Legenden des Jazz - (XVII) – Coleman HAWKINS

  • Coleman HAWKINS (1904-1969) war ein Klarinettist und Saxophonist.

    Er wird gelegentlich als „Erfinder“ oder „Vater“ des Tenorsaxophons bezeichnet, was er aber stets bestritt – es waren schon andere vor ihm da. Und er nennt hier Namen wie Happy Cauldwell, Stomp Evans und Prince Robinson…

    Unbestreitbar ist indes sein Einfluß auf den Jazz, wo er das Saxophon in den Focus rückte.

    Er war schon in ganz jungen Jahren gefragt, da er als einer der wenigen Jazzmusiker Noten lesen konnte, was von der Ausbildung am Klavier durch seine Mutter herstammte.

    1922 schloss er sich in New York den „Jazzhounds“ und der Bluessängerin Mamie Smith an, mit denen er seine ersten Tonaufnahmen machte. Um ca 1924 holte ihn Fletcher Hendersan in seine Band wo er 1926 seine erste Aufnahme mit diesem Orchester machte, bereits in der neuen elektrischen Tontechnik und künstlerisch weiterentwickelt, ganz vorn mit an der Spitze. („The Stampede“)


    1934 fasste er (nach euphorischen Berichten von dortgewesenen Kollegen) den Entschluß, nach Europa zu gehen und er telegraphierte Jack Hylton nach London und dieser antwortete binnen 24 Stunden positiv. Er bot ihm eine höhere Gage und Hawkins schiffte sich ein.

    Einer der Gründe nach Europa zu gehen, war die Wertschätzung, die man dort Negern entgegenbachte – ganz anders als in Amerika.

    Hawkins arbeitete in London, später in Paris, dann wieder in London. 1939 kehrte er wieder in die Vereinigten Staaten zurück.

    Die hier gezeigte CD enthält Aufnahmen ab ca. 1933, meist aber 1939 und 1943, eine von 1949. Der Klang ist – vom Grundrauschen abgesehen - recht passabel, gerade weil kaum gefiltert wurde sind die Klangfarben recht naturnah. Alle älteren Aufnahmen* sind bereits gestrichen und das ist zwar schade aber verständlich: Es gibt zahlreiche Aufnahmen mit einwandfreiem Klang, einige davon sogar bereits in Stereo.


    Mfg aus Wien

    Alfred


    *ich habe noch eine gefunden, muss sie aber erst bestellen....

    Wer Beethoven-Sinfonien fälscht oder gefälschte in Umlauf bringt, wird mit dem Anhören eines Endlosbandes aller Werke von Schönberg bestraft; von der Dauer 1 Woche bis zu 4 Wochen