Beiträge von La Roche

    Hallo Carlo,


    ich muß immer wieder Deine überaus informativen und sachkundigen Beiträge bewundern und staune über Deine Detailkenntnisse auch über Sänger, die viele nicht einmal dem Namen nach kennen.

    Du schreibst tolle Beiträge. Bitte weiter so.

    Herzlichst La Roche

    Vielen Dank. Vielleicht hat es noch jemand erlebt? Kann ja auch sein, daß wir nur Dreck in den Ohren hatten?

    Übrigens fand ich das Klangbild bei der Uraufführung besser als beim Bruckner. Vielleicht hat auch nur ein Toningenieur rumgespielt?

    La Roche

    Ich habs sogar angesehen. Das "Elysium" war Musik zum Hören, nicht alltäglich bei Uraufführungen. Wer weitgespannte Melodienbögen erwartet, der ist vielleicht leicht enttäuscht. Es war melodisch, es war klangstark, es war nicht atonal!! Und es hatte ein exquisites crescendo nach ca. 10 min, welches in einer dem Adagio von Bruckners 7. ähnlichen Tutti incl. kompletten Schlagwerk kulminierte. Ich meine für Augen und Ohren faszinierend. Zumal das Stück mit ca. 15 min. auch zeitlich angenehm war. Ich habe mich bei dem Gedanken ertappt, daß es durchaus auch hätte länger gehen können.


    Optisch faszinierend auch das Innere der Sagrada Familia, besonders wenn es die erste Begegnung mit diesem phantastischen Bauwerk war, wie bei mir.


    Die abschließende "Romantische" von Bruckner war für mich enttäuschend. Nach meiner persönlichen Meinung war der Ton extrem "trocken", direkt im Gegensatz zum extremen Nachhall z.B. in der Dresdener Frauenkirche. Oder es lag einfach an der Übertragung und der Tontechnik. Bei mir kam kein Gefühl für die wunderbare Musik auf, und das kann doch nicht an den Wiener Philharmonikern und auch nicht an Thielemann gelegen haben. Dazu sind diese viel zu gut. Oder es lag an meinen Hörgewohnheiten.


    La Roche

    Danke, lieber Chrissy,


    Elvis war, ist und wird immer meine Nummer 1 außerhalb der Klassik sein. In manchen Situationen und Stimmungen steht er sogar vor Klassik, z.B. als Hintergrundmusik beim Frühstück oder im Auto. Und manchmal auch bei youtube gemeinsam mit meiner Frau, und dann beim bewußten Sehen und Hören. "Elvis for ever!!"


    Herzlichst La Roche

    Merci, lieber Alfred. Solche Blödheiten sollten doch auch Einfluß auf Wahlen haben. Ich bin verdammt gespannt. Nach meiner Auffassung ist keiner der 3 Kandidat*innen :no: in der Lage, dem Land neue Impulse zu geben. Denn der Grundsatz, der auch in der Oper schon zitiert wurde "Ja das Gold, das regiert die Welt" kann von keiner Partei negiert werden.


    Herzlichst La Roche

    Wir haben in unserem heruntergekommenen Land so viele Probleme zu lösen und ziehen uns an derartigen Nebensächlichkeiten hoch. Es gibt viel zu viel Leute, die mit viel Geld für Blödsinn entlohnt werden. Furchtbar.

    Machen andere Länder auch solchen Käse? Oder müssen wir Deutschen wie so oft auffallen durch idiotische politische Korrektheit? Und wer definiert diese? Darf ich evt. bald nicht mehr von "meiner Frau" sprechen, weil das Besitzansprüche interpretieren könnte? Wäre alles nicht so entsetzlich traurig, könnte man weinen, liebe Taminos und Tamin*innen.

    La Roche


    PS - vielleicht war das in Dresden auch nur ein Werbegeck?

    leider unterschlug uns Angela Gheorghiu in der großen Arie "È strano! É strano!" den hohen Schlusston

    Liebe Violetta - Helga, das stimmt natürlich. Nicht alle Violettas wollen oder können das, Frau Yonchewa hat ihn ja auch weggelassen. Ich weiß auch gar nicht, ob Verdi ihn komponiert hat oder ob manche Sägerinnen ihre stimmlichen Möglichkeiten zeigen wollen. Da können uns sicher einige im Forum aufklären, wenn sie über die Partitur verfügen.

    An kleineren Häusern wie in Gera, Halle, Weimar, Dessau fehlte dieser Ton oft, wie ich bei Liveerlebnissen mich zu erinnern glaube. In Chemnitz hatte ihn Swetlana Katchour um 1995 ganz toll drauf (der Georg Germont von Boris Statsenko war da allererste Klasse), aber die Inszenierung war grausam und ist mir in ganz übler Erinnerung geblieben.


    Herzlichst La Roche

    Maria Callas - La Traviata - YouTube


    Lieber Helmut, hier ist die beste Aufnahme für mich. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!!. Übertrieben könnte ich sagen, daß ich bei beiden Tränen in den Augen hatte. Bei der einen wegen der Enttäuschung, bei der anderen vor Ergriffenheit.

    Allerdings sollte man der Vergangenheit nicht nachweinen, zumal Frau Yontchewa live sang und Frau Callas sicher im Studio.


    Herzlichst La Roche

    Ich habe auch angemacht, aber nur bis zum Schluß des 2. Aktes ausgehalten. Gründe gibt es viele:

    - das gesangliche Niveau. Frau Yontschewa wäre zur Uraufführung ausgebuht worden, aber die so gar nicht ihrer Krankheit entsprechende Statur spiel heutzutage zum Glück keine Rolle mehr. Nein, ihre Stimme ist z.B. für die Koloraturen in "Síst seltsam" einfach zu schwer, sie kamen auch nicht. Grigolo hatte ich vor Jahren als Herzog gesehen,( als Domingo sich als Rigoletto versuchte). Da war Grigolo noch ein strahlender Tenor. Das ist er nicht mehr. Der Georg Germont gab sich Mühe, er hat mir eigentlich am Besten gefallen, aber kein Vergleich mit vergangenen Größen wie Panerai oder Metternich.

    Es gab in der von mir gesehenen Zeit keine einzige Stelle, bei der ich Gänsehaut bekam. Insgesamt saft- und kraftlos, nicht mitreißend, langweilig.

    - dazu trug besonders die Inszenierung bei. Dem Beitrag #9 kann ich in keinem Punkte folgen, die Inszenierung war an keiner Stelle "ungemein konventionell und ein Ausstattungsstück". Die Inszenierung war weder Fisch noch Fleisch. Keine Inszenierung im klassischen Sinn, aber auch kein RT. Die Glasfenster hätten eher den Verdacht erregen können, die Butterfly würde gespielt. Der Chor mit Masken, furchtbar. Warum? Gibt es in Italien keinen Impfstoff? Somit wurde keinem gedient, weder den Klassikern noch den RT-Anhängern. Ich glaube, ich hätte das Bühnenbild von Zefirelli (siehe #8) bevorzugt, dann hätte ich evtl. auch bis zum bitteren Ende ausgehalten. So habe ich nach ca. 1 Std. lahmer Oper die 2. Bundesliga bevorzugt. Der Eifelturm im Hintergrund signalisiert zwar Paris, aber zur Zeit der Kameliendame gab es den noch nicht. Gestört hat auch die Texteinblendung, offensichtlich eine Neuübersetzung, die keinesfalls aussagekräftiger war als die altbekannte (wo der alte Germont das "heimatliche Land" als Grundlage nimmt) Übersetzung. Dann schon lieber gar keine Einblendung, denn als einer, der Traviata incl. TV mehr als 20x gesehen hat weiß man ja, was sie singen. Ein neuer Text macht neugierig, zu lesen was da steht. Und das lenkte ab und war sinnlos. Im Übrigen war das Ganze, wie es auch Chrissy schon geschrieben hat, keine komplette Traviata. Dazu fehlt in den beiden ersten Akten schon zu viel.


    Den Beitrag #9 von Lustein fand ich sehr lustig. Den Beitrag #7 und #8 von Orfeo sachlich


    La Roche

    Das scheint ja musikalisch ein Leckerbissen zu sein! Berheim macht stimmlich einen ausgesprochen guten Eindruck, Peretyatko sieht außerdem noch immer prachtvoll aus. Eigentlich mag ich es nicht, wenn alle 4 Damen von ein- und derselben Person gesungen werden. Nicht jede, die die Koloraturen der Olympia bringt kann auch als teilweise dramatische Antonia zu überzeugen. Vielleicht gelingt es in Hamburg. Pisaroni kann das diabolische und dämonische seiner Rollen

    garantiert spielen, aber seine gesanglichen Glanzpunkte waren ja eigentlich Mozartrollen. Hier betritt er wahrscheinlich Neuland, wobei er sicher weiß, was er kann und will.

    Die Regie scheint für mich im Grenzbereich zu sein, aber wäre ich Hamburger, würde ich mir auch eine Karte besorgen.

    Nach so langer Abstinenz wäre selbst ich bereit, über meinen Schatten zu springen, wenn die Mauern nicht zu hoch sind.


    Viel Spaß, Unterhaltung und vielleicht auch neue Erkenntnisse wünscht La Roche

    Ach was, und keiner sagt was über die Regie, die war so schlecht,schlechter geht es kaum :cursing: :!:

    Ich fands Klasse. Brauchsts ja nicht anzugucken, aber ich akzeptiere, daß nicht jeder so denkt wie ich. Wäre nicht schlecht, wenn Du auch akzeptieren würdest, daß nicht alle Deinen Geschmack teilen!


    Herzlichst La Roche

    Dem Regisseur sei Dank. Auch dafür, daß er keine Panzer aufgestellt hat und niemand eine MP tragen mußte.

    Hier steht meine Meinung zur Regie!

    Die gekürzte Fassung im TV habe ich auch versucht zu genießen. Leider war es höchstens optisch ein Genuß, womit ich die Kulissen und die Garderobe meine.

    Ich weiß auch nicht, wem man mit dieser kastrierten Fassung eine Freude machen wollte. Wie schon in Beitrag #2 und #3 geschrieben wurde zerstören die weggeschnittenen Teile, was ein Kenner dieser Oper erwartet. Können die öffentlich-rechtlichen Sender nicht anders oder wollen sie nicht? Da bringt das ZDF schon mal Klassik, und dann so etwas. Dafür zahlen wir Gebühren, und immer mehr!!! Ich habe enttäuscht abgeschaltet und bei RTL erfreulicherweise ein gutes Fußballspiel gesehen. Bis dahin haben mich hat Yontchewa enttäuscht und Grigolo ebenso. Mit Wehmut denke ich da an Freni, an Sutherland oder selbst an die junge Netrebko, den jungen Villazon oder Bergonzi oder Domingo. Immerhin - es ist Verona, und im TV, da hat man Erwartungen. Ich werde dennoch die gesamte Oper am Samstag ansehen, aber mit Vorurteilen.


    La Roche

    So ist es! Nur Spektakel!

    "Als Spektakel (lateinisch spectaculum = Schauspiel, Augenweide, Anblick, auch Krach, Lärm) bezeichnet man allgemein ein Ereignis, das Aufsehen erregt." Zitat aus Wikipedia.

    Für mich Augenweide und Ohrenschmaus, von Anfang bis Ende, über 125 min. Selbst Hannelore hat ihre Lieblingsfilm unterbrochen und sich märchenhaft mit Oper berauschen lassen.

    Geschmäcker und Erwartungshaltungen sind glücklicherweise unterschieden.


    La Roche

    Ich war auch die ganze Zeit dabei, anfangs doch etwas skeptisch, aber dann mit wachsender Begeisterung. Ich fand es ganz gut, daß auf Erläuterungen und Erklärungen verzichtet wurde, zumal im Anschluß ein "Make" gezeigt wurde. Wie rodolfo sagte, hätte es sich gehört, den Schlußapplaus zu zeigen. Der Abbruch sofort nach der Oper ist respektlos.


    Als Gegner der Regietheaters brauche ich hier meine Begeisterung nicht zu verhehlen. Man hat vergessen, wie toll Oper sein kann. Das betrifft nicht nur die Kulisse, wo es hervorragend gelungen ist, Natur und Bühne zu verbinden. Das betriftt auch die Kostüme, die tatsächlich sehr bunt, aber wirkungsvoll waren, und es betrifft vor allem die Lichtregie. Das war einer der Höhepunkte für mich. Auch am Ton habe ich nichts zu mäkeln, ich war zufrieden. Der Wettergott meinte es auch gut, so daß optisch kaum ein Wunsch offen blieb. Selbst die zirzensischen Einlagen habe ich als gelungen empfunden.


    Im musikalischen Teil waren das mir unbekannte Orchester und der teilweise die Musik tragende Chor ausgezeichnet.

    Gesanglich empfand ich das Niveau als der Inszenierung angemessen. Der südkoreanische Tenor konnte in Höhe und Kraft brillieren, die Liu war Klasse. Die durch die hohe Tessitura für einen hochdramatischen Sopran extrem schwierige Rolle der Prinzessin hat Martina Serafin (abgesehen von einem kleinen Krächzer beim ersten Auftritt) meisterlich gesungen.

    Dem Kaiser von China habe ich die weite Amplitude seiner Stimme verziehen, nur Krümelkacker oder Puristen dürften Anstoß genommen haben. Timur war ähnlich positiv. Ansonsten mag ich eigentlich die drei Ping, Pang und Pong nicht, da ich sie schon mitunter in Slapstickeinlagen abgleiten sah. Ihre Schwärmerei über ihr trauriges Los als Minister und das Vermissen von Seen, Wäldern und Natur habe ich ihnen abgenommen, den ärmsten, denn sie waren überdurchschnittlich gut besetzt und vermieden das Abgleiten ins Lächerliche. Dem Regisseur sei Dank. Auch dafür, daß er keine Panzer aufgestellt hat und niemand eine MP tragen mußte.


    Nun genug. Glückliches St. Margarethen, glückliches Österreich. Es geht also auch ohne Klapsereien wie so oft in Salzburg (wobei ich beim 2. Ansehen der Elektra durchaus auch Gefallen an dieser Form des RT gefunden habe) oder Bregenz.


    Herzlichst La Roche

    KLar, lieber Orfeo, wollte ich Frau Serafin nicht abwerten, im Gegenteil. Ich habe sie als tolle Elsa in Dresden gesehen. Ich meinte mit "deshalb" die opulente Ausstattung! Und wenn dazu noch gesanglich das mit Frau Serafin zu erwartende Niveau auch von den anderen Sängern gebracht wird, komme ich auf meine Kosten. Wenn die Protagonisten allerdings in NATO- oder Naziunformen oder als Frösche verkleidet auftreten würden und sogar noch Panzer vor dem Palast für "Frieden" sorgten, dann wäre ich nicht dabei.


    Herzlichst La Roche

    Siegfried Matthus lebte jahrelang in einem Geraer Vorort (Kleinsaara) und war dem Geraer Theater sehr verbunden. Ich mußte seine Oper "Judith" im Rahmen des Theateranrechts sehen und durfte seine Oper "Cosima" zur Geraer Uraufführung genießen. In Letzterer nutzte Matthus viele Motive von Richard Wagner.


    La Roche