Beiträge von Bertarido

    Jetzt vermischst Du aber Domingo mit anderen Fällen - und genau da wird es problematisch. Zwischen einem nächtlichen Anruf - da ist schon eine räumliche Distanz - und dem Zunge in den Mund stecken ist einfach ein gewaltiger Unterschied. Balzende Werbung kann aufdringlich werden, aber ist damit noch keine sexuelle Nötigung.

    Ich vermische nicht, denn genau das sind die Vorwürfe, die gegen Domingo erhoben werden:


    One accuser said Domingo stuck his hand down her skirt and three others said he forced wet kisses on their lips — in a dressing room, a hotel room and at a lunch meeting.


    During a rehearsal of “Tales of Hoffmann,” she was selected to kiss Domingo in an orgy scene. She said she remembers wiping his saliva off her face from a sloppy, wet kiss after which he whispered in her ear, “I wish we weren’t on stage.”


    During one of his frequent uninvited visits to her dressing room, he admired her costume, leaning forward to kiss her cheeks and placing one hand on the side of her breast, she said.


    "I gave him my cheek and instead he turned my face and kissed my lips,' the soprano said. “Suddenly there are wet lips on mine. It was a wet, slimy kiss.” As he pulled back, she said, he asked: ‘Do you understand?’” “Yes,” the soprano answered. “Do you really understand?” she said Domingo asked again, caressing her cheek. ″‘Yes, I absolutely understand.’” she said she answered.


    Und "balzende Werbung" wird dann zur Nötigung, wenn sie mit dem Versprechen verbunden wird, dass ein Nachgeben karriereförderlich ist bzw. der Andeutung, dass eine Verweigerung der Karriere schadet.

    Es gibt eben - und das vermischt sich - die Grauzone einer "Kultur der Libertinage", wo es dann letztlich nicht mehr eindeutig ist, was als Übergriff empfunden wurde oder wird, sondern das eine Frage der "Interpretation" ist. Was wird noch als Schmeichelei empfunden und was ist schon Belästigung? Das ist sehr deutungsfähig und die Beurteilung weich und dehnbar wie Gummi. Da ist dann schon berechtigt die kritische Frage: Wird da von manchen Betroffenen im Zuge von MeToo etwas als Übergriff und Missbrauch im nachhinien interpretiert, was damals vielleicht gar nicht so empfunden wurde?

    Frauen unter das T-Shirt oder den Rock zu greifen, ihnen ungefragt die Zunge in den Mund zu stecken oder sie mit nächtlichen Anrufen zum Sex aufzufordern, verbunden mit Andeutungen, das dies ihrer Karriere förderlich wäre, waren auch damals eindeutige Übergriffe, das hat mit einer Kultur der Libertinage nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Und wenn man die - durchaus berechtigte - Auffassung vertritt, dass gesangliche Interpretation von wortgebundener Musik in erster Linie eine Sache der Entfaltung von klanglich-sinnlicher Stimmlichkeit ist und der Faktor wortgebundener und wortbezogener Deklamation von sekundärer Bedeutung, dann wird man der gesanglichen Interpretation der "Vier letzten Lieder" durch Jessye Norman den Vorzug vor jener durch Elisabeth Schwarzkopf geben, weil letztere sich angeblich in manieristisch-deklamatorischem Gestus ergeht.

    Ein solches Urteil ist aber nicht wirklich objektivierbar, weil es zu einem hohen Grad auf einem subjektiven, genuin stimmenorientierten und -liebhaberischen Konzept von Liedgesang und gesanglicher Interpretation von wortgebundener Musik basiert.


    Aber das gehört nicht hierher, ist eigentlich Sache eines eigenen Threads.

    Ich bitte den Threadstarter deshalb um Entschuldigung für diese Abschweifung.

    Ich fände es hochinteressant, dieses Thema in einem eigenen Thread weiterzuverfolgen. Denn so ganz verstanden habe ich noch nicht, was Du mit "wortgebundene und wortbezogene Deklamation" meinst.

    Was "die Vielzahl der Frauen" angeht, so ist es immer wieder höchst erstaunlich, daß sich, sobald irgendwo ein erster Vorwurf gemacht ist, plötzlich Dutzende von Geschädigten auftauchen, wie ein Schwarm Schmeißfliegen, der sich auf einen Kotelettknochen stürzt. Irgendwie finde ich das ganz einfach widerlich!

    Und ich finde den Vergleich von mutmaßlichen Opfern sexueller Übergriffe mit Schmeißfliegen so widerlich, dass ich gerade kotzen könnte. <X


    Von dieser Geschmacklosigkeit abgesehen: Ist es für Dich so schwer verständlich, dass Opfer von sexueller Gewalt einen Anstoß brauchen, um den Mut zu finden, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen? Womit ich keineswegs abstreiten will, dass es in solchen Fällen auch Trittbrettfahrer gibt. Im Fall Domingo, wo die Tatsache, dass er Frauen nachstellte, offenbar in der Community jedem bekannt war, halte ich es allerdings für höchst unwahrscheinlich, dass alle Anschuldigungen von Trittbrettfahrerinnen kommen.

    Ich vermisse überall, was ich bei der Schwarzkopf finde, nämlich die perfekte Verbindung zwischen dem Wort der Dichter und der Musik. Sie lotet nicht nur Buchstaben und Interpunktionszeichen aus, sie erfasst singend Gedanken und lyrische Zusammenhänge. Sie ist eine Wissende. Sie ahmt nicht nach, wie sich müdgewordenen Augen schließen, sie verwandelt diesen etwas diffusen Zustand in Kunst. Wie wir beide wissen, hat der Schwarzkopfsche Stil nicht nur Freunde. Ihr werden ewig die gleichen Dinge angelastet. Sie singe zu maniriert, heißt es. Wer das beklagt, der wirft dieser Sängerin eigentlich vor, dass sie Kunst macht.

    Zu dieser Schwarzkopf-Aufnahme (die ältere kenne ich nicht) habe ich eine völlig andere Meinung als Du, lieber Rheingold. Mich hat diese Aufnahme beim Hören geradezu abgestoßen angesichts der kühlen Distanz zum Inhalt der Lieder, die ich verspürt habe. Mir fehlt dort jede Mitempfindung bei diesen Liedern, die sowohl im textlichen Gehalt als auch musikalisch hochemotional sind. Was Du als Kunst betrachtest, sehe ich als Künstlichkeit. Über die technische Seite will ich als Laie kein Urteil abgeben, der Gesang mag perfekt sein, aber es fehlt die Seele.

    Michael Blümke hat in seiner gewohnt unverblümten Art eine wertende Sortierung von zwei dutzend Aufnahmen der "Vier letzten Lieder" im Rondo 2014 veröffentlicht.

    Besonders freut mich, dass der Autor die auch von mir über alles geschätzte Aufnahme mit Jessye Norman als "alles überstrahlend" lobt. Meine Einspielung für die berühmte Insel. "[V]erströmt sich die Sopranistin in einem üppigen, prachtvollen, golden glänzenden Rausch" - treffend formuliert, und so muss man diese Lieder (nach meiner unmaßgeblichen Meinung) singen. Die Schwarzkopf stellt das Gegenteil dazu dar.

    Ich bin gespannt, ob noch jemand aus dem Forum etwas über Frau Siri beitragen wird.

    Lieber Caruso, ich habe Frau Siri letztes Jahr als "Francesca Da Rimini" an der Scala gehört und gesehen, kann aber kein qualifiziertes Urteil über ihre Leistung abgeben, weil ich diese Oper viel zu schlecht kenne.

    Tja, das mit der Unschuldsvermutung gilt natürlich nicht für alle...

    Die Unschuldsvermutung ist ein Rechtsgrundsatz, der in Strafverfahren zur Anwendung kommt und für Placido Domingo ebenso gilt wie für James Levine oder Harvey Weinstein. Dass alle genannten Personen (noch) nicht verurteilt sind und es vielleicht auch niemals werden, hindert mich aber nicht daran, eine Meinung zu ihrer moralischen Schuld zu haben, die allerdings bei Domingo noch keineswegs so festgefügt ist wie bei den anderen genannten Personen. Dazu ist der Fall noch zu neu, und die Glaubwürdigkeit der mit einer Ausnahme anonymen Quellen muss sicher noch hinterfragt werden.

    Ein Jörg Kachelmann hat dafür noch genügend Zeit. Hier waren die Vorwürfe allerdings noch schwerwiegender ( Vergewaltigung).

    Bei Kachelmann waren die Vorwürfe nach allem, was man weiß, unbegründet. Bei Domingo glaube ich angesichts der Vielzahl der Frauen, die sich dazu geäußert haben, nicht an seine Unschuld.

    Sein Lebenswerk steht auf dem Spiel. Einer der wichtigsten und beliebtesten Sänger der letzten Jahrzehnte und dann sowas.

    Wenn die Vorwürfe stimmen, hat niemand anderer als er selbst sein Lebenswerk aufs Spiel gesetzt. Mitleid verdiente er dafür nicht.

    Die Sache mit Daniels war ja auch eine besonders üble Geschichte, die hier im Forum allerdings erstaunlicherweise totgeschwiegen wurde.

    Davon habe ich gar nichts mitbekommen :untertauch:. Aber natürlich hat Daniels nicht die Bekanntheit von Domingo oder Levine. Über die Sache Domingo berichtet inzwischen auch schon die Tagesschau.

    Was ich dann in den Folgeabsätzen lese, sind Beschreibungen erwachsener Frauen, wie er seine Hand nicht im Zaum halten könne.

    Was ich darüber hinaus gelesen habe, sind wiederholte und recht massive Versuche, Frauen dazu zu bringen, mit ihm ins Bett zu gehen, und zwar unter eindeutige Ausnutzung seiner Machtpositionen. Natürlich ist das etwas anderes als der sexuelle Missbrauch Minderjähriger, aber es ist schlimm genug.

    Und das reicht eben als Begründung der Ziehung dieses Vergleichs meines Erachtens nicht aus, er ist und bleibt geschmacklos!

    Was ich dagegen geschmacklos finde, ist der Hinweis, dass Domingo jahrelang nur mit dem Finger habe schnippen müssen, um Frauen ins Bett zu bekommen. Als ob das sein Fehlverhalten in irgendeiner Weise relativieren oder gar entschuldigen würde.

    aufmerksam auf Ravel wurde ich durch eine Aufnahme des Trios und der Sonaten in einem Film:

    Ich nehme an, Du meinst den Film "Un cœur en hiver" von Claude Sautet, in dem die wunderbare Emmanuelle Béart eine Violinistin verkörpert, die Werke von Ravel spielt. Dieser Film war auch für mich damals die erste Berührung mit der Kammermusik von Ravel (einige Orchesterwerke kannte ich schon vorher), und die CD mit den für den Film verwendeten Aufnahmen zähle ich noch heute zu meinen kostbarsten Stücken:



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    dann kommt mir -pardon my French- das kalte Kotzen.

    Na, dann ist es ja schön, dass Du Dich mal so richtig ausgekotzt hast. :thumbup: Den Schwachsinn im Detail zu kommentieren spare ich mir. Ich bin gewiß der letzte, der respektlos gegenüber Künstlern ist, und den Rang von Oistrach und Kondraschin anzuzweifeln, die beide in meiner Sammlung vertreten sind, käme mir auch nie in den Sinn. Nur ist die Art und Weise, wie in den 60er Jahren Mozart gespielt wurde, für mich veraltet und überholt. So will ich Mozart nicht hören, und das werde ich hier auch weiterhin zum Ausdruck bringen, ob es Dir passt oder nicht.

    In Hannover habe ich leider nie etwas von Bieito gesehen, lieber Caruso, aber den "Don Giovanni" und den "Wozzeck" kenne ich immerhin von den DVD-Aufzeichnungen, beide Arbeiten schätze ich auch sehr.

    Auf den Ring von Bieito wäre ich auch sehr neugierig. Ich schätze seine Arbeiten seit den frühen Inszenierungen in Hannover als sehr intelligent und echt erhellend. Zudem fand ich sie immer handwerklich ungemein professionell. In letzter Zeit war ich nicht immer zufrieden. Da hat er zu schnell zu viel gemacht und ich hatte oft den Eindruck, als habe er die Werke nicht mehr so gründlich durchdacht und seine Arbeiten nicht sorgfältig genug geprobt. Ich denke aber, dass er den Ring als so ungeheuerliche Herausforderung begreifen wird, dass er wieder eine gute Arbeit abliefern wird.


    Ich muss gestehen, dass zunächst ein sehr großer Bieito-Befürworter war, seine frühen Arbeiten in Hannover sowie die "Entführung" in Berlin hatten eine enorme theatrale Kraft und waren in der Tat handwerklich sehr gut gemacht.

    Sehr schnell allerdings ist diese Begeisterung bei mir verflogen. Weitere Arbeiten konnten mich nicht mehr im gleichen Maße überzeugen, sie wirkten hingeschludert und ohne die unmittelbare Wirkung der ersten Arbeiten. Oft wurde sich zu sehr auf die Wirkung monströser Bühnenbilder verlassen, eine Durchdringung der Werke fand kaum noch statt. Zuletzt arrangierte er hauptsächlich Chorwerke (Verdirequiem, Marienvesper, Schumanns Faustszenen) und das mit sehr mäßigem Erfolg. Seine Münchner "Juive" fand ich in ihrer billigen Bildsprache ein regelrechtes Ärgernis, das dem Gehalt dieses großen Werkes nicht einmal annähernd gerecht wurde. Hoffen wir, dass er für den "Ring" noch einmal alte Kräfte reaktivieren kann. Mir fehlt da allerdings etwas der Glaube, zumal ich seinen Wagner-Zugang immer etwas zu einseitig fand wie beim Stuttgarter "Holländer". Der "Parsifal" in einem postapokalyptischen Setting war ok, wenn auch streckenweise sehr platt. Berührend war allerdings das Schlussbild, wie der völlig ermüdete Parsifal in eine Badewanne stieg.

    Lieber Caruso,

    lieber Melomane!


    Im großen und ganzen teile ich Eure Bewertung. Bieito hat einige Regiearbeiten gemacht, die mich wirklich begeistert haben, neben der genannten "Entführung" an der KOB würde ich dazu noch Glucks "Armida" am gleichen Haus zählen, seine inzwischen an vielen Häusern gezeigte "Carmen", "Boris Godunow" an der Bayerischen Staatsoper, der genannte "Parsifal" in Stuttgart, auch seine "Turandot" in Nürnberg. Andere Arbeiten fand ich hingegen enttäuschend ("Juive" habe ich allerdings nicht gesehen, ebensowenig wie die inszenierten Chorwerke der letzten Jahre) . Ich hoffe aber ebenso wie Caruso, dass Bieito den "Ring" als Herausforderung begreift und sich damit Mühe gibt. Wenn nicht dort, wo dann?


    Bieito allein würde mir nicht reichen bei Wagner. Da muss auch gut gesungen werden.

    Keine Frage. Aber wo findet man heute noch eine "Ring"-Besetzung, bei der man sich sicher sein kann, nur gute Leistungen zu erleben? Da muss man doch meistens das Prinzip Hoffnung walten lassen und mit der einen oder anderen Enttäuschung leben, oder man bleibt zu Hause. Ein schlechter "Wotan"/"Wanderer" ist nun allerdings so ziemlich das Schlimmste, was einer "Ring"-Aufführung passieren kann, und Ian Paterson wäre sicher nicht meine Wunschbesetzung gewesen. Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. War Paterson nicht auch in Bayreuth der "Wotan" der letzten Jahre?

    Ich schätze die Sinfonia concertante auch sehr. Mit den "ollen Kamellen", die hier größtenteils empfohlen wurden (mit Ausnahmen, Fiesco sei Dank), kann ich bei Mozart allerdings so gar nichts anfangen. Meine Lieblingsaufnahme ist immer noch die herrlich unsentimentale mit Harnoncourt, Kremer und Kashkashian. Leider hat er das Stück mit den Wiener Philharmonikern aufgenommen und nicht mit dem Concentus Musicus. Hier mal das Originalcover, eine spätere Ausgabe zusammen mit den Violinkonzerten wurde oben schon abgebildet:



    Von den neueren Aufnahmen kenne ich nicht gar so viele. Sehr gut gefällt mir die mit Vilde Frang, Maxim Rysanov und dem famosen Arcangelo-Orchester unter Jonathan Cohen:


    Für die Walküre habe ich schon ne Karte

    Freut mich, dass ich nicht der einzige sein werde. Ich hätte gerne Karten für eine der beiden Aufführungsserien im Herbst 2020 erworben, bei denen die vier Stücke in einer Woche nacheinander gezeigt werden, aber leider waren da alle guten Plätze schon ausverkauft. So werde ich also über das Jahr verteilt vier Mal für den "Ring" nach Paris fahren.

    Mein lange gehegter Wunsch wird im nächsten Jahr erfüllt: Calixto Bieito inszeniert Wagners "Ring"! :jubel: Zwar nicht bei den Bayreuther Festspielen, worauf ich insgeheim gehofft hatte, sondern an der Opéra National de Paris, aber die Stadt an der Seine ist für Opern-Aficionados ja auch ein dankbares Ziel. Ich glaube zwar nicht, dass viele Mitglieder dieses Forums meine Freude über dieses Ereignis teilen werden, weise aber trotzdem darauf hin, dass die Vorstellungen jetzt schon nahezu ausverkauft sind. Abgesehen von der Regie bietet die Ankündigung m.E. auch bei der Besetzung einigen Grund zur Vorfreude.


    https://www.operadeparis.fr/en…19-20/opera/das-rheingold

    https://www.operadeparis.fr/en…n-19-20/opera/die-walkure

    https://www.operadeparis.fr/en/season-20-21/opera/siegfried

    https://www.operadeparis.fr/en…-21/opera/gotterdammerung

    Schon daran ist schon zu sehen, daß es sich bei Röhrenverstärkern um eher elitäre Produkte handel. Wer zahlt schon geren für ein "veraltetes" Produkt-

    DAS ist kein Argument, denn gerade im High End-Bereich zahlen viele Leute gerne viel Geld für den größten Blödsinn. Rational ist auch nicht zu verstehen, dass jemand für Vinyl mehr Geld ausgibt als für eine CD (oder überhaupt noch Vinyl kauft).


    Ich kaufe Downloads, soweit verfügbar, auch immer in der teureren HighRes-Version, obwohl ich von dem erweiterten Frequenzgang einer 96Khz-Datei wahrscheinlich in meinem Alter eh nichts mehr höre ;(, und von der höheren Dynamik von 24 bit wahrscheinlich auch nichts. :)


    Sehen wir einen (guten) Röhrenverstärker als "Musikinstrument" das sich (von den Kerndaten mal abgesehen) jeglicher Erfassung durch daten entzieht und einfach nur gut klingt (dies nur als Denkansatz - ganz stimmt es natürlich nicht...)

    Diese Sichtweise finde ich durchaus sympathisch, denn letztlich kommt es darauf an, ob uns als Hörern der Klang gefällt, der das Ergebnis der gesamten Wiedergabekette ist. Wenn jemand einen "verfälschten" Klang angenehmer findet als einen "neutralen" (wobei man über diese Begriffe lange streiten kann), spricht nichts dagegen.

    Ich wäre dankbar, wenn künftig ein sehr aktives Mitglied unseres Forums nicht mehr in dieser persönlich rüden Form meines Erachtes unbegründet angegangen würde.

    Lieber operus,


    Stimmenliebhaber hat meine Antwort schon vorweggenommen. Ich finde es dann doch erstaunlich, dass Du meinen Beitrag zum Anlass einer länglichen Ermahnung nimmst, aber den Beitrag von "Chrissy", auf den ich nur geantwortet habe, dabei seinen Duktus aufgreifend, geflissentlich übersiehst. Es ist mir leider schon des öfteren aufgefallen, dass Du ein Fehlverhalten durchgehen lässt, wenn es aus der Gruppe derjenigen Forenmitglieder stammt, die Du zu Deinem Freundeskreis zählst.

    Ich bin gespannt, ob Du die Größe aufbringst, die herabsetzenden, demütigenden Äusserungen über unseren Tamino-Kollegen Chrissy in irgendeiner Form richtig zu stellen.

    Wenn "Chrissy" die Größe aufbringen würde, sich für seine herabsetzenden Äußerungen gegenüber unserem Tamino-Kollegen "Caruso41" zu entschuldigen, werde ich darauf gerne entsprechend reagieren. Ich habe allerdings wenig Hoffnung, dass das geschehen wird.

    Ich lese Deine Hör-Beschreibungen mit großem Interesse, gerade weil ich selbst noch nie einen Röhren-Verstärker gehört habe und als ein an technischen Eigenschaften orientierter Naturwissenschaftler starke Vorbehalte gegenüber dieser veralteten Technik habe. Hinzu kommt, dass für mich als überzeugtem Nutzer von Aktiv-Boxen ein Röhrenverstärker ohnehin nicht in Frage kommt. Trotzdem gerne mehr davon.

    Ich habe in Beitrag 22 gefragt, worin der Missbrauch des eigenen Löschens eigentlich besteht.

    Das ist nun wirklich hinreichend erörtert worden.


    Eine solche (Un)Tat ist auch die Aussage von Bertarido, dass Gerhard weiterhin das Privileg zum Löschen hat. Das ist nun schlicht gehässig, weil Gerhard nur im Opernführer ändert, was MDM und ich mit Korrekturen unterstützen.

    Eben nicht, denn Gerhard hat seine Beiträge in dem oben zitierten Thread mit rein destruktiven Absichten gelöscht, dabei Dich als Vorbild nehmend.

    ich fühlte mich von einem Forumsmitglied (Souffleur) beleidigt, was Bertarido in seiner bekannten Art als "albern" abtat

    Bitte zitiere richtig. Ich habe es nicht als albern bezeichnet, dass Du Dich beleidigt fühltest, dafür hätte ich Verständnis gehabt. Albern fand ich es, dass Du Dich in Deinen "Persönlichkeitsrechten verletzt" fühltest.


    Außer uns dreien hat auch Souffleur alles gelöscht, der kommt hier gar nicht vor.

    Souffleur hat sich leider aus dem Forum zurückgezogen, daher spielt er hier keine Rolle mehr. Dass er seine Beiträge gelöscht hat, fand ich auch völlig daneben, eben diese Handlung war im übrigen der Grund dafür, Alfred auf diese Problematik aufmerksam zu machen und eine zeitliche Begrenzung der Editierfunktion vorzuschlagen.

    Ja, das scheint nun leider die Konsequenz daraus zu sein, dass Bertarido, du und einige andere nach der Abschaffung der Editiermöglichkeit geschrieen haben

    Auch ich habe nicht nach der Abschaffung der Editiermöglichkeit "geschrieen", sondern für eine zeitliche Begrenzung plädiert. Und diese halte ich nach wie vor für richtig. Dass in dem einen oder anderen Beitrag dann mal ein Tippfehler stehenbleibt, ist meiner Meinung nach eher verschmerzbar als der Missbrauch dieser Funktion zum nachträglichen Löschen von Beiträgen.


    Lieber Alfred,

    das halte ich für eine sehr gute Lösung.

    Diese Aussage muss ich leider zurückziehen, denn ich war davon ausgegangen, dass sich die unbegrenzte Editiermöglichkeit für die "Redakteure" auf die entsprechenden lexikalischen Threads beschränkt, an denen sie arbeiten. Aber es ist wohl anders gemeint gewesen:


    Sie könnten theoretisch alle ihre Beiträge ändern. Aber es gilt als vereinbart, daß sie dieses Feature nicht ausnützen

    Es handelt sich sowieso um Langzeitmitglieder mit einem ganz bestimmten Themaenbereich (z.B. opernführer.

    Eines dieser Langzeitmitglieder ist Gerhard Wischniewski, der noch kürzlich die Editierfunktion missbraucht hat, um seine Beiträge in einem Thread nachträglich zu entfernen, und zwar mit dem ganz offen bekundeten Ziel, diesen Thread zu torpedieren:


    Dass ich meine Beiträge gelöscht habe, war ein bewusster Streich von mir, den hier schon einmal ein anderer mit Erfolg vollzogen hat, wobei dann die ganze spätere Diskussion ihrer Grundlage entbehrte und gelöscht wurde.

    Wir dürfen uns also darauf freuen, dass er auch weiterhin das Privileg hat, solche "Streiche" auszuführen. :no:

    Lieber Alfred,

    das halte ich für eine sehr gute Lösung.





    Moin zusammen,


    irgend etwas scheint in diesem Unterforum falsch eingestellt zu sein. Ich hatte die letzten beiden Beiträge von Willi und Bertarido hier freigeschaltet und dabei bemerkt, dass ich als Moderator keinen neuen Beitrag verfassen kann. Also nutze ich diesen Umweg (Beitrag bearbeiten), um darauf aufmerksam zu machen. Bertarido wird es mir nachsehen... ;)


    Viele Grüße


    Norbert als Moderator

    Na, das sagt doch hier der absolut Richtige! Dem es nicht peinlich ist, Fahrradtouren zu erfinden, wo man angeblich Sänger im Nirvana erleben kann

    und nachdem er als Münchhausen entlarvt wurde, seinen Frust in meinem Trovatore Thread abzuladen!

    Na, das sagt doch hier der absolut Richtige! Dem es nicht peinlich ist, zweitklassige Sänger hochzujubeln, nur weil sie an seinem Lieblings-Provinztheater auftreten, und, nachdem er als jemand entlarvt wurde, der von der Beurteilung sängerischer Leistungen keine Ahnung hat, seinen Frust nun hier abzuladen.

    Der Betreiber des Forums hat schon mehrfach angekündigt, dass die nachträgliche Bearbeitung oder Löschung von eigenen Beiträgen nur noch zeitlich begrenzt möglich sein soll. Jetzt wurden wieder teils Monate alte Beiträge entfernt. Ich frage mich, warum das immer noch möglich ist, und bitte dringend darum, die zeitliche Begrenzung endlich umzusetzen.

    Ohne hier in irgendeiner Weise Partei ergreifen zu wollen, finde ich das nachträgliche Löschen von Beiträgen, wenn darauf in einer Diskussion Bezug genommen wurde oder diese sogar zitiert wurden, sehr ärgerlich. Es erschwert das Verfolgen einer Diskussion erheblich. Man kann es auch richtigstellen, wenn man glaubt, sinnentstellend zitiert worden zu sein.