Beiträge von Bertarido

    An meinem zwei Jahre alten Ranking in #29 hat sich nichts mehr geändert, Begründung siehe dort.

    • Das "Lied von der Erde" steht über allem, wenn man es denn hier mit aufnehmen will. Ein Musikstück, das mir mehr bedeutet als alles andere, was jemals komponiert wurde.
    • 6 und 9
    • 2 und 3
    • 5 und 7
    • 1 und 4
    • 8

    Wenn es um Bruckner vs. Mahler geht, bin ich ganz klar auf der Mahler-Seite.

    Ich habe Bruno de Sá gestern das erste mal live gehört und war begeistert von diesem Sopranista! Weil die anderen Rollen mit Countertenören besetzt waren, konnte man den Unterschied sehr gut hören. Da wurde die Ära der Kastraten zumindest in Anklängen wieder zum Leben erweckt. Die CD werde ich mir auf jeden Fall zulegen.

    Du willst den Teufel mit Beelzebub austreiben? :D


    Mich juckt es zwar schon wieder in den Fingern, wenn ich den ersten Beitrag lese, natürlich bin ich dezidiert anderer Meinung. Aber da ich Freitag in den Urlaub fahre und bis dahin noch viel zu tun habe, kann ich mich hoffentlich zurückhalten.


    Und ich musste hellauf auflachen als ausgerechnet Bertarido sich gegen neue Regietheaterthreads aussprach. :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

    Habe ich jemals einen gestartet? Ich kann mich nicht erinnern. Aber wenn es sie denn mal gab, konnte ich den Unsinn natürlich nicht unwidersprochen lassen, der da von Herrn Wischniewski und Konsorten verzapft wurde. :baeh01:

    Ein neuer Thread zum Thema Regietheater hat dem Forum gerade noch gefehlt.


    Hast Du mal geschaut, wie viel dazu schon geschrieben wurde? Diese Threads enden regelmäßig in persönlichen Beleidigungen und werden am Ende geschlossen.

    Wenn ich soeben schrieb, daß russlands Kompositionen des 19 Jahrhundertgs wenig beliebt sind, so muß man doch sagen, das gilt - wiederum von wenigen Ausnahmen abgesehen - für die meisten Werke des mittleren bis späten 19. Jahrhunderts.

    Das halte ich für falsch. Mittleres und spätes 19. Jahrhundert, dazu gehören viele Werke des klassisch-romantischen Kanons, der die Spielpläne unserer Konzertsäle und Opernhäuser nach wie vor dominiert. Die Werke von Brahms und Bruckner sind in dieser Zeit ebenso zu verorten wie die von Bizet, Dvorak, Mussorgski, von Wagner und Verdi ganz zu schweigen. "Wenig beliebt" trifft da wohl kaum zu.

    Es wäre töricht, den Komponisten in die aktuellen Ereignisse infolge des Ukrainekrieges hineinzuziehen. Für mich war Tschaikowski zu keiner Zeit weder aus der - noch in Mode. Er steht über solchen Zuteilungen.

    Genau so sehe ich das auch. Ich verstehe, dass Ukrainer gerade keine Wertschätzung für Musik russischer Komponisten empfinden. Das ginge mir wahrscheinlich ebenso, wenn die russische Armee in Deutschland einmarschiert wäre. Hat man während des 2. Weltkriegs in britischen Konzertsälen Beethoven und Brahms, in den Opernhäusern Wagner gespielt? Ich weiß es nicht, aber es würde mich nicht wundern, wenn deutsche Komponisten in dieser Zeit dort unerwünscht gewesen wären. Aber das schmälert alles nicht deren Rang, und es führt auch nicht dazu, dass sie dauerhaft "außer Mode" kommen.

    Solche Formationen kenne ich aus Dänemark, Sardinien und von der Adriaküste.

    Da warst Du schon in der richtigen Region, lieber moderato. Zu sehen ist hier die Sommerspiret (Sommerspitze) auf der dänischen Insel

    Møns, gemalt von Georg Emil Libert. Sie war Teil der Møns Klint, der höchsten Steilküste Dänemarks. "War" deswegen, weil sie laut Wikipedia 1980 zum größten Teil und dann 1988 ganz ins Meer gestürzt ist. Ich war leider noch nie dort.


    Das Bild hängt heute in der National Gallery of Art in Washington D.C.. Hier findet man es abgebildet und einige Angaben zum Maler: https://www.nga.gov/collection/art-object-page.199285.html

    Ich hatte mir von DIR nichts anderes erwartet.

    Schön, dass ich Deine Erwartungen erfüllt habe. :P Aber ich muss Dir nun leider sagen, dass ich bei Büchern an den gedruckten Werken festhalte und E-Reader nur in wenigen Ausnahmefällen nutze.

    Die Sammlung gehört MIR, MIR GANZ ALLEIN und ich bin nicht davon abhängig ob irgendein Depp Dirigenten, Sänger oder Komponisten aussortiert, weil sie nicht mehr "in" sind oder nicht in dessen politisches Weltbild passen.

    Meine Sammlung von Downloads gehört auch mir allein und existiert ebenso in Form von Bits auf meinen Festplatten (und als Backup in der Cloud) wie Deine Sammlung als Bits auf Deinen CDs existiert. Dein Argument, dass Aufnahmen nicht mehr verfügbar werden könnten, gilt nur für Streaming.

    Meine CD Sammlung ist gleichzeitig auch eine Mini- Gemäldesammlung, wo auf Covern immer wieder Gemälde zu finden sind, die man in keinem Museum sieht, wei sie in Privatbesitz sind oder sich in kleineren Sammlungen befinden. Dazu kommen zahlereiche Info-Texte in Booklets, wo gebildete Enthusiasten Fakten ausgegraben haben, die man in keinem Nachschlagwerk über Musik findet,

    Auch ich habe alle Cover und Booklet-Texte eingescannt als PDF-Dateien. Wenn ich mich gelegentlich an den Coverbild-Rätseln beteilige, habe ich in meiner Sammlung bisher auch immer wieder neue Bilder gefunden. Und zwar schneller auf der Festplatte, würde ich behaupten, als wenn ich hunderte von CDs in die Hand nehmen müsste.

    Ich habe das was ich besitzem niemals als Ballast empfunden - Im Gegenteil . Als Sammler und Hamsterer ist es mir nie genug.

    Ging mir auch mal so, das hat sich aber geändert. Neben Musik sammle ich allerdings noch etwas anderes, und da gibt es leider nicht die Möglichkeit einer Digitalisierung. ;(

    Ich bin ein überzeugter Downloader. Meine CD-Sammlung habe ich schon vor vielen Jahren auf Festplatte gerippt, die CDs wurden abgestoßen. Mit Neuerwerbungen verfahre ich genauso oder kaufe sie gleich als Downloads (bevorzugt in HighRes-Formaten). Die Booklets sind eingescannt und können über ein iPad gelesen werden. Ein durchdachtes Tagging erlaubt es mir, meine Sammlung mit ein paar Mausklicks nach Komponisten, Interpretinnen, Genres u.v.m. zu sortieren und entweder gezielt nach Aufnahmen zu suchen oder einfach nur durch meine Sammlung zu "browsen". Mit Streaming habe ich mich wegen der Abhängigkeit von einer Internet-Verbindung und den dort oft noch zu findenden qualitätsreduzierten Formaten bisher nicht anfreunden können. Einen Mehrwert von physischen Tonträgern vermag ich nicht zu erkennen, dafür gibt es viele Nachteile, deren größter der in Anspruch genommene Platz ist. Je älter ich werde, desto mehr Ballast versuche ich loszuwerden. (Bei Büchern sieht es anders aus, weil das Leseerlebnis mit einem E-Reader ein ganz anderes ist als mit einem gedruckten und gebundenen Buch. Die Fälle sind also anders gelagert.)

    Auch die allererste Oper überhaupt hatte ein Fabelwesen zum Gegenstand, nämlich Jacobo Peris "Dafne". Die Musik zu dieser Oper ist leider verlorengegangen. Aber auch Peris zweites Werk "Euridice", die älteste noch erhaltene Oper der Musikgeschichte, ist hier zu nennen, denn die Titelfigur ist eine Dryade, also eine Baumnymphe.


    Händel hatten wir schon einmal, aber seine Opern geben noch mehr zum Thema her. Auch sein Meisterwerk "Alcina" (nach Ariosts Epos "Orlando furioso", das Stoff zu so vielen Opern lieferte) gehört hierher, denn die Titelgestalt ist eine Zauberin, die ihre Liebhaber in wilde Tiere verwandelt, wenn sie ihrer überdrüssig ist. Ich habe schon viele gute Produktionen gesehen, aber am meisten liebe ich diese hier mit Patricia Petibon in der Titelrolle (und Philippe Jaroussky und Anna Prohaska und Katarina Bradic - besser geht es kaum):


    Die Nennung hätte ich längst von Dr. Pingel erwartet, aber wenn er es nicht macht, dann tue ich es: Die Titelgestalt einer Oper von Francesco Cavalli ist die Nymphe Calisto oder Kallisto. Ich empfehle die opulente Produktion von Herbert Wernicke und René Jacobs auf DVD (der Pingel mag die CD lieber):


    Wer Tolkiens "Lord of the Rings" kennt, wird für die Verfilmung, so opulent sie filmisch daherkommt, ein müdes Lächeln übrig haben.

    Das sehe ich ganz genauso. Die Filme sind zwar sehenswert, aber ihnen fehlen die tieferen Dimensionen des Buches.


    Zurück zum Thema. Shakespeares Drama "A Midsummernight's Dream" mit seinen Elfen und Kobolden hat nicht nur Mendelssohn zu einigen seiner genialsten Kompositionen veranlasst. Auch Benjamin Britten hat sich mit dem Stück befasst und eine Oper daraus gemacht.


    Die Geschichte von der Liebe zwischen der Nereide Galatea und dem Sterblichen Acis, der durch den Zyklopen Polyphem getötet wird, welcher die schöne Nymphe selbst begehrt, gehört zu den bekanntesten Stoffen der griechischen Mythologie. Händel hat sich gleich mehrfach damit befasst, wobei die für mich schönste Fassung die Pastoral-Oper "Acis and Galatea" (HWV 49) mit englischem Libretto ist. Man kann sie in einer wunderbaren Produktion auf Bluray genießen:



    Hier ein Auszug:


    Was die Leistungen der übrigen Solisten anbelangt, ist Bayreuth auf das übliche Durchschnittsmaß gefallen, was vielleicht auch ganz gut so ist, weil nicht mehr aufzuhalten.

    Dass Bayreuth nicht mehr der herausragende Ort der Wagner-Darbietung ist, ist aber doch keine neue Erkenntnis, sondern gilt seit mindestens zehn (zwanzig?) Jahren. Wenn ich die Berichte über den aktuellen "Ring" lese, scheint mir dieses Mal aber musikalisch nicht einmal das Niveau von Wagner-Aufführungen an erstrangigen Häusern wie Berlin, München, Wien, Paris oder London erreicht worden zu sein. Das ist dann allerdings bedenklich und stellt den Grundgedanken der Festspiele in Frage, wie Du m.E. zu Recht anmerkst:


    Der Lack, mit dem sich das Festival in der Vergangenheit deutlich heraushob, ist ab. Mir scheint die Zeit gekommen, dass sich das Haus, das als Bau nach wie vor einzigartig ist, für den ganz gewöhnlichen Theaterbetrieb ölffnen. Das wäre erhlicher als sich an einem Mythos und eine Bedeutung zu klammern, die längst nicht mehr existent sind.

    Genau mit einem solchen Konzept der Öffnung hatte sich ja damals Wielands Tochter Nike Wagner für die Festspielleitung beworben. Ich hielt es schon damals für einen Fehler, dass man ihren Konkurrentinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier den Vorzug gab.