Beiträge von La Roche

    Das Geraer Theater bringt in dieser Spielzeit (Premiere am 01.11.2019 in Gera, 19.30 Uhr, Auszug aus der website des Theaters):

    Geliebtes Klärchen

    Eine Collage von Kay Kuntze

    Musik und Texte von Clara und Robert Schumann sowie Friedrich Wieck

    Zum 200. Geburtsjahr von Clara Schumann


    In Clara Schumanns Biografie spielt Ostthüringen immer wieder eine entscheidende Rolle: Im September 1824 wurde Clara Wieck in Altenburg abgeholt, um fortan bei ihrem Vater Friedrich Wieck in Leipzig zu leben. Der Klavierhändler und Musikpädagoge hatte seine getrennt lebende Frau Marianne auf Herausgabe der Tochter unmittelbar nach ihrem fünften Geburtstag verklagt. Von nun an beginnt in Leipzig Claras intensive pianistische Ausbildung, die bald Erfolge zeigt: Mit neun Jahren gibt sie erste Konzerte in Altenburg und ihr Debüt im Leipziger Gewandhaus; in den folgenden Jahrzehnten avanciert sie zu Europas bedeutendster Pianistin. Während Friedrich Wieck alles aufgibt, um sich voll und ganz der Karriere seiner Tochter zu widmen, hat diese im Jugendalter nicht mehr nur Musik im Kopf. Robert Schumann, ebenfalls Klavierschüler ihres Vaters, umgarnt sie. Es entwickelt sich eine musikalisch-erotische Beziehung. Heimlich treffen sich Clara und Robert im Altenburger Gasthof „Stadt Gotha“. Doch ihre Liebe zueinander bleibt nicht lange verborgen. Der Vater befindet Schumann für nicht passend und versucht die Beziehung zu unterbinden. Clara jedoch setzt sich gegen den Willen ihres Vaters in einem Eheprozess durch. Die hart erkämpfte Ehe entwickelt sich aber völlig anders, als erwartet ...

    Die schicksalhafte Geschichte des berühmten deutschen Musikerpaares verläuft rasant – ein Reigen aus Liebesrausch und Abstürzen, künstlerischen Triumphen und Misserfolgen, Ideal und Alltag, Abhängigkeiten und Distanzierungen. Die spannungsgeladenen Beziehungen Claras zu ihrem Vater wie zu ihrem Ehemann faszinieren die Menschen bis heute.

    Kay Kuntzes Collage aus Briefen, Eheprozessprotokollen, Kritiken, Notizen, Ehetagebuch-Eintragungen, Musikstücken und Liedern von Clara und Robert Schumann sowie Friedrich Wieck entwickelt die komplexe Dreierbeziehung zu einem veritablen Bühnendrama.

    Herzlichst La Roche

    Hallo, Dsieb,


    Deinen Beitrag #62 muß ich richtig stellen. Der Thüringer Ministerpräsident (der im Oktober meine Stimme erhalten wird) Ramelow ist in der Linkspartei!! Meine Orientierung war immer links, nach der Wende ließ ich mich blenden, wie viele andere auch. Nun hoffe ich, daß Ramelow wieder gewählt wird. Die andere Stimme in Thüringen ist bei mir noch unklar, aber Höcke scheint es auch nicht zu werden.

    Bei der Europa- und Bundestagswahl habe ich anders entschieden, aber noch nie für grün. Allerdings kann ich die euphorische Verehrung vieler Westdeutscher für Frau Merkel nicht nachvollziehen. Sie hat den richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt verpaßt. Der SPD fehlen Köpfe wie Brandt, Schmidt, selbst Schröder. Der Osten tickt anders als der Westen, die Gründe kann man überall finden, von der Treuhand bis zur Rentenanpassung, vom Lohnniveau bis zum Gefühl der Degradierung unserer Biographien. Da steckt manche Kränkung tief.


    La Roche

    ch beobachte in diesem Forum eine gewisse Korrelation zwischen politischer Anschauung und Theaterverständnis. Lebensalter würde ich ausschliessen, denn ich bin auch schon 53 und denke trotzdem progressiv. Mal sehen wie lange noch.

    Toll. Ich habe fast 25 Jahre Vorsprung. Da besteht noch eine lange Zeit Hoffnung, daß auch Du realistisch denken lernst und Dich auf Traditionen besinnst.


    Übrigens war ich lange CDU-Wähler. Jetzt nicht mehr (siehe weiter unten). Und das mit der politischen Anschauung und Theaterverständnis, das solltest Du erklären. Es würde bedeuten, daß alle RT-Theater Phoben dieselben politischen Anschauungen haben müßten und die Anhänger gegensätzlich denken. Das ist viel, viel zu einfach, genau wie es falsch ist anzunehmen, daß alle Ossis Rechtsradikale sind. Das ist Schubladendenken und realitätsfern.

    Natürlich gibt es eine ganze Menge "(Merkel-)Protest-Wähler" der AfD, das gaben ja auch die Wahlanalysen bei den letzten Landtagswahlen wieder her.

    Die Worte von F.J. Strauß, daß es nie eine Partei rechts von der CDU/CSU geben darf, die sind leider vergessen. Frau Merkel hat durch ihren Linksruck dem rechten Flügel der Christdemokraten die Basis entzogen. Und dazu kommen die vielen, vielen handwerklichen Fehler wie unbegründeter Atomausstieg, schlecht vorbereitete Energiewende, Dieseldesaster, falsche Politik bei der Währungskrise zu Lasten der Sparer, die unkontrollierte und gesetzwidrige Grenzöffnung im September 2015 ....... Man sollte auch daran denken, daß im Osten nach der Wende die CDU fast überall die absolute Mehrheit stellte. Wo ist die hin, und warum? Der Frage stellt sich keiner. Man sagt nur "wir haben verstanden" oder "Weiter so" und "wir schaffen das".

    Das sind nicht alles Protestwähler, das sind auch Wähler, die keine politische Heimat mehr haben!!.

    Übrigens ist in 6 Wochen in Thüringen Wahl und das nächste Desaster für die Altparteien angesagt. Ich gebe hiermit preis, daß eine meiner Stimmen Herr Ramelow erhalten wird. Die zweite Stimme aber auf keinen Fall ein Vertreter der Grünen.


    Herzlichst La Roche

    Das sei Schwachsinn und keine Musik, etc. Er hätte sich besser darauf eingelassen und bereichern lassen und danach den Brahms genossen. Das empfehle ich auch traditionsbewussten Opernbesuchern.

    Meine Empfehlungen für einen Opernbesuch stammen aus Theaterkritiken, aus Trailern und aus der Inhalts- und Entstehungsgeschichte des jeweiligen Werkes.

    Würde ich aus Sorge vor Enttäuschung nicht in die Oper gehen - was hätte ich da schon alles verpasst.

    Geht mir genauso wie Dir. Ich erspare mir Enttäuschungen und sinnlose Geldausgaben. Ich möchte beim Verlassen eines Theaters zumindest keine schlechtere Laune haben als beim Betreten! Trotzdem habe ich schon ca. 150-200 verschiedene Opern gesehen, manche sogar mehr als 10 x. Und bei manchen habe ich mich geärgert, sie auch nur 1x gesehen zu haben. Dabei spielte gar nicht die Musik die entscheidende Rolle, denn wenn ich in eine Oper von Enescu gehe, weiß ich, was mich erwartet. Deshalb hatte ich gute Laune nach dem Verlassen der Geraer Inszenierung. Ich war aber stinksauer nach meinem letzten "Hoffmanns Erzählungen"-Besuch (über die Gründe hatte ich ausführlich berichtet). Leider hatte ich trotz Kenntnis der Kritiken und des Trailers die Hoffnung, mich wenigstens an der Musik erfreuen zu können. Vergebens.


    La Roche

    Diese Aussagen sind erhellend (denn sie schliessen eine wirklich unsägliche Partei ein)


    Alle im Bundestag vertretenen Parteien sind demokratisch gewählt, ob es Dir paßt oder nicht. Jetzt höre ich auf mit Politik. Theater ist schließlich unpolitisch:jubel::no::hahahaha:


    La Roche

    Ist das jetzt auch noch Satire nach Dr. Pingels Art oder schon politisch?

    Politik ist hier nicht erwünscht. Aber ein kleines Statement ist es doch, wenn ich erkläre, jeder dem Bundestag angehörenden Partei bei irgendeiner Wahl meine Stimme zu geben, außer der o.g. Vereinigung grüner Spinner.

    Das Thema hatte ich zuerst aufgeworfen im "Sammelplatz"- Thread. Die Idee war für mich so absurd, daß sie in dieses Thema paßte. Schon der Gedanke daran, ein historisches Transportmittel (Dr. Kalettha hat das sehr gut begründet) durch ein zeitgemäßes e-betriebenes Fahrzeug zu ersetzen und dann dem armen Jesus auch noch zu unterstellen, daß er heute sicherlich auch mit dem E-Roller gekommen wäre finde ich so hinrverbrannt, daß mich die Diskussioun geradezu diebisch freut.

    Ich erkläre mich persönlich hier auch zum fundamentalen Gegner der Grünen. Deren Ideen helfen Deutschland nicht, sie schaden mehr als die Ideen aller anderen Parteien zusammen.


    La Roche

    die OTZ ist, mit Verlaub, keine zuverlässige Quelle.

    Schön. Ich werde das der Ostthüringer Zeitung mitteilen.

    Übrigens steht in den von Dir angegebenen Zitaten (hier Ausschnitt aus dem Merkur-Zitat):


    "Deswegen forderte die Tierschutzorganisation unter anderem Oberammergaus Bürgermeister auf, bei den nächsten Passionsspielen auf Tiere zu verzichten."


    Und das steht in der Süddeutschen:

    "Bei den traditionellen Oberammergauer Passionsspielen im kommenden Jahr soll Jesus nach Ansicht von Tierschützern nicht auf einem Esel, sondern auf einem E-Scooter nach Jerusalem einziehen. Der Ritt eines erwachsenen Christus-Darstellers auf einem Esel sei tierschutzwidrig, erklärte die Organisation Peta am Donnerstag."


    Fettschreibung von mir. Deine Verneinung des Wortes "fordern" ist damit ad absurdum geführt. Die Tierschützer machen sich genauso lächerlich wie Du.




    "Sehr geehrter Herr Ascanio,

    Dein sehr ehrenwerter Beitrag beinhaltet eine Info einer "Tierschutzorganisation". Mein Beitrag stammt aus der OTZ vom 10.9.2019. Ich zitiere wörtlich:

    " Jesus Christus wird bei den berühmten Oberammergauer Passionsspielen im nächsten Jahr nicht - wie von Tierschützern gefordert - auf dem E-Tretroller nach Jerusalem einziehen. Wie eh und je werde Gottes Sohn auf einem Esel reiten, teilten die Passionsspiele am Montag mit. Das Veterinäramt des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen stellte klar, daß grundsätzlich dem Ritt auf dem Esel nichts entgegenstehe. (dpa)"

    Bevor Du mir oder der Presse oder der dpa Fakes unterstellst und Du Dich damit dem Jargon der "Lügenpresse" annäherst, solltest Du Dich besser informieren.

    La Roche"


    Damit meine Antwort auf den Fake-Beitrag des Herrn Ascanio nicht untergeht, habe ich meine Antwort ausem "Sammelplatz"-Thread hierher kopiert. Auch wenn er jetzt doppelt zu lesen ist.


    La Roche

    "Es ist immer spannend, wenn Menschen sich entäußern, sich angestoßen fühlen. Es kann auch ein sinnlicher, fast ein erotischer Akt sein."


    Das steht in dem Interview mit Castorf (Beitrag #13) zum Skandal, den Neuenfels mit der Forza vor Jahren zu verantworten hatte. Mir wird immer verborgen bleiben, wie man einen Menschen mit dieser Auffassung damit beauftragen kann, ein Bühnenstück gleich welcher Art zu inszenieren. Naja, für wen es sinnlich und erotisch ist, ausgebuht zu werden und Tumulte unter den Zuschauern zu provozieren, der soll das eben tun, wenn er die Reaktion ertragen kann. Irendwie fehlt mir dafür das Verständnis.


    Herzlichst La Roche

    Das sind Fake-News. In einer Mitteilung der Tierschutzorganisation Peta vom Donnerstag hieß es:

    Sehr geehrter Herr Ascanio,

    Dein sehr ehrenwerter Beitrag beinhaltet eine Info einer "Tierschutzorganisation". Mein Beitrag stammt aus der OTZ vom 10.9.2019. Ich zitiere wörtlich:


    " Jesus Christus wird bei den berühmten Oberammergauer Passionsspielen im nächsten Jahr nicht - wie von Tierschützern gefordert - auf dem E-Tretroller nach Jerusalem einziehen. Wie eh und je werde Gottes Sohn auf einem Esel reiten, teilten die Passionsspiele am Montag mit. Das Veterinäramt des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen stellte klar, daß grundsätzlich dem Ritt auf dem Esel nichts entgegenstehe. (dpa)"


    Bevor Du mir oder der Presse oder der dpa Fakes unterstellst und Du Dich damit dem Jargon der "Lügenpresse" annäherst, solltest Du Dich besser informieren.

    La Roche

    In der Ostthüringer Zeitung vom 10.09.2019 war ein kleiner Hinweis darauf zu lesen, daß im kommenden Jahr in Oberammergau wieder die Festspiele stattfinden. Zu lesen war, daß ein (grüner?) Tierschützer dagegen protestiert, daß der Hauptdarsteller auf einem Esel reitet. Er fordert ernsthaft die Nutzung eines E-Tretrollers.

    Paßt für mich in diese Rubrik. Paßt auch zu meinem Weltbild der grünen Spinner.


    Herzlichst La Roche

    Danke, lieber Fiesco,


    diese website kannte ich noch gar nicht. Hoffentlich muß ich auf meine alten Tage nicht noch englisch lernen!!


    Wenn irgendeiner der Leser noch ein Video von der Daphne kennt, die es zu sehen und zu hören gilt, dann bitte melden. Daphne ist für meine Ohren ein viel zu seltenes Juwel. Mit King und Wunderlich eigentlich eine Aufnahme für die erste Reihe.


    Herzlichst La Roche

    Herzlichen Glückwunsch, lieber Kapellmeister, zu einem beneidenswerten Opernbesuch. Leider kenne ich die Adriana live nur von einer konzertanten Aufführung aus Chemnitz (mit Swetlana Katchour und Wladimir Solodownikow), aber die ließ mich den musikalischen Genuß voll erleben. Ich war sehr begeistert.

    Dann habe ich sie im TV gesehen aus London mit Angela Gheorghiu und einem sehr guten Jonas Kaufmann, ich hatte es aufgezeichnet und wohl beim Wechsel der externen Festplatte versiebt. Ärgere mich jetzt noch, denn hier stimmten für mich Sänger und Inszenierung. Mir wurde darin bestätigt, daß Angela Gheorghiu besonderes Talent zum Sterben hat. Keine stirbt so schön wie sie, man möchte sie in die Arme nehmen und wieder zum Leben bringen, als Violetta, als Mimi oder eben als Adriana. Aber man weiß ja, daß es nur Theater ist und sie am Ende wieder umjubelt vor die Bühne tritt und sich verbeugt, lebendig und live.


    Ich glaube Dir, daß Anna Netrebko in dieser Rolle voll aufgeht. Und ich nehme Dir auch ab, daß ihr Ehemann nicht als schlechter Tenor in die Annalen eingehen wird. Als Andre Chenier hat er mir auch zugesagt, als Manrico weniger. Allerdings hätte ich meine Zweifel gehabt, ob ihm der doch etwas lyrisch eingestellt Maurizio liegt. Deine Auffassung bestätigt mir, daß er mehr Potential haben muß als nur als "Brüller" zu gelten.


    Herzlichst La Roche

    Ja, und es ist auch gut so, dass sich weitere mutmaßliche Opfer nun trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Es sollte aber klar sein, wer Opfer und wer Täter ist. Bevor die Sache nicht geklärt ist, sollte die Presse ihren Ehrenkodex in Ehren halten und schweigen. In anderen Fällen tun sie das auch. Prominente sind zur Jagd frei.

    La Roche

    Ich muß noch einmal auf die Daphne zurückkommen, von der ich keinen eigenen Thread gefunden habe. Gestern habe ich in youtube geblättert und diese Verfilmung einer Münchener Aufführung gefunden (sie wurde erst vor wenigen Monaten eingestellt, ich habe sie auch bei amazon nicht gefunden). Sie dürfte für viele Neuland sein:



    Die Hauptrollen sind wahnsinnig besetzt mit James King (Apoll, besser geht es nicht!), Fritz Wunderlich (Leukippos), Herta Töpper und Gottlob Frick (Mama und Papa) sowie der mir gar nicht so bekannten Stefania Woytowicz als vorzügliche Daphne. Es spielen die Münchener Philharmoniker unter Joseph Keilberth. Die schwarz-weiß Bildqualität ist mäßig, der Ton aber ansprechend für die 1964 entstandene Aufnahme. Die englischen Untertitel stören nicht, zeigen aber, daß es sicher kein Deutscher war, der diese musikalisch überragende Aufnahme eingestellt hat. Was James King anbietet und durch Fritz Wunderlich fortgesetzt wird, das wird man heute kaum toppen können. Die hohe Tessitura beider Rollen tut körperlich fast weh, aber beide sind überragend, kraftvoll, mit glänzender Höhe und wunderbarem Ausdruck. Selbst die kleinen Rollen mit Herta Töpper und dem ungemein präsenten Gottlob Frick bieten ein exklusives Niveau. Die polnische Sopranistin überrascht vom ersten Ton an, und die Verwandlungsszene gelingt (auch dank unaufdringlicher Kameratricks) musikalisch hervorragend.

    Das Bühnenbild ist fast neutral, die Kostüme sind angepaßt und (fast) zeitlos. Der Gott ist ein Gott, er macht Blitz und Donner, er ist der Chef, das Volk ist Volk. Diese Inszenierung stellt die bisher bei mir bevorzugte Wiener Inszenierung mit Botha und Merbeth klar in den Schatten. Für mich trotz schlechter Bildqualität ein musikalischer Hochgenuß!!


    Herzlichst La Roche

    Oder wenn er körperlich zudringlich wird, indem er Frauen begrapscht oder ihnen feuchte Küsse in Liebesszenen auf der Bühne aufzwingt.

    Bei solchen Szenen auf der Bühne ist es doch auch möglich, daß der Zuschauer gar nicht mitbekommt, wer gegen wen körperlich zudringlich wird. Kann nicht ein attraktiver Sänger auch erlebt haben, daß seine weibliche Bühnenpartnerin nicht mit einem Bühnenkuß zufrieden ist??

    Ich finde diese Verharmlosungen unerträglich, weil da jemand zum Opfer stilisiert wird, der ein mutmaßlicher Täter ist, und den mutmaßlichen Opfer gesagt wird, dass sie sich doch mal nicht so anstellen sollten, das sei doch damals alles normal und den Umständen der Zeit geschuldet gewesen. Nein, das war es eben nicht.

    Ich finde Deine Vorverurteilungen unerträglich, weil sie die Rufmord fördern und eine unbewiesene "Wahrheit" als Tatsache suggerieren !

    La Roche

    Diese ganze sich entwickelnde "Beschuldigugsindustrie" ist einfach nur furchtbar. Heute konnte ich lesen, daß der Fußball-Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder beschuldigt wurde der Kinderpornographie. Gerade in dem Moment, wo er bei der ARD als Fußballexperte verpflichtet werden sollte.

    Und wodurch kam das alles ans Licht? Eine Exfreundin hat ihn angezeigt, entsprechende Whatts app erhalten zu haben. Die Presse ist sofort angesprungen. Gerade vor wenigen Tagen hat meine Heimatzeitung großkotzig vom "Ehrenkodex" des Journalismus gesprochen und erklärt warum bei manchen Vergehen/Verbrechen Namen und Nationalität nicht genannt werden.

    Das trifft bei Metzelder, bei Domingo u.a. offenbar nicht zu. Hier werden Hetzjagden veranstaltet!!

    Ich habe vor etwa 50 Jahren einer Kellnerin mal auf den Hintern geklopft. Nun habe ich Angst, dafür an den Pranger gestellt zu werden. Eine schreckliche Zeit, das Heute!!

    La Roche

    Die "schottische Phantasie" ziehe ich dem 1. Violinkonzert sogar vor. Ihr volkstümlicher Charakter unter Verwendung schottischer Voksweisen erinnert an die Empfindungen seines Freundes Mendelssohn-Bartholdy in dessen schottischer Sinfonie. Allerdings widmet Bruch der Violine eine tragende Rolle. Die Dauer des Werkes, seine Dreisätzigkeit, auch sein Satzaufbau wecken in mir den Eindruck eines "verkappten" Violinkonzertes. Leider kann man dieses für meine Begriffe sehr publikumswirksame Werk im Konzertsaal selten erleben.


    Herzlichst La Roche

    Der Link zum Wozzeck dort (und einer zur Pelleas) stößt sicherlich bei RT-Phoben auf freudigstes Echo

    Entschuldige bitte, diese Vielzahl konstruktiver Beiträge hatte ich übersehen.

    Und warum sollte ich etwas schlecht reden (wie die von Dir gesehenen Pelleas und Wozzeck ), was ich nicht gesehen habe und anderen Opernfreunden gefällt? Hauptsache Du hattest Deine Freude, genau wie ich meine Freude an konventionellen Inszenierungen habe! Ich gönne es Dir, würde mir aber wünschen, daß die Gegner des RT-Theaters auch bei TV-Übertragungen und auch in jedem Opernhaus häufiger berücksichtigt würden!

    Wozzeck kenne ich nur als Schauspiel (Woyzeck) und war erfreut, daß er dort eine meiner Lieblingsspeisen (Erbsen!!) essen durfte, wenn auch nicht freiwillig. Der Satz "Hat er seine Erbsen gegessen" hat sich in mein Gedächtnis gegraben. Übrigens war dieser Woyzeck Pflichtliteratur in der 11. Klasse.

    La Roche

    RT-Phoben herzliches Dankeschön, denn euer Feedback steigert die Neugier auf die brandneue Verunstaltung aus Salzburg; und dabei besonderen Dank an Gerhard Wischniewski, weil er, meiner Bitte ganz gemäß, beizeiten gegen den Salzburger S. Boccanegra unter Gergiev und Opernzerstörer Andreas Kriegenburg sich verbal aufrüstete:

    Endlich einmal ein konstruktiver Beitrag vom User amfortas08.

    Diese persönlichen Angriffe sind wir gewohnt, andere Beiträge kommen von ihm nicht. Ob er diesen Simone gut oder weniger gut findet, das kommt überhaupt nicht zum Ausdruck. Aber auf diejenigen schießen, die aus nachvollziehbaren Gründen keine Begeisterung zeigen, darin ist amfortas stark. Nur darin!

    Ich möchte gerne wissen, was die Aussage dieser Neuinterpretation gegenüber der z.B. von mir genannten Inszenierung an aktuellen Erkenntnissen bringt. Vielleicht animiert mich das auch zu neuen Erkenntnissen zum Dogen dieser Verdi-Oper. Wenn keine neuen Erkenntnisse möglich wären, warum dann eine Zeitverschiebung einer Oper, deren Handlung im 14. Jahrhundert angesiedelt ist, aber nicht mehr in dieser Zeit spielt?

    La Roche

    Nein, gibt es seit Napoleons Zeiten nicht mehr. Ich habe ich gegoogelt, denn ich bin in der "Vergangenheit nicht mehr bewandert", war also eine Wissenslücke. Ich hätte gedacht, die Dogenzeit endete früher, schön daß ich dazu lernen konnte. Auch zu Verdis Zeit (und der seiner Librettisten) gabs die Dogen also nicht mehr.

    Laut meinen Opernführern handelt die Oper im 14. Jahrhundert in Genua und Umgebung. Das hat also mit Verdis Lebzeiten nichts zu tun. 14. Jahrhundert ist 14. Jahrhundert und nicht 19. Jahrhundert (Verdi) oder 20./21. Jahrhundert (Neuinszenierug).

    vielleicht wärst du bei „Klein gegen Groß“ eher auf deine Kosten gekommen. :jubel:

    Von wem ist diese Oper? Kenne ich gar nicht.


    La Roche

    Habe den Trailer gesehen, Mundwinkel gingen nach unten. Dann 20 min aus Salzburg gesehen. Habe es vorgezogen, mit meiner Frau (die übrigens auch Opernfreundin ist, aber sofort nach den ersten Minuten ausgemacht hat!) in der lauen Abendluft auf den Balkon zu sitzen, zu schwatzen, die Sterne anzusehen und ein paar Bier zu trinken.

    Wenn Simone Boccanegra, dann ohne Handys, ohne heutige Alltagskleidung. Erinnere mich an eine Übertragung mit Sherill Millnes und AnnaTomowa-Sintow. Die werde ich mir wohl zulegen. Ich werde und will nie verstehen, wie man daran Gefallen finden kann, historische Handlungen mit historischen Texten in die Neuzeit, mit Handyeinsatz und heutiger Kleidung zu verlegen. Das stößt mich ab. Gerhard, ich bin voll bei Dir!!!


    La Roche