Beiträge von hasiewicz

    Danke für die gute Darstellung. Es gibt in „Der Rabe“, Nummer 47, der ausschliesslich Flaubert gewidmet ist, einen herrlichen Essay von Robert Gernhardt über Salammbo - „Flaubert lesen und lachen?“. Er weist dort auf das unfreiwillig Komische so mancher Passagen und Wörter hin, und stellt die berechtigte Frage, ob nicht die sich von Flaubert selbst gesetzte Aufgabe, einerseits ein unglaublich detailverliebtes, um Realismus bemühtes Bild zu malen zu einer Epoche, zu der zu seiner Zeit denkbar wenig überliefert war, zugleich aber einen rauschhaften Traum zu erzeugen, ein letztendlich paradoxes Unterfangen ist. Ich konnte dem gut folgen, und in Gegensatz zu „Madame Bovary“, die ich weiterhin für eine der Perlen der Weltliteratur halte, und auch zur „Erziehung der Gefühle“, halte ich „Salammbo“ für kein gelungenes Werk.

    Hat sich denn schon einer der Disputanten an das neueste Opus von Alex Ross gewagt, in der deutschen Ausgabe unter dem Titel "Die Welt nach Wagner" erschienen? Ein gewaltiger Ziegel, mit seinen fast 1.000 Seiten, und ein ordentliches Stück Arbeit.

    Ich habe es zu Weihnachten als Geschenk bekommen, und es steht für März auf dem Programm. Schwerpunkt dieses Jahr meiner Wagner-Beschäftigung ist ansonsten dieses Jahr „Tristan“, (hoffentlich) gekrönt mit der Aufführung im Oktober in Füssen.

    Öha, lieber hasiewicz, diese Ausgabe interessiert mich auch. Auch wenn man es nicht gleich erkennt, sind das ja wirklich "alle Neune" im komplett neuen Remastering.


    Der Preis ist allerdings nur etwas für echte Enthusiasten. :pfeif:

    Ich werde gern berichten von meinen Höreindrücken, lieber Joseph II., wenn die Bestellung ankommt.


    Und: Sicher keine alltägliche Anschaffung, diese Edition - ich habe sie mir als Belohnung gegönnt.

    Herzliche Grüße

    Christian

    Gestern Abend gehört:


    Ottorino Respighi: Sinfonia Drammatica. Slowakische Philharmonie, Ltg. Daniel Nazareth. Aufgenommen im Februar 1986 im Konzertsaal der Slowakischen Philharmonie, Bratislava.


    Ein hochinteressantes Werk, als italienische Sinfonie im 20. Jahrhundert per se schon eine Art weißer Rabe. Aber auch faszinierende Musik. Diese Aufnahme wird noch öfters den Weg in meinen Player finden.

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    Diese Woche habe ich ausgiebig der Japan-Leidenschaft gehuldigt:


    [Hybrid SACD] Bruckner: Complete Symphonies Vol.1, 2, 3 + <Special Recording> Symphonies No. 3 2nd Movement Rehearsal (SA-CD Layer Only) <Tower Records exclusive> Eugen Jochum, Berlin Philharmonic, Bavarian Radio Symphony Orchestra.


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    Robert Schumann: Symphonien Nr.1-4 (SHM-CD)
    Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan. Japan-Import.


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    Franz Liszt (1811-1886): Transkriptionen nach Schubert-Liedern

    Jorge Bolet. Japan-Import.


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    Mozart, Symphonie Nr. 39, Schumann, "Rheinische".

    Takashi Asahina, New Japan Philharmonic. Japan-Import.


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    Meine mir wertvollste CD ist auch meine erste - Sir Georg Solti, CSO, Mussorgkys „Bilder einer Ausstellung“ in der Orchesterfassung von Ravel und desselben „Le Tombeau de Couperin“. Mit der CD begann 1984 meine Sammlung. Sie enthält übrigens nur zwei Tracks, eines pro Musikstück, eine weitere Unterteilung war wohl noch kein Standard. Und die Tatsache, dass diese CD auch heute noch, 37 Jahre später, läuft und mir Freude macht beweist doch, dass Silberscheiben ein langfristiger Invest sind.

    Als Student war ich großer Fan der Copland-CD des Ensembles. Da wusste ich halt noch nicht, was gute Musik ist... :pfeif::untertauch:

    Danke, lieber Accuphan, ich hatte mich bei „Technischen Angaben“ verlesen - doch keine SACD-Kompatibilität. Dann bleibt meine Wunschkombi fürs Arbeitszimmer ein Yamaha CD-S1100 als Zuspieler (ich liebe dieses klassische Yamaha-Design), zusammen mit dem und auch von Glockenton sehr gelobte und geliebte KHV HPA V200-AE (10th Anniversary Edition).

    Ich suche tatsächlich ebenfalls nach so einer Lösung. Da der DCD-50 laut Angaben auch die SACD-Spur abspielen kann, ist er interessant für mich.


    Ich würde Musik im Arbeitszimmer allerdings meistens via Kopfhörer hören. Wäre da der PMA-60 eine gute Wahl, oder besser ein dezidierter KHV?

    Ach ja, eine teurere fehlt noch. Wann die käme? Keine Ahnung, der Lieferant hat gerade "Schwierigkeiten". Es ist nicht dringend. Es ist nicht schlimm. Es ist alles kein Problem. Aber das ist hinsichtlich Kommunikation und Kundenkontakt echt nur mit reichlich Langmut zu ertragen.

    Im Wort Kundendienst steckt das Wort "dienen". Darauf hinzuweisen gilt heutzutage als unkorrekt, ebenfalls der Hinweis, dass das Dienen als solches eine Kunst ist.

    Werter Garaguly,


    stimmen die Aussagen in den jpc-Rezensionen, dass die Aufnahmen ein unbefriedigendes Klangniveau aufweisen?


    Mit besten Grüßen

    Christian

    Ein bisschen größer :)...

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    LG Fiesco

    Für den, der die Augenkrebs-Typographie auf dem Cover zu verantworten hat, ist in der Hölle ein Platz reserviert, in der alle Wände mit Comic Sans in Regenborgenfarben beschrieben sind.


    Ich habe heute den Tag begonnen mit Anton Bruckner, Vierte Symphonie, Eugen Jochum dirigierte die Berliner Philharmoniker.


    Die ersten beiden Sätze gehört beim Laufen, die zweiten beiden im Auto auf der Fahrt zur Arbeit.

    Das ist ein sehr schönes Thema, zu dem ich vielleicht nochmal etwas mehr schreiben werde. Ich war tatsächlich in 2017 drei Wochen in Japan, und bin vom Osten (Tokyo und Kamakura) über Kyoto und Osaka in den Westen bis Hiroshima und Nagasaki gereist. Es war eine Reise, von der ich auch heute noch zehre. Und eins der Highlights war, Masaaki Suzuki und sein Ensemble in Tokyo live mit Bach-Kantaten zu erleben. Wie gesagt, vielleicht demnächst nochmal mehr von meiner Japan-Passion. Heute fing der Tag musikalisch übrigens bei mir zufälligerweise mit Seiji Ozawa an und Beethovens Vierter, in der Aufnahme mit dem Saito Kinen Orchester. Hat mich sehr angesprochen. Die „kleine“ Vierte wird ernstgenommen, hat einen viril-vorwärtsdrängenden Drive, wer Thielemann mag mag auch hieran Gefallen finden.

    Die Große C-Dur für die Insel.


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    Lieber Joseph II., da sind wir uns hundertprozentig einig. Und ich habe immer den Wunsch, meine Lieblingsaufnahmen in ihrer best klingendsten Fassung zu haben. Und freue mich zudem als Japan-Fan, dass es dort auch eine Community verrückter Sammler gibt, für die sich offenbar Editionen wie die von Universal und Tower Records noch lohnen. Aber vielleicht sitzen auch dort Verrückte.

    Ich habe gestern Abend bereits mit der Lektüre auf meinen Kindle begonnen. Die Akteure sprechen wahrlich bühnenreif - man könnte es direkt als Textvorlage eines Heldendramas nehmen. Gefällt mir aber.

    Die Beethoven-Sinfonien mit Szell (SONY) schätze ich genau so hoch wie Du, lieber Christian. Ich habe sie seit ca 15Jahren auf Einzel-CDs. Die entsprechende GA wäre damals teurer gewesen.

    Die SACD Ausgabe kaufe ich mir auch ... wenn der Preis in angenehme Regionen gefallen ist ... der derzeitige Preis ( (=O um die 90 €) ist mir deutlich zu hoch.

    Ich glaube, da wirst du kein Glück mehr haben, lieber Teleton - es war eines von zwei Exemplaren, die noch neu auf Amazon zu haben waren, danach gibt es solche Kleineditionen entweder gar nicht mehr oder zu dagobertinischen Preisvorstellungen. Dafür sorgen schon die Szell-verrückten Musikfreunde aus Japan. Von Sony wird da glaube ich auch nichts mehr kommen.

    Eine sehr schöne Diskussion, die auch mir Lust auf Gustav Freytag macht, wenngleich ich aktuell meine Impulse gut genug im Zaum habe, mir nicht gleich wie du, werter Rheingold1876, eine schöne Werkausgabe zu bestellen. Was einerseits daran liegen mag, dass ich gegenwärtig keinen Alkohol trinke (Wein und ZVAB, KEINE gute Kombination, außer für die Antiquare), und an schlichten Platzproblemen im Regal. Andererseits: „Die Ahnen“ interessiert mich gerade sehr. Hm...