Charles Burney - Musikhistoriker. Komponist und Organist

  • Immer wieder wird in unserem Forum und nicht nur hier - der englische Musikhistoriker Charles Burney (1726-1814) zitiert. Und manch einer wird sich gefragt haben; Wer ist denn dieser vielzitierte Charles Burney ? Das Erscheinen eine Doppel-CD mit Klaviersonaten für 4 Hände, gibt mir Gegelgenheit dieser Frage etwas näher auf den Grund zu gehen, wenngleich ich feststellen muß, daß Burneys Bedeutunge als Musikhistoriker eine wesentlich größere ist, als jene als Komponist. Zumindest lässt die derzeit einzizge auf dem Markt befindliche CD IMO keinen anderen Schluß zu. Das mag aber auch en dem gewöhnungsbedurftigen Klang des eingesetzten Tafelklaviers von Josephus Kirckman aus dem Jahre 1800 liegen
    Burnrey hatte vor. eine Geschichte der Musik zu verfassen - und ersetzte dieses Vorhaben auch . etwa ab 177O in die Tat um. Er bereiste viele Europäische Länder , besuchte Komponisten und führte mit Gott und der Welt Gespräche. Mit unbestechlichem Blick beschrieb er Zustände. Werke und Komponisten. Wenngleich manches aus heutiger Sicht nicht den Tatsachen entspricht, da überholt, so ist sein Werk "A General History of Music" ein interessanter Zeitzeuge- Der erste Band erschien 1776, der zweite 1782 insgesamt umfasst das 1789 abgeschlossene Werk 4 Bände.

    mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • ich habe mir in den letzen Tagen und auch heute nach und nach die im Eröffnungsbeitrag vorgestellte Doppel CD angehört.
    Um es auf den Punkt zu bringen: "Großer Wurf ist das keiner !"
    Die Musik Burneys ist vermutlich nicht so anspruchsvoll, wie die seiner musikhistorischen Objekte. sie könnte aber ganz nett, eingängig und unterhaltend sein, wäre da nicht dieses ausgeleierte historische Pianoforte, traktiert von zwei italienischen Pianistinnen. die mit italienischem Temperament und ebensolcher Unbekümmertheit quasi al fresco in die Tasten schlagen. Der gute Charles Burney, er war ein Schöngeist und veritabler Gentleman, wäre sicher nicht amused, wenn er das hören könnte was man seinen netten Stückchen angetan hat.
    Über die beiden Pianistinnen findet man bei Wikipedia keine biographischen Daten - und vielleicht ist das auch gut so......


    mfg aus Wien
    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !

  • Heute fiel mir deses Machwerk erneut in die Hände - und ich wollte ihm eine 2. Chance geben. Man ist uft schecht gelaunt oder übermüdet und fällt auf diese Weise ein Fehlurteil oder ein ungerechtes. Im konkreten Fall hat sich grundsätzlich nichts geändert, außer vielleicht, daß ich heute der Meinung bin, daß Burmeys Sonaten besser sind als das letzte Mal beschrieben. Keine großen Werke, aber gefällie anmutige Stück. Sie werden aber von den beiden Klavierspielerinnen buchstäblich exekutiert (im Sinne von "hingerichtet"

    Da gibt es Passagen, da meint man 2 Schülerinnen zu hören, die immer wieder ins Stocken gerten, dann aber letztlich doch weiterspielen.


    Im Gegensatz zum ersten Mal habe ich nicht bei Wikipedia nach den Lebensdaten der beiden Pianistinnen gesucht, sondern im Booklet

    Beide unterrichten Klavier und Cembalo ! und hatten diverse Gastauftritte und Diplom - Na ja.


    Der Burney Tread mag in Hinkunft dazu dienen Kritiken und Bemerkungen des Namensgebers zu veröffentlichen, die musikhistorisch äusserst interessant sind.

    Er reiste durch ganz Europa - und es schein keinen namhaften Komponisten seiner Zeit gegeben zu haben, den er nicht aufgesucht hat, und über den er nicht ein paar Sätze geschrieben hat...

    Dadurch, daß er 88 Jahre alt wurde ist das eine ganze Menge. Reisen scheint nicht nur zu bilden - es scheint auch fit und gesund zu halten...

    Das gilt natürlich nur für das Reisen in klassischen Pferdekutschen und Segelschiffen...


    mfg aus Wien

    Alfred

    Interpreten SIND Sklaven !