Beiträge von timmiju

    Schöne Musik zum Entspannen:

    Wolfgang Amadeus Mozart

    Konzert für Violine und Orchester Nr. 4 D-Dur KV 218

    Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 G-Dur KV 219

    Les Musiciens du Louvre

    Solist und Dirigent: Christoph Koncz

    Gespielt wird auf Mozarts Geige.

    :hello:

    Das war nun wirklich keine Notlösung, der ganz kurz noch eingesprungene Lahav Shani! Ich kenne den Dirigenten aus zwei Konzerten in Berlin, davon am 9.6.2014 ebenfalls als Einspringer mit Mahlers 1. Sinfonie und der Berliner Staatskapelle. Ich war angenehm überrascht, wie der damals noch blutjunge Dirigent dieses schwierige Werk sehr überzeugend auswendig dirigierend präsentierte.

    Ebenfalls sehr gut jetzt das Silvesterkonzert. Schade, dass hier über banale Äußerlichkeiten diskutiert wird. Er trat im korrekten Outfit auf, schwarzer Anzug und weißes Hemd, wer daran etwas auszusetzen hat, also das ist doch wirklich pi..gelig. Dagegen hat der Frack für die Musiker an Konzertabenden eine Tradition. Das Konzertprogramm hat für meinen Geschmack durch den Dirigentenwechsel noch an Format gewonnen. Johann Strauß und Strawinsky statt Korngold und der Schlagobers von R. Strauss, also das ist ein Gewinn! Die Fledermaus-Ouvertüre gehört wahrlich nicht zum Repertoire des Orchesters, was zu spüren war. Ich hätte mir noch mehr Wiener Kolorit und Schwung gewünscht. Danach das Violinkonzert von Max Bruch, das war nun wirklich eine gute Wahl, sowohl was das Werk, als auch was die Solistin betrifft. Ich habe Janine Jansen mehrfach erlebt, sie ist eine hervorragende Geigerin, geradezu zärtlich und schwelgerisch kostet sie die romantischen Tiefen dieses Werkes aus. Auch die Feuervogel-Suite ist kein Repertoire-Stück für die Philharmoniker, das war aber niemals zu merken. Wunderschöne Soli, (Albrecht Mayer!), eine sehr farbenprächtige Musik mit majestätischem Abschluss. Danach La Valse, keinesfalls ein Wiener Walzer, wie es die etwas unbeholfene Ansagerin versuchte, zu erklären. Das war schon mal ein Silvesterfeuerwerk, abgerundet durch den dazu passenden Galopp von Chatschaturjan. Und ich habe mich gefreut, den schon pensionierten Pauker Rainer Seegers wieder zu erleben. Nebenbemerkung: Überrascht hat mich, dass am Vortage auf der Philharmoniker-Website noch Karten für das Konzert erhältlich waren. So etwas gab es noch nie zuvor. Ich denke, nicht wegen Corona, sondern wegen der Sonderpreise bis zu 293 EUR pro Karte! Da ist für mich die Schmerzgrenze weit überschritten!

    :hello:

    Live-Aufnahme vom 16.3.1999:

    Dmitri Schostakowitsch

    Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141

    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Kurt Sanderling

    Es ist ein sehr tragisches Werk, in dem Schostakowitsch ein Resümee seines Lebens zieht, großartig interpretiert unter der Leitung eines Kenners des Komponisten.

    :hello:

    Alle Jahre wieder:

    Johann Sebastian Bach

    Weihnachtsoratorium BWV 248

    Jutta Böhnert, Sopran

    Rebecca Martin, Mezzosopran

    Markus Schäfer, Tenor

    Thomas Laske, Bass

    Windsbacher Knabenchor

    Deutsche Kammer-Virtuosen Berlin

    Dirigent: Karl-Friedrich Beringer (1-3)

    Martin Lehmann (4-6)

    :hello:

    Schwer zu toppen:

    Ludwig van Beethoven

    Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56

    "Tripelkonzert"

    David Oistrach, Violine

    Mstislav Rostropowitsch, Violoncello

    Swjatoslaw Richter, Klavier

    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Herbert von Karajan

    :hello:

    Anton Bruckner

    Sinfonie Nr. 4 Es-Dur "Romantische"

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Dirigent: Kurt Sanderling


    Unglaublich, was dem Horn in diesem Werk abverlangt wird. Die Einspielung ist von 1994, der 82jährige Sanderling präsentiert sich hier mit einer temperamentvollen Aufnahme.

    Auf dieses Konzert hatte ich mich lange gefreut, Currentzis mit seinem Orchester einmal live zu erleben. Nun war es soweit, in der Berliner Philharmonie gab es als Hauptwerk die Vierte Sinfonie von Schostakowitsch. Der Saal nur auf den weniger teuren Plätzen voll, sonst, na ja. Das Werk ist auch irgendwie bodenlos, ein Monster schon in der gewaltigen Orchesterbesetzung und auch musikalisch keine leichte Kost. Das Orchester spielt zum größten Teil im Stehen. Currentzis serviert eine Eruption der Klänge mit ungebremster Wildheit, ist aber auch ein Spezialist der leisen Töne. Große Anforderungen hat der Schlagzeugapparat zu erfüllen, incl. der zwei Pauken, deren Spiel sehr präsent war. Insgesamt stimmte einfach alles, nicht nur die Töne waren richtig, auch die geprügelte Seele des Komponisten, der das Werk ja kurz vor der geplanten Premiere 1936 zurückziehen musste, war sehr spürbar. Dabei ist hoch interessant, dem Dirigenten zuzuschauen, wie er mit bloßen Händen das Orchester formt und die musikalische Struktur sichtbar werden lässt. Faszinierend auch der nicht tröstliche Schluss. ein fahler Streicherklang mit absterbenden Tönen der Celesta. Danach hielt Currentzis die Spannung, indem er die Hände oben ließ und es nach etwa einer Minute dann zum stürmischen Beifall kam. Das war schon ein großartiges Konzert in dieser auch nicht einfachen Zeit.

    :hello:

    Ja und nein. Wenn ich eine spezielle CD suche, von der ich weiß, dass ich sie habe und in der zweiten Reihe hinter CDs suchen muss, die sich im Bücherregal auch noch doppelthoch stapeln und auch einer halben Stunde nicht gefunden habe, hält sich das mit der Lust in Grenzen. Einfaches Stöbern zugegeben.. Da entdeckt man manchmal Schätze, von denen man nicht mehr weiß, dass man sie hat.

    Ja das Stöbern macht manchmal Sinn. Einfach mal Augen zu und irgendeine CD herausfischen. Da staunt man doch schon mal, was man hat und gar nicht richtig weiß (z.B. Nischenware). Ansonsten: Ich liebe mein Archiv. Sicher finde ich auch im Regal oft ohne dort zu suchen meine Aufnahme. Aber schwierig ist es, wenn Stücke verschiedener Komponisten auf einer CD sind. Wo suche ich dann? Ein Ratespiel veranstalten oder im Archiv auf dem PC nachsehen. Im übrigen ist es auch mal interessant, im Überblick dort zu sehen, welche und wie viele Beethoven 9. habe ich z.B. und welche ist die schnellste, welche die langsamste ? Das ist schon aufschlussreich. Und zum Thema zu kommen: CDs wird es wohl noch lange geben. Sonderangebote lohnen sich offenbar nicht mehr so. Der Urwaldfluss hatte lange Zeit immer mal CD-Aktionen, die gibt es schon lange nicht mehr.

    :hello:

    Keine Bange, lieber timmiju, alles im originalen Deutsch. Zudem sehr gut, wie ich finde.

    Danke, lieber Joseph, für die Antwort, dann werde ich mal versuchen, ob irgendwo diese Aufnahme zu bekommen ist.

    Bei mir gabs auch Beethoven:

    Ludwig van Beethoven

    Ouvertüre "König Stephan" op. 117

    Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

    New York Philharmonic

    Dirigent: Leonard Bernstein

    Lieber Joseph, wird in dieser Aufnahme auf deutsch gesungen? Ich kenne nämlich eine, da war alles auf englisch. Die habe ich deshalb nicht mehr.

    :hello:

    Ein Hochgenuss:

    Gustav Mahler

    Lieder eines fahrenden Gesellen (AD: 1960)

    Hermann Prey, Bariton

    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

    Dmitri Schostakowitsch

    Aus jüdischer Volkspoesie, op. 79 (AD: 1963)

    Marie Croonen, Sopran

    Annelies Burmeister, Alt

    Peter Schreier, Tenor

    Berliner Sinfonie-Orchester

    Dirigent: Kurt Sanderling

    Prey singt einfach fantastisch und der Liederzyklus, ursprünglich nur mit Klavier komponiert, ist eine gute Entdeckung.

    In der DDR war er ein Star, darüber hinaus kannte ihn keiner:

    Ludwig van Beethoven

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

    Dieter Zechlin, Klavier

    Gewandhausorchester Leipzig

    Dirigent: Kurt Sanderling

    Dafür ist es aber eine sehr gute Aufnahme.

    :hello:

    Endlich offenbar der Durchbruch! Frauen übernehmen in der bisherigen Männerdomäne des Dirigentenberufes den Platz, der ihnen zusteht! 😊

    Welcher Platz steht ihnen denn zu? Wenn jemand gut am Dirigent/innenpult ist, dann soll er oder sie diesen Posten bekommen. Frau Lyniv gehört zweifelsohne dazu. Das Konzerthaus Berlin war auch mutig genug, eine junge Frau, die zweifelsohne großes Potential hat, als kommende Chefdirigentin zu verpflichten. Aber bitte schön, eine wie auch immer geartete Quotenregelung darf es nicht geben.

    Das ist sicher auch nicht gemeint. Warten wir ab, wohin die Reise geht, ich bin da ganz gelassen. Mittlerweile sind im Orchester teilweise mehr Frauen als Männer. Ich habe nichts dagegen, aber man kann das durchaus hinterfragen. Vielleicht haben Frauen die besseren Nerven im Probespiel? Denn sicher werden immer nur die besten Bewerber/innen für eine Stelle verpflichtet.

    :hello:

    Felix Mendelssohn

    Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64

    Robert Schumann

    Konzert für Violine und Orchester d-Moll WoO 23

    Ludwig van Beethoven

    Romanzen für Violine und Orchester Nr. 1 G-Dur op. 40 und Nr. 2 F-Dur op. 50

    Rachel Barton Pine, Violine

    Göttinger Symphonie Orchester

    Dirigent: Christoph-Mathias Mueller

    Interessante Zusammenstellung auf dieser CD und gute Solistin.

    :hello:

    Die Themen, die bei Tamino heute bedient werden, sind (wen wundert es) zunehmend Rand- und Nebenthemen, in denen (vorsicht, meine Empfindung!) krampfhaft nach Futter gesucht wird, um überhaupt mitreden zu können. Aber ein echtes breitgefächertes Diskussionsforum, in dem sich Liebhaber über ihre Leidenschaft auftauschen (können), ist Tamino nicht mehr. Die Themen sind durch. Wenn dem Betreiber reicht, ein (aus der Vergangenheit gespeistes) Kompendium teils hochkarätiger Beiträge zu verwalten, ist das ok. Liebhaber wird es vermutlich kaum mehr generieren.

    Wo er Recht hat, hat er Recht. Ich klicke täglich das Forum an und sehe in der rechten Spalte die aktuellen Threads. Das sind meistens sehr spezielle Themen zu unbekannten Komponisten oder Interpreten oder Werken, die nur wenige interessieren. Dann klicke ich auf ungelesene Beiträge und es ist ähnlich. Es ist vielleicht für einige wichtig, was z.B. in der Sinfonie Nr. 33 von Haydn passiert, aber das betrifft nur die Ränder. Manche Themen sind auch nur zum Anschauen, bald im TV oder Neuerscheinungen oder Frisch erstanden etc. Ganz langsam läuft der Klassikbetrieb wieder an, aber noch keine Premieren, wo früher die Meinungen oft sehr auseinander gingen. So etwas belebt das Forum, wenn man sich nicht unter der Gürtellinie bewegt (dann allerdings um so mehr). Wenn mich etwas interessiert, schreibe ich auch. Ansonsten warte ich einfach ab und bin nach wie vor froh, dass es dieses Forum gibt.

    :hello: