Beiträge von Bertarido

    Da Momox, rebuy etc. nur sehr geringe Beträge bieten, ist es mir das Geld nicht wert. Da stelle ich die CDs lieber einmal bei Kleinanzeigen rein und warte, bis sich irgendwann jemand findet. Im Zweifelsfall bringe ich "Ladenhüter", die auch nicht viel wert sind, lieber als Spende zu Oxfam.

    Das sehe ich genauso. Momox, rebuy etc. zahlen so wenig für CDs, dass es mir den Aufwand der Verpackung nicht wert ist. Dann lieber verschenken oder zu Oxfam bringen. Ich hatte das Glück, den Großteil meiner CDs bei Amazon Marketplace zu einer Zeit verkaufen zu können, als es sich noch gelohnt hat. Ich hatte mir damals eine Untergrenze von 3 Euro pro CD gesetzt. Manches ist für diesen Preis oder wenig mehr weggegangen, aber ich habe viele CDs auch für 10-20 Euro verkauft. Heute sind dort solche Preise wohl nicht mehr zu erzielen.

    Da ich meine Musik mit wenigen Ausnahmen nur noch als FLAC-Dateien auf meiner Festplatte habe, gibt es keinen Grund, irgendetwas zu entsorgen, solange genug Speicherplatz vorhanden ist.

    Ja, sie machen auch Werke, aber ich glaube, hier waren die Kompositionen gemeint. Aber es ist doch schön, dass inzwischen eine Sensibilität für den Gebrauch des Werkbegriffs entstanden ist - immerhin ein positiver Effekt der RT-Debatten der letzten Wochen. :)

    Das gefällt mir sehr lieber Christian, und ist auch meine Devise und das mit über siebzig :P !

    Ja, mir gefällt das auch, und ich bin zumindest insoweit anderer Meinung als thdeck, dass es m.E. nicht auf das Lebensalter ankommt, ob man offen für Neues ist. Geistige Beweglichkeit, Neugier und Offenheit kann man auch mit über 70 leben, wie Du sehr schön zeigst. Andere wiederum (ich verkneife es mir, Namen zu nennen), sind auch in viel jüngeren Jahren eingefahren in ihren Routinen und festgefügten Weltanschauungen und wünschen sich ein museales Theater, in dem sich nichts ändert.

    Erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Salome zu einem für Künstler interessanten Thema, zuerst durch den Maler Benozzo Gozzoli (Tanz der Salome, um 1461), später u.a. auch Tizian, von Stuck und vor allem Aubrey Beardsley, desen Illustrationen zu Oscar Wildes "Salome" unsere Vorstellung der Person Salomes bis heute entscheidend prägten.

    Hier würde ich unbedingt noch Gustave Moreau erwähnen, der Salome mehrfach gemalt hat:


    Gustave_Moreau_Salom%C3%A9_1876.jpg


    The_Apparition%2C_Gustave_Moreau_1876.jpg


    Moreau-Salome.jpg

    Bedeutet relevant unbedingt, dass man die Opern auch in 50 oder 100 Jahren noch spielen wird?

    Dass die Opern von Reimann, Benjamin, Eötvös und anderen Zeitgenossen dann noch auf den Spielplänen stehen werden bezweifel ich sehr.

    Prognosen, welche zeitgenössischen Opern oder allgemein Kunstwerke man in 100 Jahren noch für bedeutend halten und in Museen zeigen bzw. in Opernhäusern spielen wird, liegen ziemlich oft daneben, wie die Kunst- und Musikgeschichte zeigt.

    Du hast vergessen, dass sie ihre Frauen schlagen und Steuern hinterziehen. Ich muss das jetzt einfach mal loswerden: Die Schärfe Deiner Gedanken ist immer wieder zutiefst beeindruckend! Dein Buch muss wirklich toll sein.

    Mir fällt dazu ein Aphorismus von Lichtenberg ein: "Er kann die Tinte nicht halten, und wenn es ihm ankommt, jemand zu besudeln, so besudelt er sich gemeiniglich am meisten."

    Relevante Opern aus den letzten 22 Jahren kenne ich nicht.

    Ich bin kein Experte im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters, aber eine relevante Oper des 21. Jahrhunderts kenne ich: Aribert Reimanns "Medea", uraufgeführt 2010 in Wien. Ich habe das Werk vor einigen Jahren in Essen gesehen. Die Wiener Produktion ist auf Bluray erhältlich:



    Ach ja, meine Signatur ist ein Zitat aus der Oper, das letzte, was Medea dort singt. Trifft auch meine Sicht auf die Welt.

    Ich gehe darauf einfach nicht ein. Und damit ist endgültig Schluss von meiner Seite.

    Das wäre schön, aber es steht zu befürchten, dass diese dutzende Male wiederholte Ankündigung auch diesmal nicht eingehalten wird.


    Wirklich bemerkenswert ist, dass Dr. Holger Kaletha sich in seinen ca. 140 Beiträgen im noch jungen Jahr 2023 allein weit über einhundertmal in diesem Thread zu Wort meldet ohne zu merken, dass nur noch wenige Leser sich für seine durchschnittlich fünfmal täglich veröffentlichte Meinung und Argumente interessieren.

    ^^

    Der oben zitierte Satz ist kein Zeichen von Empörung meinerseits.

    Zumindest ich habe das verstanden ;). Ich war übrigens auch nicht empört. Vielmehr bin ich fasziniert, wie leicht man jemanden davon abbringen kann, sich eine Opernübertragung anzuschauen. ^^



    In der Steiermark wurde in den 1970er Jahren Tschechisch gesprochen

    Es wird deutsch gesungen.

    Und natürlich gibt es die Suggestion bei HiFi-Geräten: "Ist teurer? Muss besser sein!".

    So ist es. Und wenn man davon überzeugt ist, dass ein "Kabelklang" existiert, wird man auch Unterschiede hören, wenn man Kabel auswechselt. So wie ein Anhänger der Homöopathie sich besser fühlt, wenn er ein paar Zuckerkügelchen ohne nachweisbaren Wirkstoff geschluckt hat. :D Ebenso wird jemand wie ich, der nicht an "Kabelklang" glaubt, keine Unterschiede hören. Es gibt nur eine saubere Methode, dies zu entscheiden, und das sind Blindtests, die ja auch im HiFi-Bereich immer mal wieder gemacht werden. Damit die aussagekräftig sind, muss man allerdings einen Aufwand treiben, der im heimatlichen Wohnzimmer kaum zu realisieren ist. Alles, was von Holger dagegen vorgebracht wird, ist für jemanden, der an anderer Stelle gerade so vehement auf den Stand der Wissenschaft pocht, eher peinlich.


    Eine Aussage der Art "Ich höre aber einen Unterschied", die nicht in Blindtests validiert wurde, ist für jeden anderen wertlos. Nicht unbedingt für den, der sie macht, denn auch wenn der gehörte Unterschied auf Autosuggestion o.ä. beruht, kann das ja einen Wert für die betreffende Person haben. Wenn Dr. K. glaubt, dass seine Anlage besser klingt, nachdem er ein 1000 Euro-Kabel eingebaut hat, dann hat sich die Anschaffung für ihn ja durchaus gelohnt. Nur lässt sich daraus nichts für das Hören von anderen schließen.

    Und übergriffiges Verhalten zum „Ritterschlag“ zu verklären, ebenso. Aber egal.

    Diese alberne "Ritterschlag"-Bemerkung verkennt natürlich auch völlig, dass man es sich in der Regel nicht aussuchen kann, wer einen angrapscht. Und auch wenn es außerhalb des Vorstellungsvermögens mancher Männer zu sein scheint: Nicht jede Frau findet es toll, wenn eine noch so berühmte Sängerlegende ihr an den Hintern fasst.