Beiträge von La Roche

    In meinem Kopf hat sich der Gedanke hartnäckig festgesetzt, daß die WP schon lange, lange kritisiert worden waren wegen der angeblichen Frauenfeindlichkeit. Und dann habe ich irgendwo gelesen, daß das Orchester eine Stelle für eine Frau ausgeschrieben hat. Es war eine Baßtuba.

    Stimmt das oder muß ich in meinem Gehirn mal aufräumen?


    La Roche

    Ich habe mich über eine Stunde durch das Dresdener Programm gequält, da ich auf Beethovens 9. komischerweise keinen Bock hatte. Auch mir hat nur Levit mit Gershwin gefallen. Das ganze Programm war nicht geeignet, das TV-Publikum von den Sitzen zu reißen. Die Dresdener können das aber, das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    Schon nach dem Umschalten auf die Berliner war ein anderes Flair zu spüren. Man spielte vor maskiertem Publikum, aber das Duo Merkel/Sauer war dennoch zu erkennen. Vom ersten Ton an spürte man Tempo und Rasanz, die Fledermaus-Ouvertüre war als schwungvolles Eröffnungsstück bestens geeignet und auch flott gespielt. Da hat es mich gar nicht gestört, daß der in meinen Augen vorzügliche Dirigent eine imaginäre Kleiderordnung mißachtet hat, aber die Chance bestens genutzt hat.

    Beim Bruch-Konzert fand ich manche Töne von Frau Jansen etwas scharf, fast kreischend. Aber ihre Virtuosität war beeindruckend. Habe nur ich eine Kadenz im 1. Satz vermißt?

    Die Darbietung vom Feuervogel und La Valse war für mich einfach phantastisch. Mitreißend, zart, aufbrausend, man konnte Kaschtschej plastisch hören und den Feuervogel sein Befreiungswerk erleben. Es ist wie eine Auferstehung, der musikalische Jubel zum Schluß der Phantasie ist erlösend und begeisternd.

    La Valse ist immer ein Höhepunkt. Der atemberaubende Schluß mit dem gewaltigen Crescendo des voll besetzten Orchesters ist immer den spontanen Applaus bin hin zu machtvollen Bravorufen wert. Für mich ein ganz tolles Konzert. Und ein ungeheuer und triumphierend aufspielendes Orchester mit einem würdigen Dirigenten. Ein wunderbarer Abend, aber nicht durch die Dresdener Staatskapelle.

    La Roche

    zum Beitrag#2


    lieber astewes, ich habe mir die Zeit genommen und das mir völlig unbekannte Klavierkonzert des mir völlig unbekannten japanischen Komponisten angehört. Danke für das Einstellen. Normalerweise würde ich einen großen Bogen um "moderne" Musik machen, was sicher damit zusammenhängt, daß ich im Konzertabo in Gera regelmäßig mit Musik konfrontiert wurde, die bei mir nur als ohrenbetäubendes "Gefietsche" ankam.

    Man kann wohl doch nicht alles in einen Topf werfen. Mir hat das Konzert eine neue Klangwelt erschlossen, so zwischen Debussys "La Mer" und Ciurlionis "Im Walde". Oder den "Nächten in spanischen Gärten". Durchaus angenehm, und durchaus nicht nur "Dahinplätschern". Ich würde mir das sogar live antun, ohne mich zwingen zu müssen.


    La Roche

    Ich habe sein Abschiedskonzert in der Weimarhalle mit der Staatskapelle Weimar erleben dürfen, er wurde zum Ehrenmitglied ernannt und gebührend verabschiedet. Auf dem Programm stand Mahlers 3. Sinfonie. Die Aufführung war prächtig! Das Posthornsolo aus dem Foyer war extrem gut.

    La Roche

    Mittwoch, 29. Dezember 2021

    22.45 Uhr ARTE


    Jacques Offenbach

    LES CONTES D'HOFFMANN - HOFFMANN'S ERZÄHLUNGEN

    Aus der Staatsoper Hamburg

    Danke, lieber Gregor, ich hätte das womöglich übersehen. Da diese Zeit für mich nachtschlafende Zeit ist, kommt die Festplatte zu ihrem Recht. Das hat den Vorteil, daß ich nach den ersten Eindrücken entscheiden kann, ob ich ausmache und lösche, vordrehe oder komplett angucke. Neugierig bin ich auf den musikalischen Teil, die Garde der Stimmen läßt eigentlich ein Fest erwarten. Wenn Bühnenbilder und Kostüme mich nicht vergraulen, kann es einen schönen Abend geben, wenn gerade nichts anderes läuft. Gerade der Hoffmann gehört zu den Werken, bei welchem ich hohe Ansprüche besonders zur Ausstattung habe, musikalisch gehört er zu meinen Lieblingen. Ich gebe zu, vorbelastet zu sein. Die Londoner Verfilmung mit Streich, Schock und Metternich ist für mich Maßstab, wir (meine Frau und ich) haben dieses Prachtexemplar vor ca. 2 Wochen zum bestimmt 10. Mal auf DVD gehört.


    La Roche

    Der Stoff wurde auch in der Oper "Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße" von Hans Sommer als phantastisch-romantische Oper in 4 Aufzügen komponiert, sie hatte am 15.04.1904 am Hoftheater Brauschweig Uraufführung.

    2016 nahm sich das Geraer Theater der vergessenen Oper an. Davon gibt es eine CD, div Ausschnitte sind bei youtube zu erleben.


    La Roche


    Sommer: Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße

    Am 9.12. hatte Angelika Milster ihren 70. Geburtstag. Leider wurde das im Forum nicht erwähnt. Ich möchte dennoch nicht versäumen, sie hier zu würdigen mit einer ihrer bedeutendsten Rolle, der Grizabella aus dem Musical Cats


    http://www.youtube.com/watch?v=cZa-E0PevQQ


    Ihre Vielseitigkeit in vielen Genres der sog. heiteren Muse sollte auch hier erwähnt werden. Ich habe sie mehrfach auf der Bühne erleben dürfen, auch hier in Gera. Sie möge uns noch lange mit ihrer Kunst erfreuen können.


    La Roche

    Das A und O der Kriegsmusik (allerdings gehört das Stück nicht in Barock oder Klassik, sondern echt ins 20. Jahrhundert) ist für mich der 2. Teil des 1. Satzes von Schostakowitschs 7. Sinfonie (Leningrader). Wenn man das hört, ohne den Hintergrund zu kennen, dann wird man das als furchtbare Musik bezeichnen müssen. Das ist es auch. Krieg ist furchtbar.

    Schostakowitsch vertont die 900 Tage der Belagerung von Leningrad durch die Nazis. Hunger, Tod, Kälte, selbst Kannibalismus wird in der Literatur beschrieben. Mitten in das sorglose Leben in der Stadt kommt mit den rhythmischen Trommelschlägen die deutsche Armee und steigert sich die Musik bis zur musikalischen Schilderung von Verzweiflung, Terror und Tod. Es muß grausam gewesen sein, und so ist auch dieser Teil der 7. Sinfonie, die dann im bombastischen Finale des 4. Satzes eine optimistische Hoffnung geben soll.

    Offensichtlich haben wir Deutsche und die NATO das Elend vergessen, denn unsere Rußlandpolitik geht wieder in Richtung Konfrontation. Bei politischer Musik sei diese kurze Bemerkung gestattet.


    La Roche

    Jeder Sänger hat seine eigene Persönlichkeit und vor allem seine eigene Stimmfarbe.

    da gebe ich Dir Recht. Kannst Du mir aber beim Hören der gestrigen Stimmen incl. Frau Netrebko sagen, wer das ist?

    Netrebko vielleicht noch, aber die anderen? Liegt vielleicht auch daran, daß man die gestrigen Macbeth-Sänger zu wenig kennt, um eindeutig zu sagen: das ist der oder die. Aber einen Erkennungswert wie Pavarotti oder Corelli, wie Gobbi, Metternich, DFD oder Panerai, wie Tebaldi oder Callas..... haben die nicht. Vielleicht noch nicht, was ich aber bezweifle.

    Der Chor und das Orchester waren großartig

    Stimmt, habe ich auch so eingeschätzt und beschrieben. Diese musikalische Seite war großartig und hat beim bei mir bisher nicht so sehr beliebten Macbeth (wie übrigens auch bei Macbeth von Richard Strauss) neue Hörerlebnisse durchaus positiv klingen lassen. Aber beim Öffnen der Augen kamen Zweifel, ob hier Macbeth von Verdi gespielt wird oder ein amerikanischer Science-Fiction mit musikalischer Untermalung läuft. Den Hintergrund mit Videosequenzen zu gestalten, das finde ich insgesamt positiv, muß aber zumindest eine Angleichung an das Bühnengeschehen vorweisen können. Und da stört mich in einem mittelalterlichen schottischen Schauerdrama mit Hexen und Mord und Totschlag nicht nur die Kleidung, sondern besonders der Hintergrund und die Kulissen mit massenhaft Stahlgerüsten, einem BMW u.a.

    Das wird mir niemand so erklären können, daß ich es gutheißen würde. Das Mailänder Publikum war hörbar auch nicht amüsiert. Aber was solls, der Regisseur hat sich seine verdiente Publikumsreaktion abgeholt, in den nächsten Vorstellungen ist die Reizfigur nicht mehr da.

    La Roche


    La Roche

    Jetzt bin ich einigermaßen beruhigt. Ich hatte und habe zu Busoni keinen Zugriff gefunden, habe es mit dem Dr. Faust versucht, fand aber keinen Geschmack an seiner Musik, obwohl mir schräge Klänge wie bei R. Strauss, Schostakowitsch oder gar Werner Egk keine Furcht einflößen. Busoni ist bei mir abgehakt.


    La Roche

    Hallo,


    ich habe ca. 2 Stunden der unsäglich idiotischen Macbeth-Premiere ertragen, davon die letzten 90 min komplett.

    Mein Eindruck: Musikalisch durchaus beeindruckend, besonders Chor und Orchester. Deren Qualität haben Macbeth auf eine höhere Stufe gehoben als ich bisher eingeschätzt hatte. Allerdings kenne ich die Oper nicht live, habe aber 1 oder 2 DVD´s und kann auch auf CD´s und die Medien zurückgreifen. Und da war die gestrige musikalische Qualität besonders in Chor und Orchester hoch, auch wenn Frau Netrebko keine Lady Macbeth ist und deshalb auch lautstarke Buhs ertragen mußte. Als Macbeth ist mir Josef Metternich unerreicht, wenn ich auch nur eine CD (im Sammler Josef Metternich) mit ihm habe, die aber die Mehrzahl aller Macbeth-Auftritte beinhaltet (es ist wohl eine Aufnahme aus Berlin in den 50-ern, natürlich in deutsch).

    Die Sänger entsprachen dem Niveau, welches man bei einer Premiere in Mailand erwartet, aber es gibt wohl momentan wenig bessere. Ein Niveau wie früher mit Callas, Rysanek, Gw. Jones, Cossotto, Bruson, Milnes, Raimondi u.a. kann man heute nicht mehr erwarten.

    Den Buhsturm hat sich der Regisseur redlich verdient. Leider wurde er durch das Gequatsche der Ansagerin unterbrochen und sehr schnell beendet. Diesen Höhepunkt der Inszenierung hätte ich mir gerne länger gegönnt. Enttäuscht bin ich von Chailly, daß er solchen Schwachsinn mit den Kindersäbeln als Tötungsinstrument und der ganzen saudämlichen Kulisse hat durchgehen lassen. Seine Kraft und Autorität hätten einen solchen Unwillen des Publikums durchaus lindern können, er ist aber eben nur ein Angstellter und muß sich fügen. Wie singt Metternich in seiner letzten Arie als Macbeth "Wenn sie zu Grabe mich getragen, kein Mensch wird um mich weinen und klagen." Eines fand ich positiv - mit den Bildeinspielungen als Hintergrund wurde einmal mehr gezeigt, daß auch mit einfachen Mitteln Stimmung erzeugt werden kann. Die rot am Himmel ziehenden Wolken waren für mich allerdings der einzige positive Punkt in dieser sinnentstellenden und furchtbaren Inszenierung, die der Verdioper "Macbeth" nicht zugeordnet werden kann.


    La Roche

    Soeben wurde die neueste, komplette Ministerriege bei t-online vorgestellt. Es sollen angeblich die Besten sein.

    Und die Frauenquote wurde erfüllt. Nachgucken kann jeder selbst. Und sich seine eigenen Gedanken machen.

    La Roche

    Man kann heutzutage nicht auf Politik verzichten. Ich warte auf die erste Inszenierung z.B. von Traviata im Coronamilieu.

    Oder auf eine neue Oper "Baerbock in China".


    La Roche

    Das dürfte eine Frage des Umfeldes sein, in dem man sich bewegt.

    In meinem Umfeld habe ich mich selbst von ehemals guten Freunden abgewendet, die als Impfgegner dazu beitragen, daß Intensivbetten für Coronakranke unnötigerweise belegt werden und damit dringend nötige Operationen z.B. bei Krebskranken verschoben werden müssen.

    Ich bin von völlig Fremden schon mehrfach belästigt worden, da ich auch ohne 2G-Anordnung beim Einkaufen eine FFP2 Maske getragen habe. Das ist keine Frage des Umfeldes, sondern der Dummheit und Ignoranz der Impfverweigerer. Übrigens sind sowohl ich als auch meine Frau und unser Sohn bereits dreifach geimpft, praktisch nebenwirkungsfrei.


    La Roche

    Der letzte Satz hingegen könnte inhaltlich gut von Björn Höcke stammen und enthält in kurzer und präziser Form einige der Kernpunkte völkischen Denkens.

    Wenn das von Höcke wäre, dann würde ich ihm ausnahmsweise beipflichten. Ich hatte geschrieben:

    Kultur- und Religionskreise lassen sich schlecht mischen.

    "Schlecht" heißt nicht "nicht", sondern eben schlecht. Die Mischung setzt gleichberechtigtes Denken voraus, und daran hapert es in unserem Lande. Und das zunehmend. Jeder vertritt seine Meinung, notfalls mit Gewalt (siehe als neuestes Beispiel die Randale vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin. Man möchte öffentlich schon nicht mehr zugeben, geimpft zu sein, denn Beschimpfungen und Beleidigungen wären eine mögliche Folge). Trifft auch zu auf Hunderte andere Themenkreise, vom Gendern bis zur Atomkraft, von der Energiewende bis zum Kulturerbe und zur Religion.


    La Roche

    HIER ist das eben so - und wer von Ausserhalb kommt - nicht immer willkommen - der ist geduldet.

    Ich stelle mir vor, nach Saudi-Arabien auszuwandern, weil es mir in D nicht mehr gefällt, und ich wollte dort Kirchenglocken hören. Undenkbar.

    Kultur- und Religionskreise lassen sich schlecht mischen.

    La Roche

    Ich finde das alles hier albern bis lachhaft. Es geht um deutsche Geschichte, die alle Deutschen gemeinsam haben. Wenn wir Einzelheiten herauspicken, die nicht mehr "zeitgemäß" sind, dann müssen wir unsere gesamte Literatur in Frage stellen,

    von der Prosa bis zur Lyrik, vom Libretto incl. deutscher Übersetzungen, von Shakespeare bis Goethe, von.... bis...

    Machen die Engländer auch so einen Zirkus? Es war die größte Kolonialmacht. Die Amis hatten nicht nur die Vernichtung der Ureinwohner und die Sklaverei als Kritikpunkt, die Franzosen waren auch nicht nur nett, die Italiener, Spanier, Holländer, Portugiesen, Osmanen, Griechen usw.

    Ich bin sicher, daß man auch dort die Vergangenheit kritisch sieht. Aber mit Verboten fördert man nicht das Vergessen, sondern eher das Gegenteil, man radikalisiert.

    Manchmal versteht man die Welt nicht mehr. Wir reden von Freiheit und beschränken uns damit auf die Gegenwart. Und wir erwarten von anderen Ländern, unsere "Werte" zu übernehmen. Ansonsten wird jetzt schon gedroht, wie es Frau Baerbock als künftige Außenministerin tut. Die Chinesen zittern vor Angst. Bei mir kommt der Ausdruck "fremdschämen" ins Gedächtnis.

    La Roche

    aber ich habe da tendenziell Verständnis für, dass man das auf der Bühne lieber unterlässt.

    Ich würde schon gerne im Rosenkavalierfinale den kleinen Mohren sehen oder in der Zauberflöte! Lumumba habe ich übrigens im Winter auf den Kanaren gerne getrunken, auch bei Kenntnis der Bedeutung dieses Politikers für die schwarze Freiheitsbewegung. Ich finde daran nichts ehrenrühriges oder beleidigendes. Es hat gewärmt und war süß.

    Wenn ich lese, was für Blödsinn heutzutage verboten oder geächtet oder als nicht zeitgemäß betrachtet wird, dann wird es nicht mehr lange dauern und Petipa (oder doch gleich Tschaikowski?) wird als Rassist verschrieen. Der Ärmste.

    Es wird Zeit, sich zu verabschieden.

    La Roche

    Und das quasi zum Beweis der nächsten Feststellung, dass "wir" (wer ist das außer Dir in diesem Moment?) es weit gebracht hätten.

    Versuche einmal, mit Impfgegnern über deren Dummheit zu reden! Da halte ich lieber die Klappe.

    Heute hat in Gera ein neuer Lidl eröffnet. Keine Kontrolle entsprechend G2 oder G3. Wenn sich Ordnungshüter lieber darauf beschränken, leichter zu bestrafende Falschparker zu verwarnen als lebensbedohende Ächter aktueller Vorschriften, warum soll ich meinen Mund aufreißen. Runterschlucken, was man fühlt und denkt. Ein Glück, daß wenigstens Herr Wieler sich nun endlich traut, die Wahrheit zu sagen. Ich hoffe, daß noch mehr Wissenschaftler und Ärzte laut werden. Meine Frau hatte vor einem Jahr eine lebensgefährdete Lungen-OP. Jetzt würde sie kein Krankenhaus nehmen, denn die Betten sind voll. In Thüringen wurden gestern 17 Corona-Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt, weil im eigenen Bundesland kein Bett mehr verfügbar ist (OTZ vom 25.11.).

    Das ist ja einfach: ich traue mich nicht, deshalb habe ich es wieder gelöscht. Und das quasi zum Beweis der nächsten Feststellung, dass "wir" (wer ist das außer Dir in diesem Moment?) es weit gebracht hätten. Damit kann ich nicht viel anfangen.

    Vielleicht verstehst Du jetzt? Die Stimmung ist schlechter als 1989. Gut, daß wir eine neue Regierung haben:jubel::untertauch::no:

    La Roche

    Das Foto oben (in # 1269) stellt übrigens Elvis the Pelvis dar ;)

    Das stimmt, hat sicher jeder gesehen. Das Video heißt "Die Besten sterben jung", ich nehme an, daß man deshalb Elvis als Aufhänger gewählt hat. Im Video werden viele der ehemaligen Idole dargestellt, die leider schon in jungen Jahren gegangen sind, z.B Romy Schneider, Marilyn Monroe, James Dean, Freddy Mercury, Buddy Holly, Jimi Hendrix, John Lennon..... Und als Rockidol Nr.1 eben Elvis.


    La Roche

    Klassik einfach hören und dabei abgelenkt zu werden, selbst beim Spaziergang im Wald, beim Autofahren, beim Essen oder überhaupt nebenbei - das geht bei mir nicht.

    Wenn mir danach ist, Klassik zu hören, nehme ich mir das vor, selektiere wonach mir gerade ist und mache dann meistens abends die Musik an. Wenn ich mich z.B. entschieden habe, Mahlers 3. zu hören, weiß ich, daß mich ca. 100 min erwarten. Oft lege ich mich dann dazu auch gemütlich hin und konzentriere mich auf die Musik, gerne auch per DVD. Oft hat meine Frau den gleichen Gedanken, dann machen wir beide dasselbe und stören uns nicht gegenseitig, können aber nach dem Ende darüber unsere Meinung austauschen.

    Ich bin nicht jeden Tag in der Stimmung, Klassik zu hören. Da können schon mal einige Tage, im Sommer (da bevorzuge ich meine Terrasse und Gespräche bei einem Glas Bier oder sogar einfach nur die Natur und die Stille) mitunter sogar Wochen zwischen zwei Musikerlebnissen liegen. Da kommt dann auch der deutsche Schlager oder Countrymusik zu ihrem Recht. Bis ich wieder Klassik brauche, auch Oper oder Strauss oder Respighi usw.....

    Ich verhehle nicht, daß mir bei Klassik das Liveerlebnis fehlt, bin aber dabei auch sehr wählerisch und habe kein Abo mehr.


    La Roche

    Hans Sachs mit Hawlata in Chemnitz ist auch schon ca. 5 Jahre her. Er war gut, mehr nicht. Und man sollte nicht übersehen, daß Chemnitz mit etwa 800 Plätzen ein relativ kleines Haus ist, in welchem seine Stimme sich durchsetzen kann.

    Intonationsprobleme hatte ich nicht bemerkt. Als Ochs kenne ich Hawlata nicht live, nur aus dem TV/DVD. Als Morosus war er Spitze, in Spiel und Stimme (und auch das Bühnenbild in Chemnitz war prächtig, die beste Inszenierung, die ich in den letzten 15 Jahren in Chemnitz gesehen hatte.)

    Aber hier geht es ja um den Rosenkavalier und erst in zweiter Linie um Hawlata.

    La Roche