Beiträge von timmiju

    Neuerwerbung:

    Robert Schumann

    Konzertsatz d-Moll (1839)

    Abegg-Variationen (Rekonstruktion für Klavier und Orchester)

    Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

    Florian Uhlig

    Deutsche Radio Philharmonie

    Dirigent: Christoph Poppen

    Die Abegg-Variationen hatte Schumann auch als Orchesterfassung geplant, aber nicht vollendet. Das geschah 2010 durch Joachim Draheim.

    :hello:

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    Wolfgang Amadeus Mozart

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 21 C-Dur KV 467

    Rudolf Kehrer, Klavier

    Moskauer Philharmoniker

    Dirigent: Viktor Dubrovsky

    Eine interessante Darbietung, sehr subjektiv und nichts für Mozart-Puristen.

    :hello:

    Und dann zur Abrundung:

    Christoph Willibald Gluck

    Ouvertüre "Iphigenie in Aulis"

    Carl Maria von Weber

    Ouvertüre "Der Freischütz"

    Richard Strauss

    Till Eulenspiegels lustige Streiche, op. 28

    Wiener Philharmoniker

    Dirigent: Wilhelm Furtwängler

    :hello:

    Ludwig van Beethoven

    Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Wilhelm Furtwängler

    Das ist ein Live-Mitschnitt vom 3.11.1943 aus der damals noch nicht zerstörten Philharmonie. Furtwängler geht mir immer unter die Haut, hier auch.

    :hello:

    Aber haben die betroffenen russischen Künstler hier jemals die freiheitliche demokratische Grundordnung gefährdet?

    Du hast völlig Recht! Um zu Anna Netrebko zurückzukommen: In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" bekennt sich die Sängerin zu ihrem Heimatland Russland. Wer will ihr dies verdenken? "Ich liebe mein Land, meine Kultur, die Menschen. Ich finde es nicht richtig, was dort jetzt gerade passiert, aber ich bleibe eine Russin." Zugleich bestritt sie erneut eine ihr - von wem auch immer - nachgesagte Nähe zum russischen Präsidenten Putin und verurteilte den russischen Angriffskrieg. "Ich bin natürlich gegen diese schreckliche Gewalt", sagte sie.

    Russen haben, vielleicht anders wie viele Deutsche, ein ausgeprägtes Nationalgefühl. Im übrigen, Auftrittsverbote gegenüber russischen Künstler/innen, die sich nicht wohlfeil verhalten, erinnern mich an eine sehr dunkle Zeit unserer Geschichte. Daraus sollten wir alle gelernt haben. Leider ist es nicht so.

    :hello:

    Neuerwerbung:

    Christian Sinding

    Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 A-Dur op. 45

    Romanze für Violine und Orchester D-Dur op. 100

    Felix Mendelssohn

    Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64

    Lea Birringer

    Hofer Symphoniker

    Dirigent: Hermann Bäumer

    Sinding kannte ich bisher nur vom "Frühlingsrauschen", das ich in der Jugend im Klavierunterricht spielen lernte. Dieses Konzert braucht sich vor den "großen" nicht zu verstecken,

    thematisch ausdrucksstark und auch sehr virtuos. Auch die Romanze ist eine Entdeckung. Dazu noch eine ganz vorzügliche Mendelssohn-Interpretation.

    :hello:

    Und danach gabs folgendes:

    Robert Schumann

    Sinfonie Nr. 4 d-Moll (Erstfassung)

    Berliner Philharmoniker

    Dirigent: Sir Simon Rattle

    Es ist schade, dass Rattle in seiner Schumann-Gesamtausgabe diese Fassung spielen lässt. Mit seiner Überarbeitung hat sich Schumann von dieser verabschiedet und das war gut so.

    :hello:

    Es ist schade, in welcher Weise hier die Ausübung der Kunst politisiert wird. Ich schließe mich den Ausführungen von astewes in Beitrag 281 an und will deshalb diese Problematik nicht weiter vertiefen. Im "Rondo"-Heft Nr. 3 las ich jetzt, dass die Salzburger Festspiele vorhaben, im Sommer Teodor Currentzis mit seinem Orchester das Opernprojekt "Herzog Blaubarts Burg /De temporum fine comoedia" spielen zu lassen. Da die Musiker aber von der russischen, sanktionierten VTB-Bank mitfinanziert werden, wird von manchen eine Ausladung gefordert. Dazu befragt, soll sich Intendant Markus Hinterhäuser gegenüber dem "Standard" so geäußert haben: "Erklären Sie mir mal, wie man in Russland ein Orchester ohne stattliche bzw. teilstaatliche Unterstützung gründen und finanzieren will." Soweit das Magazin "Rondo". Ich habe jetzt mir einmal das Programm der Salzburger Festspiele angesehen, siehe da, das musicAeterna Orchester ist nicht dabei. Wohl aber Currentzis , mit dem Mahler Jugendorchester, sogar zweimal einmal Oper und dann noch ein Konzert mit dem russischen Komponisten Schostakowitsch, dessen 13. Sinfonie gegeben wird. In beiden Konzerten tritt allerdings der musicAeterna Chor auf.

    Ich bin sehr dafür, Currentzis nicht auszugrenzen, das ist ein großartiger Musiker, sicher auch etwas exaltiert, den ich selber in einem Konzert in Berlin erleben durfte. Wenn er sich gegen den Krieg ausspricht, kann er in Russland seine Sachen einpacken und seine Musiker sind arbeitslos. So dumm ist er nicht. Da ich meine Wurzeln in der ehemaligen DDR habe, weiß ich wie man in einer Diktatur mit seiner Wortwahl umgehen muss.

    :hello:

    Barockes zum Frühstück:

    Giuseppe Torelli

    Sinfonia für Trompete D-Dur G.4

    Tomaso Giovanni Albinoni

    Oboenkonzert d-Moll op. 9 Nr. 2 (arr. f. Trompete)

    Georg Friedrich Händel

    Suite in D-Dur HWV 241 "The Famous Water Piece"

    Johann Friedrich Fasch

    Concerto à 8 in D-Dur FWV L:D1

    Thomas Reiner, Trompete

    Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim

    Dirigent: Sebastian Tewinkel

    :hello:

    Antonin Dvorak

    Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 4

    Dramatische Ouvertüre op. posth. B 16a

    Ouvertüre zu "Armida" op. 115

    Deutsche Radio Philharmonie

    Dirigent: Pietari Inkinen

    Der Komponist war 24 Jahre jung, als er diese Sinfonie von über 51 Minuten Dauer schrieb, alle Achtung. Natürlich ist es noch lange keine "Neue Welt".

    :hello:

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    Georgi Muschel

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 a-Moll

    Franz Liszt

    Paraphrase aus Wagners Ouvertüre "Tannhäuser"

    Rudolf Kehrer

    Moskauer Philharmoniker (Konzert)

    Dirigent: Kyrill Kondraschin

    Das Konzert des russisch-usbekischen Komponisten ist kontrastarm, meistens forte und akkordreiches Pianospiel. Dagegen ist die Liszt-Bearbeitung eine virtuose Klangexplosion.

    :hello:

    Erlesene Schätze:

    Johannes Brahms

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

    Franz Liszt

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur

    Rudolf Kehrer, Klavier

    Großes Rundfunk-Symphonie-Orchester Moskau

    Dirigent: Gennadi Roshdestwenskij (Brahms)

    Moskauer Philharmoniker

    Dirigent: Viktor Dubrovsky

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    Über Otmar Suitner habe ich mich hier schon geäußert, er hat mein musikalisches Leben einige Zeit geprägt und bleibt mir unvergessen. Der hier erwähnte Film seines Sohnes Igor Heitzmann ist als Kino- und TV- Film erwähnt worden, ihn gibt es aber auch auf DVD:

    Sehr zu empfehlen, dieses 2007 entstandene bewegende Porträt des Sohnes über seinen Vater. Mit zahlreichen Originalausschnitten aus Konzerten einschl. Gastspielen. Als "Extras" gibt es einen Mitschnitt von Schuberts Großer C-Dur-Symphonie mit der Staatskapelle Berlin von 1978 und eine Probe und Mitschnitt der "Fledermaus"- Ouvertüre (1975).

    :hello:

    In der Deutschen Oper Berlin gab es vor wenigen Tagen die Premiere von "Der Schatzgräber", Oper von Franz Schreker. Ich kenne sie nicht und habe sie auch hier im Opernführer vermisst.

    Die "Berliner Morgenpost" veröffentlichte eine interessante Rezension:

    https://www.morgenpost.de/kult…in-Hof-voller-Narren.html

    Die DO hat jetzt eine Freikartenaktion für "treue" Opernbesucher gestartet und da habe ich eben für den 11. Juni eine Karte geordert. 0 statt 100 Euro.

    Ich kann ja danach den Opernführer ergänzen.

    :hello:

    Ich möchte noch einmal auf Rudolf Kehrer zurückkommen, der mich wie schon gesagt, in meiner Jugend stark beeindruckte. Auf youtube gibt es einige Ausschnitte aus Konzerten, als Video oder Audio und (leider nur) einen kleinen Ausschnitt aus der genannten Fernsehsendung. Hier spielt Kehrer das 2. Klavierkonzert von Rachmaninow:



    Der Mitschnitt ist aus 1978, wer Dirigent und Orchester sind, erschließt sich mir nicht.


    :hello:

    In der Kammer gab es das zu hören:

    Edvard Grieg

    Violinsonate Nr. 1 F-Dur op. 8

    Violinsonate Nr. 2 G-Dur op. 13

    Violinsonate Nr. 3 c-Moll op. 45

    Elena Urioste, Violine

    Tom Poster, Klavier

    Die Solisten muss man nicht kennen, aber sie machen ihre Sache gut. Hörenswert!

    :hello:

    Lieber Holger, eine gute Idee, diesen Thread über die russische Pianistenschule aufzulegen, wo viele derzeit nicht gut auf Russen zu sprechen sind. Die Russen können sich glücklich schätzen,. über viele sehr gute Pianisten/innen verfügen zu können. Spontan fallen mir nur Richter, Gilels und Leonskaja ein. Besonders freut mich , dass hier Rudolf Kehrer genannt wird. Über ihn gab es mal vor längerer Zeit eine gute Fernsehsendung (arte?) , die ich leider nicht mehr habe. Darin wurde auch geschildert, dass er es als Deutsch-Russe sehr schwer hatte und lange nicht als Pianist tätig sein durfte. In meiner Jugendzeit erlebte ich ihn in einem Konzert mit dem Berliner Rundfunksinfonieorchester im (Ost-) Berliner Metropol-Theater. Davon war in der Sendung ein Ausschnitt zu sehen. Kehrer spielte Beethovens 5. Klavierkonzert, da ich noch jung war, fehlten mir sicher die Vergleiche, aber ich war begeistert von seinem ausdrucksvollen Spiel. Leider ist er im Westen unbekannt geblieben, was ich persönlich schade finde.

    :hello: