Beiträge von La Roche

    Geistige Beweglichkeit, Neugier und Offenheit kann man auch mit über 70 leben,

    Völlig richtig, sonst würde ja der Generation Ü70 die Fähigkeit und der Wille abgesprochen, neue Medien zu nutzen. Ich halte es aber nicht für geistige Beweglichkeit, Neugier und Offenheit z.B. die Gendersprache anzuwenden oder sich auf Straßen und Bildern festzukleben. Wohl Jeder, auch die Ü70 ist bereit Neues zumindestens zu probieren, selbst in der Kunst. Wenn es ihm dann nicht gefällt, ist das seine Sache.

    Aber der persönliche Geschmack ist oft zementiert, was nicht heißt auch in der Musik oder Literatur Neues zu erleben zu wollen. Harry Potter wird nicht nur von Kindern gelesen und "Feuchtgebiete" nicht nur von Greisen in Erinnerung an längst vergangene Tage. Und selbst im höheren Alter kann man feststellen, daß manche Musikrichtungen (die man bis dato abgelehnt hat wie z.B. Rammstein oder Schostakowitsch, Countrymusik oder Strauss) auch ihren Reiz haben.

    Lieber Orfeo,

    danke für die Salome-Recherchen. Ich habe etliches lesen dürfen, was mir bisher nicht bekannt war. Gerne würde ich auch die Vertonung eines anderen Komponisten erleben, auch Oscar Wildes Schauspiel würde mich interessieren. Warum? Weil schon das Libretto der Strauss-Vertonung einen außerordentlichen religiös (Szene der 5 Juden und der 2 Nazarener) wie erotisch (Beschreibung der Körperteile des Jochanaan und damit den Grund für ihre sexuelle Erregung) geprägten Teil aufweist und letztlich auch Szenen aus dem Ehealltag von Herodes und Herodias beschreibt, die voller Ironie und Komik strotzen und keinesfalls heutigen Ehegesprächen entsprechen dürften

    Und letztlich ist es die Musik von Strauss, die Sprünge zwischen fast atonalen Ausbrüchen und zartester Melodik innerhalb weniger Takte zulassen wie selten eine andere Oper.

    La Roche

    PS - habe gerade einige Ausschnitte einer Inszenierung des Wilde-Dramas von H. Schröck (Ort?) angesehen und finde, daß bei der Beschreibung und dem damit begründeten Wunsch nach Berührung von Jochanaans Leib, seinen Haaren und seinem Mund sowie dem anschließenden Fluch allein die Sprache nicht das ausdrücken kann, was Sprache gemeinsam durch die Musik vermag. Ohne die Musik von Strauss fehlt ein maßgebliches Element.

    Wisst ihr eigentlich, was euer Hauptproblem ist: Ihr könnt euch nicht damit abfinden, dass ihr alt seid und bald sterben werdet.

    Danke schön, wünsche Dir alles Gute. Ich finde es schon sehr impertinent, einen solchen Satz zu schreiben. Ich gebe trotz Deiner göttlichen Prognosen die Hoffnung nicht auf, meinen Senf noch einige Zeit hier aufs Tablet zu schmieren. Ich habe die Wahl zwischen süß (Dijon) oder scharf (Bautzen). Ich glaube, Dich in die scharfe Ecke schieben zu dürfen.

    Sei ganz herzlich gegrüßt von La Roche

    Wir haben ja nun schon lange darüber diskutiert und versucht zu analysieren, warum das RT so lange überlebt hat. Bisher sind wir auf der 25. Seite, haben 730 mehr oder weniger interessante Beiträge im Thread und haben viel Zeit geopfert.

    Und trotzdem weiß ich immer noch nicht, warum es das RT noch gibt.

    Muß ich weiter daran glauben, daß wir nie eine Antwort finden, da weder Meinungen noch Argumente in der Lage sind, eine Begründung oder gar einen Beweis wie in den Naturwissenschaften als verbindlich, vielleicht sogar mit einer Formel auszudrücken? Wir haben gelernt, daß ein Stück evtl. gar kein Stück ist, daß ein Autor nicht unbedingt der maßgebliche Faktor einer Oper ist und das ein Regisseur machen kann was er will ohne dafür maximal eine gute oder schlechte Kritik (natürlich neben seiner fürstlichen Entlohnung) das Maß aller Dinge zu sein scheint. Wir haben gelernt oder gelehrt bekommen, wer wen mag und wer wen nicht mag, nur weil die Meinungen und die sogenannten Argumente nicht kongruent sind. Und selbst die Mathematik kann das Problem nicht lösen.

    Trotzdem habe ich begriffen, daß es einzig meine Entscheidung ist, ob mir persönlich ein Stück auf der Bühne :yes::no:gefällt.

    Das war sicher schon immer so und wird es auch immer bleiben - der persönliche Geschmack bestimmt den positiven oder negativen Eindruck, den schalen oder süffigen Geschmack nach Verlassen eines Theaters.

    Darauf einen Dujardin!! Proooost!!

    La Roche

    Oh Gott, was habe ich angerichtet. Ich glaube nämlich, daß die Diskussionen zwischen RT-ja und RT-nein nur persönliche Meinungen sind, da es nicht gelingt, für die eine oder die andere Seite eine Beweisführung zu erbringen. Jedes sogenannte Argument ist für mich in diesem Streit nichts anderes als eine persönliche Meinung, es wird keinen Sieger geben, außer:


    Zitat von La Roche Bitte als Laie mal um eine Aufklärung. Was ist in den Geisteswissenschaften der Unterschied zwischen einem Argument und einer Meinung?

    Antwort von User Melomane: Erstaunlich, dass du offensichtlich lange durchs Leben gekommen bist, ohne diesen Unterschied zu kennen.


    Da hat der User Melomane klar gewonnen. Gratulation. Nur hatte ich keine Lust, Deiner wesentlichen Meinung entsprechend früher aus dem Leben zu scheiden. Ich bin gut durchgekommen, ohne mich dafür zu interessieren, wo in den Geisteswissenschaften der gefragte Unterschied zu suchen und zu finden ist. Ich würde diese Erkenntnis bis heute nicht für lebensnotwendig zu erachten. Entschuldige bitte, Dein Erstaunen durch rechtzeitige Verabschiedung nicht verhindert haben zu können.

    Herzliche Grüße von La Roche

    Bis etwa 2005 habe ich um Schostakowitsch auch einen großen Bogen gemacht. Maßgebend für diese Abneigung war irgendwann einmal die Übertragung eines Klavierkonzertes mit furchtbar schrägen Tönen im TV, in den 80-ern. Im Abspann erfuhr ich dann, daß er das schräge Ding komponiert hat, und er kam auf meine Negativliste. Bis ca. 1995 war Musik des 20. Jahrhunderts bei mir maximal durch Puccini oder die Veristen erlaubt, es kam bei mir nicht an, zumal ich bis dato nur auf Oper stand. Strauss, Mahler, selbst Bruckner waren tabu.

    Als ich mich von dieser Sparte langsam verabschieden mußte und am Sinfonischen Geschmack fand, war der Zugang über die "Alpensinfonie" gelungen, es folgten weitere seiner sinfonischen Dichtungen. Irgendwann erlebte ich im Konzertsaal meinen ersten Mahler, mit der 1. und gleich danach die Auferstehung. Plötzlich fand ich daran nichts mehr "Schräges".

    Dann erlebte ich mehrfach Bruckner im heimischen Konzertsaal, es gastierte sehr oft das "Festival junger Künstler" aus Bayreuth in Gera, mit Bruckner (der ja gar nichts schräges hat) und auch Mahler. Die hatten ihren Schrecken verloren, ich wurde neugierig auf Musik des 20. Jahrhunderts. Unser Orchester spielte dann die 5. und später die 7. von Schostakowitsch (dank Gabriel Feltz), und das war auf einmal nicht mehr schmerzend für die Ohren. Ich habe dann gezielt nach Schostakowitsch gesucht, im Gewandhaus unter Bychkow, hörte ich seine 7., mitreißend, aufwühlend. Bis heute gefallen mir nicht alle, aber die 5., 7. und 10. finde ich großartig. Für den Rest habe ich hoffentlich noch Zeit genug.

    La Roche

    Du wiederholst lediglich (etwas anders formuliert) Deine Prämisse und gehst nicht auf meine beiden Einwände gegen diese Prämisse ein.

    "Gleich sind wir beide. Mir dient die Zunge, ihm dient der Stahl". Das ist kein Opernrätsel, da zu leicht. Aber es ist Realität.

    Beide Seiten (fraktionstreu - mich einbezogen) haben ihre Ansichten, jede ist beratungsresistent. Das schöne ist, dabeizusein.

    La Roche

    Hat es: die Gendersprache hat Einzug gehalten - welch ein sprachlicher Gewinn!

    Neuester Auswuchs: Ein hoher Thüringer Beamter hat vorgeschlagen, weiblichen Menschen und denen, die das gerne wären eine neue Bezeichnung zuzuordnen - Menschen mit Uterus. Es ist nicht zum Lachen und nicht zum Heulen. Es ist Realität.

    La Roche

    Kann man das auch so sehen: eine Sängerin, attraktiv, aber auf der Bühne nicht erstklassig, finanziell durchaus mit Lücken im Portemonnaie kennt die Vorwürfe gegen Domingo. Nach Ende einer Verjährungsfrist für unsittliche Berührungen springt sie auf den fahrenden Zug in der Hoffnung, ihre Löcher im Geldbeutel zu stopfen. Vielleicht klappts?

    Im Zuge der meetoo und Gender-Bewegung ist doch heute alles zu verachten, was früher als Kompliment galt. Vor über 55 Jahren habe ich einer sehr jungen Frau auch aus Übermut auf den Hintern geklopft und die Schönheit des Teil bewundert. Jetzt ist sie seit 53 Jahren meine Frau, und sie hat mich weder angezeigt noch verklagt. Kleine Klapse auf den Hintern erhöhen die Freundschaft - sagte man damals. Ich würde das heute wieder machen, natürlich mit derselben Frau!

    La Roche

    Ich mag mich total irren, aber wenn ich recht erinnere, wurde Holger hier im Forum vor nicht allzu langer Zeit noch von Leuten als "der Herr Doktor" oder der Philosoph o.ä. benannt, die sich ausdrücklich der Seite der Werktreue und der "klassischen Inszenierung" verschrieben haben ... und das war, auch wenn bestritten, sicher nicht immer respektvoll und freundlich gemeint

    Ja, ich weiß auch, wer gemeint ist. Wir haben uns aber innerhalb des Forums ausgesprochen und seither unseren Umgangston normalisiert. Und immerhin hat Holger erkennen lassen, daß er manche Beweggründe der RT-Gegner versteht, immerhin als Reaktion auf haufenweise Beiträge, wonach den Theatermachern Narrenfreiheit bescheinigt wurde.

    La Roche

    Ach, nein: Der Herr Doktor hat ja festgestellt (und seinen Feststellungen kann ja keiner widersprechen, weil sie immer absolut wahr sind), dass Werner Hintze selbst nicht weiß, was er denkt, sondern ihn, den Herrn Doktor, danach fragen muss. Schade, dass er dazu anscheinend gar keine Lust hat! Er wird also wohl dumm sterben müssen.

    Solche Sätze würde ich Giftspritze nennen. Sie haben im Forum nichts zu suchen!!

    Die Adriana ist eine herrliche, leider viel zu selten gespielte Oper. Live war mir nur ein konzertanter Besuch in Chemnitz vergönnt, der war allerdings von bester Qualität. Svetlana Katchour war eine erstklassige Adriana!

    Auf der Bühne kenne ich nur eine Aufführung aus London mit Angela Gheorghiu und Jonas Kaufmann. Ich fand in dieser Inszenierung sogar Kaufmann toll, die Finalszene machte dank der schauspielerischen Fähigkeiten von Frau Gheorghiu zusammen mit beiden Stimmen ein wunderbares Erlebnis, zumal auch die Inszenierung mich ansprach.

    La Roche

    so wie Schlaghosen oder Schulterpolster.

    Schlaghosen und Schulterpolster kamen und gingen, gingen und kamen, unperiodisch. Also habe ich Hoffnung, daß das RT kommt und geht bzw. geht und kommt. Leider sind wie bei den Schlaghosen und Schulterpolstern auch beim RT die Nutzer bzw. Zuschauer einem natürlichen Alterungsprozeß unterworfen, der keine Rücksicht auf die persönliche Lebensplanung nehmen kann. Aber sicher gibt es da auch Gesetzmäßigkeiten, Begründungen oder Beweise, die mir bisher verborgen geblieben sind. Das ist nur eine Feststellung, die niemanden treffen soll.

    La Roche

    Wenn Du nun sagst, dieser theoretische Streit um Verbindlichkeiten ist ein Streit "um Kaisers Bart", dann darfst Du Dich letztlich auch nicht beschweren über das, was heute Realität auf den Bühnen ist und Dir so gar nicht gefällt. ;)

    Das stimmt. Aber ich glaube nicht, daß ich es ändern kann. Auch nicht durch Proteste bei den Theatermachern, das habe ich schon getan und wurde als "Einzelner Störenfried" bezeichnet. Also gehe ich nur dann noch ins Theater, wenn ich erwarten kann, nicht enttäuscht zu werden. Ich befriedige mich eben mit Konserven. Oder nach Trailern/Kritiken, die mir andeuten, es wieder mal zu versuchen. Weshalb ich mich nun mit max. 2-3 Theaterbesuchen im Jahr begnüge. Und natürlich hat Corona auch einen hohen Anteil.

    La Roche

    Und Du hast nicht erklärt, warum ich deiner Behauptung irgendwelche »Verbindlichkeiten« Glauben schenken musst, ohne dass Du auch nur einen ernsthaften Versuch unternimmst, diese »Verbindlichkeiten« zu begründen. Ich bestreite ihre Existenz so lange, bis Du sie aus der Struktur des Theaterkunstwerks bewiesen hast.

    Als absoluter Laie behaupte ich einfach mal, daß ein Beweis im Sinne mathematischer Formeln in den Geisteswissenschaften nicht möglich ist. Ein Argument gegen ein anderes auszuspielen oder als allgemeingültig zu erklären kann unmöglich ein "Beweis" sein oder werden. Ihr streitet um des Kaisers Bart. Aber ihr macht das schön. Bitte weiter so.

    Ich bin gespannt über die Fortsetzung der Verbindung zwischen "Behauptung", "Begründung" und "Beweis". Schließlich geht es um so wichtige Sachen wie die Lebensdauer des Regietheaters.

    La Roche

    Wie kommt man eigentlich zu der Auswahl, ein bestimmtes Instrument zu spielen?

    Als Kind hatte ich (mit Lehrer) Zither gelernt, und "der dritte Mann" von Anton Karas war kein Problem für mich, ich wurde bei Wettbewerben im Bezirk Gera bester Instrumentalsolist, trotz Geigen und vielen Akkordeons als Konkurrenten. Ich hatte ja auch 4 Jahre Unterricht, kannte daher Noten usw. Dann kam die Tanzstunde, und Zither war kein Instrument, das andere Geschlecht zu beeindrucken. Also habe ich aufgehört. Die Mädels waren mir wichtiger als die Zither.

    Als Student 4 Jahre später wurden an unserer Hochschule musikalische Studiker gesucht, es gab eine hochschuleigene Tanzkapelle, die durch Abgänge zu zerfallen drohte. Ich interessierte mich für Es-Alt Saxophon, ließ mir die Tonleitern erklären und übte jeden Abend allein in der Mensa, monatelang, autodidaktisch. Instrument wurde von der FDJ gestellt. Es hat geklappt, ein Jahr später konnten wir als Kapelle und nach Prüfung durch den Rat des Kreises auftreten, für 5,00 DDR Mark pro Stunde (später 6,50 DDR-Mark). Das Gefühl, auf der Bühne zu stehen, ein Saxophon-Solo zu spielen (wir spielten auch Billy Vaughn-Arrangements) und danach Applaus zu bekommen, das verschaffte Glücksmomente. Da wir für Westtitel keine Noten hatten, mußten wir unser Gehirn nach Akkorden und Zweitstimmen für das B-Tenor-Saxophon durchsuchen. Es war eine tolle Zeit.


    La Roche

    Nun aber genug vom Parsifal. Botha war ein hervorragender Sänger. Aber in dieser Salzburger Inszenierung vom Bühnenweihwerk paßte er nicht ins Konzept. Wem soll man diese Blamage vorwerfen?

    Dem Herrn Botha, der sich dem Konzept beugen muß oder dem Regisseur, der doch sicher wußte, daß er den damals wohl (fast) besten Tenor weltweit damit nur blamieren kann. Ich gebe die Schuld eindeutig dem Regisseur. Immerhin ist Parsifal keine komische Oper, er hat sie aber dazu gemacht.

    La Roche

    Für dich wäre das langweilig, weil du vom Typ her immer neugierig auf Neues geblieben bist und ständig entdecken möchtest

    Ich bin auch sehr neugierig, interessiert an etwas neuem, an Entdeckungen. Dazu genügen mir allerdings Reisen, neue Speisen (aber um nichts in der Welt etwas Vegetarisches oder gar Veganes :no:), aber ganz besonders in der Musik neue Stücke. Wenn das nicht so wäre, hätte ich bei Verdi stehen bleiben müssen. Aber das hat mir nicht gereicht, nicht ohne Neugier wäre ich von der Oper ins Konzert gelangt, von Verdi über Wagner, Bruckner, Strauss bis zu Schostakowitsch ....

    Aber ich war nie neugierig darauf, Opern, die ich oft mehrfach gesehen habe, mit einem neuen Inhalt übergestülpt vorgesetzt zu bekommen. Deshalb hat sich mein Bedürfnis an Klassik in den letzten 30 Jahren von etwa 80:20 für Oper auf jetzt 90:10 für Konzert drastisch geändert. Hier hat meine Neugier aufgehört.

    La Roche

    Bevor das mit den Beweisen hier wieder losgeht: Natürlich kann ich das nicht beweisen und ich habe auch keine Studien oder Quellen oder sonstwas parat, aber ich denke, das könnte schon ungefähr so passen.

    Lieber MDM,

    Dein ganzer Beitrag #395 spricht mir aus dem Herzen. Und man kann das auch nie beweisen, was es nur als These und Antithese dazu gibt und keine Gesetzmäßigkeit. Jeder hat das Recht, seine Meinung zu vertreten, aber auf diesem Gebiet wird es nie etwas geben, was sich z.B. mit dem Ohmschen Gesetz vergleichen läßt.

    Ich werde mich weiter fragen, ob ich ins Theater gehe, um eine Aufführung von "Rheingold" zu sehen und mich belehren lassen muß, daß das falsch ist, weil ich keine Aufführung sondern ein Stück sehe. Je länger ich hier mitlese, desto mehr begreife ich, daß Theatermacher und Theoretiker sich um Nichts streiten. Nichts ist so wichtig wie Nichts. Das ist mir alles furchtbar Wurscht, aber es ist furchtbar lustig, daß "Nichts" so wichtig ist.

    Die Aufführung kann niemals "Das Rheingold" von Richard Wagner sein, weil das ein Stück und keine Aufführung ist. Die Aufführung kann lediglich das Stück namens "Das Rheingold" von Richard Wagner verwenden, und unabhängig davon, wie sie das tut, wird das Stück nach der Aufführung immer noch in unveränderter Form existieren.

    :hahahaha::hahahaha::hahahaha:

    La Roche

    Das Stück ist und bleibt "Das Rheingold" von Richard Wagner, aber die Aufführung ist nicht das Stück, sondern eine Musiktheater-Aufführung. Du schreibst ja selbst, dass das Stück als "Vorlage" für das Verfertigen einer Aufführung dient.

    Dabei bleibt es ja auch. Nur sollte dann die Vorlage auch Vorlage bleiben und nicht grundlegend anders interpretiert werden. Dann wäre das Rheingold von Wagner (für mich) nicht mehr das Rheingold von Wagner sondern das Rheingold von Wagner in der Interpretation von xy.....

    La Roche


    So, und nun ab zum Handball.