Lieber Joseph II.,
deine Englischkenntnisse will ich gar nicht infrage stellen. (Es extra zu betonen, ist wohl nicht nötig, aber mein Beitrag bezüglich der Originallektüre war nicht auf dich gemünzt.) Mit Blick auf den von dir eingestellten Auszug sehe ich für mich die Schwierigkeit, dass ich ihn zwar inhaltlich verstehe, aber nicht ausschließen kann, Untertöne zu übersehen. Frank Günther gibt in seiner Übersetzung von Romeo und Julia ein schlagendes Beispiel.
Bei Shakespeare heißt es:
Now will he sit under a medlar tree
And wish his mistress were that kind of fruit
As maids call medlars when they laugh alone.—
O Romeo, that she were! Oh, that she were
An open arse, and thou a poperin pear.
Schlegel macht daraus:
Nun sitzt er wohl an einen Baum gelehnt,
Und wünscht, sein Liebchen wär’ die reife Frucht,
Und fiel ihm in den Schoß. Doch, gute Nacht,
Freund Romeo! Ich will ins Federbett,
Das Feldbett ist zum Schlafen mir zu kalt.
Schlegel übergeht dabei derbei Anzüglichkeiten. Medlar (=Mispelstrauch) bspw. ist gleichlautend mit meddler (Slangausdruck: "Vögler, Rammler") und die Frucht des zweiten Verses ist als Synonym für das weibliche Geschlecht zu lesen. Das open arse des fünften Verses bedarf wohl keiner wörtlichen Übersetzung, neben dieser offensichtlichen war open arse ein Slangausdruck aus dem vulgären ländlichen Dialekt für Mispelfrucht. Bezüglich der poperin pear weist Günther darauf hin, dass es sich um eine Birnensorte aus der flämischen Stadt Poperinghe handelt, die ihrer Form wegen als Metapher für ein erigiertes Glied herhalten musste. Wortspielend tritt hinzu, dass poperin wie "pop her in" klingt. 
Günther Vorschlag lautet:
Nun sitzt er unter einem Zwetschgenbaum
und träumt von seinem liebsten Früchtchen und
von dem, was Mädchen kichernd "Pflaume" nennen;
Ach Romeo, wär sie ein Vögelbeerbaum doch
und du ihr Specht und hacktest froh dein Loch!
Strano Sognator
Die Volxbibel kannte ich noch nicht. Hab einen Blick in die Genesis geworfen. Soviel zum Thema "Schwarmintelligenz".
Was den Grimmelshausen betrifft, sehe ich es einerseits ähnlich wie du, denke andererseits aber, dass wir uns an einer Bruchstelle befinden. Noch reicht eine gewisse Bereitschaft zum verstehen wollen aus, aber wie lange noch? Ähnlich wie bei mittelhochdeutschen Minneliedern wird dies einst nicht mehr genügen.