Beiträge von timmiju

    Eine Entdeckung:

    Ludwig van Beethoven

    Klavierkonzert Nr. 1 C- Dur op. 15

    (Arrangement für Klavier und Streichquintett von Vinzenz Lachner)

    Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

    (Arrangement für Klaviertrio von L. van Beethoven)

    Hanna Shybayeva, Klavier

    Animato Streichquartett

    Bas Vliegenthart, Kontrabass

    Die Bearbeitung der Sinfonie ist grandios, da fehlt fast keine Note, die Melodiestimme wechselt zwischen Klavier, Violine und Violoncello. Das Klavierkonzert ist interessant, die große Kadenz am Ende des ersten Satzes ist umwerfend, ansonsten spielt die Solistin etwas ruppig mit recht hartem Anschlag, das Arrangement ist nicht so überzeugend wie die Sinfoniefassung, was nicht verwunderlich ist.

    :hello:

    Gut, dass dieser Thread neu belebt wird.

    Ich höre meistens immer die gleichen vier Sinfonien, die anderen reißen mich nicht so sehr vom Hocker. Aber ich beteilige mich immer gerne an Rankings:


    5 - 4 - 7 - 8 - 9 - 3 - 6 - 2 - 1 - 0


    Ich habe alle Sinfonien, aber nur zum Teil mehrmals. Bei der 7. lege ich Wert auf den Beckenschlag. Bei den Dirigenten favorisiere ich Wand und Karajan, lasse natürlich auch andere zu, wobei mir die Tempi bei Celibidache eindeutig zu breit sind.

    :hello:

    Bei mir fast genauso, eigentlich immer über die Musikanlage. Kopfhörer verursachen bei mir manchmal Kopfschmerz.

    Das kenne ich beim Kopfhörer nicht, die Musik ist so schön direkt, über die Anlage - da kann ich nicht so aufdrehen wegen der Nachbarn.

    Eben ging zu Ende:

    Ludwig van Beethoven

    Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Wilhelm Furtwängler

    Live-Aufnahme aus 1943 - schon beeinduckend!

    :hello:

    Weil gerade der Name Mariss Jansons fällt. Mich wundert, daß keiner gestern auf 3-Sat Mahlers 2. als Gedenkkonzert mit dem Bayrischen Rundfunksinfonieorchester unter Zubin Mehta und dem wunderbaren Chor in der Einstudierung durch Howard Arman gesehen oder gehört hat. Gehen TV-Übertragungen in diesem Kreis nicht so gut?


    Herzlichst La Roche

    Bei mir schon. Ich genieße auch TV-Übertragungen, die ich immer aufzeichne, 1. da ich nicht gezwungen sein möchte, sie sofort mir anzuschauen, 2. weil ich sie damit konserviere. Die 2.Mahler habe ich aufgezeichnet und werde sie mir , wenn mir danach ist, zu Gemüte führen. Im allgemeinen immer mit Kopfhörer, ich kann den Fernsehton aber auch über meine Musikanlage hören.

    :hello:

    Ich habe gestern die wunderbare Werkeinführung von Joanna Mallwitz in Beethoven's 7. gesehen.

    Mir wurde von youtube dieses Video angeboten und ich fand es sehr gut. Mir war diese Dirigentin völlig unbekannt, aber sie hat was drauf und die Zukunft noch vor sich. Vor allem gefiel mir ihre Interpretation des zweiten Satzes, der eben ein Allegretto ist und kein Trauernarsch. Sie hat das ausgezeichnet begründet. Selbst Thielemann ist in dieser Frage unentschieden, wie in seinem neuen Beethoven-Buch nachzulesen ist.

    :hello:

    Gute Neuerwerbung:

    Richard Strauss

    Rosenkavalier-Suite

    Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

    Vier letzte Lieder*

    Anja Harteros, Sopran*

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Dirigent: Mariss Jansons

    Besonders die Lieder sind mit der großartigen Sängerin einfach himmlisch!

    :hello:

    Wie soll man die Frage beantworten: Mozart besser als Haydn oder umgekehrt?? Jedenfalls anders.Joseph Haydn ist wesentlich früher als Mozart geboren und deutlich später als Mozart gestorben. Demzufolge ist Mozarts Schaffen als Komponist sinfonischer Musik einschl. Instrumentalkonzerten, von Kammermusik oder Opern (über 600 Werke) beachtlicher. Aber das ist nicht das Thema des Threads. Mozart ist sehr wohl von dieser Welt, er war sehr aufgeschlossen gegenüber den irdischen Freuden des Lebens. Und zeigt das durchaus in seiner Musik. Wenn ich mal entspannen will und nichts hochdramatisches Schweres hören möchte, dann greife ich zuallerst nach einem Werk von Mozart, vorzugsweise KV 466 und 467 oder 425, 543, 550, 551. Es ist schwierig, das rational zu erklären, aber seine Musik geht mir näher als die seiner Zeitgenossen, auch von Haydn. Das Mozartsche Orchester ist nicht anders besetzt als das Haydns, strahlt aber in jedem Takt ein eigenes Klangleben aus. Haydn ist in vielen Werken für irgendeine Überraschung zu haben, dafür sehe ich die thematische Verarbeitung bei Mozart kunstvoller und wirksamer, schöner. Und irgendwie noch menschlicher. Mozarts Musik möchte ich niemals vermissen, ich nehme sie auch auf die einsame Insel mit.

    :hello:

    Was der eigentliche Grund meines Beitrags ist: ich sorge mich um den Gesundheitszustand von René Pape. Er zitterte sich buchstäblich durch seine König Heinrich-Partie. Seine Hände machten ständig unkontrollierte Bewegungen, was Anzeichen einer Parkinson-Erkrankung befürchten lässt.

    Dass es sich hierbei um einen Regie-Gag handelte, glaube ich nicht. Und wenn, dann wäre es ein schlechter, ein sehr schlechter.

    Weiß jemand hierüber etwas mehr?

    Mir ist vor allem das Zucken im Gesicht aufgefallen, ich dachte, das ist vielleicht eine Regieidee. Auch wenn ich es nicht verstanden hätte, man weiß ja nie. Für eine Erklärung wäre ich auch sehr dankbar, aber die wird es, wenn es denn eine Erkrankung ist, wohl kaum geben. Wäre schon sehr schade für diesen großartigen Sänger.

    :hello:

    Was habe ich eigentlich falsch gemacht? Ich kenne drei Bieito-Inszenierungen von der Bühne her.

    Keine einziger Nackter war zu sehen, es gab ein eiziges mal nur minmale Blutspritzer.

    Ich nehme an, dass das blutrünstige und sexbetonte Image des Regisseurs der grauen Vergangenheit angehört, aber immer wieder gerne hervorgekramt wird.

    Dann kennst du die "Entführung aus dem Serail" nicht und auch nicht die "Armida", in der eine ganze Schar nackter Männer sich auf der Bühne der KOB tummelte. Mir hat das nicht gefehlt, der Regisseur hat sich natürlich durch ausgefallene Ideen einen Namen gemacht, die können mal mehr, mal weniger Zuspruch finden. Den "Lohengrin" fand ich gar nicht schlecht.

    :hello:

    Ich habe mir nun die Aufführung angesehen. Der "Lohengrin" ist mir aus der Deutschen Oper Berlin sehr gut bekannt, diese Inszenierung (Kaspar Halten) gefiel mir gut, die Schwanenflügel beim Lohengrin, nun das ist Geschmackssache. Sonst war diese ziemlich werkgerecht. Wenn man sich Calixto Bieito zu Gemüte führt, weiß man eigentlich, was einen erwartet. Da ich andere Aufführungen von ihm kenne, war diese noch ziemlich zahm (keine Nackten). Mir hat es eigentlich ganz gut gefallen. Die sängerischen Leistungen waren überragend und die Elsa dazu sehr sehenswert. Was mir gefiel, es war eine Spieloper, kein Rampentheater sondern emphatisch und zum Teil mit Witz dargeboten (Heerrufer, Ortrud- Torte). Gut und Böse kamen deutlich herüber. Es wurde nicht nur sehr gut gesungen, sondern auch sehr gut gespielt. Dass die erste Szene im 3. Akt hinter dem Vorhang stattfand und der Strich kurz vor dem Ende gefiel mir weniger. Ebenso wie das Duell Lohengrin-Telramund ganz ohne Schwert. Und dieser Bösewicht soll der neue Held von Brabant sein, das gab die ganze Handlung nicht her.

    Insgesamt ist die Inszenierung natürlich "Regietheater" aber nicht unsehenswert.

    :hello:

    Ich schätze Carlos Kleiber als überaus charismatischen Dirigenten. Diese Aufnahme habe ich auch, da gehen mir aber zu sehr die Gäule mit ihm durch. Er nimmt bereits den Anfang viel zu hektisch, das ist überhaupt nicht pastoral. Da hoppeln die Rehe durchs Gebüsch und die Vögel piepen um ihr Leben. Das Ganze ist ein Stimmungsbild. Es gibt keine große Entwicklung, keine Konflikte, auch harmonisch tut sich wenig. Im zweiten Satz sollte man sich an den Details erfreuen können, am Zwitschern, Plätschern und Rascheln, das ist mir auch alles zu hastig. Beim Gewitter lässt Kleiber es dann, wie zu erwarten, ordentlich krachen, das liegt ihm. Der letzte Satz ist nicht so einfach, frohe Gefühle nach dem Sturm und dann ein abrupter Schluss, der bei Kleiber in der Luft hängen bleibt. Wiederholungen lässt Kleiber oft aus, dagegen habe ich im allgemeinen nichts.

    Insgesamt gibt es bessere Aufnahmen dieser schönen Sinfonie.

    :hello:

    IEs gibtn nicht nur richtige und falsche Entscheidungen, sondern es hängt oft davon ab WANN sie getroffen werden.So hatte ich in der Forensteinzeit Anges, Themen wie HIFI, Kunst, Literatur, Jazz könnten überwiegen und den Teil "Klassische Musik" ins Abaseits drängen.

    Mit etwa 700.000 Beiträgen ist diese Gefahr nicht mehr gegeben - und so sehe ich vorsichtige Erweiterungen als Bereicherunf.

    Ob nun ein Buch von Obama hierhrtgrhötz odfer nicvht - das ist aus meiner Sicht eine Entscheidung jedes Einzelnen Mitglieds, bzw, des Mitglieds, das dieses Buch hier einstellt.

    Wir sollten aufpassen, dass unser Klassikforum nicht zu einem Gemischtwarenladen verkommt, in dem jeder Beliebiges posten kann und die Musik damit ins Hintertreffen gerät.

    :hello: