Beiträge von Bertarido

    Ich freue mich darauf, in 4 Wochen hoffentlich wieder einmal ein Opernhaus betreten und eine Oper - "Dido and Aeneas" - live auf der Bühne erleben zu dürfen, und das auch noch in einem der schönsten Opernhäuser der Welt: La Fenice. Sicher sein kann man sich da natürlich nicht angesichts wieder steigender Infektionszahlen. So bleibt nur die Hoffnung, dass den Mitwirkenden und mir eine eventuelle zweite Welle keinen Strich durch die Rechnung macht.

    DiesesBlaueBanner ist einebleuie Version eines uralten roten Banners.und lediglich ein Dummy

    Gott sei Dank, ich finde dieses Banner nämlich ganz furchtbar. Altbacken im Design, von dem schrecklichen beige-gelben Hintergrund bis zur Schriftart. Und dann schaue man sich einmal an, wie verschmiert der Kreis ist, wahrscheinlich wurde das Logo in einer sehr niedrigen Auflösung erstellt.

    Ich würde eine Schule oder etwas anderes nicht nach ihm benennen, mein Respekt gilt aber seine n sängerischen Leistungen.

    Ich sehe das genauso. Placido Domingo ist zweifellos ein herausragender Sänger, dessen künstlerische Leistungen nicht dadurch geschmälert werden, dass er seine Macht missbraucht hat. Aber nach einer Person, die sich moralisch verwerflich verhalten hat, sollte man keine Schule und auch kein Opernhaus benennen.

    So haben sie es in den 30er Jahren mit den Juden gemacht. Immer schön das Fähnchen nach dem Wind hängen. So etwas verursacht bei mir Würgreiz.

    Und bei mir verursacht dieser Vergleich einen Würgereiz.

    Nachdem dem Sänger letztes Jahr sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch vorgeworfen wurden, sind Stimmen laut geworden, dass es nicht ratsam ist, wenn eine pädagogische Einrichtung seinen Namen trägt.

    Das ist sehr gut nachvollziehbar. Wäre ich für diese Schule verantwortlich, würde ich sie auch umbenennen.

    Unter "Kino Filmmusik" ist er im Forum eingeordnet, was im Falle dieses argentinischen Komponisten und Bandoneonspielers nicht zutreffend ist. Er gehört zu "Komponistenforum der Moderne". Ich bitte höflich dies durch die Moderation zu berichtigen.

    Das hatte ich in meinem Beitrag #38 auch schon angeregt - daraufhin wurde dieser Thread vom Jazz-Forum in das Filmmusik-Forum verschoben, wo er nun wirklich gar nicht hingehört. :( Vielleicht folgt jetzt mal ein Moderator unserem Vorschlag.

    Über die Suchfunktion kann man die Beiträge zwar finden, die zu Ermonela Joho gepostet wurden. Man bekommt nur erst mal jede Menge Beiträge aus dem Inhaltsverzeichnis des Lieblings-Rolleninterpreten-Spiels.

    Nur dann, wenn man die Suchfunktion nicht richtig zu bedienen weiß. Wenn man über die "Erweiterte Suche" die Option "Nur Betreff durchsuchen" anwählt, erhält man nur ein Ergebis für "Ermonela Jaho", nämnlich genau den dieser Sängerin gewidmeten Thread.

    Lieber Caruso41!


    Inszenierungen bekommt man da eigentlich nur ganz selten. Man bekommt Dekorationen

    Da hast Du es auf den Punkt gebracht. Ich gehe allerdings nicht ins Opernhaus, um Dekorationen zu sehen.


    Mich hat das eigentlich nie wirklich gestört. Auf den Plätzen, die ich mir leisten kann, ist man ja weit weg von der Bühne und würde von einer Personenregie sowieso herzlich wenig mitbekommen.

    Auf Plätzen, die so weit weg von der Bühne sind, dass man von dem Geschehen dort kaum etwas mitbekommt, würde ich nie sitzen. Da geht das verloren, was Oper für mich ausmacht: Die Summe aus Musik, Gesang und eben der Aktion und Interaktion von Menschen auf der Bühne. Oper ist für mich nur als Musiktheater interessant.


    Das Problem sind also eher die Fernseh-Aufzeichnungen. Da wird dann bloßgestellt, was eigentlich gar nicht stattfindet - die Inszenierung. Deshalb sehe ich mir Übertragungen im Fernsehen oder DVD einfach nicht an. An Hörfunkübertragungen oder CD-Mitschnitten habe ich entschieden mehr Vergnügen!

    Ich ziehe daraus eine andere Konsequenz: Ich schaue mir Aufzeichnungen von Produktionen an, die auch eine interessante Inszenierung bieten. Am Hören alleine habe ich kein Vergnügen.


    Aber das hat nun alles nichts mehr mit Alfredo Kraus zu tun.

    und die Inszenierung ist an Langeweile nicht zu überbieten

    Lieber rodolfo39, so geht mir das mit den meisten Met-Inszenierungen, die in den letzten Wochen im Stream zu sehen waren, mit einigen wenigen Ausnahmen, die ich aufgezeichnet habe. So gut können die sängerischen Leistungen gar nicht sein, dass ich mir das anschaue. Da lobe ich mir doch "German Trash". :baeh01:

    Fazit: Wenn es die DVDs mit dem niederländischen Ring gerade zu einem vernünftigen Preis gäbe, würde ich ihn mir zulegen. Leider ist das nicht der Fall, da heißt es also warten und hoffen...

    Manchmal werden Wünsche schneller erfüllt als man denkt: Die DVD-Box mit dem Audi-/Haenchen-Ring war bei jpc kurzzeitig wieder lieferbar, und zwar zu dem sensationell günstigen Preis von 29,99 Euro. Sie steht nun in meinem Regal :).

    Nein, ich bin überhaupt nicht sicher, welche Oper zu diesen Bildern gespielt wurde.

    Also war es wohl die "Armida", diesbezüglich hast du Recht. Da kannste mal sehen, wie viel vertieftes Werkverständnis mir diese Inszenierung geschenkt hat, wenn ich immer noch einige Bilder und Szene vor meinem Auge sehe, aber nicht mehr weiß, welche Oper eigentlich dazu gespielt wurde. :D:hello:

    Tja, fragt sich nur, ob das ausbleibende Werkverständnis der Inszenierung anzulasten ist oder Dir. Und wie man die "Armida" gerade in der erotisch aufgeladenen Inszenierung von Bieito mit der "Alkeste" verwechseln kann, in der es nun um ganz andere Themen geht, bleibt mir ein Rätsel.

    Lieber "lustein",


    sei herzlich bedankt, dass du die Alkeste von Gluck ins Spiel gebracht hast. Leider kann ich mich seriös bei dieser Rolle kaum beteiligen, da ich diese Oper weder häufig gehört noch häufig gesehen habe. Gesehen habe ich einmal die Bieito-Inszenierung an der Komischen Oper, aber alles, an was ich mich bei diesem öden Opernabend erinnere, hat nichts mit Gesang zu tun.

    Bist Du sicher, dass Du an dem Abend eine "Alkeste" gesehen hast? Das würde mich wundern, denn meines Wissens gab es an der KOB keine Bieito-Inszenierung dieser Oper (und zumindest in den letzten Jahren auch keine andere). Aber vielleicht habe ich die ja verpasst, was mich sehr betrüben würde. Sehr gut erinnern kann ich mich hingegen an die von Bieito inszenierte "Armida". Allerdings passt meine Erinnerung an diese Produktion, die ich sogar zweimal gesehen habe, so gar nicht mit dem Begriff "öde" zusammen. Aber hier soll ja nicht über Inszenierungen geredet werden.


    Zur Titelrolle der "Alceste" werde ich dann auch mal wieder Interpretinnen nennen können.

    stelle ich aus diesem erfreulichen Anlass deines Spieleinstiegs nun doch eine aktuelle Zusammenfassung (Stand Mitternacht) ein.


    Damit gute Taten nicht unbelohnt bleiben, nenne ich dann auch mal drei Interpretinnen für die "Fiordiligi", obwohl ich die Oper relativ selten gehört habe.


    Mozart: „Così fan tutte“ (1790) – Fiordiligi


    1. Sally Matthews

    2010 live erlebt in Covent Garden in einer wirklich witzigen Produktion.


    2. Miah Persson

    Sie kenne ich aus der Glyndebourne-Produktion, die bei YouTube gerade als Stream verfügbar ist.


    3. Ana María Martínez

    In der Salzburger Produktion

    Es ist ja generell etwas schwierig, Klang adäquat zu beschreiben, oftmals verstehen zwei Personen etwas ganz anderes unter solchen Begriffen wie "dünn" oder "warm". Ich meinte mit "dünn" so ungefähr das Gegenteil von "satt" oder voll", und das hat nichts mit der Größe des Orchesters zu tun. Auf jeden Fall fehlt ein Fundament im tieferen Frequenzbereich, was man m.E. auch ganz objektiv nachweisen können sollte. Und es fehlt an Transparenz, die ich aber bei einer so alten Aufnahme auch nicht erwartet hätte. Dafür, dass die Aufnahmen Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts entstanden, und das bei einem Label, das nicht unbedingt für audiophile Einspielungen bekannt ist, klingen sie vielleicht sogar erstaunlich gut. Der Klang ist aber dennoch so weit von meinem Ideal entfernt, dass sich der rechte Hörgenuss dabei nicht einstellen will, auch wenn die Interpretation noch so gut ist.

    Und hier gibt es offenbar sogar die gesamte Oper (deren Komponist bei JPC aktuell gar nicht verfügbar ist)

    Neben dieser CD-Aufnahme gibt es auch eine DVD mit der Aufführung aus Los Angeles, auf die ich mich bezog. Ich bin froh, dass ich sie nach langem Suchen nun in meinem Besitz habe.



    Sie ist komplett bei Youtube zu finden, allerdings in sehr schlechter Qualität:



    Oper(?)

    Penella hat sonst, soweit ich weiß, vor allem Zarzuelas komponiert, aber "El Gato Montés" ist dann wohl doch eine Oper.

    Ich bringe heute wieder einmal eine neue Rolle ins Spiel, auf die es wahrscheinlich nicht viel Resonanz geben wird:


    Penella: "El Gato Montés" - Rafael Ruiz ("El Macareno")


    An einem Interpreten führt hier kein Weg vorbei: Plácido Domingo. Wie er zu Beginn der Video-Aufzeichnung aus Los Angeles berichtet, haben er und seine Schwester schon als Kinder als Statisten in Aufführungen dieser Oper mitgewirkt, und er hat sich eine große Zuneigung zu diesem Werk bewahrt. Zu Recht, denn es ist wirklich eine musikalisch sehr schöne und überdies auch sehr bühnenwirksame Oper. Umso unverständlicher, dass sie so selten gespielt wird. In Deutschland fand die erste Aufführung erst 2018 im Pfalztheater Kaiserslautern statt. Leider habe ich es nicht geschafft, diese Aufführung zu besuchen, so dass ich auch nichts über den dortigen Rolleninterpreten sagen kann.


    Plácido Domingo hat übrigens nach seinem Wechsel ins Bariton-Fach auch die Titelrolle des Juanillo, genannt "El gato montés", in Los Angeles gesungen. Davon gibt es aber, soweit mir bekannt ist, keine Aufzeichnungen.

    Adam: „Le postillon de Lonjumeau“ – Chapelou


    Ich nenne hier nur einen Interpreten: Michael Spyres, der diese Rolle letztes Jahr in der wunderbaren Neuproduktion an der Pariser Opéra comique gesungen hat. Ich hatte leider keine Gelegenheit, sie mir dort anzuschauen, aber dank Corona gibt es sie als Stream.

    Die ist ja auch wichtig - für die Vergesslichen im Publikum...

    Klar, die Nornenszene ist nur Rekapitulation und bringt die Handlung nicht voran. Ich mag aber die Szenen im "Ring", in denen vergangene Ereignisse rekapituliert werden wie Wotans Bericht in der 2. Szene im 2. Akt "Walküre", die "Wissenswette" im 1. Akt "Siegfried" oder der Dialog Wotan-Erda im 3. Akt "Siegfried".

    Im Gegensatz zur Nornenszene finde ich das Prolog-Duett nicht nur musikalisch weit wertvolle, sondern auch zwingend notwendig. Man stelle ich vor, die Nornen würden singen und anschließend würde Siegfried in der Gibichungenhalle stehen.

    Als Überleitung gibt es ja noch Siegfrieds Rheinfahrt, die ich nun musikalisch wertvoll finde, im Gegensatz zu der länglichen Verabschiedungsszene. Da hätte mir ein "Ich bin dann mal weg" völlig gereicht ^^

    Bevor ich mich bei dieser Rolle dennoch beteilige, möchte ich zuvor dennoch betonen, dass ich grundsätzlich immer einen Aufschlag von 10 Euro bezahlen würde, wenn die "Götterdämmerung" erst ab der Morgenstimmung und dem Prologduett gespielt werden würde...

    Ich würde hingegen gerne auf das Prologduett verzichten, dass ich ebenso als viel zu lang empfinde wie die Schlussszene aus dem "Siegfried". ^^ Auf die Nornenszene freue ich mich dafür bei jeder "Götterdämmerung". Alllerdings sind die Nornen für mich auch wieder nicht so wichtig, dass mir ihre Interpretinnen in Erinnerung bleiben würden. Deshalb kann ich mich hier leider nicht betelilgen.

    Lieber "wega",


    sei herzlich bedankt, dass du die Katja Kabanowa ins Spiel gebracht hast. Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mir dieses Werk auch nach vier Live-Begegnungen (darunter war auch eine meiner Lieblingssopranistinnen) und einigem Aufnahmehören ziemlich fremd geblieben ist

    Die "Káťa Kabanová" ist meine Lieblingsoper von Janáček ^^. Leider habe ich sie bisher nur einmal live erleben können, 2010 im Nationaltheater Prag, und daran habe ich kaum noch detaillierte Erinnerungen. Deswegen werde ich die dort gehörte Maria Kobielska hier nicht nominieren, sondern stattdessen drei Sängerinnen, die ich nur von Videos kenne:

    • Nancy Gustafson - in der Lehnhoff-Produktion in Glyndebourne eine ganz hervorragende Interpretin.
    • Angela Denoke - in der Salzburger Marthaler-Produktion ebenfalls sehr gut
    • Karita Mattila - auch hervorragend in der Carsen-Produktion aus Madrid

    Lieber Bertarido, seit ich Schlingensiefs "Parsifal" in Bayreuth gesehen habe, schreckt mich nichts mehr. ;) Dagegen finde ich die Stuttgarter Produktion etwas läppisch. Schlingensief vermochte auf seine Weise noch Magie, Tiefe und Spannung herzustellen. All das vermisse ich in der von Dir verlinkten Darbietung. Wenn nur wenigstens etwas besser gesungen würde. Selten habe ich Wagner so oberflächlich und uninspiriert vernommen.

    Lieber Rheingold1876, "läppisch" ist nun der letzte Begriff, der mir zur Beschreibung dieser Inszenierung in den Sinn gekommen wäre, aber darüber zu diskutieren ist hier nicht der rechte Ort. Die Gesangesleistungen, soweit gebe ich Dir Recht, sind keine Stärke dieser Aufführung. Die Besetzungen in der ersten Laufzeit (ich habe beide live erlebt) waren deutlich besser, was auch für das Dirigat gilt (damals stand Manfred Honeck am Pult). Und ich hatte auch den Eindruck, dass damals 2010 alle Mitwirkenden das Regiekonzept stärker verinnerlicht hatten. Es ist halt immer ein Problem, wenn bei einer Wiederaufnahme der Regisseur nicht mehr selbst vor Ort ist, um den nun ganz neuen Sängerinnen und Sängern seine Ideen zu vermitteln. Ab dem 12. Juni zeigt die Staatsoper Stuttgart dann übrigens die Dokumentation "Die singende Stadt" über die Entstehung dieser Parsifal-Produktion. Die anzuschauen lohnt sich völlig unabhängig davon, wie man zu dieser Inszenierung steht.

    Für alle Freunde modernen Musiktheaters oder Traditionalisten, die sich mal wieder richtig ereifern möchten :D:


    Ab heute bis zum 12. Juni zeigt die Staatsoper Stuttgart Calixto Bieitos grandiose Parsifal-Produktion im Stream:


    https://www.staatsoper-stuttga…elplan/oper-trotz-corona/


    Es ist eine Aufzeichnung der Wiederaufnahme von 2018. Die Besetzung der ersten Laufzeit 2010 hätte ich lieber gehört, aber ich bin trotzdem froh, dass ich diese Inszenierung, die ich in Stuttgart zweimal besuchte, nun auch auf Video habe.

    Ich habe das neue 192/24 Remastering zum Anlass genommen, mir nach längerer Zeit wieder einmal Bernsteins New Yorker Beethoven-Zyklus anzuhören, und ich stimme Dir zu, dass das ganz hervorragende Interpretationen sind. Besonders gut gefallen haben mir die 1. Symphonie, aber auch die "Eroica" und die "Pastorale". Allerdings muss ich sagen, dass die Klangqualität meinen Ansprüchen nicht genügt, man merkt den Aufnahmen an, dass sie in den frühen 60er-Jahren entstanden sind. Der "dünne" Klang macht sich insbesondere bei den heroischeren Symphonien, also der 3., 5., 7. und 9., störend bemerkbar. Mein Beethoven-Zyklus für die Insel bleibt also der spätere Wiener Zyklus von Bernstein, der aufnahmetechnisch nicht perfekt, aber dem New Yorker klar überlegen ist und der mir auch interpretatorisch noch besser gefällt.

    Kaum zu glauben, dass es diesen Thread noch nicht gab. Ich habe alle Aufnahmen des Hilliard Ensembles in meiner Sammlung und schätze die Formation sehr. Das Ensemble, das ich auch einmal live erlebt habe, hat meinen Weg in die Alte Musik mitbegleitet. Ob es bei jeder Einspielung eine bessere gibt, kann ich nicht beurteilen, ich weiß nur, dass ich viele sehr gut finde. Hervorheben möchte ich die schon von Fiesco genannte Aufnahme der Gesualdo-Responsorien:



    Gibt es da wirklich eine bessere Einspielung?


    Auch die Zusammenarbeit mit Jan Garbarek, den ich ohnehin gerne höre, fand ich sehr fruchtbar. Und last but not least hat das Hilliard Ensemble auch einige tolle Aufnahmen mit Werken von Arvo Pärt gemacht.