Beiträge von La Roche

    Die Geraer Inszenierung 1959 habe ich gesehen und erinnere mich, daß den Rienzi ein Dr. Horst Wolf aus Dessau sang, als Gast. Kennt den jemand??


    La Roche

    Übrigens, lieber Chrissy, das Lied "Power of Love" war den DDR- Kulturexperten wohl zu beliebt. Es gab eine DDR-Version mit einer Sängerin namens Gonda Streibig. Sie war natürlich keine Jennifer Rush, aber so schlecht hat sie auch nicht gesungen. Amiga hat eine Platte rausgebracht mit dem Titel "La Isla Bonita", und darin habe Ostsänger Westhits gesungen. Manches überraschend gut, allerdings bei youtube nicht zu finden.

    Darauf singt z.B. Ines Paulke den Madonna-Hit "La Isla Bonita". Eigentlich nur etwas für Sammler, die Platte habe ich auch nur dadurch erhalten, daß wir an der Trasse eine Art Sonderversorgung hatten.

    So sieht sie aus, bei amazon:


    La isla bonita, Ohne dich, Call me, Reality.. / Vinyl record [Vinyl-LP] Herzlichst La Roche

    Lieber Chrissy,


    danke, daß Du "Country roads" hier gebracht hast. Während meiner 3 Jahre im Oblast Perm an der Trasse war das unser Leib- und Magenlied. Es tönte bei uns von Minol ständig aus allen Autos. Aus selbst aufgenommenen Musikkasetten natürlich, diese Musik gab es ja nicht zu kaufen. Und unser 2. Lieblingslied war "Power of Love" von Jennifer Rush!

    Übrigens wurde der 80. Geburtstag von Ringo heute sogar in unserer Tageszeitung erwähnt. Das hat mich aber nicht abgehalten, das Blatt ab Oktober abzubestellen, der Informationsgehalt erinnerte mich immer mehr an parteilinientreue DDR-Zeitungen. Und der Preis wurde angehoben auf 36,90 Euro im Monat. Das war die Überschreitung einer Grenze. OTZ adieu!


    Herzlichst La Roche

    Das Einzige, was mich gestern zunehmend so richtig gestört hatte, war die untermalende Filmmusik. Die empfand ich zu aufdringlich und zu laut.

    Das ging uns auch so, lieber Chrissy. Die Musik war eben nicht von Morricone (der heute leider verstorben ist) oder Maurice Jarre. Andererseits bedürfen Kriegsszenen einer anderen Musik (denke an das Ende es 1. Satzes der 7. Schostakowitsch als Beispiel) als das Liebesgeplänkel mit seiner Varinja, welches ja auch zarte Passagen aufweisen kann.

    Herzlichst La Roche

    Tipp für alle, die diesen Film mögen und ihn vielleicht lange nicht gesehen haben - der TV - Sender ARTE sendet ihn heute Abend ab 20.15 Uhr.

    Lieber Chrissy,


    obwohl ich Spartacus auf DVD habe, konnte ich gestern nicht widerstehen und habe ihn zusammen mit meiner Frau den Film gefühlt zum 20. mal geguckt. Immer wieder ein Ereignis der Extraklasse. Nach den "glorreichen sieben" wohl mein meistgesehener Film.


    Herzlichst La Roche

    Die Oktavisten sind mir eigentlich nur aus russischer, oft sakraler Musik bekannt. Als solche kenne ich sie aus manchen Chören, sie sind schon beeindruckend. Russische Chöre überhaupt, auch in der Interpretation volkstümlicher Musik.

    In Opernrollen sind die Oktavisten mir eigentlich nicht begegnet. Da ist die Bezeichnung "Basso profondo" als "schwarzer Bass" geläufig. Ich gebe operus durchaus recht, daß mit der Bezeichnung "schwärzester aller Bässe" eine Einstufung erfolgt, die nicht nur bei Gottlob Frick, auch bei Karl Ridderbusch häufig verwendet wurde. Letztendlich finde ich, daß damit ein Qualitätsmerkmal, aber keineswegs der komplette Leistungsumfang angesprochen wird.

    Die einseitige Zuordnung z.B. zu Paul Robesons Interpretation von "Ol´man River" finde ich falsch. Direkt mißbraucht finde ich die Bezeichnung "schwärzester Baß" bei Iwan Rebroff.


    La Roche

    Kap der Angst [2 DVDs]


    Irgendwann aufgenommen und vorgestern abend angeschaut. Nach relativ langweiligem Beginn ständig steigende Spannung, vom Krimi in Richtung Thriller mit Horrorelementen. Nichts für Leute, die nach 15 min wegen Langeweile abschalten, aber auch nicht für Leute, die bei den letzten 15 min unter die Decke kriechen. Also ein ganz normaler Film für ganz normale Leute.

    Überraschend für mich der durchtrainierte Körper von Robert de Niro. In Nebenrollen sind die deutlich gealterten Gregory Peck und Robert Mitchum gegen Ende ihrer erfolgreichen Laufbahn noch einmal zu sehen.


    Herzlichst La Roche

    Liebe Mme. Cortese,


    auch ich habe nichts gegen Filigrantechniker. Als Romeo, Rodolfo, als Alfred uva. Aber deswegen haben auch Filipeschi oder Poggi ihre Daseinsberechtigung. Ob sie immer die bestmöglichen Rollen gesungen haben, das sei dahingestellt. Und damit zurück zum Thema.

    Ich muß gestehen, Albanese nicht sehr oft gehört zu haben. Ich finde ihn aber in der Traviata so schlecht nicht, ich kenne die von Chrissy eingestellte Aufnahme auch, gebe allerdings zu, daß mir Bergonzi als Alfred besser zusagt, z.B. mit Joan Sutherland. Aber Wunschpartner gab und gibt es eben nicht immer. Und die gute Maria Callas mag ich auch nur bis Ende der 50-er Jahre.


    Herzlichst La Roche

    Es bleibt wohl ein persönliches, rätselhaftes Empfinden, wie sehr einen eine Stimme anspricht

    So geht es mir auch. Wenn mich eine Stimme begeistert, dann habe ich das Gefühl, die Erde zu verlassen, zu schweben. Ich kenne etliche Opernfreunde, denen ähnliche Empfindungen wichtiger sind als theoretische Abhandlungen zur Stimmbildung. Leider kenne ich die ganz großen Sänger des vergangenen Jahrhunderts kaum von der Bühne. Trotzdem gibt es Sänger, die mich in den Himmel schweben lassen, nicht in jeder Rolle, denn nicht jede Rolle liegt jedem.

    Bei "Che gelida manina" ist es z.B. Jussi Björling, die Stretta aus dem Troubadour begeistert mich mit Mario del Monaco, mit Björling und mit Rosvaenge. Wenn Ramey einen der "Teuflischen" singt und spielt, bin ich vollends weg. Komischerweise reizt mich Alfredo Kraus und di Stefano weniger. Pavarotti und Domingo sowie Corelli gefallen mir fast immer. Giacomini habe ich kürzlich mit einer Arie aus "dem goldenen Westen" gehört, und ich war begeistert.

    Bei Koloraturen ist Gruberova dicke das (habe sie ja auch mehrfach erlebt), die junge Callas war unschlagbar, später die Scotto und Freni. Und bei den Baritönern Hvorostovski, Gobbi, Panerai, Bastianini sowie viele Amis.


    Die Palette ich gewaltig, aber wie gesagt, nicht jeder in jeder Arie.


    Herzlichst La Roche

    Ich finde es beachtlich und anerkennenswert, dass ein Sänger mit diesem Rang sich auf dieser Ebene und in diese Form öffentlich so einsetzt.

    Lieber Hans,


    auch ich bin froh, daß es noch Leute gibt, die sich getrauen, ihre Meinung zu sagen. Ich habe mir auch einige der Broschüren von Bernd Weikl gekauft und kann mich den meisten seiner Bemerkungen nur anschließen. Wir brauchen mehr Leute, die ihre Unzufriedenheit auch in der Öffentlichkeit kundtun. Dazu braucht es nicht einmal einer Parteimitgliedschaft.


    Herzlichst La Roche

    ich habe mir tatsächlich fast die ganze Cavalleria und dann auch noch etwas vom Bajazzo angetan.

    Lieber Chrissy, da kann ich Deinen Mut nur bewundern. Ich habe das nicht geschafft. Schon beim Anblick des Rollstuhls in der Cavalleria (zufällig angeklickt!) kam mir die Galle hoch. Ich habe etwa 10 Stellen kurz, jeweils für 1-2 Minuten angeklickt und dann das Video endlich und glücklich geschlossen. Um auf udohasso zurückzukommen


    Beispielsweise ist „ich fand die Inszenierung langweilig“ etwas völlig anderes als „…war langweilig“. Immer wenn ich mich mit meiner Meinung absolut setze, wird’s schräg und mündet schlimmstenfalls Dogmatismus.

    muß ich korrekterweise nach seiner Definition schreiben, daß ich diese Inszenierung "furchtbar" finde. Ich brauche das nicht, es bereichert und erfreut mich nicht. Im Gegenteil, es stößt mich ab.


    Herzlichst La Roche

    Gefühlt ist ARABELLA eine der aller längsten Opern!

    Geschmackssache. Die letzte gesehene Inszenierung in Chemnitz vor über 15 Jahren war mir zu schnell zu Ende. Arabella wird wohl in der Realität von den meisten Mozartopern, von fast allen Händelopern und sicher jeder Wagneroper (evtl. Ausnahme der Holländer?) übertroffen. Und natürlich vom Rosenkavalier und der Frau ohne Schatten. Und sicher gibt es noch Dutzende andere Opern, deren Spieldauer die Arabella übertreffen. Hat allerdings nichts zu tun mit dem Threadthema, auf welches ich wohl nicht eingehen werden kann. Abgesehen von fehlender fachlicher Urteilskraft sind neue und hoffnungsvolle Stimmen an den von mir bevorzugten Theatern und Inszenierungen nicht zu erwarten. So ist der hoffnungsvolle Alejandro Larraga Schleske noch immer in Gera, ohne darüber hinaus größeres Aufsehen erregt zu haben. Gespannt kann man sein auf Isaac Lee, der jetzt in Gera engagiert ist, und auf Juliane Bookhagen, die mir musikalisch als Niclas in Hoffmanns Erzählungen als einzige den ansonsten mißratenen Abend versüßte (ich hatte berichtet).

    Ich finde es aber trotzdem gut, daß Talenten hier eine Plattform geboten wird. Die Sänger der Vergangenheit brauchen nicht so viel Publicity wie die, die erst in 50 Jahren zu dieser Kategorie gehören werden. Deshalb gebührt Dir und den weiteren Gestaltern an diesem Thread Dank und Anerkennung.

    La Roche

    Soeben habe ich den Spielplan des Gewandhauses 2020/2021 studiert. Ich kann nur hoffen und als Atheist sogar beten, daß diese Vorhaben alle möglich werden. So eine Fülle an klangvollsten Namen, eine solche Auswahl an bekannten, aber auch nicht so häufig gespielten Werken in einer Spielzeit habe ich selten angeboten bekommen. Jeder kann sich selbst auf der Website des Gewandhauses informieren.

    Dazu kommen Gastspiele des Orchesters in den Weltstädten der Musik wie London, Paris, Wien, Tokio, Soeul uva.

    Als Höhepunkt die Mahlerfestspiele 2021 u.a. mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, den führenden Orchestern aus Amsterdam, Dresden, München usw.

    Der Wunsch bleibt, daß es ein Nachcorona geben wird und die viele Arbeit der Verantwortlichen dazu führen möge, wieder Hoffnung zu geben. Auch wenn die gegenwärtigen Nachrichten aus Südostasien und Gesamtamerika nicht dazu geeignet sind. Danke Gewandhaus.


    Herzlichst La Roche

    Ja, lieber Chrissy,


    in Tschechien weht wohl doch ein anderer Wind als im angeblich so reichen Deutschland. In Gera gibt man sich seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten mit 4-5 jährlichen Premieren im Musiktheater (dazu kommt noch das in Gera beheimatete Thüringer Staatsballett) zufrieden. Und wenn richtigerweise auch Neuentdeckungen dabei sind, müssen am Standardrepertoire Einschränkungen gemacht werden. Ich weiß nicht, ob es heutzutage sinnvoll ist, sehr aufwendige Inszenierungen auf die Bühne zu bringen, die nach max. 5 Aufführungen wegen Mangel an Besuch wieder abgesetzt werden. Oft werden von vornherein nur diese wenigen Aufführungen geplant. Da zeigt Liberec doch ein ganz anderes Kaliber, wobei es sicherlich finanziell nicht auf Rosen gebettet ist.

    Bis in die 90-er Jahre und besonders in der DDR kann ich mich erinnern, daß jährlich 10-12 Opern/Operetten als Neuinszenierung auf die Bühne kamen. Das Haus war voll, fast jede Vorstellung. Erst nach der Zwangsvereinigung Altenburg/Gera in den 90-ern ging es bergab, personell, inszenatorisch. Leider.

    Ich kann Dich nur beneiden um Deine Möglichkeiten in Liberec,


    Herzlichst La Roche

    Lieber Chrissy,


    es scheint Mode zu werden, sich vom Repertoire zu verabschieden. Auch mein heimisches Theater in Gera hat seinen evtl. Spielplan jetzt bekanntgegeben. Neben div. Musicalinszenierungen gibt es an Neuinszenierungen am Musiktheater "Mein Freund Bunbury" von Gert Natschinski ( war in der DDR sehr populär!!) noch den "Wildschütz" (was ich sehr begrüße!!), sowie "Dantons Tod" von Gottfried Einem, ein eigentlich sehr aufwühlendes Revolutionsdrama mit gewaltigen Chorszenen. Da bin ich eigentlich gespannt, ob und wie sie das machen können. Übernahmen gibt es natürlich auch noch. Aber es fehlen Publikumsmagneten!!

    Und alles ist mit dem Fragezeichen des Virus versehen.

    Im Konzert (9 Sinfoniekonzerte) ist eigentlich nichts, was mich interessiert, außer "Till Eulenspiegel". Passend steht auch John Cage´s 4´33 auf dem Programm. Da kann man Abstand halten. Wagner, Bruckner, Mahler, Tschaikowski u.a. ist (fast verständlich) nicht auf dem Spielplan. Traurige Zeiten, für die aber das Theater nichts kann.


    La Roche

    Grete aus Schrekers Fernem Klang i

    Für diese Rolle kann ich nur eine Sängerin nominieren, die ich Ende der 80-er Jahre in Gera erlebte


    1. Jeanette Lewandowski


    Sie war fest engagiert, Ihr späterer Mann war Wolfgang Wappler, der Musikchef in Gera, ihm wurde leider der GMD nicht zuerkannt. erst nach seinem Wechsel nach Eisenach.

    Es war auch meine erste Begegnung mit Schreker, und sie war auf Anhieb positiv. Die Musik erinnert mich an Strauss.

    Später folgte noch der "Schatzgräber", auch mit Lewandowski


    La Roche

    da sind wir uns wohl einig: das Publikum ist grundlegend wichtig. das ist om Grunde nicht anders als beim Fussball


    Oft bedauere ich, dass dem Publikum seine immense Bedeutung für Opern- oder Konzertereignisse nicht ausreichend bewußt ist.

    Parallelen zwischen Theater und Fußball offenbaren sich in Corona-Zeiten!!

    Fußballer haben kein Publikum, Schauspieleinlagen werden seltener, der Spielfluß wird schneller. Ich habe sogar den Eindruck, daß Spiele attraktiver geworden sind, vermisse aber die Reaktion der Zuschauer doch sehr. Es fehlt an Atmosphäre, trotz meiner Meinung nach attraktiverem Fußball!


    Welchem Schauspieler macht seine Leistung Spaß ohne Applaus? Da ist es egal, ob er auf der Bühne oder im Stadion auftritt.


    Das jeweils interessierte Publikum vermißt genauso seine Darsteller, im Stadion wie auf der Bühne.


    Gott, warum hast Du gehäuft dies Elend?? Wenn das schon ein Atheist (wie ich) sagt, dann hilft weder Othello noch Gott! Hoffen wir auf ein Wunder!!!


    Herzlichst La Roche

    Mefistofele von Boito


    Ich kenne nur eine DVD, die ich mehrfach angesehen habe. Und das ist die mit meiner absoluten Nummer 1, den man sicher nicht besser singen und spielen kann:


    1. Samuel Ramey



    Der italienische Sänger aus dem Rosenkavalier ist ja nun wirklich nur einmal auf der Bühne. Man hatte ja Strauss vorgeworfen, nur für Frauenstimmen schreiben zu können, und schon gar nicht für Tenöre. Strauss meinte ja auch, daß Tenor keine Stimmlage, sondern eine Halskrankheit sei. Trotzdem hat er tolle Tenorrollen geschrieben, z.B. Leukippos und Bacchus, auch Apoll. Aber sein Meisterstück ist für mich der italienische Sänger. Meine Reihenfolge:


    1. Helge Rosvaenge

    2. Anton Dermota

    3. Fritz Wunderlich


    La Roche


    Lieber udohasso,


    ich wäre bereit, für das Stück, welches ich sehen möchte in einer Inszenierung, die mir zusagt, und mit Sängern, die ich unbedingt sehen möchte auch einen hohen Preis zu zahlen.

    Den gleichen Preis mit denselben Sängern in derselben Oper in einer Inszenierung, die mich schlechte Laune erwarten läßt würde ich mit Sicherheit nicht zaheln, auch wenn das manche anders sehen mögen.


    Herzlichst La Roche

    Es ist also definiziv nicht wie beim Italienischen Sänger. Höre dir mal eine Gesamtaufnahme dieser Gounod-Oper an, dann wirst du mir Recht geben müssen.

    Ich habe sie mehrfach gehört, habe auch eine DVD von einem Freund bekommen, die ich 2x vor zig Jahren angesehen habe. Mir geht es beim Gounod-Faust wie Dir mit der Fledermaus und einigen Opern. Als ich in Jugendjahren die Rosvaenge/Hann Aufnamhen hörte, war ich hin und weg. Mein Interesse ist aber so abgekühlt, daß mich eigentlich nur noch die Tenorarie von der heilgen Stätte, das Valentingebet und natürlich der aufregende Schluß berühren.

    Und als Metternichanhänger seine Interpretation.


    La Roche

    Noch ein Abstecher zu Gounod und dem Faust oder auch Margarethe


    Und daraus den Valentin:


    1. Mathieu Ahlersmeyer die 1943 er Aufnahme mit Rosvaenge, Eipperle und Georg Hann als dämonischem Mephisto hätte ich gern auf DVD, aber leider gibt es davon nur eine CD. Die Gesamtaufnahme ist bei youtube.


    Ich kenne diese Oper nur aus dem TV bzw. Radio. Eine Inszenierung vor Jahren aus Chemnitz mit Handlung auf dem Schrottplatz habe ich mir nicht angetan, eine TV-Übertragung vor Jahren aus der met mit Kaufmann als Kämpfer gegen Atomkraft habe ich nach kurzer Zeit beendet.

    Wenn ich an Hand seines Gebetes den Valentin einem Sänger zuordnen könnte wäre Josef Metternich meine Nr. 1, Heinrich Schlusnus meine Nr. 2 und Ahlersmeyer die 3. Aber ihre Benennung würde mit wieder Kritik einbringen, obwohl der Valentin nur diesen einen Auftritt hat. Es ist ähnlich wie beim italienischen Sänger.


    La Roche

    Andrea Chenier, zuerst der Gerard


    1. Ettore Bastianini ich beneide jeden, der in Wien diese Oper mit Tebaldi, Corelli und dem Ettore gesehen hat. Unser leider verstorbener Freund milletre schwärmte in höchsten Tönen von dieser Aufführung. Von ihm hatte ich auch einen DVD-Mitschnitt erhalten, leider in sehr schlechter Qualität. Inzwischen gibt es gute Tonaufnahmen auch bei youtube

    2. Giorgio Zancannaro vor Jahren selbst aufgenommen, im Rahmen des Technikwechsels leider gelöscht

    3. Piero Cappuccillo


    Da diese Oper in meinem Einzugsgebiet ein Schattendasein fristet, habe ich nur Erinnerungen an eine konzertante Aufführung im Gewandhaus, wo Robert Dean Smith den Andre sang, der Gerard ist aus dem Gedächtnis gefallen, ich weiß nur noch, daß er mich beeindruckte, und daß es ein Franzose war. Mein bester live erlebter Gerard war Ludmil Kuntschew in Dessau, der aber nicht mit den o.g. Interpreten verglichen werden kann. In Rudolstadt stand sie auch mal auf dem Programm, aber ich habe es versäumt hinzufahren.


    und noch die Maddalena


    1. Renata Tebaldi wie könnte es anders sein

    2. Antonietta Stella

    3. Anna Netrebko vor wenigen Jahren zusammen mit Gemahl im TV erlebt, überraschend daramatisch

    und auch darstellerisch gut.


    La Roche

    Lucia di Lammermooer, der Edgardo


    die Oper habe ich 4x live erlebt, u.a. mit Gruberova konzertant, dann ich Chemnitz und sogar 2x in Gera. Kein Edgardo könnte hier Erwähnung finden, wenn ich mit den DVD-Erlebnissen vergleiche


    1. Jose Carreras auf youtube in schlechter Bildqualität gesehen, aber Carreras paßte in diese Rolle

    2. Carlo Bergonzi gemeinsam mit Renata Scotto traumhaft

    3. Luciano Pavarotti mit Sutherland und Ghiaurow


    Dabei ist nicht einmal Platz für Callas und di Stefano


    La Roche

    Der Harlekin war Xavier Anduaga, der Operalia-Gewinner von 2019.

    Danke, kannte ihn bisher nicht. Für meine Begriffe auch ein hervorragender Barinkay, chinesischer Prinz u.a., also auch für Operette mehr als nur Durchschnitt. Ich könnte ihn mir auch gut im Liebestrank, als ital. Sänger im Rosenkavalier, als Steuermann uva. vorstellen und seine Stimme langsam entwickeln. Ich gestehe, ein hoffnungsvoller Tenor.

    Auch der Silvio war ein guter Silvio, mann kann Nedda fast verstehen für ihre Wahl.


    Herzlichst La Roche