Beiträge von Peter Schünemann

    Ich hörte Wilson im Februar 1994 als "Traviata"-Alfredo im neuen Haus der Finnischen Nationaloper in Helsinki. In der Kritik war zu lesen, dass sein ausdrucksstarkes Spiel noch am besten war, während "die Stimme durch zu breite Führung der Mittellage und Ûberdruck ... doch merklich an Politur verloren" hat.

    In den Jahren 1982/83 gab es an norddeutschen Opernhäusern gleich 3 Neuinszenierungen der "Meistersinger", in Kiel, Hannover und Bremen, die ich alle besuchte. Auf den Bremer Stolzing (23.10.1982) war ich besonders neugierig, denn Hamburger Flüsterpropaganda berichtete von einem neuen Tenor, der in Hamburg als Bacchus (?) aufgetreten war : Wolfgang Fassler. Da ich dieses Werk im Sommer 1982 in Bayreuth gehört hatte, bot sich ein Vergleich mit dem dortigen Stolzing an, Siegfried Jerusalem, der insgesamt nicht zugunsten Fasslers ausfiel. Zwar hatte dieser im Gegensatz zu Jerusalem keinerlei Probleme mit der Partie, aber deutlich das "unschönere" Timbre, für mich mehr ein Charaktertenor als ein jugendlicher Heldentenor.


    Dieselben Vorzüge und Nachteile hatte auch Fasslers "Arabella"-Matteo, den er im Mai 1983 an der Hamburgischen Staatsoper gesungen hatte, und als ein Jahr später diese Partie von Peter Seiffert gesungen wurde, konnte ich den Kritiker verstehen, der sinngemäß schrieb, nach Fassler sei Seiffert ein Labsal gewesen.


    Er sang dann später noch in Hamburg den Tristan, den ich nicht hörte. Auch wenn er mir aufgrund seines Timbres nicht gefiel, denke ich doch, dass der Tod eine noch größere Karriere frühzeitig beendet hat. So viele überragende Wagner-Tenöre für dieses Fach gab und gibt es nicht.

    Sein Tod war besonders tragisch, da er vor Aufregung bei den Vorbereitungen zur Hochzeit seiner Tochter einen Herzinfarkt bekam und daran starb.


    Lieber Wolfgang!


    Die "Aufregung bei den Vorbereitungen zur Hochzeit seiner Tochter" will ich nicht in Abrede stellen. Richtig ist jedoch, dass er am Vorabend der Hochzeit seiner ältesten Tochter beim Tanz zusammenbrach und in das nahe gelegene Juva gebracht wurde, wo sein Tod festgestellt wurde. Laut Aussage seiner Frau hatte er stark an Diabetes gelitten, seine Lebensweise aber nicht darauf eingestellt.


    Beste Grüße aus Mikkeli (unweit des Talvela'schen Bauernhofs gelegen)
    Peter

    Meine Bekanntschaft mit der Musik von Sibelius begann Anfang der 60er Jahre, als der finnische, im vergangenen Jahr verstorbene Bariton Tom Krause an die Hamburgische Staatsoper verpflichtet wurde. Es entwickelte sich zwischen ihm, seiner Familie und mir eine nette Bekanntschaft, aus der eine Freundschaft wurde. Von ihm lieh ich mir seine Sibelius-LPs aus, neben sinfonischer Musik und dem Violinkonzert auch seine erste LP mit Liedern von Sibelius und Strauss.


    Heute in Finnland lebend, komme ich natürlich nicht an der Musik des finnischen Nationalkomponisten vorbei. So hörte ich einen Tag vor dem finnischen Nationalfeiertag hier in Mikkeli ein interessantes Konzert der Saimaa Sinfonietta unter dem jungen Dirigenten Sasha Mäkilä, der vor seiner Berufung nach Mikkeli Assistent bei Kurt Masur in Paris und Franz Welser-Möst in Cleveland war. Programm : Valse romantique, Violinkonzert sowie die 3. Sinfonie. Ich gehe wohl nicht fehl in der Annahme, dass im kommenden Jahr Sibelius (zu?) oft zu hören ist, natürlich auch bei dem von Valery Gergiev geleiteten Mikkeli Music Festival, bei dem im Eröffnungskonzert Der Schwan von Tuonela und die 1. Sinfonie auf dem Programm stehen, also zwei Werke, zu denen der russische Dirigent (neben dem Violinkonzert) einen engen Bezug hat, ganz im Gegensatz zu den anderen Sinfonien, die er hier im Laufe der Jahre dirigiert hat.


    Nun ist es nicht so, dass seine Interpretation der Musik von Sibelius bei allen Zuhörern auf Gegenliebe stößt, denen diese zu dramatisch ist. Dazu eine nette Anekdote : Vor einigen Jahren bildeten Strawinskys Jeu des cartes und Sibelius' Karelia-Suite den ersten Teil eines von Gergiev geleiteten Konzerts. Leider war im Festivalprospekt die Reihenfolge vertauscht worden, also erst Sibelius, dann Strawinsky. Nach dem Strawinsky hörte ich, wie eine Zuhörerin zu ihrer Nachbarin sagte : "Jetzt klang unser Sibelius aber wirklich russisch!"

    Herbert Lipperts Karrierebeginn war recht zähflüssig und ein Beispiel dafür, wie man plötzlich in die "falsche Schublade" kommen kann. Sein erstes Engagement war in Lübeck, als lyrischer Tenor. Neben ihm war ein zweiter lyrischer Tenor engagiert, Randall Cooper, der nur wenig Deutsch sprach. Die erste Premiere war Mozarts "Entführung aus dem Serail", was die Frage aufwarf, wer denn die Buffopartie mit den vielen Dialogen singen sollte. Klare Sache : der Sänger mit Deutsch als Muttersprache. Damit war Herbert Lippert in Lübeck als Spieltenor abgestempelt. Erst als er 1990 an der Wiener Staatsoper (seinen ersten) Tamino sang, erkannte man in Lübeck, dass man in Lippert einen lyrischen Tenor im Ensemble hatte.


    Bei den Salzburger Festspielen sang Lippert 1991 den 1. Priester in der "Zauberflöte". Uwe Heilmann hätte den Tamino singen sollen; für ihn war Lippert als Cover engagiert. Doch der Regisseur (Johannes Schaaf) entschied sich nach Heilmanns Absage, nicht dem Cover eine Chance zu geben, sondern Deon van der Walt, mit dem er schon in der Salzburger "Entführung" zusammen gearbeitet hatte. Doch vor van der Walts Eintreffen hatte Lippert Gelegenheit, mit dem Zauberflöten-Dirigenten Sir Georg Solti zu arbeiten, der so von ihm angetan war, dass er ihn sofort für den Tamino an der Scala verpflichten wollte. Dazu kam es jedoch nicht, da ein anderes Opernhaus (Stuttgart) Lippert nicht aus dem Vertrag entließ.


    Soweit zu dem dornigen Beginn seiner Karriere.


    Grüße aus Finnland
    Peter


    Lieber Hans,
    das kann ich leider nicht beurteilen. Dazu müsste ich Topi Lehtipuu wieder einmal hören. Und da ich diesmal sein Turku Musik-Festival verpasst habe, bei dem er im Eröffnungskonzert unter René Jacobs gesungen hatte, wird dies erst wieder im nächsten Jahr sein.
    Beste Grüße
    Peter

    genauso, wie mir Peter Schreier (bei aller Bewunderung für seine Kunst) gegenüber einem Fritz Wunderlich immer etwas "vegetarischer" vorkam.


    Ich bitte um Entschuldigung, lieber Stimmenliebhaber, aber ich habe nicht behauptet, dass Peter Schreiers Stimme uncharakteristisch, verwechselbar sei. Ich habe seine Stimme - verglichen mit der Fritz Wunderlichs - lediglich für etwas "vegetarischer" gehalten.


    Angefangen 1965, als sein Kollege Theo Adam ihn mit an die Hamburgische Staatsoper nahm (April 1965, Cosi fan tutte), habe ich Peter Schreier oft gehört, ob in Hamburg, an der Berliner Staatsoper oder in München. Ein großartiger Künstler, der seinen Weg sicherlich auch ohne den Tod Fritz Wunderlichs gegangen wäre, vielleicht nicht so schnell und vielleicht nicht dem Vergleich mit Wunderlich ausgesetzt.


    Nichts für ungut!
    Peter

    Wie in Finnland üblich, werden Festspiele und auch Opernhäuser mehr von (noch aktiven) Künstlern als von Managern geleitet. Ich verweise nur auf Martti Talvela, Jorma Hynninen und Raimo Sirkiä (um nur einige zu nemmen), die das Opernfestival von Savonlinna geleitet haben bzw. (Jorma Silvasti) es jetzt leiten. Dasselbe gilt für die Finnische Nationaloper in Helsinki, deren Künstlerische Leiterin die Mezzosopranistin Lilli Paasikivi ist. Zu diesen Künstlern, die einem Festival durch ihre Leitungstätigkeit ein fest umrissenes Profil verleihen, gehört auch Topi Lehtipuu, der nach Joroinen (eine Kleinstadt zwischen Mikkeli und Kuopio) nun das Turku Musik-Festival leitet, aber auch selber dabei auftritt.


    Seine Kontakte zur internationalen Barockszene helfen ihm dabei, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. So erinnere ich mich gerne an zwei Konzerte, an denen auch Topi Lehtipuu teilnahm : zum einen ein Konzert mit Sandrine Piau und Rolando Villazon unter der Leitung von Emmanuelle Haim, zum anderen ein Abend, an dem sich die Krimi-Schriftstellerin Donna Leon als Liebhaberin von Händel-Opern entpuppte und launig in diese einführte.


    Gerade im Vergleich zu Rolando Villazon traten Vorzüge, aber auch Defizite von Topi Lehtipuus Stimme zu Tage. Natürlich ist Lehtipuu stilistisch mehr im Barock verankert als der Mexikaner, aber sein schlank geführter Tenor wirkt dem gegenüber entmaterialisierter, im Timbre weniger interessant, genauso, wie mir Peter Schreier (bei aller Bewunderung für seine Kunst) gegenüber einem Fritz Wunderlich immer etwas "vegetarischer" vorkam.


    Trotzdem : Lehtipuu ist ein hervorragender Stilist, wovon ich mich schon 2003 an der Finnischen Nationaloper überzeugen konnte, als er ein Belmonte in der "Entführung aus dem Serail" war, der den Vergleich mit großen Vorbildern nicht zu scheuen brauchte (die Sprechrolle des Bassa Selim war übrigens mit dem im letzten Jahr verstorbenen Bariton Tom Krause besetzt!).

    Ich teile Ihre Bedenken, ob Toulouse, Berlin und Moskau zuviel seien für Tugan Sokhiev, zweifle aber nicht an seinen Fähigkeiten, obwohl in englischen Medien jetzt gerne an Sokhievs Reinfall als Chef der Welsh National Opera erinnert wird. Aber diese Position war mit Sicherheit zu früh für ihn, der sich damals noch am Mariinsky-Theater mit schlecht, d.h. ungeprobten Repertoire-Aufführungen mit nicht der besten Orchesterbesetzung abmühen musste. Seitdem ist deutlich ein Wandel eingetreten, spätestens seit seiner Chefposition in Toulouse. Was mir bei dieser Gelegenheit auffällt, dass einige der früheren Gergiev-Assistenten nun in Spitzenpositionen tätig sind : Sokhiev am Bolshoi-Theater in Moskau, Mikhail Tatarnikov am Mikhailovsky-Theater in St. Petersburg und Michael Güttler an der Finnischen Nationaloper. Wenn man noch den Mariinsky-Bariton Yuri Laptev hinzunimmt, der als Putins Berater in Kulturfragen fungiert oder zumindest fungierte, ist nicht zu übersehen, wie Gergievs Netzwerk funktioniert.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Lieber Hans,


    darank kann ich mich noch gut erinnern! Als ich von Tom Krauses Erkrankung erfuhr, telefonierte ich mit seiner Frau und war erleichtert, sie recht optimistisch zu hören. Umso mehr trifft mich sein Tod jetzt. Ich hatte das Glück, ihn und seine Frau und Tochter mehr als 50 Jahre zu kennen, ja, sogar mit ihnen befreundet zu sein. Abgesehen von meiner Begeisterung für seine Stimme, verdanke ich ihm sehr viel, vielleicht sogar, dass ich jetzt in Finnland lebe, denn durch ihn lernte ich die Musik von Jean Sibelius kennen. Er "versorgte" mich mit seinen LP, so dass ich vieles von Sibelius erstmalig hören konnte.


    Unsere intensivere Bekanntschaft begann durch eine Bemerkung meinerseits, dass ich (ich glaube, es war 1963) gerade Brittens War Requiem auf Tonband aufgenommen hatte. Das machte ihn hellhörig, denn er war gerade daran, sein USA-Debüt mit diesem Werk (in Tanglewood?) zu feiern. Ich machte mich also mit meinem ziemlich schweren Tonbandgerät auf zu seiner Wohnung, wo wir beide Geräte zum Überspielen miteinander verbanden.


    Ich hatte ja vorher schon über die 3 Phasen in Krauses Gesangstechnik geschrieben. Deshalb empfehle ich jedem, der mit seiner Stimme vertraut werden will, die Solti-Aufnahme des Tristan (Kurwenal), den Bayreuther Lohengrin von 1962 unter Sawallisch (Heerrufer) sowie den Maazel-Fidelio (Pizarro), die noch den frühen Krause präsentieren mit einer Stimme, die ins Dramatische wies. Zugegeben, für den "kompletten" Krause sind diese Aufnahmen nicht repräsentativ, denn Kurwenal sang er nie auf der Bühne, Heerrufer außer in Bayreuth und Mailand nur an seinem Hamburger Stammhaus und Pizarro nur einmal in den USA (wo?). Aber was für eine Stimme! Einen ähnlichen Eindruck bekommt man auf seiner ersten Liederplatte mit Sibelius und Strauss (Pentti Koskimies am Flügel).


    Ich bin traurig und denke in diesem Augenblick an seine Frau Jeanie und Tochter Danielle. Jeanie und Tom Krause waren ein Vorbild für eine außerordentlich glückliche und harmonische Ehe.


    Grüße aus Finnland, wo ich Tom Krause vor wenigen Jahren bei einer seiner Meisterklassen in Savonlinna zuletzt traf.
    Peter

    Ab 1956 studierte er Gesang in Hamburg und an der Wiener Musikakademie...
    Seine bekanntesten Opernrollen waren in L'elisir d'amore, Don Pasquale, Rigoletto, La traviata, Fidelio, Tannhäuser, Tristan und Isolde, La bohème, Andrea Chénier, Faust und Carmen.


    Auch mich erschüttert Tom Krauses Tod sehr; er war ein großartiger Künstler, dem ich in Bayreuth, Hamburg und Finnland viele unvergessliche Abende verdankte. Trotz meiner Trauer sei mir erlaubt, Haralds Beitrag zu ergänzen. Krause hatte ab 1956 Gesang in Helsinki, nicht in Hamburg studiert (ich weiß, so steht's im deutschen Wikipedia, aber das ist falsch - siehe finnisches bzw. englisches Wikipedia). Von den angeblich bekanntesten Opernrollen hat er meines Wissens nie L'elisir d'amore, Rigoletto und Andrea Chénier gesungen. Hingegen sollte man seinen Don Giovanni und seinen Figaro-Grafen nicht vergessen.


    R.I.P. Tom Krause


    Peter

    Ich freue mich über die positiven Rezensionen zu Katja Piewecks erster Ariadne. Mir war sie bereits 1995 in einer Figaros Hochzeit-Aufführung der Hamburger Musikhochschule aufgefallen, in der sie eine Marzelline sang, wie ich sie besser nicht gehört habe. Dies lag vor allem daran, dass Katja Pieweck im Grunde eine Zwischenfach-Sängerin ist, ihre Stimme zwischen Sopran und Mezzosopran angesiedelt ist. Schön, dass sie jetzt nach einigen Jahren ihrer Zugehörigkeit zum Ensemble der Hamburgischen Staatsoper Gelegenheit bekommt, sich in großen Fachpartien zu beweisen.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    In der Wahl hatte ich auch Gottlob Frick (leider habe ich zu wenig Wagner von ihm), Kurt Moll (als Gurnemanz noch live erlebt), John Tomlinson (er war in Dresden ein toller Hans Sachs), Rene Kollo und Nikolai Gjuselev (schon wegen seines wahnsinnig guten Wotan-Abschied).


    Pardon! Nikolai Gjuselev als Wotan??? Ist nicht etwa Boris Christoff (auch Bulgare) gemeint?


    Mit der Bitte um Vergebung wegen meiner "Beckmesserei"
    Peter

    Das Problem der Aufnahme ist Putilin als Alberich. Vom Material her sicher geeignet, ist er gleichwohl ein Ausfall, weil sein Deutsch einfach grauenhaft ist.


    Dies ist ein generelles Problem des Mariinsky-Theaters und hängt ursächlich mit dem System dieses Theaters zusammen. Obwohl vor über 10 Jahren ein namhafter Sprachcoach wie Richard Trimborn für die "Ring"-Einstudierung gewonnen wurde, sind es seitdem doch mehr die "Konzertmeister" (im Deutschen würden man sagen, die Studienleiter), die die Sänger auch sprachlich für die Aufführungen und Einspielungen vorbereiten, in diesem Fall (die im Booklet ungenannte) Marina Mnishuk. Gergiev selber ist mehr am stimmdarstellerischen Ausdruck als an der sprachlichen Korrektheit interessiert. So pries er Putilins Alberich mit den Worten, dieser sänge "wie ein Tier".


    Putilin gehört zur älteren Garde des Mariinsky-Theaters, die ihre Ausbildung noch in der UdSSR erhalten hat, ganz im Gegensatz zu den jüngeren Sängern, denen es leichter fällt, sich in einer Fremdsprache zu artikulieren. Z.B. haben die beiden Riesen (Nikitin und Petrenko) Sprachlehrer in Deutschland. Putilin sang vor über 20 Jahren Rollen wie u.a. den Mozart-Figaro und wurde allmählich zu einem hervorragenden Verdi-Bariton, wurde aber schon Ende der 90er Jahre als Holländer und Rheingold-Wotan eingesetzt. Um das Volumen für diese Rollen zu bekommen, legte er sich eine sehr "offene" Gesangstechnik zu mit einer Verbreiterung der Vokale, so dass seine Stimme größer erklang, aber seine sprachliche Durchdringung zu einem Einheitsbrei wurde. Dies wurde offensichtlich (und für mich sehr störend) z.B. als Geisterbote in der "Frau ohne Schatten", die demnächst als DVD erscheinen soll, wobei ich mir nicht vorstellen kann, wie man Abnehmer für diese Besetzung (Khudoley, Sergeeva, Savova, Amonov, Umerov) finden wird. Vielleicht im nicht-deutschen Sprachraum!


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Bei Ihrer sorgfältigen Recherche ist Ihnen Amber Wagners Lohengrin-Elsa 2011 in Savonlinna verlustig gegangen. Im Online-Merker war über ihre Elsa zu lesen : "AMBER WAGNER, auch eine dieser Hämäläinen-Entdeckungen, kann ich noch nicht endgültig einschätzen, vor allem nicht, ob Elsa die ideale Rolle für sie ist. Eines ist jedoch gewiss: eine großartige Sängerin mit einem attraktiven Timbre und vorzüglicher Technik. Stilistisch entsprach sie nicht so recht den Hörgewohnheiten, zu wenig lyrisch-süß war ihre Elsa, mehr eine Sieglinde als eine Elsa."


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Ich hatte das Glück, Tatiana Troyanos in ihren Anfängen an der Hamburgischen Staatsoper zu hören, und es waren gerade die kleineren Rollen wie Preziosilla oder Lola, in denen ihr unvergleichlich verführerisches Timbre auffiel - eine Stimme, die mir heute im Nachhinein als eine der schönsten und interessantesten in Erinnerung bleibt. Unter einem Intendanten wie Rolf Liebermann war es unvermeidlich, dass Troyanos auch in vielen zeitgenössischen Opern mitwirkte, auch in Kleinstrollen, aber auch diesen verlieh sie unverkennbares Profil - von Pendereckis Teufel von Loudun ganz zu schweigen.


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Später war er ein Weltstar, der in den verschiedensten Rollen in der ganzen Welt gastierte.


    Als "Weltstar" habe ich William Johns eher nicht empfunden, aber als einen ganz hervorragenden Tenor, um den man sich heute reißen würde. Er sang ab 1983 einige Male in Hamburg; 1983 hörte ich ihn als Bacchus und Lohengrin, 1988 war er der Tristan in der berühmt-berüchtigten Berghaus-Inszenierung. Im Vergleich zu den Tenören, die zu dieser Zeit in Bayreuth sangen, kam er mir schon damals wie eine Walküre unter lauten Blumenmädchen vor. Was würde ich heute dazu sagen?


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Wenn ich an Celestina Casapietra zurückdenke, dann in erster Linie an die hervorragende Mozart-Sängerin, als die ich sie 1965/66 an der Lindenoper hörte. Was waren das für herrliche Cosi fan tutte-Aufführungen im Apollo-Saal mit einem großartigen Ensemble : Casapietra, Burmeister, Geszty, Schreier, Lauhöfer, Adam / Suitner. Nicht ganz so überzeugend fand ich sie 1965 als Donna Anna neben Adam, Vogel, Schreier - für eine so junge Sängerin kam diese Partie zu früh. Später hörte ich Casapietra noch einige Male in Hamburg, so beim Gastspiel der Staatskapelle Berlin 1978 mit Mahlers 2. Sinfonie, an der Hamburgischen Staatsoper 1982 als Hoffmann-Giulietta und 1983 in Zemlinskys Kreidekreis.


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Ich weiß nicht, ob es schon jemand eingestellt hat, aber mit dem Ring aus St. Petersburg (Mariinsky - Gergiev) fehlt es auch weiter:


    Das "Rheingold" war schon vor der "Walküre" aufgenommen worden, aber ich finde, es war eine weise Entscheidung, diese zuerst zu veröffentlichen - wegen der "Starbesetzung"! Im Gegensatz zur "Walküre" singen hier (mit Ausnahme von Pape und Rügamer) nur Mariinsky-Sänger, und hier bin ich vor allem auf die Diktion gespannt, die bei Mariinsky-Aufführungen des Wagner/Strauss-Repertoires problematisch sein kann. Übrigens - die Riesen sind mit Nikitin und Petrenko mit Sängern besetzt, die normalerweise ein makelloses Deutsch singen.


    Aufnahmen von "Siegfried" und "Götterdämmerung" sind noch nicht in Sicht. Hier wartet man offenbar auf einen geeigneten Helden!


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Danke für die Würdigung Ursula Boeses, eine Sängerin, die mich Anfang der 60er Jahre in Hamburg begeisterte. Mit ihrer satten Alt-Stimme war sie eine "sichere Bank" für Wagner (Fricka, Erda), aber auch für Verdi (Azucena). Ursula Boese hatte 1958 bei den Bayreuther Festspielen debütiert und (außer 1960) bis 1962 dort gesungen. Insofern war es eine logische Folge, dass sie auch 1965 für den neuen Wieland-Wagner-Ring als Fricka, Grimgerde und 2. Norn angesetzt war, doch was wie der Höhepunkt einer bis dahin erfolgreich verlaufenen Karriere aussah, erwies sich als Beginn eines Abstiegs. Mag sein, dass sie als Erda besser besetzt gewesen wäre als als Fricka; jedenfalls war es eine Pein, ihr zuzuhören, und folgerichtig wurde Ursula Boese im nächsten Jahr durch Annelies Burmeister ersetzt.


    Dieser Niedergang setzte sich auch an ihrem Hamburger Stammhaus fort, wo ich mich an eine peinigende Amneris erinnere. Merkwürd'ger Fall einer Karriere!


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Auch die Titelrolle im "Fliegenden Holländer" scheint mir ein Risiko zu sein. Franz Crass, der in dieser Partie in Bayreuth einen sensationellen Erfolg hatte, wiederholte den Ausflug in die für einen Bassisten gefährliche Lage nie mehr.


    Widerspruch, lieber Operus! Mindestens bis 1966 (Hamburg) hat Franz Crass den Fliegenden Holländer gesungen, und in der B-Premiere dieser Oper 1967 an der Wiener Staatsoper (die A-Premiere hatte Otto Wiener gesungen) war Crass vorgesehen gewesen, hatte aber abgesagt.


    Zu Konieczny. Den hatte ich 2001 in Lübeck als "Elektra"-Orest gehört und geglaubt, keine Stimme von Format erlebt zu haben. Entweder haben meine Ohren mir einen Streich gespielt, oder Konieczny hat tatsächlich eine damals nicht vorhersehbare Entwicklung genommen. Sei's drum! Solche Stimmen sind heute vonnöten.


    Gruß aus Finnland
    Peter

    Aus der Sicht eines Ex-Hamburger Opernbesuchers einige Anmerkungen zu Hans Beirer. Beirer war mein erster Tristan, Tannhäuser, Siegmund, Siegfried, Othello (alles Hamburg) und Parsifal (Bayreuth), und anfangs, d.h. um 1960, war ich begeistert von dieser Stimmgewalt. Dass ich ihn später kritischer sah, lag vielleicht auch an seiner Omnipräsenz an der Hamburgischen Staatsoper, an der man in seinem Fach in den 60er Jahren selten andere Tenöre außer Beirer zu hören bekam. Natürlich war es damals "Usus", dass jedes Ensemble "seinen" Heldentenor hatte, aber wenn man auch einmal andere Heldentenöre hätte erleben können, wäre man Beirer vielleicht etwas gerechter geworden.


    Wenn ich heute an Beirer denke, dann an die vielen Geschichten, "Skandälchen", die sich um Beirer herum abspielten, dessen Auftritte meistens von einer Schar West-Berliner Anhänger begleitet wurde, die ihren Helden entsprechend feierte, zum Missvergnügen der Anti-Beirer-Fans, die sich häufig zu (eigentlich ungerechtfertigten) Buhs hatten hinreißen lassen. So behalte ich ihn lieber als sich selber karikierenden Alfred in der "Fledermaus" in Erinnerung.


    Hans Beirer - nur zweite Wahl? Was wahres heltenorales Material anbelangt, war Beirer einem Wolfgang Windgassen zweifellos überlegen. Weshalb er trotzdem in Bayreuth (und das in seiner besten Zeit) nicht so recht zum Zuge kam, lag ebenso sicher daran, dass Wieland Wagner in Windgassen den kongenialeren Umsetzer seiner Ideen hatte.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Für mich ist es meistens ein "Bauchgefühl", wie ein Dirigent auf mich wirkt, wie ich ihn beurteile, und ich gestehe gerne, dass ich mehr angezogen bin von leidenschaftlich-mitgehenden als von mehr sachlich-orierentierten Dirigenten. Insofern kann ich Rheingolds Beitrag sehr gut nachvollziehen. Letzten Sommer ließ ich mich sogar zu der Prophezeiung hinreißen, Rouvali würde der nächste finnische Weltstar werden. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg...


    Ich begegnete ihm erstmalig in einer Fernsehserie (hieß sie "Maestro"?), in der Amateure von Profi-Dirigenten angeleitet wurden und bis hin zu einem Finale mit nur 2 Dirigenten ein Profi-Orchester zu leiten hatten. Ohne den Namen zu kennen, faszinierte mich die überlegene Art dieses noch jungen Mannes, wie er - wenn er einmal den Dirigentenstab übernahm - überaus deutlich und eindrücklich seine Intentionen auf das Orchester übertrug. In der Zwischenzeit sah ich einige finnische TV-Programme, kürzlich sogar ein Porträt, und über ClassicLive kann man Rouvali ein Konzert des Lahti Symphony Orchestras leiten sehen. Seine Bewegungen empfinde ich derzeit noch als übertrieben groß; das wird sich mit der Zeit abschleifen. Aber interpretatorisch, und darauf kommt es letzten Endes an, hat er etwas zu sagen, lassen seine Interpretationen eine persönliche Handschrift erkennen.


    Eine große Herausforderung, aber auch eine große Ehre für Rouvali, dass er nun das Tampere Symphony Orchestra übernimmt. Seine Vorgänger in der Leitung dieses renommierten Orchesters haben Chefpositionen in Helsinki übernommen, sind also die Treppe hinauf gefallen: John Storgards beim Helsinki Philharmonic Orchestra und Hannu Lintu beim Finnish Radio Symphony Orchestra. Lintu war zugleich Rouvalis Mentor; so ist es kein Wunder, dass er diesen jungen Mann zu seinem Nachfolger erkor. Außerdem: Die Dame, die diesem Orchester als Administratorin vorsteht, war früher Intendantin des Finnish RSO und später für den Bau des neuen Konzerthauses in Helsinki verantwortlich. Ich kann mir nicht denken, dass diese Dame voller Sachverstand sich einen Nobody ins Haus geholt hat. Warten wir also ab, ob sich meine Prophezeiung erfüllen wird.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Da ATTILA eine sehr schöne Oper mit wunderbarer Musik ist, habe ich diese DVD bei JPC bestellt. Ich bin auch neugierig auf Ildar Abdrazakov.


    Hallo Wolfgang!


    Da ich vermute, dass die Attila-Sänger bis auf Abdrazakov im Westen bisher noch nicht so bekannt sind, hier einige Informationen zu ihnen.
    Um die Odabella von Anna Markarova richtig einschätzen zu können, sollte man wissen, dass diese Dame aus dem Mezzosopranfach kommt. Als ich sie vor 5 Jahren beim Rimsky-Korsakov-Gesangswettbewerb hörte (den sie gewann), sang sie noch u.a. die Eboli-Arie und ließ mich relativ unbeeindruckt. Dieser Eindruck änderte sich, als sie mir, nunmehr als Sopran, in einer kleinen Partie in Rimsky-Korsakovs Zarenbraut auffiel : ein interessant getöntes recht dunkles Timbre. Seither wird sie am Mariinsky-Theater im Fach des lirico spinto eingesetzt, das dort seit Galina Gorchakovas Zeiten ziemlich verwaist ist. Als ich Markarova im Attila am Mariinsky hörte war sie ganz hervorragend, hatte mit der diffizilen Tessitura ihrer Partie keinerlei Probleme, während ihre Höhe beim konzertanten Attila hier in Mikkeli ziemlich angestrengt klang. Die Attila-DVD ist wenige Tage nach Mikkeli entstanden. Mal sehen, wie sie dort in Form ist!
    Wenn man einmal russische Tenöre wie Lemeshev und Kozlovsky und später Atlantov als Maßstab nimmt, klingt Sergey Skorokhodov vom Timbre her recht italienisch. In Deutschland hat er bisher in Berlin und München gesungen; auch war er Netrebkos Partner bei ihrer Iolanta-Tournee. Am Mariinsky-Theater hat er sogar schon (konzertant) Lohengrin gesungen; in Glyndebourne wird er diesen Sommer als Bacchus debütieren. Ich finde seine Stimme vom Timbre her und mit all ihrer Legatokultur sehr schön. Skorokhodovs Problem ist allerdings, dass seine Höhe bei nicht optimaler Disposition ziemlich eng klingen kann.
    Neben Alexei Markov gehört Vladislav Sulimsky für mich zu den beiden "italienischen" Baritonen des Mariinsky-Theaters, um die sich jedes Haus in der Welt reißen müsste. Ein aufregend dunkles, viriles Timbre mit großer Strahlkraft in der Höhe. Hier in Mikkeli war Sulimsky jedenfalls neben Abdrazakov das Ereignis der Aufführung.
    Wegen der sängerischen Leistungen und wegen Gergievs Dirigat iost dieser Attila ein Muss, was ich von der reichlich hausbackenen Inszenierung nicht sagen kann. Aber die dürfte auch nicht der Grund für die Aufzeichnung dieser Oper gewesden sein.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Ich hätte zu gerne mal Savonlinna in natura kennengelernt. Schade, aber was nicht ist, kann noch werden!


    Lieber Wolfgang!


    Savonlinna solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Ein Besuch bei den dortigen Opernfestspielen ist immer eine Reise wert, meiner Meinung nach mehr wegen der unvergleichlichen Atmosphäre, weniger wegen der gebotenen Leistungen. Aber das Publikum, das meistens aus Touristen und nicht aus Opernkennern zu bestehen scheint, pflegt, auch die mittelmäßigsten Aufführungen mit Fußgetrampel zu belohnen.


    Savonlinna wird im nächsten Jahr einen neuen Intendanten bekommen, den auch in Deutschland und Österreich bekannten Tenor Jorma Silvasti. Ich bin gespannt, ob wieder mehr finnische Sänger in Savonlinna singen werden. Natürlich ist Savonlinna ein internationales Festival und keine nationale Institution wie das Hauptstadt-Opernhaus. Aber Finnland besitzt so viele gute Sänger, die meistens im Ausland engagiert sind. Es wäre schön, diese auch zu Hause zu hören.-


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Ildar Abdrazakov, der seltener in russischen als in italienischen Partien auftritt, wird eine neue Rolle seinem Repertoire hinzufügen, den Filippo in Verdis "Don Carlo". Fans von Abdrazakov, die vorhaben, einen Opernbesuch beim Festival von Savonlinna mit dem in Mikkeli zu kombinieren, sollten sich den 4. Juli 2013 vormerken. Valery Gergiev, der plant, mit Abdrazakov den "Carlo" aufzunehmen, har vor, diese Oper dann in Mikkeli konzertant aufzuführen.


    Aus dem konzertanten "Carlo" ist nun mit Ildar Abdrazakov als Solisten Schostakowitschs Michelangelo-Suite geworden - auch nicht so uninteressant, wenn ich an meine Konzertmitschnitte unter Noseda und Muti denke. Seinen ersten Filippo sang Abdrazakov unter Noseda gerade in Turin. Unter diesem Dirigenten wird er am 3.5. im historischen Mariinsky-Theater in St. Petersburg die Titelpartie in "Nozze di Figaro" singen, einen Abend, nachdem er zu den illustren Gästen gehört, die die neue Mariinsky-Bühne einweihen dürfen.
    Übermorgen findet am Mariinsky die "Faust"-Premiere statt. Traditionell nennt das Theater vor einer Premiere nur die Sänger, die mit den Proben betraut sind, pro Partie vier bis fünf!!! Trotzdem vermute ich, dass sich das Theater nicht entgehen lässt, Abdrazakov als Mephisto zu präsentieren.


    Grüße aus Finnland
    Peter

    Ein umstrittener Sänger - das könnte man über viele der in einem Thread vorgestellten Sänger sagen! Wer ist schon unumstritten? Doch zurück zu Bailey. Ich habe ihn einige Male gehört, als Hans Sachs in Bayreuth und auch in Hamburg. Wie auch Donald MacIntyre gehörte Norman Bailey zumindest für mich nicht zu den bedeutenden Heldenbaritonen, schon gar nicht als Sachs. Wenn ich ihn jedoch im englischen Goodall-Ring als Wotan höre, muss ich dieses Urteil revidieren - trotz oder vielleicht seines etwas knorrigen Timbres eine ganz große Leistung.


    Gruß, Peter

    Durch Zufall entdeckte ich, dass das St. Petersburger Mariinsky-Theater damit begonnen hat, seine Archive online zu öffnen (einfach nach Mariinsky.FM googeln). Dort findet man neben den schon bekannten Opernproduktionen des Mariinsky-Theaters aktuelle Mitschnitte aus der Konzerthalle des Theaters, so z.B. ein Arienkonzert mit Maria Guleghina, Mahler-Sinfonien unter Gergiev, Ballette usw.


    Richtig interessant, jedenfalls für mich, sind Mitschnitte aus der Zeit, als das Mariinsky-Theater noch Kirow-Oper hieß. Neben dem italienisch-französischen Repertoire wie Werther, Barbiere di Siviglia (mit einem italienisch singenden Figaro, der Rest singt russisch), Rigoletto (in russischer, estnischer und italienischer Sprache!), Trovatore, Don Carlos findet man Rubinsteins Dämon, Glinkas damals noch so genannten Ivan Susanin (heute wieder : Leben für den Zaren), Zarenbraut, Eugen Onegin - und vor allem sowjetische, heute so gut wie vergessene Komponisten wie Ivan Dzerzhinsky (Der stille Don II), Dmitry Tolstoy (Geschichte einer Liebe) und Viktor Trambitsky (Spitzenmacherin Nastya).


    Diese historischen Mitschnitte belegen, dass sich die Kirow-Oper damals nicht hinter dem Bolschoi-Theater Moskau zu verstecken brauchte. Stimmen wie die Sopranistin Galina Kovaleva, die Altistin Irina Bogacheva und der Bass Boris Shtokolov mögen im Westen weniger bekannt sein als ihre prominenteren Kollegen aus Moskau (die wie Vishnevskaya, Obraztsova, Atlantov, Nesterenko eigentlich aus Leningrad stammten und ans Bolschoi "abkommandiert" worden waren), schlechter waren sie jedenfalls nicht.


    Grüße aus Finnland,
    Peter