächsten Morgen im Laden ist (außer Verlagsdirektbestellungen natürlich).



    Ich kann mich noch gut an eine Bestellung der damals neuen Cure CD "Desintegration" Ende der 80er erinnern. Zu dieser Zeit machte ich täglich auf meiner Runde auch im hiesigen CD-Laden auf einen Tasskaff Halt.
    Nach 10 Tagen begrüßte mich der Inhaber mit:"Hey, der Vertreter war gestern endlich da!"
    Ich:"Prima, dann her mit der CD!"
    Er:"Nee, gestern war er da und ich konnte die Bestellung endlich bei ihm abgeben!"
    Den Laden gab es von 1986 bis 1996.


    Andere Zeiten...

    Der Anfang vom Ende begann bereits Mitte der 90er, als man als inhabergeführter CD-Einzelhandelsbetrieb die Silberlinge im Einkauf teurer erwerben musste, als sie bei Media, Saturn usw. im Endverkauf im Regal standen. Die konnten sich durch Mengenabnahmen nämlich Dumpingpreise leisten und die Einzelhändler in die Knie zwingen.


    Dazu kamen "Vertreter" der CD-Vertriebe, die dir die neue CD deines Lieblingsinterpreten nur pünktlich zum Veröffentlichungstermin auslieferten, wenn du mindestens 80 Stück davon bestellst oder dazu 25 andere annähernd unverkäufliche Ladenhüter mitgeordert hast. Ansonsten blieb nur Warten übrig. Erst wenn die Discounter bereits den Markt gesättigt hatten, bekam man dann auch seine Ware endlich ausgeliefert. Das hat selbst die treuesten Kunden verprellt: Die aktuelle CD des Lieblingsinterpreten erst 2 Wochen später und für 1/3 Aufpreis.


    Und so verschwanden die kleinen Läden wieder aus den Innenstädten, wenn sie nicht vorher schon bei der Umstellung von analoger Platte auf Compact Disc riesige Lagermengen Vinyl haben verlustreich verramschen müssen.


    Und wer es bis jetzt trotzdem geschafft hat, den rafft der Online-Handel und das Downloaden sicher bald dahin.

    Puh, da sind ein paar Brocken bei:


    Ich unterscheide ganz klar zwischen Darsteller/Sänger und Regisseur und zwischen Lustlosigkeit (Wollen) und Unvermögen (Können).
    Insbesondere in der italienischen Oper war es seinerzeit ein hierdurch messbarer Erfolg, wenn das Publikum eine bestimmte (zählbare) Anzahl von Zugaben lautstark gefordert hat. Und der nächste Zähler auf dieser Skala war ja nur einzufahren, wenn man den letzten auch durch eine Zugabe bedient hatte.


    Buhrufe gehören m.E. NICHT in die Aufführung, aber durchaus bei Berechtigung ans Ende dieser, und zwar pointiert und personenbezogen. Allerdings sind sie ja offenbar das Brot demagogischer Umdeuter und pseudointellektueller Inszenierungshonks, da es ja beweist, wie toll gegen Strom und Spießbürgertum inszeniert worden zu scheint. Auf der anderen Seite möchte ich durch zorniges Schweigen und Faust-in-der-Tasche-Ballen nicht das Feuilleton der Systempresse auch noch bestätigen, wie begeistert das Publikum doch alles aufgenommen habe.
    Mit Demokratie hat das m.E. alles nichts zu tun, ich finde solcherart Meinungsäußerung auch nicht explizit "undemokratisch".


    Und da im Straßenverkehr auf Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes keine Mindeststrafe von einem Jahr Haft droht, ist es eher ein Vergehen als ein Verbrechen, aber wahrscheinlich doch nur eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeit.

    Aus dem letzten Herbst, rechtzeitig zum Verdi-Jahr, ist diese Verdi-Biografie erschienen.
    Ich habe erst das erste Kapitel durch, aber es ist (besonders im Vergleich zur damaligen RoRoRo Monografie) wirklich flüssig zu lesen.
    Es wird auch auf jede Oper dezidiert eingegangen.
    Es ist ein Book-On-Demand Buch. Zwar bei Libri als Sofort verfügbar" gelistet, doch hat es 6 tage gedauert, weil es nach Bestellung erst noch digital gedruckt werden musste. Aber das warten scheint sich gelohnt zu haben. Die Lieferangabe von Amazon ist da realistischer.


    ...und gleich hinterher:


    La Traviata


    wird dieses Jahr das augustliche Freilichtstück auf dem Braunschweiger Burgplatz sein.


    Leider ist der Braunschweiger Oper nicht immer zu trauen, aber hin und wieder (d.h. selten) gibts doch was für Opernliebhaber.
    Man darf gespannt sein. Leider wird man wohl Karten im Vorverkauf erwerben müssen, bevor man erste Bühnenbilder gesehen hat.