Beiträge von timmiju

    Peter Tschaikowsky

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23

    George Li, Klavier

    London Philharmonic Orchestra

    Dirigent: Vasily Petrenko

    Ganz neue Aufnahme, damit habe ich nun genug dieser Konzerte in meinem Regal. Aber es war ganz bestimmt kein Fehlkauf.

    :hello:

    Das Thema heißt ja eigentlich Kirill Petrenko und nicht die Art und Weise, wie sich die Berliner Philharmoniker diskographisch vermarkten. Aber da es nun mal so läuft - ich habe heute Post bekommen und da werden mir eine ganze Reihe solcher "Hardcover-Editionen" angeboten. Ich gebe denen Recht, die Schwierigkeiten mit der Unterbringung dieser "Editionen" haben. Bei mir betrifft es bisher nur die 6.Tschaikowsky, die nun im Bücherregal, das tief genug ist, platziert wird. Den Harnoncourt-Schubert (ohne die Chorwerke), Sibelius und Beethoven mit Rattle habe ich nur als reine CD-Box. Früher, mit Karajan, waren die Berliner Philharmoniker mal Kassenschlager, das wurde mit Abbado schon weniger und jetzt dürfte man sehr weit davon entfernt sein. Wahrscheinlich hat man es nicht mehr nötig und will eben einfach exklusiv sein. Vieles wird nur zusammen mit Blue-Ray angeboten, das habe ich nicht und will ich nicht. Der Normalverbraucher wird damit nicht angesprochen. So etwas ist abgehoben. Von den angebotenen Sammlungen bin ich wenig überzeugt. Reizen würde mich vielleicht eine 22-CD-Furtwängler-Box für gut 200 €. Aber das muss gut überlegt werden.

    :hello:

    Interessantes Tondokument:

    Robert Schumann

    Konzert für Violine und Orchester d-Moll

    Georg Kulenkampff, Violine

    Berliner Philharmonisches Orchester

    Dirigent: Karl Böhm (UA 26.11.1937)

    Violinkonzert a-Moll nach dem Violoncellokonzert a-Moll op. 129

    Saschko Gawriloff, Violine

    Westfälisches Sinfonieorchester

    Dirigent: Walter Gillessen (GP 29.11.1987)

    Die Uraufführung des Violinkonzertes ist ein Rundfunk-Mitschnitt, tontechnisch problematisch, immerhin ist der Solopart sehr präsent.

    :hello:

    Vom polnischen Nachbarn:

    Karol Szymanowski

    Sinfonie Nr. 3 op. 27 "Das Lied von der Nacht"

    Ryszard Minkiewicz, Tenor

    Warschauer Philharmonischer Chor

    Warschauer Philharmonisches Orchester

    Dirigent: Antoni Wit

    Hoch interessant, diese einsätzige klangfarbenreiche Chorsymphonie.

    :hello:

    Dass Franz Konwitschny ein Alkoholproblem hatte, dürfte mittlerweile Allgemeingut sein. Das haben zahlreiche Künstler bestätigt, die mit ihm zusammengearbeitet haben und nicht zuletzt sein Sohn Peter könnte da Geschichten erzähen (und tut das mitunter auch)...

    In einem früheren Beitrag hier wurde ja behauptet, dass Konwitschny seine beiden NSDAP-Mitgliedschaften nicht geschadet hätten. Vielleicht haben sie ihm ja doch geschadet, nur anders?

    Das ist mir auch bekannt, Konwitschny war tatsächlich ein ordentlicher Schluckspecht, auch in den Proben soll er damit aufgefallen sein. Ob er in Belgrad am Suff gestorben ist, kann ich aber nicht bestätigen.

    Dass er zweimal der Nazipartei beigetreten sein soll, ist mir dagegen nicht bekannt. In der DDR wurde so etwas ja bewusst verschwiegen. Aber damit befände er sich ja in guter Gesellschaft. Wieso sollte es ihm geschadet haben?

    Unabhängig davon war er ein bedeutender Könner seines Faches und ich bin froh, wenigstens die Beethoven- und Schumann-Gesamtausgaben in meinem Besitz zu haben.

    :hello:

    Soviel man hört, der wohl interessanteste Dirigent, den die deutsche Hauptstadt derzeit zu bieten hat.

    Was ist an diesem Satz zu beanstanden? Die alten Herrschaften Eschenbach und Barenboim sind Auslaufmodelle, Jurowski konnte bis jetzt wenig überzeugen, diskographisch ist mir nichts Nennenswertes bekannt, Sir Donalds Charisma ist überschaubar, dirigentisch solide, aber kein Überflieger, K. Petrenko muss auch erst mal ankommen, mir ist er manchmal zu sehr ein Draufhauer. Ticciati hat mich dagegen musikalisch in den Live-Konzerten mit dem DSO sehr überzeugt, es macht Freude ihm nicht nur zuzuhören, sondern auch zuzusehen, und diese Freude scheint auch Ticicati selber dem Orchester weiter zu vermitteln. Dabei ist er sehr sensibel mit einem hohen Anspruch an sich selbst, daran kann man auch scheitern, das wünsche ich ihm nicht. Zurzeit ist es aus den bekannten Gründen nicht einfach, sich weiter zu profilieren. Berlin verfügt mit ihm jedenfalls über ein Juwel am Konzerthimmel. Ich hoffe, dass er weiter gut von sich reden machen kann.

    :hello:

    Also die restlichen sechs Sinfonien hast Du nicht? Dann hast Du bis jetzt einiges verpasst … eine dicke Empfehlung für die Box! :hello:

    Danke lieber Maurice, für diese Empfehlung. In die 2. Stanford hatte ich mal im Irland-Urlaub im Radio reingehört und die CD später in Berlin gekauft. Ich werde mir den Erwerb überlegen, vielleicht geht der Preis ja mal hinunter.

    Heute gab es dieses:

    Peter Tschaikowsky

    Konzertfantasie für Klavier und Orchester op. 56

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 G-Dur op. 44

    Michael Ponti, Klavier

    Symphonie Orchester Prag

    Dirigent: Richard Kapp

    Die Konzertfantasie ist eine Entdeckung, wuchtig! So etwas liegt diesem Pianisten.

    :hello:

    Robert Schumann

    Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op.102

    Johannes Brahms

    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

    Jacqueline du Pré, Violoncello

    Bruno Leonardo Gelber,Klavier

    Radio-Symphonie-Orchester Berlin

    Dirigent: Gerd Albrecht

    Eine interessante Live-Aufnahme von 1963 mit der 18 jährigen du Pré und dem 22jährigen Gelber, da ist viel jugendlicher Esprit.

    :hello:

    Lieber Garaguly, eine kleine Korrektur darf ich vornehmen: Das RSO Berlin dürfte für das Radio-Symphonieorchester Berlin, Vorläufer des heutigen Deutschen Symphonieorchesters stehen. Dieses befand sich im Westteil, das Rundfunk-SO im Ostteil der Stadt.

    Bei mir war jetzt angesagt:

    Anton Bruckner

    Sinfonie Nr. 4 "Romantische"

    - Urfassung 1874 -

    Philharmoniker Hamburg

    Dirigentin: Simone Young

    Mit dieser Fassung kann ich mich nicht anfreunden, die Aufnahme ist dennoch sehr gut.

    :hello:

    Keine schwere Kost:

    Carl Maria von Weber

    Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 19

    Sinfonie Nr. 2 C-Dur

    Ouvertüre aus "Turandot" op. 37

    Trauermarsch aus dem 5. Akt

    Marsch aus dem 2. Akt

    Tanz der Edelknaben aus der Oper "Silvana"

    Fackeltanz

    Queensland Philharmonic Orchestra

    Dirigent: John Georgiadis

    Ich finde es gut, dass sich die Queeslander diesen Nischenwerken von Weber annehmen und es sogar ganz ausgezeichnet machen.

    :hello: