Beiträge von WoKa

    Hallo!


    Im Rosenkavalier findet sich "Er muss mich pardonieren"



    DER BARON.

    Hab halt ein jung und hitzig Blut, das ist ein Kreuz,

    ist nicht zum Stillen! Oh!

    FANINAL auf Octavian losgehend.

    War mir von Euer Liebden hochgräflicher Gegenwart allhier

    wahrhaftig einer andern Freud gewärtig!

    OCTAVIAN höflich.

    Er muß mich pardonieren.

    Bin außer Maßen sehr betrübt über den Vorfall.

    Bin aber ohne Schuld. Zu einer mehr gelegnen Zeit

    erfahren Euer Liebden wohl den Hergang

    aus Ihrer Fräulein Tochter Mund.[67]

    FANINAL sich mühsam beherrschend.

    Da möcht ich recht sehr bitten!

    SOPHIE entschlossen.

    Wie Sie befehlen, Vater. Werd Ihnen alles sagen.

    Der Herr dort hat sich nicht so wie er sollt betragen.

    FANINAL zornig.

    Ei, von wem redt Sie da? Von Ihrem Herrn Zukünftigen?

    Ich will nicht hoffen! Wär mir keine Manier.

    SOPHIE ruhig.

    Ist nicht der Fall. Seh ihn mitnichten an dafür.


    Gruß WoKa

    Hallo Caruso!


    Vielen Dank für diesen Thread.


    Ich habe heute die "First Night of the Proms 2019" angeschaut. Dort war sie in Janaceks Glagolithischer Messe zu hören und zu sehen. Auch hier war ich wieder äußerst beeindruckt.

    Begeistert hat mich ihr Auftritt anlässlich des 100teh Geburtstages des Orchestre de la Suisse romande. Hier sang sie Tatjanas Briefszene - ich finde es begnadet.



    Ich schätze, ich werde nach Frankfurt fahren um dort die Manon Lescaut zu sehen (wozu hat man eine Tochter, die in Frankfurt wohnt:P).


    Übrigens bietet myfidelio.at die Möglichkeit eines 24h - Tickets, sodass es möglich ist, sowohl die Glagolithische Messe, als auch die Salzburger Salome anzuschauen - und den Wozzeck.


    Gruß WoKa

    Hallo!


    Eine Erfahrung, die ich im Leben gemacht habe, ist die, dass es oft mehr Stärke braucht, über seinen Schatten zu springen, als hart und konsequent zu bleiben. Die Kunst der angemessenen Entschuldigung - und damit natürlich auch die Verzeihung oder Vergebung - geraten in der aufgeheizten Diskussion in der Gesellschaft und hier in Tamino immer häufiger in Vergessenheit. Fehler zuzugeben ist nicht selbstverständlich. Doch es gibt auch Ausnahmen. Beeindruckt hat mich zuletzt Dsiebs Entschuldigung an LaRoche. Aber wir können ja gemeinsam dran arbeiten, diese Kunst wieder in Erinnerung zu rufen. Auch in der Musik spielt das Eingestehen von Fehlern und die Bitte um Verzeihung immer wieder eine Rolle. Beispielsweise hier:



    John Dowland - Can she excuse my wrongs?


    Kann sie meine Fehler verzeihn'

    Kann sie meine Fehler mit dem Mantel der Tugend bedecken?
    Soll ich sie lobpreisen, wenn sie sich als grausam erweist?
    Sind dies helle Feuer dort, die sich in Rauch auflösen?
    Muß ich die Blätter lobpreisen, wo ich keine Früchte finde?


    Nein, nein: Wo statt Körper Schatten sind,
    wirst du vielleicht geschmäht, wenn dein Blick getrübt ist.
    Kalte Liebe ist wie in Sand geschriebene Worte,
    oder Blasen, die auf dem Wasser schwimmen.


    Willst du dich weiter so schmähen lassen,
    wissend, daß sie dich niemals gerecht behandeln wird?
    Wenn du ihren Willen nicht überwinden kannst,
    wird deine Liebe ewig so fruchtlos bleiben.


    War ich so unedel, daß ich nicht emporstreben könnte
    zu jenen hohen Freuden, die sie mir vorenthält?
    So hoch wie sie sind, so hoch ist mein Verlangen:
    verweigert sie mir diese, was gilt denn dann noch?


    Gibt sie dem nach, was die Vernunft gebietet:
    Der Wille der Vernunft ist, daß Liebe gerecht sei.
    Liebste, mache mich glücklich und gewähre mir das noch,
    oder beende das Warten, wenn ich denn sterben muß.


    Besser ist's, tausend Tode zu sterben,
    als so gequält weiter leben zu müssen:
    Liebste, erinnere dich aber daran, ich war's
    der dir zuliebe zufrieden gestorben ist.


    Gruß WoKa

    Hallo!


    SWR 2 sendet diese Woche seit Montag täglich eine Musikstunde zum Thema Clara Schumann.

    Kann in der Mediathek noch einige Zeit nachgehört werden und ist sehr informativ und unterhaltsam.


    Gruß WoKa

    Hallo!


    So viel juristische Kenntnis habe ich, dass ich weiß, dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer zusammen gehen und auch gar nicht immer zusammen gehen können. Damit meine ich Fälle, in denen aus rechtlich nachvollziehbaren Gründen Entscheidungen zu treffen sind, die dem menschlichen Bedürfnis nach Gerechtigkeit nicht entsprechen. Das muss nicht im Bereich des Strafrechts sein. Ich arbeite in einer Sozialbehörde und war häufiger in der Situation, eine Entscheidung zu treffen, die rechtlich einwandfrei war, die ich dennoch für ungerecht hielt. Das geht in einem Rechtsstaat nicht anders - und in einem anderen System zwei mal nicht.


    Das hat nichts mit gesundem Volksempfinden zu tun. Wollen wir diskutieren oder uns gegenseitig Populismus vorwerfen?


    WoKa

    Zitat

    Bevor etwas bewiesen ist, gibt es immer Zweifel und mit diesem Zweifel muss man bis zum Beweis leider leben. Aber dein erneutes Statement beweist ja nur einmal mehr, dass du eigentlich gar keine Zweifel hast, sondern genau zu wissen vermeinst, wer die "Täter" sind und was "perfide" ist.


    Hallo Stimmenliebhaber!


    Meine Frage lautete:


    Zitat


    Wie stehst Du zu meinem eigentlichen Zweifel? Ist das nicht genau die perfide Logik der Täter, die wir damit unterstützen?

    Du umgehst die Antwort, indem Du versuchst, die Frage gegen mich zu wenden.

    Du gibst an, dass Du davon ausgehst, dass ich tatsächlich keine Zweifel zu habe, sondern dass ich wisse, wer Täter und was perfide ist.


    Abgesehen davon, dass Du mir unterstellst, die Unwahrheit zu sagen:

    Nein ich weiß es nicht.


    Ich gehe davon aus, dass es unter 100 möglichen Missbrauchsfällen solche gibt, die tatsächlich stattgefunden haben und dass es darunter welche gibt, die nicht statt gefunden haben.


    Im letzteren Fall können Existenzen durch ungerechtfertigte Vorwürfe vernichtet werden - und die Beiträge von Ascanio haben auch mich betroffen gemacht.

    Im ersteren Fall kann es sein, dass Existenzen vernichtet wurden und dies mangels "schlüssiger Beweisführung" keine Gerechtigkeit erfährt.


    Ich möchte die beiden Schicksale nicht gegeneinander abwägen.


    Da liegt meine Unsicherheit.


    Vor allem Holger, aber auch Du, pochen auf die rechtliche Seite. Heißt das denn, dass alles, was nicht verboten ist erlaubt ist? Heißt das, dass Menschen, die aus einer Machtposition (und das muss kein Opernstar sein, da reicht auch ein Abteilungsleiter im Supermarkt) heraus andere unter Druck setzen, um sexuelle Zuwendung zu erpressen, das dürfen?


    Moralisch macht Ihr immer klar, dass Ihr das ebenfalls schrecklich findet. Aber was macht man dann? Das eine ist Recht - das andere Gerechtigkeit. Ich weiß, dass das nicht immer zusammen geht.


    Gruß WoKa

    Hallo Stimmenliebhaber


    Zitat


    Andererseits kann es doch auch nicht sein, dass diese 5- oder 10 oder wie viel Prozent auch immer dazu führen, dass alle anderen "Vergehen" nur angeprangert werden dürfen, wenn der Beweis dafür erbracht wurde und das vermeintliche Opfer bereit ist, seine Identität preis zu geben und damit genau das auf´s Spiel zu setzen, was der "Täter" als Faustpfand gegen die Frau (oder den Mann) einsetzt: Den Ruf, die Karriere etc.


    Wie stehst Du zu meinem eigentlichen Zweifel? Ist das nicht genau die perfide Logik der Täter, die wir damit unterstützen?


    Gruß WoKa

    Hallo!


    (Fast) Alle Protagonisten in diesem Thread hören sich so an, als wäre die richtige Haltung auf der Hand liegend.


    Ich gebe zu, ich ich bin hinsichtlich meiner Haltung sehr unsicher, weil es eben keine richtige oder falsche Sichtweise gibt, solange die Dinge nicht justiziabel sind. Hier geht es häufig nicht um Recht sondern um Gerechtigkeit.


    Auf der einen Seite teile ich durchaus die Meinung, dass 5 % falsche Anschuldigungen (oder 10 oder 15, das ist zunächst zweitrangig) dazu führen können, dass die Beschuldigten zumindest zunächst einen Schutz genießen sollten, damit nicht Existenzen durch Falschbehauptungen zerstört werden. Auch ich bin der Auffassung, dass mögliche Falschurteile (aber natürlich nicht nur die, sondern auch grundsätzliche Werte) gegen die Todesstrafe sprechen. Allerdings liegt hier in der Regel ein konkretisiertes und belegbares Verbrechen vor.


    Andererseits kann es doch auch nicht sein, dass diese 5- oder 10 oder wie viel Prozent auch immer dazu führen, dass alle anderen "Vergehen" nur angeprangert werden dürfen, wenn der Beweis dafür erbracht wurde und das vermeintliche Opfer bereit ist, seine Identität preis zu geben und damit genau das auf´s Spiel zu setzen, was der "Täter" als Faustpfand gegen die Frau (oder den Mann) einsetzt: Den Ruf, die Karriere etc.


    Ihr scheint alle zu wissen, was richtig ist. Ich weiß es nicht.


    Gruß WoKa

    Lieber Gerhard, lieber La Roche!


    Wollt Ihr nicht noch mal zurück spulen und eine alternative Reaktion auf Farinellis Frage versuchen? (Ich weiß, dass Farinelli keine Unterstützung braucht, mir geht es hier um mein ganz persönliches Gefühl.)


    An diesem Beispiel kann ich gut darlegen, was mich bei zahlreichen Threadverläufen (ich schreibe jetzt bewusst nicht "Dialogen") stört.


    Farinelli war von einer Aufführung sehr angetan und fragt in die Runde, wer die Aufführung noch gesehen hat. Eine wertschätzende Antwort - ohne mit der eigenen Meinung hinterm Berg zu halten - wäre beispielsweise gewesen:


    "Ich habe nur den Anfang angeschaut. Du kennst ja meine Meinung zu modernen Aufführungen. Und als ich die Handys sah, war ehrlich gesagt schon Schluss" Er hätte anschließend die Möglichkeit gehabt, vertieft auf die sängerische Darbietung o. ä. einzugehen, wenn Ihr schon hinsichtlich der Choreographie unterschiedlicher Auffassung seid.


    Statt dessen habt Ihr aus vollen Rohren drauf los geschossen:


    "...verdirbt einem den Geschmack"

    "dämliche Darstellung"

    "stößt mich ab"

    "Murks aus Salzburg"

    "vertane Zeit"

    "Schwachsinn"


    Hier habt Ihr beide eine Chance vertan, eine wertschätzende Diskussion von unterschiedlichen Standpunkten aus so zu führen, dass die Beteiligten und auch die Mitleser einen Gewinn darin sehen.


    Ich finde das schade.

    :stumm::stumm::stumm:

    Gruß

    Wolfgang

    Hallo!


    Ich schließe mich an. Der einzige Mehrwert, den ich in der Lektüre dieses Schmierentheaters finde, liegt in den Kommentaren von Christian B. Den Rest empfinde ich weitgehend als unwürdig - und vor allem so berechenbar.


    Vielen Dank dafür

    WoKa

    Hallo!


    Ich war schon immer der Meinung, dass die Welt von heute in vielen ihrer Problemstellungen auf Weichenstellungen aus dem Ende der 70er Jahre zurück geht. Vor allem auf den Einmarsch der SU in Afghanistan. Interessant, die Geschichte mal nicht von 1945 oder 1989 aus zu betrachten.



    Gruß WoKa

    Hallo!


    Ich habe das Konzert direkt am Freitag über die Digital Concert Hall gesehen. Und nein, ich bin nicht in der Lage, die Interpretation in ihren Einzelheiten zu beurteilen und habe auch die Zeiten nicht genommen. Ich finde es auch kritisch, ein Open-Air-Konzert mit etablierten Aufnahmen von Rattle, Furtwängler oder wem auch immer zu vergleichen. Die Grenzen von Frau Petersen habe ich auch vernommen. Ansonsten habe ich eine tolle Aufführung erlebt, wenngleich ich mit Alban Bergs Lulu-Suite nicht viel anfangen kann.


    Ein Dirigent, der es schafft, eine beeindruckende Kommunikation mit dem Orchester herzustellen. Ein Dirigent, der sehr viel über Mimik macht.


    Ich fand es (und die Freunde, die es mit mir angeschaut haben) einfach toll.


    Gruß und schönen Sonntag

    WoKa

    Hallo!


    Anmerkung zu dem verlinkten Interview zu den Anfeindungen gegen Greta Thunberg:


    Ich bin kein Psychologe, habe für mich allerdings schon vor Längerem eine andere Erklärung gefunden:


    Jemand spricht einen Missstand an. Während die Einen Energie darauf verwenden, das Thema aufzunehmen und ernst zu nehmen, verwenden Andere ihre Energie für Versuche, den Überbringer der Botschaft zu diskreditieren. Die einzige Erklärung, die ich habe ist die, dass es einfach bequemer ist. Diese Menschen glauben, in dem Maße, wie es ihnen gelingt, die Person in Frage zu stellen und unglaubwürdig zu machen, verschwindet auch die von ihnen transportierte Problematik. Das hätte natürlich den schönen Effekt, dass ich mir keine kritischen Gedanken über die Klimaveränderung (Greta Thunberg), über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz (meToo), illegale Machenschaften von Staatsorganen (Edward Snowden) etc. machen muss. Die infantile Annahme ist: Entwerte ich den Menschen, muss ich mich der Realität des Themas nicht mehr aussetzen. Eine Taktik, die auch dem Populismus sehr eigen ist.


    Gruß WoKa

    Hallo!


    Bitte seid hinsichtlich der Ordnung in Kategorien nicht allzu kritisch:


    Gruß WoKa


    Kammermusik & Klavier

    Morley La Caccia

    Telemann La Caccia für Flötenquartett

    Bull The King´s Hunt

    Byrd The Woods so Wild

    Scarlatti Sonate "La Caccia"

    Schumann Waldszenen


    Lied und Chor

    Brahms Waldesnacht

    Haydn Der Wald

    Isaak Nun ruhen alle Wälder

    Koechlin Le Livre de la Jungle

    Loewe Die verfallene Mühle

    Mendelssohn Der Jäger Abschied

    Mendelssohn O Täler weit, o Höhen

    Reger Waldeinsamkeit

    Schoenberg Gurre-Lied Nr. 1

    Schostakowitsch Das Lied von den Wäldern (Kantate)

    Schubert Im Walde (Waldesnacht)

    Schubert Im Walde

    Schubert Nachtgesang im Walde

    Schubert An die Freunde

    Schubert Nachtstück

    Schumann Im Wald

    Schumann Waldesgespräch

    Schumann Sehnsucht nach der Waldgegend

    Strauss, R. Waldseligkeit

    VolksLied Bunt sind schon die Wälder

    Weber Lützows wilde Jagd

    Zemlinsky Waldgespräch


    Oper und Bühnenmusik

    Britten A Midsummernight´s Dream

    Humperdinck Hänsel und Gretel Ein Männlein steht im Walde

    Janacek Das schlaue Füchslein Und doch ist es schön…

    Lehár De lustige Witwe Es lebe eine Vilja, du Waldmägdelein

    Marschner Hans Heiling Wo nur Annchen bleibt?

    Mendelssohn Ein Sommernachtstraum

    Rimsky-Korsakow Die Legende von der… Wald, mein Lebensquell!

    Rossini Wilhelm Tell Sombre foret

    Smyth Der Wald

    Strauss, R. Frau ohne Schatten Falkner-Arie

    Strauss, R. Arabella Waldnerszene

    Verdi Don Carlos Forêt deFontainebleau

    Verdi Macbeth Wald von Birnam

    Vivaldi Catone in Utica Nella foresta

    Wagner Siegfried Waldweben

    Wagner Tannhäuser Wohl wußt´ ich hier sie im Gebet…

    Wagner Lohengrin In ferner Einsamkeit des Waldes

    Wagner Parsifal He! Ho! Waldhüter ihr

    Wagner Meistersinger von Nürnberg Am stillen Herd in Winterszeit

    Wagner Götterdämmerung Auf Waldjagd zog ich aus…

    Weber Silvana Hallo! Hallo! Im Wald wohl lebt sich´s so

    Weber Freischütz Duch die Wälder, durch die Auen

    Weber Freischütz Jägerchor

    Weber Euryanthe Jägerchor


    Orchestermusik

    Beethoven Eroica 3. Satz

    Bruckner Sinfonie Nr. 4 3. Satz

    Ciurlionis Im Walde

    Raff Sinfonie Nr. 3 "Im Walde"

    Roussel Sinfonie Nr. 1 "Le Poème de la Forêt"

    Sibelius Tapiola

    Strauss, J. Geschichten aus dem Wienerwald

    Vivaldi Concerto "La Caccia"

    Hallo!


    Hier ein Orchesterlied von Alexander Zemlinsky, das er auf das Gedicht Waldgespräch von Joseph von Eichendorff im Alter von 31 Jahren schrieb. Es singt Soile Isokoski:



    In Post 27 findet sich die Vertonung von Robert Schumann.


    Waldgespräch

    Es ist schon spät, es wird schon kalt,

    Was reit’st du einsam durch den Wald?

    Der Wald ist lang, du bist allein,

    Du schöne Braut! Ich führ’ dich heim!


    „Groß ist der Männer Trug und List,

    Vor Schmerz mein Herz gebrochen ist,

    Wohl irrt das Waldhorn her und hin,

    O flieh! Du weißt nicht, wer ich bin.“


    So reich geschmückt ist Roß und Weib,

    So wunderschön der junge Leib,

    Jetzt kenn’ ich dich – Gott steh’ mir bei!

    Du bist die Hexe Lorelei.


    „Du kennst mich wohl – von hohem Stein

    Schaut still mein Schloß tief in den Rhein.

    Es ist schon spät, es wird schon kalt,

    Kommst nimmermehr aus diesem Wald!“


    Joseph von Eichendorff