Beiträge von timmiju

    So schön, wie dieses Booklet, so schön (romantisch) ist diese Musik::

    Paul Büttner

    Heroische Ouvertüre (1925)

    Sinfonie Nr. 4 h-Moll (1918)

    Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester

    Dirigenten:

    Hans-Peter Frank (Ouvertüre)

    Gerhard Pflüger (Sinfonie)

    :hello:

    Große Oper:

    Richard Wagner: Parsifal


    Placido Domingo, Franz-Josef Selig, Waltraud Meier, Falk Struckmann, Wolfgang Bankl u.a.

    Chor und Orchester der Wiener Staatsoper

    Dirigent: Christian Thielemann


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    Das ist eine Live-Aufnahme vom Juni 2005. Insgesamt eine sehr gute Aufführung.

    :hello:

    Mit ihren Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs hatte die Met aber offenbar Recht. James Levine kam mit seiner Verleumdungsklage gegen das Opernhaus nicht durch

    James Levine, einer der ganz großen im Musiikleben, ist mit nur 77 Jahren gestorben, schwer gezeichnet von Krankheiten, darunter Schüttellähmung. Der Mann hat die letzten Jahre seines Lebens in der Hölle verbracht. Manche meinen, er habe es verdient gehabt. Wie böse ist das eigentlich? Fast fünf Jahrzehnte hatte Levine das beühmte New Yorker Opernhaus, die Met, geprägt. Wenn er den Taktstock dort hob, spürte man die Freude an der Musik. Die ganze Welt lag ihm zu Füßen. 2018 wurde er "sang- und klanglos" (!) gefeuert. Es waren Vorwürfe sexuellen Missbrauschs laut geworden. Bekannt gewesen waren sie immer. Seine Entlassung war ein Zeichen von Doppelmoral. Er gab "Hauskonzerte" in seinem Appartement in Manhattan. Es war stadtbekannt, dass dort sexuelle Ausschweifungen mit Musikdarbietungen ineinander übergingen. Der Zeitgeist störte sich damals nicht daran. Als Levine gefeuert wurde, war der Zeitgeist natürlich ein anderer.

    Nichtdestotrotz R.I.P.

    Er bleibt eine großartige Dirigentenpersönlichkeit. Meine Diskographie ist leider sehr bescheiden.

    Ich habe diese sehr gute Mahler- Einspielung.


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    Die hier vorgestellten Aufnahmen könnten ein Anreiz sein, das zu verändern.

    :hello:

    Was muss man nicht abwerten? Es hat nix mit Abwertung zu tun, wenn ich sage, dass mich weder die Werke selbst noch die Interpretationen und auch nicht die Aufnahmetechnik überzeugen. Es ist für mich einfach so. Ich empfinde diese Produktion als misslungen. Das ist aus meiner Sicht keine Abwertung, sondern Beschreibung des Ist-Zustandes. Und ich habe die Platte zweimal laufen lassen!

    Und mit Klavierkonzerten, die nicht in die erste Reihe gehören, habe ich sehr viel Erfahrung. Und genau diese Werke aus der zweiten Reihe sind in Sachen der Eduard-Franck-Konzerte meine Vergleichsebene gewesen - nicht Robert Schumanns Dauerbrenner. Dass Schumanns Konzert in anderer Liga spielt, war klar, bevor ich die Franck-Konzerte auch nur einmal gehört hatte. Vom Label AUDITE habe ich einige CD's mit Kammermusik von Eduard Franck, die ordentlich gearbeitet ist, aber auch nicht die Niveau-Ebene der Großen erreicht. Ich ahnte, dass das bei den Klavierkonzerten ähnlich werden würde. Aber wie gesagt: gut gemachte "Zweite-Reihe-Musik" begeistert mich. Ich orientiere mich da eher an den Konzerten, die in der Reihe "Romantische Klavierkonzerte" bei HYPERION seit jetzt dreißig Jahren erscheinen. Da sind auch nur wenige Repertoire-Schlachtrösser dabei. Die meisten der dort vorgestellten Werke stammen von weniger bedeutenden Komponisten - und genau an deren häufig ziemlich gelungene Werke musste ich beim Abhören der Franck-Aufnahme denken - und das löste dann bei mir eine gewisse Enttäuschung aus.

    Lieber Garaguly, danke für deine sehr ausführliche Antwort zu meinem mehr lapidaren Statement. Wir sind uns einig, das sind keine Meisterwerke, aber ich finde sie interessant und dieser Ausdruck ist wertneutral. Der Komponist ist völlig unbekannt und wird es wohl auch bleiben. Das erste Konzert ist Clara Schumann gewidmet, sie hat sich dazu allerdings nicht geäußert. Lässt tief blicken... Allerdings gefällt mir ihr Klavierkonzert gar nicht. Damit sollten wir das Thema beenden, soviel Aufmerksamkeit hat der gute Eduard Franck nun auch nicht verdient.


    Eben habe ich Musik von bekanntem Komponisten und bekannten Ausführenden gehört:

    Richard Strauss

    Till Eulenspiegels lustige Streiche

    Les Préludes

    Wiener Phiharmoniker

    Dirigent. Wilhelm Furtwängler

    :hello:

    Echt jetzt?=O Ich empfand die beiden Konzerte kompositorisch als höchstens mittelmäßig gelungen, also mit erheblichen Längen. Die Interpretationen und die Aufnahmetechnik überzeugten mich ebenfalls nicht.

    Natürlich kann man sie nicht z.B. mit Schumann vergleichen. Ich habe sie als hörenswert bezeichnet, das sind sie für mich allemal. Das muss man nicht abwerten, lieber Garaguly. Ich finde es gut, dass cpo sich auch den Nischen widmet.

    :hello:

    Auf diese Aufnahme wurde ich hier im Forum aufmerksam und habe dann bestellt sowie jetzt gehört:

    Eduard Franck

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d- Moll op. 10

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 C- Dur

    Georg Michael Grau, Klavier

    Württembergische Philharmonie Reutlingen

    Dirigent: Fawzi Haimer

    Werke und Ausführende waren mir vorher unbekannt, jetzt nicht mehr - beide Konzerte sind sehr interessant und hörenswert.

    Ich bin nicht der große Bruckner-Liebhaber, aber wenn ich doch mal zu Hause von einem aktuellen Dirigenten Bruckner höre (und sehe), dann von Thielemann (womit ich feilich München meine, die Dresdner Aufnahmen kenne ich nicht):

    Schön, dass du diese Einspielung hier einstellst. Ich habe sie auch und bin sehr angetan. Mit den Dresdnern kommt im April eine Gesamtbox auf Blue-Ray heraus. Seinen Auftakt in München bestritt er mit der 5. Sinfonie.

    Und begeisterte damt nicht nur die Presse. Seine Tempi ähnlich wie Celibidache, aber keine Kopie. Die Nebenstimmen haben ihren gebührenden Platz, aber dennoch bleibt der große Bogen gespannt, alles ist im Fluss und von Energie beseelt. Also, man kann durchaus Thielemann hier nennen, dem vielleicht nicht jede Aufnahme gleich gelingt, das hat er mt anderen aber gemeinsam. Seine Erfahrung, die er mit Wagner hat, ist ihm hier durchaus von Nutzen. Aber es gibt auch noch andere, Janowski ist hier zu Recht erwähnt, ich habe ihn live mit Bruckner 4 und 5 erlebt. Letztere im Berliner Dom, das war allerdings sehr hallig und manches verschwamm leider.

    :hello:

    Bezeichnend: Keiner hat bisher Christian Thielemann nominiert.

    Die gleiche Frage kam schon vor fünf Jahren auf. Ich nenne ihn hier nicht, weil ich hier keinen Shitstorm ernten möchte. Für mich ist Thielemann keineswegs indiskutabel, ob er nun "führender" Bruckner-Dirigent ist, sei dahingestellt. Was ist eigentlich "führend", kann man auch der "beste" sagen?

    :hello:

    Bzgl. der vierten (III 71-4) lägen beide Bearbeiter offensichtlich falsch. Die Bassposaune müsste eine Staccato-Viertelnote A auf dem ersten Schlag jedes Taktes haben und die Tuba müsste hier pausieren (ein guter Dirigent würde dies bei der Probe von selbst erkennen). In beiden Editionen wird zudem ein langer Strich vorgeschlagen (die Takte 270-374 im Finale sind markiert mit "Vi-de"), der zu ignorieren sei, da er die Proportionen des Satzes verschiebe und schwerlich von Bruckner selbst erwogen sein könne.

    Bruckners 5. Sinfonie ist für mich die beste, obwohl sie viele für schwierig halten. Ein wunderbares Thema im ersten Satz ab Takt 51 beginnend in Bratschen und Celli, das sich dann auch im großartigen Finale mit seiner Doppelfuge (185 Takte!) wiederfindet. Die besten Aufnahmen sind für mich ohne Zweifel die mit Günter Wand und dem NDR-Sinfonieorchester sowohl auf CD 1989 in Hamburg , als auch auf DVD 1998 in Lübeck. Ich sehe keine sonderlichen Unterschiede in den Fassungen, so wie sie heute gespielt werden, allerdings gehen in meinen Aufnahmen die Tempi von gut 68 Minuten bei Furtwängler 1942 bis zu gut 82 Minuten beii Thielemann 2005.

    Die von dir genannte Stelle im 3. Satz Takte 71-74 habe ich mit meiner-Partitur (Novak) verglichen. Da pausiert die Tuba und die Bassposaune spielt das A mit staccato. Die Takte 270-374 im Finale werden eigentlich immer gespielt. Darauf möchte ich auch nicht verzichten. Novak bezieht sich im übrigen in seinem Vorwort in der Partitur auch auf Haas.

    :hello:

    Booaah, wenn nur dieser Wittek nicht wäre!! Der nervt mich schon auf der CD der DGG und ich habe nie verstanden, warum Lenny diesen Solisten gewählt hat.

    Auf der DVD ist die Vierte mit Edith Mathis aufgenommen worden. Schade, dass man diese Aufnahme nicht für CD verwendet hatte...

    Ich habe beide Aufnahmen, mit diesem Werk habe ich in der Elphi auch mal ein Knäblein gehört, das war leider nichts. Dagegen ist der kleine Helmut für mich schon ganz gut, natürlich ist er keine Edith Mathis.^^

    Bei mir gabs ein schönes Konzert:

    Wolfgang Amadeus Mozart

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 21 C-Dur KV 467

    Jan Lisiecki, Klavier

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Dirigent: Christoph Zacharias

    :hello:

    Zur Eröffnung des Leipziger Gewandhauses:

    Ludwig van Beethoven

    Sinfonie Nr. 9 d-Moll op.125

    Edda Moser, Sopran

    Rosemarie Lang, Mezzosopran

    Peter Schreier, Tenor

    Theo Adam, Bass

    Gewandhauschor und -kinderchor

    Thomanerchor

    Rundfunkchor Leipzig

    Gewandhausorchester Leipzig

    Dirigent: Kurt Masur

    Großartige Aufnahme mit erstklassigem Solistenquartett und Riesenchor!

    :hello: